Transporte mit dem Fahrrad

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
3. Juni 2014

Kürzlich habe ich ja mal so allgemein über unser Leben ohne Auto geschrieben. Für mich immer wieder total witzig, wenn mich Leute danach fragen, weil es für mich so normal geworden ist. Aber deswegen möchte ich hier mal berichten, wie wir so unsere Einkäufe bewerkstelligen ohne Auto. Das ist nämlich einfacher und praktischer als gedacht!

Fahrrad-Transporttaschen oder: Wie man das Pferd sattelt

Fahrradtaschen gibt es ja in vielen Varianten – wir haben uns vor Jahren mal für Ortlieb-Taschen entschieden und sind total zufrieden damit. Sie sind robust und wasserfest (vorausgesetzt man verschließt sie ordentlich ;)) – das heißt, kein Regen konnte ihnen bisher trotzen! Ich erledige sämtliche „übliche“ Einkäufe mit ihnen: Obst, Gemüse, Öl, Mehl, Getreidezeugs… Man muss einfach nur gucken, dass man beide Seiten halbwegs gleichmäßig beladen hat oder wenn man, wie ich, mal nur mit einer Tasche unterwegs ist: Einfach aufpassen, dass das Fahrrad nicht umkippt ;) Guckt mal, was da alles rein passt! Und das passt in nur eine der beiden Taschen – also mal 2 nehmen! :)

Für alles andere muss der…

Fahrradtransporter

…herhalten :) Alles was irgendwie sperrig ist, oder wir doch mal mehr Zeug besorgen müssen, als in die Taschen passt, kommt in den Transporter. Beziehungsweise hat der so ein bisschen ein „Kofferraum-Feeling“ – einfach alles rein schmeißen ;) Dazu haben wir sogar eine Plastikabdeckung als Wasserspritzschutz – aber da wir es ja eher vermeiden bei Regen zu radeln, brauchen wir diese kaum.

Foto von Fahrradanhänger

Muckis für alle!

Zugegeben unseren Hügel hoch zu radeln – und das noch mit Gepäck – ist super anstrengend. Vor allem ein rappelvoller Anhänger bringt mich an meine körperlichen Grenzen. Aber wie so oft beim Sport bedeutet das Glückshormone pur wenn man endlich oben angekommen ist ;) Und so sind Transporte mit dem Fahrrad ein echtes Teil des Trainings. :)

Außerdem wird man von PassantInnen angefeuert und gelobt haha :D

Der Fahrradanhänger sorgt übrigens auch immer für total neugierige Blicke. In Städten wie Amsterdam sind die zum Beispiel völlig normal. Aber nicht nur das.

Lastenräder

Michael träumt seit Jahren von einem Lastenrad um auch schwere Transporte durchzuführen. Manche Lastenräder sind technisch für bis zu 250 kg Last ausgelegt. Die Rahmen sind viel stabiler und durch die bessere Übersetzung kann man auch mit der Last noch bergauf fahren.

Mit so einem Ding kann man sogar eine Waschmaschine transportieren :)

Hier kannst du dir zum Beispiel welche ansehen.

Radlfoan is schee!

Wir lieben unser Leben ohne Auto. Allein der Gedanke mich von einem Auto abhängig zu machen verursacht bei mir Gänsehaut.

Ich hätte vor einigen Jahren sogar mal ein Auto geschenkt bekommen, an dem sogar einiges an Erinnerungen und Nostalgie hing. Aber ich brauchte einfach keines und ich brauche auch jetzt keines. Zu selten um ein eigenes zu besitzen. Zudem genieße ich das Radfahren so sehr. So oft gibt es wunderschön ausgebaute Radwege die wenige bis kaum genutzt werden. Gönn‘ dir das :)

Wer von euch hat auch großteils Kofferraum gegen Satteltaschen getauscht? Oder kann mit anderen lustigen Konzepten aufwarten? Ich bin gespannt :)

Wenn Du dich für Ortlieb-Taschen interessierst, kannst Du im Shop unserer Freund*innen von Wohnwagon genau die Tasche finden, die wir verwenden: ORTLIEB Back-Roller Classic 40 l. Natürlich gibt es dort auch etliche andere ORTLIEB-Taschen.

