Selbstversorgung für AnfängerInnen

8 Tipps, wie du beginnen kannst!

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
7. November 2011

Das klingt vielleicht blöder, als es gemeint ist. Dennoch hören wir immer wieder, dass es so schwierig ist „sowas“ zu machen und man könne ja nicht sein ganzes Leben mitsamt seiner „Sicherheiten“ hinschmeissen.

Lektion 1

Es gibt nicht nur schwarz und weiß.

Es gibt nicht nur, entweder in der Stadt leben, 40 Stunden arbeiten und alles im Supermarkt kaufen oder in der Einöde leben und sich zu 100% selbst versorgen. Super ist es natürlich, wenn man einen kleinen Garten hat, den man zum Gemüsebeet gestalten kann – doch selbst in der Stadtwohnung lässt sich einiges machen. Sieh es einfach als „Trockenübung“ – was Dir hier gelingt, lässt Dich mal selbstsicherer sein, solltest Du doch irgendwann einen Schritt weiter gehen…

#2: Gemüse und Kräuter von der Fensterbank

Der Klassiker! Was gibt es einfacheres? Nahezu jeder Supermarkt bietet heutzutage verschiedene Kräuter (auch bio) an. Tomaten etc. findet man im Baumarkt oder Gartencenter des Vertrauens. Besser noch: Besorg Dir Saatgut und versuche die Pflanzen selbst zu ziehen – verlangt etwas mehr grünen Daumen und Feingefühl – oh Stichwort! Gefühl. Ja, Gefühl, Gespür.. das richtige Feeling muss man beim (Fensterbank)Gärtnern bekommen. Experimentiere ein bisschen mit Licht (verschiedene Fensterbänke) und Wassergaben – nach einiger Zeit bekommst Du schon ein Gefühl, welche Bedürfnisse eine Pflanze hat. Natürlich ist es draußen im Erdboden wieder anders, aber auch wir ziehen jedes Jahr bestimmte Gemüsesorten vor um ihnen einen Vorsprung zu verschaffen und Schutz zu bieten (Schnecken und anderes Getier). Ich denke das ist eine gute Vorbereitung um mal Gewächshausprofi_n zu werden ;)

#3: Einmachen, Einkochen, Konservieren

Naja, ein Basilikumpesto vom Fensterbank-Töpfchen wird sich wohl kaum ausgehen. Macht aber nichts. Um das Konservieren zu üben, kann man auch einfach das benötigte Gemüse kaufen – und zwar dann, wenn es Saison hat. Das macht auch noch ökologisch Sinn. Das Gemüse, dass ich mir im Sommer einmache, hab ich dann auch im Winter, wo es im Supermarkt von weit her kommt. Also warum nicht im Sommer am Wochenmarkt/Bauernhof des Vertrauens/von Omas Garten oder letztendlich vom Supermarkt Tomaten kaufen und Passata, eingelegte oder getrocknete Tomaten bis zum nächsten Sommer konservieren? Einmachen will gelernt sein. Ich bin schon gespannt wie viele vergärte oder schimmlige Gläser wir wegschmeissen müssen – aber noch kein/e Meister_in ist vom Himmel gefallen. Also warum nicht gleich anfangen, auch wenn man noch keinen eigenen Garten hat :)

#4: Selber machen!

Es gibt so viel auszuprobieren. Nudeln walzen, Brot kneten, Waschmittel sammeln, oder einfach selbst Alternativen zu Alltagskram zu finden! Mit ein bisschen Kreativität und Neugier lässt sich allzu oft unnötiger Konsum vermeiden. Gerade verarbeitete Produkte (wie zB. Nudeln oder Brot), die uns gut vertraut sind, werden oft mit anderen Augen gesehen, wenn man sie mal selbst macht. Das Internet strotzt nur so von Do it yourself – Anleitungen. Einen kleinen, inspirierenden Teil hoffen wir euch hier auf unserem Blog bieten zu können.

#5: Alternative zu Supermärkten

Ja das gibt’s. Lebensmittel direkt vom Bauern. Halt, so „kompliziert“ ist es dann auch nicht – man muss dafür nicht mit 500 Bauernhöfen in Kontakt stehen – schließ Dich einfach einer sogenannten Food-Coop an oder gründe selbst eine. Ziel: Bio-Lebensmitteln von Bauern und Bäuerinnen aus der Region beziehen – und zwar gemeinsam mit einer Gruppe von Leuten mit denen Du das gemeinschaftlich organisierst. Im besten Fall lernst Du dabei auch manche Landwirt_innen persönlich kennen und schon hast Du mehr als ein anonym-steril verpacktes Bio-Produkt aus dem Supermarkt. Noch dazu ist es regional(er) und Du kannst vor allem große Mengen bekommen! Wir haben damals 30kg regionale Linsen (im Supermarkt gibt es sowas in „regional“ einfach nicht!) und 10kg Maispolenta gecheckt – und wir haben selten eine so nette Bauernfamilie getroffen, der das Herz aufgeht, wenn sie von ihrer Berufung sprechen. Hier ein beliebiger Link einer FoodCoop aus Wien und hier ein informativer Link zu FoodCoopedia inklusive Gründungstipps. Zu erwähnen wäre noch das CSA (Community supported agriculture) System.

#6: Stromerzeugung

Ja, in meiner damaligen Mietwohnung war das für mich auch kein Thema – wie soll das auch gehen. Aber, abgesehen von Ökostrom, ist es das g’scheiteste einfach da Strom einzusparen wo es geht – Besen statt Staubsauger, Hände statt Knetgerät, Lufttrocknen statt Föhnen – eigentlich eh alles ein alter Hut. Wer dennoch Inspiration sucht – bitte genießt meine Ergüsse in dieser Trilogie.

#7: Sammeln!

Es gibt so vieles, worum man sich einfach nur bücken muss: essbare Wildkräuter, Nüsse, Obst und so, das niemand pflückt, Kastanien zum Wäsche waschen, Pilze im Wald, wilde Heilpflanzen… Fang irgendwo an :)

#8: Wo soll ich anfangen?

