Ein Gastartikel auf Lisa und Michaels Blog:

Wie ein Hamster

Bella
Von Isabella Ostovary
4. Juli 2015

Ich steh total drauf mit zehn Kilo Getreide am Rücken durch Wien zu fahren. Denn für mich bedeutet das eine Verbesserung meiner Lebensqualität. Was Getreideschleppen mit Lebensqualität zu tun hat, erfährst du, wenn du weiterliest.

Seltener einkaufen schont die Nerven

Ich finde es kolossal nervenstrapazierend jede Woche ein- bis zweimal einkaufen zu gehen. Ich habe bemerkt, dass es mich unglücklich macht, von allen Seiten mit Bedürfnissen bombardiert zu werden, die ich aus den verschiedensten Gründen nicht stillen werde. Jedes „Nein“ in meinem Kopf verkrampft mich mehr, und macht es mir schwerer nur das zu besorgen, was ich anfangs haben wollte. Meistens enden meine Einkaufsodyssen mit dem, was ich gebraucht habe, minus zwei Dinge, die ich beim Schreiben der Liste vergessen habe, plus zwei Dinge die ich vorher nicht wollte, plus hundert Bedürfnisse nach Dingen, die ich vorher nicht hatte.

Um dieses zyklische, unbefriedigende Ereignis und somit die Verschwendung meiner Lebenszeit einzuschränken habe ich einen Entschluss gefasst: Der Wöchentliche Einkauf darf nur noch Frisches enthalten. Der Rest wird in Mengen gekauft, die auf einen mittleren Weltuntergang spekulieren.
Sofern ich im Supermarkt einkaufe brauche ich dann nur noch die Gemüseabteilung zu besuchen und kann am Rest kaltschnäuzig vorübergehen, falls ich direkt beim Bauern bestelle, sind Großmengen auch für diesen angenehmer, da sie mehr Sicherheit bieten und einfacher zu handhaben sind.

Seit ich zum praktizierenden Hamster geworden bin, habe ich noch weitere Vorteile von Vorräten entdeckt:

  1. Ich verursache weniger Plastikmüll, da dort, wo ich bestelle, Großmengen in Papiersäcken verpackt sind.
  2. Ich spare Geld, da ich auf Großmengen Rabatte bekomme und insgesamt weniger einkaufe.
  3. Ich esse mehr Wildkräuter
  4. Egal was ich kochen möchte, es ist meist schon zu Hause.
  5. Es fällt mir leichter meinen Konsum von Luxusgütern wie Reis und Palmfett einzuschränken. Wenn der Vorrat zu Ende ist, dann ist er eben zu Ende.
  6. Ich fühle mich insgesamt entspannter.
  7. Ich esse gesünder, weil der Junk im Supermarkt weniger Gelegenheit hat mich zu verführen.

Wie viel von was?

Die einfache Antwort auf diese Frage lautet: so lange es trocken ist, spielt es keine Rolle. Ich achte lediglich darauf, ob ich die gekaufte Menge mit meinen zwei Beinen und einem Öffi-Ticket irgendwie nach Hause schaffen kann.

So lege ich halbjährlich meine Langhantel zur Seite um meinen Rücken mit je fünf Kilo Buchweizen, Leinsamen, Linsen und vielem mehr zu trainieren. Doch auch Anderes lässt sich gut lagern, wie z.B. passierte Tomaten, pflanzliche Milch, Gewürze, Aufstriche, und so weiter. Ebenso verfahre ich mit nicht essbaren Gütern wie z.B. Waschpulver, Spülmittel, Toilettenpapier und den wenigen Kosmetika, die ich noch verwende.

Ich habe bemerkt, dass es möglich ist, einen Großteil der Dinge, die ich im Jahr benötige, an wenigen Tagen im Jahr zu kaufen. Ich also kann fünfmal ein Kilo Mehl kaufen, oder eben einmal fünf Kilo Mehl.

Wohin damit?

