Zuckersüßer Schmerz

Sugaring selbst gemacht

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
24. Januar 2014

Nach über zwei Jahren der Provokation und des „aus-Prinzip-behaarte-Beine-haben“, habe ich nun vor einer Woche eine komplette Rodung vorgenommen. Und es hat auch noch Spaß gemacht :D

Im Buch über die „Grüne Kosmetik“ von Gabriela Nedoma bin ich ja wie berichtet auf einige interessante Rezeptchen gestoßen. Unter anderem auf eine Zuckerpaste zur Haarentfernung.

Es mag vielleicht etwas komisch erscheinen, da Haarentfernung nicht so ganz dem Ökoklischee entspricht ;) Und doch wollte ich es ausprobieren. Irgendwie hatte ich mich nie an diese ziependen Beinhärchen gewohnt. Tja und zugegeben, ein kleines bisschen Masochismus kann hier nicht schaden – es muss sich ja niemand antun, der nicht will :D

Jedenfalls war der Zeitpunkt perfekt, da ich gerade extrem trockene Haut an den Beinen hatte und ich es sowas von hasse Öl oder Cremes über Haare zu schmieren – bäh. Beim Gedanken an dieses Gefühl zieht es mir noch immer alles zusammen. Rasieren verträgt meine Haut überhaupt nicht – bleibt nur die brutale Methode ;D

Aber gut, soviel zu den Hintergründen, kommen wir zum wichtigen Teil!

Sugaring vs. Waxing

Ein bedeutender Unterschied zum Waxing ist folgender: Die Zuckermasse zieht man in die Wuchsrichtung der Haare ab (nicht gegen die Wuchsrichtung) + Zucker ist wasserlöslich, was bedeutet, dass keine Reste irgendwo kleben bleiben und eventuell sogar für Entzündungen sorgen.

Und das beste: Alles was du brauchst, hast du wahrscheinlich schon zuhause ;)

Rezept für eine Sugaring Zuckerpaste

Alles was du brauchst sind:

  • 200 gr Zucker (ganz normalen, weißen)
  • 100 ml Zitronensaft

Wofür man den Zitronensaft genau braucht, weiß ich gar nicht. Vielleicht ginge es auch mit Wasser. Jedenfalls hat das Zeug so gut geschmeckt, dass ich fast mehr davon gegessen habe, als damit zu wachsen haha ;D Zitronenbonbons mhhm!

Anleitung

Den filtrierten Zitronensaft vermischt du mit dem Zucker und karamellisierst alles für ca. 15 Minuten in einer beschichteten Pfanne. Ich hatte nur einen Emailtopf und hab halt gerührt, bis zum Umfallen.

Sobald die Masse eindickt und honigfarben wird: Runternehmen und erst mal einen Tropfen davon in kaltes Wasser geben. Sollte geschmeidig und baumharzähnlich sein von der Konsistenz her! Auf Zimmertemperatur abgekühlt sollte die Masse elastisch und formbar sein. Ist das nicht der Fall, kannst du sie entweder weiter eindicken, oder wenn sie zu hart geworden ist nochmal Zitronensaft dazugeben.

Anwendung des Sugar Waxings

Zu allererst: Gummihandschuhe :D Sonst hätte ich glaube ich alles voll gekleckert. Man kann sich dann zwischendurch samt den Handschuhen und sehr warmen Wasser die Hände waschen, da sich die Paste eh auflöst.

Mit den Fingern hab ich dann immer so einen Esslöffel voll genommen und die Masse gegen die Haarwuchsrichtung raufgestrichen. Dabei muss man ganz langsam hochziehen und fest andrücken, damit sich die Paste mit den Haaren rundum verbindet. Aber Vorsicht: Bereits das ziept ganz schön ;)

Die ideale Haarlänge sind übrigens 4-5mm. Alles darüber tut angeblich mehr weh und darunter.. naja funktioniert wahrscheinlich nicht gut.

Ritsch Ratsch

Zum runter Ziehen hab ich dann ein Tuch verwendet, das ich bei jedem Durchgang zusammen gefalten habe. Jedoch würde ich einzelne Stoffstreifen empfehlen, da das sicher um einiges weniger Kleckerei bedeutet. Nun denn: Tuch auf die aufgetragene Paste drücken – ganz fest – und dann in einem Zug mit der Haarwuchsrichtung abziehen. Tadaaaa – funktioniert!

