Zeit für Apfelkuchen!

Die wohl leckerste Art Äpfel zu verwerten.

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
28. August 2013

An einer nahegelegenen Apfelstraße (die es dank der grandiosen Wieseninitiative gibt) hier in der Gegend, geht schön langsam eine kleine Apfelschwemme los. Zwar sind es meist noch viele notgereifte Äpfel (weil sich irgendein Tierchen eingenistet hat), aber genug um mehr zu tun als „in den sauren Apfel zu beißen“ :) Denn sonderlich süß sind die meisten noch nicht ;D

Von Lieblingsapfelsorten und Vermehrungswahn

Dabei habe ich schon einen neuen Lieblingsapfel entdeckt: Den Zigeuner- oder Zwiebelapfel. Klein, rund und aromatisch lecker! Der Winter kann kommen und ich werde mit meiner Schere nicht halt machen. Ich freu mich nämlich schon seit letzten Winter wieder auf massig Obst-Veredelungsversuche ;) Dass ich da nicht zu stoppen bin, weißt Du ja spätestens seit meinem Kräutervermehrungsflash im Frühjahr.

Veganer Streusel-Apfelkuchen – ein mehr als einfaches Rezept

Auf Facebook stieß ich dann die Tage über das Posting einer lieben Freundin, die auf ihrem Blog so allerlei beschreibt, was sie aus Äpfel gemacht hat. Und der Apfelkuchen hat mir einfach so viel Apetit gemacht :) Ich finde vor allem toll, dass sie immer alles frisch gemahlenem Vollkornmehl macht. Tja, dachte ich, dann ist es ja sogar gesund ;P Das ursprüngliche Rezept scheint vom dieser Website zu kommen. Ich habe das Rezept dann noch vereinfacht, weil ich Margarine einerseits versuche zu vermeiden und andererseits ist es dann auch noch viel einfacher im Handling. Den Zucker hab ich auch noch etwas reduziert (obwohl insgesamt eh recht wenig drin ist). Für Dich hab ich das Ganze dann noch in Tassen und Löffel abgemessen, das find ich für mich immer am angenehmsten :)

Foto vom veganen Apfelkuchen

Omnomnom!

Also dann, hier das Rezept:

Für den Bodenteig:

  • 2 Tassen Vollkorn-Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 1/3 Tasse Öl
  • 1/4 Tasse Wasser

Für die Streusel:

  • 1 + 1/3 Tasse Vollkornmehl
  • 4 Esslöffel Zucker
  • 6 Esslöffel Öl
  • 4 Esslöffel Wasser
  • 1 kleine Prise Salz

Für die Füllung:

  • etwa 6 mittelgroße Äpfel
  • 1 Prise Salz

Los geht’s: Für den Teig erst die trockenen Zutaten mit einem Löffel gut mischen und die nassen dann rein rühren. Einen schönen Teig daraus kneten (Mehl ist eigentlich zum kneten nicht notwendig, weil er sehr ölig ist und zumindest bei mir nicht geklebt hat). Beiseite stellen. Die Äpfel vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. In einer Schüssel hab ich sie dann mit einer Prise Salz* vermischt und etwas ziehen lassen.

Inzwischen dann die Zutaten für die Streusel vermischen (erst trocken, dann nass dazu) und zwischen den Fingern verbröseln (meine Masse war durch das Öl eh sehr bröselig, hatte also keine Mühe damit :)) Ofen schon mal auf 160°C Umluft vorheizen! :)

Jetzt geht’s an den Teig. Da ich zur Hälfte frisch vermahlenen Dinkel im Teig hatte war’s etwas rissig und bröselig, aber dennoch konnte ich den Teig schön in der Springform verteilen. Nimm also eine Springform her, fette und mehle sie ein. Den Teig hab ich dann mit einem Nudelholz (okay es war in Wirklichkeit nur eine „schäbige“ Glasflasche ;D) versucht auf dem Springformboden auszurollen. Musste auch noch etwas mit den Fingern rumfummeln. Dann hab ich den Rand rangeklippst und den Teig noch etwas hochgezogen. Nur ein bisschen, war etwas zu brüchig der Teig. Nun rein mit den Äpfeln, gleichmäßig verteilen und etwas flachdrücken. Oben drauf bröckelst Du jetzt noch die Streusel und dann darf der Kuchen in den Ofen.