Ganz einfach: Da wo Du am meisten Lust drauf hast. Es geht ja gar nicht darum von jetzt auf sofort alles umzusetzen. Mit kleinen Schritten zum Ziel. Ziel… Ja ein Ziel wäre vielleicht gut – musst Du Dir selber überlegen. Wie weit Du gehen willst, wie Du leben willst… Wir haben den für unseren Idealismus besten Weg gewählt. Und selbst bei diesem wissen wir leider, dass wir das „Endziel“ wahrscheinlich gar nicht mehr erleben werden: Regionen, aus zusammengeschlossenen Gemeinschaften, die sich selbst ver- und füreinander sorgen. Im Moment sind wir nur einer der kleinen Fische, die gegen den Strom schwimmen. Aber zurück zu Dir: Das Wichtigste ist, fang an. Mach‘ es einfach.

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51 Gedanken über “Selbstversorgung für AnfängerInnen

  1. Brigitte

    Liebe Lisa, lieber Michael! Danke für Eure tolle Website und für diesen wieder sehr gelungenen Artikel.

    Daheim bei der Oma/bei meinen Eltern gab es immer einen Garten, bei dem der Obst- und Gemüseanbau ein wichtiger Bestandteil war.

    Im Ausland, in Wohnungen, etc. war dies nicht so einfach, auch weil mir bestimmte Dinge nicht einmal aufgingen bzw. die kleinen Pflänzchen trotz ausreichender Pflege eingingen (Schnittlauch). Trotzdem – ganz aufgegeben habe ich nie.

    Seit fast drei Jahren bin ich nun stolze Mieterin eines Reihenhauses mit 80 m2 Garten. Dieser liegt leider im Schatten (im Hochsommer verirrt sich zwei Stunden die Sonne zu mir): deshalb ist es nicht so einfach wie an einem vollsonnigen Standort. Außerdem ist ca. die Hälfte des Gartens mit Fliesen bzw. Platten bedeckt (Terrasse und Gehweg). Trotzdem versuche ich was geht, und jedes Jahr wird es etwas mehr, und etwas besser.

    Als ich eingezogen bin, fand ich einen „Ziergarten“, einen „pflegeleichten“ Garten mit einigen Kriechwachholdern, einem Ahornbaum, anderen kriechenden Gewächsen, Rhododendren und Azaleen mit einer kleinen Raseenfläche vor. Pflegeleicht halt, aber nicht unbedingt das, was ich wollte. So habe ich den Vermieter gefragt, ob ich einige Veränderungen vornehmen darf. Er hatte nichts dagegen, meinte nur, der Baum müsse stehen bleiben (der leider auch viel Schatten gibt/gab).

    Für mich als Landkind mit genug Grünfläche aufgewachsen, war es anfangs schwierig, sich Methoden zu überlegen, wie man mit wenig Anbaufläche in Kübeln etc. arbeiten soll. Div. Permakulturbücher bzw. Bücher über urbanes Gärtnern haben mir sehr geholfen bzw. Ideen gegeben, sodass ich erstmal den Bau einer Kräuterspirale in Angriff genommen hatte. Wegen der geringen zur Verfügung stehenden Fläche konnte ich den Mindestdurchmesser von drei Metern nicht ganz erreichen; sie wurde auch nicht ganz rund. Rund waren die Steine, mit denen ich baute (große Kiesel); diese haben mich fast zur Verzweiflung getrieben, sodass ich die begonnene Spirale schon fast wieder abreißen wollte. Habe dann aber unerwartet Hilfe bekommen und konnte schon bald meine Kräuter setzen, wobei der „Teich“ nur eine etwas größere Plastikschüssel ist, ebenfalls aus Platzgründen. In dieser fühlt sich die Brunnenkresse sehr wohl; zusätzlich habe ich noch Petersilie, Schnittlauch, Minze, Melisse, Zitronenverbene, Salbei, Kerbel, Dille, Rosmarin, Basilikum, Thymian, Majoran, Waldmeister, Borretsch und Sauerampfer dort untergebracht. Das meiste hatte ich von meiner Mutter; den Rest habe ich zugekauft. Anfangs etwas mickrig, wucherte bald alles ordentlich, vor allem die Minze. An Nachbars Hauswand habe ich Töpfe mit Stangenbohnen besät, die auch brav wuchsen; weiters gab es im Schattenteil Kren, und zwei Kübel habe ich mit Himbeeren bzw. Heidelbeeren bepflanzt, einen mit Plücksalat Der Nachbar hat sich dann aufgeregt, weil ich mit meiner Bohnenkultur angeblich schuld war, dass er einen feuchten Keller bekam; hat aber dann eingesehen, dass er einen Wasserrohrbruch hatte. Einen Kompostbehälter, in dem ich Küchenabfälle kompostiere, habe ich auch angeschafft. Die gesäten Tomaten und Gurken gingen leider noch vor der Auspflanzung ein; ebenso Paprika und Chili.

    Habe mich dann heuer schon mehr getraut; zusätzlich gibt/gab es Radieschen, Rote Rüben, verschiedene Salate, Spinat und Vogerlsalat. Habe auch aus dem Wald Bärlauch mitgenommen und versucht, bei mir im Schatten zu kultivieren; keine Ahnung, ob das etwas wird. Tomaten sind diesmal gewachsen und wurden in Töpfen an der Hausmauer (damit die Wärme abstrahlt) plaziert. Einige Zucchini und Gurken gingen auch auf, wobei ich die Zucchini im Beet und die Gurken in einem Paletten-Vertikalbeet plaziert habe. Gesäte Schwarzwurzeln sind nicht aufgegangen, auch die Petersilie nicht; und das Basilikum haben leider die Schnecken verputzt und die Paprika und Chilis wurden wieder nix. Dafür sind jetzt Ringelblume, Kamille und Kapuzinerkresse in meinem Garten. Die Zucchini musste ich anfangs selbst bestäuben, weil die keine Früchte bildeten, aber dann funktionierte es. Die Gurken waren tadellos, die Tomatenernte fiel gering aus; aber zumindest keine Braunfäule, da sie mehr oder minder unter Dach waren. Ein paar Erdbeeren wurden in Blumenampeln platziert und trugen auch Früchte; auch die Himbeerstaude hat einiges hergegeben. Drei Versuche, einen Holunder heimisch werden zu lassen, scheiterten. Gesammelt habe ich heuer wieder Bärlauch (Pesto, Würzpaste, Bärlauchsalz, einfrieren), sowie auch Brennnessel, Goldrute und Löwenzahn. Die Kräuter wurden natürlich auch geerntet und getrocknet, bzw. zu Tee verarbeite. Auch Kräuteröl habe ich erzeugt. Chilis musste ich kaufen und habe daraus Harissa und Chiliöl gemacht, die Kapuzinerkresse fand in Pesto und Würzpaste Verwendung. Viel Gemüse habe ich von meiner Mutter bekommen und jede Menge Äpfel. Außer den üblichen Kuchen, Strudeln etc. habe ich mich an Apfelwein gewagt – mal schauen, ob das etwas wird. Auch Quittenkäse habe ich erzeugt. Das Gemüse, das ich sonst noch brauche, stammt hauptsächlich von Bauern in der Gegend.

