Find ich echt dufte!

Räuchern mit heimischen Pflanzen

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
13. September 2013

Mhhhm, zündest Du Dir auch ab und zu gerne eine Kerze an? Es gibt wohl nicht viel, was uns derart beruhigt, als in eine kleine, warme Flamme zu schauen.

Am besten noch mit einem leckeren Duft, der den ganzen Raum erfüllt. Duftkerzen, Aromaöle und dergleichen machens möglich. Hast Du schon mal überlegt den Duft heimischer Pflanzen zu genießen? Vielleicht auch noch selbst gesammelt?

Aromatische Pflanzendüfte

Es gibt ja viele Gründe, aus denen Menschen räuchern. Ich gehöre zu der „ich-mag-den-Duft“-Fraktion beziehungsweise verwende ich das Räuchern auch gerne um unangenehme Düfte zu vertreiben.

Durch das Wildpflanzenthema bin ich natürlich auch schnell mal auf das Räuchern gestoßen und war begeistert. Ich wusste bis dahin nicht, dass zum Beispiel Beifuß oder Salbei eine desinfizierende Wirkung haben und man deswegen präventiv oder nach einer Erkältung die Wohnung räuchern kann :) Toll, oder? Vor längerer Zeit habe ich mir dazu auch mal ein Buch besorgt. Ich hab mich so gefreut dass jemand über traditionelle Räucherpflanzen schreibt!

„Räuchern mit heimischen Pflanzen“ von Christine Fuchs

Ein sehr hübsch aufgemachtes Buch. Die Grundlagen und verschiedenen Arten des Räucherns werden gut beschrieben. Für Kräuterneulinge ist auch das Sammeln, Trocknen und Aufbewahren der Pflanzen ausreichend beschrieben.

Generell ist das Buch ziemlich neutral gehalten, da ich viele esoterische Einflüsse vermutet hätte. Aber bis auf einen 2-3 seitigen Ausflug über Aura und Energien, ist es wirklich gut lesbar auch für Menschen, die mit Esoterik nichts anfangen können.

Foto von Räucherstövchen.

Minze und Pappelknospen. Naja, verbrennen sollte es eigentlich nicht, aber ich wollte etwas Rauch „einfangen“ :D

Entspannung durch Räucherrituale

Manchmal regt sich bei mir schon was Unangenehmes, wenn ich nur das Wort Ritual höre. Aber was heißt das schon. Der abendliche Gutenachtkuss ist ja auch nichts anderes als ein Ritual. Für mich habe ich viele Ideen für entspannende Rituale gefunden, um mal runter zu kommen und den Tag zu reflektieren. Es sind auch manch nette Ideen für Räucherrituale dabei, die man zu besonderen Naturereignissen durchführen kann.

Da wir seit Jahren, inklusive Weihnachten, keine christlichen Feste mehr feiern, fehlt mir aber auch irgendwie was. Bisher hatte ich aber auch keine Ideen oder die Muße mir was zu überlegen. Auf einer Doppelseite im Buch beschreibt Christine Fuchs kleine Räucherrituale mit persönlichen Fragen für Jahresfeste. Vielleicht probieren wir ja auch bald das erste aus, zu Allerheiligen:

Ab Allerheiligen begibt sich die Natur in einen Zustand der Ruhe. Auch wir haben mehr Bedürfnis nach Entspannung und brauchen öfters eine längere Anlaufzeit. Jetzt ist Rückschau angesagt. Was hat mich in der vergangenen Zeit belastet oder beschäftigt? Wie bin ich damit umgegangen? Möchte ich das weiterhin so tun oder gilt es loszulassen?

Wie ich finde, sind das eigentlich keine unwichtigen Fragen ;) Und kleine Rituale mit persönlichen Fragen zu verknüpfen macht für mich dann ja auch Sinn. In Wirklichkeit ist/war das ja auch bei den vielen „christlichen“ Festen die Essenz, bevor sie zu Konsumfesten geworden sind.