50 oder 55 Minuten waren’s bei mir. Mhhhmmmm! Echt lecker. Wem’s nicht süß genug ist: Staubzucker drauf! Oder Puderzucker wie die netten Nachbarn aus dem Norden sagen ;) Das ist so ein bisschen meine Herangehensweise. Lieber etwas weniger in den Teig und „zur Not“ mit Staubzucker nachhelfen. Michael mag es nämlich eh nicht so süß und ich bin dabei mir auch einen niedrigeren Zuckerlevel anzugewöhnen. Gaaaanz viel Spaß beim Nachbacken und Schlemmen! *War mal ein Tipp einer Frau in Tschechien, die meinte, damit könne man den Zucker etwas „raustreiben“ Sie hat zumindest so Apfelstrudel komplett ohne Zucker gemacht (dafür mit Rosinen) und er war echt trotzdem süß.

1001 Apfelrezepte…

…hätte ich gerne :) Also ich bitte Dich, wenn Du Apfelrezepte hast, die die Welt braucht, hau raus! Ich würd mich mega freuen, hab ja sonst nichts zu tun außer Äpfel aus dem Straßengraben zu retten Oo (Ja, kaum zu glauben, aber irgendwie scheint kaum jemand die Äpfel auf besagter Straße (= ausschließlich Radweg) aufzusammeln ^^

Noch eine Frage an Dich zum Schluss

Ich habe ja ewig keine Rezepte gepostet (und das obwohl wir viel und lecker essen hier). Irgendwie passte uns das erst nicht so in das Schema eines Selbstversorgungsblogs aber andererseits? Ich war mal sehr überrascht von einer Umfrage auf Facebook, wo ganz viele Leute sich einen Direktlink von der Startseite auf die Rezeptekategorie wünschten. Also… Mehr Rezepte? Ja? Nein? In welcher Form? Über Feedback würde ich mich riesig freuen :)

ein paar Daten zum Rezept
Rezept
veganer Streusel-Apfelkuchen
Datum
Zeit für die Vorbereitungen
Kochzeit
Zeitaufwand
Eure Bewertung
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30 Gedanken über “Zeit für Apfelkuchen!

  1. Jasmin

    Gerade Rezepte sind doch wichtig bei Selbstversorgern damit man wieder lernt, was man aus den regionalen Sachen alles Leckeres zaubern kann.
    Den Apfelkuchen habe ich heute für den Besuch der Schwiegereltern gebacken und er kam besser an als ich gehofft hatte. Und bei mir sowieso ;o) Danke für dieses Rezept und auch all die anderen!
    Dein Rezeptbuch ist allerdings auch genau das, was ich lange gesucht habe^^

  2. Ane

    Hey!!

    Apfelrezepte sind immer gut!! (da mein Vater Apfelbauer ist und wir immer so viel daheim haben :) und ich interessiere mich auch für andere Rezepte! (: mir geht es ziemlich auf die Nerven, das in so vielen Rezepten Margarine enthalten ist und ich weiß nicht immer, ob ich das durch Öl ersetzen kann,,, Sowas aber ist klasse! (:

    Liebe Grüße

  3. Petra

    Hallo Lisa,
    am Sonntag hab ich mir Zeit für deinen Apfelkuchen genommen. Tooooootaaaaal einfach. Toooooootaaaaaal lecker. Das wäre auch die Form nach denen ich mir Rezepte wünschen würde. Total einfach. Total lecker.