Wenn ich schließlich, unter der Last der Vorräte gebeugt wie eine alte Dame, zu Hause ankomme beginnt der nächste Schritt: essbare Vorräte richtig Lagern. Um unappetitlichen Mottenepidemien vorzubeugen fülle ich alles in Gläser mit Schnappverschluss und Gummidichtung. Nur kleine Mengen, die ich innerhalb der nächsten zwei Wochen verbrauchen kann, dürfen in den Säcken bleiben. Zusätzlich verteile ich zwischen den Gläsern Zedernholzscheiben (Zedernholzkugeln sind nicht zu empfehlen, da sie ständig herumkugeln). Die sollte man etwa einmal jährlich schleifen um ihre Wirkung zu erhalten.
Bis jetzt haben sich die Scheiben bewährt, denn noch sind keine Motten aufgetaucht, was aber auch an den Gläsern liegen könnte.

Außerdem achte ich auch darauf, möglichst keine Brösel oder ähnliches im Schrank zu haben, an dem sich zufällig eingeschleppte Exemplare dieser wundervollen Kleinschmetterlinge laben könnten.

Diese Vorsicht ist wichtig, denn kommt es zu einem Befall könnten Lebensmittel im Wert von ca. 200.- ungenießbar für mich werden. Um meine Vorräte zu schützen würde ich daher selbst vor der Verwendung von Weihwasser nicht zurückschrecken.
Große Gläser zum Lagern, kleine für die Verwendung
Da ich beim Kochen kein Muskelaufbautraining absolvieren will, bin ich mittlerweile dazu übergegangen die Vorräte aufzuteilen. Einen kleinen Teil fülle ich in ein Schraubglas, welches in meine Kochlade kommt und den Rest fülle ins Fünf-Literglas mit Schnappverschluss und Gummidichtung aus dem ich das kleinere Glas nachfülle.

Im Moment nehmen meine essbaren Vorräte etwa einen Kubikmeter meiner Küche in Anspruch. Ich merke aber bereits wie der Platz im Regal zu eng wird, denn es kommen ständig neue Dinge hinzu, die ich bis jetzt noch nicht auf Vorrat besorgt habe.
Gemüsevorräte für den Winter

Zurzeit perfektioniere ich das System: Ich brauche mehr und größere Gläser, die eine oder andere Zedernholzscheibe fehlt und ich möchte versuchen alle Vorräte innerhalb eines Monats zu besorgen. Zusätzlich probiere ich Gemüsevorräte für den Winter anzulegen, indem ich es trockne. Das lässt sich bestimmt gut für Suppen verwenden.

Besonders wichtig ist mir Dinge einzulagern, die ich auf meinem Balkon produziere oder jene, die ich draußen selber finden kann, wie z.B. Wildkräuter, die außerhalb des kapitalistischen Konsumsystems verfügbar sind. Diese sind meistens zwischen April und Juni genießbar sind und würden sich, entsprechend eingelagert, über einen längeren Zeitraum nutzen lassen.
Wildkräutervorräte

Und was machst du?

Welche Sachen lagerst du auf Vorrat und vor allem, wie lagerst du sie? Kennst du vielleicht ein paar Großmutter- oder Großvatertipps zum Einlagern? (Tipps von Onkeln, Tanten oder Cousinen zweiten Grades sind auch ok).

Was tust du gegen Motten?

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Dieser Artikel ist ein Gastartikel. Vielen Dank an die Gastautorin bzw. den Gastautor. Dieser Blog "Experiment Selbstversorgung" wird von Lisa Pfleger und Michael Hartl betrieben. Solltest Du auch eine Idee für einen Gastartikel haben, lies Dir gerne unsere Informationen dazu durch!
Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

27 Gedanken über “Wie ein Hamster

  1. Endverbraucher

    Leider musste ich die Erfahrung machen, dass man sich mit Vorräten auch gerne Schädlinge einschleppt, Motten z.B. Je mehr Bio, desto wahrscheinlicher. Vorräte an Getreide musste ich schon mehrfach wegwerfen. In Tee ist auch gerne mal was lebendiges drin. Gelernt habe ich daraus, alles einzeln in Gläser zu verpacken. Also auch mehrere Packungen gleichen Inhaltes nicht zusammenzuschütten. Es darf nichts, aber auch gar nichts für Schädlinge erreichbar sein. Nur so lässt sich eine Ausbreitung verhindern. Aber deshalb kaufe ich Getreide auch weiterhin lieber Kiloweise, und keine größeren Mengen. Kleinere Vorratsgläser um 1kg passen auch besser in meine Schränke.

