Ein Gastartikel auf Lisa und Michaels Blog:

Peeling selbst machen – frisch in den Tag

Misch Dir Deine Hautreinigung einfach selbst!

Pia Selina Damm
Von Pia Selina Damm
17. Februar 2016

Peelings machen die Haut weich und glatt. In den letzten Tagen habe ich als kleines Morgenritual eingeführt, mein Gesicht mit dem belebenden Kaffeesatz einzureiben. Es fühlt sich danach richtig gut an – frei, frisch und startklar für den Tag.

Und dabei ist es überhaupt keine große Sache, sich ein solches Peeling selbst anzurühren. Einige Zutaten, die sowieso in der Küche vorhanden sind, zusammen mantschen und schon kanns los gehen!

Was ist überhaupt ein Peeling?

Klar, ein Peeling ist nicht unbedingt notwendig. Dennoch eine fantastische Reinigung, um sich frisch zu fühlen. Ich habe bisher nie Peelings verwendet, da ich einfach nicht die Notwendigkeit darin gesehen habe – schon gar nicht mir welche zu kaufen, denn meistens sind sie schädlich für Mensch und Mitwelt.

Unsere Haut erneuert sich ununterbrochen selbst. Dabei stößt sie die oberste Schicht als Hautschuppen immer wieder ab. Durch ein Peeling können diese Schuppen entfernt werden und die Haut kann wieder strahlen. Das fördert außerdem die Zellerneuerung.

Ein Peeling besteht aus feinkörnigen Substanzen und kann daher ganz leicht selbst hergestellt werden.

Mikroplastik – des Peelings unabsehbare Folgen

In gekauften Peelings steckt ganz oft Mikroplastik. Diese winzigen Plastikpartikel schaffen es frecherweise tatsächlich vom Peeling in der abgepackten Verpackung in unsere schöne Mitwelt zu gelangen. Und zwar durch das Abwasser. Dort richten sie unfassbare Schäden an.

„Als Mikroplastik werden Kunststoff-Partikel bezeichnet, die kleiner als 5 Millimeter sind. Oftmals sind die Teilchen so klein, das sie für das menschliche Auge kaum noch sichtbar sind. Auch flüssige Kunststoffe zählen dazu.“ (Quelle: utopia.de)

Wie sicherlich bekannt, wird Plastik auf Basis des knapper werdenden Rohstoffs Erdöl hergestellt. Es ist außerdem nicht biologisch abbaubar.

Das besonders Fatale an Mikroplastik-Partikeln ist, dass sie so winzig sind, dass Kläranlagen sie nicht komplett aus dem Abwasser herausfiltern können. So kommt Mirkoplastik ungehindert in großen Mengen in Meere, Luft und auf die Felder, auf denen wir dann wieder Lebensmittel anbauen… Über die Nahrungskette und das unkontrollierte Verteilen von Mirkoplastik landet es übrigens auch auf unseren Tellern. Guten Appetit!

In Meeren hat das Anhäufen von Mikroplastik besonders große Folgen, da die Teilchen von Lebewesen mit der Nahrung aufgenommen werden und ihnen das gar nicht gut bekommt. Sogar so schlecht, dass sie daran sterben können. Und: Kunststoff wird Hunderte von Jahren alt, bis er sich vollständig zersetzt.

Quelle: Chris Jordan / Wikipedia.org

Quelle: Chris Jordan / Wikipedia.org

Hier gibt es weitere Infos zu Mikroplastik, wie Du es erkennst sowie Vorschläge für Alternativprodukte. Am tollsten ist es jedoch nach wie vor, sich das Peeling einfach selbst herzustellen. Das spart Verpackungsmüll und zusätzlich weißt Du ganz genau, was in Deinem Peeling drin ist!

Reste des Morgengenusses nutzen – revival des Kaffeesatzes

Meine liebe Mitbewohnerin trinkt momentan recht viel Kaffee. Das macht es mir wundervollerweise möglich, die Reste sinnvoll zu nutzen ;) Mittlerweile teilen wir uns das daraus entstandene Kaffeepeeling .

Wichtig ist, dass der Kaffee schon aufgebrüht wurde, also wirklich der Kaffeesatz genutzt wird, da es ansonsten zu hart ist für die Haut.

