Saft selbst herstellen – (fast) wie die Profis

Michael Hartl
Von Michael Hartl
29. September 2011

Wir haben es heute wieder getan – zum vierten Mal in diesem Jahr. Saft pressen. Jedes Mal zwischen 20 und 40 Liter – je nach dem, wie viele Äpfel und/oder Birnen sich gerade so finden. Diesmal haben wir ein paar Fotos davon geschossen und möchten Euch daran exemplarisch zeigen, wie das bei uns so abläuft.

Heute: Apfel-Birnen-Saft

Zunächst werden die Äpfel und Birnen sauber gewaschen und mit dem Messer von Fraßstellen, braun werdenden Matsch-Stellen und den ab und zu vorhandenen „Mitessern“ und ihren Hinterlassenschaften befreit. Die makellosen dürfen gerne ganz bleiben.

Im nächsten Schritt werden die Äpfel durch einen Schredder gejagt, der sie in kleine Teile zerreisst. Dadurch kann später beim Pressen mehr Saft aus dem Obst gewonnen werden.

Sollte ein großer Eimer mit geschredderten Äpfeln voll sein, kommt das alles in die Saftpresse und wird durch Menschenkraft zusammengedrückt. Der dabei austretende Saft wird aufgefangen und durch einen Sieb in die bereitstehenden Flaschen abgefüllt.

Am Ende bleibt dann neben wunderbarem Saft noch sehr trockener Presskuchen über, der sich wunderbar zum kompostieren eignet.

Haltbarmachen von Saft

Natürlich kann der entstehende Saft wie recht bekannt abgekocht und in sterilisierte Flaschen gefüllt werden. Gerade bei Apfelsaft empfiehlt sich aber eine weitere Variante – da dies auch geschmacklich sehr ansprechend ist.

Dazu wird der rohe Apfelsaft in sterilisierte Flaschen gefüllt und der Flaschenhals mit klein gewürfeltem Kren (=Meerrettich) aufgefüllt. Deckel drauf – fertig. Das macht den Saft haltbar – und er nimmt natürlich ein bisschen den Kren-Geschmack an. Ich werde dazu noch ein Foto nachliefern – versprochen!

Update 05. Oktober 2011: Hier also das versprochene Foto. :)

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45 Gedanken über “Saft selbst herstellen – (fast) wie die Profis

  1. Hilgers

    Wenn ich Äpfel schälen und entkernen muss ,zum Beispiel für Kuchen,werfe ich die Schalen und das Gehäuse nicht weg.Ich koche das mit Wasser auf ,Man sieht an der Farbe oder schmeckt wenn der Saft ausgetreten ist.Dann gieße ich das ganze durch ein Sieb.Schmeckt gut kostet nichts.

  2. Babsi

    Ich mach den Saft auch selbst (Marillen, Zwetschken, Birnen …), aber die Variante mit dem Krenn kannte ich noch nicht. Muss ich mal Probieren!
    Bei mir hält der Saft ca. bis März – allerdings mit Wasser auf angenehme Intensität gestreckt und kurz auf 95°C erhitzt.
    Und das, obwohl ich das Obst nicht wasche oder Bewohner entferne – ist allerdings mein eigenes und daher völlig unbehandelt.
    Ich muse mit einem ganz normalen alten Gartenhecksler (die echten Muser sind sogar gebraucht unbezahlbar). Da ich direkt danach presse habe ich auch kein Problem mit bitterem Geschmack von den Kernen.
    Nach dem Abfüllen gebe ich allerdings noch so 1-2 ml Korn drauf (zubrennen trau ich mich nicht ;)

  3. AL

    Ich mache auch seit Jahren meinen Apfelsaft selbst,nur die Plackerei mit der Presse erspare ich mir jetzt.Statt dessen arbeite ich mit einer alten Wäscheschleuder.Dazu habe ich einen alten Baumwollkissenbezug in einen alten Kartoffelsack genäht.Dieser „Pressack“kommt in die Schleuder,das Häckselgut einfüllen,den Pressack verknoten und schleudern bis entsaftet ist.Wer den Trester noch sinnvoll verwerten will macht daraus Apfelessig.Den Trester kippe ich in ein Mostfass,soviel Wasser auffüllen das der Trester bedeckt ist,als Starter einen Schuß Essig dazugeben,gelegtlich umrühren.Die Deckelöffnung nur mit einem Stock Baumwollstoff locker abdecken.Gibt einen schönen milden Apfelessig der sich in der Küche genauso wie zum putzen verwenden läßt.

