Weniger als 100 Dinge

Der "neue Minimalismus Lifestyle"

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
30. Mai 2013

Mal Hand aufs Herz, viele von uns haben doch so einiges an Zeugs im Laufe der Jahre angesammelt. Aber brauchen wir alles davon?

Wie oft hast Du schon ausgemistet und Dich von Ballast befreit? Es tut wirklich gut! Es gibt höchst interessante Studien, welche psychologischen Auswirkungen ein voll gerümpeltes Zuhause hat, und sei es nur all der Kram, der vermeintlich ungesehen am Dachboden sein Dasein fristet. Unterbewusst ist es für unsere Psyche nämlich sehr wohl ein Thema und kann uns beeinflussen. Physischer Ballast ist in gewisser Weise auch psychischer Ballast, der uns nieder drückt und uns unter Umständen in unserer Kreativität und unserem Mut für Neues hemmt.

Stell Dir mal vor: Weniger Zeug, dass man hin und her räumen muss, weniger, das man abstauben muss, weniger, dass man pflegen muss, erhalten muss, und somit weniger Geld kostet…

Von Gerümpel kann ich ein Lied singen.

Vor einigen Jahren, noch als Teenie hat mir meine Mutter, schmeichelhaft wie sie ist, ein Buch geschenkt. „Simplify your Life“ so der Titel. „Vielleicht hältst Du dann mehr Ordnung.“

Tja das sagt so ein bisschen was über unseren jeweiligen Ordnungssinn aus, nicht? ;)

Aber ich bin meiner Mama dankbar, denn in diesem Buch sind tatsächlich einige hilfreiche Tipps drinnen, und bisher habe ich dieses Buch auch nicht entrümpelt, weil ich es immer wieder mal zur Hand nehme um die Ideen mehr und mehr zu verinnerlichen. Denn das ist für mich gar nicht so einfach, bzw. hatte ich schonmal ein gewisses Level und bin dann ungewollt „rückfällig“ geworden.

Ausmisten und sich frei fühlen.

Zu gut kann ich mich erinnern, als Michael und ich vor unserem Umzug nach Tschechien richtig die Ausmist-Wut gepackt hat. Angestachelt von meinem damaligen Mitbewohner, der sich zum Ziel setzte „nichts mehr zu besitzen“ haben wir das auch recht gut hingekriegt für einen ganzen Hausstand… Naja „nichts mehr zu besitzen“ war jetzt nicht unser Ziel, aber dafür ist es schon um einiges weniger an „Zeug“ geworden und ich spürte, wie ich wieder durchatmen konnte.

Erstens kommt es anders…

Bei unserem Umzug ins Südburgenland kamen wir in ein Haus mit komplettem Hausstand. Sogar Zahnbürste und Seife fanden sich noch von den Vorgängern, die vor etwa 10 Jahren ausgezogen waren…

Tja, und obwohl erstmal Kistenweise das alte, unbrauchbare Zeug aus dem Haus flog, blieb doch viel übrig „Hm, das könnte man noch brauchen und das und das…“ – dazu kamen zig Geschenke aus der Verwandtschaft – irgendwann habe ich den Fehler gemacht nach etwas Gebrauchtem zu fragen und schon wird man mit 2nd Hand Geschenken überhäuft. Dankbar habe ich – dem alten Muster entsprechend – alles angenommen und merke erst jetzt, was sich da so alles am Dachboden angesammelt hat. Und es nervt. Allein der Gedanke da hoch zu gehen und auszumisten. Bah! Irgendwann werde ich es aber in Angriff nehmen, denn den Haufen zu ignorieren, hilft ja dem Unterbewusstsein nicht, wie wir bereits gehört haben ;)

Das Zeug auf eine Minimum reduzieren

Ich frage mich schon länger wie viel Zeug und vor allem welches man getrost weggeben kann. Nicht zuletzt für unsere Pläne ein möglichst kleines Haus zu bauen ist das relevant (da wir unseren jetzigen Hof ja nur pachten und da nicht für immer bleiben können).

Einer dieser Minimalismus-Gurus hat auch ein Buch über die 100-Things-Challenge (daher auch der Titel dieses Artikels) geschrieben. Also das Ziel, seine persönlichen (!) Dinge auf 100 Stück zu reduzieren (z.B. auch Klamotten). Nun ja, bleiben nur noch die 100.000 anderen nicht-persönlichen Dinge die alles voll stellen :D

Auch diese Neo-Minimalist*innen, die quasi nur noch aus dem Rucksack leben und vom Laptop aus arbeiten find ich ja irgendwie bemerkenswert.

Gut, für mich ist das aber keine Alternative, weil ich an dem Ding (Computer) eigentlich weniger Zeit verbringen will ;) Zudem spricht mich diese Art des Minimalismus weniger an, weil sie stark an Konsum ausgerichtet ist, wie soll das sonst gehen?

Foto eines Glases Wasser auf einem Holztisch.

„Weniger ist mehr“

Alles was Du hast, hat irgendwann Dich

Für mich gilt es einen Mittelweg zu finden. Michael und ich haben da schon oft diskutiert, wie das aussehen kann. Vor allem, weil man für die Selbstversorgung allein schon ordentlich viele Utensilien braucht. Man denke an allein an all die Lagerungs- und Haltbarmachutensilien. Schraubgläser und dergleichen bringen mich immer wieder auf die Palme, weil ich noch kein gutes Ordnungssystem gefunden habe :)

Und nichts desto trotz sind diese Hardcore „Minimalist*innen“ irgendwie eine Inspiration für mich, obwohl diese „Extremform“ aus dem Rucksack meist (!) mit einer sehr konsumistischen Lebensweise einher geht. Aber: Ich habe trotzdem Lust meinen persönlichen Kram auch wieder weiter zu reduzieren :)

Interessant übrigens ein Gedanke Erich Fromms, der bestimmte Minimalist*innen kritisiert hat, weil sie sich erst recht wieder am „nicht haben“ orientierten anstatt am „Sein“ :)

Wo es mir noch schwerfällt:

  • Kleidung (am Dachboden habe ich Kleidung, die eigentlich mein ganzes Leben lang reichen müsste, wenn ich nicht gerade 20 Kilo zulege… Welche Erfahrung habt ihr mit Kleidung aufbewahren für später? Zudem habe ich gerade Spaß am Upcycling und Umnähen entdeck. Ob ich die Zeit dann überhaupt aufbringe, ist die andere Frage…)
  • Bettwäsche und Handtücher (tonnenweise geschenkt bekommen, könnte auch für immer reichen ^^ Andererseits hat ja immer jemand zu viel davon und ist gewillt etwas herzuschenken und sogar froh drum…)
  • Manchmal Geschirr (ist mir meist schade drum, andererseits ist das auch so ein Utensil von dem jede/r zuviel hat, oder?)

Bei welchem Dingen es mir nicht schwer gefallen ist, sie weg zu geben:

  • CD’s: Besitze ich glaube ich gerade noch zwei oder drei. Vom Rest habe ich meine Lieblingsmusik auf eine Festplatte gespielt und mich von den riesigen Stapeln an Plastikquadraten befreit. Einen CD Spieler besitze ich schon lange nicht mehr.
  • Fernseher: Habe ich einfach irgendwann aufgehört zu schauen. Eine Tierschutzorganisation hat sich gefreut.
  • Bücher: Misten wir immer wieder mal aus. Da wir zu 99,9999% hier bleiben, sind sie in der örtlichen Bibliothek gut aufgehoben und wir können jederzeit darauf zurück greifen. Überleg Dir einfach wie oft Du ein bestimmtes Buch im letzten Jahr zur Hand genommen hast… Jedes Buch, das man weniger abstauben muss…. ;)

Einen Tipp für den Kleiderschrank hab ich noch (mein Lieblingstipp aus dem eingangs erwähnten Buch)

Überleg Dir (wie bei den Büchern) wie oft Du dieses oder jenes Shirt oder Kleid oder Hose im letzten Jahr getragen hast. Bei vielem wirst Du feststellen, dass Du es kein einziges Mal getragen hast! Wenn dem so ist: Weg damit. Bei den Stücken wo Du Dir unsicher bist, kannst Du ihnen eine Schonfrist geben und schauen ob Du sie wirklich anziehst.

Zumindest in meinem Kleiderschrank kann ich dieses Prinzip gut einhalten und habe viiiel Platz darin! Ich liebe es. Wenn ich mich jetzt noch entscheiden könnte, was ich mit den Sachen mache, die ich am Dachboden zwischengelagert habe… ;)

„Shopping“ Tipp

Und vor allem: Überlege Dir zehn mal, was Du Neues kaufen willst! Erst gestern habe ich wieder irgendwo gelesen, dass wir viel zu arge Spontankäufer*innen sind. Wenn Du einen Wunsch verspürst, schreibe ihn auf eine „Wunschliste“ und schau nach einiger Zeit wieder drauf. Oft verfliegen Wünsche einfach. Das klappt wirklich ;) Hab ich mal gemerkt, als ich meine Wunsch- bzw. Merkliste für Bücher durchgeschaut habe… Da hat sich nach einiger Zeit so eiiiniges erledigt ;))

Pack es an mit dem Ausmisten

Probier es wirklich mit dem Ausmisten. Es befreit unendlich. Gleichzeitig finde ich die Idee schön, für die restlichen Sachen, die wir behalten dankbar zu sein und sie wertzuschätzen.

