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Vaillant und die Geschichte, wie eine Wärmepumpe auch menschliche Wärme bringen kann

Bewahren wir die Schönheit unseres Planeten!

Michael Hartl
Von Michael Hartl
20. Oktober 2017

Österreich hat gewählt. Und die Grünen sind damit nicht mehr im Parlament. Die einzige Partei, die sich den Kampf gegen den Klimawandel auf die Fahnen geschrieben hat, fliegt raus. Der deutlich zu niedrige Stellenwert der Fragen, die durch die Veränderung des Klimas aufgeworfen werden, wurde schon in den TV-Wahldebatten klar. Aber das dieses Thema gar keinen positiven Einfluss auf das Wahlergebnis hat, ist dann schon arg.

Welche Fragen sind das, die wir uns stellen sollten? Zum Beispiel die Frage danach, welchen Planeten wir unseren Kindern überlassen. Wie wir gemeinsam etwas ändern können. Oder auch, wie jede einzelne Person hier etwas bewegen kann. Als kleines nettes Beispiel soll uns hier die Geschichte von Åke dienen, auf die ich durch eine Initiative von Vaillant zum Klimawandel aufmerksam geworden bin.

Foto eines Elchs

Rate mal, wo Ake wohnt!

Åkes Welt

Auf der Website alterschwede.net gibt es kleine nette Geschichten zu Schweden. Und zu Åke, der mit seinen 80 Jahren als einziger Einwohner eines Ortes ganz im Norden Schwedens wohnt – und eine Wetterstation betreut. Da es ihm dort aber auf Dauer zu einsam wird, hat er eine Idee:

Ganz ernst zu nehmen ist diese Story vielleicht nicht. Auch sollte die Wärmepumpe besser das Haus als ein Zelt im Vorgarten heizen. Was Vaillant aber mit dieser Initiative zeigt, ist etwas sehr schönes, wie ich finde: Es darf ruhig eine unterhaltsame Sache sein, sich mit erneuerbaren Energien zu beschäftigen. Vielleicht gerade, wenn es auf der Website hauptsächlich um andere Themen drum herum geht. Denn so normal wie Feste zu feiern, zum Beispiel Midsommar, oder Freundschaften zu genießen, so normal sollte es auch sein, selbst Schritte zu setzen, zu einem nachhaltigeren Lebensstil.

Foto von Nordlichtern

 

Was wir von Åke lernen können

Natürlich erstmal, dass wir alle auch im Alter jung bleiben dürfen und das Gastfreundschaft eine*n selbst zufriedener macht, wie Åke auf seiner eigenen Facebook-Seite zeigt. Aber wir können auch von ihm lernen, dass es einfach etwas Initiative von jeder einzelnen Person braucht, um gute Schritte zu setzen. Sei das die Wärmepumpe, ein besser isoliertes Haus, eine bewusstere Ernährung oder ein anderes Verhalten, was die Mobilität angeht.

Foto von Fahrradanhänger

Auch umfangreichere Transporte lassen sich mit dem Fahrrad erledigen

Vor allem zeigt mir die Geschichte, dass wir vor allem dann die Chance haben, große Schritte zu gehen und die Welt zu gestalten, wenn wir das miteinander angehen und uns gegenseitig darin bestärken. Denn gemeinsam werden wir schaffen, Schritt für Schritt, was die Politik schon so lange aufschiebt.

Gerade in Zeiten, in denen die USA als einer der Hauptverursacher des Klimawandels aus dem Pariser Abkommen aussteigt und in denen in Österreich eine Partei, die den Klimawandel leugnet drittstärkste Fraktion im Parlament wird und vielleicht in die Regierungskoaliton aufgenommen wird, kommt es auf jede einzelne Person an. Bewahren wir die Schönheit unseres Planeten!

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2 Gedanken über “Vaillant und die Geschichte, wie eine Wärmepumpe auch menschliche Wärme bringen kann

  1. Wolfgang

    Lieber Michael,

    Du findest es arg, dass sie Grünen aus dem Parlament geflogen sind und Grün die einzige Partei war, die sich den Kampf gegen den Klimawandel auf die Fahnen geschrieben hat.
    Ich finde es arg, dass sich die Grünen in diese Richtung entwickelt haben, dass sie für die meisten Mitbürger nicht mehr wählbar waren – indem sie das Umweltthema immer mehr an den Rand gedrängt haben und stattdessen Themen als Kernthemen besetzt haben, mit denen der Großteil der arbeitenden Gesellschaft nicht mit kann.
    Niemand stellt sich wirklich gegen den Umweltschutzgedanken, aber nicht jeder, der eine Photovoltaikanlage am Dach hat oder Sonnenkollektoren, ist automatisch ein Grünwähler – und auch Elektroautofahrer nicht.
    Vieles was unter dem Mantel des Umweltschutzes verkauft und und propagiert wird, könnte sich in ein paar Jahren als Damoklesschwert erweisen, schon mal darüber nachgedacht?
    Ich habe auch meinen eigenen Garten (nehme von meinen Pflanzen selbst Samen), mein eigenes Holz und bald auch meine eigenen Nutztiere, aber ich muss dennoch pendeln um über die Runden zu kommen, denn ich will und werde kein Einsiedler sein.
    Ich lebe im Hier und Jetzt, aber ich kann auch in einer Zukunft überleben, die keine fossilen Brennstoffe mehr hat oder keinen öffentlichen Strom, weil ich mindestens 20 Handwerke beherrsche und mir in fast jeder Situation zu helfen weiß. Auch ohne Internet und ohne Chatforen und sogar ohne Smartphone.

    LG Wolfgang

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Bin ganz bei Dir, dass sehr viel als „gut“ und „Umweltschutz“ verkauft wird, was höchstens ein Tropfen auf den heißen Stein ist – schlimmstensfalls sogar schlechter, als das heute übliche.

      Viele Menschen müssen pendeln, etc., das ist richtig. Wäre aber verrückt, so eine Sache isoliert zu betrachten und Menschen danach zu beurteilen, ob sie Einzelnes nutzen oder nicht nutzen. Aber zum hinterfragen und überdenken anregen möchte ich.

      Finde es gut, dass Du auf eigenen Beinen stehst und wünsche Dir alles Gute!

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