Wie macht man Hafermilch selbst?

Michael Hartl
Von Michael Hartl
3. Februar 2013

Als Lisa im Sommer letzten Jahres hier auf dem Blog verraten hat, wie sie ihre Sojamilch selbst macht, haben wir unter anderem Feedback von der Bloggerin „36degrees“ bekommen. Diese postete nämlich auf ihrem Blog einen Artikel, in dem sie Bezug auf Lisas Sojamilch-Artikel nahm, und selbst zwei weitere vegane Milch-Rezepte vorstellte.

Nun bin ich endlich dazu gekommen, das Rezept für die Hafermilch auszuprobieren. Und es schmeckt mir sehr gut – nur eine Frage bleibt mir dann doch noch…

Einfaches Hafermilch-Rezept

Wenn ich etwas angehe, muss es eine gewisse Einfachheit besitzen. Schon aus Prinzip, weil es fast immer einen einfachen Weg gibt. Und im Netz gibt es viele kompliziertere Rezepte für Hafermilch. Das der Bloggerin „36degrees“ liest sich dagegen wunderbar unkompliziert. Also hab ich es ausprobiert und dokumentiert.

Zunächst die Zutaten – und das sind erfrischend wenige: 500 ml Wasser, 5 Esslöffel Haferflocken, 1 Esslöffel süß (Rohrohrzucker, Agavendicksaft, …), 1 Prise Salz.

Foto von drei Schüsseln; eine mit Wasser, eine mit Haferflocken, eine mit Zucker und Salz

Die Haferflocken kommen dann mit dem Zucker und dem Salz in einen Topf und alles wird kurz angeröstet, bis der wunderbare Geruch aufsteigt, den Hafer in der Situation bekommt. Dieses kurze anrösten von Haferflocken empfehle ich auch allen Menschen, die gerne Poridge essen. Oder sich mal ihr Müsli verzaubern wollen…

Bild von Topf auf einem Herd, gefüllt mit Haferflocken und Zucker

Sobald der oben besagte Geruch aufsteigt, Wasser dazu und ganz kurz aufkochen lassen.

Topf mit kochenden Haferflocken

Sofort runter von der Platte, Deckel drauf und mindestens zwei Stunden ziehen lassen. Besser über Nacht. Bei mir waren es heute Nachmittag viereinhalb Stunden. Danach sah das Ganze bei mir ein wenig „gestockt“ aus.

Bild von Haferflocken, die in Wasser gestockt sind

An dieser Stelle hab ich das erste Mal gekostet und war begeistert. Zukünftig werde ich exakt hier alles gut sein lassen und hab damit einen sehr leckeren Frühstücksbrei!

Laut Rezept muss diese Masse jetzt mit einem Pürierstab oder Mixer püriert werden. Was ich dann auch gemacht habe. Dadurch wurde das Ganze wieder deutlich flüssiger und lies sich damit in eine Kanne füllen, in die ich davor ein Käsetuch zum absieben gelegt habe.

Pürierte Hafer-Wasser-Pampe in ein Gefäß mit Käsetuch gießen

Danach das Käsetuch mit dem Inhalt herausnehmen und in das Gefäß abtropfen lassen. Hier musste ich schon kräftig drücken, denn meine Masse war schon sehr schleimig.

Hafermilch abfiltern

Diese Glibbermasse aber nochmal mit Wasser gestreckt hat tatsächlich eine schmackhafte Hafermilch ergeben!

Selbstgemachte Hafermilch

Die Masse, die im Tuch zurückblieb, ist übrigens auch sehr lecker zu essen.

Wie kann ich Hafermilch mit weniger Schleim machen?

Das ist die Frage, die nun noch offen ist: Ist es normal, dass das so schleimig wird? Oder hab ich zu lange gekocht? Oder sind frisch gequetschte Haferflocken vielleicht nicht ganz so geeignet?

Welche Erfahrungen habt ihr damit?

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46 Gedanken über “Wie macht man Hafermilch selbst?

  1. Marie

    Bei mir ist die Hafermilch auch immer schleimig geworden, deswegen habe ich Abstand davon genommen und mache nur noch Soja- und Nussmilch. Aber in den Kommentaren sind ja einige Tipps, damit das nicht passiert. :) Wird ausprobiert, es wäre nämlich super, wenn das endlich klappen würde.