Also, für den 1. November könnt ihr schonmal sammeln oder aus den Vorräten ausgraben: Wermut, Mistel, Lavendel, Efeublätter :)

Weihrauch, Sandelholz und Co

Was aus Titel und Buchklappentext nicht so raus kommt: Im Buch werden fast zu gleichen Teilen auch exotische Harze und Räucherhölzer beschrieben. Die kann man dann auch im Webshop der Autorin kaufen…. ;P

Naja, das hatte mich ein bisschen enttäuscht, aber ja auch nur weil ich eben die Erwartung hatte, dass es rein um heimische Räucherpflanzen geht. Aber macht ja auch nix. Die Harze muss ich ja nicht verwenden ;) Vielleicht wenn ich mal voll im Räucherfieber bin und mir was Besonders gönnen will. Dann ist es zumindest gut zu wissen, schon mal gelesen zu haben, dass es da auch allerlei synthetischen Schmutz auf dem Markt gibt.

Welche Räucherpflanzen kann man im Herbst noch sammeln?

Das Buch hat ja noch einen tollen Sammelkalender! Hier ein paar Beispiele welche gut bekannten Pflanzen man jetzt im Herbst noch sammeln kann:

  • Baldrianwurzeln
  • Holunderbeeren und -wurzeln
  • Blätter und Früchte von Thujen
  • Mistelbeeren
  • Blätter und Beeren vom Wacholder
  • Wurzeln vom Wermut

Besonders die Thuje freut mich. Ich habe sie immer eher verabscheut und einfach nur als hässliche 0815 Heckenpflanze gesehen. Interessant wie der Blick plötzlich anders wird und ich ihren Duft schätzen kann :) Die riecht nämlich wirklich toll!

Foto von trocknenden Holunderbeeren.

Trocknende Holunderbeeren. Wie das wohl riechen wird?

Solltest Du im Sommer eh schon fleißig Kräuter gesammelt und getrocknet haben, kannst Du ja mal folgende Räucherkräuter ausprobieren:

  • Kamille
  • Minze
  • Melisse
  • Johanniskraut
  • Holunderblüten
  • Schafgarbe

Mhhhhm!

Räucherstövchen

Ich bevorzuge übrigens das „Räuchern“ mit einem Teelicht in einem Stövchen. Dabei legt man das getrocknete Zeugs auf ein Sieb und eigentlich verströmt es durch die Hitze dann nur das Aroma. Somit entsteht kein Rauch und man kann es nebenbei und auch in einem geschlossenen Raum machen. Mit Kohle habe ich es noch gar nicht probiert… Weiß jemand wie man so Kohlebröckchen selber machen kann…? :D

Räucherpflanzenschatzkiste

Meine Schatzkiste ist noch sehr klein, aber ich habe schon ein paar Sachen gesammelt, die ich gerne mag: Koriandersamen vom Brotbacken, getrocknete Minze, Schafgarbe natürlich und, was ich am coolsten finde, Pappelknospen! Das ist so cool bitte, die riechen leicht vanillig! :D „Glücklicherweise“ ist auf unserem Grundstück beim letzten Sturm eine riiiiesige Pappel umgefallen. So ist das Ernten sehr bequem gewesen ;)

Diesen Tipp mit den Pappelsamen habe ich übrigens aus einem meiner Lieblingskräuterbücher, dass ich diesen Sommer mal vorgestellt habe: „Alles aus Wildpflanzen“ (da sind auch noch mehr Tipps zum Räuchern drin!)

Fazit

Alles in allem: Schönes Buch, nettes Hobby und eine tolle Art zu relaxen! Für mich ist es immer wieder eine nette Abendlektüre. Alleine das Lesen über das Räuchern entspannt irgendwie schon ;)

Und was räucherst Du?

Was sind Deine Lieblingsräucherpflanzen? Hast Du noch Tipps? Ich freu mich :)

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Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

30 Gedanken über “Find ich echt dufte!

  1. Sabine Eilmsteiner

    Ein liebes Hallo in die Runde

    Ja, das Räuchern ist vielfältiger als man glauben könnte – ich halte jährliche Seminare darüber …..
    Meine Favoriten der heimischen Kräuterwelt sind vor allem Waldmeister, Ruchgras, Haselwurz und Eichenholz – vorzugsweise auf dem Stövchen oder in der Feuerschale verräuchert.
    Grundsätzlich kann ALLES pflanzliche (in trockenem Zustand) verräuchert werden (Holz, Wurzeln, Beeren, Harze, Blüten, Stängel, Samen, Flechten, …). Es ist auch eine interessante Erfahrung sich einmal durch das eigene Gewürzregal zu räuchern – ob Nelken, Zimt, Kardamom, oder „abgelaufene“ Teemischungen, selbst Suppenkräuter wie Liebstöckel ergeben am Stövchen spannende Aromen.
    Glg Sabine Eilmsteiner

  2. Dorian

    Hallo!