    Nun die andere Seite, das häufige Einkaufen: Ich schreibe seit einigen Monaten meine Einkäufe auf. Erstaunlich, wie Wahrnehmung und Wirklichkeit auseinander driften: Im Schnitt mehr als 1 Besuch im Geschäft am Tag. Und das trotz Einkaufsplanung und Zettel und ohne Fertiggerichte. Spätestens alle 4 Tage muss wieder was nachgekauft werden.

    Von daher bin ich für die Denkanstösse hier dankbar! Irgendwann komme ich auch zu einer besseren Vorratshaltung, aber das ist noch ein Weg.

  2. Andrea

    Hallo Ihr Hamster,
    ich habe trotz“Hamsterei den Kühlschrank im Winter abgestellt, dafür gönne ich mir, Mirabellen(schmecken wie Rosinen), Äpfel und anderes Obst und Gemüse mit dem Dörraparrat zu trocknen. Dörrprodukte kommen dann in gut verschließbare Gläser. Ich versuche generell alles in Portionsgläser zu packen.
    1. da ich es nicht oft öffnen muss. (auch Eingewecktes)
    2. da, wenn mal was doch schlecht wird, eben nur eine kleine Menge schlecht wird.
    Ich habe, bevor ich mir einen Dörrautomat gekauft habe, ein Strommessgerät zwischen Steckdose und Gerät gehängt und habe festgestellt, dass eine Ladung (9Schieber 30cm x 40cm) Äpfelstücke im Durchschnitt 2,76 Euro kosten und ich das für diese Menge vertretbar halte.
    (Dafür läuft der Kühlschrank nicht und Frosten ist sicher nicht billiger…wenn man das vergleichen möchte.)
    Besonders beliebt bei Enkelinnen, FreundInnen und anderen Besucherinnen ist das Fruchtleder:
    rohe Früchte fein zerkleinern (vgl. Konsistenz von Apfelmus) und als Masse auf das Dörrrost legen, trocknen. Wenn es trocken ist, lässt es sich mit der Schere in beliebige Formen schneiden… oder einfach in Streifen…lecker und ein guter Gummibärchenersatz…

    Der Dörrautomat wird aber in der Heizperiode vom Kachelofen ersetzt, da der ja sowie Wärme bringt…

    Kräuter und Wildpflanzen trockne ich auch in Mengen zum Tauschen und Selbstverbrauchen.
    Lagere sie einzeln in Gläsern und mische meist erst nach Bedarf. So kann ich Mischungen verändern.
    Ich schaue auf die Verpackungen, wenn ich was lecker finde und schreibe mir die Zutatenliste ab. Die Mengenverhältnisse bekommt man beim Probieren raus.
    Die leckeren „Kräuter der Provence“ kaufe ich schon Jahre nicht. Ich habe einige Zutaten mit Kräutern aus meinem Garten ersetzt, da ich sie selbst nicht habe und die Mischung stimmt für mich. So ist u.a. Gundermann mit drin.
    Für Smothies: aktuell neben Äpfeln, Möhren und Stangensellerie: noch kann ich Löwenzahn, die Blätter vom Günsel, Gundermann und Brennnessel finden, die kommen mit rein.
    Getrocknete Brennnesselsamen sind sehr Vitamin C-haltig und fallen beim Drüberbrösseln im Kinderessen nicht auf, schmecken leicht nussartig, aber zum Schmecken brauch man dann schon allerhand…
    Der Einkauf wird durch das Nutzen von den Dingen , die so wachsen und genießbar sind, weniger. Noch dazu funktioniert das Tauschen schon sehr gut..
    Achja: Kürbisse konnte ich bis zum Februar lagern, indem ich sie einzeln in Säckchen in einen frostfreien Raum gehängt habe.
    Dazu nutzte ich olle Gardinen (Stores, bei uns heißt das immer:DDR_Gardinen), die genügend Luft durchlassen, die werden auch für das Kräutersammeln im Garten genutzt. Tücher aus diesen
    Stoffen, die ich irgendwie immer, wenn ich sie grade brauche, bekommen von Menschen, die sie grad entsorgen wollten, nutze ich auch im Sommer zum Kräutertrocknen auf dem Wäscheboden.
    Andrea