  4. Kai Wobst

    also ich hab das immer „relativ“ einfach,
    und für den eigenbedarf immer so etwa für 5-6 mineralwasserkisten gemacht.
    der trick an der sache war eben sauberkeit und daß die flaschen (glasflaschen) wirklich randvoll und gut verschlossen sind,
    daß sich kein druck aufbauen kann.
    konnte mich nach 6 monaten immernoch über guten saft freuen.
    danach läßt dann die qualität entweder etwas nach und er ist nicht mehr ganz so fruchtig, oder… und jetzt kommts…. es wurde je nach süße der äpfel, astreiner „cidre“ draus. dann hat so ne art „unterdrückte gärung“ stattgefunden. so war dann jede flasche die man öffnete gut für ne kleine überraschung im geschmack…
    beim öffnen muß man nur vorsichtig sein, wenn sich kohlensäure gebildet hat. dann sollte man etwas geduld haben… probiert es selbst.
    wird jeder seine eigenen erfahrungen machen ;-)

  5. Johannes Hartl

    Ich freu mich auch schon aufs Süssmost-pressen.. machen wir immer so etwa am Nationalfeiertag (26.10.).. Vor zwei Jahren haben wir da zu fünft fast 300 liter gepresst und anschließend abgekocht. Wir haben zu Hause seitdem auch einen 100 Liter-Tank im Keller stehen, damit wir den ganzen Saft nicht in so viele Flaschen abfüllen müssen. Der abgekochte Saft kommt in den Tank, darauf 1 Liter geschmacksneutrale Vaseline als „Dichtung“ und darüber ein schwimmender Deckel. Mit einem kleinen Hahn ganz unten am Tank kann man dann den Saft ablassen. Hält angeblich mindestens ein Jahr lang….

    Bei uns hat der Saft damals nur bis März gehalten, weil wir die 100 Liter bereits bis dahin ausgetrunken hatten ;-))) Jeder bei uns trinkt selbergemachten Apfelsaft am liebsten ;-)

    lg aus dem südlichen NÖ
    hannes
    http://naturreisen.blogspot.com

  6. Denis Brunsch

    Hallo Michael,

    ich wollte mir nächstes Jahr eine Saftpresse zu legen. Bei den Saftpressen sind ja meistens Presstücher dabei. Sind die zwingend notwendig? Wie ich sehe, benutzt du anstatt des Tuches ein Sieb. Funktioniert das genauso gut?

    Danke :)

    Liebe Grüße, Denis

  7. Hans Albers

    Hallo,
    schöne Bilder !
    Frage : wenn der saft später abgekocht wird, wäre es dann möglich das Apfelhack vor dem Pressen kurz aufzukochen um die Ausbeute zu erhöhen ? oder treten dann Probleme wegen der Kerne auf ?
    MfG
    hans

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Hab ich noch nie gehört, dass das wer macht…. interessante Idee. Aber auch sehr aufwändig…. Ich glaube, dann würden die Apfelstücke viel mehr zerfallen und man hätte sehr viel andere Sachen im Saft. Das Trübe würde mich dabei nicht stören – weiß nur nicht, ob sich das auf die Haltbarkeit auswirken würde….

      1. Eva Roi

        Hallo Michael, euer Blog gefällt mir sehr. Ich habe zwar noch nicht alle Artikel gelesen aber viele Jahre Erfahrung mit Selbstversorgung. Wir haben in diesem Jahr auch zum ersten Mal Apfelsaft gemacht- köstlich! Nach der ersten Pressung haben wir in der Begeisterung den Trester ausgekocht und noch mal gepresst. Da die Stücke so weich waren haben wir sie in einen improvisierten Presssack gegeben ( doppelt gelegte, alte Gradine) .Der Saft ist sirupartiger und nicht so intensiv. Ich verwende ihn aber gerne in Salatsoßen oder Smoothies. Nach dieser Aktion hatten wir allerdings so viel davon, dass wir bei den beiden Folgenden nur noch die „première pression“ gemacht haben. Mit dem ausgepressten Trester haben wir Apfeltee gekocht: ca. 500g Trester mit zwei Liter Wasser aufkochen, ein paar Minuten köcheln lassen und absieben. Hier war es schon kalt, deshalb konnten wir ungefähr zehn Tage lang frischen Trester verwenden. Gleichzeitig haben wir Trester getrocknet soviel wir konnten. Davon gibt es dann auch wieder Tee. Und am Schluß natürlich alles auf den Kompost….

