Small is beautiful

Warum wir für eine kleinstrukturierte und nachhaltige Landwirtschaft sind

Michael Hartl
Von Michael Hartl
7. Januar 2014

Ich denke im Moment, dass ich im Laufe dieses Jahres immer wieder mal was anlässlich des von der UN ausgerufenen internationalen Jahres der familienbetriebenen Landwirtschaft schreiben werde. Heute möchte ich mit ein paar Basics anfangen, über die ich immer wieder mal geschrieben habe. Im Kern geht es darum, warum wir eine nachhaltige, kleinstrukturierte Landwirtschaft brauchen, wenn wir die Welt mit genug zu essen versorgen wollen.

Stabilere Lebensmittelversorgung

70 Prozent der weltweiten Lebensmittelproduktion stammt aus familienbetriebener, kleinstrukturierter Landwirtschaft. Damit sind die „Family Farms“ der Schlüssel um Hunger und Unterernährung zu einem Teil der Geschichte werden zu lassen.

Die meist höhere Produktivität und Nachhaltigkeit bezogen auf die gleiche Fläche und die verwendete Energie kommt daher, dass kleinere, vielfältig anbauende Bauernhöfe sich besser an die Standortbedingungen und das Wetter anpassen können. Sie können durch räumlich und zeitlich gestaffelten Anbau in Mischkulturen mehr Pflanzen pro Jahr auf der selben Fläche unterbringen. Sie können sich besser um die angebauten Pflanzen kümmern und senken durch den Verzicht auf Monokulturen den Krankheits- und Schädlingsdruck. Gleichzeitig sind solche Betriebe arbeitsintensiver, was die menschliche Arbeit angeht, und so erschaffen sie mehr Arbeitsplätze für die Menschen in der Region.

Foto eines Mischkultur-Beets

Ernährungssouveränität und Sortenvielfalt

Im Laufe der Geschichte haben wir rund 7.000 Pflanzen kultiviert und an unsere Bedürfnisse angepasst. All dies geschah die längste Zeit ausschließlich durch die Bäuerinnen und Bauern dieser Welt. Heute sind es die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, die gerade in der Subsistenzlandwirtschaft so divers anbauen, dass sie zur Erhaltung vieler dieser Kulturpflanzen beitragen und damit regionale Sorten erhalten. Damit ist es in erster Linie nach wie vor die kleinst-strukturierte Landwirtschaft die weltweit dafür sorgt das wir die genetische Vielfalt erhalten und damit auch zukünftig unsere Nutzpflanzen an sich verändernde klimatische Bedingungen anpassen können.

Die industrialisierte Landwirtschaft hingegen baut weltweit nur noch rund 150 verschiedene Pflanzen an. Wobei 30 davon 90 Prozent aller Kalorien für die menschliche Ernährung liefern. Und nur vier von ihnen liefern mehr als die Hälfte der Kalorien. Das sind Reis, Weizen, Mais und Kartoffeln.

Weitere Vorteile kleinstrukturierter Landwirtschaft in wirtschaftlich ärmeren Ländern

Die oben aufgeführten Punkte gelten im Besonderen auch in Regionen der Welt, in denen Armut und Hunger herrscht. Dort kommen darüber hinaus weitere Punkte zum Tragen. 40 Prozent aller Haushalte weltweit sind wirtschaftlich abhängig von ihrer Familien-Landwirtschaft. Daher gehört diese nicht umgewandelt in industrialisierte Großbetriebe, bei denen dann ein Bruchteil der vorherigen Subsistenz-Bäuer*innen zu Landarbeiter*innen werden und der Großteil arbeitslos. Die vorhandene kleinstrukturierte Landwirtschaft gehört gefördert durch einfacheren Zugang zu Fachwissen, durch die Ermöglichung des Handelns im regionalen Umfeld und durch eine Ermutigung zum Vermehren und Tauschen des Saatguts.

Dem Mythos, dass wir die industrialisierte Landwirtschaft bräuchten um alle Menschen auf der Erde zu ernähren, fühlt dieses englischsprachige Video auf den Zahn.

Kennt ihr den Bauern oder die Bäuerinnen, die hinter den Lebensmitteln stecken, die ihr esst? Wenn nein: Wäre das nicht super? Ist jemand von euch in einer CSA oder Food Coop aktiv?