  3. janine

    Freude, dass ich nicht die einzige mit diesem tick bin…
    grade mal zum thema gläser: ich sammle die auch bei allen möglichen leuten ein und ab und an kauf ich mal milch für meine gäste. biomilchflaschen lassen sich bestens reinigen und dienen mir dann als vorratsgläser, statt dass ich sie zurückbringe um das pfand wieder zu erhalten… ich kauf milch, sahne und joghurt im braunen glas, damit hab ich drei verschiedene grössen und das braune glas ist bestimmt für die meisten produkte besser als klares, weil weniger licht durchkommt (blaues und violettes glas wären noch besser, sind aber kaum erhältlich) und man sieht trotzdem so einigermassen, was drinne ist, jedenfalls kann man reis von nudeln unterscheiden, aber welcher reis, basmati? sushi? risotto? jasmin? camargue? das schreibe ich mir dann auch mit wasserfesten schwarzem stift drauf wie das ablaufdatum auch und meist schneide ich mir produktname und datum auch noch aus der packung aus und stecks mit ins glas, wenn ich also die aussenbeschriftung mal vergesse zu erneuern, weil sie noch gut lesbar ist, so hab ich innen doch noch die daten… (aber niemals die barcodes mitaufbewahren! die schneide ich mir wenns geht aus allen packungen und das schöne am gemüse etc vom biohofladen oder vom markt ist, dass sie ohne diesen strichcode und den ganzen verpackungskrempel auskommen – noch…) zudem weiss ich dann auch genauer welches produkt welcher marke ich jetzt grade esse und kann dann wenns mir schmeckt wieder vorrat kaufen…

    ich dörre vieles an der luft, aufgehängt in der waschküche… verwende aber auch den dörrex. vieles gibts schon aus dem eigenen garten. da ich jedoch zum beispiel diese herrlichen gelben pakistanischen mangos so liebe (eines der wenigen produkte, die in meinem haushalt nicht bio eingekauft werden, einfach weil ich sie im bioladen noch nie gesehen habe, und ebenso eines der wenigen produkte, die per flugzeug oder schiff von weither zu mir kommen,) da kauf ich mir dann so vier schachteln und schneide sie sorgfältig, türme neun gitter auf den dörrex und trockne mal… das ganze haus duftet dann nach mango und leider sind sie bis weihnachten jeweils schon weggegessen, dabei wollte ich doch kleine präsente machen…
    die mangokerne trockne ich auf einem lochbrett und verwende sie dann im winter als „anfeuerholz“ in meinem holzofen, den ich mir in die küche eingebaut habe. kamin dafür ist der kamin der dunstabzugshaube, die ich nicht besitze. ich kann ja ein fenster öffnen…
    wenn ich all die früchte und gemüse, die ich im dörrex oder an der luft trockne tiefkühlen würde, dann bräuchte ich einen grossen tiefkühler, der über die ganze laufzeit gesehen sicher auch einiges an strom verbraucht, ganz abgesehen vom stromverbrauch für seine herstellung gemessen am stromverbrauch für die herstellung und den transport des dörrex, den ich nun schon viele viele jahre habe. in der zeit wäre mir der tiefkühler sicher schon ausgestiegen und ich hätte schon den zweiten kaufen müssen… und wenn mal was nicht perfekt gedörrt ist, dann gammelt ein glas; wenn mal ne zeitlang der strom ausfällt, dann ist die ganze ernte weg,

    kosmetik hab ich kaum noch. zum waschen und haare waschen nehme ich rhassoul – wascherde (kauf ich im papiersack per kilo und fülls mir in hübsche gläser im bad. die alepposeife gibts unverpackt an festmärkten beim olivenholzstand, da deck ich mich dann mal ein und je länger die seife gelagert ist (neun monate hat sie ja schon an der sonne getrocknet), desto langsamer verbraucht sie sich nachher. und leider gibts das jentschura basensalz, worin ich einmal pro woche bade, nur in dieser bescheuerten plastikflasche. das füll ich mir auch immer gleich in glas um. spül- und waschmittel und reiniger kaufe ich im grossgebinde und füll mir ne kleine flasche für den täglichen gebrauch ab. spart auch viel müll zum wäschewaschen verwende ich auch waschnüsse, die ich vorher in wasser ansetze, so habe ich eine lauge wie ein flüssigwaschmittel, und die nüsse sind kompostierbar. und halten lange!
    leider sind in diesem bereich auch einige produkte von weiterher, ich achte dann dabei auf fairen handel und sofern bekannt auf umweltfreundliche transportarten.

