Second Hand – auch bei Computer und Laptop

Michael Hartl
Von Michael Hartl
30. Mai 2017

Zu Weihnachten letzten Jahres ging mein Handy kaputt. Erster Gedanke: „Guter Zeitpunkt. Geschenke!“ Zweiter Gedanke: „Nicht noch mehr Elektronikmüll und Produktion erzeugen!“

Was bei Kleidung und Küchenutensilien für mich ein alter Hut ist, war hier plötzlich Neuland: Second Hand. Ein Handy kaufen, das schon mal wem gehört hat. Also hab ich mir verschiedene Plattformen angesehen und viel gelesen, wie es anderen bei den unterschiedlichen Formen ging. Und hatte bald mein „neues“ gebrauchtes Handy samt Garantie in der Hand.

Meine Neugier war geweckt. Ginge das auch mit Computern und Laptops? Denn für meine Selbständigkeit brauche ich schon so ein Gerät. Dieses einfach irgendwo online zu ersteigern, ohne Garantie oder nur mit Gewährleistung – ich weiß nicht. Da hab ich zu viele Bedenken, um ehrlich zu sein: Wie ist der Zustand tatsächlich? Sind da Viren drauf? Funktioniert auch alles wie versprochen?

Und dann bin ich auf einen Anbieter aus meiner Heimatregion gestoßen:

Der grüne Panda aus dem Großraum München

Bild von zwei gezeichneten GreenPanda Pandas. Einer mit Aktenkoffer, der andere mit Robin Hood Kostüm.

Ja, jetzt werden wieder ein paar Aufschreien, dass ich Werbung für eine Firma mache – aber aus meiner Sicht sind eben nicht alle Firmen gleich. Und wenn eine Firma versucht, eine eben tatsächlich vorhandene Nachfrage ökologischer zu befriedigen, als es aktuell der Fall ist, finde ich das unterstützenswert und einen Schritt in die richtige Richtung.

Und darum erzähle ich euch jetzt auch, was ich an Green Panda gut finde.

Gegen die Wegwerf-Elektronik

Es ist ganz alleine schon mal eine feine Idee, dass man qualitative Computer gebraucht kaufen kann. Green Panda hat dabei ausschließlich sogenannte „Business Geräte“ im Angebot, die höherwertiger verarbeitet sind als normale „Consumer Notebooks“. Die höherwertigen Business Notebooks haben zum Beispiel oft Magnesiumgehäuse, Stahlscharniere und matte Displays – alles Punkte, die die Geräte im Normalfall langlebiger machen. So kann man bei Green Panda zum Beispiel Dell Notebooks gebraucht kaufen oder gebrauchte ThinkPads (die Business-Serie von Lenovo).

Bei den sogenannten „Consumer Geräten“ steht oft der Vorwurf im Raum, dass diese so konstruiert seien, dass Sie nach wenigen
Jahren kaputt gehen. Damit die Produktion weiter gehen kann. Und damit das Wirtschaftswachstum. Dieses bewusste Einbauen von schwachen Scharnieren bei Displays oder anderen Sollbruchstellen nennt sich geplante Obsoleszenz. Diesem Trend kann man mit langlebigen Produkten entgegenwirken. Und kaufst du diese gebraucht, sind qualitative Geräte sogar billiger als die Wegwerfelektronik vom Elektrodiscounter.

Besser für die Umwelt

Das das Ganze viel ökologischer ist, sollte eh jeder Person klar sein. Und zwar doppelt besser:

  1. Wenn ein Gerät nicht weggeworfen wird, vermeiden wir Elektromüll, dessen Entsorgung und Zerlegung nicht gerade rühmlich für unsere Gesellschaft abläuft.
  2. Ein Gerät ordentlich herzurichten, samt Tests, Reinigung und ein paar Ersatzteilen, verbraucht deutlich weniger Energie und Wasser als die Herstellung eines neuen Geräts.

Ist wie bei allem mit Second Hand so – aber bei weitem noch nicht so in.

Eine Firma als Verkäuferin, keine Privatperson

Bild vom Green Panda Panda.Auch das finde ich einen großen Vorteil, denn wenn ich mir gebrauchte Elektronik irgendwo ersteigere, ist damit meist keine Garantie verbunden. Bei Green Panda kann ich zu meinem Gerät 12, 24 oder 36 Monate Garantie haben – und in der Zeit jeden nicht selbst verursachten Schaden repariert bekommen. Und eine Firma, die ständig Computer herrichtet, hat halt auch richtig Ahnung davon. Das ist was anderes als ein eben mal neu aufgesetzter Rechner, den ich von irgendwem übernehme.

Ein letzter Punkt für mich ist noch, dass ich bei einer Firma davon ausgehen kann, dass sie Originalsoftware verwendet und ich nicht plötzlich mit einem Gerät arbeite, auf dem Raubkopien sind. Unwissenheit schützt ja vor Strafe nicht. Microsoft unterstützt daher das „Wieder aufmöbeln“ von Computern und Laptops und hat eigene Lizenzen für die „Refurbisher“, um einen Beitrag gegen geplante Obsoleszenz zu leisten. Somit ist die Software garantiert legal und es kommt bei Updates oder ähnlichem nicht zu Problemen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Zukünftig werde ich nicht nur Handys Second Hand kaufen, sondern wenn möglich auch nur noch gebrauchte Laptops und gebrauchte PC.

Hast Du Erfahrung mit Second Hand Computern oder Laptops? Was hältst Du generell von der Idee? Erzähls mir in den Kommentaren!

 

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