Und jetzt viel Spaß – dauert eine ganze Weile, wenn man ungeübt ist :) Meine Paste musste ich übrigens immer wieder mal erwärmen, aber wahrscheinlich hatte ich auch nicht gerade die perfekte Konsistenz erwischt…

Vom Schmerz her hielt es sich in Grenzen, aber da ich sowas früher auch gemacht habe, bin ich wohl noch immer einiges gewöhnt.

Aja! Die Stoffstreifen, kannst du einfach waschen! Der Zucker löst sich wie gesagt praktischerweise in Wasser auf :))

Fazit

Ganz ehrlich: Es ist ein ziemlicher Aufwand. Und ich fühl mich nackig. Gleichzeitig mag ich es aber irgendwie. Jedenfalls bin ich mir noch nicht sicher, ob die Faulheit siegt und ich nicht doch wieder die nervigen Haare in Kauf nehme und den einen oder anderen geschockten Blick „riskiere“ – ich find es ja eh sehr amüsant muss ich sagen. Die Gesichter müsstet ihr mal sehen xD

Vielleicht gewöhne ich mich auch irgendwann noch an den Wildwuchs. Leider bin ich halt in einer verrückten Haarentfernungskultur aufgewachsen und bin Beinhaare einfach gar nicht mehr gewöhnt. Aber wie denn auch nach über einem Jahrzehnt der Rasur? Wenigstens werden die Männer noch halbwegs damit in Ruhe gelassen und nicht dauernd in der Werbung damit bombardiert. Wobei bezogen auf den Bart ist es eh auch nicht viel anders.

Jedenfalls hoffe ich, dem einen oder der anderen hilft diese Anleitung. Ich freu mich jedenfalls über diese Alternative zu synthetischen Haarentfernungsprodukten. Auch wenn ich finde, man sollte diesen Enthaarungswahn auf jeden Fall hinterfragen und zwar gründlichst. Aber wohlfühlen sollte man sich dabei trotzdem :)

Und übrigens: Wer Zitronenbonbons mag, kann das Rezept getrost auch ausprobieren – wahrscheinlich müsste man es dazu einfach noch stärker eindicken lassen. Ansonsten kann man das Zeug auch so futtern. Karies wird es dir danken ;D

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20 Gedanken über “Zuckersüßer Schmerz

  1. Tina Glaese

    Huhu Lisa,

    ich bin vor Kurzem auf euren Blog gestoßen und bin sehr glücklich darüber. Bei uns erleben wir immer wieder so Phasen, in denen wir versuchen, weniger und bewusster zu konsumieren und dann versuchen wir viel selbst zu machen und irgendwann schleichen sich wieder alte Gewohnheiten ein. Aber der Zeitpunkt, an dem wir uns wieder neu orientieren kommt dann immer schnell wieder.

    Jedenfalls habe ich in meiner letzten Phase auch dieses Sugarring ausprobiert. Allerdings habe ich davon ganz viele minikleine blaue Flecke an den Beinen bekommen. Wollte da mal anmerken, für alle, die es noch ausprobieren wollen: nicht zu doll aufdrücken!
    Ich benutze schon seit Jahren einen alten Rasierer und immer noch die gleiche Klinge wie am Anfang. Und manchmal so einen Epilierer. Finde das doch einfacher.

    Liebe Grüße aus dem schönen Göttingen, Tina

  2. beatrix

    ich verstehe nur eines nicht, ihr lebt vegan? wie kommts dann, dass ihr honig verwendet?
    ist ja auchi ordnung, denn zucker wird raffineriert und verursacht umweltschäden
    OHNE BIENEN hättet ihr auch kein gemüse,obst,kräuter usw- ohne bienen gibt es keine lebensmittel!!
    und ausgebeutet werden bienen ja nicht, denn ICH gebe ihnen meine angebauten pflanzen, blüten, und sie geben mir ihren honig!!- so ist die natur!!!!!
    egal, mir ist nur aufgefallen, dass ihr eigentlich dann überhaupt nicht auf den erhalt der tiere bedacht seid!
    denn ein ei? wird die henne da ausgebeutet?- NEIN sie legt ja jeden tag ihr ei- für mich!!!!
    ich beute meine tiere keinesfalls aus- die ziege gibt mir die milch, weil sie genug hat, auch für ihr junges, somit habe ich einer alten rasse geholfen, damit sie nicht ausstirbt!
    meine hühner sind auch eine alte wildrasse und legen mir die eier!- ohne das ich etwas dazu tue!
    also verstehe ich irgendwie eure einstellung nicht!
    lg bea