    1. Der Peter

      Nur-Birnensaft einmachen ist heikel.
      Erstens ist er pappsüß – früher wurde der Saft auch dick eingekocht, das war denn das Süßungsmittel der armen Leute.

      Zweitens kannst in einer normalen frisch geputzen und gedampfreinigten Küche gar nicht so sauber arbeiten, dass nicht doch ein paar Flaschen anaerob zu gären beginnen. Und dabei wird aus dem Birnenaroma nämlich Buttersäure. Zum Lagerkeller aufräumen nach einer geplatzten Flasche brauchst dann eine Gasmaske, und die Möglichkeit im Lagerkeller querzulüften.

      Es gibt 2 Lösungen:
      1. Gekauftes Pektin zusetzen.
      2. mit Apfelsaft mischen (saure Mostäpfel).

      Und die halbe:halbe Apfel:Birne ist immer noch so süss, dass die Kinder den mit Wasser gemischt haben wollen.

      Das Ganze kann man sich auch sparen, wenn man nach „Druckmostfass“ googlet und sich so etwas kauft, oder bei Zugriff auf Werkzeug aus geeigneten Industriehalbfertigprodukten (Edelstahl-Trinkwasser-Speicherkessel…) selbst baut.

      Dazu gibt es dann den „heiligen“ Lebensmittelschlauch, der für nichts anderes benutzt wird, und dann füllt man per Sieb/Trichter/Schlauch das im Keller stehende Lagerfass direkt von Kellerfenster aus auf – spart einen Haufen Lauferei.

      Dann gibt es zwei Möglichkeiten:
      1. Angären lassen, CO² entsteht, der Druck steigt, die Gärung stoppt. Schmeckt in etwas wie ein alkoholisch sehr lascher Cider (die englische Variante, wo im gegensatz zum fzr. Cidre die Gärung gestoppt wird damit er süss bleibt. Im Verlauf gärt immer mehr nach, weil der Luftraum immer mehr CO² aufnimmt, und man in dem Volume wo vorher x Liter unkomprimmierbarer Saft war m*x Liter komprimiertes CO² Platz haben. Ganz fertiggären tun aber nur die letzten paar Liter.
      2. Bei den Amaturen ein Ventil mehr, und man kann die Gärabbruchbedingung per Zapfanlagen-CO² Anlage herstellen. Perlt genau wie im anderen Fall und man kann den Saft bis zum letzten Liter alkoholfrei halten, und auch Kindern geben.

      Der Schlauch wird hinterher ausgespült, abgewischt und am Haus senkrecht zum trocknen aufgehängt, zum Einlagern aufgerollt und mit Korken verschlossen.

      Spart nicht bei der Ausschank-Armatur, ihr werdet bei jedem Saftzapfen damit hantieren müssen. Die wird übrigens mit Gummitülle oder Stopfen verschlossen, sonst ziehen da die Fruchtfliegen ein.

      Funktioniert super und das einkochen könnt ihr euch komplett sparen und lieber zu zweit und mehr pressen.

    1. Kerstin

      Hallo Lisa, wenn ich richtig sehe ist noch keiner auf deine Frage zum Thema Hefewasser eingegangen.
      Ich bin mir zwar nun nicht 100% sicher aber ich meine damit ist gemeint wie man Hefeselbst herstellt. Ich kenne das unter dem Begriff Hefewasser oder auch Wilde Hefe.

      Im Prinzip braucht man nur Trockenobst (ungeschwefelt oder anderweitig behandelt) oder getrocknete Obstreste aus der Saftproduktion oder ähnlichem.
      Trockenobst wird mit Wasser in einem Sterilem Glas mit Deckel und etwas Honig oder braunem Zucker vermischt an nen relativ warmen Ort für so ca. 5 Tage gestellt Deckel aber bitte nicht feste zudrehen Inhalt muss noch atmen können ^^. Ergebnis Hefewasser. Wird im Prinzip verwendet wie normal Hefe nur ohne die Flüssigkeit die bei Trockenhefe oder Würfelhefe noch dazu kommt.

      LG Kerstin

  8. luise

    Schöne Anleitung! Ich freue mich auch schon auf Saftherstellung dieses Jahr. Wie groß ist denn eure Saftpresse?