Kaffee wirkt nicht nur getrunken anregend, sondern auch aufs Gesicht geschmiert: Dort hat er eine die Durchblutung fördernde Wirkung und unterstützt das Wachwerden auf der Haut ;)

Außerdem: Das Kaffeepeeling kann wohl sogar das Hautbild bessern und Cellulite vorbeugen. Ein netter Nebeneffekt – für mich steht das tolle frische Gefühl jedoch eindeutig an erster Stelle :D

Sozial-verträglich und ökologisch wird es natürlich erst dann, wenn Du entweder nicht mehr verkäuflichen (gefoodsharten oder containerten) Kaffee und/ oder bio-fairen Kaffee verwendest.

Peeling selbst machen – so einfach gehts

Genug geredet – wie geht das denn nun in der Tat? Mische einfach zum übrig gebliebenen Kaffeesatz zwei Esslöffel Olivenöl oder ein anderes hautpflegendes Öl Deiner Wahl – so wird das Peeling geschmeidig und pflegt zusätzlich die Haut. Mit kreisenden Bewegungen aufs Gesicht oder andere zu reinigende Körperstellen auftragen, etwas einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser abspülen.

Ich las davon, dass das auch super unter der Dusche klappt. Ich habe es bisher nur im Gesicht ausprobiert. Es jeden Tag zu machen, ist vermutlich etwas übertrieben und auch reizend für die Haut. Momentan wende ich es dennoch sehr häufig an.

Wenn Du es ausprobieren magst, schau einfach für Dich, wie oft es sich gut anfühlt.

Alternativen zu Kaffee?

Geht es Dir auch so wie mir und trinkst Du eigentlich keinen Kaffee? Dann frag doch Deine Freund*innen, Mitbewohner*innen oder Nachbar*innen nach deren Kaffeesatz ;) Oder Du probierst eine der folgenden Varianten aus. Denn alternativ zu Kaffee kannst Du natürlich auch jede andere (hautpflegende) feinkörnige Substanz nehmen.

  • Es eignen sich beispielsweise auch Zucker oder grobkörniges Salz, gemischt mit (Oliven-)Öl.
  • Heilerde und Kamillentee haben wohl eine wohltuende, entzündungshemmende Wirkung.
  • Auch geriebene Nüsse oder Haferkleie lassen sich mit Öl gemischt als Peeling verwenden.

Erfahrungen habe ich bisher nur mit dem Kaffeepeeling gemacht – und bin begeistert! :)

Hast Du schon mal Peelings selbst gemacht? Welche Zutaten hast Du verwendet? Fühlt sich Deine Haut auch an wie ein Babypopo? :D Erzähl doch in den Kommentaren davon!

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28 Gedanken über “Peeling selbst machen – frisch in den Tag

  1. Elena

    Ich hab das Gesichts-Peeling über dem Waschbecken mit Kaffeesatz und Öl ausprobiert und es war ein sehr schönes Gefühl. Allerdings habe ich gefühlt fünf Minuten gebraucht, um den Kaffee danach wieder aus dem Gesicht zu kriegen ;) War das für euch auch ein Problem? Vielleicht hab ich’s übertrieben, aber die Körner sind so klein und kleben gut … In der Dusche ist das sicher einfacher, zu Hause habe ich allerdings keine, das fällt also weg.

  2. Conny

    Hallo!
    Verwende auch schon länger Kaffeesatz als Peeling. Ich mische einfach mit Kokosöl/fett (leicht erwärmt) und ab und zu ein paar Tröpch Lavendelöl dazu. Geht schnell und ist supa für die Haut, eincremen nach der Dusche fällt auch weg. Salz war mir zu aggressiv und Zucker und Honig zu klebrig.
    Verwende Kokosöl auch für Haare und Gesicht, und bin seit langem begeistert. :-)

  3. Kat

    ich hab (zum Glück nicht mehr allzu stark) Akne (zu wenig Selbstdisziplin beim Essen-mmh Schokolade;) ). Ich mach 1 x in der Woche eine Kurkumamaske. Meine Haut ist danach wie Babyhaut. ACHTUNG: unbedingt am Abend machen, und wenn ihr heikle Bettwäsche habt ein Frotteetuch aufs Kopfkissen. Es wird sonst gelb;).. und nicht zu fest kleckern

  4. Anne

    Ich benutze das Kaffeepeeling auch öfters im Gesicht und am ganzen Körper. Anfangs mit Olivenöl gemischt, jetzt nehme ich dafür lieber (Soja)Joghurt. Dadurch hält die Pampe besser zusammen und man versaut beim dollen schrubben nicht so sehr das Bad ;) Mit Zimt dazu riechts auch noch sehr schön.