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18 Gedanken über “Small is beautiful

  1. Katharina

    Hi Michael!

    Da hast du schon sehr Recht! Aber ein Aspekt fehlt mir: Ich hab auf der Uni (studiere Landwirtschaft auf der BOKU) gelernt, dass 50-70% der hungernden und/oder fehlernährten Menschen Bauern sind. Ursachen dafür sind vor allem Dürren, kriegerische Auseinandersetzungen und zu einem großen Teil auch massiv suboptimale Bewirtschaftung der Böden. Den Bauern fehlt das Geld für Betriebsmittel oder sie leben an so schlecht erschlossenen Orten, dass sie Dinge die sie brauchen würden schlicht nicht bekommen. Kalk ist da in Afrika so ein Thema, bei vielen afrikanischen Böden würde Kalkung helfen, aber ohne Straßen kann man keine großen Mengen Kalk transportieren. Auch das Konzeot der Gründünung/Leguminosen-Futterbau ist in vielen Entwicklungsgebieten nicht angekommen, weil es das Saatgut dafür dort nich gibt. Afrikanische Bauern kaufen auch oft keine Maschinen oder Geräte, Wasserschläuche…, weil sie das wenige Geld, das sie haben für die Gesundheitsversorgung und für Dinge, die sie nicht selbst produzieren ausgeben müssen. Die Folge davon ist, dass viele in die Städte abwandern, wo es ihnen dann noch schlechter geht.

    Subsistenzwirtschaft ist also global nicht nur eine Chance, sondern auch eine große Gefahr. Menschen, die sich in halbwegs entwickelten Gebieten teilweise selbst versorgen und ein außerlandwirtschaftliches Einkommen haben, sind da in einer sehr glücklichen Lage. Aber stell dir mal vor du müsstest dich ausschließlich auf das verlassen, was ihr in der warmen Jahreszeit produziert – und wenn etwas schief geht oder es nicht genug ist müsstet ihr hungern!

    Gerade wegen dieser Ambivalenz – einerseits Chance und andererseits Gefahr – finde ist es total cool, dass Substistenzwirtschaft international zum Thema wird!

    1. Michael HartlMichael Beitrags Autor

      Liebe Katharina,

      vielen Dank für deinen Beitrag. Ich weiß nicht ob der Rückschluss funktioniert, dass dieser hohe Prozentsatz der Bäuerinnen und Bauern unter den Hungernden automatisch bedeutet, dass deren Subsistenzlandwirtschaft die Ursache dafür sei. Dieses Argument wird häufig gebracht, um eine industrialisierte Landwirtschaft zu promoten und einzufordern.

      Ich glaube aber es ist eher anders herum. Würden die am schwersten von Armut und schwierigen klimatischen Bedingungen betroffenen nicht landwirtschaften, ginge es ihnen noch schlechter. Das ist zumindest das, was die Studien und Arbeiten zum Thema zeigen. Schön finde ich die Kampagnenseite zum Thema unter http://www.familyfarmingcampaign.net/
      Dort findest du auch weiterführende Ressourcen.

      Wo ich ganz bei dir bin ist der Punkt, dass die Versorgung und Ausbildung der landwirtschaftlich arbeitenden Menschen weltweit deutlich verbessert wird. Worauf dabei aber zu achten sein wird ist, dass die Beratung nicht durch die Chemie- und Landmaschinenkonzerne stattfindet oder finanziert und damit beeinflusst wird, wie das z.B. in Österreich der Fall ist. 70 Prozent der EU-Agrarförderung, wegen derer sich Landwirt*innen regelmäßig anhören dürfen, fürs nichts tun Geld zu bekommen, wandern ja über den Umweg des bäuerlichen Betriebs in die Zulieferindustrie der modernen Landwirtschaft: Chemieindustrie, Öl-Industrie und vor allem Landmaschinenhandel.