    Ich habe zur Saftaufbewahrung auch von Edelstahlgefäßen gehört, die mit Öl aufgefüllt werden. Entnommen wird der Saft am Hahn unten und da er luftdicht verschlossen ist, hält er sich so wohl auch sehr lange. Ich habe solche Gefäße allerdings leider noch nicht live gesehen.

    1. Frank

      Hallo Luise, oft werden auch direkt in Edelstahl-Pressen gepresst, ganz einfach da sich Edelstahl besser und einfacher reinigen lässt als die „klassischen“ Holzvarianten (wie aus dem Artikel).

      Meine erste Obstpresse (eine 20Liter Spindelpresse rink) war jedoch auch aus Holz, bisher nie Probleme gemacht ;)

      Wenn du Lust hast kannst du dich ja mal etwas auf meiner kleinen privaten Seite zum Thema Obstpressen und Saft selber herstellen umschauen –> http://obstpresse.biz (hoffe der Link geht in Ordnung).

      Liebe Grüße & frohes saften,
      Frank

  9. Stefan Wolf

    Hi ihr Lieben! Super Idee, das mit dem haltbarmachen des rohen Safts!!! :)

    Habt ihr es schon mal probiert mit (unraffiniertem, naturbelassenem) Salz? Salz ist ja bekanntlich genial um Lebensmittel haltbar zu machen… könnte mir vorstellen, dass da bereits eine Brise genügt so dass man es gar nicht bewusst schmeckt…?

  10. Marion

    Man kann auch, wenn man nicht einkocht, sondern roh abfüllt, die letzten 2 Zentimeter in der Flasche mit Olivenöl/Sonnenblumenöl auffüllen. Das macht absolut dicht und der Saft bleibt eine köstliche vitaminreiche lebendige Rohkost. Wenn man den Saft trinken will, einfach mit einem Papiertuch das Öl absaugen.

  11. pro-edaphon

    Ah,danke Michael für die Antwort. Na wenns bei euch auch so bzw. normal ist, bin ich beruhigt. Ich trinke ihn ja auch so – ohne Nebenwirkungen. Das sprudeln finde ich beim Öffnen der Flasche auch sehr hübsch, es bildet sich eine richtige kleine Schaumkrone :)

  12. pro-edaphon

    Hallo wiedermal,

    ich habe inzw. 2x Saft gepresst und bei der nicht abgekochten Variante wie oben beschrieben, den Flaschenhals mit Meerrettich aufgefüllt (wir haben hier wohl die wilde Sorte: dünnere verzweigte sehr lange Wurzeln). Nun sind nach knapp 2 Wochen aber doch einige der Flaschen ins Alkoholische übergegangen (die ersten schon nach einer knappen Woche): Es schäumt und sprudelt beim Öffnen. Schmecken tuts noch aber es hat einen leicht schwefeligen Geruch und der Rettich hate sich etwas dunkel verfärbt. Zwischenzeitlich las ich auch in einem Forum, in einem alten Rezeptbuch stünde, dass auf 1 Liter Saft 100g Meerrettich genommen wurde – bei mir warens vielleicht 2-3 TL auf eine 0,7 Liter-Flasche.

    Wie lange hält denn der Saft bei euch schon? Das sind doch bei euch auch keine 100g Kren? Und ist der vollkommen sprudelfrei?

    Ich muss vielleicht dazu schreiben, dass ich sehr sauber gearbeitet habe (Deckel in Essigwasser ausgekocht, saubere Flaschen nochmal mit kochendem Wasser ausgespült vorm Befüllen).

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Der rohe Saft hält bei uns dieses Mal schon seit 1,5 Monaten – normalerweise so maximal drei Monate. Wir messen nicht genau ab – mehr nach Gefühl. Ein wenig sprudelts bei uns auch – und auch der etwas komische Geruch ist da. Das ist aber beides normal bei der Variante. Wichtig ist nur, ob er schmeckt. Und bei uns tut er das. :)

  13. Georg Fischer

    Dicker Lobstrich ! Wir haben gerade den ersten Teil Trauben (Blauburgunder) versaftet bzw. zu Gelee verarbeitet. Hätte ich diese Seite früher gefunden, hätten wir uns geschickter angestellt …

    PS: wenn weitere Billionen in marode EU-Länder gehen, werden wir uns auch wieder die Kunst des Schwarzbrennens aneignen.