 

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35 Gedanken über “Transporte mit dem Fahrrad

  1. Carmen Rick

    Macht lust aufs Fahrrad fahren. Hab eure Seite vor kurzem entdeckt, da ich mich seit längerem damit befasse mein leben einfacher und unabhängiger zu Gestalten. Im letzten Jahr bin ich umgezogen und habe viel näher zu meiner Arbeit, gerade mal 5-6 km. Da mein Auto mir langsam zu kostenintensiv und Zeitaufwendig wird ( ich hasse es z.B. mein auto zu säubern, Eiskratzen im Winter usw. :-( ) Möchte ich jetzt anfangen mehr Rad zu fahren, leihe mir erstmal das Zweitrad bei meinem Freund. Mein Zeil ist es mein Auto abzuschaffen. Ich kann es kaum erwarten nächste Woche das Rad abzuholen und loszulegen. Irgendwann möchte ich mir noch ein Lastenrad anschaffen, Um meinen Hund und bei Notwendigkeit meine Massageliege transportieren zu können. Das war echt mal ein guter Tipp.
    Man tut was für Umwelt und Fitness und zudem spart man sich viel Geld und in meinem Kellerraum ist Platz für 2-3 Räder.

    Herzliche Grüße Carmen

  2. Andrea

    Hallöchen,

    wollt grad auch mal meinen Senf dazugeben:
    Hab mit 19 den Führerschein gemacht, bin dann vielleicht dreimal gefahren, hatte nie einen eigenen PKW und besitze bis heute ( nu bin ich vierzig) keinen. Bin überzeugter Fußgänger und Radfahrer, auch wenn die Vorteile nicht selten auch nachteilig sein können. In der Stadt sind die Strassen nicht selten so vesrtopft mit PKW, dass man selbst aufm Rad steckenbleibt. Radwege gibts längst nicht überall und in alle Richtungen, Ampelschaltungen sind selten Fußgänger-/Radfahrerfreundlich getaktet und das Verhalten etlicher Verkehrsteilnehmer (mit und ohne Motor) schockiert und nervt mich täglich auf meinem Weg zur Arbeit und zurück, zum Einkaufen und auch in der Freizeit. Fussgänger latschen ohne jeden Blick quer über Radwege und Strassen, kampieren förmlich aufm Radweg oder trödeln vor einem her. Radfahrer bremsen einen aus, wenn sie nicht gerade von hinten drängeln oder Ampeln und Verkehrsregeln komplett ignorieren und alle in Gefahr bringen. Frische Luft gibts nur Abschnittsweise, da man ja auch im Strassenverkehr unterwegs ist und also in Abgaswolken, vom Verkehrslärm ganz zu schweigen-vonwegen Vogelgezwitscher-das gibts in Parks und streckenweise aber immerhin auch mal. Entspannung hält sich in Grenzen, wenn man laufend um seine Gesundheit/sein Leben fürchten und höllisch aufpassen muss, dass man nicht unter die RÄDER kommt. Es ist also auch anstrengend. Als Fußgänger ärgere ich mich auch regelmässig über zugeparkte Fußwege, als Radfahrere über zugeparkte Radwege und ungünstig geparkte PKWs und LKWs oder Kleinbusse, sodass wichtige Querungen/Kreutzungen schlecht bis überhauptnichtmehr einsehbar sind.
    Wenns mal ein Auto sein darf, dann nur per Carsharing für besondere Transporte oder weitere Strecken/bei Sauwetter-obwohl ich auch im Regen radle. Die Öffentlichen finde ich eher zum abgewöhnen, mal wird gestreikt, es gibt Zwischenfälle und Unregelmäßigkeiten wegen Unfällen oder es ist so voll, dass einem schlecht werden kann-das erinnert mich dann eher an einen Viehtransport und die Preise sind inzwischen auch relativ hoch.