      1. Katharina

        Da hast du absolut Recht! Es ist ja auch so, dass viele Menschen abwandern und es ihnen dann einerseits noch schlechter geht und andererseits die Landwirtschaft Gefahr läuft, lokal zusammenzubrechen. Damit wird die Versorgungslage noch schlechter. An der BOKU wird aber auch viel im Bereich Tropenlandwirtschaft gemacht, das ist finde ich eine wirklich tolle Form der Entwicklungshilfe. Weil die Lösung ist ja nicht Agroindustrie, sondern eine nachhaltige, kleinstrukturierte Landwirtschaft!

        Bzgl. Beratung in Österreich: Das stimmt vollkommen! In der biologischen Landwirtschaft ist es nicht so schlimm wie im konventionellen Bereich, aber Raiffeisen ist leider auch dort überall…..

  2. Schnuw

    Hallo Michael,

    vielen Dank für Deine schöne Artikel – dort kann man immer etwas neues mitnehmen. Mein Forscherherz würde sich allerdings wünschen, Du könntest in Zukunft Quellenangaben machen, wenn Du Statistik und Kenntnissen von extern benutzt. Im obigen Artikel hätte ich sehr Spaß daran gehabt, die Zahlen weiter zu erforschen :)

    Mit besten Grüßen,
    Schnuw

    1. Michael HartlMichael Beitrags Autor

      Versteh ich, dass das interessant wäre mit den Quellen. Macht halt noch ein wenig mehr Arbeit, weil manches weiß ich von meiner fortlaufend Beschäftigung mit dem Thema und kann dann aber nicht immer ad hoc eine Quelle nennen.

      Aber für dieses Thema gibt es gerade zwei, die ich weiß, dass ich für die Recherche rund um den Artikel verwendet habe:

  3. Annika

    Hallo!
    Wir haben zum Ende des letzten Jahres jemanden kennen gelernt, der nicht allzu weit von uns (Berlin) entfernt, einen kleinen Hof mit Gemüseanbau betreibt. Wir unterhielten uns lange und er erklärte, dass er bis vor einigen Jahren Biobauer war. Sich so nennen zu dürfen, ist ja mit Kosten verbunden, aber auch mit Pflichten!(?)
    Ich fand es sehr interessant, als er sagte, er ist jetzt wieder konventioneller Landwirt. Diese Entscheidung fällte er, weil er sich selbst zu wenig kontrolliert fühlte. Bei Prüfungen wurden die Lieferscheine und andere Ungterlagen aus dem Einkauf und im Verkauf kontrolliert. Seinen Stall oder seinen Acker hat nie jemand angeschaut.
    Nun verzichtet er auf das Bio-Label, spart dadurch Kosten und bietet sein Gemüse für die Kunden günstiger an. Für ihn kommt es finanziell auf das gleiche herraus. Dadurch das er schon lange am Markt war, hat er einen gewissen Kundenstamm. Und diese Kunden bringen ihm das Vertrauen entgegen, dass er auch ohne Stempel weiterhin sehr ökologische und nachhaltige Landwirtschaft betreibt.
    Er verkauft übrigens regional auf Wochenmärkten und kennt seine Kunden dadurch persönlich.

    Will damit zwei Dinge sagen: 1. Bio-Label sind lange nicht soviel wert, wie wirklich selbst zu wissen, wo die Lebensmittel herkommen. 2. Das ist im Grunde nur mit regionaler und kleiner Landwirtschaft möglich. Denn wer macht schon eine Reise, um zu sehen, wo der Salat wächst und wer würde überhaupt eine Audienz beim Manager eines Agrar-Großkonzerns bekommen?

    Und deshalb: Ja! Small ist beautiful! Denn es ist übersichtlich und dadurch transparenter. Meiner Meinung nach für Verbraucher zwei wichtige Faktoren, um den Überblick zu behalten und überhaupt Vertrauen aufbauen zu können.

  4. Harald

    Hallo Michael,
    Ich selber bin Teil einer solidarischen Landwirtschaft in München mit dem schönen Namen Kartoffelkombinat (http://www.kartoffelkombinat.de). Ich kenne die Leute die mein Gemüse anbauen und kann auch selbst mithelfen. Das Kartoffelkombinat ist als Genossenschaft organisiert und geht in die Richtung „Großfamilienbetrieb“ ;-) Bin sehr froh, dass ich trotz Großstadt diese Möglichkeit habe!
    Liebe Grüße, Harald

  5. Sebi

    Hallo Michael,
    ich möchte mich gern an der Diskussion beteiligen weil du hier einen ganz wichtigen Punkt ansprichst. Ich bin selber als Gartenbauingenieur in einer Bio-Gärtnerei tätig und deswegen liegt mir das Thema am Herzen.