  14. pro-edaphon

    Hallo nochmal,

    bei meiner Suche nach einer Apfelpresse bin ich noch auf sehr imposante oder auch schlicht-geniale Selbstbau-Pressen gestoßen – in den unendlichen Weiten von youtube.

    Oft zu sehen – so auch hier – die Verwendung eines hydraulischen Wagenhebers:
    http://www.youtube.com/watch?v=JC49gETH0Bw&fe

    Manche treiben ihre Presse auch per Rad an, aber das System habe ich noch nicht durchschaut:
    http://www.youtube.com/watch?v=wwqQeIN5suY&NR

    Eine selbstgebaute Schredder-Pressenkombi hat mich besonders begeistert – der Schredder ist bohmaschinenbetrieben, wir können uns auch eine angebaute Handkurbel hinzudenken ;-) Das Schreddergut fällt unten raus, gleich in den Pressbehälter.
    http://www.youtube.com/watch?v=NmmeeRbnyFo&fe

    Wer dagegen auf feine(re) Tischlerarbeiten steht: http://www.youtube.com/watch?v=9_rldmJQrfI&fe

    Leider habe ich zum Selbstbauen nicht mehr die Zeit und hab mir daher gestern bei ebay die allerschööööönste gebrauchte Presse ersteigert, die es unter den vielen gab und freue mich nicht nur, dass ich seltsamerweise nicht überboten wurde, sondern wie Bolle aufs Apfelpressen :-)

    Meerrettich gibts auch genug im Garten, da ich ihn zu den Pflaumenbäumen als Baumpflegestauden dazu gepflanzt habe (soll Monilia und der Kräuselkrankheit vorbeugen).

    Danke nochmal für die Inspiration!

    1. Markus

      Hey beim Antrieb mit dem Rad, da wird einfach der E-Motor der HydraulikStation mit dem Rad getauscht und so dann der Druck aufgebaut. Also anders kann ich mir das nicht vorstellen. Der Druck wird sich dann nur etwas langsamer aufbauen, weil du nicht die selbe Drehzahl hin bekommst wie der Motor. Das wäre hier aber ja nicht so schlimm

  15. Jonas

    Interessanter Artikel. Ich habe hier noch einen Tipp für Leute mit weniger schweren Geräten:

    Wenn man keinen Schredder hat, kann man für Kleinmengen die Äpfel auch per Gurkenhobel zerkleinern. hab ich gestern ausprobiert, und es hat recht gut funktioniert.

  16. pro-edaphon

    Hallo,

    habe auch gerade mal nach Pressen gesehen – *liebäugel*, hier gibts sooooo viele ungeerntete Apfel- und Birnenbäume. Jedenfalls heißen die Teile mit dem Wasser(Kautschuk)Sack innen "Hydropressen".

    Das mit dem Kren ist genial, da soll ja mal jemand mit geraspeltem Meerrettich zwischen den Äpfeln diese 8 Jahre lang aufbewahrt haben – ohne dass sie weggammelten (steht in "Gärtnern im Biotop mit Mensch").

    Grüßle

  17. pro-edaphon

    Wow, klasse Bildergeschichte – ich will auch.

    Bei meinem alten Zuhause habe ich meine Äpfel in einem ganz kleinen Familienbetrieb pressen lassen – alle zusammen haben wir auch schön geputzt und ausgeschnitten direkt vorher.

    Das Geschredderte kam dann aber in eine Art längliche aufrechte Wäschetrommel, in der innen ein Gummiballon mit Wasser langsam gefüllt wurde, der wiederum die Schreddermasse gegen die Außenwand drückte, wo es durch die Löcher unten in die Rille lief. Vorteil hierbei sei, dass die Kerne nicht gequetscht würden, wie bei manchen (größeren) Apfelpressen üblich, was eine bittere Note mit sich bringt. Aber der Druck kann bei eurer duften Handkurbelquetsche ja sicher auch so gehandhabt werden, dass nicht bis aufs Letzte ausgequetscht wird (mehr Qualität als Quantität) oder?

    Danke für den tollen Artikel.

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Hallo pro-edaphon,

      da wir bisher noch keinen bitteren Nebengeschmack hatten, denke ich, dass wir die Kerne nicht zerquetschen. Super, dass Du die andere Maschine beschrieben hast, könnte sicher interessant sein, sowas mal zu sehen.