    Was ich damit sagen will: Klar kann ich uns nicht selbst versorgen. Aber immerhin ein Anfang ist gemacht und ich freue mich über alles, das etwas wird. Manches funktioniert nicht, dann versuche ich es eben nochmals oder lasse es bleiben und baue stattdessen etwas anderes an. Der Garten schaut jedes Jahr anders aus, lebt, bewegt sich, und in ihm viele Vögel, die ich morgens schon singen höre. Meine Tochter hat ihr eigenes Garteneck und experimentiert auch sehr gerne.

    Nun wird es Zeit, den erstmals reifen Kompost zu „ernten“, nochmals Gras zu mähen und die Rosen (ein wenig „Kultur“ muss auch sein ;-) ) anzuhäufeln.

    Ich wünche Euch allen viel Freude und vergeßt nicht: Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt :-)

    Liebe Grüße
    Brigitte

  2. Frauke

    Liebe Lisa, lieber Michael –

    als ich das erste Mal auf eure Homepage klickte, tränten mir im wahrsten Sinne des Wortes die Augen: Ich dachte, ich lebe einfach FALSCH. Ich muss hier weg, mein Öko-Fußabdruck ist zu groß, ich verbrauche zu viel Energie…. usw – alles das quälte mich ein paar Tage. Und dass ich was verpasst habe.

    Ich bin 54 und mein Knie eignen sich nicht mehr wirklich zum ständigen Gemüsebeethocken. Ich bin dem Arbeitssystem verhaftet, jetzt durch Arbeitslosigkeit kann ich viel mehr nachdenken, entwickle Wünsche, sehe aber als alleinstehende Ältere auch eingeschränkte Möglichkeiten…

    Bis ich mich dann wieder in die Balance der Möglichkeiten eingependelt hatte, vergingen ein paar Tage. Ich habe dann ein paar Kommentare hier gelesen und überlegt, was ich tun kann… und das ist doch eine ganze Menge, z.B.

    • Nicht mehr täglich duschen, sondern nur noch alle paar Tage
    • Wasser auffangen beim Duschen, beim Gemüseputzen, Hände waschen und Teekanne-Abspülen und woanders verwenden (Blumen gießen, putzen, Klospülen)
    • Holz sammeln, was pflanzen
    • Plastikverpackungen aufheben und zum Einkauf beim Biogeschäft mitnehmen
    • Teebeutel oder losen Tee mehrere Male verwenden
    • Nicht unnötig Licht brennen lassen und den Ofen anheizen
    • Eiskasten ausschalten und alles auf die Terrasse wenns kalt ist
    • Nur soviel einkaufen wie ich auch wirklich verzehren kann, damit nix verdirbt
    • Klopapier sparen (ja, das hat mich lange beschäftigt, Eintrag kommt noch unter Klopapier)
    • Sowenig Seife, Shampoo und Waschmittel wie möglich (Kastanien, Olivenseife auch für Haare) – man braucht nicht ständig Seife

    Ich fand tatsächlich eine Menge… und werde weiter die Augen offen halten. Vielleicht sehen wir einander ja auch mal und ich komme zu Besuch, man wird sehen.

    Ich bleibe euch hier verbunden – mit Dank für die guten Ideen und Anregungen,

    Frauke

    1. Lisa PflegerLisa Beitrags Autor

      Hallo Frauke!

      Da hast du ja wirklich viele Ideen!

      Wenn du gerne gärtnern möchtest, dich aber nicht gut in die Hocke gehen kannst, recherchiere doch mal nach Hochbeeten! Heutzutage gibt es sogar schon (Tisch)Beete für Rollstuhlfahrer! Also wenn du wirklich den Wunsch verspürst in der Erde zu wühlen, findest du sicher eine praktikable Lösung! Drück dir die Daumen ;)

      Herzlichst,
      Lisa

  3. Thomas

    Hallo ihr Selbstversorger,
    wir (Eltern mit 4 Kindern) haben vor gut 10 Jahren mit unserer Selbstversorgung angefangen. Einen guten Teil haben wir schon geschafft, es kann aber immer noch weiter ausgebaut werden.
    Was mir hier gerade bei der Anfängerseite fehlt, ist eine ganz besondere Quelle für Lebensmittel: Besonders Obst kann man in größeren Mengen aus fremden Gärten bekommen. Es stehen (zum Glück) noch viele alte Obstbäume in den Gärten, die aber niemals abgeerntet werden. In Inseraten oder teilweise direkt über den Zaun haben wir gefragt, wo wir abernten dürfen. Das kostbare Zeugs vergammelt zentnerweise in den Gärten.
    Veganer sind wir nicht und futtern daher auch unsere Hühner. Damit ist es dasselbe. Die Leute wollen teilweise jährlich neue Legehennen haben, mögen sie aber nicht essen. Die Tiere bekommen wir dann im Karton vor die Tür gestellt. Einfacher gehts nicht.

    Grüße von
    Thomas

  4. Christoph

    Hallo ihr zwei!

