Ein Gastartikel auf Lisa und Michaels Blog:

Schönheit vom Wegesrand

Naturkosmetik selbst gemacht. Es kann so einfach sein!

Von Julia Binder
22. Oktober 2014

Den ganzen Tag begleiten uns Kosmetikprodukte. Von der Zahnpasta beim Zähneputzen in der Früh bis zur Bodylotion beim Eincremen am Abend nach einer erholsamen Dusche.

Viele machen sich darüber keine Gedanken, was in diesen Produkten denn überhaupt drinnen ist. Den Wenigsten ist bewusst, was wir unserem Körper damit teilweise zumuten.

Immer wieder hört man Horrorgeschichten über krebserregendes Aluminium in Deos, hormonell wirksame Stoffe in erschreckend vielen Kosmetikprodukten, giftiges Fluor in der Zahnpasta. Die Liste wird leider immer länger, dabei ist es so einfach, dem zu entkommen! Naturkosmetik – und am besten selbst gemacht!

Foto von Auszügen- Chilli-Ölauszug, Ribisel-Likör, Wildfrüchte-Essig, Johanniskraut-Ölauszug

Chilli-Ölauszug, Ribisel-Likör, Wildfrüchte-Essig, Johanniskraut-Ölauszug

Ölauszug- was will man mehr!

Ein pflegendes Öl ist im Grunde alles, was man braucht. Vollgepackt mit den Inhaltsstoffen, die der Körper benötigt, ist es das perfekte Pflegeprodukt.

Gemeinsam mit allen möglichen Pflanzen kann man einen Ölauszug herstellen. Dabei wird ein so genanntes Trägeröl verwendet, in dem Pflanzen „ausgezogen“ werden, um ihren ihre wertvollen Inhaltsstoffe zu entlocken.

Als Trägeröl wird oft ein Olivenöl verwendet, weil es in seiner Fettzusammenstellung der menschlichen Haut sehr ähnelt und deshalb besonders pflegend und regenerierend wirkt. Es dringt gut in die Haut ein, wirkt wundheilend, fördert die Zellerneuerung und schützt unsere Haut vor dem Austrocknen. Perfekt für die Hautpflege!

Natürlich ist der Geruch des Olivenöls als Kosmetikprodukt für einige – nun ja, sagen wir mal – gewöhnungsbedürftig. Denn der Geruch ist in der Küche köstlich, jedoch für die Körperpflege nicht so jedermanns Sache. Deshalb gibt es natürlich einige hervorragende Alternativen, wie zum Beispiel:

  • Mandelöl (das sehr duftneutral aber leider auch relativ teuer und nur kurz haltbar ist)
  • Sesamöl
  • Weizenkeimöl
  • Traubenkernöl

Wie komme ich nun zu meinem Ölauszug?

Ich nehme dazu die Pflanze bzw. die Pflanzenteile, die ich mir für meinen Ölauszug ausgesucht habe.

Die Möglichkeiten sind hier schier unendlich:

  • Lavendel beruhigt die Haut und regt Zellregeneration an
  • Zitronenmelisse wirkt bakterien- und virenhemmend und ist ein wahres Wundermittel gegen Fieberblasen
  • Beinwell hilft bei der Heilung von Knochenbrüchen
  • Ringelblume, mit deren Ölauszug man die berühmte Ringelblumensalbe machen kann; die Allzwecksalbe

Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Jetzt geht’s los!

Die Pflanzenteile werden nun ein paar Tage getrocknet. So vermeidet man eine mögliche Schimmelbildung im Öl. Danach kann man die Pflanzen ein wenig zerkleinern und in ein Gefäß mit großer Öffnung füllen, etwa 1/3 des Glases. Das Behältnis füllt man mit dem ausgewählten Trägeröl voll, verschießt es und stellt es zum Reifen an einen warmen hellen Ort. Ich bin beim Befüllen des Glases immer übereifrig und fülle viel mehr Pflanzenteile hinein. Das ist auch in Ordnung. Wichtig ist dabei nur darauf zu achten, dass alle Pflanzenteile mit Öl bedeckt sind!