    Erstmal danke für die netten Ideen, die Recherche und das Teilen!
    Jetzt frag ich dann auch einfach einmal, weil ich ein echtes Problem mit den Teelichtern und deren Alu-Wegwerf „Hülle“ habe…

    Kennts ihr irgendeine, vl möglichst nachhaltige, selbstgemacht(ere) Alternative?

    Wäre echt toll!

    Danke, lg,
    Dorian

  3. Chris

    Pappelknospen verräuchern, genial! Das muss ich unbedingt mal probieren, wenn es die wieder zu sammeln gibt.
    Übrigens ist mir dazu gleich der Beitrag aus der Sendung mit der Maus eingefallen, in dem gezeigt wird, wie aus Pappelwolle eine Füllung für Bettdecken entsteht:
    http://www.youtube.com/watch?v=uJpZIa2BOLs

    Ein dickes Lob für Euer Projekt und den Blog, ich bin erst kürzlich durch eine Radiosendung im SWR auf Euch aufmerksam geworden. Neben den inhaltlichen Gesichtspunkten gefallen mir auch die Seitengestaltung und die z.T. herausragenden Fotos.

    Beste Grüße & weiter so :-)

  4. Evelyn

    Wir nutzen zum Beispiel auch Rosenblütenblätter. Wenn man sowieso dabei ist die Rosen im Garten auszuputzen und die verwelkten Blüten abschneidet, kann man einfach ein paar Blütenblätter aufheben und frisch oder getrocknet zum Räuchern verwenden.

  5. Marianne

    Also, das Buch steht schon mal auf meiner Wunschliste. Was mich bisher vom Räuchern abgehalten hat, war, dass ich kein Stövchen hatte und auch nicht wusste wo ich eins auftreiben sollte.
    Aber jetzt wollte ich unbedingt Wacholder räuchern, weil grade die ganze Familie krank war/ ist. Und das soll ja desinfizierend wirken. Also hab ich mir ein Stövchen gebastelt aus: 1 Untertasse, Prägefolie und einem Metallteesieb. In die Prägefolie hab ich ein schönes Muster mit Löchern geprägt, zum Zylinder gerollt, zusammengeklebt. Teelicht auf die Untertasse gestellt, Zylinder darüber und das Teesieb oben drauf, fertig ist das Stövchen und es sieht auch noch super aus, find ich.

    LG aus Bayern
    Ina

    1. Jijian

      Hallo Ina,

      cooles Stövchen schnell und günstig ;-)
      Bei Erkältungskrankheiten sind Ätherische öle ideal in der Anwendung. Die können auch inhaliert werden. Thymian und Fichte sind meine Favoriten aber auch die Klassiker Eukalyptus und Kampfer leisten gut Dienste.
      Lg

  6. Pingback: What the heck?

  7. Jijian

    Hallo Lisa,

    Holzkohle selber mach ist relativ einfach auf youtube findet ihr einige Anleitungen. Die im Handel erhältliche Räucherkohle ist Holzkohlenpulver mit Schwarzpulver vermengt und gepresst damit die Kohle selbstenzündend ist.
    Holzkohle lässt sich gut mit Reinbenzin (aus der Apotheke oder dem Sporthandel) entzünden(Vorsicht kurze Stichflamme), dieser verbrennt schnell und rückstandslos. Kohle eignet sich hervorragend für Räucherungen im Freien für Rituale wie Erntedank, usw.
    Die Räucherung wird seit Urzeiten als Opfergabe und Dank an die Natur, Gott, Mutter Erde, Vater Himmel, den Planzen, den Naturkräften, den Elemetarkräften, usw. dargebracht. Da geht es nicht um Esoterik oder Religion, vielmehr darum das Man/Frau wenn wir in unserem Leben die Verbindung mit der Natur suchen erfahren das die Natur die uns nährt und uns inspiriert lebt. Und wir Ihr unseren Dank und Respekt ausdrücken sollen. Natürlich in unserem Handeln, sowie auch in Ritualen was unsere Verbindung stärken wird.
    Um Kohle im Haus zu verwenden sollte man sehr vorsichtig mit der Menge des Reinbenzin sein oder besser im Freien entzünden, wenn die Flamme ausgegangen ist kräftig auf die Kohle pusten bis diese ordentlich glüht. Glühende Hartholzstücke aus dem Ofen/Lagerfeuer funktionieren auch ganz gut.
    Salbei, Beifuß und manche Hölzer kann man einfach anzünden. Oder man Rollt eine Räuchermischung aus Harz und Kräutern in ein sehr feines Papier und macht sich so die eigenen Räucherstäbchen.
    Harz lässt sich hervorragend bei aufgeschlichtenen Holzstappeln finden vor allem wenn es Sturmholz ist.
    Kiefern und Fichtenharz haben ein ausgezeichnetes Aroma aber auch viele andere Baum und Straucharten sind interessant. Der Wacholder ist eine der wichtigsten Raucherpflanzen im Himalaya, speziell im Transhimalaya und in Tibet.

