Ein Gastartikel auf Lisa und Michaels Blog:

Warum wir wieder Geld in die Hand nehmen

...jedoch weiterhin geldfreier leben und das Liebermensch-Haus ein Ort des Wandels ist

Tobi Rosswog
Von Tobi Rosswog
24. Oktober 2016

Seit einem Jahr verwenden wir direkt wieder etwas Geld. Und immer wieder werden wir gefragt, warum wir nicht weiterhin konsequent geldfrei leben. Wenn wir die Gründe dafür teilen und unsere aktuelle Lebenssituation beschreiben, merken wir immer wieder: Das ist doch nicht ganz so mainstream… ;)

Zweieinhalb Jahre waren wir – Pia und ich – stets auf der Reise, um Projekte zu verwirkliche sowie an Unis, auf Kongressen und Konferenzen Bildungsaktivitäten in Form von Workshops und Vorträgen zu geben. Im Artikel „Geldfrei.er Leben – Rückblick, Einblick, Ausblick“ habe ich darüber berichtet. Nach dieser intensiven Zeit sind wir dankbar und glücklich eine Base verwirklicht zu haben, um noch intensiver gesellschaftlichen Wandel zu gestalten. Dafür ist nun jedoch ein wenig Geld nötig, weil wir ein zentral gelegendes Haus in Mainz als Projekt- und Gemeinschaftshaus – das Liebermensch-Haus – initiiert haben. Uns wurden wunderbarerweise auch geldfrei Räumlichkeiten zum wohnen angeboten, jedoch waren diese eher abgelegen und hatten dementsprechend wenig Infrastruktur.

Außerdem sehnten wir uns nach einer Gemeinschaft. Das wunderschöne Städtchen Mainz hat da die ein oder andere Person eher angezogen als irgendein Kuhkaff ;-)

Im Liebermensch-Haus hat uns auch der liebe Michael bereits einige Male besucht. Aber was ist das Liebermensch-Haus nun genau?

Zu sehen ist das Liebermensch-Haus im Hintergrund; scharf gestellt im Vordergrund ist ein Glockenspiel, das im Garten hängt.

Ein Platzwunder – aus 1 mach 10+X

Vorher hat in diesem Haus zuletzt nur noch eine Person gelebt. Nun leben wir hier mit zehn Menschen fest plus X Gästen. Wir haben inklusive fein renovierten Kellerräumen eine Gesamtfläche von ca. 350m² und zusätzlich einen wunderschönen Garten. Ein kleiner Überblick – im Liebermensch-Haus gibt es:

  • 8 Zimmer für die Bewohner*innen,
  • einen Gemeinschafts- und Seminarraum,
  • einen Co-Wupping-Space,
  • einen Theater-/ Schlaf-/ Kinosaal,
  • eine Kreativwerkstatt,
  • eine Mampfkammer,
  • einen kleinen Gemüsegarten plus Gewächshaus,
  • eine Außendusche und noch einiges mehr…

Was und welche Ideen verbergen sich nun dahinter? Eine kleine Hausführung mit Impressionen!

Der Gemeinschafts- und Seminarraum

Ein großer, leerer und heller Raum gibt jederzeit die Möglichkeit individuell eingesetzt zu werden. Ob als Yogaraum mit bis zu 15 Matten oder Seminarraum, um in intensiver Atmosphäre mit 12 Menschen im Kreis zu sitzen oder bei Vorträgen/ Workshops, um mit bis zu 45 Menschen darin zu diskutieren.

Wenn wir gemeinsam essen möchten, können wir ganz leicht vier Holzblöcke so platzieren, dass darauf Platten gelegt werden. Et voilà: Mit den vorhandenen (Sitz-)Kissen lässt sich nun mit bis zu 30 Menschen das Essen aus geretteten Lebensmitteln schlemmen.

Die Mampfkammer – der Magen des Hauses

Ein Raum des Kellers ist voll mit leckersten (bio-)veganen Lebensmitteln – säckeweise Quinoa, Hafer, Roggenmehl oder Kakaonips und Kokosraspeln. Alles gerettete Lebensmittel, die wir in Kooperation von Biomühlen oder anderen nachhaltigen Unternehmen geliefert bekommen, damit sie nicht weggeworfen werden, weil sie entweder Transportschäden haben oder (fast) das MHD erreicht haben oder nicht gut genug gewürzt wurden oder oder oder …

Frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse retten wir von Montag bis Samstag bei einem Laden ganz in der Nähe und holen dort mit Fahrrad und Anhänger ab. So versorgen wir uns täglich sowie die weiteren Aktivitäten rund ums Haus.

