Was ist los beim Experiment Selbstversorgung?

Ein Lebenszeichen.

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
16. November 2012

Ich hoffe, es hat sich noch niemand gewundert, warum wir im Moment nicht viel von uns hören lassen. Bei uns ist wieder mal viel los. Hier ein kurzes Update.

Gemeinschaftsfindung

Vielleicht habt ihr mitbekommen, dass wir konkret nach MitmacherInnen suchen. Wir sind schon mit einer kleineren Gruppe am Diskutieren und Kennenlernen. Es bleibt spannend, ist aber noch nicht sehr konkret.

Der Herbst bringt Farben und nochmal Schwung vor der Winterruhe :)

Der Herbst bringt Farben und nochmal Schwung vor der Winterruhe :)

 

Arbeit

Ja, man glaubt es kaum, aber wir gehen auch unseren „Jobs“ nach. Zwar sind wir beide selbstständig – aber wie das Wort schon vermuten lässt: Selbst und ständig. Da ist was dran ;) Zumindest im Moment trifft das zu – ist ja aber auch normal in der Aufbauphase.

Ich bin viel mit meinen Hula Hoops beschäftigt (Hä? Klingt sehr kontrovers, ich weiß :D) und Michael arbeitet viel an seinen IT Beratungsgeschichten. Der Klassiker, die Selbstversorger, die gleichzeitig in der IT Branche arbeiten :) Zukünftig werden wir auch daran arbeiten, dass unser Garten tolle Produkte abwirft (Haha wenn’s so einfach ginge – produzieren müssen wir „leider“ schon noch selbst :D). Wir hoffen sehr, dass wir zumindest ein bisschen zur regionalen Nahversorgung beitragen werden und somit auch einen Teil unseres notwendigen Geldes verdienen. Ganz ohne geht’s nun mal nicht.

Meine Hula Hoop Produktion

Meine Hula Hoop Produktion

 

Lebt von euch eigentlich jemand zum Teil oder komplett von landwirtschaftlichen Produkten (vielleicht auch noch aus überwiegender Handarbeit? Würd mich mal interessieren! Tipps auch gerne :D)

Baustelle

Ja und zum Anderen geht gerade bei der Sanierung wieder ein Schwung weiter. Und wenn gerade nichts weiter geht, sind wir damit beschäftigt Inventar von A nach B zu schleppen, den betreffenden Raum herzurichten, wieder was aus dem Weg stellen, wieder zurück schleppen – Tja so ganz sind wir noch nicht aus der Dauer-Indoor-Camping Stimmung gekommen. Dafür geht leider auch viel unsinnige Zeit drauf – uff, vor allem mit Suchen. Ich hoffe Aussagen wie „Schaaaaatz, weißt Du wo das Waschmittel ist?“ haben auch bald ihr Ende gefunden. Ich sehne mich schon sehr nach einer endgültigen Ordnung ^^

Jippieee, der Küchenboden ist fertig!

Jippieee, der Küchenboden ist fertig!

 

Im Garten…

…haben wir die letzten Wochen fleißig eingelagert. Als Erinnerung, was im Winter alles möglich ist :)
Wir ernten jetzt noch täglich frische Asiasalate und verschiedene Kohlgewächse (Weiß- und Rotkraut, Wirsing, Grünkohl, Kohlsprossen)

Asiasalate und Ruccola im Spätherbst

Asiasalate und Ruccola im Spätherbst

 

Tja, und Asiasalat werd ich jetzt auch noch ernten gehen, für unseren Besuch. Hättet ihr euch gedacht, dass man am Arsch der Welt Besuch von einem Couchsurfer bekommt. Haha, nein, ich auch nicht. Umso spannender :)

Verratet uns doch in den Kommentaren ein bisschen was ihr so treibt! Im Garten? Im Haus? Herbst- und Winterprojekte?

Bis bald!

Asia-Salat "Yukina Savoy" - Mein Favourite :)

Asia-Salat „Yukina Savoy“ – Mein Favourite :)

 

Aja, PS: Nicht zuletzt hält mich auch meine Hand noch auf Trab und verlangsamt noch viele Tätigkeiten, es wird aber merklich besser und ich mache schon meine ersten Bewegungsübungen!