    herzlicht!

    janine

  4. Tom

    Hallo Bella,
    verlieren die Sachen beim trocknen nicht sehr viel von ihren Aroma?
    Ich überlege auch auf Selbstversorgung umzusteigen. Ich denke nur, dass es das Beste wäre die meisten Sachen einzufrieren. Mit Thymien, Karotten etc. geht sehr gut. Blüten und Wildkräuter müsste man ausprobieren. Einziger Nachteil sind dann wieder die Stromkosten für den Gefrierschrank, aber die Frische wäre es mir wert.

    Alles Gutes

  5. Nora

    Hallo, ihr Lieben,

    ich hamstere Blütenblätter von Ringelblumen, Malven, Hibiskus und meinen geliebten roten Duftrosen. Diese werden sonnengetrocknet
    und im Winter zu Tee, Öl und Likör verarbeitet. Manche auch ins
    Brot gebacken. Sieht im Baguette unglaublich schön aus. Auch in der
    Salatvinegrette machen sich die Blüten fein.
    Ach ja, und meine Kräuter werden auch getrocknet, in Öl eingelegt und
    für schönen Wintertee genutzt. Schöne Gläser und Flaschen sammele ich das ganze Jahr über. So hat man auch immer ein Gastgeschenk. Mit viel Liebe gemacht.

    Habt einen schönen Sommer!!

  6. Klaus

    Hi!

    Sehr schöner Artikel! Was mich interessieren würde, wie viel würden die Anschaffungskosten ca. betragen, wenn man sich mal mit Gläsern usw. eindecken will? Bzw. wo beziehst du deine Gläser? Auch die farbigen Deckel würden mich interessieren oder die Kennzeichnung, damit man alles auseinander halten kann.

    LG
    Klaus

    1. BellaBella Beitrags Autor

      Hallo Klaus,
      die Anschaffungskosten sind ziemlich unterschiedlich. Die großen 5l-Gläser haben überall einen anderen Preis. Ein günstiger Preis, den ich letztens in der Goldenen Kugel in Wien gesehen habe ist so um die sechs Euro (ich hab auch schon welche um zehn Euro gesehen). Entsprechend sollten die kleineren Gläser billiger sein.
      Viele meiner Gläser habe ich von Familie und Freunden bekommen. Das betrifft vor allem die Marmeladen/Gurkengläser. Oder ich kaufe manchmal Essen, das ich selber nicht herstelle, in Gläsern um das Glas zu bekomen ^^
      Wenn ich alle großen Schnappgläser (6 Stk.) zusammenrechne habe ich bis jetzt ca. 30.- dafür ausgegeben.
      Man muss nicht unbedingt Gläser kaufen, wenn man herumfragt bekommt man viele Gurken/Marmeladengläser, man kann auch alles kleiner einlagern.

    1. BellaBella Beitrags Autor

      Hallo Julia,
      ich bestelle meine Vorräte meist im Hofladen des TÜWI, das Studentenlokal der Universität für Bodenkultur, Wien. Dort wird das alles in kleinen Mengen verkauft, man kann aber auch Großmengen mitbestellen. Ich kann mal fragen wie die ihre Lieferanten gefunden haben.
      Meinen Essig bestelle ich direkt beim Bauern. Den habe ich über einen Bekannten gefunden, der regelmäßig für eine Foodcoop einkauft. Spezielleres, wie z.B. Mandeln hole ich aus Lunzer’s Maßgreislerei im 2. in Wien.