    Was Transporte auf dem Rad betrifft, bin ich mit Gepäckträger, Lenkerstange und Rucksack immer gut gefahren, überlege, ob ich mir mal ein Lastenrad leihen soll, um Kram aufm Trödel zu verkaufen. Ein paar Radtaschen wären natürlich auch gut, und sicher leichter von A nach B zu bewegen. Die Flexibilität und Unkompliziertheit eines Zweirads geht halt beim Lastenrad doch etwas verloren, mitunter kann man bei dem Platz-und Rangierbedarf garnichtmehr auf dem Radweg fahren und wäre genötigt ein echtes Hinderniss auf der Strassse darzustellen, sicher nicht ungefährlich und auch eher anstrengend fürs Nervenkostüm -von geräumten Strassen oder Geleitschutz kann man da ja nur täumen. Meinetwegen könnte das ganze Blech einfach eingestampft werden, autofreie Tage oder geräumte und gesperrte Strasssen wegen Baumassnahmen führen mir jedesmal vor Augen, was für eine Platzverschwendung da auch betrieben wird-unfaßbar.

    Anyway, das musste mal raus, ihr macht das schon richtig, lieben Gruß!

    1. Mimie Jolie

      Dein Kommentar mag ich sehr, das ist real-life. Besonders sympathisch: „Meinetwegen könnte das ganze Blech einfach eingestampft werden“ – Aber Achtung auch das Radl hat etwas Blech an sich, wobei ich nenne es „Drahtesel“ =)

  3. Grasblut

    Ich bin 20 Jahre alt und habe weder einen Führerschein noch ein Auto.
    Vermisse es auch null. Bei wirklich großen, schweren Sachen wird im Freundes- und Familienkreis herum gefragt.
    Hat bis jetzt immer super geklappt.
    Ich habe keine Taschen aber dafür einen Hundeanhänger, der auch zum Transportieren von einkäufen und gartenabfällen genutzt wird.
    Und natürlich zum Hundetaxi auch gebraucht wird ;)

    Ich lebe in der Stadt, da ist es allerdings eh leichter ohne Auto.. weite Strecken werden mit den Öffis erreicht. es klappt super gut, mit Stöpsel in den Ohren macht es einfach nur spaß, man ist draupßen, spart viel Geld und kriegt eine tolle Figur ;)

  4. Tanja Heller

    Ganz ehrlich: Ich kann das Kinderargument beim Thema Auto kaum noch lesen auf eurem Blog. Es ist nämlich keins. Gerade wenn man Kinder hat, sollte man doch die Ressourcen schonen. Für sie. Ich bin damals extra neben eine Grundschule gezogen. Ich wusste genau, in welche 3 Straßen ich ziehen wollte. Und ich hatte dann sogar 2 (!) Wohnungsangebote. Also einfach ins Umfeld ziehen, das man braucht mit Kind. Und nicht ein Auto anschaffen, weil man in der Pampa lebt. Wege laufen. Dann hat man auch Zeit mit den Kindern. Anstatt sie in so einer Blechkiste spazieren zu fahren. Ich lebe so gerne ohne Auto. Man kann sich vieles bringen lassen. Sogar versandkostenfrei. Ansonsten geht man halt öfters einkaufen. Trifft immer nette Leute. Die ohne Auto. :) Ich mache keine Großeinkäufe. Hab meinen Konsum stark reduziert. Die Grundlebensmittel reichen mir.

    1. Eva

      Liebe Tanja,
      im Grundprinzip stimme ich dir sicherlich zu. Beim Lesen deines Kommentars habe ich nur ein Problem: Ist es tatsächlich ressourcenschonender, wenn man sich Lebensmittel liefern lässt? Auch wenn das versandkostenfrei ist – trotzdem lässt man dann doch einfach andere für einen fahren, oder? Und extra in die Nähe einer Grundschule umziehen? Ob das ein Konzept für alle ist? Ich denke mal, dass es auch in der Pampa Schulbusse zu konventionellen Schulen gibt. Da müsste doch eher ein Umdenken der Eltern in Kleinstädten ran. Bei uns in der Straße fahren bis auf eine Mama alle ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Es wäre 15 Minuten zu laufen. (und tatsächlich fahren alle getrennt, nicht mal gemeinsam) Unser alternativer Kindergarten und später die Schule dazu liegt tatsächlich in der freien Natur. Ohne (Schul)busanbindung zu uns. Und trotzdem geht das mit drei Kindern per Rad bzw. Radanhänger, den man auch schieben und als XXL Kinderwagen benutzen kann. Technisch wäre es möglich – schon ausprobiert, obwohl der 4 jährige selbst fahren kann – 3 Kleinkinder plus Großeinkauf im Radanhänger zu transportieren. (Leider frage ich mich, warum manche Eltern ihre Kinder in diese Schule schicken, aber selbst nicht dahinter stehen und der Schulparkplatz vor Autos überquillt und ein Verkehrschaos dort tägliches Ritual ist)

  5. Marcel

    S-Bahn adé – Fahrrad ahoi !