    Ich finde Eure Internetpräsenz sehr schick!
    Ganz viele tolle Tipps und Erfahrungen, auf die man hier zurückgreifen kann, großes Lob.

    Eines muss ich aber loswerden, bitte nehmt mir das nicht krumm, aber wie ihr einige Worte durch die weibliche Endung verunschönert, tut mir beim Lesen ein wenig weh.
    Bestes Beispiel sind hier die „Landwirt-innen“ die man auch persönlich kennenlernen kann.
    Landwirt als Berufsbezeichnung an und für sich ist erst einmal neutral.
    Landwirt-innen ist jetzt aber was genau? Die Plural der weiblichen Form doch eigentlich nur mit ein Bindestrich dazwischen.
    Die Plural der männlichen Form gibt es nicht.
    Der Versuch Gender-Correctness walten zu lassen führt also dazu, dass die männliche Form einfach verschwindet.

    Es ist vielleicht zu ungewohnt, dass Kritik mal aus der männlichen Ecke für sowas kommt, aber das musste einfach mal sein ;-)

    AnfängerInnen ließt sich doch auch nicht Anfänger und Anfängerinnen, sondern Anfängerinnen.

    Ansonsten genieße ich sehr das Niveau auf dem die Präsenz gehalten ist, das ganze Design finde ich sehr professionell und gut.
    Was ich mich aber schon seit geraumer Zeit frage, weil es Euch so leicht zu fallen scheint mit dem Selbstversorgen:
    Was macht ihr eigentlich beruflich? Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich einfach die Zeit garnicht habe nach meiner Woche noch was zu schaffen/bzw. oft fühle ich mich einfach zu kaputt um ganz ehrlich zu sein.
    (Und sich Selbstversorgen stellt ja schon einen größeren Arbeitsaufwand dar, auch wenn ich es oft genieße die Dinge selber zuzubereiten, weil ich sie dann auch viel mehr zu schätzen weiß).

    Viele liebe Grüße aus den Weiten des Internetzes!
    Chris

    1. Michael HartlMichael Hartl

      Lieber Chris, es ist garnicht unüblich, dass Kritik am gendern aus der männlichen Ecke kommt, leider.

      DER Landwirt ist männlich. DAS Landwirt wäre neutral. DIE Landwirtin wäre weiblich. Und Landwirt*in oder LandwirtIn oder Landwirt_in sind aus meiner Sicht normale Schreibweisen, um beide Geschlechter in einem zu bezeichnen. Wenn ich von 3 Landwirten, 2 Polizisten oder einem Lehrer lese, hab ich Männer im Kopf (und laut Studien geht es den aller, aller meisten Menschen auch so!). Bei Lehrerin, 2 Polizistinnen oder 3 Landwirtinnen habe zumindest ich Frauen im Kopf.

      Alle anderen deiner Fragen findest du im Bereich Frage & Antwort beantwortet.

      1. Nancy

        Hallo,

        zur Frage der Rechtschreibung: Christoph hat in einem Punkt recht. So, wie Ihr es schreibt, ist es schlicht falsch. Ein Auszug aus dem Duden-Newsletter von 2011:

        Zur verkürzten Darstellung von Doppelformen bietet sich der Schrägstrich an: Mitarbeiter/-innen; die Schreibung ohne den Auslassungsstrich ist nicht korrekt.
        Allerdings kann mithilfe des Schrägstrichs nur verkürzt geschrieben werden, wenn sich die Wörter ausschließlich in der Endung unterscheiden (also z. B. nicht bei Arzt/Ärztin). Ähnlich dem Schrägstrich können Doppelnennungen auch durch Klammern verkürzt werden, z. B. Mitarbeiter(in), Kolleg(inn)en.
        Die Verwendung des großen I im Wortinnern (Binnen-I) entspricht nicht den Rechtschreibregeln.

        Ich persönlich lehne diese sog. geschlechtergerechte Schreibweise ab, aber zum Glück kann das ja jeder handhaben wie er will.

        Viele Grüße und macht weiter so (egal mit welcher Schreibweise, denn auf den Inhalt kommt es an. ;o) )

  5. Pingback: Sojamilch selbst gemacht

  6. Pingback: Der erste wichtige Schritt

  7. E.T.

    An Imme und Michael:

    Schnelleinstieg: wikipedia "essentielle Aminosäuren";"Biologische Wertigkeit"

    Quellen: Löffler, Petrides: Biochemie & Pathobiochemie. 7. Auflage. Springer-Verlag, 2003, ISBN 3540422951, S.685ff

    Schnitzer, Kollath, Stahl: Gesundheit, Getreide, Welternährung; ab S 309: Sicherung der Eiweißversorgung durch intelligente Kombination pflanzlicher Lebensmittel.

      1. Christine

        Tolle Ideen zur Selbstversorgung habe ich hier gerade gelesen. Seit dem Frühjahr habe auch ich einen Kleingarten und bin schon ganz glücklich mit der ersten Ernte, auch wenn Sie vielleicht erst 10 Prozent abdeckt. Die Kartoffeln habe bis letzte Woche gehalten, Bohnen sind noch im Gefrierfach und besonders schön finde ich, dass ich mir immer etwas Blühendes mitnehmen kann! Alle, die ihr eigenes Gemüse anbauen! Weiter so!

  8. E.T.

    Testweise SONDERSERVICE für Normalos und Vegetarier; wichtig für Sportler, Muggi-Aufbauer, K R A N K E.

    EIWEISS optimieren! Wie es geht, steht ganz unten.

    Wofür ist EiweisOPTIMIERUNG gut?

    1. Philantropisch: Wenn ich optimal esse, brauche ich weniger. Also bleibt für den hungrigen Neger, Indio oder Asiaten mehr übrig.

    2. Physiologisch: Wir benötigen jeweils in der gleichen Mahlzeit alle 11 essentiellen Aminosäuren, um daraus unser Körpereiweiss aufzubauen.