Nun lässt man den Ölauszug reifen und schüttelt jeden Tag vorsichtig das Glas.

Nach 3 bis 4 Wochen kann man die Pflanzenteile durch einen Filter abseihen und fertig ist der wohltuende Ölauszug. Diesen füllt man in eine dunkle Flasche ab bzw. lagert man das Öl an einem dunklen Ort. Der Ölauszug sollte dann innerhalb eines Jahres aufgebraucht werden, bzw. so lange das Öl haltbar ist.

Foto einer Flasche, in der Ringelblumen-Blüten in Öl liegen.

Cellulite-Öl aus der Natur

Cellulite ist ein unschönes Hautbild, mit dem früher oder später leider viel zu viele Frauen konfrontiert sind. Aber auch hier bietet uns die Natur eine Möglichkeit: Den Efeu!

Man verwendet für einen Ölauszug ausschließlich die Blätter, da Blüten und Früchte giftig sind. Gesammelt werden die 3- und 5-lappigen Blätter an den Stängeln, die keine Früchte tragen. Und sammeln kann man quasi das ganze „Pflanzenjahr“ über- von März bis Ende Oktober.

Der Efeu enthält unter anderem Saponine und Flavonoide.

  • Saponine nennt man auch „Seifenstoff“. Innerlich eingenommen können sie giftig sein, aber äußerlich wirken Saponine reinigend, klärend, entzündungshemmend, wundheilend, durchblutungsfördernd und desinfizierend.
  • Flavonoide spielen auch in unserer Ernährung eine große Rolle- sie sind antioxitativ, antibakteriell. Sie haben auch eine sekret- und krampflösende Wirkung.

Foto einer Flasche mit Efeu-Ölauszug, hinter der eine Efeuranke liegt.

Mit dem Efeuöl kann man die betroffenen Körperstellen einmassieren. Das aktiviert den Stoffwechsel und fördert den Abtransport der Schlackstoffe. Weil der Efeu Wasseransammlungen im Gewebe verringert, die Durchblutung fördert und das Bindegewebe stärkt, kann er bei Cellulite helfen.

Was gibt es also besseres um der Cellulite den Kampf anzusagen, als einen Ölauszug aus Efeu herzustellen? Das Ergebnis ist eine straffe, glatte Haut.

Einfacher kann Naturkosmetik gar nicht gehen! Welche Öle oder Ölauszüge verwendet ihr für eure Körperpflege? Verratet es uns in den Kommentaren!

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30 Gedanken über “Schönheit vom Wegesrand

  1. Sylvia

    Eine kleine Kritik…
    Gute Pflanzenöle sind sehr empfindlich und sollten grundsätzlich dunkel, am besten sogar kühl aufbewahrt werden. Eine Ausnahme bildet Kokosöl, welches ja einen besondershohen Schmelzpunkt hat und auch Sesamöl ist nicht ganz so empfindlich.

    Nach der Zubereitung also am besten in Violettglasflaschen füllen, notfalls braunes oder grünes Glas verwenden.
    So lässt sich das Öl relativ gut lagern.

    Noch kleine Tipps:

    Zahnpasta: Kokosöl mit Xylitol und evtl etwas Minzöl, Nelke …
    Alternativ Luisenhaller Salz oder Panaceo Detox Pulver.

    Deo: Einfach Natron (kein Waschsoda!) oder o.g. Panaceo Detox, welches eigentlich ähnlich wie Heilerde der Darmreinigung und Entgiftung dient.
    Es ist so fein vermahlen,daß es tatsächlicheine pudrige Konsistenz hat und weder unter den Achseln stört, noch zu sandig imMund ist.

    Kleiner Tipp: es hilft auch super, direkt aufgetragen, wenn sich ein Pickelchen entzündet hat, da Erregen (verantwortlich für Eiter) förmlich rausgeuogen werden, während gleichzeitig die Haut mit Mineralien versorgt wird. Ganz nebenbei trocknet es gut aus.