In der Küche, die ungefähr drei Viertel des Jahres ohne Kühlschrank auskommt, haben wir durch Geschenke unserer Großeltern wunderschöne Weckgläser, um „trockene“ Lebensmittel zu lagern – manchmal kommen die Gläser auch in den Genuss ihrer ursprünglichen Funktion, wenn wir Obst oder Gemüse einmachen.

Co-Wupping Space – der Kopf des Hauses

Es ist ein unglaubliches Geschenk die ganzen living utopia Projekte nicht mehr auf den Bettkanten von Menschen zu organisieren, die uns gerade bei ihnen schlafen lassen. Das macht es sehr viel leichter für den gesellschaftlichen Wandel zu wirken und Kampagnen zu starten. Wenn ich zwischen 5.30h und 7.30h aus dem Bett hüpfe, kann ich nach einer kleinen Sporteinheit direkt an den Schreibtisch und die Ideen festhalten und weiter wuppen. Denn: In diesem Raum gibt es fest eingebaut neun Plätze zum Wirken und kreativen Schaffen.

Wir sprechen dabei absichtlich von Wirken und nicht von Arbeiten. Das Konstrukt Arbeit möchten wir stark hinterfragen und gerne auch überwinden. Dazu hat Pia auch schon einiges im Artikel „Arbeit.Macht.Abhängigkeit“ geschrieben.

Der Garten – Experimentierfeld verschiedener utopietauglicher Alternativen

Dort haben wir einen Feuerofen gebaut, damit wir so viel wie möglich auf gesperrmülltem Holz (unbehandelt) oder geretteten Palettenholz für viele Menschen kochen können. Das klappt super. Ein Pyrolyseofen ist im Bau…

Besonders früh morgens bei klar-kühler Luft einen Frühstücksbrei für die Gemeinschaft zu zaubern, ist eine fantastische Freude!

Außerdem haben wir eine Außendusche und – zugegeben etwas dekadent – einen Palettenpool (der bisher nur einen Tag in Benutzung war, weil die Folie nicht ganz dicht war) zum Abkühlen an heißen Sommertagen.

Pia und Kaddi versuchen sich im bioveganen Gärtnern begleitet von permakulturellen Ideen.

Mehr zu dem Thema Permakultur hat Pia unter anderem in dem Artikel „Permakultur – Teil der Lösung, nicht Teil des Problems“ geschrieben – einiges davon findet sich auch in Ansätzen in dem Garten wieder.

Liebermensch-Haus: Der ideelle rote Faden

Wichtig sind aus meiner Sicht noch die Werte in diesem Haus.

Das Liebermensch-Haus haben wir bewusst mit dem Gedanken initiiert andere Selbstverständlichkeiten zu leben. Damit möchten wir auch ein safe space sein.

Der Raum ist drogenfrei, wobei wir davon Zucker, Schokolade, Kaffee, sowie grünen und schwarzen Tee ausgenommen haben. Einigen waren das wichtige Ausnahmen, mit denen wir gemeinsam sehr gut leben können. Für mich ist es wunderschön in einem Raum zu leben, indem ich keinen Alkohol oder Tabak riechen und sehen muss.

Wir möchten so ökologisch wie möglich leben und probieren deswegen immer wieder utopietaugliche Alternativen aus ohne dabei einen dogmatischen Anspruch zu verfolgen. Heizen ist natürlich immer ein großes Thema in alten Häusern. Unsere Devise:

„Lieber einen Pullover mehr anziehen als einen Grad mehr anheizen!“

Unter solidarisch fragen wir uns: Wie können wir dazu beitragen, dass repressive und ausbeuterische Strukturen nicht reproduziert werden? Wir streben es an, einen Raum zu schaffen, in welchem die eigene gesellschaftliche Position reflektiert wird, in welchem Sexismus, Rassismus, Heteronormativität und andere Formen der Diskriminierung nicht reproduziert werden sowie solidarisches Miteinander lebendig wird.

Kreativität statt Kauf!

Und damit kommen wir zum Thema Geld. Wir versuchen das gesamte Haus so geldfrei wie möglich zu gestalten, indem wir Vorhandenes sinnvoll nutzen. So ist beispielsweise die Palettenwand entstanden, die einen Raum abtrennt.

Es gibt keine nachhaltigen Produkte, nur nachhaltige Lebensstile! (Ökonom und Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech)

Geldfreier leben bedeutet für Pia und mich im Liebermensch-Haus auch keiner fremdbestimmten und sinnentleerten Lohnarbeit nachzugehen. Durch Bildungsaktivitäten und einer kleinen Tätigkeit bei einer NGO als spannendes Experiment schaffen wir es weiterhin viel Zeit und Energie zu haben, um Wandel mit größter Motivation zu gestalten.

Unsere aktuellen Kosten belaufen sich zu zweit auf 500 Euro und sind ausschließlich für Krankenversicherung und anteilige Warmmiete. Den Rest organisieren wir weiterhin radikal geldfrei.