    Ich hab’s mit allem versucht: Musikhören, Ohrstöpseln, Bücher lesen, Schlafen, Arbeiten – nichts hat geholfen. Gegen das Gequassele, das Gedränge, Geschrei, Lärm, ständige Halten und Anfahren, die stickige Luft, die Durchsagen des genervten Fahrers – der S-Bahn.

    Lange hatte ich mich einfach damit abgegeben, bis es mir wirklich gereicht hat, und ich mich entschloss, meinen Weg zur Uni ab sofort per Rad zurückzulegen.

    Was seitdem geschah?

    Ich brauche per Rad nur eine Stunde, das sind gerade einmal 15 Minuten mehr, als mit der Bahn, bis zu meinen Vorlesungen. Ich bin besser gelaunt, mein Kreislauf ist richtig in Schuss, schon wenn ich in den Hörsälen ankomme – entsprechend konzentrierter kann ich den Profs folgen… auch kann ich über einen kleinen Umweg die mit Raucherluft verpqualmte Einkaufspassage vermeiden, durch welche ich mich vorher jeden Wochentag durchquälen musste. Warum nicht früher? Wohl aus Gewohnheit und „wäre ja anstrengend“ heraus.

    Ich bereue es nicht, ganz im Gegenteil ! Frischluft, Ausdauer, Muckis und gute Laune !

    Danke, Fahrrad!

  6. Daniel

    Hallo ihr! Vorweg muss ich sagen, dass ich euren eingeschlagene Weg sehr gut finde.
    Ein kleiner Tip an alle: ich besitze seit einem Jahr ebenfalls einen Fahrradlastenanhänger. Meiner war jedoch für Kinder gedacht. Ich habe den Stoff und die überflüssigen Leisten entfernt und eine Bodenplatte aus Sperrholz eingesetzt. Darauf kann ich z.B. diese flotten Klappkörbchen befestigen. Da der Anhänger aus den Kleinanzeigen war, hat er auch nicht mehr als 20 € gekostet und tut dennoch brav seine Dienste.
    Es muss also noch nicht mal neu und teuer sein :-)
    Grüße aus dem Sauerland

  7. Frank

    Ja, in solche Fahrradtaschen passt verdammt viel rein. Am Wochenende hab ich vier 20l Säcke Blumenerde und ein paar Lebensmittel so transportiert. Ein Teil aber auch im Rucksack. Früher war Auto fahren mein Job. Ich bin froh dass ich das nicht mehr machen muss und vermisse es überhaupt nicht. Es geht auch komplett ohne Auto und meist ist es viel entspannter, oft schneller und fast immer günstiger. Nebenbei hält es auch noch fit.
    Ein bischen irritiert mich aber, wieviel Lebensmittel ihr als Selbstversorger noch kauft.

  8. Christa Reitermayr

    bei „kofferraum-feeling“ musste ich lachen – das hab ich bei meinem anhänger auch schon öfters gehabt ;-)!
    übrigens passiert es immer wieder mal, dass mich leute fragen, wo es so einen anhänger gibt ( bei fahrradhändler_innen des vertrauens natürlich!).