    Liebe Grüße und viel Spaß auf der weiteren Entdeckungsreise in die Welt der Räucherung.

  8. Tanja Hilgers

    Also Beifuß ist ganz wichtig! Gibt’s nämlich in großen Mengen und lässt sich leicht im ganzen trocknen. Sehr reinigend und schützend und lecker.

    Dazu Schafgarbe, Hollunderblüten und Lavendel: göttinnenlich!

    Ich mag den Duft von Engelwurz und Alantwurzel.

    Und Johanniskraut reinigt den Raum von Computerstrahlung…

    Liebe Grüße aus Holland von Tanja

  9. Christa Reitermayr

    hallo,
    räuchern find ich in der kalten jahreszeit auch sehr entspannend!
    ich nehm gern beifuß dazu, den kannst du z.b. flechten ( ein paar beifuß-stängel nehmen), trocknen und zum räuchern einfach kurz anzünden, dann glühen lassen ( so ähnlich wie räucherstäbchen, riecht aber viiiiel besser!) – solange du möchtest.
    als "räucherkohle" hole ich mir manchmal glühende holzstückerl aus dem ofen.
    die lege ich dann in eine räucherschale ( in der ist zusätzlich sand drin) und darauf das räuchergut.

    am weihnachtsmarkt am spittelberg hab ich übrigens vor ein paar jahren ein sieb gesehen, das ließ sich einfach über ein x-beliebiges glas legen. räucherzeugs reinlegen,kerze ins glas und fertig…

    …auch wenn das nicht einheimisch ist: ich mag richtig guten weihrauch auch gern. mein bruder war mal im oman und hat mir einen sack voll davon mitgebracht.
    ich komm jetzt schon ewig lang damit aus, weil ja immer nur kleine stückerl davon verwendet werden…

    liebe grüße, und noch viele entspannte räucherstunden!

    christa

  10. Brigitte Pichler

    Das Gute liegt ohnehin meist vor unserer Nase :-)……..wenn ich meine Räume ausräuchere (z.B. Rauhnächte), dann nehme ich Kohle, weil ich dann den Rauch benötige und nicht nur die Räume beduften möchte. Man muß ständig den Geruch des Rauches kontrollieren und sofort neues Räucherwerk auflegen, da ja nur der ätherische Körper der Pflanze verwendet wird, außerdem geht man in den Räumen nach einem bestimmten Ritual herum und verteilt den Pflanzenrauch mit einer Feder oder einem Papierfächer in jede Ecke………außerdem danke für die Erinnerung, war schon im Garten um einiges abzuschneiden bevor der große Regen kommt :-)

  11. kahalla

    Hallo Lisa,
    danke das du dieses Thema hier einbringst. ich lebe nämlich in der Stadt und betreibe dort eine Philosophieladen. Da ich demnächst einen Berbere ( äthiopische Gewürzmischung) Abend hier zu Gast habe, überlege ich wie ich meinen doch recht spartanisch eingerichteten laden etwas mehr Wohnlichkeit geben könnte, Das räuchern einheimischer Pflanzen , die ich meist auch selbst kenne ist da eine gute Idee. Da ich als „Neugründer“ meines Ladens notorisch pleite bin, kann ich nicht mal eben um die Ecke gehen und guten Weihrauch oder ähnliches einkaufen.
    Das Räucherbuch werde ich mir bestellen sobald die Kasse das mal wieder hergibt. ist registriert.