Mit Geld spielt man nicht – oh doch!

Bei unserem letzten Gemeinschaftstreffen haben wir uns zusammengesetzt und über die gemeinsame Finanzierung geschnackt. Dabei kam der Impuls rein, dass wir das Ganze noch spielerischer gestalten könnten. Jede*r nahm sich einen Zettel und schrieb darauf eine Zahl, die ihm*ihr monatlich möglich ist und sich gut anfühlt. Die Zettel sammelten wir ein – und: Nach kurzem Summieren dieser Zahlen kamen wir sogar über die monatlich notwendige Zahl zur Deckung der gesamten Warmmiete. Ein unglaubliches feines Experiment und wunderbarer Schritt in gemeinsame Ökonomie, mehr Transparenz und vor allem: Vertrauen!

Widersprüchlichkeiten in der aktuellen Situation

Wir nutzen Wassertoiletten, leben in einem Mietsverhältnis und haben damit keinen Raum vom Eigentum befreit. Außerdem ist der Platz hier auf maximal 10 Menschen beschränkt. Das ist alles nicht ideal, aber für uns ein wichtiger Schritt, um Gemeinschaftsprozesse zu üben, Bedürfnisse als Individuum im Kollektiv wahrzunehmen und Verantwortung zu übernehmen.

Perspektivisch sind Pia und ich (sowie einige andere Liebermenschen) auf der Suche nach einem anderen Ort, an dem wir eine öko-soziale Gemeinschaft initiieren und noch radikaler andere Wege gemeinsam gehen können. Wenn Du einen Tipp hast, melde Dich gerne bei uns! ;)
Hier kommst Du zur Website des Hauses.

Wie möchtest Du leben?

Hast Du eine Vision, wie Du leben möchtest? Oder lebst Du sie sogar schon? Teile sie mit uns – in den Kommentaren! :)

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Dieser Artikel ist ein Gastartikel. Vielen Dank an die Gastautorin bzw. den Gastautor. Dieser Blog "Experiment Selbstversorgung" wird von Lisa Pfleger und Michael Hartl betrieben. Solltest Du auch eine Idee für einen Gastartikel haben, lies Dir gerne unsere Informationen dazu durch!
Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

18 Gedanken über “Warum wir wieder Geld in die Hand nehmen

  1. Michael Jung

    Das wäre eine Lösung für die Selbstversorgung. ABER: Wenn jeder an sich denkt ist längst nicht an alle gedacht. Denn nicht jeder hat fruchtbaren Grund und Boden. Daher sind größere Landwirte die auch mal etwas mehr produzieren als nur für sich selbst (viel mehr) von hoher Bedeutung. Und in die Technik sollte demnach ordentlich investiert werden um da auch mal nach vorne zu kommen.