  2. A.v.S.

    Hallo
    Ich habe schon einige Versuche gemacht aus dem Buch „Vegane Milchshakes“ aus dem Kneipp Verlag probiert. Es klappt ganz gut. Sie haben Rezepte mit Reis-, Hafer-, Gerste- Soja-, Mandel-, Haselnuss-, Kokos-, Mais- und Hirse-Milch. Außerdem sind einige Varianten angeführt.

  3. Herz mit Verstand

    Hallo Zusammen,

    ich habe schon öfters Mandelmilch mit großem erfolg gemacht (ganz easy) nur bin ich auf der Suche nach einem Rezept für Getreidemilch. Da ich möglichst wenig bis gar kein Gluten möchte, habe ich an Hafermilch gedacht, weil dort wohl das wenigste Gluten enthalten ist. Meine Frage wäre, ob man durch das Einweichen und Abgießen des Einweichwassers den Glutengehalt vermindern kann (durch Erhitzen geht es wohl nicht)? Viele schreiben ja man soll das Einweichwasser mit verwenden, weil darin viele wichtige Mineralien gelöst sind. Was ist nun richtig?

  4. Anna

    Hallo Michael,

    ich habe gerade noch in unserem Sonntagschat (http://findingsustainia.org/de/meyerameyer/sonntagschat53/) über meine Hafermilch-Liebe gesprochen und nun sehe ich Deinen Artikel.
    Also ich mache meine Milch super-easy im Vegan Star. Aber den braucht man nicht unbedingt. Wichtig ist, dass Du das Wasser-Flocken-Gemisch nicht über 70 Grad erhitzt. Dann wird’s bekömmlich, aber nicht schleimig UND (das ist das Beste daran): Du musst es nicht einmal sieben/durch ein Tuch pressen. Einfach am Ende nochmal pürieren und es wird zu einer ganz, ganz leicht dickflüssigen, köstlichen „Milch“. Perfekt für jedes Müsli. Und nach dem Yoga trinke ich’s auch pur. Try it! :-)

  5. anna

    Auch ich bin auf der Suche nach dem Rezept der Rezepte und habe das Gefühl, dem Geheimnis langsam näher zu kommen..

    Die Ausgangszutaten habe ich den einfachen (also ohne Emulgator-u./o.Ä.-quatsch) und wohlschmeckendsten Haferdrinks entnommen: Hafer(flocken), Wasser, Salz und Sonnenblumenöl.
    Dass das (pürierte) Gemisch beim Erhitzen schleimt, habe ich dann auch schnell festgestellt, aber kalt finde ich es auch nicht besser, weil fad und nicht besonders homogen.
    Und irgendwie bekommen die Tetrapack-Haferdrinkhersteller den Hafer ja auch ohne Süßungszusatz süß..

    Dazu habe ich unter http://www.zentrum-der-gesundheit.de/getreide-milch.html#ixzz3EJsVhJB6 gefunden:

    „Wie entstehen Getreidedrinks?
    Die Herstellung der meisten Getreidedrinks ist ähnlich. Man geht von Vollkorngetreide aus, also beispielsweise Naturreis oder entspelztem Hafer. Das Getreide wird gemahlen und mit viel Wasser versetzt, anschließend gekocht. Dies ähnelt einem flüssigen Brei. Dann werden Enzyme, so genannte Amylase zugesetzt. Sie bauen die Stärke zu Zucker ab.

    Diese Enzyme gibt es in ausreichender Menge beim Getreide nur in Reis und Gerste. Kocht man allerdings das Getreide – wie es bei der meisten Produktion üblich ist, – so werden diese hitzeempfindlichen Enzyme zerstört und müssen aus anderen Quellen zugesetzt werden. In Dinkel, Hafer, Hirse oder Mais gibt es nicht genügend von diesen Enzymen. Diese Getreide verzuckern nicht von allein, sonder nur durch Zusatz. Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten der Verzuckerung:

    Getreideeigene Enzyme
    Für die amylasereichen Getreide Reis und Gerste werden Bedingungen geschaffen, um die eigenen Enzyme wirken zu lassen. Dies wird durch Einweichen und anschließendes Keimen beispielsweise bei der Herstellung von Malz für Bier oder Malzextrakt erreicht. Auch dort will man eine Verzuckerung der Stärke.