Ich werde es demnächst denke ich beim Geschirr anpacken. Einfach auch mal Entscheidungen treffen. Und was packst Du an….? ;))

Hast Du Dir jemals Gedanken dazu gemacht? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Ich freue mich auf Deine Tipps und Denkanstöße :)

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Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

80 Gedanken über “Weniger als 100 Dinge

  1. Robert

    Hallo ihr Alle!!
    Finde es immer wieder bemerkenswert, wie viel sich darüber einig sind, und das Gefühl von mehr Freiheit oder auch Kreativität empfinden durch das „loslassen“ materieller Dinge. Wieviel dann im einzelnen bei jedem übrig bleibt, ist natürlich super individuell…..Ich beispielsweise lebe alleine, bin bis auf Ausnahmen auch sehr gerne OFT für mich und wenn dann doch mal mehr Leute da sind als es Geschirr gibt etc.wird halt improvisiert…..Seit jetzt fast einem Jahr besitze ich ca 50 Dinge, eben wirklich nur das ALLERNÖTIGSTE, und fühle mich sauwohl damit und habe viel mehr Zeit….in den Urlaub geht’s mit einem Rucksack, das ist einfach sehr viel entspannter, man kann immer mal was waschen, oder zur Not auch mal dazukaufen. Das heisst aber eben nicht, dass ich viel kaufen muss, da ich eben nur das nutze was ich gerade brauche. Falls wirklich mal ein Spitalaufenthalt ansteht und ich mehr Wäsche bräuchte, kann ich diese ja besorgen, oder mir bringen lassen.( Aber warum sollte man über solche „Eventualitäten“ sich vorher den Kopf zerbrechen), darum geht es nämlich hauptsächlich beim Thema Minimalismus, eben darum, im HIER UND JETZT zu leben. Und auch darum sich nur mit Dingen ( auch Menschen, Aktivitäten, etc.) zu befassen, die für einen selbst WIRKLICH wichtig sind.
    Im übrigen gibt es sooo viele Dinge die von “ Mehrfachnutzen“ sind, z.Bsp.das klassische Schweizer Messer ( Schere, Messer, Korkenzieher etc) oder die Neutralseife, zum Wäsche waschen, putzen UND Körperpflege….oder das berühmte Kaiser Natron….etc.etc.
    Klamotten….Wie viele „alte noch zum Schlafen “ – Tshirts braucht man denn schon?? Na ja, muss jeder für sich entscheiden, ohne die anderen dabei zu “ bewerten“….mir jedenfalls geht’s echt irgendwie besser mit so wenig….in diesem Sinne: liebste Grüsse an Alle da draußen!!!!

  2. Pingback: Weniger wird mehr - YOGA AKTUELL

  3. Angelyn

    Toller Artikel! Ich liebe es, auszumisten! :) Da ich in meinem Leben auch schon sehr oft umgezogen bin, stand auch das Ausmisten regelmässig an und auch sonst ist es mir wichtig, mich hin und wieder von Dingen zu trennen – es erleichtert wirklich sehr!
    Wenn ich sehe, wie viel Kram die meisten Leute so haben, je größer die Wohnung, bzw. das Haus, desto mehr Zeugs. Im Vergleich dazu besitze ich eine überschaubare Menge an Dingen, aber ich hätte es gerne noch reduzierter.
    TV-Gerät habe ich auch schon lange keins mehr, Musik habe ich auch nur noch auf Festplatte, Problem sind bei mir eher die Bücher (ich liebe Bücher! :) und alte Klamotten und Stoffe zum Umändern, bzw. Neues daraus zu nähen … da hat sich so einiges angesammelt. Leider ist es nicht so einfach bei uns, Bücher in die Bibliothek zu bringen, denn sie nehmen nur Bücher, die höchstens ein paar Jahre alt sind. Ich stelle die, die ich loswerden will, schon seit einiger Zeit bei Tauschticket ein und werde demnächst auch ein paar Bücher, Klamotten und andere Dinge in einen Umsonstladen bringen (danke für den Tipp!)
    Ich finde euren Blog übrigens sehr inspirierend! :)
    Liebe Grüsse
    Angelyn

  4. Sabine

    Hallo ihr Lieben!!!

    Ist das mit 100 Dingen wirklich ganz streng?
    Ich bin echt ein Bücherwurm und habe noch viele Bücher die ich noch nicht gelesen habe (allein das sind sicher 100). Ich kann ja nicht nur von Büchern leben. *hihi* Ich kleide mich also mit gelesenen Seiten *griiiiiins*

    Aber im Ernst… wie genau sollte man das nehmen?
    Wohl, je weniger umso besser… oder?

    Wie geht es euch mittlerweile dabei? Ist ja doch schon ein Jahr alt der Artikel :)

    Viele liebe Grüße
    Sabine

    1. Lisa PflegerLisa Beitrags Autor

      Hallo Sabine!

      Ich seh es einfach nur symbolisch und nehm das alles andere als streng ;) Ist eher immer wieder ein Anstoß für mich über meine materiellen Güter nachzudenken und ob es sich gerade gut anfühlt sie zu „besitzen“ :)

  5. Reinsch

    Kleine Wohnung, häufige Umzüge (ich wohne in meiner jetzigen Wohnung fast 2 Jahre, das ist schon ungewöhnlich…), das verhindert schonmal viel Ballast. So alle halbe Jahre bekomme ich dann doch den Rappel, wühle jeden Schrank durch und entscheide was bleibt, was verschenkt wird oder was in die Tonne kommt.

    Diese echten hardcore Minimalisten waren mir aber irgendwie immer suspekt. Denn in gewissem Sinne ist das ja auch Materialismus: Ob nun hamstern oder zwanghaft nix haben wollen, beide machen ihr Lebensglück an der Menge ihrer Besitztümer fest…

  6. Thalea

    Thema Geschirr ausmisten: Parties! Ich lebe alleine und wasche regelmäßig ab. Den Großteil meines Geschirrs brauche ich daher nie. Wenn ich dann doch mal ein paar Leute mehr zu Besuch habe, oder gar eine Party schmeiße, ist es fast schon wieder zu wenig! Ich denke durchaus manchmal, dass ich weniger Geschirr brauche als ich habe, aber wenn ich das jetzt alles ausmiste, dann müsste ich für solche Gelegenheiten ja doch wieder Einmalgeschirr kaufen. Das will ich nicht.
    Theoretisch könnte man ja bei den Nachbarn was leihen, aber das möchte ich nicht.
    Also stehe ich damit grade wieder am Anfang: Eigentlich irgendwie doch zu viel Geschirr für den Großteil des Jahres. Hm.

      1. Thalea

        Das ist auf jeden Fall ein Anfang. Da hab ich auch schon drüber nachgedacht. Dann ist’s zwar immer noch „zu viel Zeug“, aber irgendwie hat man zumindest schonmal angefangen und im Alltag mehr Freiraum. :)

  7. Urzi

    Hallo erstmal :)
    Ich finde deinen blogg wirklich interessant und inspirierend! Danke!
    Und zum Thema entrümpeln…ich weiß nicht ob das schon jemand gepostet hat, hab mir jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen…aber mich hat das Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston seeeehr inspiriert! Da las ich z.B. von der Idee Dinge, die man weg geben möchte aber an denen man doch noch irgendwie hängt (z.B. Erinnerung aus Kinderzeit), fotografieren kann damit man halt dann so die Erinnerung daran bewahrt. So fiel mir das Loslassen viel leichter!

  8. Frank

    Tja, DAZU kann ich was sagen….:-)

    Wie ich einem anderen Beitrag hier schon schrieb: Ich war mal einige Monate mit dem Auto in Europa unterwegs, um wieder (innerlich) gesund zu werden – hatte nur einen Rucksack mit Klamotten, ein paar Bücher und mein Fotozeug dabei.

    Als ich zurück kehrte nach Berlin in meine schicke Wohnung, war mir alles fremd. Auch vor der Reise und schon viele Jahre lang habe ich mein zeug gering gehalten, aber nach der grossen Reise war ich erstaunt, WIE wenig man wirklich braucht. Ich heben nichts mehr auf, was maximal ein Jahr nicht benutzt wurde. Das meiste wandert zu ebay ;-)

    Der Supergau war, als ich meine jetzige Frau kennenlernte (nach meiner grossen Gesundwerd-Reise), die bis dahin ein ganz anderes Lebensmodell hatte. Ihre ganze Wohnung voll, der Keller so voll dass man ihn nicht betreten konnte, alles war zugestellt. Lange Geschichte – aber irgendwie hat ihr gefallen wie ich lebte (ohne zu verzichten!), und etwa ein Jahr, etliche Flohmarktstände und hunderte ebay-Auktionen später ist das Problem gelöst. Es stimmt, viel Zeug zu lagern ist auch ein psychologisches Problem, soviel kann ich sagen, und fühle mich immer wieder bestätigt wenn ich sehe wie andere Menschen damit im Kern überfordert und vor allem belastet sind, es aber nicht wissen und nicht vor und nicht zurück können.

    Wir haben reduziert ohne Ende, aus Überzeugung. Und wenn ich nicht so ein paar Sachen bräuchte, um ein bisschen Geld zu verdienen als Fotograf, hätte ich auch den ganzen Kram SO nicht – wobei es da Kollegen gibt, wo das meistens auch sehr sinnlos völlig ausufert. Ist aber nen anderes Thema ,-)

    Hier bei uns wird NICHTS aufgehoben wasfür unsere Seelen keinen Wert mehr hat. Ich werd bekloppt wenn was rumsteht und keinen Zweck erfüllt ,-)
    Auf unseren Reisen merken wir es immer wieder, WIE wenig man braucht. Abgesehen davon wie billig man ohne wirkliche Einschränkungen leben kann….

    Und weil wir so leben, können wir 6 Monate im Jahr unterwegs sein, und in den anderen sechs Monaten ohne Druck das Geld für alles verdienen, ohne dafür 40 Stundden in der Woche uns irgendeinem unterwerfen zu müssen und daran krank zu werden.

    Collect moments – not things!

    ;-)

  9. Pingback: Ich will meeeehr!

  10. Bettina

    Ich hab auch schon vom Minimalismus gehört und finde das echt suuper. Nur – Minimalismus und Selbstversorgung geht NIE miteinander. Ich denk dabei gar nicht an E-Geräte und Kleidung (da fällt es noch leicht) aber dann bei Einmachgläser, Samenpäckchen, Anzuchttöpfe,… KAUFEN tu ich das Zeug´s ja nicht (ausser die Samen, die ich noch nicht selbst vermehre), aber trotzdem bekommt man extrem viel zusammen und die Dinge BRAUCHT man auch, wenn man was „ordentliches“ machen will und nicht mal so ein „Möchtegernselbstversorger“ sein will.

    1. Michael HartlMichael Hartl

      Da kommt schon einiges zusammen, das stimmt Bettina, aber die Grundidee des Artikels kann man trotzdem verfolgen. In allen Selbstversorgungs-Bereichen genauso wie in vielen weiteren Bereichen. Denkst Du nicht? Und eben sogar in genau dem Bereich des Selbstversorgens. Nimm als Beispiel Holz: Brauche ich fünf Sägen, drei Motorsägen, elektrischen Spalter und eine eigene riesige Tischkreissäge? Oder reicht weniger davon? Und manches nur ausgeliehen für die drei Tage im Jahr, die man das braucht (Tischkreissäge zum Beispiel)? Das ist minimalisitsches oder genügsames Denken auch in den Bereichen der Selbstversorgung. Das wäre zumindest ökologisches Denken und Handeln – egal ob Möchtegern oder nicht.