  2. Öff Öff Jürgen Wagner

    Ich, Öff Öff, der ich seit 25 Jahren ohne Staat (Ausweis) und Geld lebe (siehe Wikipedia- und Pluspedia-Artikel über Öff Öff bzw. Jürgen Wagner), habe dabei ein kleines Netz von Projekten aufgebaut, wo es möglich ist, auch ganz ohne Geld mit zu leben. Auch ohne Drogen, und auch z.B. in der Nähe der Universitäts-Stadt Marburg…
    Schade, dass Tobi und Pia, obwohl ihnen diese Möglichkeiten durchaus bekannt sind, das leider aus irgendeinem Grund in ihre Überlegungen nicht einbeziehen wollten… Ich finde es durchaus interessant, was dafür die Gründe sind… Ich war nach etwas Hin und Her im Sommer beim Utopival für ein paar Minuten eingeladen, aber nach einem vorhergehenden längeren Vortrag eines anderen, gesellschaftlich gut etablierten Referenten darüber, dass das Grundgesetz der BRD schon der Inbegriff aller nötigen Revolution sei, passten meine paar Minuten Protest gegen jede staatliche Fremd-Bestimmung doch nicht so recht in die Atmosphäre, wie mir schien…
    Tobi und Pia, und andere, die die Utopikon-Konferenz besuchen möchten, können sich dort mit mir über solche Dinge unterhalten… Nicht dass diese Ankündigung missverstanden wird ;-) …. Ich gehöre nicht zu den offiziellen ReferentInnen, und als Teilnehmer wurde ich nicht ausgelost…
    Aber als mir mitgeteilt wurde, wie schmerzlich es für die VeranstalterInnen sei, dass sie mir absagen müssten (- es handelt sich vielleicht um ein allgemeines Muster-Schreiben, was alle nicht Ausgelosten so erhielten -) — da war mir klar, dass diesem Schmerz ein wenig Abhilfe geschaffen werden kann… ;-)
    In der meisten Zeit meines Aussteiger-Lebens war es so, dass bei Veranstaltungen wie Kirchentagen und vielen an Geld- oder sonstige, manchmal komische Bedingungen geknüpften Alternativ-Veranstaltungen der für mich passendste Platz darin bestand, als ‚wilde Zusatz-Veranstaltung‘ irgendwo im Umfeld des Veranstaltungs-Ortes aufzutauchen… Das ‚Öff-Phantom‘, irgendwo frei auf der Straße… Irgendwas war/ist an meinen Ausstiegs-Ideen, dass die Christen bei den Kirchentagen ebenso wie viele Alternative, die aus von ihnen als unvermeidlich dargestellten Gründen sich doch weitgehend ans bestehende System anpass(t)en, die Öff-Ideen nicht so voll begeisternd fanden und finden… ;-)
    Wer mich also beim Utopikon sucht, wird mich im Umfeld finden…
    Und kann mit mir über all die angesprochenen Zusammenhänge philosophieren… (Und sollte ich aus irgendeinem Grund doch nicht dort sein können, könnt Ihr meine Kontakt-Daten leicht im Internet finden…)
    Die Zukunfts-Welt liegt in Geburts-Wehen… Und die Abläufe auf dem Weg dahin müssen m.E. an vielen Stellen noch viel offener und unverkrampfter werden, bis die öffentliche Bericht-Erstattung und Bildung eines Tages in der Auswahl von Nachrichten/ReferentInnen etc. nur noch danach geht, was auf einer möglichst kompletten ‚Landkarte‘ der ‚Alternativen-Übersichten‘ wieviel ‚Markierungs- oder Orientierungs-Wert‘ hat, so dass ‚mündige Bürger‘ am besten ihre freie Auswahl treffen können… Wie es das durchaus bekannte und gesellschaftlich anerkannte Bildungs-Ideal des „Beutelsbacher Konsenses“ fordert, welches im sogenannten „Überwältigungs-Verbot“ untersagt, Menschen die komplette Wahl-Freiheit in bevormundender Weise zu beschneiden, indem man wichtige Alternativen ‚weg zu filtern‘ bzw. unter den Teppich zu kehren versucht…
    Ich rate allen Menschen auf der Suche nach der Wahrheit zu Vorsicht und Wachsamkeit. Was denkt Ihr: Werden echte Ausstiegs-Angebote bzw. echt grundsätzliche Alternativ-Angebote zum bestehenden System ohne Probleme in schöner Verpackung einladend zu komfortablen Veranstaltungen einladen können — oder ist das eher dort zu finden, wo auf der Straße im Vorbeigehen eine zerlumpte Gestalt Einem ein regen-nasses Flugblatt in die Hand drückt, argwöhnisch beäugt vom Polizisten an der Ecke? — Es muss natürlich eines Tages dazu kommen, dass sich Koalitionen aller Vernünftigen und Gutwilligen bilden, innerhalb und außerhalb des Systems…; aber bis dahin, und immer gilt: „Sucht rein nach der Wahrheit, mit oder ohne Komfort, denn nur sie ist der Reichtum der Seele…“
    Namaste.
    Öff Öff ;-)

    1. Tobi RosswogTobi Rosswog Beitrags Autor

      Lieber Öff Öff,
      danke Dir für Deinen langen Kommentar auf den ich gerade nicht schaffe in allen Punkten einzugehen.
      Ich lese Schmerz und Traurigkeit aus Deinem Kommentar heraus.
      „Schade, dass Tobi und Pia, obwohl ihnen diese Möglichkeiten durchaus bekannt sind, das leider aus irgendeinem Grund in ihre Überlegungen nicht einbeziehen wollten… Ich finde es durchaus interessant, was dafür die Gründe sind… “
      Da steckt sehr viel drin, aber nur zur kurzen Erklärung: Pia und mir war bei der Standortsuche eine sehr gute Infrastruktur zum HBF ein zentraler Punkt sowie bereits sehr gute Vernetzung vor Ort mit Aktivist*innen mit denen wir gemeinsam wirken und Gemeinschaft bilden mögen sehr wichtig, sodass wir uns für Mainz entschieden haben.
      Vielleicht begegnen wir uns ja mal mit Zeit, um miteinander zu schnacken.
      Alles Liebe Dir,
      tobi