    1. Herta Frintrop

      Hallo, das finde ich interessant, was Du da sagst, denn ich weiß erst seit Kurzem, dass die Legehennen so viele Eier legen, dass sie höchstens zwei Jahre alt werden. Darum kaufe ich nach Möglichkeit Eier von weniger überzüchteten Hühnerrassen. (Selbst halten kann ich in der Stadt keine Hühner). Den Honig der Bienen zu nützen finde ich auch in Ordnung, da man die Bienenvölker ja auch pflegt, die für die Fruchtbarkeit der Natur so wichtig sind. Es ist also so, dass eine Ziege einen Milchüberschuss hat und dann finde ich es auch gut, wenn man die Milch nimmt. Bei den Milchkühen ist es ja wohl so, dass sie Kälber bekommen, die ihnen weggenommen werden und das ist für die Kühe und die Kälber sicher nicht gut. Kuhmilch vertrage ich nicht mehr, aber ich mag Käse sehr und deshalb würde es mir sehr schwer fallen vegan zu leben. So ein Leben mit Tieren erscheint uns städtern oft sehr romantisch und es kommt dem Ideal des sich selbst versorgenden Menschen näher. Grüße und ein schönes Wochenende.

  3. M.

    Danke für den Beitrag und Eure zahlreichen Tipps in den Kommentaren. :)

    Hab es mal ausprobiert und das Kochen der Paste gelang beim ersten Mal ganz gut. Im Erstversuch hab ich es nicht hinbekommen, die Paste zu dieser Flicking-Masse zu kneten, dazu war sie irgendwie zu flüssig (und ich zu ungeduldig). Hab dann Baumwollfließ verwendet, das machte sich auch mit der erkalteten Paste gut. War *autsch!* aber effektiv. Auf jeden Fall eine gute Alternative zum Wachs oder auch zum Rasieren, wenn man etwas Geduld hat und etwas Schmerztoleranz :D

  4. Annette

    Hallo!
    Ich sugare selber auch und finde es super.
    Das Kochen der Paste dauert zwar etwas – deswegen ist das in der Türkei ein Frauentrefftag – aber es lohnt sich. Ich kann mir übrigens nicht mehr vorstellen haarig zu sein. Mir gefällt das glatt Gefühl viel zu gut. Und ja, das ist Geschmackssache.
    Der Zitronensaft dient übrigens als Katalysator und spaltet den Zucker auf. Laut Internet klappt das auch mit anderen „sauren“ Säften (Orange, Ananas), ausprobiert hab ichs aber noch nicht.
    Ich wünsch noch viel Spaß beim Naschen und Zupfen ;)

    1. der peter

      ich kann mir auch vorstellen, dass das das durch des zitronensafts fruchtsäure saure millieu trockene hautschuppen ablöst, und bei den auszureissenden haaren deren keratinschuppen aufstellt, was der zuckerpaste zu mehr grip verhelfen dürfte.

      der rest (haare oder nicht) ist eine mischung aus nutzwert und gefallen.

      wir sind winters haarig und sommers glatt, und angefangen damit hab ich, weil ich im sommer nach dem büro immer wie ein elch gerochen hab, war mir selber zu wider. ohne haare geht auch die katzenwäsche zwischendurch schneller, wer öfters in funktionsklamotten lange strecken radelt, und öfter sonnenschutz cremt, wird ohne auch froher (ölen auf haare geht).

      und abwechslung bringts auch :) ich bin ab mai froh, wenn die haare weg sind und ab november froh wenn es wieder wuchert.