      1. Bettina

        Hm, da du gerade HOLZ ansprichst – mein Mann ist Tischler und der hat VIIIELE Holzbearbeitungsmaschinen.
        Aber ich weiß schon worauf du hinauswillst.
        Ich hab nur ein Problem, wenn Minimalismus, dann kann höchstens ICH dahin kommen, mein Mann ist ein angehender „Messie“ so nach dem Motto: Wenn´s nix kostet muss man´s nehmen und wegschmeißen können wir´s auch.
        Nur DARAUF kann ich lange warten. *seufz*

        lg Bettina

  11. Andre

    Hallo,

    und danke für den Artikel. Eine Frage habe ich allerdings. Du schreibst:

    "obwohl diese “Extremform” aus dem Rucksack meist (!) mit einer sehr konsumistischen Lebensweise einher geht." Was hat das mit einer konsumistischen Lebensweise zu tun?

    lg

    André

  12. Andre

    Hallo,

    und danke für den Artikel. Eine Frage habe ich allerdingd. Du schreibst:

    "obwohl diese “Extremform” aus dem Rucksack meist (!) mit einer sehr konsumistischen Lebensweise einher geht." Was hat das mit einer konsumistischen Lebensweise zu tun?

    lg

    André

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo André!

      Damit meinte ich "die MinimalistInnen", die den Minimalismus so auslegen, dass sie dadurch viel Geld sparen und deswegen um die Welt jetten können. Ich glaube einfach, "minimalistisch" leben heißt nicht gleich für alle ökologisch zu leben und möglichst wenig zu kaufen. Wahrscheinlich gibts da viele Richtungen und wahrscheinlich war meine Aussage auch sehr verallgemeinernd. In manchen Richtungen, scheint es mir ja schon sehr drum zu gehen möglichst wenig zu "haben" – aber das heißt ja nicht automatisch, dass ich meine 10 Kleidungsstücke, nicht ständig durch neue austauschen kann und die alten wieder hergebe, bzw. wenn ich nur am Reisen bin, stelle ich es mir schwierig vor immer nur Bio-Restaurants zu finden, die auch eine möglichst ökologische, Müllmeidende usw. Philosophie haben. Aber vielleicht tu ihn den Rucksack MinimalistInnen auch unrecht und war etwas voreilig? Ich weiß es nicht :)

  13. Arne

    Auch für mich ist das – beinahe schon jährlich rituelle – ausmisten etwas dass für mich immer wieder etwas "reinigendes" hat. Jedes Mal bin ich darüber erstaunt dass es wieder etwas gibt dass weg kann. Da tauchen Sachen auf die ich tatsächlich schon eine Weile mit mir herumtrage oder es sind gut gemeinte Geschenke. ;)

    Und zu sicher 99% der Sachen die ich dann entsorge habe ich eine Verbindung und weiß wann es seinen Weg zu mir gefunden hat und was ich ggf. damit machen wollte.

    Spannend sind auch die Sachen die man mal intensiv nutzte wie eine Fotokamera oder ein Basketball, welche nun aber schon seit ein paar Jahren in einer Kiste den Dornröschenschlaf schlafen und auf einen Prinzen wartet um wieder zum Leben er-geküsst zu werden.

    Kennst Du das auch? Du nimmst dann so etwas in die Hand und plötzlich hältst Du inne denn die Stimme in Dir meint: "Is ja noch gut! Werd ich sicher schon bald (wieder) brauchen!" oder toll find ich auch: "Wenn ich es jetzt weg gebe, dann werde ich es sicher brauchen und mich dann darüber ärgern es weg gegeben zu haben!". Ach ja … der Plappermann kennt schon viele Tricks. ;)

    Vor einigen Jahren als ich noch sehr nomadisch umhergesiedelt bin, eine Zeit lang an einem Ort verweilend und dann doch weiterziehend, habe ich beschlossen nur noch ganz wenige Dinge zu "besitzen". Denn durch die vielen Umzüge habe ich bemerkt wie anstrengend es ist jedes mal so viel Zeug einzupacken, zu transportieren und dann wieder auszupacken… boa fand ich das nervig! So habe ich dann bei jedem weiteren Umzug ausgemistet, besitze nun im Verhältnis zu anderen heute sehr wenig und bewohne 22m² unter einem Dach: mein Eichkätzchenkobl.

    Ich kann das regelmäßige ausmisten, verkaufen oder herschenken von Sachen aber auch das "wegwerfen" von alten Dingen aus der Vergangenheit nur empfehlen.

    Hach … dazu fällt mir ja noch ein passendes Lied ♪ ♫ ein: http://www.youtube.com/watch?v=_UE-s39Ajnw

    Viel Spaß beim reduzieren!

  14. Daria

    Ausmisten ist in vielen Hinsichten ganz sicher befreiend – sogar in der Bibel steht metaphorisch: "nicht vom Brot (dh nicht vom Materiellen) allein lebt der Mensch" oder auch: man sollte eher "Schätze im Himmel", das heißt geistige Schätze, statt materiellen, sammeln, doch ich könnte meine Bibliothek mit den unzähligen "wertvollen" Büchern nicht so leicht hergeben da sie mir noch so gut dienen :) – gute Bücher sind sehr wichtige Begleiter – dann mal lieber nur 2 Kleidungsstücke, dafür 100e gute Bücher besitzen :) – ohne Lesen verlernt der Mensch das Denken…

    ich bin also eher der Ansicht, man sollte ganz sicher bei den Dingen ausmisten, die unserer Entwicklung schaden, oder die im Überfluss da sind – "Klumpert", Kleidung, Schmuck etc etc – aber die anderen, die unserer Seele gut tun, behalten – doch auch an ihnen sollte man nicht zu sehr haften, denn die wahren Schätze, wie Liebe, Freundschaft, Tugend, Wahrheit, etc kann man nicht "anfassen" :)

  15. Timea Griffiths

    Hallo Lisa,

    herzlichen Dank für diesen tollen motivierenden Artikel. Ich habe vor einigen Jahren ein Buch über dieses Thema gelesen. Leider fällt mir der Titel nicht ein,

    Der Protagonist hatte immer eine konstante Anzahl von Habseligkeiten und musste sich deswegen vor einem Kauf eines neuen Gegenstandes entscheiden, ob diese neue Sache mehr Wert hat, als eine andere, die gerade in seinem Besitz ist. Ein Buch kommt, ein anderes wird verschenkt.

    Wichtig dabei wäre, dass man Dinge nicht im Müll entsorgt, denn eventuell könnte jemand auf der Suche nach genau diesem Ding sein. Ein Hoch auf ebay & co.

    Ein fröhliches Entrümpeln an alle,

    Timea

  16. Chrissie

    Oh! Ihr schreibt über mein Lieblings-Thema.

    Ich werbe ungern so offensichtlich für meine eigene Seite, glaube aber – dass ihr grade zum Thema unnötigen Konsum – viele anrengende Gedanken finden könntet.

    Especially @Lisa: Google mal nach Project333, das find ich zum Thema Kleidung grandios!

  17. Albert

    Hallo Lisa,

    ich habe mich schon vor einem Jahr mit diesem Minimalismus beschäftigt. Ich bin über http://www.heidemarieschwermer.com/ darauf gestoßen. Von der Grundidee war ich begeistert, allerdings bin ich draufgekommen, dass es doch nicht so funktionieren kann und die Idealisten immer auf Freunde und Helfer zurückgreifen.

    Selbst wenn ich für eine Woche verreise hab ich mehr als 100 Dinge mit.

    Ich habe mich von der Einstellung abgewandt, dass Dinge eine Belastung sind sondern sehe meine Sachen eher als Basis welche bei entsprechender Ordnung und Lagerung keine Zeit kosten. Sollte wirklich eine Krise auf uns zukommen, dann gilt je mehr Güter vorhanden sind desto besser. Sei es zum Eigengebrauch oder als Tauschgegenstände. Außerdem habe ich gerne gewisse Sicherheiten. Z.B. habe auch ich meine Lieblingsmusik und Lieblingsfilme auf dem PC, jedoch alles doppelt CDs/DVDs und dreifach (externe Backupfestplatte). Mir ist schon einmal eine Festplatte kaputt geworden und alle Daten waren verloren. Dafür gibt es viele Beispiele, es ist halt ein gewisses Gefühl der Sicherheit. Natürlich ist es keine Tragödie wenn dann halt alles weg und verloren ist, aber es wäre trotzdem schade darum.

    Ob man mit 100 Dingen lebt oder 100.000 hat ist kein Indikator zum Glücklichsein. Es geht um die innere Einstellung und wie man sein Leben führen will und nicht um tote Materie. Ich finde eher Zielstrebigkeit und die Konzentration auf das Wesentliche wichtig, dann ist es egal, ob die unwichtigen Dinge verkauft, verwahrt oder verschenkt werden – oder einfach nur links liegen bleiben und keine Beachtung finden.

  18. kristina

    …warmes Wasser? (Einweichen) Alkohol? Mit einem Bürstchen schrubben? in meinem extrem feuchten Keller verschimmeln die Papieretiketten immer, deshalb klebe ich sie nicht auf, sondern beschrifte direkt das Regal…

  19. Mimi

    Liebe Lisa, danke für deine wirklich supergut anregenden Artikel. Nach diesem hab ich damit angefangen, meine kleine Wohnung zu entrümpeln, viele schmerzhafte Erinnerungsstücke weg geworfen und Ordnung zu schaffen. Dabei ist mir aber leider, leider, sehr bewusst geworden, dass ich aufgrund meines Berufes gar nicht soviel wegwerfen/- geben kann. Ich arbeite vor allem mit behinderten bis schwerst-mehrfach behinderten Kindern; es fehlt für die Betreuung oder Therapie immer an Materialien zum Basteln, Vorlesen, Erfühlen, Erfahren.