    1. Julia Binder Beitrags Autor

      Liebe Tanja,

      da ich selbst destilliere verwende ich zum Beispiel Salbeihydrolat.
      Das riecht zwar nicht so besonders gut, aber es verringert das Schwitzen.
      Man kann auch einen Salbeitee herstellen und diesen mit ein wenig Alkohol konservieren. Der hält zwar nicht so lange, ist aber genauso effizient.
      Das aller Beste ist jedoch eine Deocreme. Mit Kokosöl, Stärke und Speisesoda kann man sich in wenigen Minuten eine Creme zusammenmixen, eventuell mit ätherischen Ölen beduften und fertig ist die Deocreme. In der Früh unter die Achsel geschmiert, ist das wirklich das Beste Rezept, um dem Schwitzen entgegenzuwirken.
      Ich bin wirklich begeistert davon und alle, die es ausprobiert haben auch!

        1. Julia Binder Beitrags Autor

          Liebe Steffi,

          das Speisesoda ist durch seine basische Eigenschafts perfekt, weil er den sauren Schweiß neutralisiert.
          Das Speisesoda wird ja auch bei Sodbrennen gerne eingesetzt.
          Es ist auch in allen Deo-Creme-Rezepten, die ich bis jetzt gefunden habe, enthalten. Deshalb schätze ich dass es grundsätzlich kein Problem damit gibt.
          Ich habe auch von niemanden, der von mir eine Deo-Creme erhalten hat, gehört, dass es die Haut reizt oder unangenehm ist. Es ist bis jetzt von allen sehr gut vertragen worden.
          Ich würde dir raten eine ganz kleine Menge einmal herzustellen und es einfach einmal an einer kleinen Hautstelle auszuprobieren.

            1. Sarah

              ich vermute, du meinst mit Speisesoda NatriumHydrogenCarbonat, auch verkauft unter der Bezeichnung Natron oder doppelt kohlensaures Natron (engl. Sodium bicarbonicum).
              Natron ist deutlich weniger alkalisch als (Wasch)Soda (=NatriumCarbonat).

              1. Kieselstein

                Der Unterschied war mir schon bewusst, da ich es in anderen Bereichen gerne verwende. Aber trotzdem danke für den lieben Hinweis! Ich war nur verunsichert, weil es bei Speisenatron schon den Einwand gibt, es nicht zum Zähneputzen zu verwenden, da es die Zähne zu sehr angreifen würde.
                Aber wenn die Deocreme sonst gut vertragen wurde, werde ich mich mal trauen

      1. Rita

        ja, dieses Deo ist echt SPITZE!!! Auf allen Ebenen!!! Und das leicht sandige Gefühl vom Speisesoda verliert sich rasch. Ich trags neuerdings mit nem (einstigen :-) ) Schmink-Pinsel auf, dann hab ich die Sodakrümel nicht an den Fingern.

  2. Sagmeister Claudia

    Meine Apothekerin fragte mich , was ich mit dem Bienenwachs vorhabe , das ich kaufen wollte und ich erzählte ihr von meinem Lavendelauszug , mit Olivenöl , aus dem ich mit Kokosöl und Bienenwachs meinen Körperbalsam mache (auch als Nachtcreme für das Gesicht) , worauf sie mir sagte , dass ich beim nächsten Mal Rapsöl nehmen sollte , das sei dünner als Olivenöl , und je dünner das Öl sei , desto besser sei der Auszug .
    Liebe Grüße Claudia

  3. Doris

    Hallo! Wußtet ihr, dass man Efeu auch zum Wäschewaschen nehmen kann? 5 Blätter in einem Socken mit der Wäsche mitwaschen, sollt bis zu 60° gehen, obs für weiße Wäsche auch reicht, weiß ich nicht. Aber ansonsten hats meine Schwester schon probiert, funktioniert tadellos sagt sie, sogar mit dem schutzigen Gewand der Kinder ;-) – und ist viel einfacher als mit den Kastanien.