    3. Z.B. sind bei einer wertvollen Rinderlende die Aminos wie folgt vorhanden:

    105 77 89 60 78 84 72 85 115 94 47 Summe 100%

    4."Liebigs Minimalwert" bestimmt die maximale Umwandlung in Körpereiweiss:

    47 47 47 47 47 47 47 47 47 47 47 Summe 57%

    5. Ziehen wir ab, so verbleiben für die Toilette von jeder der 11 Aminosäuren

    58 30 42 13 31 37 25 38 68 47 0 Summe 43%

    6. Wenn ich die Bedürftigen, die übervolle Toilette und die Verschwendung vernachlässige, wäre das weiters kein Problem.

    7. Aber leider schlägt der liebe Gott zurück: Der Körper muß immer erst a l l e 11 Aminos komplett in Schwerstarbeit zerlegen und dann den nutzlosen Überschuß von 43% über die meist ohnehin überlastete Leber und die Nieren entsorgen.

    8. Dabei entstehen eine Vielzahl von Toxinen, wie Harnsäure oder Purine. Wenn die Gifte wegen anderweitiger Überlastung -Krankheiten, Medikamente, Überschußessen usw. – nicht zeitnah von Leber und Nieren entsorgt werden können, müssen sie zwangsläufig im Körper deponiert werden.

    So entstehen schleichend viele unserer chronischen Deponie-Krankheiten und letztlich Siechtum, Leiden und unnötig früher Tod. Als Beispiele seien nur Arteriosklerose und ihre diversen Folgen, Gicht, Überbeine, Arthrose und Arthritis genannt.

    Und natürlich haben schließlich Leber und Nieren nicht mehr die nötige Kapazität, um unseren Feind Nr. 1, den KREBS in Schach zu halten oder diesen gar zu heilen!

    9. Darum sind wir pfiffig, wenn wir nicht nur an die Unterprivilegierten, sondern r e c h t z e i t i g auch an uns selbst denken.

    Am besten schon für eine Prävention, spätestens aber so früh wie möglich, wenn Heilung erforderlich ist. Denn unsere offizielle Medizin kann nur das Allergröbste einstielen – heilen müssen wir uns schon selbst!

    Und so geht die Eiweißoptimierung für bis zu 3 Hauptnahrungsbestandteile je Mahlzeit:

    Wunsch hier aufgeben, ich reagiere mit dem Ergebnis

    i.d.R. innerhalb von 24 Stunden.

    Für praktische Fragen der Anwendung können sie mich über untenstehende Kontaktdaten erreichen.

    1. Imme

      @ E.T. Hab ich alles nicht verstanden! Geht's auch etwas einfacher, so für Normalo-Vegetarier und Normalo-Veganer? Wie ernähre ich mich optimal, ohne dass ein Tier darunter leiden muss? Auf meinem Teller kann ruhig richtiges Gemüse sein (mit Eiweiß wäre optimal), Zahlen und Buchstaben müssen es nicht unbedingt sein. Davon wird man ja gar nicht richtig satt :-))

  9. Heike

    @Lisa und Michael,

    Ihr habt Recht… eigentlich ist der Einsteig recht einfach. Man muss es nur tun!

    Als ich meine erste eigene Wohnung hatte, natürlich mit Balkon pflanzte ich meine ersten Salate und Radieschen in mitten von Blumen….. im Zweiten Jahr, kamen einige Kartoffeln in einen Eimer mit Lehm der vor dem Haus in Massen war….

    Kräuter hatte ich eigentlich von Anfang an auf Balkonien. Wildkräuter retteten mich so manches Mal wenn wie so oft, das Geld vor dem Monat zu Ende war.

    Auf das Balkonfensterbrett kam ein Kasten mit Stangenbohnen! Ich habe zweimal gut geerntet. Unter dem Dach und an der Wand standen Tomaten im Blumenkasten…. 1 Zucchinipflanze in einen Plastekübel.

    Erst viele Jahre später bekamen wir unseren Kleingarten, den wir fast komplett zum Selbstversorgergarten in Miniatur verwandelt haben… Nicht zu vergessen, Urlaub jedes WE in der Natur! Kinder die wissen wie eine Erbsenpflanze aussieht! Und was ein Jostabeerstrauch ist.

    Der unvergleichbare Geschmack von selbstgemachter Marmelade….

    Die Freude seltene Schmetterlinge zu beobachten. Die brütenden Meisen zu beobachten und zuzuschauen wie sie flügge werden.

    Da brauch ich keine Reichtümer. Und ich brauch auch kein 100% Selbstversorgerdasein mit eigenen Land. Das ist schön. Ja, aber es verpflichtet auch. Und dürfte nur solange gut gehen, wie die Gesundheit (z.B. die Knochen) das ganze mitmachen.

    Ihr seid noch so jung. Und ihr habt eit euch etwas aufzubauen. Ich freue mich immer sehr, in euern Blog zu lesen!

    herzliche grüße Heike

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Liebe Heike!

      Deine bzw. Eure Entwicklung klingt sehr spannend :) Ich glaube auch, dass ein solches gemächliches Wachstum sehr schön ist.. Und wie Du schon sagst, einfach machen.

      Bei uns bleibt auch zu sehen wie weit wir gehen :)

      Freut uns sehr, dass Du gerne unseren Blog liest!

      1. Heike

        Liebe Lisa,

        seit es mir möglich ist, hier drin zu schreiben mach ich das sehr gern!

        Ich bin diejenige die euch damals sogar die Mail geschrieben hat. Ihr erinnert euch**** Doch nun ist es auch möglich gleichhier rein zu schreiben…. Danke an euch! Habt ihr fein gelöst das Problem!

        Meinen üppig bepflanzten Balkon hab ich so übrigens über 15 Jahre gehabt. Erst danach kam ein kleiner Schrebergarten. Und 3 Jahre später noch ein Extra Stück Parzelle als "Acker". Letzteres haben wir nun dieses Jahr abgegeben….. Die Arbeit wurde zu viel und die Wirbelsäule nicht jünger…

        LG Heike :-)

        1. Michael HartlMichael Hartl

          Liebe Heike, ich hab heute Abend sogar noch weiter an den Kommentaren gearbeitet – nun sehen sie nicht nur schicker aus, es ist jetzt auch möglich auf die Kommentare anderer mit einem speziellen Link am Ende des Kommentars zu antworten. Dann wird das Kommentar an das beantwortete angehängt.