    Zusatz fremder Enzyme
    Dies ist das gebräuchlichste Verfahren für Getreidedrinks. Hier kommen aus Mikroorganismen industriell gewonnene Enzyme zum Einsatz. Dieses Verfahren ändert nur die Stärke durch die Amylasen, ein isolierter Prozess.
    Zufügung von Mikroorganismen, die selbst Enzyme bilden

    Hierbei nutzt man die Stoffwechselaktivität von Mikroorganismen, die auf dem Getreide wachsen, sich dabei vermehren und so unter anderem Enzyme produzieren. Dies ist ein traditionelles asiatisches Verfahren. Man verwendet dafür den KojiPilz. Es wird bisher nur von einem Hersteller, für sein Produkt Graindrops eingesetzt.

    Wenn die Enzyme dem Getreide zugefügt sind, beginnen sie ihre Tätigkeit der Verzuckerung. Danach wird die Lösung filtriert. Die Reste sind Ballaststoffe und wasserunlösliche Bestandteile, die zurückbleiben und entweder verfüttert oder zu anderen Produkten verarbeitet werden.

    Zu dem flüssigen, noch klaren Getreidedrink wird das Öl zugegeben, es entsteht eine milchige Wasser-Öl-Emulsion. Um eine Entmischung und die Aufrahmung festerer Teilchen zu vermeiden, werden die Getreidedrinks entweder homogenisiert, oder es wird ein Emulgator (nicht nötig bei Reisdrink) hinzugefügt. Manche Getreidedrinks enthalten noch Gewürze wie Vanille.“

    Meine Vermutung also (wenn die Hersteller nicht Enzyme verwenden, die dann auf der Zutatenliste nicht extra auftauchen müssen?) : der richtige Wärmegrad. (Oder Homogenisieren? Wer eine Homogenisiermaschine besitzt, kann das ja mal probieren.)
    Einer bekannten online-Enzyklopädie zufolge, liegt „das Temperaturoptimum der Amylasen bei etwa 45 °C“ und auch ein Thermomixrezept (http://www.rezeptwelt.de/rezepte/7761/hafermilch.html) sieht 40° vor.

    Also.. auf zum nächsten Versuch!

    (Auch bei der großen Internetrecherche mitgenommene Idee zum abgesiebten Haferbreirest: mit beliebtem Allerlei (Nüsse, Kerne, Honig..) im Ofen zu Knuspermüsli backen)

    1. anna

      mittlerweile bin ich auch auf die Lupine gestoßen, aus der ich gerne allerlei Gutes gewinnen würde (z.Bsp. Drink und Tofu).. mit dem Drink hat es bisher geschmacklich noch nicht so hingehauen, habe bei Recherchen aber ein interessantes Video entdeckt:
      http://web.archive.org/web/20140502070011/http://www.br.de:80/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/faszination-wissen/pflanzenmilch-sojamilch-lupine-100.html
      – ab Minute 19 wird die „konventionelle“ Herstellung von Haferdrink gezeigt: mit Enzymen! Also doch.
      Die Herstellung von (appetitlichem) Lupinendrink sieht da nicht so einfach aus, wie zBsp. aus Soja, aber genau für solcherlei gibt es ja die Freude am Experimentieren! :) Falls jemand schon Geglücktes berichten kann, bin ich ganz Ohr (und Auge und Mund, natürlich).
      Liebe Grüße!

    2. tau

      Soweit ich weiß, müssen Enzyme nicht deklariert werden, weil sie als Hilfsstoffe und nicht als Zutat gelten und (zumindest theoretisch) nicht im Endprodukt landen. Sie werden zum Schluss rausgefiltert. Ich gehe davon aus, das auch Bio-Hersteller im Allgemeinen mit Enzymen arbeiten. Die Ursprünge der Biotechnologie liegen in der Herstellung von Wein und Bier; die modernen Prozesse arbeiten nach den gleichen Prinzipien aber unter optimalen Prozessbedingungen, sind also theoretisch „bio“ Das Bild von großen Edelstahltanks und komplizierten Rohrleitungen hat nichts mit unserem Bild von Bioprodukten zu tun, ist aber die Realität. Große Biohersteller, die jeden Tag Millionen Tetrapaks produzieren, tun das nicht im Holzbottich.

  6. MeMary

    Hallo hallo.

    Tolles Leben habt Ihr da!!!
    Ja diese Hafermilch ich mag Sie sehr… und die Schleimigkeit beim Hafer ist eigentlich nicht schlecht, jedoch beim „Milch“ machen geht das GAR NICHT *urgs, würg*.
    Habe auch schon alles versucht und werde jetzt meine letzte Versuchsreihe mit selbst gekeimten Nackthafer anstreben *Wuhahahaaa*
    Ob sich so ein Aufwand lohnen wird??? Mal schauen.