      1. Öff Öff Jürgen Wagner

        Lieber Tobi! (- Ich sehe Deine Antwort erst jetzt…; es kann günstig sein, mir per Email ne Info zu schicken, wenn man auf was Wichtiges keine Antwort oder Reaktion von mir bekommt… – Und Dein Angebot, uns mal für ausführlicheres Reden mit Zeit zu treffen, findet bei mir – aus mir extrem wichtigen Gründen, die auch aus dem folgenden Text wieder hervorgehen – große Aufgeschlossenheit: Wenn die, die für ein ganz wichtiges Ziel planen können, es nicht möglichst gut tun, WIRD nicht bestmöglich geplant… – und das Ziel nicht bestmöglich erreicht…[!!!] — Offenste Türen also bei mir: Lass uns für so ein Austausch-Treffen mal Details absprechen, wenn Du es auch möchtest… Ich schick Dir den vorliegenden Text auch per Mail, antworte mir bitte auch per Mail an [email protected]… -)

        Nun zu einigen Punkten Deiner Antwort:
        Zu meinen möglichen Angeboten, wo völliges Ohne-Geld-Leben weiterhin möglich wäre, gehören mittlerweile auch Angebote mit mindestens akzeptabler oder sogar sehr guter Infrastruktur und großer Nähe zum HBF (in Marburg, ca. 200 m)… Und ich habe da auch ein Netz von Aktivisten und Projekten drumrum anzubieten, was bestimmt mindestens den Vergleich mit anderen Orten wert wäre… (Bei alledem habe ich auch Verständnis, wenn Einem irgendwie begründete ‚Sympathie [oder mal ganz allgemein ausgedrückt: Verbundenheit]‘ zu schon bekannten Leuten wichtig ist, mit denen man gern was zusammen machen möchte…; aber es muss doch vielleicht keine Begründung sein, weitere Angebote, für die sachlich viel spricht, gar nicht mit in Abwägung zu nehmen – denk ich… – wobei, wenn man zumindest irgendwo, und sei es erstmal am Rande, verschiedene – jedenfalls nicht als irrelevant einstufbare – Dinge mit in den Blick kommen lässt, auch so Fragen mit in den Blick kommen könnten, nach welchen Motiven man eigentlich wie sehr geht, und warum eigentlich…)
        Bei manchen Orts-Angeboten, die ich zu bieten habe, kann ich ohne Bedingungen oder Erforderlichkeit von Vor-Klärungen für jeden interessierten Menschen sagen: „Geh hin, die Tür geht auf, und Du kannst mit rein und dort mitleben… – Egal, wer Du bist und wie Du bist…“ ((Zumindest versuchen wir das an diesen Orten so sehr, wie es uns irgendwie möglich ist…)) Bei anderen Angeboten müsste man in gewissem Maße ‚Dinge erstmal einfädeln‘ – wofür aber die allererste Voraussetzung ist, dass man überhaupt miteinander kommuniziert!
        Von der ersten Art Projekte, den ‚bedingungslosen‘, weiß ich gar nicht, dass es außerhalb unserer „Schenker-Bewegung“ irgendwo anders noch solche Projekte gibt (bin äußerst dankbar für Hinweise, wenn es doch der Fall sein sollte!…); und von den Projekten, wo Kooperation gewisse Voraussetzungen hat und ‚eingefädelt‘ werden müsste — da seh ich immer mal wieder ein paar ‚Keimlinge‘ (auch eher seltene…), die aber seeehr zersplittert sind und leider meist kaum gut zusammen-wachsen können —– vor allem, weil Minimal-Voraussetzungen wie offene Kommunikation und ‚Info-Arbeit nach Maßstäben inhaltlicher Relevanz‘ nur bruchstückhaft funktionieren!!! (Siehe bzgl. ‚Info-Arbeit nach Maßstäben inhaltlicher Relevanz‘ vor allem den „Beutelsbacher Konsens“: Infos so strukturieren [ordnen, bündeln etc.], dass es eine möglichst umfassende ‚Alternativen-Übersicht‘ ergibt, für a) möglichst effektive Wahl-Ermöglichung für Suchende, und b) für möglichst effektive Kombinierbarkeit der vorhandenen Elemente/Bausteine… — Suchende wissen ansonsten nämlich nicht bestmöglich, wo sie sich am effektivsten mit einbringen können, und wir können die vorhandenen Bausteine [Projekte, Orte, Alternativ-Varianten…] nicht effektivst-möglich zusammen-setzen, wenn wir — wegen iiiirgendwelchen anderen, nicht so ‚inhaltlichen‘ Motiven — die Dinge nicht bestmöglich im Zusammenhang in den Blick nehmen und bzgl. Planbarkeit prüfen können!!!
        Und da sind wir beim aus meiner Sicht entscheidenden Punkt! Darum geht es mir, wie ich oben schonmal schrieb: Wenn die, die für ein ganz wichtiges Ziel planen können, es nicht möglichst gut tun, WIRD nicht bestmöglich geplant… – und das Ziel nicht bestmöglich erreicht…[!!!]
        Wenn bei mir „Schmerz und Traurigkeit“ mit gegeben sind, dann wäre es am sinnvollsten darauf zu beziehen… Ich will so ein ‚inhaltlich bezogener‘ Mensch sein, so gut ich kann, und so weit es geht, Dinge ’nicht (in anderer Art) persönlich nehmen’…
        Glaub mir, dass ich mittlerweile in 25 Jahren „Lifestyle-Gift-Economist“-Aussteiger-Leben (noch dazu nicht nur ohne Geld, sondern auch mit Staats-Austritt, ohne Papiere etc.) SOVIEL an Behinderungen, Gegenwind und immer wieder auch extrem ins Persönliche gehenden Angriffen erlebt habe, dass ich gut genug gelernt habe (lernen musste), mich emotional passend einzustellen…
        Vor allem auch, damit nicht andere planungs- und handlungs-fähige Aktivisten, auf die ich treffe, irgendwie durch emotionale Befindlichkeiten von mir behindert wären für bestmögliche Kooperation… An vielen Stellen im Alternativ-Bereich ist Zusammenarbeit dadurch behindert, was die Menschen alles an Hieben, Narben, Macken, Schräglagen usw. in ihr Inneres rein-bekommen haben und an ‚Rucksack‘ mit sich rum-schleppen… Es erfordert aus meiner Sicht eine ganz eigene ‚Kultur-Entwicklung‘, um sich diesbezüglich angemessen behaupten zu können: Ständiges Selbst-Checking und verschiedene Methoden der Arbeit an sich selbst, einen Kreis von Leuten um sich, die als Außen-Checker, Supervisoren, Coaches mitzuhelfen bereit sind etc…
        Soviel erstmal. – Wie gesagt, lass uns mal einen so gründlichen Austausch unter uns anpeilen, dass wir dem bestmöglichen Ausschöpfen von Planungs-Potential für die ‚gute Sache‘ dienen können…
        Damit – als ein Beispiel – nicht demnächst wieder irgendwelche jungen Menschen, die versuchen wollen, ohne Geld zu leben, davon wieder abgehen (abgehen zu müssen meinen), weil es zu wenig Gelegenheit für Wohn-Möglichkeit ohne Geld gäbe…