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Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

16 Gedanken über “Was ist los beim Experiment Selbstversorgung?

  1. sylvia mack

    hallo ihr zwei,

    würde so gern erfahren was aus eurer kartoffelspirale geworden ist. habt ihr genug bis zur nächsten ernte? was haben die kartoffelkäfer zu eurer anbaumethode gesagt? und wie wars mit der braunfäule? wie viel von dem was ihr braucht konntet ihr in diesem jahr trotz bauphase ernten?

    mit neugierigen grüßen

    sylvia

  2. sylvi

    Finde toll,wir Ihr das alles meistert! Wäre ich 10 Jahre jünger würd i.gerne bei Euch mitwirken ;-) Doch mein Lebensweg verläuft HIER. ….IN meinem ErstversuchSelbstversorger bin i.i.Mom.noch am Pastinaken Petersilie und Ruccola ernten.Salbei Nanaminze Salbei und Thymian gehtF auch noch.Freu mich jetzt schon a.Frühjahr um neue Kräuter zu pflanzen u.einiges noch

  3. Helga

    Hallo alle!

    Vielen Dank für die inspirierenden Beiträge und Kommentare! Freu mich immer sehr darüber!

    Wir haben erst in diesem Jahr mit viel Diplomatie begonnen, den "Ziergarten" des elterlichen Hauses in einen Nutzgarten umzufunktionieren! Obwohl wir noch nicht die großen Mengen ernten konnten, hat sich das schon sehr positiv auf mein Haushaltsbudget ausgewirkt. Und vor allem ist es natürlich eine große Freude, eigenes, frisches "Bio"-Gemüse zu essen. "Bio" mit Anführungszeichen, weil das ja eigentlich der Normalfall ist. Vor einigen Jahrzehnten wäre vermutlich noch niemand auf die Idee gekommen, sein Essen freiwillig mit Kunstdünger und Pestiziden zu vergiften!

    Also wir genießen jetzt noch Rote Rüben, Rettich, Mangold, Spinat, Lollo Rosso (der sich erstaunlich gut hält), Petersilie und andere Kräuter. Die Vogelmiere macht sich auch ordentlich breit…!

    Nebenbei studiere ich den Permakulturwälzer von Bill Mollison. Ohne ein Dogma daraus zu machen, lasse ich mich einfach von dem inspirieren, was unter den gegebenen Umständen stimmig ist. Dazu hätte ich auch gleich eine Frage: Für Windschutzhecken geht Bill natürlich von australischen Gewächsen aus. Hat jemand von euch vielleicht Empfehlungen für unser Klima hier? (Falls die Frage in diesem thread unpassend ist, kann ich sie auch gerne woanders hinschieben!)

    Alles Liebe Euch!

      1. Helga

        Hallo Sabine!

        Du hast natürlich recht, das hätte ich dazu schreiben müssen! LOL! Der Garten ist in Hollabrunn, etwa 50 km nordwestlich von Wien. Das Grundstück liegt direkt am Waldrand, im Norden sind wir also gut geschützt, aber von Westen her weht kräftiger Wind.

        1. sabine

          Hallo Helga, du könntest dich ja an die NÖ-Umweltberatung wenden. Die haben meines Wissens ganz gute Broschüren mit Vorschlägen für heimische Heckenbepflanzung. Ich selber habe mir sehr viel Pflänzchen an den Waldrändern ausgegraben, weil es doch ganz schön viele Laufmeter waren, die ich als Hecken aufbauen wollte.

          Vielleicht gibt es sogar Förderungen für dein Vorhaben, erkundig dich mal. Viele Renaturierungsmassnahmen werden mittlerweile finanziell unterstützt.

          Viel Spass und Erfolg

          Sabine

    1. Silke

      Hallo Helga,

      in dem Buch "Gärtnern im Biotop mit Mensch" sind zahlreiche "heimische" Wildobstgehölze aufgeführt und nach Höhenwuchs, Blühzeit (Früh-, Mittel-, Spätblühende), bedornt oder nicht … aufgeführt. Daraus würde ich eine gute Mischung wählen, so dass am Besten möglichst immer etwas blüht (für die Insekten), auch bedornte Sträucher (Vogelschutz) und überhaupt solche Büsche und Bäume, die für viele heimische Tierarten förderlich sind.

      Sag, wenn ich dir eine Kopie von der betr. Seite mailen soll.

      lg silke

      1. Helga

        Hallo Silke!

        Vielen Dank für deine Hinweise! Ja genau, es geht um die richtige Mischung. Bill meint ja auch, dass ein Gewächs immer mehrere Funktionen haben soll, da war ich mir nicht so sicher, was bei uns angebracht ist.