  5. Ruth Smith

    Liebe Lisa,

    ich entferne mir die Beinhaare schon seit über 3 Jahren nach genau dieser Art und bin ziemlich begeistert davon. Anfangs ist es ziemlich nervig und die Masse ist mir auch einige Male missraten (zu dunkel, zu fest, zu weich,…) aber wenn man etwas Erfahrung hat geht es ruck zuck und ist nicht mehr so aufwendig. Daher kann ich dir nur empfehlen es noch einige Male zu versuchen, es wird immer einfacher!
    Zur weiteren Motivation: Nach 2-3 Mal kommen viel weniger Haar durch und dadurch tut es dann fast gar nicht mehr weh. Mir kommt auch vor, die wachsen dann viel langsamer.
    Tipps aus meine Erfahrung:
    1. Wenn die Suggaring-Masse richtig gemacht ist, dann brauchst du keine Tücher und keine Handschuhe. Die „richtige“ Suggaring-Masse klebt nämlich mehr an sich selbst als an deinen Händen, fühlt sich aber so wie Honig an. Es ist schwer die Masse „richtig“ hinzubekommen, aber mit einiger Erfahrung weißt du dann ganz schnell wie die gekochte Masse aussehen muss bzw. wie sie sich im kalten Wassertest verhalten muss um eben „richtig“ zu sein. Also keine Handschuhe nötig. Die Tücher brauchst du dann auch nicht, weil du die Suggaring-Masse mit deinen Händen selbst runterreißen kannst. Also das ist schwer zu erklären, deshalb hab ich schnell einen Link gesucht. http://www.youtube.com/watch?v=snVPJJzF8Mk Schau mal, genau so mach ich das und das klappt voll gut. (nicht irritieren lassen, meine Suggaring-Masse ist auch braun und nicht weiß wie im Video) Zugegeben, wenn ich die Masse mal nicht richtig hinbekomme (wie gesagt, ist nicht so leicht), dann mach ich es auch mit Geschirrtüchern. Leinen geht am besten

    2. Macht vor Beginn ein Peeling mit Bürste oder Lufaschwämmchen. Das hilft, das die Haare nicht einwachsen.

    3. Bestäube deine Beine vor der Prozedur mit Speisestärke (bzw. Babypuder). Einstäuben und mit den Händen dann wieder etwas runterrubbeln. Es soll eine sehr dünne Schicht an den Beinen hängen bleiben. Die Speisestärke hilt, dass das Suggaring an den Haaren kleben bleibt und nicht an deiner Haut. Das ist vor allem bei trockener Haut wichtig, weil man sich sonst die ganze äußerste Hautschicht abreißt. Es macht das ganze auch viel schmerzfreier.

    4. Einen Tag nach dem Suggaring nicht sonnenbaden. Die Beine sind nach dem ganzen Haar-herausgereiße ziemlich nichtempfindlich.

    So, das sind so meine Tipps. Ich hoffe, dir damit ein bisschen geholfen zu haben! Viel Erfolg und Freude mit dem Ergebnis :-)
    lg Ruth

    1. Lisa PflegerLisa Beitrags Autor

      Danke für die Infos Ruth!

      Dieses „Flicking“ wo man nur mit den Fingern das macht, habe ich eh auch ausprobiert. Hat 1-2 mal super geklappt, aber dann ist die Masse abgekühlt und war zu hart glaub ich… hat dann nicht mehr richtig funktioniert und das mit den Streifen war so schön einfach :) Aber wer ich mal wieder probieren, Danke!

  6. Cat

    Hey Lisa.
    Wennst magst komm ich mal vorbei und zeige dir wie du richtig mit der Zuckerpaste arbeitest. Stoffstreiffen nimmt man nur dann wenn der Zucker zu warm ist und sich nicht mehr richtig entfernen lässt. Ansonsten ist es recht einfach und du arbeitest in einer fließenden Bewegung nur mit der Paste. Lg Cat

  7. Marie

    Also ich steh ja irgendwie auf Haare ;) Auf dem Kopf, an den Beinen und bei Männern im Gesicht. Und jetzt kommt das Outing: ich hab mir tatsächlich noch nie die Beine gewachst :) Allerdings muss ich ehrlicher Weise dazu sagen, dass man meine blonden Haare vielleicht auch nicht ganz so sieht.

    Das ist aber schon ein interessantes Gedankenexperiment: Hätte ich z.B. einen starken Damenbart, würde ich ihn sicher entfernen. Wo also verläuft hier genau die Grenze zwischen sich-so-mögen-wie-man-ist, sich natürlich fühlen, sich der Gesellschaft anpassen, jung/weiblich aussehen etc.?

    Danke für die Anregung!

  8. Kerstin

    Hi Lisa, liebe Mitsugarer,

    sugarn ist super. Man muss sich weniger Zeit nehmen, Leuten mit Milbenallergie haben weniger Probleme mit Juckreiz an den Beinen, Leute, die schwitzen, weniger Hitzepickelchen. Die Haut wird super gepeelt und super weich und die Haare, die rauskommen, sind zarter und damit entstehen wieder weniger Pickel. Am Anfang lohnt es sich einen Seidenhandschuh zum peelen kaufen, damit die feinen Haare nicht einwachsen. Anbei ein paar Tipps für Anfänger: (Etwas chaotisch, sorry.)