  5. Suzan

    Hallo,
    ich habe vor kurzem ein Peeling ausprobiert, von dem ich ganz begeistert bin. Dazu mussten Kräuter (ich habe Kräutertraum genommen) 3 Tage ins Öl gelegt werden und danach wurde das Öl mit Meersalz vermengt.
    Das Ergebnis: eine babyzarte, tolle Haut. Das hat gute 2 Tage angehalten. Ich hatte grobes Meersalz benutzt, das war etwas unangenehm. Ansonsten sehr schön :-)

    Viele Grüße!

  6. helene

    ich verwende zur tgl. gesichtsreinigung lavaerde zb von logona in jedem Reformhaus erhältlich.
    bzw. kann man auch eine wunderbare Maske mit peelingeffekt machen!
    ich liebe das gefühl nachher von babyweicher haut!

  7. Sabrina

    Huhu!
    Der Kaffeesatz ist mir auch schon als Peeling bekannt. Allerdings verwende ich es mehr als Ganzkörperpeeling, da es mit fürs Gesicht doch etwas zu grob ist. Ich habe das Rezept allerdings irgendwann mal abgewandelt und mit Sheabutter, Zimt und Zucker angerührt und dann in Muffinförmchen gegossen. Dadurch hat man ein richtiges „Stück“ mit dem man arbeiten kann. Ich spüle danach einfach nochmal alles vorsichtig mit Wasser ab und meine Haut fühlt sich fantastisch weich an. So spare ich mir auch die Bodylotion danach ^^
    LG

  8. Annika

    Moin!
    Ich benutze auch ab und zu Kaffeepeeling und finde es auch sehr angenehm. Worauf ich dich jedoch hinweisen will ist eure Espressokanne: Ich hatte früher auch so eine bin aber aufgrund des Aluminiums auf eine Variante aus Edelstahl umgestiegen – die gibts sogar bei Ikea. Bei deiner Variante könnte sich jedes Mal ein wenig Aluminium mit den Espresso und somit auch in deinen Körper mogeln….
    LG, Annika

    1. Pia Selina DammPia Damm Beitrags Autor

      Hej hej Annika, danke Dir fürs Teilen Deiner Erfahrungen und den Hinweis zur Kanne. Wie gesagt trinke ich gar keinen Kaffee, aber ich gebe den Rat gerne weiter. Hier in unserer Gemeinschaft wird es sehr wenig Kaffee getrunken und ich würde dann einfach auf ein anderes Peeling umsteigen ;) Alles Liebe!

  9. thalea

    Ich habe schon oft Kaffeesatz-Olivenöl-Peeling in der Dusche benutzt und finde es sehr angenehm. Für mich haben die Kaffeteile genau die richtige „Härte“ beim peelen. Die Haut fühlt sich wach und gestrafft an danach. Zum peelen finde ich es vorteilhaft, dass der Kaffeesatz sich, im Gegensatz zu zB Zucker oder Salz, nicht auflöst. So kann ich wirklich so lange schrubbern, wie ich mag und mir zerrinnen die Peelenden Anteile nicht förmlich in der Hand. :) Allzu oft traue ich mich aber nicht, es großflächig anzuwenden, weil ich Angst habe, dass der Abfluss dadurch dann verstopfen könnte (vielleicht ist das aber unbegründet).

  10. Hexxmexx

    Kaffesatz mit Öl benutze ich schon seit Jahren für Gesicht und Körper – einfach genial, in jeder Hinsicht!
    Nach getaner Gartenarbeit mit ordentlich dreckigen Händen kriegt man mit Kaffeesatz und etwas Seife die Pfötchen schnell wieder sauber – und hat Dank des Kaffeeduftes gleich Lust auf einen Entspannungs-Espresso!