    Liebe Grüße, Doris

  4. nikaestelle

    Liebe Julia,
    vielen Dank für deine Anregungen, bei mir trocknen jetzt Efeublätter:). Wäscht du den eigentlich vorher (ich habe es nicht gemacht)? Und hast du damit persönliche Erfahrungen gemacht oder Bekannte von dir? Habe davon vorher noch nie gehört, nur Birkenblätter oder Citrusfrüchte kenne ich gegen Cellulite. Übrigens duftet mildes Olivenöl sehr schön, finde ich. Die Firma Oliveda basiert ihre Serie sogar auf Oliven(blatt)öl, auch sehr angenehm.
    Was stellst du dir denn zum Duschen her? Es gibt ja tolle Naturkosmetik, die auch herrlich duftet, aber Selbermachen hat auch seinen Reiz und ist letztendlich günstiger.
    Freue mich auf weitere Infos!

    1. Julia Binder

      Liebe Nika Estelle,
      ich wasche die Kräuter/Pflanzenteile vor dem Trocknen grundsätzlich nicht, höchstens mit einem Tuch putze ich sie bei gröberen Verschmutzungen gründlich ab.
      Ich selbst verwende das Efeu-Öl sehr gerne. Ich mag bei diesem Produkt auch sehr gerne den Geruch des Olivenöls.
      Bei Gesichtspflege verwende ich lieber Öle, die in ihrem Geruch ein bißchen neutraler sind wie zum Beispiel Weizenkeimöl oder Traubenkernöl.
      Ich probiere alles aus bevor ich über etwas schreibe oder in meinen Kursen darüber erzähle. Für mich ist es wichtig auch wirklich selbst zu erleben, wie sich etwas anfühlt oder riecht oder wie man etwas wirkilch anwenden kann, bevor ich es weitergebe.
      Du kannst die Wirkung beim Cellulite-Öl natürlich mit zum Beispiel ätherischen Zitronenöl noch intensivieren.
      Das Efeu-Öl zeigt bei mir durchaus eine positive Wirkung. Meine Haut wird davon sanft und geschmeidig.
      Zum Duschen und Haarewaschen verwende ich selbstgemachte Seifen.,
      Ich bin noch nicht so lange Seifensiederin, merke aber schon, dass sich das zu einer richtigen Sucht weiterentwickeln wird :)
      Es gibt aber auch ganz tolle Shampoo- und Duschgel-Grundlagen zur Herstellung von eigenen Produkten, die man mit ätherischen Ölen und anderen Zutaten indivudell gestalten und verfeinern kann.
      Die Möglichkeiten sind unbegrenzt:)

    1. Julia Binder Beitrags Autor

      Liebe Beate,
      den Efeu sollte man auch vor dem Einlegen im Öl trocken lassen, damit es zu keiner Schimmelbildung kommen kann. 1 bis 3 Tage reichen vollkommen aus.

      Auf dem Foto siehst du ein Efeublatt. Hier erkennst du was mit 3-bzw. 5-lappig gemeint ist.
      Wenn du das nächste Mal bei einem Efeu vorbeikommst, dann schau dir die Blätter mal genauer an. Denn man findet auf dem Efeu nicht nur diese Blätter, sondern auch ovale. Den Unterschied erkennt man dann schon sehr gut.
      Die ovalen Blätter befinden sich auf den Trieben, auf denen auch die Blüten wachsen.
      Die gelappten Blätter befinden sich auf den jüngeren Trieben. Und diese sollten nur gesammelt werden.

  5. Julia Binder Beitrags Autor

    Lieber Erik,

    ja, du hast recht. Im Grunde ist ein Tee ja auch nur ein getrocknetes Kraut (natürlich auf Kräutertees bezogen).

    Dabei ist auf die Qualität des Tees zu achten. Am besten kaufst du das getrocknete Kraut frisch in der Apotheke.
    Denn zum Beispiel Teebeuteln haben meist in der Qualität schon ein bißchen eingebüßt (durch eine eventuell lange Lagerung und das extreme Zerkleinern des Krautes, wodurch viele ätherische Öle sich bereits verflüchtigt haben).

  6. Erik

    Die Idee mit dem Trocknen vor dem Einlegen finde ich super! D.h. man könnte der Einfachheit halber auch verschiedene Tees in Öl einlegen, die man als Städter mitunter einfacher bekommt. Ich habe bislang immer nur ätherische Öle zusammengemischt, aber Einlegen ist eigentlich natürlicher und sanfter, die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe dürfte ‚runder‘ sein. Danke für die Anregung!