        Namaste.
        Öff Öff
        global-love.eu

  3. Christina

    Liebe Pia, lieber Tobias
    An und für sich klingt das ganze ja wunderbar…
    Was mich immer wieder immens stört (auch bei den Hofwochen von Lisa und Michael), ist diese furchtbar militante Haltung gegenübern Rauchern und Trinkern. Ich möchte dazu sagen, dass ich nie geraucht habe und seit über zwei Jahren keinen Schluck Alkohol mehr trinke. Niemals würde ich auf die Idee kommen, die Personen von meinem Grundstück zu verbannen, die dies immer noch gerne tun.
    Würde in eurem Beitrag stehen ihr würdet keinen Moslem bei euch aufnehmen, da du Tobi dieses 5mal Gebete am Tag nicht haben kannst, wäre das sowas von nicht political correct, oder? Zu sagen, dass ihr keine Raucher (die sich ja eh schon bei Wind und Wetter auf den Balkon stellen) oder Menschen duldet, die ab und an gern hren Rotwein am Abend genießen, finde ich einfach gesagt sehr engstirnig und so gar nicht open minded. (Und ganz schön überheblich!!)
    Christina

    1. Isabelle

      Liebe Christina,
      deine Meinung finde ich ganz interessant, allerdings werden hier ja nicht die Personen verbannt, sondern nur die Suchtmittel. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind alle Menschen herzlich willkommen, es gibt nur eben keinen Raum für Drogen.
      Mir gefällt es sehr, dass Tobi damit ein Bewusstsein schafft, dass Rauchen, Alkohol, etc. eben nicht „cool“ oder gesellschaftsfähig sind, sondern hier sogar unerwünscht. Auch dass er Kaffee, Schokolade, Zucker, in einem Atmezug mit den Drogen nennt, finde ich klasse. Denn diese gesellschaftsfähigen Betäubungsmittel -ähnlich auch Kaufsucht, Arbeitssucht,Internet- Fernsehsucht…), haben einen starken Einfluß auf das Bewusstsein und eine wesensverändernde Wirkung.
      Wir haben in unserem System eine so große Vielfalt an Betäubungsmöglichkeiten, dass es zur Normalität geworden ist sich zu beruhigen/betäuben/auszuschalten; auch das Bewusstsein fehlt, was wir da machen, es macht ja jeder! Deshalb eckt man sogar an, wenn man sich davon abgrenzen möchte.
      Viel spannender finde ich jedoch, was hinter der Sucht steckt. Im Grunde genommen ist es ein Weglaufen vor der Leere, der Haltlosigkeit, den eigenen Minderwertigkeitsgefühlen oder einem Zustand/Schmerz den wir nicht gut aushalten können. Es kann auch am Nervensystem liegen, das in der Zeit, als wir Baby/Kind waren nicht ausreifen konnte. Der Schnuller wechselt einfach nur die Form.
      Wenn dir das mal klar ist, wird der Marlborocowboy zur echten Lachnummer.