      Liebe Grüße,

      Michael

  18. ruth caspersmeyer

    tja, und ich versuch grad (betonung auf versuch)apfelessig herzustellen :hab gärenden apfelsaft in ein grosses weithalsiges glas gegeben und ein bisschen essigmutter ,das is ne gallertartige masse die sich in meiner balsamicoflasche gebildet hat, mit reingegeben. dann die öffnung mit einem tuch und nem gummi verschlossen .das ganze muesste jetzt bei durchschnittlich 23 grad mehrere wochen stehen ,die essigmutter verwandelt dann den alkohol in essig.leider heize ich noch nicht den ofen ,mal sehn obs was wird ?!?

  19. Sabine Frenzel

    Wunderbar die Tip's zum Saft herstellen. Haben vor 3 Tagen unsere weissen Trauben geerntet und es mit Wein herstellen versucht. Weitere 3 Tage davor haben wir in einer Wasserflasche flüssige Reinzuchthefe ( Vierka 20 ml ) mit 1/4 Liter unseres gepressten Traubensaftes und 1/2 Esslöffel Zucker aufgesetzt. Der Zucker sollte aufgelöst sein. Dann die Flasche schwenken und mit einem sauberen Wattebausch verschliessen? Die Gärung beginnt nun und wenn nach 3-5 Tagen kleine weisse Stellen auf der Oberfläche zu sehen sind und die Bläschenbildung beginnt, dann ist diese Kultur zum Einsetzten für die grosse Menge bereit. Es werden jetzt die Trauben gewaschen, dann die einzelnen Beeren gelöst und eine Maische daraus hergestellt, d.h. die Beeren werden grob mit der Hand oder einem Plastikstampfer zerdrückt, nicht zermatscht! Da die Trauben sehr süß waren, haben wir erst mal nur 1000 g Zucker in 1 Liter Wasser aufgelöst und dann zu den Früchten gegeben. Ausserdem haben wir noch 1,5 Liter Wasser aufgefüllt, da es insgesamt 9 kg Beeren waren. Zum Schluss kommt der Hefeansatz und je nach Menge etwas Antigel hinzu,umrühren und mit einem Korken mit Gärröhrchen den Glasbehälter verschliessen. Es wäre gut wenn das Behältnis eine Öffnung von ungefährer Handbreite hat, da man täglich einmal mit einer Plastikkelle umrühren sollte um den oben schwimmenden Brei zu vermischen. Dann sofort wieder luftdicht verschliessen. Nun bitte 2 Wochen beobachten und Abwarten. Zwischendurch mal eine Probe mit dem Schlauch entnehmen, abschmecken, ggfs. Zucker in der Probe auflösen und wieder hinzu geben. Erst wenn der Zucker vollständig vergoren ist, also keine Bläschen mehr aufsteigen wird die Maische abgeseiht. Sie ist dann schon recht flüssig und kommt nun gefiltert in den Weinballon oder eine Flasche, die mit Gärverschluss versehen wird, damit kein Sauerstoff und keine Obstfliegen hinein kommen. Sobald alles langsamer gärt wieder Probe entnehmen und eventuell Zucker wie oben zugeben. Achtung diesmal Zucker vorsichtiger dosieren. Wenn keine Gärung mehr stattfindet den Wein in der Flasche noch ruhen lassen und nach 2 weiteren Wochen abfüllen in Flaschen. Prost! Sehr gut beschrieben bei http://www.herbertstipi.de/Wein.htm Viel Spaß bei der Weinherstellung.

  20. Susanne

    Meerrettich, hm …. lecker zu Lachs, aber mit Apfelsaft nicht ganz mein Geschmack, vielleicht geht es auch mit Ingwer? Ich werde es mal ausprobieren. Kombucha machen mit Ingwertee ging jedenfalls nicht wegen seiner bakteriziden Wirkung. Das finde ich im Zusammenhang mit Haltbarmachen von Saft recht vielversprechend! Es braucht ja nicht gerade Jahre zu halten :o)

    Grüße aus dem sonnigen Rheinland,

    Susanne

  21. Ben

    Hallo…

    Das passt ja gerade wunderbar…

    Hier haben Wir gerade Fruehling, und in ein paar Tagen kann ich anfangen meinen Maulbeerbaum zu ernten…

    vom ersten ''Fallobst'' haben Wir ein paar Glaeser Marmelade und eine Flasche Saft gemacht. Dieser liegt mir wesentlich mehr am Herzen als die Marmelade, und ich muss unbedingt eine Kelterpresse bauen…

    Denn der Baum verspricht eine reiche Ernte…

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