  7. Sara

    Hallo! =)
    Erstmal – toller Artikel, werde ich sofort ausprobieren! Ich „creme“ mich auch seit langem nur noch mit Speiseölen ein, frei nach dem Motto: „Was ich essen will, will auch meine Haut essen“ (und umgekehrt (; ).

    Ich verstehe & unterstütze allerdings auch Rafaels Kritik, da ich nach der Betrachtung der chemischen Reaktionen durch Fluoride(!) auch glauben kann, dass diese z.B. den Zahnschmelzabbau hemmen (um sicher zu sein fehlt mir da aber auch ein umfassenderes Wissen). Um abgesehen davon auf’s Allgemeine zu kommen, finde ich es auch wichtig, nicht mit Panik Floskeln um sich zu werfen, wobei ich das Gefühl hier jetzt nicht hatte (und auf eurer Homepage allgemein sowieso nicht).

    Um nochmal auf die Zahnpasta zu kommen – da habe ich nämlich auch noch keine wirkliche Alternative – Minzblätter sind toll für Zwischendurch, aber für die Zahnbürste? Habe schon allerlei ausprobiert, aber über weitere Ideen würd‘ ich mich freuen =)

    LG Sara

    P.S: Ich finde euer Projekt & eure Artikel wirklich großartig!

    1. Julia Binder Beitrags Autor

      Liebe Sara,

      ich verwende eine selbstgemachte Zahnpasta.
      Dafür mixe ich Heilerde mit Salbeihydrolat, ätherischen Ölen und Lavendeltinktur. Das „Putzgefühl“ ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Die Zahnpasta schäumt nicht und man hat doch ein sandiges Gefühl beim Putzen. Aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.
      Ich verwende sie seit mehreren Monaten und mein Zahnarzt hat bei meinem letzten Kontrolltermin keine negative Veränderung festgestellt.
      Ob diese selbstgemachte Zahnpasta eine gekaufte wirklich in allen Belangen ersetzen kann, kann ich selbst auch nicht beurteilen- da muss jeder für sich selbst eine Entscheidung fällen.
      Wenn du experimentierfreudig bist, dann probiers mal mit dieser Zahnpasta und bilde dir deine eigene Meinung dazu.

    2. Bea de Terra

      Liebe Sara! Ich verwende zum Zähne putzen ein Pulver welches ich aus
      60 g Schlämmkreide, 20 g Veilchenwurzelpulver, 5 ml Pefferminzöl abmische. In ein mit Alkohol ausgewaschenes flaches Schraubglas füllen – fertig :-) Es reicht, wenn man mit der angefeuchteten Zahnbürste etwas Pulver aufnimmt.
      LG – Bea

    3. Sarah

      Eine Weile hab ich ne selbstangerührte Paste aus Schlämmkreide und Xylit benutzt (wahlweise mit Wasser oder konz. Gewürznelken/Salbeitee).
      Leider gabs dabei trotz hygienischer Handhabung immer wieder mal Probleme mit Schimmel (selbst bei der Variante nur mit Wasser) – so daß ich mittlerweile einfach nur noch meine Zahnbürste anfeuchte, kurz abschüttle, in pure Schlämmkreide tunke und dann losputze.

      Bei Heilerde, die – sofern ich da wirklich richtig informiert bin – auch Feldspäte enthält (die härter sind als Calcit), hätte ich Bedenken, daß sie mir mit der Zeit den Zahnschmelz abschmirgelt. Analog denke ich auch über Kieselerde als Putzkörper/Zahnpastagrundlage.

  8. Rafael

    „Fluor in der Zahnpasta“ – das ist in etwa so wahr wie zu sagen, dass man sich mit dem Kochsalz (Natriumchlorid) Chlor ins Essen schüttet. Zahnpasta enthält allenfalls Fluoride, deren chemische Eigenschaften nichts mit denen von Fluor zu tun haben.
    Und im Gegensatz zu dem, was die Panikmacher im Netz behaupten, ist Fluorid in den gesetzlich begrenzten Dosen nicht schädlich, eher im Gegenteil. Wer Angst vor Fluoriden hat, sollte auch grünen Tee meiden…

    Nichts gegen neue Autoren, aber bitte lasst die Verschwörungstheorien aus dem Spiel, mit denen das Netz ohnehin schon überflutet wird.
    Dass es trotzdem gute Gründe gibt, diverse Industrieprodukte zu meiden, ist eine andere Sache…

    1. Michael HartlMichael Hartl

      Lieber Rafael, so hatte ich den Satz nicht verstanden. Tut mir leid, wenn du dich da an Verschwörungstheorien erinnert fühlst. Das hatten wir hier nie in den Artikeln und soll auch in Zukunft nicht sein.