        Wäre voll nett, wenn du mir die Seite mailen könntest! Meine Adresse: samana[at]gmx.at

        Danke schön! :-)

  4. Susanne

    Hallo, ihr Lieben,

    schön mal wieder was von Euch zu hören…

    Was ich gerade mache? Ich wünsche mir zu Weihnachten zwei oder drei Hühner, die in meinem Garten durchaus noch Platz hätten. Um ihnen eine geeignete Unterkunft zu geben, plane ich gerade, einen Chicken-Traktor zu bauen (wie es auch rrhase auf seiner "Neulich im Garten"-Seite schon zeigte. Momentan bin ich auf der Suche nach einer Bauanleitung für Basteln-mit-Holz-Anfänger… (also wenn jemand einen Tipp hat?)

    Und ansonsten? Decke ich momentan meine Beete mit einer Schicht Kompost, sowie einer Mulchschicht aus Obstbaumblättern ab. Gestern schnitt ich die Herbsthimbeeren, danach bekamen sie noch etwas Hornmehl, Kompost und ebenfalls eine Mulchdecke.

    Nun steht noch die Versorgung meiner Staudenrabatten an, v. a. meine geliebten Rosen müssen noch eingepackt werden.

    Und: Ich plane schon die Pflanzungen für nächste Jahr… (habt Ihr eigentlich einen schriftlichen Plan? Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn Ihr diesen per Mail zuschicken könntet).

    Achso: Und eine Stachelbeere (die letzte für dieses Jahr) fand gestern auch noch – endlich – ihren Weg in die Erde. Ich habe sie schön zugedeckt und hoffe nun einfach, dass sie die kalten Monate unbeschadet übersteht.

    Weiß jemand, was man mit einer Blutjohannisbeere anfangen kann ?!

    Liebe Grüße,

    Susanne

  5. Silke

    Meine Selbständigkeit findet in den Herbstmonaten leider auch ihren Höhepunkt, so dass das Verpflanzen von Stachelbeeren und einem Obstbaum bislang zu kurz kam. Topinambur muss ich auch noch weiter ausbuddeln und einlagern.

    Immerhin haben wir gestern noch ca. 4 10-Liter-Eimer mit Birnen sammeln können (ist wohl "Gellerts Butterbirne"), und heute habe ich schon die ersten Gläschen Birnenkompott gemacht (mit den angedetschten – die guten werden eingelagert):

    Mit Zimt, Rosinen und etwas Zucker.

    Und die ersten Austernseitlinge haben wir gefunden :)

    Klee wie bei euch schön zu sehen, ist bei mir z.T. leider nicht aufgegangen. Vielleicht werde ich die Starkzehrerreihen fürs nächste Jahr deshalb noch mit Heu abmulchen. Obstreste – auch vom Saft machen – habe ich schon überall verteilt. Mit dem Heu drüber bleibts länger warm und gibt eine prima Futterquelle fürs Bodenleben – denke ich mir.

  6. stan

    Dauer-Indoor-Camping ist ein schöner Ausdruck –

    wir leben zur Zeit in einem alten Haus das wir

    sanieren und renovieren nachdem mehrere

    Container mit Bauschutt gefüllt waren.

    Urban Exploration live and daily …

    Ich wünsche euch weiter viel Erfolg.

    Grüße aus dem Südschwarzwald

    stan

  7. Sandra

    Wir haben heute den Teil der Paradeiser, welcher glücklicherweise heuer am Balkon unter Dach gedeihen durfte, auf unser Hügelbeet gebracht und alle Kübel ausgeleert. Ich war heilfroh, dass der Großteil unserer Paradeispflanzen in Kübeln gewachsen war – so froh war ich niemals zuvor darüber – denn beim 5. extremen Hagelschauer in der SüdWest Stmk habe ich zum Zählen aufgehört. Hier hat es auch bei allen anderen Bauern im heurigen Jahr enorme Ernteeinbußen dadurch gegeben. Wir haben heute noch ein paar verirrte rote Paradeis gegessen und sind am Umsehen nach einem Haus mit Garten in Ruhelage rund um Graz – wenn wer etwas weiß bitte melden.

    Und das angenehme war, das die Sonne heute so schön schien und endlich die neuen Erdbeerpflanzen eingesetzt werden konnten. :)

    Weiß jemand ein einfaches Rezept was man mit Alantwurzeln machen kann? Wir haben Alant im Garten und jetzt ist Wurzelgrabezeit :) Dankeschön!

  8. Kivi

    Ach, ich freu mich immer was von euch zu lesen! Am Liebsten würde ich selber mitmachen, aber da gibts leider einige Sachen die mich zurückhalten. Auf jeden Fall möchte ich irgendwann, wenn ich selber mal einen eigenen Garten habe, auch viel selber anbauen, haltbar machen und davon zumindest zum Teil leben :-) Da freue ich mich sehr darauf. Fehlt nur noch das geeignete Haus mit Garten ;-)

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