    liebe grüße, christa

  9. Juli

    Ich mag eure Artikel :-)
    Der hier spricht mir besonders aus dem Herzen, mein Leben lang (und das ist schon einige Zeit ^^) hatte ich kein Auto und wenn ich auch oft geflucht habe, es ist immer noch ok für mich. Wenn man in der Stadt wohnt ist es sowieso irr ein Auto zu haben, vor allem heutzutage wo immer mehr Autos die Stadt verstopfen, es fast überall gute Angebote des öffentlichen Nahverkehrs gibt und fast überall inzwischen Car-Sharing angeboten wird für die besonderen Fälle.Von der Möglichkeit des Lastenfahrrads ganz zu schweigen. In Asien zb ist sowas heute noch gang und gäbe. Und auch Europa gibt uns da Vorbilder, ich habe gelesen dass in Kopenhagen fast 25% der Familien bereits über ein Lastenrad verfügen, warum bekommen wir das hier in Ö und D nicht in den Städten hin? Es wäre soviel mehr Lebensqualität. Und soviel sicherer für die Kinder. Auch wenn man sich Amsterdam anschaut – vor allem dieFietsen Parkhäuser, ist man überwältigt, es geht definitiv ohne (und auch wenn ich jetzt niemanden zu nahe treten mag, den Kindern in solchen Städten passiert auch nicht mehr, bloss weil die Eltern nicht in 2 Minuten mit dem Rad bei ihnen sein können, Lehrer können durchaus auch verantwortungsbewusst handeln in Notfällen, und auch ich hab meine Kindheit gut überstanden, jedenfalls transporttechnisch gesehen, auch wenn damals ein Auto noch keine Selbstverständlichkeit war). Inzwischen wohne schon längere Zeit nicht mehr in der Stadt sondern im Nirgendwo und mein Rad trifft endlich nächste Woche ein. Da ich etliche Jahre nicht mehr gefahren bin und fitnessmässig ziemlich ausser Form, fürcht ich mich im Moment noch ein bissel, vor allem wegen der rücksichtslosen Autofahrer ,denn ich muss eine längere Strecke Bundesstrasse fahren zum einkaufen. Es ist gut dass ihr mich mit dem Artikel dran erinnert habt, dass ich ja auch noch solche Taschen in einem Karton auf dem Dachboden aufgehoben habe, ich hatte sie vollständig vergessen :D
    Zu dem Fahrradanhänger – falls ihr Zeit habt – was war euer Kriterium genau diesen zu kaufen (denn er ist doch einiges teurer als andere) und wie leicht lässt sich denn ein Rad noch lenken / steuern wenn der richtig vollgepackt ist – mir wäre das im Moment fast unheimlich mit so enem Ding über Strassen zu fahren wo ich von lauter rasenden LKWs und Autos ständig überholt werde.

    Fietsen Parkhaus, man muss sich mal überlegen wieviel Platzverbrauch man hat (vom Rest ganz zu schweigen) für die gleiche Menge Autos (die in den allermeisten Fällen leider auch nur von einer Person benutzt werden)

    1. Michael HartlMichael

      Hallo Juli,

      den Anhänger habe ich vor sechs oder sieben Jahren gekauft, weil er von den damals angebotenen Anhängern in dem Fachgeschäft die höchste Qualität hatte. Über den aktuellen Markt hab ich leider keinen Überblick.

      Für deine Radfahrten wünsche ich dir viel Freude – und prüf nochmal, ob es nicht irgendwo doch einen Radweg gibt, mit dem du die Bundesstraße umfahren kannst. Hier kannten auch sehr viele Einheimische den Radweg nicht, den wir ins nächste Städchen nehmen – obwohl der super ausgebaut und ausgeschildert ist!

  10. Frau B.

    Ach, ein Lastenrad wäre mein Traum. Der Vorteil gegenüber Kinderfahrradanhänger ist, daß man die Kleinen im Blick hat. Der Nachteil: den Anhänger kann man quasi als Kinderwagen benutzen bzw. hat das Fahrrad auch ohne Zusatz. Schwierig ist nur, daß Lastenräder recht teuer in der Anschaffung sind und bei hügeligem Gelände ein E-Motor eine sinnvolle Ergänzung ist. Denn Schieben ist kräftezehrender als Ziehen.

  11. Reinsch

    Da ich allein wohne und ohnehin kaum koche kann ich meine Einkäufe bequem im Rucksack nach Hause bringen, ganz einfach auf dem Arbeitsweg.

    Ein Lastenfahrrad hatte ich mal bei Bekannten ausprobiert und fand es eher unpraktisch. Es ist schwer, meist zu sperrig für den Radweg (erst Recht Abkürzungen…), sobald man Asphaltstraßen verlässt und auf Feldwege kommt wird es schwierig, bergauf ist ein Kraftakt, Bordsteinkanten ein echtes Hindernis… Man verliert eigentlich die wesentlichen Vorteile eines Fahrrads und wird zum lahmen Verkehrshindernis.