      Ich hoffe aber, du hast den Rest des Artikels auch gelesen. Ich finde ihn sehr gut. Wäre fein, wenn du dir da auch was mitnehmen kannst.

      Danke für deine offene Kritik.

      1. Julia Binder Beitrags Autor

        Lieber Rafael,

        das war wirklich nicht der Eindruck, den ich erwecken wollte.

        Ich wollte lediglich damit aufzeigen, dass in den letzten Jahren immer wieder Berichte, Meinungen, Untersuchungen und Erfahrungen aufgetaucht sind, die zahlreiche Inhaltsstoffe kritisch unter die Lupe nehmen.

        Ich sehe all diese Inhaltsstoffe als überwiegend nicht notwendig und möchte nur zeigen, dass es simple Methoden gibt aus einfachen, mitunter lokal verfügbaren Ressourcen Kosmetik zu erschaffen.

        1. Rafael

          War jetzt auch nicht als Angriff gemeint ;-)

          Ich reagiere da mittlerweile wohl ziemlich allergisch, weil es kaum noch ein ökologisches oder veganes Forum gibt, in dem nicht regelmäßig irgendwelcher Quark über Chemtrails, Fluoride und dergleichen auftaucht (oft auch mit den ekligeren politischen VTs im Kielwasser).
          Ich unterstelle Dir auch gar keine bösen Absichten, Julia. Nur zeigen solche Sätze, wie weit solche Fehlinfos mittlerweile in der Gesellschaft angekommen sind und selbst von Leuten, die sich ganz gut in der Materie auskennen, aufgenommen und weitergegeben werden. Das macht es für den Ottonormalbürger halt umso schwieriger, Tatsachen von Panikmache zu unterscheiden.
          In dem Sinne ist ein Satz, der „Fluor“ und „Zahnpasta“ enhält, für mich schon zu einer Art Indikator für unseriöse Seiten geworden, die man am besten direkt wieder zumacht. Was man von dieser hier nun wirklich nicht behaupten kann ;)

        2. maike arndt

          Liebe Julia,
          danke für das schöne Thema. Ich glaube die meisten haben dich schon richtig verstanden. Ich käme nie darauf hinter dem Hinweis bezüglich Fluorid gleich eine Verschwörungstheoretikerin zu sehen. Menschen haben unterschiedliche Meinungen u. Vorstellungen und das ist auch richtig so.

        3. Sarah

          Liebe Julia, ich sehe das genauso!
          Es ist ja bekannt das viel Schindluder mit irgendwelchen Inhaltsstoffen getrieben wird, von Wunderstoffen bis hin zu schädlichen Stoffen.
          Ich finde ebenfalls, dass viele Zusätze einfach unnötig sind und eher dazu dienen Menschen zum Kauf zu animieren.
          Generell bin ich dafür Sachen ohne Chemie zu verwenden. So benutze ich an dem bisschen Kosmetik auch nur Naturkosmetik!

          Wie bei allem gilt, jeder muss sich selbst ein Bild machen. Genauso wie auch bei den Verschwörungstheorien ;D

          In Belgien ist bereits einiges mit Fluor verboten ;) wie z. B irgendwelche Zahnpflegekaugummis etc.

          Hier kann man es selbst nachlesen http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/belgien-verbietet-fluor/333950.html
          (Ich habe extra den Tagesspiegel gewählt, weil dieser wahrscheinlich nicht von Verschwörungstheoretikern geschreiben wird) ;D

          Was man kauft, bleibt ja jedem selbst überlassen, aber ich fand das mal ganz interessant :)

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