          Danke nochmals für das damalige Feedback!

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  11. Reiny

    Bedingt durch meine in diesem jahr diagnoszierte Glutamatallergie habe ich angefangen Mich mit dem Thema Selbstversorgung aber auch Lebensmittelzusaetze etc auseinander zu setzen

    Dieses Jahr habe ich Salat und Kraueter auf unserem Balkon im 2.Stockwerk angebaut

    Ausserdem hab ich Obst und Gemuese auf dem Wochenmarkt gekauft und vieles eingefroren eingekocht Marmelade und Chutneys gekocht

    Naechster Jahr werden Wir unseen eigenen Garten von 10 ar bewirtschaften da Freue ich Mich sehr darauf

    Frueher war ich eher Fleischesser aber durch die ernaehrungsumstellung hat es sich von selbst ergeben dass Wir nur noch selten Fleisch essen

    Komplett Selbstversorger werden Wir wohl nicht werden aber Wir werden Versuchen im naechsten Jahr uns weitgehends von unserem eigenen Obst und Gemuese zu ernaehren

    Zudem wuerde ich den Garten gerne fuer Schulklassen oeffnen da ich in meiner Arbeit ALS Gartentherapeutin sehe wie wenig die meisten Kinder Bezug zur Natur und selbstgezogenem Gemuese haben

  12. Sebastian

    Bei uns in der sozialen Arbeit nutzen wir oft einfach das große "i", also "AnfängerInnen". Ich schreibe beiden Fromen nur dann aus, wenn ich die Seiten ein wenig mehr füllen möchte^^

    Ich find das große i nicht schlimm, es tut keinem weh und lenkt die Aufmerksamkeit nicht zu sehr ab oder hindert den Lesefluss.

    Und doch zeigt es, den Respekt den es meiner Meinung nach tut.

    peace

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  15. Sarah

    Zum Thema CSA kann ich hier nur von positiven eigenen Erfahrungen berichten. Haben hier in der Stadt (Eberswalde) seit etwa 1 Jahr eine solche Kooperative. Diesen Herbst wurde aus Kapazitätsgründen die zweite Verteilstelle in der Stadt eröffnet, um der steigenden Nachfrage von Verbraucherseite gerecht werden zu können.

    Die beiden Verteilstellen werden jeweils wöchentlich einmal von zwei Demeter-Höfen aus der Region beliefert, vom einen bekommen wir hochwertiges Gemüse, vom anderen verschiedene Rohmilchprodukte (an die sonst über den Handel nicht ranzukommen ist, weil sie im Grunde nur direkt ab Hof verkauft werden dürfen).

    Im Gegenzug sind wir Verbraucher dazu angehalten, jeder ca 2-3 Tage pro halbes Jahr auf dem Hof mit anzupacken (jetzt im Herbst z.B. bei der Möhrenernte).

    Finanziell komme ich durch meine Teilnahme an der CSA Kooperative sogar noch günstiger weg als mit einem wöchentlichen Einkauf auf dem hiesigen Wochenmarkt (und günstiger als im Bioladen ists sowieso).

    Positive Nebeneffekte der Kooperative: Neben dem direkten Kontakt zu "seinem" Hof, z.b. bei den Gartentagen, lernt man dabei bei den ab und an stattfindenden gemeinsamen Treffen auch andere Gleichgesinnte im Ort/der näheren Region kennen :)

    Dies als kleine Ode an die Praxistauglichkeit des CSA Konzepts :)

  16. Pingback: #occupyyourgarden

    1. Sebastian

      @Manooh und Sebastian:

      Innerhalb der Wohnung muss ich zugeben, dass ich selbst ein Gießmuffel bin. Bei mir hält sich keine Zimmerpflanze wirklich lange, bis auf die wirklich robusten.

      Da mich Zimmerpflanzen nicht wirklich interessieren, vergesse ich schnell das Gießen. Darunter haben auch meine Fensterbankversuche gelitten. Deshalb habe ich es auch schnell aufgegeben.

  17. Sebastian

    Hallo Lisa,

    ein wirklich toller Artikel und auch mal ein Statement. ;-) Ein Statement deshalb, weil immer noch viele nur schwarz-weiß sehen: "Das sind Ökospinner" vs. "Supermärkte sind evil". Jeder kann sich mehr oder weniger selbst versorgen.

    Ich selbst habe mir ja einen Kleingarten gepachtet. Dort versuche ich so viel wie möglich selbst anzubauen. Das möglichst ökologisch. Ich mache mir aber nichts vor: Komplett aus dem Garten kann ich mich nicht versorgen und auch komplett im Einklang mit der Natur werde ich nicht Gärtnern können.

    Im Kleingarten ist man leider gewissen Zwängen unterworfen. Dennoch ist das für mich die ideale Lösung: Ein Haus etc. kommt für mich nicht in Frage. So eine Parzelle ist da der ideale Weg, der natürlich ebenso zeitintensiv ist, aber kein finanzielles Risiko darstellt. Ich bezahle für meine 600m² Parzelle rund 180€ im Jahr (Pacht, Grundsteuer, Versicherung). Dagegen kann man noch den Spareffekt bei den Lebensmitteln rechnen. Sollte ich irgendwann aus irgendwelchen Gründen den Garten aufgeben müssen, so ist das relativ leicht möglich.

    Sollte man als kleine Familie mit kleinem Budget und etwas Zeit den Drang zum Gärtnern verspüren, kann ich einen Kleingarten nur empfehlen. Natürlich muss man auch Kompromisse eingehen, aber in meinen Augen passt das schon. Viele KGV sind zunehmend toleranter in der Auslegung ihrer Satzung, schon weil dringend Nachwuchs gesucht wird, der sich zunehmend individuell ausleben möchte.

    Angst vor kleinlichen alten Vereinsfunktionären muss man auch nicht haben. Die gibt es natürlich, aber auch mit Ihnen kommt man gut aus, wenn sie merken, dass es einem mit dem Garten ernst ist. In meiner KG-Siedlung gibt es viele junge Leute, denn Kleingärten sind zunehmend "in".