    Das mit Weihnachten hat mich aber stutzig gemacht. Nicht weil ich so überzeugter „Weihnachtsfeierer“ wäre, sondern weil die meisten christlichen feste „aufgesetzte“ Feste sind.
    Im keltischen Jahreskreis z.B. gab es vier große Feste und dazwischen noch einem vier etwas kleinere. Die großen waren die Winter- und Sommersonnenwende und die Eqiuinoctien im Frühjahr und Herbst. Die kleineren vier Feste lagen meist genau in der Mitte zwischen den großen.
    Die vier Großen heißen christliche Weihnachten, Ostern, Johanni, Erntedank und die vier kleinen sind Lichtmess (2. Februar), Pfingsten, Mariä Himmelfahrt ( 15. August) und Allerheiligen.
    Da die christliche Rechnung eine Mischung aus Mond und Sonnenkalendarium ist, stimmen die genauen Tage nicht mehr und es gibt auch noch andere christliche „Ersatzfeste“ ( Karneval, Walpurgisnacht/ 1. Mai, Christi Himmelfahrt, etc. Zwar wurden die feste durch die Christliche Doktrin umgedeutet und so den eigenen Zwecken angepasst, letztlich sind es aber immer noch die Festtage einer mit der Natur lebenden bäuerlichen Kultur, die ihr im Prinzip durch eure Selbstversorgung wieder zum Leben erweckt. Vielleicht solltet ihr eure eigenen kleinen Feste machen, die wahrscheinlich mehr oder weniger zu den selben Terminen statt finden wie die christlichen, weil der Rhythmus von Aussaat und Ernte, von Sammeln und Wintervorbereitung kaum etwas anderes zulässt. wenn ihr euren eigenen Sinn in diesen Festen findet, dann holt ihr sie euch aus dem christlichen Kontext zurück und es werden wieder eure. Wenn dir was fehlt, ist das, denke ich, sinnvoll. Es gäbe noch viel mehr darüber zu schreiben und zu erzählen, schließlich durchziehen die Jahreszeitensymbole unsere Vorstellungen zu tiefst. Genauso wie Fantasygeschichten zwar immer „Heldenreisen“ heißen, dabei aber Beschreibungen des Jahreslaufs in sich verbergen und immer mit der Etablierung der nächsten Generation der „Guten“ enden, die nach all den Gefahren und Abenteuern wiederum eine neue Generation hervor bringen kann,. ist auch das „Kirchenjahr“ so eine ritualisierte Heldenreise. es steht euch als frei, eure eigen Jahreszeitengeschichte wachsen zu lassen, die mit euren Bedeutungen, Gefühlen, Gefahren und Freuden gefüllt ist. Und da könnt ihr dann eure Feste feiern, alle Jahre wieder.

    Dies nur als Anregung und um etwas zurück zu geben für eure tolle Arbeit hier.

  12. Oliver

    Hallo Lisa,

    Also ich mag den Räucherduft von Mariengras (Duftgras) irrsinnig gerne, und auch Salbei mit Thymian lege ich regelmässig mal auf. Ich verwende beim räuchern auch immer ein Stövchen, da ich finde dass das dann eben nicht ganz so intensiv ist und es hält vor allem dann so ca. 3 Stunden an. Ich gehe dann ab und an mal wieder vorbei und verteile die Kräuter und Gräser neu und streiche mal kurz drüber und schon duftet es wieder von neuem… :-)