  7. Rita

    Hallo, liebe Bella! Ich bin auch ein „Hamster“ :-) Mein Kühlschrank ist eigentlich immer gut bestückt, will sagen recht voll. Da ich noch immer Brot esse, und auch alle meine Freunde/innen gerne meine Marmeladen essen, koch ich auch weiterhin, was mir unter die Finger kommt. Zur Zeit sind es Feigen en masse und Reneclauden, von Nachbarn, die sie nicht abernten und froh sind, wenn sie jemand pflückt (kostenlos, tralalala). Aber auch Kompott zum Sofortverzehr ist was Feines. Trocknen, hm, ja, mit dem Dörrapparat kostet das viel Strom, und den will ich ja grad einsparen. Kann man auch an der Sonne trocknen oder sollte das eher im Schatten erfolgen? Die Sonne scheint nämlich ohne Unterlass, so langsam wird der Garten zur Wüste… Was macht man eigentlich mit getrockneten Zucchini? Ich hab sie bis jetzt höchstens kleingeschnitten eingefroren, für Suppen, Gemüsegoulasch und ähnliches. Wäre mal auszuprobieren.
    Danke für eure Inspiration (apropos Nixkaufjahr, Auf-und Ausräumen u. ä. hab ich jetzt mal meinen Bücherschrank ausgeräumt. Du meine Güte, was sich da alles angesammelt hat. Kein Wunder, dass es in manchen Lebenssegmenten stockend voran geht…. Alles Liebe und weiterhin fröhliches Teilen und Mitteilen ;-)
    Rita

    1. BellaBella Beitrags Autor

      Hallo Rita,
      haha Reneclauden ist ein lustiges Wort, das hab ich noch nie gehört.

      Ich habe gehört, dass in der Sonne trocknen für manche Inhaltsstoffe nicht so gut ist, weil sie durch das UV-Licht zerstört werden. Bevor mir die Sachen kaputt werden würde ich es aber auch in die Sonne legen.
      Die getrockneten Zucchini möchte ich im Winter für Suppen verwenden und da ich nicht alles einkochen will und keine Gefriertruhe habe trockne ich sie.
      Mein geheimer Plan ist ja eigentlich irgendwann meine ganz persönliche Instant-Suppe zu haben. Mit ganz viel verschiedenem getrockneten Gemüse, das ich nur noch zu kochen brauche.

  8. Gaby

    Hallo Bella,
    früher habe ich auch in Glasflaschen eingekocht. Bei normalen Mengen aus dem Hausgarten geht das noch.
    Inzwischen fallen aber manchmal große Obstmengen an. So mussten wir einen einfachen und schnellen!!! Weg suchen, neben dem normalen Einkochen.
    Es ist eig. kein echter Tetrapack wie man sie zu kaufen bekommt. Nur ein hocherhitzbarer Plastikbeutel mit Patentverschluss und speziellem Hahn, der in einen speziellen Karton kommt. So kann man platzsparend stapeln. Das Obst wird gepresst, kurz auf ca. 75 Grad erhitzt und kommt dann sofort luftdicht in die Beutel. Mind. 2 Jahre soll es haltbar sein. Nun ja, bei uns nicht :) Die Anlage betreibt ein Obstbauer in der Nähe und Leute mit Obstwiesen nutzen das sehr.
    Wie du schon dir denken kannst, ja, wir leben auf dem Land in Süddeutschland. Einkaufen geht zwar gut, aber schon früh habe ich gelernt für den Winter Vorräte anzulegen. Berglage und hohe Schneemengen haben mich dazu “ gezwungen“. Inzwischen habe ich auch über das ganze Jahr genügend Vorräte um einige Wochen „auszuhalten“. Es ist viel entspannter so zu leben.

  9. elisabeth

    mein mann und ich haben auch viele vorräte: getreide in kilosäcken, olivenöl in 5 l kanistern, essig, tomatenbüchsen, salz, vollzucker, mandelmus, kokosmus, kokosöl, haselnussmus, honig, schokolade, biscuits, konfitüre, alles lagert im trockenen keller.
    speziell erwähnen möchte ich, dass mein mann und ich bei der firma GEBANA immer grosspackungen mit bio und fair produzierten datteln, feigen, weinbeeren und verschiedenen nüssen kaufen, die wir auch im keller trocken lagern.
    so müssen wir nicht viel einkaufen und haben immer einen vorrat für eventuelle notzeiten.
    natürlich haben wir noch mineralwasser, süssmost, wc-paper, waschmittel und seifen vorrätig.
    jetzt in der beerensaison, mit eigenem garten, frieren wir jeden tag frische beeren ein fürs müesli im winter.
    zudem haben wir eine elektrische getreidemühle fürs brotmehl und eine flockenquetsche für die haferflocken fürs müesli.
    wir machen das schon jahrzehntelang….
    gibt ein gutes gefühl!