    Letzten Endes hatte ich heute eine RIEEEEEEEEEEEESIGE Kiste voll mit Sachen, die ich dafür noch verwenden kann. Es gefällt mir gar nicht, weil ich es ja eigentlich loswerden wollte, und andererseits weiß ich, dass ich sie nach und nach aufbrauchen und dann wieder erweitern werde.

    Aber irgendwie… gehts mir jetzt besser :) hab auch wieder viele Upcycling Ideen dabei entwickelt, also nochmal: Vielen Dank dafür!!!

    Liebe Grüße an alle anderen, Mimi

  20. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

    Hallo Maria!

    Da geb ich Dir vollkommen recht ;) Mein Computer ist ein Chaoshaufen … ^^ Und genau das was Du schreibst dachte ich mir auch schon oft… Danke, dass Du das angeregt hast!

  21. Barbara

    Liebe Lisa,

    was soll ich sagen – das Thema beschäftigt mich auch schon lange. Was ich dir dazu beitragen kann passt jetzt vielleicht nicht in das Hohelied des Ausmistens. Denn ich habe drei Kinder und bin mehrfach komplett umgesiedelt (zwischendurch nach Afrika und zurück). Ich habe immer großzügig ausgemistet teils notgedrungen, teils mit Freude. Was mir in letzter Zeit auffällt (ich werde dieses Jahr 43), dass ich selber doch vieles Weggeworfene vermisse. Schon allein als Upcycling-Ideenrampe hätte ich gerne noch viele weggeworfene Bettbezüge etc.pp.

    Wichter aber noch: Elternhäuser sind immer Erinnerungsstätte für die flüggewerdenden Kinder. Wenn es nicht gerade auch ein Umzug ist, der Eltern zum erneuten Loslassen zwingt, so sollte man doch vielem Angesammelten, das beim Erwachsenwerden plötzlich überflüssig wird, seinen Raum lassen – weil es später doch häufig schönes und auch nötiges Erinnern hilft. Wenn z.B. dann die eigenen Kinder unterwegs sind und der/die junge Erwachsene sich der Frage stellen muss, was an der eigenen Kindheit gut oder schlecht war. Was man weitertragen und was man hinter sich lassen will. Ich weiß, dass das jetzt eine streitbare Meinung ist: Eltern und insbesondere Mütter sind auch Hüter der Erinnerungen. Da sind auch Briefe gut, Bücher, Spielzeug, Bilder. Ich denke natürlich nicht, dass man ALLES aufbewahren muss. Aber Dinge, von denen ich mir sicher bin, dass sie eine Bedeutung haben, hebe ich für meine Kinder auf. Wie passt das zusammen mit "simplify your life"?

    Ich bin gespannt auf deine Meinung.

    Gruß,

    Barbara

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Liebe Barbara!

      Interessant was Du schreibst. Also ich denke – und so versuche ich es auch selbst hand zu haben – von den viiiiiiele Erinnerungsstücken, nur wenige, sorgfältig ausgewählte, einfach "die schönsten" aufzuheben. Das ist eh auch ein Tipp aus dem Büchlein… Wenn Du Dir all die Sachen ansiehst, die Du für die Kinder aufheben möchtest, überleg Dir einfach was die schönsten Teile davon wären. Ich hatte z. B. an die 20 Geburtstagskarten von meiner Oma – und jede einzelne hat ihren Wert. Aber wenn Du nun eine davon, nämlich DIE schönste aussuchst (schön im Sinne von besonders wertvoll, das kann auch – wie bei mir – ein besonders schön gemaltes Herzchen in einer Karte sein), was meinst Du welchen Wert diese Karte da hat? Vor allem, wenn es nur diese eine gibt? Sie wird sowas von besonders… Weil Du auch die "Schulhefte" von einem anderen Post erwähnt hattest… Was spricht dagegen eines davon aufzuheben? Oder vielleicht sogar nur eine Seite davon? Ich verstehe durchaus den Reiz daran, dass Kinder mal wissen wollen, "Welche Schrift hatte meine Mama, als sie selbst Kind war" – sowas hat mich immer total interessiert und ich freue mich auch, dass meine Mama sowas aufgehoben hat. Nur denke ich, dass mir damals als Kind auch einfach nur ein einziger Zettel gereicht hätte um das mal zu sehen. Oder ein paar Aufsätze, die meine Mama damals geschrieben hat.

      Einfach die besonderen Dinge – die Rosinen im Kuchen – raus picken (okay nicht jeder mag Rosinen, aber ich hoffe das Sinnbild kommt an *g*)
      Versuch einfach selbst ein Gefühl zu bekommen, was – und vor allem wie viel davon – Kinder mal interessieren könnte. Was hat Dich interessiert?

  22. Pingback: Ohje, so viel zum Thema “schleifen lassen”. ;)Auch | Aufraeumblog

  23. maria

    hallo lisa!

    ja, supertolles thema, da bin ich auch grad voll interessiert dran. mir ist eine überlegung gekommen, als du vom cds-wegschmeißen und die-lieder-auf-der-festplatte-haben geschrieben hast. ich weiß nicht, diese endlosen speicher von pcs sind glaub ich eigentlich auch relativ verfänglich.. natürlich, sie verbrauchen keinene physischen platz, aber andererseits unterstützen sie uns schon sehr in der tendenz zu horten und ausmist-entscheidungen zu umgehen. ich hab zb etliche alben auf meinem laptop, in die ich noch nicht mal reingehört habe.. dasselbe mit den fotos. hab grad vor kurzem mal wo gelesen, dass diese übermengen an digitalen fotos ja eh kaum angesehen werden und uns das durchklicken durch eine masse an oft nur mäßig qualitativen fotos eigentlich eine menge zeit raubt. hab nach lektüre des besagten artikels beschlossen, wieder auf analoge fotographie umzusteigen :)

    wie auch immer – alles in allem glaub ich, dass man auch die persönlichen digitalen besitztümer bewusst auswählen und aussortieren sollte..

  24. Liliamar

    Wenn ich so darüber nach denke, haben wir natürlich auch viel zu viel von allem. Ich denk immer daran, dass alles einmal produziert wurde unter Einsatz von Rohstoffen und Energie. Wenn ich das jetzt wergschmeisse müssen meine Kinder das wieder neu kaufen und es muss wieder neu produziert werden. Im Gegensatz dazu ist es nur eine Last, sich um so viele Dinge kümmern zu müssen.

    Schließlich will ja alles in Ordnung gehalten werden. Ich dank dir für den Schubser in die richtige Richtung. :D

    Das werde ich jetzt anpacken. Wir haben um die Ecke einen Verschenkeladen (die freuen sich bestimmt)

    Mit Büchern ist das so eine Sache. Vor 50 Jahren gab es kein Internet, wie sieht es IN 50 Jahren aus? Wenn Google ein Monopol auf Wissen hat, weil keiner mehr Bücher hat und das Internet irgendwann so privatisiert ist, dass es sich nur eine Elite leisten kann, dann sind Bücher wieder Gold wert. Vor einem Jahr hab ich die Bücher aussortiert, die wir thematisch doppelt hatten (Mein Mann und ich haben das Gleiche studiert), Jetzt haben wir noch die Hälfte.

    Mit vielem anderen ist es so, dass ich oft neu gegen alt tausche, weil die gewollte Obsuleszenz bei den alten Sachen halt noch nicht gewollt war. Letztens hab ich eine alte DDR Küchenraspel mit Kurbel gegen 4 Erdbeerpflanzen getauscht. Ich hab mich gefreut wie ein Kind.

    Lagern von Lebensmitteln ist in unseren Breitengraden ja überlebenswichtig. Das wir es derzeit nicht selbst machen, sondern den großen Ketten überlassen, macht uns ja nur abhängig. Ich ahb mir fest vorgenommen mind. 50 Gläser Apfelkompott einzumachen. Da hab ich im Winter schon zwei Mahlzeiten pro Woche die aus Kartoffelpuffern oder Mohnnudeln und Apfelkompott bestehen. Ich will ja nicht missionieren, aber jeder, der ein bisschen Keller hat, sollte sich eine Kartoffelhorde hinstellen und ein Regal für Kompott. Das bringt dich über den Winter , falls die Krise kommt (mir ist irgendwie auch so)

  25. Babsi

    Leibe Maron,

    ich finde Lebensmittel"horten" wenn der Raum dafür zur Verfügung steht eine gute Idee (vorhandene/drohende Wirtschaftskrise hin oder her). Neben der Lagerung von selbstangebautem, ist es auch eine Möglichkeit für Städter (wie mich), die kaum den Platz haben selbst anzubauen, Lebensmittel, dann wenn sie Saison haben, regional und doch auch relativ günstig zu erwerben und das ganze Jahr etwas davon zu haben. Ich denke auch gerade haltbar gemachte Lebensmittel (sofern sie wirklich gegessen werden und nicht nur im Regal von links nach rechts geschoben werden, weil man sie nicht wegschmeißen will, aber auch nie essen wird) sind eine der wenigen Sachen, bei denen man ruhig lagern (das Wort ist schöner als horten) kann. Und wenn man mal den ganzen unnötigen Schnickschnack ausgemistet hat, ist auch gleich viel mehr Platz dafür ;)

    liebe Grüße

    Barbara

  26. Maren

    Ich reduziere immer mehr die Elektrogeräte in der Küche, besorge mir stattdessen stromlose Alternativen. Wir kochen auch ein, haben aber einen großen Gasherd (Flaschengas)- also brauchte ich einen nicht elektrischen Einkochtopf und hab ihn gebraucht für 10 Euronen auf Ebay geschossen. Gläser haben wir im Haus reichlich gefunden, das wir gekauft haben vor etwa 5 Jahren, da brauchten wir nur noch Einmachgummis und Deckelklammern kaufen.. Wir misten regelmäßig den Keller und die Garage aus – den Dachboden haben wir als Gästebereich ausgebaut, da gibt es keinen Lagerraum mehr. Ich habe auch mein Geschirr reduziert – eins für Alltag und eins für "GUT"! :)

    Ansonsten hab ich alle schädlichen Kochgeschirre (Aluminium und antihaftbeschichtet, Plastik) entsorgt und habe nur noch Töpfe und Pfannen aus Edelstahl, Guß- und Schmiedeeisen und Email. Die tuns genauso gut, wenn sie richtig "eingebraten" werden und halten ewig!