    Macht weiter so!

    LG aus dem Norden
    MeMary

  7. Friederike Steinberg

    All ihr Lieben,
    war heute auf der Suche nach einem Rezept Hafermilch.
    Wo bin ich gelandet ? Auf Experiment Selbstversorgung :-)))))))))
    Hab mir all die feinen Tips zu Gemüte geführt und eine sehr schmackhafte Dinkelmilch kreiert :
    Dinkelkörner in der Getreidemühle fein mahlen,
    davon 6 El abnehmen und mit
    500 ml Wasser,
    1Tl Leinöl ( Hanf-, Kürbis-, Sonnenblumenöl )
    1 Pr Salz
    1 Msp Vanille
    1 Stück Obst, z.B. Apfel in Stücke
    in einem Schnellmixer oder mit einem Schnellmixstab mixen und mit
    Ahornsirup (Apfel- oder Birnendicksaft, Rohzucker, Stevia, … )
    nach Geschmack süßen, noch einmal durchmixen und den Dinkel-Shake 5 Minuten stehen lassen…. , nichts abgeseiht, :-) mmmmm, etwas schaumig-cremig, sehr schmackhaft und superschnell zubereitet.

    [ Kann sein, dass der Dinkel mit warmem bis heißem Wasser angesetzt, aufgebrochen und dadurch leichter verdaulich wird – das Wasser sollte aber auf keinen Fall heißer als 70 / 80 C° sein, da sonst der Stärkeanteil der Dinkels anfängt zu verkleistern, zu schleimen.]

    Kreative Grüße von
    Friederike

  8. Susan

    Vielleicht wird es nicht ganz so schleimig, wenn du es einfach nur mit heißem Wasser übergießt und nicht ganz so lange stehen lässt. In einem anderen Rezept habe ich was von 5 Minuten gelesen. Ich werde es definitiv mal ausprobieren. Kokosmilch geht so ähnlich und die fand ich schon ziemlich legga :-)

  9. Lisa

    Hallo ich habe mir gerade die tolle Anleitung zum Hafermilch selber machen durchgelesen und auch einige Kommentare und ich bin auf eine Idee gestoßen ich weiß aber nicht ob die nicht schon jemand vor mir hatte. Hat schon jemand versucht die abgekühlte Masse durch eine Art Bodumkanne zu filtern also ich habe keine Originale von Bodum aber so eine möchte gern Teekanne von IKEA mit seinem integrierten Siebzum herunterdrücken und damit müsste sich doch eine Filterung wunderbar machen lassen…ich erde es auf jeden Fall mal testen. Das wäre natürlich noch einmal Dreck beziehungsweise Wischarbeit erspart wenn es dann doch klappen sollte und vielleicht hab ich in dem einen oder anderen auch eine gute Idee damit gebracht. :-)

  10. Liliamar

    Hab schon Sojamilch gemacht nach dem Rezept von Wam Kat. War aber super zeitaufwendig und mit dem regionale Anbau von Soja sieht es bei uns nicht so gut aus. Da ist die Hafermilch Variante perfekt, vielen Dank, werd ich morgen vor dem üblichn Porridge ausprobieren. Und anrösten ist ein Toller Tipp, vielen Dank hierfür.

    Falls ihr ein Thema für ein neues DIY sucht. Wie mach ich eigentlich Seitan Schnitzel :-)

  11. Susanne

    Also ich habe grobe Haferflocken (5 EL) mit einem Schlagwerk (Kaffeemühle) ganz fein gemahlen und mit 500 ml Wasser in einem Blender vermischt. Dazu einen Löffel Honig, etwas Salz und 1 EL Hanföl. Schmeckt super, schleimt nicht und ist viel billiger als gekaufte Hafermilch.

    viele liebe Grüsse

    PS: Ich finde Eure Idee supergenial!

    Susanne

  12. FeIix

    Ich finde die Ideen hier echt klasse! Werde die eine oder andere mal ausprobieren, die gekaufte Hafermilch ist nämlich arg teuer auf Dauer ;-) Und (Plastik)Müll spart man noch dazu, wenn man die Haferflocken in Papierverpackungen kauft!