  10. Gaby

    Salz ist ein gutes Stichwort. Viele Gemüse lassen sich milchsauer einlegen (hierbei wird Salz verwendet). Auch Kräutersalz zum Würzen, in verschiedenen Geschmachsrichtungen, stelle ich jedes Jahr her. Alles kommt in Gläser. Und, wie oben schon beschrieben, das gesalzene Gemüse. Verschiedene Getreide, wie du, bewahre ich ebenso auf. Überhaupt verwende ich überwiegend Glas. Auch selbst gemachte Teigwaren, wenn sie gut trocken sind, kommen auch hinein. Früher habe ich viel Gemüse gedörrt, im Apparat, macht aber Lärm und kostet Strom. Vom Obst lassen wir Saft machen, ( in Tetrapacks, wir haben oft große Mengen). Wo mir ein guter Geschmack wichtig ist friere ich aber auch einiges ein.

    1. BellaBella Beitrags Autor

      Hallo Gaby,
      Das mit dem Stromverbrauch beim Dörrapparat hat mich auch gestört. Ich lasse die Sachen immer Lufttrocknen und schneide sie dafür so dünn wie möglich. Das funktioniert sicher nicht mit allen Sachen, bei Zucchini und Karotten ist es gut gelaufen.
      Saft machen finde ich auch cool, aber wegen der Alu-Plastikbeschichtung die innen meist drauf ist will ich lieber keine Tetrapacks verwenden. Habt ihr euch da bewusst gegen Glas entschieden und habt ihr Tetrapacks ohne diese Beschichtung?

  11. Reinsch

    Ich habe quasi keine Vorräte. In meinem Küchenschrank ist ein angebrochenes Päckchen Nudeln und Reis, dazu Öl, Gewürze und etwas Tee. Das war’s auch schon.

    Grund ist, dass ich quasi nie koche. Frühstück und Mittagessen gibt es auf Arbeit, abends wird zumeist ein Brot geschmiert, und am Wochenende bin ich meist unterwegs und esse dann auswärts.
    Wenn ich dann doch mal in den Supermarkt gehe hole ich mir nur das, was auch direkt verputzt wird.

    Achja, etwas lagere ich doch ein: Meine selbstgezogenen Chilis verschiedenster Sorten, von denen immer viel mehr reift als ich selbst verwerten kann. Aber Abnehmer finden sich dann doch immer…

  12. Andreas

    Hallo Isabella
    Ich kaufe seit Jahren bereits einmal im Monat ein, was ich im folgenden etwa verbrauchen werde. Fleisch und Wurst wird portioniert eingefroren, Brot backe ich selbst frisch, Nudeln und Reis lassen sich gut lagern, Gemüse wird zerkleinert und Portionsweise eingefroren (spart sehr viel Zeit beim Kochen), diverses Obst hält sich relativ lange (Äpfel, Banane, Ananas,..)
    Auch Konserven habe ich viele. Gemüse und Obst vorwiegend. Frisch kaufe ich dann, worauf ich Lust habe (Erdbeeren, Obst, weniges an Gemüse und Eier). Getränke in Flaschen und Tetrapaks (Milch, Malzbier, Obstsaft).
    Ich plane in meiner neuen Küche (nächstes Jahr) einen großen Vorratsraum, dann wird auch mehr in Glasbehältern gelagert, was aktuell noch in Plastikboxen liegt :-)
    Grüße
    Andreas

  13. Toni

    Hallo, was auch super zum Bevorraten ist, ist Salzgemüse. Dafür einfach verschiedenes Gemüse (wie z.B. Zwiebeln, Sellerie, Karotten,…) zum Zerkleinern durch den Fleischwolf drehen (alternativ geht das bestimmt auch mit einem Mixer) und dann zusammen mit kleingeschnittenen Kräutern und Salz vermischen. Verhältnis 4 Teile Gemüse und ein Teil Salz. Das Ganze dann in saubere Gläser füllen, fest verschließen und kühl und dunkel im Keller lagern. Ich bereite das ein mal im Jahr zur Erntezeit zu und hab dann genug fürs ganze Jahr und auch ein paar Gläser zum Verschenken. Das Salzgemüse ist sehr variabel in der Zubereitung und man kann es auch für viele verschiedene Gerichte verwenden. Suppen, Soßen etc…super Ersatz für gekaufte gekörnte Brühe oder Brühwürfel.