  13. Atessa

    Hallihallo,
    kennt ihr das, ihr beschäftigt euch derzeit mit einem Thema ganz intensiv und auf einmal schreibt ein anderer Blogger darüber?
    Mir geht´s gerade so, ich möchte mich gerne intensiv mit dem Räuchern beschäftigen.
    Bisher habe ich nur ab und an mit Kohle geräuchert. Und da kann ich dir auch gleich einen Rat geben: Lass es lieber. Ich habe zwar gelesen, dass die starke Rauchentwicklung sehr sehr reinigen (auch spirituell) sein soll, aber mir ist der Rauch einfach zu krass. Vielleicht haben andere damit bessere Erfahrungen gemacht, aber mir macht das Räuchern mit Kohle einfach keinen Spaß, wenn jedes Mal der Feuermelder angeht und es einfach nur verbrannt riecht.
    Aus diesem Grund bin ich bei Räucherstäbchen und -kegeln geblieben, möchte aber viel lieber selbstgesammelte Kräuter räuchern.
    Zum Thema Sieb: Tatsächlich kannte ich das lange nicht, nur das Räuchern mit Kohle war mir geläufig. Jetzt habe ich mich aber besser informiert und ziehe das Räuchersieb in Erwägung…
    Dabei ist es wohl am besten, wenn man die Aluhülle von einem Teelicht noch mit auf das Sieb stellt, wenn man z.B. Harze räuchert, da das Sieb dann nicht verklebt.
    Schau mal, ich bin zur Zeit am überlegen, mir dies hier zu kaufen: http://www.raeucherfee.com/stoevchenzubehoerzumra

    Zitat von der genannten Seite:
    "Das Räucherwerk kommt hierbei nicht wie bei Stövchen, bei denen das Räuchergut auf ein Sieb gelegt wird, direkt mit der Flamme in Berührung, sondern wird indirekt in dem Edelstahltopf zum Räuchern gebracht. Unser genialer Ofen verhindert zuverlässig, dass ein Sieb verklebt und mühsam gereinigt werden muss, dass Harze auf die Flamme laufen, dass das Räuchergut sich entzündet oder dass die Temperatur zu hoch wird. "

    Zudem kann man den Abstand zum Räucherwerk verändern, was ich mir als ziemlich praktisch vorstelle, da kann eigentlich ja nichts großartig verbrennen.

    Ich hoffe, der Kommentar ist nicht zu lang geworden und es ließt überhaupt noch wer mit, aber ich hätte eine Frage, es kann sein, dass ich es beim Lesen dieses Posts übersehen hab:
    Steht auch etwas über die (Heil-)Wirkung der Pflanzen in dem Buch?
    Ich überlege, es mir auch zu kaufen, du hast immer so tolle Buchempfehlungen =)
    Herzliche Grüße,
    Atessa

    1. susn

      Hallo Atessa! Ich beschäftige mich auch gerade mir räuchern! Zum Thema Räuchern mit Kohle wird das in den meisten Bücher falsch beschrieben bzw. die meisten Leute handhaben das falsch. Es wird nämlich die Räucherware nicht direkt auf die Kohle gelegt, sondern auf die Kohle kommt erst mal Sand und auf den Sand kommt das Räucherwerk sodas es keinen direkten Kontakt zwischen Kohle und Räucherwerk gibt und so gibt es auch nicht diesen Rauch und auch nicht diesen verbrannten Geruch den man ja generell beim räuchern vermeiden soll. Diese Sand kann ein ganz nromaler Sand zB von einem Bachufer sein (wieder selbst gesammelt) es sollte aber keine Dekosand sein oder Sand aus der Sandkiste da die meist irgendwelche chemischen Zusatzstoffe enthalten die dann mit geräuchert werden und wohl eher nicht eingeatmet werden sollten und schon gar nicht den guten Duft verunreinigen sollen.
      Die einfachste Methode mit der ich begonnen habe ist ein ganz normales Duftöllämpchen. Dort gibt man obe statt dem Wasser mit dem Öl einfach das Räucherwerk rein und fertig. Das ist sicherlich die einfachste Methode wenn mans erst mal ausprobieren möchte! lg susn

  14. Claudia

    Harz von Fichten ist gar nicht schwer zu finden – einfach im Wald die Augen offen halten, und beim Ablösen aufpassen, dass die Wunde nicht wieder aufgerissen wird. Sollte halt schon richtig schön trocken sein. Exotische Harze sind gar nicht nötig!

  15. Birgit

    Toller Artikel, besonders schön finde ich das Räuchergefäß. Darf ich fragen von wo ihr das habt. Solche Modelle gibt es nicht viele, und die meisten schauen eher "fad" aus. Dieses ist aber besonders toll :-)
    LG
    Birgit

  16. Arne

    Also ich räuchere sehr gerne mit verschiedenen Harzen einheimischer Nadelbäume und mit getrockneten Beifußblüten, aber auch mit vielen anderen Sachen wie Wacholdernadeln & -beeren, Haselnussblätter, und vieles mehr … je nachdem was gerade so passt. :)

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