    Ich habe diesen Blog heute entdeckt und werde ihn weiter verfolgen! Ich finde diese Selbstversorger-Idee nämlich richtig gut. Im normalen Konsumalltag sind es ja nicht mehr wir, die entscheiden, was wir kaufen, sondern vielmehr die Unternehmen mit ihrer Werbung.

    Also: Dickes Lob und weiter so!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    Felix

  13. Reinhold

    Hafermilch selber machen ?

    Ich benutze eine Sojamilch Maschine .

    Diese eignet sich für Hafermilch ,Reismilch ,

    Mandelmilch . Die Magic Bean Ap-305 ist vollautomatisch

    nach ca. 15 Minuten ist die Milch fertig .Den Trester

    im Sieb kann man für verschiedene andere Sachen verbrauchen ,eine Soße ,ein Aufstrich ,oder in

    Frikadellen verarbeiten .

    Reinhold

  14. Michael

    Bei mir muss es auch schnell gehen und einfach sein. Maßstab sind ca. 1,50 € für 1 Liter leckere Hafermich im Drogeriemarkt meines Vertrauens. Wenn ich bei eigener Hafermilch zu lange herumwerkele oder ich vergleichsweise viel Strom verbrauche, dann lohnt es tatsächlich nur einmal, des Idealismus wegen.

    Mein Ansatz:

    – Euer Haferflocken-Wasser-Verhältnis (5-6 EL Haferflocken auf 500 ml kaltes Wasser)

    – bei Bedarf einen Hauch Salz und/oder Süßzeux

    – ab in den Mixer, 1 Minute auf kleinster Stufe

    – in ein Abseihtuch geben und über einer Schüssel auswringen.

    Das Wringen ist hierbei tatsächlich der Aufwand. Vermutlich kann hier eine Obst- oder Käsepresse dienlich zur Hand gehen.

    Das Ergebnis: leicht mehlige, aber unverschleimte und durchaus leckere Hafermilch. Ich vermute, dass man nach längerem Stehenlassen die Milch oben abschöpfen und den Bodensatz zum Eindicken von Suppen verwenden kann.

    Für den Hafertrester muss ich mir noch etwas einfallen lassen… evtl. Apfel-Zimt-Hafer-Puffer. ^^

    BTW: Ich war bisher stiller Mitleser. Viel Erfolg weiterhin bei Eurem Projekt!

    Viele Grüße aus Aachen

  15. jens aus freiburg

    Wir haben für unser Vokü Projekt im Sommer heute noch einmal einen Test gemacht, dazu noch 2 mal konventielle gekaufte Hafermilch zum vergleich.

    Es sollte muss einfach sein und ohne mehrfaches umfüllen, in Tüchern auspressen "feldtauglich" sein.

    Daher kommt aufkochen auf keinen Fall in Frage. Hafer der gekocht wird zieht sich voll mit Wasser.

    Haferflocken die püriert werden waschen sich im normal"kalten" Wasser sehr gut aus. Im übrigen auch etwas weniger Intensiv die nicht pürierten. Hafermehl wäre evtl. ein Versuch wert.

    Püriert haben wir mit etwas Dicksaft (Süsse, auch zucker oder Honig möglich), wenig Salz und etwa 1 EL Sonnenblumenöl pro Liter. Die Mischung ist Stabil und ohne Fettaugen.

    Nach wenigen Minuten – bei uns 5 – haben wir haben wir das durch ein relativ feines Metallsieb gegossen. – Fertig und ser sehr nah an gekaufter Hafermilch dran.

    Wer den ganz leichten mehligen geschmack weg bekommen mag sollte vielleicht ein noch feineres Sieb nehmen. (Dann vielleicht doch wieder Tücher?)

    Hinweis zum kochen, bzw längerem stehen lassen. Haferflocken lassen sich gut auswaschen, fangen aber nach kurzer zeit an zu quellen, was bedeutet das man sie wieder mühsam auspressen muss, daher halten wir für die Milchherstellung dies nicht für geeignet.

    Im übrigen haben wir den Verdacht das die Wasserqualität eine beträchtliche Rolle spielt.

    Die restliche Masse lässt sich natürlich zu Brei kochen, als Bratlingteig weiter aufbereiten, oder für Brot oder Kuchen weiterverarbeiten…

    Haferflocken anrösten haben wir nnicht probiert, würde unserer Meinung nach auch das auswaschen hemmen, was beim pürieren evtl auch vernachlässigbar ist – kurzum wir habens nicht versucht.