    Viele haben Angst vor dem Zeitaufwand. Natürlich macht ein Garten Arbeit und kostet Zeit. Es muss auch keine 600m² Parzelle sein. 300-400m² reichen auch vollkommen aus. Die Bearbeitung einer solchen Parzelle ist bequem neben der Arbeit möglich, wenn man Freizeit in den Garten investieren möchte.

    Dazu ist so ein KG eine Alternative zum Urlaub, den man sich vielleicht nicht leisten kann. Man ist an der frischen Luft. Wer Kinder hat, kann seinen Kleinen den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur ans Herz legen und sie sind weg von der Glotze.

    Nun muss ich aber zum Schluss kommen. Was als kurzer Kommentar geplant war, wurde zu einer Ode an den Kleingarten. Sorry. ;-)

    Grüne Grüße

    Sebastian

    1. sabine

      noch eine Ergänzung zum Thema Kosten und Arbeit des Kleingartens: Wir teilen uns zu dritt einen Garten – weniger Kosten für den einzelnen und sehr praktisch, weil immer wer da ist zum giessen o.ä. wenn man mal verreist oder krank ist

    2. Nancy

      Hallo Sebastian,
      Oh ja so ein kleiner Garten wäre schon was Feines. War am Wochenende in einer KGA spazieren und habe voller Neid auf Äpfel, Grünkohl, Knollensellerie und tatsächlich noch auf letzte Erdbeeren und Tomaten geschaut. Ja, im November!
      Momentan ist dort leider alles belegt, sonst würden wir sofort zuschlagen und so einen Garten pachten.
      VG

  18. Sebastian

    Hallo Lisa,

    hallo LeserIn,

    ich hab schon vor Jahren genau so angefangen,.. mit gekauftem Schnittlauch aus dem Supermarkt,

    mittlerweile ziehe ich Schnittlauch, Basilikum, Majoran, Tomaten, Paprika und Chillis auf unserm Balkon im 3ten Stock.

    Da ich leidenschaftlich gerne koche (allerdings kann ich dem Fleisch nicht abschwören, esse aber nicht soo viel davon) und auch gern was die Zeit erlaubt möglichst viel selbst mache, erhalte ich so günstigere und (nach meinem Geschmack)leckere Nahrungsmittel.

    So ein kleiner Gemüse und Kräuterbalkon macht nicht viel Mühe, es gibt wahnsinnig viel Hilfe im Netz und es ist eine wahre Freude den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen.

    Und:

    Es gibt nichts besseres, als mal eben auf den Balkon zu gehen und frische, saubere, ungespritzte und "blutfreie" Tomaten zu essen ;)

  19. heimat2010

    Hallo Lisa, danke für den schönen Artikel.

    Was mit gar nicht gefällt ist diese Gender Mainstreaming Geschichte. Es gibt nun mal keine "Anfänger_innen". Warum macht jeder den Unsinn der Grünen mit, warum muss man Sprache derart verbiegen?

    1. Kari

      @heimat2010:

      Zwei Anmerkungen: Du verwechselst Gender Mainstreaming mit geschlechtergerechter Sprache. Gender Mainstreaming sind Strategien, um Gleichstellung von Frauen und Männern in Organisationen und Firmen zu erreichen. Das was du kritisierst (Anfänger_innen) heißt geschlechtergerecht Schreiben oder "Gendern".

      Zu „Anfänger_innen“: Es gibt Anfänger und Anfängerinnen. Oft kommt das Argument, dass Frauen ja bei der männlichen Form mitgemeint seien, also zB Student sowohl einen Mann als auch eine Frau bezeichnen kann. Prinzipiell ist das richtig, aber wenn wir das Wort „Student“ hören und wir uns eine Person vorstellen sollen, dann denken wir trotzdem automatisch an einen Mann. Sprache sollte aber eine gerechte Abbildung der Wirklichkeit sein, darum sind gegenderte Texte konkreter und genauer. Außerdem kann sie dazu dienen, Frauen und Männer in für sie bisher "untypischen" Berufen sichtbar zu machen. Wenn immer noch von Ärzten, Professoren und Hausfrauen geredet wird und die Ärztinnen, Professorinnen und Hausmänner außen vor gelassen werden, werden in den Köpfen alte Rollenbilder verstärkt. (Professor Maier ist in unserem Kopf schließlich doch ein Mann ;))

      Gendern ist auf jeden Fall sinnvoll, und ich freue mich, dass das auf diesem interessanten Blog konsequent betrieben wird!

      1. Bea

        Auch von mir Danke! an Kari für diese gute Erklärung – es ist vielen Leuten lästig und erscheint so überflüssig, weil ja Frauen immer „mitgemeint“ sind!
        Ich bin auch sicher, dass es etwas „in unseren Köpfen macht“ wie wir reden und schreiben, aber ich wähle auch oft die einfache herkömmliche Variante, um nicht zu sehr zu nerven. Manche fühlt sich schon provoziert, wenn frau gelegentlich nur das „man“ ersetzt oder auch nur „jeder“ durch „jede“ ersetzt!
        Große Verblüffung bei den Jungen löst es aus, wenn eine Lehrerin die gemischte Gruppe auffordert: „Jede nimmt bitte ihr Buch und ihr Heft …“ – Mädchen mussten sich immer schon daran gewöhnen, dass es „jeder – keiner – einer“ heißt!
        Erst einmal habe ich in einem Buch im Vorwort gelesen, die Autorinnen wählen als Ansprechform „die Leserin“ – alle männlichen Leser mögen sich bitte einfach mitangesprochen fühlen! ;-)
        Liebe Grüße, Bea

  20. Imme ;inilue

    Hallo Lisa,

    vielen Dank für Deine umfangreichen Ausführungen. Ich freue mich auf mehr!!