    Sämtliche von dir genannten Argumente für eine kleinstrukturierte Landwirtschaft sind absolut korrekt und auch in der Fachwelt setzt sich die Erkenntnis langsam durch, dass die Flächenintensität und damit der Ertrag/ha in solchen Betrieben höher ist, als in großen Agrarbetrieben.

    Auch wir versuchen in unserem Betrieb diesen Gedanken umzusetzen, scheitern aber dabei immer wieder an dem Punkt, den du als Vorteil siehst: die deutlich höhere Arbeitsintensivität.
    Natürlich ist die Idee, dass mehr Menschen wieder in der Landwirtschaft tätig sind zunächst schön, aber ich sehe (leider) bisher keinen realistischen Weg dorthin.
    Schon jetzt ist der Beruf des Gemüsegärtners im Vergleich zu vielen anderen Jobs sehr schlecht bezahlt und das liegt nicht (nur) an ausbeuterischen Betriebsleitern. Wir würden unseren Mitarbeitern liebend gerne mehr Gehalt ausbezahlen, aber das ist aufgrund der extrem niedrigen Erzeugerpreise schlicht und einfach nicht möglich. Das wäre nur bei einem Anstieg der Gemüsepreise möglich. Grob überschlagen müssten wir ca. 30-50 Prozent höhere Preise verlangen um unseren Mitarbeitern ein (meiner Meinung nach) angemessenes Gehalt für diesen körperlich sehr anstrengenden Job zahlen zu können. Und das in einer Biogärtnerei, wo die Erzeugerpreise sowieso schon deutlich über denen einer konventionellen Gärtnerei liegen.
    Sollten jetzt noch mehr Menschen im Bereich der Landwirtschaft tätig werden und somit auch – zumindest einen Teil – ihres Einkommens damit erwirtschaften müssen, würden die Lebensmittelpreise regelrecht explodieren. Das doppelte bis dreifache der heutigen Preise wäre wohl nicht unrealistisch. Da stellt sich tatsächlich die Frage wer sich das leisten kann bzw. will. Die Gutverdiener könnten das wohl, aber Geringverdiener kommen da an ihre Grenzen, selbst wenn sie dem Lebensmittel den Wert gerne zusprechen würden.

    Das ist für mich der eigentliche Kern des Problems, denn es verhindert komplett die Entwicklung in diese eigentlich richtige Richtung. Wie gesagt scheitere ich und viele andere immer wieder an diesem Punkt. Ich hab die Hoffnung natürlich noch nicht aufgegeben, deshalb geb ich diesen Kommentar hier ja auch ab ;).
    Ich finde die Arbeit die ihr leistet toll und verstehe meinen Kommentar hier als Anregung für euch und mich (und andere) sich über dieses Problem auszutauschen, Ideen zu sammeln und vielleicht Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Vielleicht kann hier ja eine kleine Diskussion darüber entstehen?

    1. Michael HartlMichael Beitrags Autor

      Lieber Sebi,

      vielen Dank für dein Kommentar! Ja, ich denke auch, dass die Lebensmittelpreise der Knackpunkt sind. Die Menschen geben 800 Euro für Miete aus aber nur 200 Euro für Essen. Da passt was nicht… Daher braucht es mehr Bewusstsein, was Lebensmittel eigentlich sind und was gute von schlechten Lebensmitteln unterscheidet. Und warum gute Lebensmittel anders angebaut werden und wenn sie noch dazu ökologisch nachhaltig sein sollen eben einen gewissen Preis haben müssen – egal ob das zunächst mal Spaß macht oder nicht. Der Weg dahin ist aber für eine Gesamtgesellschaft die Lebensqualität nicht mehr kennt sondern sie mit Überkonsum verwechselt ein recht schwieriger.

      Würde mich auch voll freuen, wenn hier eine kleine Diskussion entsteht.