    Klamotten: Einmal jährlich werden die Schränke ausgemistet und alles, was a) nicht mehr passt (bei den Kids) und b) mehr als ein Jahr nicht mehr getragen wurde fliegt raus und landet in der Altkleidersammlung oder bei guten Sachen im örtlichen Caritas-Secondhandladen.

    Ich liebe Lesen! Früher habe ich mir ein bis zwei Bücher pro Monat gekauft, aber zur Euroumstellung 2001 wurde mir das zu teuer. Selbst Taschenbücher, die vorher um die 8 Mark kosteten, kosteten auf einmal um die 8 Euro und das hab ich nicht eingesehen! Unser Einkommen hatte sich ja nun nicht schlagartig verdoppelt! Seitdem habe ich einen Büchereiausweis – gut manchmal muss man auf ein Wunschbuch etwas warten, aber es ist so was von preiswert! :)

    Nur meine absoluten Lieblinge kaufe ich noch. Auch die Kleinkinderbücher aus den Regalen der Kinder habe ich entsorgt. Liest eh keiner mehr und meiner Schwester waren gebrauchte Kinderbücher nicht fein genug! Wenn ich sehe, dass meine Schwiegereltern sogar die alten Schulhefte ihrer 4 Kinder aufbewahrt haben, wird mir schlecht. Die Schulhefte meines Mannes haben sie dann vor zwei Jahren hier kistenweise abgeliefert, weil sie doch endlich ihren Dachboden leer haben wollten (So ein Scheiß, wir hatten gerade den Keller aufgeräumt! Hab ich gleich, als sie wegwaren und mein Mann noch einen Blick drauf geworfen hatte in die Papiertonne entsorgt. Nostalgie hin oder her, das war echt zu viel des Guten! :)

    Der Keller wurde ausgemistet, als wir ihn gefliest haben letztes Jahr, steht trotzdem noch zu viel rum! Allerdings habe ich jetzt einen toll organisierten gefliesten, sauberen Vorratsraum mit Metallregalen an den Wänden, wo alles an Vorräten seinen Platz hat! Und ich kaufe nur noch nach, was wir verbraucht haben. Ich traue der Politik nicht, da braut sich meiner Meinung nach ein wirtschaftlicher Zusammenbruch zusammen, der sich gewaschen hat. Also hab ich Vorräte für etwa 1 Monat da unten.

    Ja es ist ein Kreuz mit dem Ausmisten und mich wundert es jedes Jahr wieder, was ich allein an Klamotten aus den Schränken hole! Unser Garten ist sehr groß (etwa 1500 qm), wovon etwa 400 qm bebaut oder gepflastert sind, allerdings war er sehr verwildert. Momentan kommen alle paar Tage mal ein paar Gärtner vorbei, die uns helfen, Büsche und Bäume zu beschneiden und eine große Ecke für ein Gemüsebeet freizumachen, aber da müssen noch die ganzen Baumwurzeln aus dem Boden. Dann kann es richtig losgehen mit der Selbstversorgung. Schnellkomposter hab ich auch schon aufgestellt.

    Ach ja, dieses Jahr wollen wir, wenn irgendwie möglich noch einen großen gemauerten Grundofen mit Backfach ins Wohnzimmer bauen! So dass wir in der Übergangszeit (Herbst/Frühling) die Heizung nicht mehr so viel brauchen.

    So sieht es aus – je älter ich werde, desto mehr setze ich auf Qualität, statt auf Quantität! Gerne auch gebraucht! Ist wesentlich preiswerter und macht mir nichts aus.

    Grüße, Maren

  27. daniel

    hi lisa,

    im aktuellen brand eins gibts zum thema auch gerade wieder einen artikel, allerdings mehr der minimalistische ansatz (btw: die aktuelle ausgabe ist auch sonst sehr interessant, auch für euch, glaube ich). wer nen hof hat, sich etwas selbst versorgt oder kinder hat, kann wohl kaum mit 100 sachen leben. die idee dahinter ist aber zweifelsohne sehr gut. vermutlich besitzt fast jeder von uns mitteleuropäern zu viel. und nutzt das eigentum zu selten. verschenken ist eine super sache. für dinge, die ich aber tw. leider mal etwas mehr geld ausgegeben habe, fällt mir das aber mitunter schwer. naja, ebay & co. freuen sich über mich :-/

    ich freue mich jedenfalls über deinen artikel, dessen thema mich die letzten wochen auch wieder verstärkt beschäftigte, und auch über einige gute anregungen in den kommentaren.

    vielleicht ein tipp von mir: wer beim bücher und cd-ausmisten amazon nicht noch reicher machen möchte, der könnte booklooker nutzen. die haben minimale verkaufsgebühren.

    gruß, auch an michael :-)

  28. Tina

    Ich habe das hier – Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags (Karen Kingston) –

    gelesen und fand es klasse. Allerdings hat es nicht viel mit Feng Shui zu tun. Über Gerümpel steht echt viel drin: Was für Arten es gibt, welche Auswirkungen es hat und wie man es angehen kann. Mir hat es geholfen.

  29. Sonja Strutzenberger

    Hallo, Lisa!

    Also dieses Thema ist auch bei mir ein Thema für die SEHR nahe Zukunft!!!! Schon seit zwei Jahren nehme ich mir vor, den Dachboden zu entrümpeln, d.h. überhaupt mal nachzuschauen, was man dort so alles gebunkert hat! Auch Tuppergeschirr (ziemlich alt, etc…) Kaffetassen, Souveniers usw….. Man müllt sich wirklich die Bude voll. Daher werde ich einige Deiner Tipps beherzigen. Vor allem werde ich jetzt mal alle 30 Kommentare durchlesen, vielleicht finde ich da ja auch noch gute Ideen!

    Mit der Kleidung ist das auch so eine Sache. ABER – einmal muss man beginnen AUFZURAUMEN und Platz zu schaffen.

    Super, Dein Blogg!

    GGLG, Sonja

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Ja, das hast Du recht Sonja, irgendwann muss man anfangen. Allerdings ist es auch ein guter Tipp, sich nicht alles auf einmal vorzunehmen, sondern eher Kiste für Kiste zwecks Motivation und Durchhaltevermögen :D

  30. Birgit

    hallo, lisa,

    wir sind bei unserem umzug draufgekommen, dass wir im keller der wohnung schachteln hatten, die wir beim einzug dort mal zwischengelagert hatten. 7 jahre haben uns die dinge nicht gefehlt. im haus haben wir sie vorübergehend im keller untergebracht – war ja größtenteils alles in ordnung. nach weiteren 4 jahren hat sich letzten sommer das caritaslager eisenstadt über 4 caddy-kofferraum voll wirklich gute tolle sachen gefreut – und wir haben immer noch viel zu viel zeugs. ;-)

    von einigen "hoffnungshosen" kann ich mich leider noch immer nicht trennen, das sind die, wo ich die hoffnung habe, dass ich doch noch irgendwann reinpassen werde. zum upcycling / umnähen bin ich leider zu unbegabt. aber letztens war ich furchtbar traurig, asl meine lieblingshose nach 12 jahren ihren letzten weg angetreten hat. den schnitt kriegst heute leider nirgends mehr.

  31. M21

    Vielen Dank für den ausführlichen Artikel!

    Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie andere an das Thema herangehen – und habe mich in vielen Punkten wiedererkannt :-).

    Mir macht die emotionale Aufladung der Dinge oftmals zu schaffen – manchmal steckt selbst in einem alten T-Shirt jede Menge Geschichte. Dann hat man Angst, auch einen Teil seiner Erinnerungen damit wegzuwerfen und zu verlieren.

    Liebe Grüße von M21.

  32. Susanne

    Ja, ich habe auch Riesenlust zum Weiterausmisten und Wegschmeissen – weniger ist mehr!!!

    Ich kann euch die englischsprachige Webseite: miss minimalist – http://www.missminimalist.com
    empfehlen, falls noch nicht bekannt, die – wie ich finde – sehr gut geschrieben ist und gute Inspirationen liefert. Es ist nicht einfach in dieser konsumorientierten Welt weniger zu wollen und bewusst gute Qualität zu kaufen, die lange hält, reparierbar ist und langfristig den Geldbeutel weniger belastet. Nur 100 Sachen zu besitzen finde ich auch bewundernswert, aber es ist schon super, wenn man sich einfach bewusster wird, was man so alles um sich herum hat und regelmässig entscheidet, ob man es braucht oder nicht. Eine tolle Website ist auch Tammy Strobel from " rowdy kittens", die in einem tiny house lebt und zeigt wie es geht. http://rowdykittens.com/blog/
    Aber auch im Internet – weniger ist mehr!

    Viele liebe Grüsse

    Susanne

  33. Maria

    liebe lisa, ja, die bewältigung unserer Vergangenheit ist ein großes Thema, denn in all den stücken steckt ein Stück leben von uns-verbunden mit dem leben anderer, mit erfolg und mißerfolg, glück und traurigkeit usw. Aber wenn ichs erfahren habe und daraus die leheren gezogen habe, es also in wissen und weisheit verwandelt habe, brauch ichs nicht mehr. so habe ich meinen besitz über die vergangenen 6 jahre von ner voll gestellten 100-m²-wohnung auf ein 25m22222 weinberghaus zusammenreduziert. als ich in berlin die letzten umzüge zu bewältigen hatte und mich stückweise aus dem berufsleben zurückzog, um nach ungarn zu gehen, nutzte ich jede gelegenheit, zu reduzieren. und zuletz blieb nur ne kleine aufs leben abgestimmte menge übrig. anziehsachen so, dass einmal winter und einmal sommer für stadt (oder auchmal Theater) und das meiste fürs leben auf dem weinberg da ist. bettwäsche 4x zum wechsel, ebenso alle sonstige hauswäsche, geschirr: bunte sammlung an bunten kaffeetöpfen und tellern, zusammen so, dass ich 6 leute am tisch haben kann… mehr platz ist eh nicht im haus. bücher, von den knapp 10000, die ich hatte, hab ich die meisten verschenkt, etwa 100 nun mitgenommen,, darunter viele gartenbücher und weisheitssachen, ansonsten tausch ich mit freunden aus..

    paar videos und viel musik auf demlaptop und ein radio, na das wars schon. und dazu das gartentechnikmaterial..

    ich vermisse nix. wenn die werbung kommt, schau ich ab und an bei lidl, aldi und tesco rein, aber bis auf dringend notwendige gartenutensilien hat außer gummistiefeln noch nix dringend zu mir finden müssen. Nun warte ich aufs schöne wetter, will das haus innen neu streichen, da wird sich in paar ecken wieder was finden, was weg will ;-).

    und was den vorrat anbelangt, hab nen gro0ßen keller, wo in nem regal alles gut sortiert steht..

    dir weiter viel freude. und danke fürs teilen.maria

  34. Dietlind "Waldf

    Das Buch habe ich mal aus einem Second-Hand-Buchladen mitgenommen. Fand ich auch hilfreich. Sollte ich mal wieder aus dem Regal holen :-)

    Mit dem Ausmisten von Klamotten hatte ich grade ein schönes Erlebnis:

    Mitte letzten Jahres habe ich meine Hosen ausgemistet, aufgeteilt in "passt gut", "passt vielleicht irgendwann wieder" und "das wird wohl nichts mehr". Von den letzeren hat meine Nichte welche mitgenommen und auch an Freunde weitergegeben. Neulich kam sie mit einer dieser Hosen. Der Freund hatte sie ihr zurückgegeben, weil sie ihm inzwischen zu eng ist und sie die Hose mit zum Umsonst-Laden nehmen wollte. Da ich seit Dezember aber erfolgreich 1kg pro Monat leichter geworden bin, hab ich sie gleich anprobiert und – sie passt wieder :-)

  35. Josi

    Liebe Lisa, lieber Michael!

