Wir haben Traubensaft gemacht!

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
19. November 2015

Es ist zwar schon wieder eine Weile her, aber dennoch wollte ich ein paar Bilder von unserer heurigen Weinlese mit dir teilen!

Uhudler Ahoi!

Ich liebe unsere Uhudler Trauben! Der Geschmack ist einzigartig – allerdings auch nicht jedermanns Sache, wie ich festgestellt habe ;)

In wenigen Stunden haben wir zu fünft (Danke nochmal!) geschafft, knapp 500kg Trauben (Schätzung) zu ernten. Es war ein so schöner und zum Glück auch trockener Tag. Ich liebe es, wenn das Geräusch der schnippenden Rebscheren, die Stille eines kalten Herbsttages erfüllt.

Saft selber machen?

Zu gerne würde ich dir an dieser Stelle berichten, wie ich den Traubensaft selbst gepresst und abgefüllt habe. Jedoch:

Bei 500kg sowieso ein Ding der Unmöglichkeit – und wir hatten ohnehin vor alles pressen zu lassen.

Ich habe schon von einigen Leuten gehört, dass ihnen der Saft (ohne Zucker!) nicht gehalten hat.

Fast reife Uhudlertrauben Sorte "Isabella".

Das Heißabfüllen hat scheinbar nicht gereicht… Bei der Halle, wo wir den Saft haben pressen lassen, hatte ich dann noch eine Vermutung (blöderweise hab ich nicht genauer nachgefragt) – unser Saft, der dort gepresst wurde, ist nicht nur erhitzt worden (pasteurisiert) sondern, es wurde auch ein Eiweiß zum Ausflocken gebracht. Das hat unsere Saftausbeute nochmal um etwa 50 Liter gemindert. Im Endeffekt sind genau 298 Liter Saft (in jeweils 1 Liter Flaschen) rausgekommen!

Dieser Schritt könnte auch der Grund sein, warum ich in einer Uhudlergegend immer wieder gehört habe, Saft selber haltbar zu machen sei schwierig. Wie gesagt, wenn man ihn ohne zusätzlichen Zucker haben möchte.

Uhudler schmeckt!

Und glaub mir, das möchte man! Unser Uhudlersaft ist auch so picksüß geworden. Und extreeeeem lecker. Ich könnte darin baden und werde mich sicher nicht daran satt trinken :) Vermutlich auch, weil wir uns vorgenommen haben, sparsam damit umzugehen – hauptsächlich um nicht zu viel vom Fruchtzucker zu konsumieren… Verblüffenderweise schmeckt der Saft auch noch 1:4 mit Wasser verdünnt sehr aromatisch und auch noch süß!

Aber nun endlich die Bilder!

 

Deine Erfahrungen?

Hast du schon mal Traubensaft, oder speziell auch Uhudlersaft,  ohne Zucker erfolgreich haltbar machen können? Bei unseren 1000m² Weingarten ist das zwar nicht sehr sinnvoll, aber vielleicht hat jemand nur 2-3 Weinstöcke zu Hause? Ich selbst war dieses Jahr erstaunt, wie viel Kilo Trauben wir alleine von der Hauswand ernten konnten!

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4 Gedanken über “Wir haben Traubensaft gemacht!

  1. Michaela von wertdernatur.de

    Hallo Lisa,
    ich staune, dass es mit dem Traubensaft so schwierig sein soll. Wir haben einen großen Weinstock am Haus und seit 5 Jahren ernte ich im Herbst ca. 40 kg Wein und verarbeite ihn zu leckerem Traubensaft, der uns über den Winter bringt. Ich nehme auch den Dampfentsafter für den Herd und füge nur ein wenig Zimt dazu, aber keinen Zucker. Ich sterilisiere die Flaschen im Backofen und hatte pro Jahr max. 2 Flaschen, die es nicht geschafft haben, weil doch etwas Schimmel vorhanden war. Wir verdünnen den Saft dann wie Sirup, weil er so süß ist und so lecker.
    Vielleicht kommt es doch auf die Weinsorte an? Jedenfalls macht es riesigen Spaß.
    VG und gutes Gelingen weiterhin, Michaela

  2. Anne

    Hi,
    Ich hab vor ein zwei Jahren eine Hammer-Ernte (2x 10l Eimer voll Trauben) von unseren zwei Rebstöcken gehabt und diese auch zu Saft verarbeitet mit dem Dampfentsafter. Das ging erstaunlich gut und der Saft hielt sich lang genug (meine Mädels haben sich aber auch drauf gestürzt ;-) )
    Viele Grüße,
    Anne

    1. Hein Tlustek

      Mit dem Dampfentsafter funktioniert es ausgezeichnet. Der Saft ist so süß und konzentriert das man ihn vor dem trinken verdünnen muß. Wenn er für längere Zeit in der Flasche lagert bilden sich Kristalle am Boden der Flasche.

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