    *Je empfindlicher, desto kleiner die Fläche halten. (Intim zB 2×2 cm, von außen nach innen)

    *Die Haut muss gut gespannt sein, somit wird der Schmerz weniger. (zB Achseln: Handfläche auf den Prominens Halswirbel legen)

    *Das ganze schnell wie ein Pflaster abziehen.
    *Wenn die Haare zu lang sind, legen sie sich übereinander und es wird schmerzhaft und oder sie brechen ab.
    *Macht zuerst die Arme. Es ist am schmerzlosesten und gut um zu üben.

    *Baumwollvlies ist für Anfänger und zeitlose Leute, Flicking Methode für mehr Zeit und Fortgeschrittene. (Dafür braucht man aber eben kein Vlies verschwenden. (Auf Youtube gibt es zahlreiche Videos)
    *Puder vorab hilft, wenn man geschwitzt hat.

    *Wer seine Hände nicht klebrig machen möchte, braucht enge Einmal-Handschuhe und oder Spatel.

    *Ob gegen oder mit dem Strich ist Geschmacksache. Auch Wirbel lassen sich bearbeiten.Wichtig ist, dass man die Paste fest auf die Haut einbringt und sicher stellt, dass jedes Haar drin ist, sonst brechen sie ab.

    *Als Nachpflege eignet sich Aloe Vera bestens.
    *Sollten Haare eingewachsen sein, müssen sie raus. Wartet nicht erst bis sich alles entzündet hat.

    *Für das Gesicht gibt es kleine, zarte Vlies. Mit Flicking läßt sich auch die Nase bearbeiten.

    *Nie zuvor eincremen oder einölen oder Duschgel mit Öl verwenden.
    *Zeitmäßig landet man alleine mit allem: Intim, Beine, Achseln, Gesicht usw bei ca 1 h in 4-6 Wochen. Am Anfang brechen Haare ab, die schneller nachwachsen und somit den Rhythmus auf 4 Wochen verkürzen. Je konsequenter man das ganze verfolgt, desto länger wird der Abstand.
    *Wer im Gesicht zu feine Haare hat, dem sei die Fadentechnik empfohlen.
    (Youtube bietet ebenfalls gute anleitungen, nie an den Augenbrauen probieren, bevor man es kann.)

    *Konsistenz: Einen Tropfen auf einen Teller geben und schauen, ob er fest wird. Wenn die Paste abgekühlt ist, Spatel rein und mehrmals rein und rausziehen. Die Farbe sollte sich Richtung goldweiss bewegen.
    *Nie offen stehen lassen, sonst habe ihr eine funktionslose Wasserpampe.

    Viel Spaß an alle.

    Liebe Grüße Kerstin

  9. Cori

    Rasieren ist so zeitaufwendig und nervenaufreibend. Ich würde es auch gerne lassen, aber ich fühle mich dann irgendwie nicht so wohl. So sind wir erzogen worden, nicht wahr?! :-/ Im Winter mache ich es daher eher seltener. Mein Tipp für garantiert entzündungsfreie Rasur ist Alepposeife. Beine (oder was auch immer) damit eingeschäumt und rasieren. Das Oliven- und Lorbeer-Öl lässt da gar keine Entzündung enstehen. Einfach super und wenigstens größtenteils natürlich. Ich hatte nie mehr Probleme, seitdem ich das so mache.
    Liebe Grüße

  10. Jenn

    Hallo Lisa,
    das Sugaring habe ich auch schon ausprobiert, aber ich hatte irgendwie Probleme damit, die richtige Konsistenz zu erhalten und als die Paste dann fertig war, hatte ich Probleme mit der Temperatur ^^. Wenn die Paste nicht zu zäh ist, ist sie mir noch viel zu heiß und wenn sie kühler ist, kann man sie kaum mehr auftragen. Hat das bei dir besser funktioniert?
    Ich habe es bisher bei dem einen Versuch belassen, weil es ja, wie du ja auch schreibst, doch sehr aufwändig ist. Aber irgendwie ist zum Rasierer greifen auch nicht so eine tolle, will sagen nachhaltige Lösung.. Mit der Hinterfragung der Enthaarungskultur hast du auf jeden Fall Recht. Cool, dass du das so konsequent durchziehen kannst :). Ich muss sagen, dass mich die Haare nach einer Weile schon enorm nerven.. wahrscheinlich, weil ich so groß geworden bin.
    Liebe Grüße