    1. Andrea

      Hallo zusammen. Ich benutzte schon seit langem Kaffeesatz für den Körper.und ich bin ein Mann, wohlverstanden.-))))))) mich kotzt es an, all diese chemischen Substanzen auf meinem körper zu streichen. Das geht gar nicht.doch alles nützt nichts, wenn du Bürger frisst, rauchst und säufst.-))))
      Ich persönlich nehme purer Kaffeesatz als Peeling, danach gründlich abwaschen und danach dein lieblingsöl, Olivenöl, kokosöl, draufschmieren, die Poren sind ja schon offen, die Haut saugt es regelrecht auf…und kurz den Körper abspülen…das ist es…ich habe schon lange keine gekaufte Kosmetik mehr zuhause.
      Wenn jemand noch mehr solche Tipps für mich hat,, gerne mir schreiben.ich probiere vieles was mit Natur zutun hat…danke übrigens mir bald 50ig ….bin auf LinkedIn, unter Andrea chinazzi..viel Spass mit dem Peeling

  11. Rose

    Ich habe das selbst mal irgendwo gelesen, weiß aber nicht mehr wo: Salbei-Tee, als Peeling und es verfeinert die Poren. Ich nehme immer Bio-Salbei-Tee. Einen Teebeutel aufgeschnitten, in einer Tasse mit kochendem Wasser aufgießen und bedeckt ziehen lassen. Wenn das Wasser soweit abgekühlt ist, dass ich mir nicht mehr die Haut verbrenne, es aber noch warm ist. Dann mit warmen Wasser und Waschlappen ganz normal das Gesicht waschen und so mit der Wärme schon etwas die Poren „öffnen“. dann gieße ich mir immer wieder etwas von dem Teewasser (ohne den Teesatz – das Salbei) über den Waschlappen und massiere es sanft in die Haut. Zum Schluss bleibt nur noch der reine zerkleinerte Salbei, den ich mir dann auch auf den Waschlappen gebe und mir damit die Haut massiere und auch etwas einwirken lasse. zum Schluss mit kaltem Wasser abspülen um die Poren wieder zu schließen. Ich empfinde es mit dem Tee als nicht so ein starkes Peeling wie Salz oder Zucker. Dadurch kann man, wenn man will, es täglich machen. Kaffee habe ich noch nie getestet… Jedenfalls hat Salbei eine Porenreinigende und -verfeinernde Wirkung.

  12. Jule

    Klingt gut.
    Ich wäre allerdings sehr vorsichtig mit Aussagen wie „kann Cellulite vorbeugen“. Cellulite ist nichts, was an der Hautoberfläche stattfindet, sondern in viel tieferen Schichten. Bindegewebe, darin eingelagerte Fasern und das normale Fettgewebe verändern – teils hormonell, teils genetisch bedingt – ihre Struktur. Es wird vermutet, dass allerhöchstens der Massageeffekt von Peelings oder Cremes etwas ausmachen könnte. Aber selbst das ist fraglich.
    Gegen Hautschuppen und Probleme der Hautoberfläche mag Kaffee vielleicht etwas tun können. Aber tiefer dringt er bestimmt nicht ;)

    1. Pia Selina DammPia Damm Beitrags Autor

      Liebe Jule,
      danke für Deine Anmerkungen.
      Deswegen schreibe ich ja auch „Das Kaffeepeeling kann wohl sogar das Hautbild bessern und Cellulite vorbeugen.“ Impliziert für mich, dass ich es nicht weiß oder bei mir beobachtet habe, sondern lediglich gelesen.
      Dennoch gut, dass Du nochmal darauf hinweist :)
      Alles Liebe,
      pia

  13. Tina

    Kaffeesatz könnte ich auch mal testen …. Nehme bisher einfach einen Löffel voll Natron in die Hand, mit warmem Wasser zu einer pastösen Masse vermengen und ab geht die Luzie. ;-)
    Vorher hab ich auch einfaches (feines) Tafelsalz genommen, ohne Öl oder irgendwas dazu, klappte auch super.
    Eine Bürste tut’s ebenso.

  14. Luisa

    Hey :)
    Ich wende das Kaffeesatz-Peeling auch regelmäßig an, und zwar am ganzen Körper. Fühlt sich super an und die Haut wirkt dadurch auch straffer. Allerdings mag ich das Gefühl von Öl auf meiner Haut nicht, daher schäume ich den Kaffeesatz entweder mit Seife auf oder mache nur etwas Wasser dazu, damit er sich einfacher verreiben lässt.

    1. Pia Selina DammPia Damm Beitrags Autor

      Danke Dir für den Hinweis! Wie gesagt: Ich habe bisher nur das Kaffeepeeling ausprobiert.
      Laut meiner Recherche kommt es darauf an, wie grobkörnig der Zucker/ das Salz ist und in welchem Mischverhätlnis. Mit viel Öl und eher wenig Zucker/ Salz kann es wohl auch im Gesicht angewendet werden… Aber: Jede Haut ist ja auch anders. Deswegen am besten einfach vorsichtig und angepasst ausprobieren! :)

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