      Einerseits sind solche Suchtmittel eine Kompensations- oder besser Überlebensmöglichkeit und ein Halt in schweren Zeiten, andererseits trennen sie und vom echten Leben. Es wäre besser diesen Halt in uns selbst zu finden. Ich sehe hier Sucht als Chance, sich selbst und dem Leben nahe zu sein.
      Denn gerade dann, wenn wir unsere Emotionen halten, uns trauen zu sein wer wir sind, frei von Abhängikeiten und Glaubenssätzen, dann kann sich unser volles Potential entfalten und das Abenteuer Leben erst beginnen.
      Es ist irre schwer, gerade wenn dir jeder vermittelt, dass du nicht richtig tickst, wenn du nicht konsumierst, trinkst, Zucker isst,… und wenn es dir an Menschen fehlt, die dich verstehen, dich unterstützen, dir Halt sind, wenn du dich haltlos fühlst.
      Ich möchte niemand verurteilen der einer Sucht unterliegt (tun wir das nicht alle irgendwie). Ich schätze alle, die sich daraus zu befreien versuchen, ob es gelingt oder nicht. Hauptsache wir sind in unserem Bewusstsein klar was wir da tun, statt in die Systemtrance zu verfallen, wie in Aldous Huxleys schöner neuen Welt.
      Ich schätze Räume, in denen unsere Betäubungsmöglichkeiten bewusst aufgezeigt werden, versucht wird sich aus allen Abhängigkeiten zu befreien, die uns von selbst nur trennen. Deshalb Tobi, Hut ab und Daumen hoch von mir. Probiert euch aus mit oder ohne Geld. Den Weg, den Du und Pia gehen ist mutig und toll. Ich finde euer Projekt klasse und wünsche Euch weiter alles Gute!
      Grüße von Isabelle

  4. Barbara

    Hallo ihr Lieben – ich freu mich immer total wenn ich Menschen seh , die einfach andere / ihre wege gehen und das abseits von dem Trampelpfaden :) Ich brauch Raum – denk ich – wir werden einen Versuch starten und uns demnächst 1,6 ha Land in Ungarn kaufen und einen Familienlandsitz nach Anastasia entstehen lassen ! Als ich diese Menschen dort besuchen war – fühlte ich diesen wunderbaren Raum dem man einnehmen darf und sich ausdehnen darf ohne unmittelbar mit sooo vielen anderen Energien konfrontiert zu sein . Ich für meinen Teil brauch diesen Raum um zu heilen – ich konnte mich noch nie gut abgrenzen ,bin auch sehr sensibel und fühle mich generell schnell für alles verantwortlich ! Was teilweise auch so ist , denn jeder bringt was mit – und das kann wunderschön sein ,neutral oder furchtbar ! Ich bewundere euch für eure Kraft und euren Mut :) Ich werde mich hoffentlich bald nur mit mir und meiner Familie konfrontieren und in Frieden heil werden und vielleicht einiges berichten ;) Alles Liebe EUCH ALLEN !! One LOVE Barbara

  5. Renate Shany`Sha aus der Familie Rehberg

    Hallo Pia und Tobi!

    Ich finde euer Projekt WUNDERvoll – und Mainz ist ja auch von Frankfurt gr nicht so weit entfernt, so dass ich mal – nach vorheriger Anmeldung – bei euch reinschneie. Seit Jahren schon geistert meine „Vision“ in meinem Kopf herum und drängt auf Verwirklichung, aber ein so komplexes und vielseitiges Projekt wie mein 3-Generationen-Gemeinschaft-Projekt braucht entsprechend viel Land und Startkapital, um erst einmal den „Kern“ aufzubauen, den man dann langsam aber stetig erweitern kann. Schaut euch einfach mal mein Projekt an. Vielleicht habt ihr ja Ideen und Vorschläge, wie man so etwas manifestieren kann – ich glaube, die Zeit ist reif dafür!