      Das Beschäftigungsargument ist übrigens global ein total wichtiges. Darauf wollte ich mich im Artikel hauptsächlich beziehen.

      Alles Liebe,

      Michael

      1. sebi

        Unsere Mitarbeiter können sich umsonst komplett mit Gemüse aus der Gärtnerei versorgen. Neben dem unverkäuflichen Ausschuss (zu klein, zu groß, zu krumm…) darf auch verkaufsfähige Ware in unbegrenzter Menge mitgenommen werden.
        Das ist für die Mitarbeiter toll, aber gleicht auch nur einen kleinen Teil aus. Es ist ja nicht nur Gemüse was konsumiert wird. Ich schätze mal, dass das von allen Lebensmitteln vielleicht 10-20 Prozent ausmacht. Müssen also immer noch ca. 80 Prozent an Lebensmitteln zukegauft werden.

    2. Rebecca

      Also ich muß ehrlich sagen, ich bin gerne bereit für mein Gemüse, wenn es entsprechend gut angebaut wurde auch mehr zu bezahlen! Bei den Konsumenten muß dringend ein Umdenken statt finden. Denn, das habe ich in den Veganerforen gelernt, kann man auch mit Hartz IV ausschließlich Biogemüse kaufen und gerne bereit sind für entsprechende Qualität mehr für ihr Gemüse zu bezahlen. Klar muß dann an anderer Stelle gespart werden. Wenn ich dann so in die Einkaufswagen vieler Geringverdiener schaue, weiß ich auch, wofür das Geld aus gegeben wird, für alles das, wovon die Werbung suggeriert: Muß man unbedingt haben!
      Was man aber nicht zum Leben braucht.
      Mir persönlich ist es erst mal wichtiger mich gesund, regional, bio und am besten fairtrade, sprich von Gemüsebauern um die Ecke, zu ernähren und dann kümmer ich mich erst um Sachen des Konsums. Dann muß halt mal ein neues Buch für mich, oder eine neue Hose für meine Tocher bis zum nächsten Monat warten.

      Leider hat sich aber in den Köpfen der Menschen eine „Geiz ist Geil“ Mentalität derart festgesetzt, dass es ihnen sogar egal ist, ob sie Müll essen der nur hübsch verpackt ist, oder nicht.

      Aber wenn ich mich so umhöre, kommt bei immer mehr Menschen langsam aber sich eine andere Sichtweise ins Bewusstsein. Zumindest in meinem Umkreis.

      1. sebi

        Mir ist es auch sehr wichtig mich regional und biologisch zu ernähren. Ich bin auch bereit dafür entsprechend zu bezahlen und kaufe deswegen biologisch ein. Was ich meine ist, dass die aktuellen Preise immer noch VIEL zu niedrig sind.
        Wenn die Preise aber ums 4-5 fache steigen, was sie meiner Meinung nach müssten um kleinlandwirtschaftliche Betriebe flächendeckend umzusetzen, seh ich ein Problem. Gehen wir davon aus, das man im Durchschnitt 200 euro im Monat für Lebensmittel ausgibt sind wir bei der Preissteigerung bei fast 1000 euro im Monat nur für Lebensmittel. Wenn ich als Geringverdiener vielleicht 1200 euro/Monat verdien stellt sich da leider nicht mehr die Frage ob man sich das leisten kann.

  6. rage

    hej! Wir haben vor etwa über einem Jahr eine GemüseAnbauerin (sagt man das so? Denn sie ist nicht wirklich Bäuerin.) zwei Dörfer weiter kennengelernt, die tatsächlcih schon lange einen kleinen HofLaden führt. Das ist genial. Seitdem weiß ich – wie peinlich – wie die verschiedenen KürbisSorten, grünen BlattGemüse oder Pastinaken, aussehen, riechen, schmecken!

    Es ist ein riesiges Geschenk. Ich wünschte, ich könnte mir auch einen Teil meines Gemüses selber anbauen. Heute kam mir die Idee, sie einfach mal zu fragen, ob ich ihr behilflich sein darf. Nach eurem BlogPost… und meinem JahresMotto „Wie es vor die Füße fällt“, werde ich sie mal anmailen. Schönen Abend und vielen Dank für eure Mühe und Arbeit in diesen Blog!

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