    Sowas würde ich mir nur zulegen wenn ich wirklich oft schweres Zeugs herumfahren müsste und die Strecke hierfür gut ist. Aber für meine höchstens 1 bis 2 Fahrten im Jahr organisiere ich mir dann doch lieber ein Auto.

  12. Neea

    Danke für diesen tollen Artikel, leider klappt es bei mir zur Zeit noch nicht auf mein Auto zu verzichten aber wenn alles glatt läuft habe ich bald überhaupt mal die Möglichkeit mit dem Rad einkaufen zu fahren und dann werde ich das ganz klar nutzen (auch wenn ich wohl keine großen Lasten damit transportieren kann) aber mich von meinem Auto zu trennen steht definitiv im Raum.

  13. Stefan Klemme

    Schöner Artikel. Es freut mich immer wieder mal festzustellen, dass mehr und mehr Menschen dazu bereit sind sich für Alternativen zum Auto zu entscheiden. Ich habe mein Auto vor zwei Jahren abgeschafft und bereue es in keinster Weise. Im Gegenteil. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen so eine stinkende, lärmende Blechkiste vor der Tür bzw. im Stau stehen zu haben. Für einen Singlehaushalt und in der Nähe einer Großstadt ist das sicherlich leichter zu bewerkstelligen als für Familien und im ländlichen Raum. Die Infrastruktur in den ländlichen Gebieten wurde in den letzten Jahrzehnten auch zu sehr vernachlässigt. Ich hoffe das es in dem Bereich zu einer Trendwende kommt. Einige Projekte scheint es da ja bereits zu geben. Für meine Einkäufe nutze ich zwei Satteltaschen und/oder den Rucksack. Für größere, sperrige Anschaffungen nutzte ich bisher Carsharing. Da das bisher aber recht selten vorkam, denke ich auch über die Anschaffung eines Anhängers bzw. Lastenfahrrades nach. Wahrscheinlich werde ich aber den Kompromiss mit einer Elektro-Unterstützung eingehen. Man wird ja älter und hier in Ostwestfalen kann es doch mal recht hügelig werden. Mit der „richtigen“ Kleidung und Radaustattung habe ich bisher jedes Wetter mitmachen können und fahre auch den Winter durch Rad. So komme ich auf gut 6.000 km (incl. Ausflüge) die ich mit meiner mittlerweile 12jährigen drahtigen „Rosinante“ zurücklege. Viel mehr bin ich mit dem Auto früher auch nicht gefahren. Ich finde den Weg den ihr eingeschlagen habt übrigens richtig klasse und bin ein großer Fan geworden. Alles Gute für die Zukunft! Macht weiter so!

  14. Daniela B.

    Also ich habe ein Auto und kann momentan auch nicht darauf verzichten. Wir wohnen im Tal und bis zu meiner Arbeit sinds über 30 km…
    Wir ziehen evt um, die Zeit ist aber nicht ersichtlich. Dann könnte man umdenken.
    Ich will mir aber mal ein Fahrrad anschaffen, damit zumindest die kleinen Einkäufe so erledigen kann.

  15. Andreas Koch

    Hallo :-)
    Ich fuhr jahrelang mit dem Rad 20km zur Arbeit und zurück. Auf dem Heimweg habe ich alle Besorgungen gemacht. Wenn man WILL, ist das alles garkein Problem :-) Fairerweise mus sich aber gestehen, dass der Radweg absolut eben war und am Fluß entlang lief. Panoramablick und geringe Anstrengung waren durchaus ansporn genug :-) Heute fahre ich per Mitfahrgelegenheit (Nachbarin) zur Arbeit, die Einkäufe erledige ich am Samstagmorgen jedoch zu Fuß. Ich benötige nicht viel und da ich Hunde halten möchte, gewöhne ich mich schonmal an die Strecken :-) In den ~3h Marsch zum Supermarkt hab ich auch schön Zeit mir Gedanken zu machen über die wichtigen Dinge des Lebens :-)