    Liebe Grüße, Petra

  4. Vreni

    Hallo,
    habe dein rezept auch schon ausprobiert. habe dinkelvollkorn und dinkelmehl (1:1) verwendet. hat super funktioniert und der Teig ist nicht gebrochen (juhuuu, welch ein wunder :) sehr sehr lecker muss ich sagen.

    noch etwas anderes: habe mit dem entsafter einen Apfel-Birne-Karotte-Orangen-Saft gemacht. mit den Überresten (Schale usw…), die aufgefangen werden hab ich fruchtchips gemacht. ich habe dazu noch ein paar Hafer- und dinkelflocken, ein paar Gojobeeren, Kokosflocken und ein bisserl honig dazugemischt. dünn auf ein Blech aufgestrichen und bei 60° ins rohr. hat ca. 4 std. gedauert (1x hab ich das ganze gewendet, damit die unterseite auch schön trocken wird). schmeckt sehr lecker

  5. martinaent@networld.at

    Noch ein einfaches Apfelrezept:

    Apfelcrumble:

    ca. 4 Äpfel
    Haferflocken, Zimt, Zitronensaft
    100 g Mehl
    80 g Zucker
    80 g Margarine

    Äpfel in kleine Würfel schneiden und mit Zimt und Zitronensaft würzen. In eine Auflaufform geben (Boden ein paar Zentimeter bedeckt) und mit Haferflocken bestreuen. Dan aus Mehl, Zucker und Margarine Streusel machen und über die Apfelmischung verteilen. Das Ganze bei 180 °C backen, bis die Streusel eine goldbraune Farbe bekommen.

    Guten Appetit wünscht Martina

  6. gemuesebande

    Ja bitte mehr Rezepte! Ich finde, dass dieses Thema sehr wohl zu diesem Blog gehört. Mich würde z.B. schon interessieren, ob ihr im Winter nur Kohl esst … :) Oder wie ihr eure Vorräte haltbar macht. Und was bei euch generell so auf dem Speiseplan steht. Welche Dinge ihr zukaufen müsst. Ihr sehr, bei besteht auf jeden Fall aufklärungsbedarf. :) Liebe Grüße, Katha

    1. Lisa Pfleger

      Soviel kann ich sagen: Wir essen zumindest viel Kohl haha :D Aber in vielfältiger Form – haben jetzt auch im Sommer Dank unserer Missernte viel Kohl beim Biobauernladen gekauft. Wir mögen ihn einfach total gerne und er ist auch total ergiebig :)Von daher… Bin auf jeden Fall durch die vielen Kommentare motiviert mehr zu posten :)Übrigens, sehr putziger Blog, den Du da hast ;))

  7. faulaber

    Nachsatz zur Prise Salz im Kuchen:
    Ich kenne das von meiner Großtante, die immer maulte, wenn kein Salz im Kuchen war und erkläre mir das so: da Salz (wie auch Pfeffer) bekanntlich in kleinsten Mengen als Geschmacksverstärker wirkt, schmeckt man den Eigengeschmack der anderen Zutaten besser, wenn man so wenig Salz beimengt, dass man es nicht schmeckt . die anderen Zutaten aber um so mehr (-; (mit Pfeffer macht sich es großartig im Kakao).
    Lutz

  8. faulaber

    Hallo Lisa,
    toll, Eure Seite und das Rezept ist sooo verlockend. Also ich suche auch meine Apfelkuchenlieblingsrezepte durch – bis dahin danke für's ausprobieren udn aufschreiben und gern mehr davon (-;

  9. Mischa

    Liebe Lisa, wir sind auch an Rezepten interessiert! Vor allem die alten, überlieferten Rezepte sind meist die besten weil sie ohne viel Schnickschnack und ohne Chemiezusätze auskommen. Angeregt durch Euren Beitrag, habe ich auch wieder angefangen unser Brot mit Sauerteig selbst zu backen. Auch mein fast vergessenes Lehmbackofen-Projekt habe ich wieder aus der Schublade geholt und bin schon dabei Baumaterialien zu sammeln. :-)

  10. Sigrun

    Bin gerade in vielen Blogs unterwegs, eben auch um solche leckeren Rezepte von gerade geerntetem Obst oder Gemüse zu finden. Rezepte passen einfach zum Thema Selbstversorgung und könnte ich mir gut als Direkt-Link vorstellen. Ich werde das auf meiner Seite so machen. Habe gerade die erste Apfel-Schwemme bei meinem Schwiegervater zu Apfelmus verarbeitet.