    Apropos Schraubgläser:

    Ich mach es so: Ich reinige sie nach jeweiligem Gebrauch vollständig, befreie diese auch v. jeglichen Etiketten, (ich wasche sie samt den Deckeln im Geschirrspüler mit),

    vollständig trocken verstaue ich sie für die Lagerung nach und nach in einer großen, peinlichst sauberen, dicht verschließbaren

    " Plastikbox" – es gibt halt nichts Besseres – !

    Danach kann ich die Gläser bei Bedarf sofort hernehmen um sie mit fertigem, kochend heißem "Abfüllbarem" zu füllen um dann noch die Deckel, die ich bei Verwendung allerdings auskoche, danach verschließe ich die Schraubgläser. Ich koche die Deckel deswegen aus, weil ich 1. die Gläser bis zum Rand fülle, die Gläser aber nach dem Zuschrauben nicht mehr stürze. Deswegen bleibt der Innendeckel sauber!

    Lg Josefa

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Ja die guten Plastikboxen… Bei uns sind sie für Lebensmittel im Moment auch unverzichtbar, obwohl es gar nicht so einfach ist welche komplett ohne kleine Schlupflöcher für Mäuse zu finden… Aber ohne diese Boxen gabs immer wieder böse Überraschungen ^^

      Hast Du vielleicht noch nen Tipp, den ich nicht kenne für Gläser wo das Etikett einfach nicht runter will? Möglichst ohne chemische Bomben? :)

      1. Gabi

        Ich hatte viel Erfolg mit einer 1:1 mischung von Kokosnussöl und Natron. würd vorher versuchen das meiste vom papier mit heißem Wasser runterzulösen, dann Mischung drauf schmieren und runterreiben…bei hartnäckigeren etiketten länger einwirken lassen und dann reiben.

      2. Josi

        Liebe Lisa!

        Ich spüle das Schraubglas sofort nach Verwendung aus, fülle es mit kaltem Wasser und stelle es sofort in ein mit kaltem Wasser gefülltes Gefäß. Bei Bedarf lasse ich das oder die Gläser über Nacht einweichen.

        Dann schabe ich die hartnäckigsten Klebeetiketten mit dem Messerrücken u. ev. danach noch mit einem Drahtwaschel ab, falls nötig. Damit bring ich alle Reste restlos und ganz einfach von den Gläsern. Erst dann gebe ich sie in den Geschirrspüler. Ich mag nämlich keine "alten, früheren" Etiketten, egal was für welche das auch sind.

        Chemische Mittel wünsch ich mir manchmal beim Entfernen der Klebereste von den Deckeln.

        Oft hat man allerdings Deckel in der passenden Größe eh schon in der Überzahl im Haushalt, deswegen gebe ich dann einige gleich zum Müll.

        Lg

        1. Liliamar

          Das mit den Gläsern mach ich auch so, gerade die großen Apfelmus-Gläser sammel ich fleissig und natürlich die kleinen auch, für Pesto, Marmelade und AntiPasti.

          Grad gestern hatt' ich wieder ein Gurkenglas wo das Etikett nicht ab wollte, trotz Einweichen unter Wasser. Da hab ich den Sparschäler rumliegen sehen, der vom Kochen noch da lag und es klappte sehr gut. Ich hab das Etikett abgeschält.

      3. Claudia sagmeister

        Hallo liebe Lisa ! Schön , wieder von Euch zu hören .
        Ich habe ein kleines Küberl für das Besteck neben der Abwasch stehen , da kommt das gewaschene Einmachglas , mit sauberem Wasser gefüllt hinein , sowie das Wasser vom letzten Abwasch . Das bleibt bis zum nächsten Abw. stehen , da löst sich meist schon das Etikett, und den Kleber entferne ich mit dem Schaber für die Herdplatte .
        Hatte schon ein paarmal dieses Problem bei neue Schuhen , wo sich innen auf der Lauffläche ein Etikett gelöst hat und bei jedem Schritt der Kleber am Fuß kleben bleibt und wieder löst (sehr unangenehm ) , da habe ich Mehl eingestreut und damit weggerubbelt . Liebe Grüße eure Claudia

  36. Gabi

    Ich muss dieses Thema auch vor meinem großen Umzug angehen. Hab's immer wieder schon gemacht und trotzdem neige ich zum hamstern. Das liegt bei mir in der Familie, obwohl ich's auch sehr befreiend finde weniger Dinge um mich zu haben. Mit dieser Einstellung hab ich die letzten Jahre immer weniger gekauft, und auch eine 'Wunschliste' geschrieben. Man kann dann wirklich oft was streichen. Viele Dinge die in den letzten Jahren dazu gekommen sind, habe ich geschenkt bekommen. Einiges könnte wieder weg, aber ich hab auch immer den Gedanken, dass ich das auch mal brauchen könnte für das 'Selbstversorgerdasein', dass ich leider noch nicht im dem Ausmaß lebe, wie ich's gern hätte. Letzes Jahr hab ich mir auf Freecycle ca. 50 Stück 1kg Honiggläser geholt!! Was hab ich mir dabei nur gedacht? Die muss ich ja mal alle übersiedeln. Sollte ich mir wohl noch genau überlegen. Garne und Stoffe (auch ausgemusterte Klamotten) brauchen ganz schön viel Platz bei mir. Ich hab das Gefühl, dass man beim Handarbeiten und kreativen Arbeiten viel mehr Zeug braucht. Bei den Klamotten hab ich immer Probleme bei den Dingen die man für diese sogenannten besonderen Anlässen braucht. Heuer probier ich ein System wo man alle Kleiderbügel verkehrt aufhängt, bis man das Kleidungsstück getragen hat. Bei Klamotten die liegen, hab ich ein Stück Schnur darauf gehängt. Am Ende der Saison (Sommer/Wintergewandwechsel) werd ich ja dann sehen wo die Sachen noch eine Schnur drauf haben oder wo der Kleiderbügel noch verkehrthängt…keine Ahnung ob's dann hilft da genauer den Überblick zu haben, aber ich teste das mal…(Das Buch hab ich übrigens auch).

  37. Kerstin

    Hi Lisa,

    mit dem Aufheben von Klamotten habe ich keine gute Erfahrung. Klar habe ich meine Lieblingsstücke, von denen ich mich wider jeglicher Vernunft nicht trennen will, aber….

    Ich habe so manches in Kisten gepackt und in den Keller gestellt und einen Teil auf den Dachboden. Obwohl beide Räume trocken sind, hat das Zeig angefangen zu muffeln. Klar mit P…..il mit frische Effekt geht so manches raus, aber Stücke zB aus Leder musste ich echt ein ganzes Jahr raushängen. Dasselb galt für so manches Buch, dass im Keller dann doch irgendwie Feuchtgkeit gezogen hat. Ein besonders geliebstes Exemplar wurde daraufhin mit Kaffee und Backpulver wieder gerettet.

    Das nächste Mal hab zwei Kisten Klamotten in der Wohnung aufgehoben. Gleicher Effekt. Irgendwie muffelig

    Jedenfalls: Besser weggeben und bei Bedarf sich was Neues holen wie sich nachher ärgern und sich

    zumüllen.

    Ixh weiss jetzt nicht mehr, ob das aus dem Simplify Buch war den Tipp fand ich gut:

    In ne Kiste packen und, wenn man nach einem Jahr es nicht gebraucht hat, weg damit.

    Ganz liebe Grüsse Kerstin

  38. Babsi

    Auch ich bekenne mich schuldig =) In meiner Kindheit habe ich immer absolut jeden Plunder aufgehoben (aber oft auch mit dem Gedanken assoziiert, "das kannst du nicht wegwerfen, das war ja ein Geschenk von so und so – also Kind/Jugendlicher ohne eigenes Geld kriegt man ja fast 99% von den Eltern oder Verwandten). Als ich dann mit 19 in meine erste eigene Wohnung gezogen bin hab ich dann auch fast alles mitgenommen. Jeden Dekokram, jedes T-Shirt das zu klein war, jedes Buch und so weiter. Und natürlich auch fleißig dazugekauft. Damals war das mein Gefühl von Freiheit, dass ich kaufen konnte was ich will "Mama siehst es ja eh nicht". Vor gut zwei Jahren hat mich dann der Frust über so viel Ballast gepackt und ich hab angefangen auszumisten. Erst einmal mein altes Kinderzimmer (alles was zurück blieb). Das eigentlich mittlerweile leer ist (bzw. als Arbeitszimmer von meinen Eltern genutzt wird), bis auf ein paar Bücher und ein paar wenig Fotos von denen ich mich nicht trennen konnte (obwohl ich ja eh nur mehr ca. 6x im Jahr zuhause bin und das Zeug eh nie sehe). Und dann die Wohnung. Anfangs noch ziemlich zögerlich, aber mittlerweile radikal. Und das tut so gut. Weg mit den ganzen Krimskramsdekosachen, die nur verstauben und das putzen erschweren (Müll oder Spendenbasar), weg mit dem übervollen Kleiderschrank, voll mit Dingen die ich nie angezogen habe (Caritas) und weg mit der riesen Ansammlung an ausgedruckten Univorlesungen, von denen ich genau weiß, ich schau nie wieder drauf (sofern sie schon beidseitig bedruckt waren, wenn nicht nehme ich sie als Kopierpapier rückseitig – ich drucke recht viel aus, ich lerne auch nicht gerne am Laptop weil man nichts dazuschreiben oder markieren kann). Und Modeschmuck – ich trage nie Schmuck, hab aber seit meiner Jugend so viel davon angesammelt. Jetzt ist alles weg, außer den geschenkten echten Schmuck an dem Erinnerungen hängen.