    1. Eichhörnchen

      Das mit dem Öl ist wirklich super! Man sollte allerdings geschmackloses nehmen, bei mir schmeckte es hauptsächlich nach Alnatura-Sonnenblumenöl ;-).
      Ich habe benutzt:
      1 EL / 100ml Wasser (leicht zu merken)
      Einfach die Haferflocken (mit beliebig Süße, Salz, Öl) im kalten Wasser pürieren. Durch ein normales Sieb gießen und ausdrücken reicht dann eigentlich wirklich, die Milch hat dann eine super Konsistenz, etwas dicker als frische Kuhmilch.
      Lässt sich auch super erhitzen, z.B. für den leckeren Kakao mit Zimt, den ich gerade trinke :-).
      Danke für die Ideen!

  16. Beate

    Hallo ihr Lieben,

    hab nun auch die Hafermilch ausprobiert.. Ok, nix für mich :-(

    Neeeein, das schmeckt mir gar nicht… :-( Es war auch etwas Zucker drin, ich habe dann etwas von meinem selbstgemachten Holundersirup reingetan, das war schon ein wenig besser, aber noch nicht so ganz.

    Vielleicht nur mit seeehr viel Früchten….

    versuche nun Mandelmilch…

  17. Doris Fastentagebuch

    Da sonst niemand was dazu gesagt hat geb ich mir jetzt mal selber die Antwort bezüglich Verdaubarkeit von "roh" zubereiteter Hafermilch:

    Also man kann das schon machen wie ich das beschrieben habe oben (unter Doris Presch), aber zwecks leichterer Verdaulichkeit wäre es ratsamer, den Hafer bzw die Haferflocken, wie bei Müsli auch, mind. 3-4 Stunden in Wasser einzuweichen.

    Wahrscheinlich wussten das außer mir eh schon alle hier, sorry ;-)

    Mit Röstaroma ist da halt nix.

    Liebe Grüße, Doris

  18. Susanne Brugger

    Hallo ihr Lieben….melde mich heute auch einmal…nachdem ich ein treuer Leser dieser Seite bin…. Ein Vorschlag::: Ich bin Hildegard von Bingen Ernährungsberaterin und weiss das Hafer sehr verschleimt und für kranke sowie für gesunde nicht von Nutzen ist … Hildegard… aber wenn ihr das gleiche mit Dinkelflocken macht sind diese zu 100 Prozent Wasserlöslich und verschleimen auch den Stoffwechsel nicht… Es gibt ein gutes Heilrezept mit Haferkörnern, Fenchelkörnern sowie Roggenkörnern …jeweils 2 Esslöffel auf 1 Liter 10 Minuten ausköcheln und mit etwas Honig süssen das kalt getrunken ist das Hildegard-Bier und warm bringt dem schwerkranken MENSCHEN der nichts mehr essen kann die Gesundheit wieder…nennt sich Krafttrunk…aber nur die Brühe trinken…Viel Erfolg beim Ausprobieren….Susanne

  19. Romy

    Dein Grundrezept mit Salz statt Zucker ist der gute alte Haferbrei von Oma. Die berühmte Kost bei Magenverstimmung. Hafer stärkt übrigens die Nerven und senkt den Cholestrinspiegel…..also ein gutes Mittel gegen Bluthochdruck.

  20. Doris Presch

    ähhhm.. also ich hab das dann bisher anscheinend nach der "russischen" Methode gemacht..

    Also im Ernst, ich hatte es schon im Hinterkopf, dass es da wohl professionellere Methoden gibt, und das mit dem Rösten halten ich für einen geschmacklich super Tipp, was ich mal ausprobieren werde.

    Ich hab es bisher oft auf die Art ganz einfach gemacht: Haferflocken so wie sie sind aus der Packung raus in den Mixbecher, Süßmittel der Wahl und Wasser drauf – gemixt. So ganz allein schmeckt das nicht so toll, wird aber für meinen Geschmack gleich wunderbar indem man einfach noch ein Stück Obst dazu gibt – ich bevorzuge da Banane, aber Apfel ist sicher auch ok – und nochmal eine Runde mixt.

    Fertig, ist für sich schon ein toller Frühstücks-Mix-Drink, wo auch der ganze Hafer drinnen bleibt, oder man gießt das dann noch über Müsli und/oder sonstige Obststücke drüber.