  16. Andrea S.

    Hallo Lisa,
    ich benutze auch die Radtaschen von Ortlieb, allerdings die kleineren für vorne, weil ich hinten mit Kindersitz bestückt bin. Außerdem habe ich einen Anhänger. Eigentlich ist der für die Kinder, aber wenn ich einkaufen gehe, dann sitzt die Kleine im Sitz und die Große fährt selber. Dann kann ich den Hänger vollladen und zur Not habe ich dann noch die zwei Taschen für vorne. Ich hatte noch nie ein Problem damit den kompletten Wocheneinkauf für die ganze Familie nach Hause zu bekommen. Es ist zwar anstrengend, aber ich muss zumindest keine Steigungen erklimmen. Wenn man’s genau nimmt ist das mein wöchentliches Fitnesstraining :-)
    Außerdem genieße ich es mit dem Rad immer direkt vor der Ladentüre parken zu können.
    Ich vermisse das Autofahren eigentlich nie, wobei ich sowieso noch nie gerne Auto gefahren bin :-)

    Liebe Grüße
    Andrea

  17. Katja

    Wir haben ein Auto…aber das nutzen wir nur zum campen und wenn wir nicht damit unterwegs sind, bieten wir es als privates Carsharing anderen Menschen an, damit schöne Dinge zu erleben.
    Somit fahren wir auch jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit, zum einkaufen, zu Freunden und wo man halt sonst noch so hin muss. Ich genieße es sehr, jeden Morgen mit Fahrrad auf Arbeit zu radeln…die frische Luft, die Ruhe, das Wetter (egal weches ;-) ) … die Welt.
    Somit kann ich euch nur zustimmen. Es gibt leider sehr viele Menschen, die dann ungläubig fragen „und wie macht ihr das mit dem einkaufen?“ . Nun ja…wir haben insgesamt 4 Fahrradtaschen, da bekommt man locker einen Wocheneinkauf unter ;-) .
    Für viele Menschen ist es unvorstellbar, alle Dinge per pedeles zu erledigen. Es ist eine Schwelle im Kopf, die man überwinden muss, danach kann man gar nicht mehr anders.
    Viele Grüße und immer gute Fahrt
    Katja

  18. Veronica

    Hallo ihr beiden,
    wir sind eine große WG und Fans von eurem Blog+ Buch:-) Vier von uns brechen jetzt auf eine Fahrrad-Bauerntour auf- wir radeln von Alaska nach Feuerland und werden eine Dokumentation über Bauern machen, die wir entlang des Weges treffen. Vielleicht habt ihr ja mal Lust auf unseren Blog vorbeizuschauen.
    Liebe Grüße, Veronica, Georg, Hannes, Julia

  19. Katharina

    Ich lebe auch ohne Auto und das sehr gut. Für meine alltäglichen Kurzstrecken wie Einkäufe, Verabredungen etc. nehme ich immer das Rad. Allerdings hab ich dann eher einen Rucksack auf dem Rücken. Das geht auch… Ich spiele aber schon länger mit dem Gedanken, mir so einen tollen Anhänger zuzulegen, damit auch Großeinkäufe mal möglich sind.
    Ich finde auch, dass man wahnsinnig tolle Ecken mit dem Fahrrad entdeckt, die man mit dem Auto nie gesehen hätte. Und zusätzlich Frischluft, Bewegung, das schon erwähnte Gefühl der Euphorie und eine herrliche Stille bzw. laute Naturgeräusche, statt nervigem Autogebrumm.
    Ich hab jetzt sogar ein von meiner Chefin angeschafftes Arbeitsfahrrad, mit dem ich meine Hausbesuche mache. Sehr komfortabel!!!

  20. Sarah

    Hey Lisa,

    von „Einfälle statt Abfälle“ gibt´s ein tolles Heftchen mit dem Titel „Lasten-Fahrräder, Schwerlasten-Dreirad und Anhänger aller Art“. Dort wird beschrieben wie man diese Räder selbst baut, auch ohne Schweißarbeiten. Sehr zu empfehlen. Denn so´n fertiges Lastenfahrrad ab Werk ist doch schon sehr kostspielig ;). Die Heftchen von „Einfälle statt Abfälle“ sind ohnehin sehr zu empfehlen. Vllt. kennt Ihr die ja noch nicht.

    Ganz liebe Grüße

    Sarah

    1. Thomas

      Ja, die Hefte von „Einfälle statt Abfälle“ sind super. Ich habe uns vor vier Jahren angeregt dadurch ein Lastenrad gebaut und fahre das ganze Jahr über in Gmünd im Waldviertel. Da passen bis zu vier Kinder hinein bzw. mehr Einkauf als in die meisten Kofferräume. Was ich damit schon alles transportiert habe….