    Und ich kann bestätigen, es tut wirklich gut!!

    Hat sicher auch eine enorme psychologische Wirkung – Symbolisch für das loslassen psychologischer Altlasten, alten physischen Ballast abzuwerfen.

    Aber die Rückfallgefahr die Lisa beschreibt kenn ich nur zu gut.

    Meine Methode damit umzugehen ist, dass meiste das ich (außer Lebensmitteln) brauche bestelle ich online. Da kann man gut dem Spontankauf entgehen. Man sucht sich zusammen was man will, schließt dann die Seite, öffnet sie ein paar Tage später und sortiert alles aus, bis auf das was man wirklich braucht und voila schon hat man nur mehr die Dinge die man wirklich benötigt im "Wagen". Für mich funktioniert das besser, als Shoppen gehen.

    Ich fühl mich gerade inspiriert mal wieder ein paar Dinge auszusortieren. Da passt das Wetter an diesem Feiertag ja optimal dazu, wenn nicht einmal das Wauzi einen Schritt vor die Tür setzen will.

    In dem Sinne wünsch ich euch allen auch viel Spaß dabei das Leben leichter zu gestalten und sich von unnötigem Ballast zu befreien.

    liebe Grüße

    Barbara

  39. Daniela

    Ich will schon ganz lange mal ganz viel ausmisten, aber jedes mal scheitert es daran, dass viele Dinge noch gut sind und ich sie nicht weg werfen will. Ich weiß aber auch nicht, wohin damit, weil es keiner haben will. Bücher und Kleidung ist ja noch klar, aber wohin zB mit Geschirr oder Möbeln?

    Ansonsten kann ich nur bestätigen, dass Ausmisten wunderbar erfrischend ist :-)

  40. Jörg B

    Ohja, wie sehr spricht mir das aus dem Herzen.

    Ich habe dies einmal versucht und war glücklich als ich in eine Zeit lang auf einem Wagenplatz in einem Zelt leben durfte.

    Meine Klamotten waren alle strapazierfähige Buntwäsche die ich zusammen waschen konnmte, dann habe ich sie auch immer auf Bügel gehangen, man konnte sie durch das lüften sehr lange tragen ohne sie zu waschen.

    Ich hatte zum kochen einen Gaskocher, eine Gabel, ein Messer, ein Brett, ein Topf und eine Tasse zum trinken. Wenn man keine tierischen Fette benutzte konnte man sie sofort nach dem kochen mit Wasser abspülen, fertig. Oder wenns geregnet hat in einer Schale draussen stehen lassen.

    Doch es ist noch Schlimmer geworden mit horten bei mir. Da ich gerne alles was ich benutze auch selbst warten und reparieren möchte sowie man sehr vieles tolles mit vielen tollen Materialien basteln kann, führt das nicht nur zum sammeln von allen möglichen "Müll" (Müll? -Es gibt keinen Müll!) sondern auch zum ansammeln jedwegigen Werkzeugs.

    Minimalismus zu leben ist nicht einfach. Selbst alles nur nötige in einen Rucksack zu packen ust angesichts des Klimas im europäischen Raum, schier unmöglich. Im Sommer geht das, klar.

    Ich bin ein Möchtegern Minimalist und Zwangsmaterialist. Wenigstens zelebriere ich ihn nicht :)

    Leider fiehlen mir bis jetzt nur zwei Alternativen ein;

    Entweder man teilt alles was andere auch benötigen und ärgert sich unter Umständen das dann was kaputtgeht oder fehlt

    Oder man hat richtig viel Geld

    Hätte ich genug Geld, würde ich mich wohl langweilen. Alles selbst und nach meinen Bedürfnissen zu bauen und basteln ist eine konstruktive Komponente in meinem Leben.

    Liebe Grüße

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Ja, für kreative Bastelmenschen, die nicht ausschließlich am Laptop kreativ sind, ist das schon so eine Schwierigkeit. Man könnte aber einfach anfangen sich Gedanken drüber zu machen, ob man damit wirklich noch irgendwann mal was macht… Oder eine Freundin meinte vorhin, dass sie sich vornimmt, was sie innerhalb eine Jahres nicht verbastelt kommt weg :)

  41. Nadine Wiedmann

    Der Gedanke schwirrt schon seit einiger Zeit in meinem Kopf herum :) Es tut wahnsinnig gut den ganzen alten Kram loszuwerden. Wobei ich nicht glaube, dass ich alles auf 100 Dinge beschränken könnte. Aber man kann ja versuchen dem nahe zu kommen :) Mit jedem Teil weniger ein Stückchen freier :)

  42. Lena

    hallo!

    ausmisten ist bei mir grad auch drin. ich ziehe zwar nicht um, aber man sagt ja: lasse los was dich unglücklich macht. materialismus.

    schon als kind, fand ich nichts tolles daran bücher im schrank stehen zu haben, die ich schon mal gelesen habe. cds als teenie hatte ich schon. wer will denn schon seine backstreet boys cd weggeben? :D

    naja… vorn paar tagen habe ich meine kleidung aussortiert. alles weg, was ich nur einmal anhatte, was ich doppelt habe, nur in anderen farben, was nicht passt und was einfach unnötig ist … jetzt hab ich das, was zu mir auch passt, typ mäßig… ^^ sind vielleicht ca 2 kartons. was mir eigentlich immer noch zu viel ist… aber stück für stück komme ich meinem ziel näher

    die meisten sachen versuche ich zu verschenken oder bei kleiderkreisel zu tauschen oder zu verkaufen. …wobei das tauschen ja bewirkt, dass man doch wieder ein paar teile mehr im schrank hat :D aber das macht mir einfach total spaß ^^

    aber trotzdem hat man seine gedanken nicht mehr so stark in der kleidung drin. man ist freier für andere wichtigere dinge.

    das selbe mit internet und facebook. man richtet sich nach diesen dingen. das finde ich schade. es gibt so vie mehr im leben als internet. ich bin aus beruflichen gründen noch bei facebook, weil dort meine arbeit besser verbreitet wird. ;)

    soo… ich mach dann mal weiter hier ^^

    lg lena

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Ja das kenne ich mit Facebook.. Ich sagte bisher auch immer, wenn wir den Blog nicht hätten, wäre ich nicht auf Facebook. Mittlerweile bin ich mir da nicht so sicher, aber was fix ist: Der private Gebrauch wäre viel viel stärker reduziert…

  43. aaron

    Hallo Lisa,

    danke für die schöne Anregung.

    Wir sind vor kurzem umgezogen und ich habe Bauklötze gestaunt, was sich da schon wieder alles angesammelt hat und in Kisten gepackt werden wollte. Am liebsten hätte ich die Hälfte zurückgelassen.

    Jetzt stelle ich auch gerade fest, dass mir der ganze Kram überhauptnicht abgeht, der noch unausgepackt in den Umzugskisten steht. Ich habe mir vorgenommen, das Zeug auch erstmal Verpackt zu lassen und nur die Dinge die ich brauche, nach und nach in die Wohnung einzusortieren. Was dann am Ende immernoch in Kisten rumsteht und nicht vermisst wurde, kann echt weg!

    Ich sehne mich ein wenig nach der Zeit, als ich für mich alleine, mit tatsächlich nicht viel mehr als in einen Rucksack passt, unterwegs war. Es fühlt sich leichter, freier an.

    Den Punkt mit den Einamchutensilien kann ich sehr gut verstehen. Fürs Selbstversorgen und Selbermachen braucht man einfach viele Dinge, Werkzeuge, Materialen.

    Die Jäger und Sammler haben da nicht sonen Stress (oder Anderen?).

    Zum Thema fällt mir auch noch ein tolles Buch ein und zwar:

    Prentice Mulfort "Der Unfug des Lebens und Sterbens"

    “Sehr wenige Menschen besitzen ihr Heim, meistens besitzt das Heim sie“ ..so fühlt es sich wirklich manchmal an.

    Alles Liebe un viel Sonnnschein wünsche ich!

    Aaron

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Das Zitat hat was… :)

      Und lustig, wir haben auch noch 1 oder 2 volle (!) Umzugskartons seit über nem Jahr am Dachboden stehen! Das ist eigentlich irre und ich weiß zum Teil gar nicht was da noch drin sein soll xD

  44. Miriam

    Da ich schon oft umgezogen bin und es mir irgendwann zu peinlich war alle meine Bekannten zum Schaffen zu bestellen, habe ich das mit dem Ausmisten zwangsläufig auch in die Tat umgesetzt und kann jedem nur empfehlen es mal zu probieren. Wer einmal erlebt hat, wie befreiend das wirkt, der wird schneller mal zwischendurch auch daran denken. Bisher kam es nur ein Mal vor, dass ich ein bissl zu heftig ausgemistet habe und dem ein oder andere Teil ein wenig nachtrauerte. Nicht, dass ich die Teile unbedingt bräuchte, aber anscheinend hätte ich mich mental besser auf den Abschied vorbereiten sollen. Naja, soooooo oft hab ich nun auch wieder nicht dran gedacht.

    Ich hab die meisten Teile einfach auf die Straße gestellt und "zu verschenken" draufgeschrieben. Es war relativ schnell weg (Studentenstadt). Und der Gedanke, das jemand anders Freude daran hat, hat den Abschied ganz einfach gemacht. Möbel besitze ich keine, bzw. die, die ich derzeit nutze sind vom Sperrmüll oder Vormieter. Ich freue mich nämlich umgekehrt auch, wenn ich was schönes auf der Straße stehen sehe.

    Mit den Klamotten verhält es sich bei mir so, wie Du es mit den Handtüchern beschrieben hast: irgendwo sind immer welche abzugreifen. Sogar so viele, dass ich trotz Nicht-Kaufen des öfteren mal ausmisten muss.