    Derart schleimig ist das so dann natürlich nicht (durch die Banane dann halt wieder aber nicht so arg). Ich habs nach dem Mixen mal erwärmt und dann stockt das eben so bzw. wird schleimig.

    Meine Methode ist dann aber vermutlich für die Verdauung ein bisschen herausfordernd, da hab ich noch gar nicht drauf geachtet. Vielleicht reicht es aber diesbezüglich, das ganze nur ein bisschen einzuweichen bevor man es mixt.

    Rösten probier ich aber auf jeden Fall mal, vielleicht ist es eine gute Variante, das ganze zu Rösten, ohne Wasser, und dann mit dem Wasser gleich direkt ab in den Mixer. Wie gesagt, da bleibt dann die Frage mit der Verdaulichkeit…

    Lieben Gruß, Doris

  21. jens / veganov*en

    sehr viel einfacher und Feldtauglich.

    Beliebige Menge Hafer und Wasser (wir nehmen volumenmengenmässig 1 zu 6) kurz mit kalten Wasser stehen lassen – sprich etwa 5 minuten. dann abgießen. Vom rest ein wenig pürieren und zu dem milchigem wasser geben.

    Zucker ja , salz ja .. vielleicht auch anrösten (mehraufwand) ..

    kochen, oder lange stehen lassen führt dazu das der hafer nicht mehr nur ausgeschwemmt wird sondern sich verschleimt. heisst ja auch gut und gerne haferschleim.

    die methode ist vielleicht ein bisserl ala "quick and dirty" – aber eben auch feldtauglich

  22. 36degrees

    Hallo,

    erstmal vielen Dank für den tollen Artikel! Ich freue mich, dass ich ein bisschen Inspiration liefern konnte. :)

    Es könnte sein, dass der "Schleimigkeits-Faktor" von den verwendeten Haferflocken abhängt. In meinem ersten Versuch – über den ich auch gebloggt hatte – habe ich grobe Haferflocken verwendet. Mit zarten Haferflocken hatte ich auch ein ähnliches Ergebnis, wie du es beschreibst, und dachte, ich hätte bei der Herstellung irgendetwas falsch gemacht. Danke dir für den Hinweis, ich teste das nochmal genauer, inwieweit die verwendeten Zutaten die Konsistenz beeinflussen.

    Liebe Grüße

    Leni

  23. Johanna

    Hi Leuts, Spontanidee dazu: ich würd das Ganz mal mit 750 ml Wasser ansetzen, gleich von Beginn weg.

    Wenn Ihr es hinterher eh verdünnt, sollte es eigentlich egal sein, ob das Wasser gleich oder danach dazukommt – und beim Abseihen könnte es dadurch die Poren des Tuches weniger verstopfen (falls ich das "schleimig" so richtig interpretiert habe.)

    LG und vielleicht gebt Ihr ja Bescheid, ob es was geworden ist.

  24. UliB

    Ich tippe mal aufs (wenn auch nur kurzzeitige) Kochen, das fördert die Schleimbildung. Versuch doch mal, die Körner (ob nun vollständig, gequetscht oder geschrotet besser ist, bliebe auszuprobieren) einfach über Nacht kalt einzuweichen. Oder, falls das Röstaroma einfach zu gut ist, nicht aufkochen lassen, sondern mit kaltem Wasser aufgießen und runter vom Herd.

    Evtl. geht das auch so einfach wie mit Mandelmilch: Dazu lässt man die Mandeln über Nacht einweichen, damit man die Haut lösen kann, wirft die gepulten Kerne in einen Mixer, Wasser, etwas Salz und evtl. etwas Süßhilfe oder Vanille dazu, gründlich mixen – fertig. Bzw. dann meist ein bisschen körnig, was mich persönlich nicht stört. Filtrieren durch ein grobes Tuch sollte ähnlich klappen.

    1. Stephan

      Mandelmilch geht bei mir noch einfacher:
      Mandeln über Nacht einweichen, weil das Arbeit macht NICHT enthäuten ;-), mit Wasser in Standmixer, Mixer auf Vollgas, sich über die schöne weisse „Vollkorn-Mandelmilch“ freuen.

      Ich werde demnächst auch mal angeröstete Haferflocken mit zu den Mandeln tun. Sollte eigentlich ohne weiteres Erhitzen, filtern und sonstige Spielereien leckere Mandel-Hafermilch ergeben.

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