    LICHTvolle Grüße,

    Renate Shany´Sha

    http://earnsmart2015.wixsite.com/vision2016

    1. Tobi RosswogTobi Rosswog Beitrags Autor

      Danke Dir sehr für das Teilen Deiner Idee.
      Leider sind wir kurz vor der UTOPIKON und haben viel zu wuppen, sodass wir das Projekt nicht genau anschauen können.
      Aber vielleicht sehen wir uns ja mal im Liebermensch-Haus. Aber unbedingt vorher melden, weil hier immer viel los ist ;))
      Alles Liebe Dir,
      tobi

  6. orinoco

    Die Idee ist ja nicht schlecht, aber auch nicht neu. Speziell unter Vegetariern aller Generationen wurden immer wieder alternative Formen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens ausprobiert – mit nach meiner Erfahrung durchwachsenem Erfolg. (sehr empfehlenswert das Lied „Alternativer Quark“ von Ulrich Roski) Der Wille ohne Geld, autonom, biovegan, whatever zu leben ist selten ausreichend für einen langfristigen Erfolg eines solchen Projektes. Früher oder später kommt es meist zu Spannungen unter den Beteiligten eines solchen Projektes. Das kann schon bei nur zwei Personen schwierig werden, je mehr es werden desto schwieriger wird es, denn es genügt schon ein notorischer Quertreiber und dann hängt der Haussegen für alle nachhaltig schief.
    Wenn man nicht in althergebrachte, autoritäre Strukturen zurückfallen will, dann bedarf es auch eines durchdachten, alternativen sozialen Konzeptes, das der menschlichen Natur geistig, emotional und physisch Rechnung trägt und das sich auch in Krisensituationen sowohl als robust als auch eben menschlich bewährt. Keine leichte Aufgabe. Mit etwas Küchenpsychologie ist da nicht getan.

    Eine Komposttoilette passt übrigens in jeden Garten und speziell für biovegan sehr empfehlenswert. Vielleicht nicht gleich eine für alle, da die schon ziemlich groß sein müsste, aber man kann ja auch klein anfangen (200l-Kunststofffass) und erst mal Erfahrung sammeln wie es funktioniert und die soziale Akzeptanz testen.

    Grundsätzlich hätte ich ein Siedler-Haus aus den 1930ern, das sich auch für ein solches Projekt eignen würde, aber es liegt eben auch nicht gerade urban und es besteht erheblicher Renovierungsbedarf. Eher was für Leute, die ländliches Leben und vor allem einen Garten mit vielen Obstbäumen lieben und die einen grünen Daumen haben. Da sagen alle auch immer „Oh wie schön!“ aber keiner macht sich eine Vorstellung welche – ich sag jetzt mal das böse Wort – Arbeit so ein Garten macht.

    1. Tobi RosswogTobi Rosswog Beitrags Autor

      Huhu!
      Danke Dir sehr für Deine Perspektiven.
      Gemeinschaftsleben ist sicher keine leichte Aufgabe, aber es bringt Freude mit neuen Methoden andere Wege außerhalb von Macht und Herrschaft zu gehen.
      Hast Du eine genaue Anleitung was die Komposttoilette angeht?
      Wenn Du magst, kannst Du uns ja über das Liebermensch-Haus Kontaktformular eine genauere Beschreibung schicken. Es motiviert uns auf jeden Fall auch ab und zu einfach zu träumen und zu schauen, was alles evtl. möglich ist.
      Danke Dir auf jeden Fall sehr!
      Alles Liebe Dir :))

  7. madschuno

    Geliebte* Wesen – Tobi oder wer auch immer:
    Ich klau Mir jetzt den (alten) neuen Terminus Technik-kuss „Wirken“ für „Arbeiten“. Schon seit langem war Mir unwohl, wenn Ich schreiben (oder sagen) „musste“ : . . . arbeiten . . . denn das & WIE Ich es mache, ist seit langem nicht in Verbindung mit „Arbeit“ im soziologisch-kapitalistischem System zu vergleichen. DANKE für diese Ein-Gabe ins Global-verständnis, bzw. ins deutsche Verständnis. (Die Angelsachsen haben mit „work“ vielleicht das umgekehrte Problem? Na ja – bleibe vorerst noch bei „meinen“ Leisten. . .

    *Geliebtes Wesen – in dem Sinne zu verstehen:
    Das Universum liebt Dich (D-einich)!
    Das Universum liebt Mich!
    Das Universum sorgt für Mich(M-einich)!
    & ich sorge für das Universum !

    Verständlich hoffentlich für jeden
    realistischen Fantasten
    & für alle fantastischen realisten !

  8. Johannes

    Liebe Liebermenschen, liebe Pia, lieber Tobi,

    ihr lebt dort wirklich einen experimentellen Traum. Schön, dass ihr das Konzept auch noch einen Schritt weiter denkt. Mehr und mehr Menschen reflektieren immer intensiver die aktuelle Situation und hinterfragen sie.

    Ich bin von eurem Konzept begeistert und würde es mir sehr gerne selbst ansehen und anfühlen.

    Wichtig ist die dort erhaltenen Erkenntnisse zu sammeln und zu verbreiten um andere Gemeinschaften oder solche, die es noch werden wollen zu inspirieren.

    <3- viel Liebe,
    Johannes

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