    Und das mit der Wunschliste ist auch gut. Ich glaube, mit der Zeit geht die Wunschliste auch ins Denken mit ein, so dass man nicht mehr ganz so euphorisch auf neue Dinge reagiert.

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hihi, auch ein interessanter "Grund" mal auszumisten :D

      Mit Deinem letzten Absatz hast Du sicherlich auch recht. Ich sehe so oft Dinge und denke mir, hm, früher hätte ich das sicher gewollt aber jetzt würde mich das nur nerven, weils ja nur kurz befriedigt und ab dann im Weg steht… Ich glaube darum gefällt mir auch die Idee so gut, wenn dan Deko Materialien, dann aus Naturmaterial, weils dann einfach auf den Kompost wandern und wieder dem Kreislauf zugeführt werden kann. Fühlt sich irgendwie cool an und ich mags auch einfach mich mit Naturmaterial zu umgeben. Mein Lieblingsteil ist so ein Traumfänger mit einem Ring aus Weidenrute, Netz aus Bast und mit selbst gesammelten Federn *hach* :D

  45. Markus K

    Tolles Thema, das Entrümpeln. Eines der wesentlichen Bereiche des Feng Shui.

    Es heißt, wie außen, so innen. Spannend finde ich, wenn man sich z.B. die Wohnung eines Menschen ansieht, zeigt dieses 'äußere' Bild den Zustand des 'inneren', quasi ein Spiegelbild der Seele.

    Ich denke jemand ist bereits sehr weit auf seinem Weg, wenn er beginnt nach weniger zu streben… und beginnt Materielles loslassen zu können, den natürlichen Fluss wieder herzustellen, anstatt Dinge an sich zu reißen, und ein Leben lang zu sammeln bis diese sich förmlich auftürmen.

    Wem das mit den 100 Dingen gelingt, dessen Seele dürfte jubeln vor Freude und Losgelöstheit :-))

    Liebe Grüße

    Markus

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      "Wem das mit den 100 Dingen gelingt, dessen Seele dürfte jubeln vor Freude und Losgelöstheit "

      Sehe ich unter gewissen Voraussetzungen auch so. Man sollte nur aufpassen (ich habs im Artikel nur kurz nebenbei erwähnt), dass man sich nicht in ein Streben nach dem "nicht haben" verrennt – das wäre wieder das Gegenteil von "Sein" nach Erich Fromm.

      Aber ich glaube grundsätzlich genau auch das was Du schreibst… Wenn man beginnt sich nach weniger zu sehnen und so… ;))

  46. Majura

    Hi ihr beiden,

    ich habe das Buch auch :) Und ich liebe es sehr. Es sind einfach viele kleine, nette Tipps, die man schnell umsetzen kann und nicht dieses Alles-oder-nichts-Prinzip. Ich habe damit auch vor allem meine Kleidung sehr erfolgreich aussortiert (auch wenn ich vermutlich immer noch zu viel habe). Aber es ist schon erstaunlich. Ein erhebendes Gefühl, wenn man diese riesigen, prall gefüllten Müllsäcke vor sich sieht. Wo hat das nur alles Platz gefunden?

    Wenn ich einkaufe, versuche ich mich an das Tauschprinzip zu halten: Für jedes Ding, das neu einzieht, muss eins ausziehen. Klappt nicht immer, aber es ist ein guter Anfang.

    Es ist so befreiend alten Plunder wegzuschmeißen oder zu verschenken. Manchmal ärgere ich mich noch, dass ich das ein oder andere weggegeben habe, vor allem Tagebücher und so was. Letzten Endes brauche ich es aber nicht. Ich habe die Erinnerung daran und manche Erinnerungen gehören auch in die Tonne ^^

    Bei mir hat sich das Prinzip "Ein geordneter Geist braucht einen geordneten Raum" jedenfalls bewährt.

    Ich wünsche euch noch viel Spaß beim Ausmisten!

    Majura aus der Lindwurmfeste

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo Majura!

      Das mit den persönlichen Dingen kenn ich auch.. geht mir auch so bei Fotos, alten Ansichtskarten, Glückwunschkarten, Briefen… Die haben sich aber sowas von gestapelt bei mir und ich habs dann so gemacht (eh glaub ich nach dem "simplify Prinzip"), dass ich mir nur die schönsten/Lieblings Geschenke/Karten/Briefe aufgehoben habe und sie somit zu etwas wertvollem gemacht hab. Ich denke dass geht auch mit Tagebüchern oder Zeichnungen usw… In Wirklichkeit kommt man eh nie wieder dazu das ALLES durchzusehen ;D

  47. Kore

    Hallo!

    Es geht nicht nur darum Dinge auszumisten, sondern auch verjährte Aufgaben, die man sich selbst gestellt hat, loszuwerden. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, gerade zu den Klamotten die man gerne noch umnähen würde, ich bin nicht dazu gekommen, ebensowenig wie dazu, eine Rezeptsammlung aus einer Zeitschriftensammlung anzulegen. Es war eine Wohltat die Stapel sowie die Aufgaben im Hinterkopf loszuwerden, sehr befreiend!

    Liebe Grüße*

  48. Lina Luna

    Ha, lustig. Gerade saß ich hier und hab mir Gedanken gemacht, was alles weg kann (habe vorhin sogar darüber gebloggt!) … und jetzt schreibst Du das!

    Meine Wohnung ist sehr klein. Habe vorher mit meinem Exfreund in einer 120qm Wohnung gelebt (da war allerdings auch sein Büro drin untergebracht).. und bin dann nach der Trennung hier in 45qm eingezogen, 1,5 Zimmer sozusagen. Dafür hab ich aber einen schönen Stadtgarten und eine Holzterrasse… dafür hab ich das getan. Und damit meine zwei Katzen raus können.

    Aber es fällt mir irre schwer, mein Zeug zu entrümpeln.

    Ich werde jetzt erstmal mt Büchern, DVDs und CDs anfangen.

    Was hast Du denn mit Deinen Sachen gemacht?

    Verschenkt? Verkauft? Getauscht?

    Ich möchte eigentlich nicht alles verschenken.

    Bei Kleidung und Schuhen habe ich nicht das typische Frauenproblem. Eher im Gegenteil. Mein Kleiderschrank ist winzig. Ich habe nur 2 Paar Schuhe und wirklich wenig Klamotten, die auch noch zu groß sind, weil ich seit ich vegan lebe (fast ein Jahr) 10 kg abgenommen.

    Mal gucken, wie es mir gelingt.

    Außerdem möchte ich gerne die I*ea- Möbel gegen schöne, alte Sache. vom Trödel oder Sperrmüll austauschen… aber dazu müssen erstmal die massenhaft Sachen raus. Ich ersticke sonst! ;-)

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Ist ja wirklich lustig ;)

      Also ich hab meist alles in ein Caritaslager oder einen Kostnixladen gebracht und manches verschenkt an Freund*innen, die während meiner Entrümpelungsphase bei mir waren. Einmal haben wir spaßhalber eine WG Aktion draus gemacht und einfach die Türen zur Straße geöffnet und einen kleinen netten Privatflohmarkt mit Tee und Kuchen veranstaltet. Ist auch toll um eventuell Nachbarn kennen zu lernen :) Ist ja oft in einer anonymen Großstadt nicht so einfach ;)

      Bzgl Cd's und DVDs hab ich es vor meiner Ausmistaktion zB so gemacht, dass ich zumindest die CDs aus den Plastikhüllen befreit hab und in so einen "Cd Ordner" gegeben hab. Spart auf jeden Fall schon mal Platz, wenn man seine CDs liebt. Bei mir hat sichs dann einfach mal ausgeliebt :)

  49. Joshua

    Ich bin seit einem Jahr auch am Ausmisten. Und ich kann sagen: Es tut gut! Super gut!

    Als wir dieses Frühjahr umgezogen sind, passten meine gesamten Sachen in 8 Umzugskartons + einen Sack Kleidung und an Möbel hatte ich nur noch mein selbstgebautes Bett und meinen selbstgebauten Schreibtisch. Und schon das alles empfinde ich momentan als "zu viel". Den größten Teil nehmen momentan sogar noch Bürounterlagen & viel Kleinzeugs ein, dicht gefolgt von meinem Kameraequipment.

    Bei Büchern und CD's geht es mir ähnlich wie Dir/Euch. CD's habe ich keine einzige mehr (Hatte in meinem Leben aber insgesamt auch nur vielleicht 10 Musik-CDs), Bücher sind es auch recht wenige (Den größten Teil nehmen hier die Selbstversorger-, DIY-, Permakultur-, Anastasia- und Bienenbücher ein :D Romane? Gibt's nicht ;) )

    An Kleidung habe ich viele alte Sachen – genau wie Du auch – doch noch mal behalten… Immer mit dem Hintergedanken "Als Arbeitskleidung ist es noch gut genug"… Aber: In den beschriebenen 8 Kartons sind auch die Klamotten schon drin!

    Dinge, die ich nicht mehr brauche, stelle ich dann oft zum Verschenken bei eBay Kleinanzeigen oder so rein (Wenn nicht schon jemand aus dem Freundes- / Bekanntenkreis sich was schnappt)

    1. Anne

      Die Sache ist aber auch die daß vieles einfach nett ist. Was ist mit Deko oder Weihnachtstassen, Ostertassen, Kleidung kann man nicht immer fix waschen. Im Spital oder Kur braucht man mehr. Evl. gibt es das Wetter gar nicht her etwas in dem Jahr anzuziehen. Es gibt Erinnerungsstücke und vieles findet eine zweite Einsatzmöglichkeit. Ich denke man kann es mit dem Verzicht auch übertreiben. Verbissen daran zu feilen ein guter Mensch zu sein und möglichst wenig zu besitzen und Ressourcen zu verbrauchen ist auch nicht das Wahre. Das gute Mittelmaß bringt es. Ich habe nichts was ich her geben würde. Ich verschwende aber auch fast nichts. Es gibt Situationen von denen sich heute niemand mehr frei sprechen kann da ist man um alles was man besitzt froh. Arbeitslosigkeit, Scheidung, geringes Einkommen dank Zeitarbeit. Dann lieber einmal gründlicher überlegen ob man etwas braucht oder nicht.

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