    Bin weiblich, 72 Jahre alt und "habe angefangen" mit der Selbstversorgung. Fleisch gibt's bei uns sowieso nicht mehr, und ganz langsam habe ich meinen Blumengarten in einen Gemüsegarten umgewandelt. Mit Erdbeeren fing es an, dann wurden ein paar Reihen Kartoffeln gepflanzt (Frühkartoffeln sind was Leckeres), grüne Bohnen sowieso (die lohnen sich immer, kann man sogar zwischen die Blumen pflanzen). Meinem Mann hat das gefallen, und so wurden es von Jahr zu Jahr ein paar Gemüsereihen mehr. Heute kaufe ich fast gar kein Gemüse mehr. In diesem Jahr sind mir die Tomaten leider nicht so gut gelungen wegen des ständigen Regens. Meine Tomaten stehen in großen Maurerkübeln unter einem Balkon, aber weil es bei uns im Norden immer ziemlich windig ist, wurden sie trotzdem vom Regen nass, und es stellte sich Braunfäule ein. Die Petersilie haben mir leider die Schnecken gefressen – 1 Nacktschnecke kann locker 30 cm einer Petersilienreihe in einer Nacht verzehren :-(( – Habe festgestellt, dass sogar die Weinbergschnecken, die bisher bei mir ganzjährige Schonzeit hatten, gerne Petersilie fressen. Im nächsten Jahr kommt also Petersilie auch in Kübel in der Hoffnung, dass sie dort etwas sicherer ist.

    Vegane Ernährung strebe ich zwar an, fällt mir aber sehr schwer. Ich finde diese Art der Ernährung ziemlich kompliziert, der Körper braucht ja bestimmte Stoffe, und ich kenne mich damit nicht so gut aus. Bin aber .gerne bereit, dazu zu lernen und hoffe auf Tipps.

    Über ein paar Fotos von Euren Wintervorräten würde ich auch gerne einmal sehen.

    Viel Erfolg weiterhin!

    VG Imme

    1. daniel

      @Imme:

      ich habe keine Ahnung, liebe Imme, ob Du hier nochmals vorbeischaust, jedenfalls finde ich es genial, wenn eine an Jahren ältere Dame so junggeblieben ist, etwas Neues ausprobiert, im Internet surft und mit den vermutlich allesamt jüngeren Kommentatoren kommuniziert. Ich wünsche mir, in Deinem Alter mal geistig noch genauso flexibel zu sein :-)

      Schau mal wieder vorbei, freut Lisa & Michael bestimmt auch.

      Viele Grüße

      Daniel

      1. Imme ;inilue

        @ Daniel – Sobald sich hier etwas tut, bekomme ich Nachricht :-)) und dann schaue ich vorbei. So "modern" wie Du glaubst, bin ich gar nicht, besitze nicht einmal ein Handy, obwohl ich so ein Ding für den Notfall ganz nützlich finde. Ich hatte mal eines, aber das hat mich nur genervt, andauernd war der Akku leer, und schwer war es auch. Ich weiß auch gar nicht, warum man ständig telefonieren muss. Aber Internet finde ich ganz praktisch, weil man sich über alles informieren kann. Wenn ich meinen PC mal etwas "überstrapaziert" habe und nichts mehr geht, richtet mein Göttergatte es wieder. Mit Technik habe ich nicht viel am Hut, bin mehr für das Essen und das Grüne zuständig. Wir haben noch so eine "altmodische" Arbeitseinteilung :-)) Selbstversorgung kenne ich aus der Kindheit, war zu der Zeit ganz normal. Ich bin in einer Försterei aufgewachsen, und dort hatten wir einen riesigen Gemüsegarten, der 6 Personen ernährt hat.

        Später als ich ganztags berufstätig war, blieb der Gemüsegarten irgendwie auf der Strecke. Ein bisschen Zeit braucht man schon dafür.

        Ich finde es aber besonders wichtig, dass man Kindern zeigt, woher eigentlich unser Essen kommt.

        Es ist doch traurig, wenn man auf die Frage, woher denn wohl die Erbsen kommen, als Antwort erhält: "Ich weiß nicht, auf welchem Baum die Erbsen wachsen!"

    2. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo Imme!

      Erstmal: Im Blogsystem wird angezeigt, das dein Kommentar bereits 2011 eingereicht und nie freigeschalten wurde – find ich hööööchst eigenartig, weil es mir zum ersten mal unterkommt. Ganz ganz komisch – hast du das wirklich vor so langer Zeit geschrieben??

      Find ich super, was du alles machst und dass du dich auch für die vegane Ernährung interessierst. Mein erste Tipp wäre mal diese Seite durchzustöbern: http://www.vebu.de/gesundheit

      Alles Liebe!

    3. Meike

      Hallo, liebe Imme, Hallo, Ihr alle.
      Bloß nicht entmutigen lassen! Gegen Nacktschnecken rate ich Dir: Morgens gießen, einfach und effektiv. (wenns nicht eh die ganze Zeit regnet) ;) Denn können Nacktschnecken nicht im Schutz der Nacht und in aller Ruhe über die Petersilie herfallen. Wir leben hier in einem Dorf in Niedersachsen. Entgegen der weitläufigen Meinung wird man hier „belächelt“ wenn man eigenes Gemüse anbaut, da man es ja viel einfacher im Supermarkt zu kaufen. Als der EHEC- Erreger aufkam, und Salatgurken in Verdacht standen, diesen zu verbreiten, stand die sonst „sich lustig machende“ Nachbarschaft schlange, um sich von uns Gurken zu „erschnorren“ Ab da waren wir sicher, unser Weg ist der Richtige! Wir haben ca. 100 qm, die lasten wir gut aus, aber Massengemüse, wie Kartoffeln oder Möhren, können wir nicht ausreichend für uns alle anbauen. An jeder freien Ecke stehen Obstbäume. Mittlerweile bin ich meiner Oma und Mama dankbar, dass sie mich zum Einmachen eingespannt haben, (boh, fand ich das damals Ätzend) so kann ich noch Einmachen, wie früher. Freundinnen fragen mich mittlerweile, ob sie helfen dürfen, um sich etwas abzuschauen. Einfach machen, was Dir gut und richtig erscheint. Passt scho! Liebe Grüße, Meike

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