  11. Mine

    hallo! ein sehr schöner beitrag. ich hab das auch schonmal ausprobiert und auch fast alles aufgegessen :-) ich finde, das ziepen beim entfernen ist sogar recht angenehm. achja, du kannst auf das tuch übrigens komplett verzichten, da sich die zuckermasse komplett runter reißen lässt. in der türkei wird die masse vorher so lange geknetet, dass sie ganz elastisch (und weiß!) wird und sogar mehrfach verwendet werden kann. so habe ich mich mal in einem hamam enthaaren lassen. es gibt youtube videos dazu. man muss das kneten aber erstmal lernen, ich selbst war dabei nicht besonders erfolgreich. liebe grüße! mine

  12. rage

    Liebe Lisa! Danke für diesen tollen Beitrag. Ich kenne diese HaarEntfernungsWahnKultur; wer nicht?! Wie schön jemanden gefunden zu haben, der, ich meine, die das Ganze überhaupt mal hinterfragt. Hab mich damit bislang auf weiter Flur allein gesehen und lieber dem Druck gebeugt. Im Winter bin ich aber einfach viel zu faul für sowas. Im Sommer fühle ich mich manchmal auch nicht ganz so wohl mit Behaarung. Dennoch ist es mir manchmal einfach zu mühselig, aufwendig. Das Enthaaren. Und da ich einfach nicht weiß, was sich hinter der InhaltsstoffListe tatsächlich verbirgt… Hab mir jetzt sowas wie einen HaarHobel zu Weihnachten schenken lassen. Wie das Teil funktioniert weiß ich aber noch nicht… ;) Thxs!

    1. Maxi

      Hallo,
      als Mann muss ich tortzallem mal meinen Gedanken zu dem Thema Luft machen:
      Ich finde dieses ganze HaarentfernungsGedöns extrem lächerlich. Das reicht eigentlich nicht – ich glaube (persönliche Überlegung) das die Haarentfernung ein extremer Auswusch zu unserer ganzen Möglichst-Jung-Aussehen-Kultur ist. Speziell bei der Intimrasur (bei beiden Geschlechtern!) frag ich mich was das soll?! Warum ist es schön „nackig“ zu sein? Quasi „jungfräulich“ oder schlichtweg jung auszusehen? Wenn man mal drüber nachdenkt, findet das eigentlich niemand den ich kenne, erotisch – aber unterbewusst wird es überall vermittelt und nachgeahmt. Ja es gibt Grenzen der Hygiene, es gibt praktische Gesichtspunkte und es gibt auch ein akzeptablen Grad an Schönheitsvorstellung – aber Schmerzen, wunde oder gereizte Haut, Jucken beim Nachwachsen etc. bleiben für mich sehr sehr fragwürdige Auswüchse einer sehr fragwürdigen Schönheitskultur.
      Die übrigens auch Männer betrifft! Okay, zugegeben bei den Beinen weniger. Aber Brusthaare? Intimbehaarung? Achseln? Das ist seit gefühlten 30 Jahren sowas von nicht gesellschaftstauglich. Teilweise sogar der Bart – obwohl sich das ja gerade wieder zu ändern scheint.
      Naja wie auch immer. Soll natürlich bitte jeder machen was er/sie will und wie er/sie sich wohl fühlt. Aber warum wollen wir möglichst haarlos sein?! Warum haben wir dieses (verrückte, unrealisitische) Schönheitsideal? Will ich das wirklich mitmachen? Kann jeder für sich beantworten – sollte man aber zumindest mal drüber nachdenken =)
      Buh, sorry für den Auspruch – aber man hat (vielleicht auch gerade als Mann) so selten Gelegenheit sich zu dem Thema zu äußern!
      Und weil ich es hier nicht zu kritisch klingen lassen möchte:
      Lisa, Michael – ich finde es extrem geil was ihr so treibt und auf die Beine gestellt habt!
      Liebe Grüße,
      Maxi

    2. Jana

      Meine Erfahrung ist tatsächlich, dass sugaring nicht soooo schmerzhaft ist wie waxing. Das Ergebnis ist, wenn man sich schon gegen die Haare entscheidet, wirklich gut und die Paste kann eigentlich jeder selber zuhause herstellen. Wichtig ist nur das Rezept, damit die Paste auch gelingt. Gute habe ich damals auf http://www.sugaring.biz gefunden. Da gab es auch eine Anleitung und man konnte per E-Mail nachfragen, wenn irgendwas nicht klar war.

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