  21. Bärbel Wenzinger-Steidl

    Hallo ihr Zwei!
    Wir leben auch seit mehreren Jahren ohne Auto. Allerdings in der Stadt.
    Um möglichst komfortabel einkaufen zu können ( 5 Personen Haushalt :)
    hab ich angefangen praktische bunte Sachen zu nähen. Wie z.B. die prall gefüllte Einkaufstasche.
    Wenns dann doch mal noch was Größeres zu transportieren gibt, leih ich mir ein Lastenrad.
    und übrigens, ich finde es superklass , was Ihr macht!! Alles Liebe und Gute!

  22. Grübler

    Hallo Lisa,

    ein Auto ist sicher ein Luxusgegenstand, der nicht unbedingt gebraucht wird. Vor allem in einer kinderlosen Lebensgemeinschaft ist es nicht notwendig. Für größere Transporte kann man sich auch ein Auto ausleihen. Wenn man allerdings Kinder hat sieht die Sache anders aus, da mein einerseits die Verantwortung hat und andererseits sich auch Sorgen macht. Auch wenn das Kind mit dem Bus in die Schule fahren kann, so möchte ich, wenn etwas in der Schule passiert (Verletzung,…) so schnell wie möglich zu meinem Kind kommen und es auch schnell nach Hause bekommen. Es reicht schon ein verstauchter Fuß und du bekommst das Kind nicht mit dem Fahrrad nach Hause. Wir fahren einmal pro Woche einkaufen, und das mit dem Auto, da mir ein Wocheneinkauf für den Fahrradtransport zu viel ist. Prinzipiell fahre ich aber mit dem Rad zur Arbeit und generell Strecken unter 5km mit dem Rad. Alles was drüber liegt wird mit dem Auto gefahren. In Italien gibt es Räder die wie ein Auto aufgebaut sind. 4 Plätze und auch 4x Pedale. Vielleicht wäre das etwas für euch, da man es sicher auch gut zum Lastentransport einsetzen kann.

    1. Michael HartlMichael

      Lieber Grübler,

      kann das mit den Ängsten bezogen auf das eigene Kind schon nachvollziehen – wir agieren ja alle sehr viel aus Ängsten heraus. Aber auch das ist mit einem Gemeinschaftsauto möglich und erfordert nicht, dass jede kleine Familie oder sogar jede erwachsene Person ein eigenes Auto hat. Kenne genug Beispiele, wo das wunderbar funktioniert! :)

  23. Olli

    Sehr schöner Artikel … wie immer eigentlich. :)

    Ich bin gerade dabei von der S-Bahn aufs Fahrrad umzusteigen.
    Von meiner Wohnung bis zur Arbeit sind es zwischen 16 und 17 km. Je nachdem wie ich fahre.
    Laut Google Maps soll ich für die Strecke 54 Minuten brauchen. Das bezweifel ich noch ein bischen, da es erstens viel über Feldwege geht, zweitens ich eine so „lange“ Strecke noch nie gefahren bin und drittens hab ich ein Militärvelo das 22kg wiegt.

    Ich werde morgen mal von der Arbeit mit dem Fahrrad nach Hause fahren.
    Bin mal gespannt wie fertig ich nach der Tour bin.
    Wenn alles gut läuft und ich mich wieder ans fahren gewöhnt habe, werde ich jeden Tag hin und zurück fahren. Spart auch gleich mal 65 Euro die ich sonst im Monat für mein Ticket immer ausgebe.

    Wie macht ihr das eigentlich im Winter? Nicht nur, dass es dann Arschglatt sein kann, die Strassen sind ja auch nicht immer geräumt?!

    1. Michael HartlMichael

      Hallo Olli, wir fahren im Winter einfach nur, wenn die Strassen frei sind. Ansonsten gehen wir zu Fuß mit großen Rucksäcken einkaufen (zwei Stunden Zeit braucht man dann halt). Und leben halt im Winter viel von Essen aus dem Keller / Lager, so dass es reicht, einmal alle paar Wochen ins Geschäft zu gehen. Dann können wir besonders geeignete Tage einfach abwarten! :)

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