      1. Bine

        Das funktioniert mit fast allem Gemüse! Es muss nur klein genug sein/gemacht werden oder lange genug trocknen. Danach gebe ich es dann noch in den Mörser, ich mag es lieber ganz fein, auch wenn das ganz schön in die Arme geht…

    1. Rita

      das mit dem Salzgemüse ist ne echt gute Idee! Man kann es auch alles nach dem Zerkleinern trocknen und dann fein zermahlen. So bekommt man die bessere und gesündere Version von „Vegeta“, einem Kochgewürz aus Kroatien, das eigentlich in jedem Rezept vorkommt. Njami :-)

  14. Ana

    Hallo,
    ich finde Vorratshaltung sehr gut – leider bin ich selber da erst am Anfang und kann da noch nicht so viele Ratschläge geben – allerdings würde mich deswegen brennend interessieren, was alles gehortet wird:
    Was für Kräuter – wie lagerst du ein?
    Danke
    Ana

    1. BellaBella Beitrags Autor

      Hi Ana,
      Bei den Kräutern lagere ich derzeit was ich am Balkon produziere: Ringelblume, Oregano, Basilikum, Majoran, Thymian, Rosmarin, Salbei, Lavendel, Erdbeerblätter, Petersilie, Lemongras, Schnittlauch, Minze. Ich trockne sie auf Geschirrtüchern in der Küche. Bei Dingen, bei denen ich keine Schimmelgefahr vermute versuche ich in so großen Stücken wie möglich zu trocknen, um das Aroma zu konservieren. d.h. die Kräuter bleiben beim Trocknen und Lagern ganz.

      Auch wenn ich Gemüse mit Grün kaufe wie z.B. Sellerie oder Karotten und das Grün nicht gleich verwende, dann trockne ich es und verwende es später in Suppen. Hier sind manchmal aber dickere Stücke dabei, die ich klein schneide, damit sie trocknen bevor sie schimmeln.

      Bei den Wildkräutern habe ich mich bis jetzt nur an Giersch und Bärlauch versucht. Sie haben zwar einiges an Aroma verloren, hat aber gut geschmeckt.

      Diese ganzen Sachen gebe ich, wenn sie trocken sind, in Schraubgläser in Marmeladenglasgröße. Das reicht meistens aus. Und ganz wichtig: zumindest mit dem Jahr beschriften, ansonsten kann es passieren, das man die frischen Vorräte zuerst aufbraucht und dann vom vorletzten Jahr noch was hat. Zum Beschriften verwende ich am liebsten einen wasserfesten Stift direkt auf dem Glas. Hält bis das Glas leer ist und lässt sich leicht abwaschen. Schluss mit Etikettenärger.

      Grüße, Bella

  15. Katja

    Hallo,
    ich trockne bei perfektem Wetter wie diesem Gemüse/Kräuter zwischen 2 gleich großen Fensterrahmen, die mit Fliegengitter (Metall) bespannt sind. 1 Fenster mit Gitter oben/unten, Trockenware drauf, 2. Fenster mit einem Gitter oben zum Abdecken.
    Bei Lebensmittelmotten liegt die Ursache oft schon im gekauften Produkt, das zeigt sich dann erst später. Deshalb nie alte und neue Vorräte zusammenbringen, und am besten den Neukauf einfrieren: tötet die Larven ab.
    Ich mag die Fidogläser für alles, neulich habe ich mir noch andere mit farbigem Glasdeckel gekauft :-)
    Ansonsten: ich nutze einen alten Jahreshandkalender Din 5, um meine Vorratshaltung zu dokumentieren/auf dem neuesten Stand zu halten. Die besten Vorräte sind nutzlos, wenn man nicht weiß, was man wo hat.
    LG, Katja

    1. Katharina Ewald

      Hallo Katja,
      Wie genau füllst du denn deinen Kalender? Schreibst du ein, wann du was eingelagert hast oder wieviel davon und wo? Wie kann ich mir das vorstellen? Ich habe so eine Inventarsliste mal angefangen, bin aber schon nach kurzer Zeit damit durcheinander gekommen. Vielleicht komme ich mit deinem Konzept besser zurecht.

      Liebe Grüße
      Katharina

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