    LG Sigrun

  11. josi

    Liebe Lisa!

    na wie mich das freut, dass der Zwiebelapfel derzeit dein Lieblingsapfel geworden ist. Also hatte ich Recht, wie ich ihn dir beschrieben habe, als er dir noch unbekannt war. Ehrlich gesagt, ich hätte gerne so einen Zwiebelapfel-Buschbaum!!! Wie stellen wir das an?
    ;-)

    Ganz liebe Grüße von mir

    1. Mischa

      Oh! Darf ich mich mal in das Apfelthema mit reinhängen? :-) Ich kenne nämlich nur eine Sorte, die gleichermaßen als Zigeunerapfel und Zwiebelapfel bezeichnet werden könnte und das ist der Edelborsdorfer. Das "könnte" bezieht sich darauf dass es einerseits eine Sorte "Zwiebelborsdorfer" gibt und der "Edelborsdorfer" wird andererseits mancherorts auch Zigeunerapfel genannt. :-) Welcher von beiden ist denn in Eurem Kuchen gelandet? Ich habe diese Sorten selber noch nicht probiert, bin aber immer offen, alte Sorten zu pflanzen die schmecken und gut lagerfähig sind.

  12. manuela

    den moch i a. danke!!!! finde die rezepte auch super!! wir werden heuer ganz viel sortenreinen apfelsaft machen und apfelmus. und weiter weiß ich nicht… wer weiß, was soll ich mit den roten beeten machen? einlegen oder in die speiß? lg manuela

    1. faulaber

      Hallo,
      bisher habe ich hier immer lesend 'konsumiert', da dachte ich, ein ganz großartiges Rote Bete – Rezept kann ich ja auch mal beitragen. Es ist von E.E. Brown aus: Das Lächeln der Radieschen – eines meiner wenigen Lieblingskochbücher und geht (für 4-6 Pers.) so:

      12-15 getrockn. Tomaten, Wasser, 1/2 Tasse getrockn. Cranberrys (ja: die kann man ersetzen durch regionale getrockn. Weinbeeren, Preiselbeeren … (-;
      5 – 6 Rote Bete, Schale von 1/2 Orange, Salz.

      Tomaten mit Wasser bedeckt wenige Minuten kochen lassen. Kurz vor Ende die Beere dazugeben. Abtropfen lassen, Flüssigkeit aufheben, Tomaten in schmale Streifen schneiden.
      Von den Rote Bete die Stiele abschneiden, in feuerfeste Form geben und Tomatenwasser auffüllen; es soll mind. 1/2 cm hoch in der Form stehen, ggf. Wasser auffüllen. Mit geschlossenem Deckel (!) bei ca. 190-200°C ca. 1 Std. lang backen, ggf. Wasser nachfüllen (!), bis die R.B. gabelweich sind. Abkühlen lassen, damit man sie mit der Hand häuten kann (geht dan ganz leicht).
      R.B. nach Gutdünken klein schneiden (bitte keine Würfel – als kämen sie aus der Maschine (-; mit Tomaten und Beeren sowie Orangenschale & einer Prise Salz wieder in die Form füllen und zum Servieren nochmals erwärmen.
      ich vespreche: die kleine Mühe lohnt (-:
      Lutz

    2. Lisa Pfleger

      Hallo Manuela!Rote Bete würde ich am ehesten im feuchten Sand lagern! Als rote Bete Salat eingemacht natürlich auch lecker :) Werde ich dann mit den im Herbst erntereifen Babybeets (also einfach die jungen) machen müssen, weil die sich ja glaub ich nicht so gut lagern lassen.

  13. Patz Tholl

    Liebe Lisa,
    für mich (und hoffentlich auch für viele andere Mit-Leser'inen) darfst du gerne immer wieder Rezepte reinstellen. Finde es immer interessant realitätserprobte Rezepte von (veganen) Selbstversorgern zu finden. Denn manchmal frage ich mich ob je einer die Rezepte die man so in manchen Selbstversorger-Büchern liest auch selbst ausprobiert hat. Hatte da schon so mache schlechte Überraschung. Also für mich darf's gerne noch mehr sein. Ich werde dein Rezept auf jeden Fall ausprobieren, denn meine 6 Racker lieben Apfelkuchen….lecker.

    Liebe Grüsse aus Luxemburg,

    Patz

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