Nichts ist beständiger als Veränderung

Zukünftig mehr Autor*innen beim Experiment Selbstversorgung

Michael Hartl
Von Michael Hartl
21. August 2014

Im Leben von Lisa und mir hat sich vor einigen Wochen eine Veränderung ergeben. Wir haben es vor ein paar Tagen auch schon im aktuellen Hof-Newsletter erwähnt und einzelne Menschen haben es natürlich bereits mitbekommen. Lisa und ich haben uns vor einigen Monaten getrennt. Damit wird dieses Web-Projekt nicht 1 zu 1 so weiter betrieben werden, wie es bisher war. Denn ab jetzt ist es nicht mehr die Geschichte zweier Menschen, die gemeinsam auf einen Hof am Land gezogen sind und dort gemeinsam an ihrem Lebenstraum bauen.

Foto von Lisa und Michael, die in verschiedene Wege weiterziehen

Wir sind weiter befreundet und möchten auch beide weiter in die bisherige Richtung leben. Ich weiter hier am Hof; Lisa zunächst ein bisschen ortsungebunden. Beide werden wir also weiterhin Ideen, Erfahrungen und Wissen mit euch über diese Website teilen. Ein weiterer Punkt wäre für uns, dass es weitere Autor*innen gibt. Diese sollen mit Gastartikeln oder als regelmäßige Schreiber*innen die Themenvielfalt erweitern und in Fachbereichen stark in die Tiefe gehen.

Was haltet ihr davon?

Wir glauben beide, dass das eine inhaltliche Bereicherung und wertvolle Weiterentwicklung des Web-Projekts sein wird. Uns würde allerdings sehr interessieren, was ihr davon haltet und laden euch daher zu einer Umfrage ein.

Bei dieser kleinen Umfrage möchten wir dann auch gleich noch ein paar weitere Punkte abfragen. Damit könnten wir mal ein umfassenderes Bild bekommen, was euch gefällt an unserem Web-Projekt, wo es vielleicht Bedarf an Nachbesserungen gibt und so weiter.

UPDATE OKTOBER 2014: Die Umfrage ist bereits beendet. Danke an alle, die teilgenommen haben, ihr habt uns sehr geholfen! Eine Übersicht der wichtigsten Ergebnisse findest du unter Zahlen und Ziele.

Wer uns mit dem Beantworten von Umfragen oder ähnlichem auch zukünftig unterstützen mag, kann gerne über das folgende Formular „Web-Supporter*in“ für unser Projekt werden:

Neue Termine für Mitmach-Wochen

Durch unsere oben erwähnte Trennung haben wir beide erst mal Zeit gebraucht, uns jeweils selbst wiederzufinden. Kurz und knapp: Wir waren beide viel weg vom Hof. Dadurch ist hier nun so gut wie alles überwuchert und es braucht ein wenig neuen Schwung und ein erneutes Herrichten des Ganzen.

Im Moment sind also vor allem die Beete wieder in Kultur zu nehmen. Sprich: Ein paar Beete von all zu wildem Bewuchs befreien und neu einsäen oder bepflanzen. Und andere Beete dick mulchen – mit Grasschnitt und Heu, die wir gemeinsam beim Mähen mit den Sensen schneiden werden. Auch die Ernte und Verarbeitung von verschiedenen Heil- und Teekräutern steht an. Und all die Tagesarbeiten, die so am Hof anfallen.

Eine Übersicht, wie die Mitmach-Wochen nun laufen werden und die Möglichkeit, um einen Platz anzusuchen, findest du auf der Website unter Mach mit am Hof im Südburgenland!

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13 Gedanken über “Nichts ist beständiger als Veränderung

  1. Pingback: Chat zum Sonntag, No. 34 – Meyer&Meyer | FindingSustainia. Ideenfabrik.

  2. Andreas Fuchs

    Liebe Lisa, Lieber Michael,

    wir kennen uns nun schon seit einigen Jahren und für uns habt Ihr beide das „Experiment Selbstversorgung“ verkörpert. Klar, es wurde immer von Euren gemeinsamen Erfahrungen berichtet und auch bei unseren gegenseitigen Besuchen wart Ihr für uns eine feste Konstante in Form eines Paares! Aber nichts ist beständiger als die Veränderung.

    Mir persönlich wurde damit vor Augen geführt, wie schnell es gehen kann wenn eine augenscheinlich sehr intakte Beziehung sich verändern kann, wenn ihr – ohne das jetzt anzunehmen – vielleicht zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, weil einfach gefühlte achthundert Projekte gleichzeitig jongliert werden. Bei uns ist das ja sehr ähnlich mit dem Trubel rund herum.

    Für unsere Familie seid Ihr wichtige Menschen, Freunde, Weggefährten und werdet das natürlich auch bleiben… auch wenn das bedeutet, dass wir Euch nicht mehr so oft gemeinsam antreffen werden.

    Für uns sagt Eure Trennung rein garnichts über das von Euch gelebte Experiment Selbstversorgung aus, denn das hat nichts mit einer Partnerschaft sondern vielmehr mit einem Lebensweg zu tun und der findet überall auf der Welt, ob mit oder ohne Hof statt. Es gibt zig tausende von Höfe und Gemeinschaften die Ihre Lebensmittel mehr oder weniger Selbst herstellen und das könnt Ihr auch überall und eben natürlich auch weiterhin dort wo Du weiterhin leben wirst, Michael, stattfinden.

    Im Gegenteil, wenn Ihr den von Euch nun seit einigen Jahren eingeschlagenen Weg auch jeder für sich weiter geht, spricht das sehr für Euch und Euer Experiment. Es ist in Fleisch und Blut übergegangen….

    Macht weiter so! Auch wenn sich viele Dinge verändern, es wird etwas neues passieren und das ist meistens auch rückblickend betrachtet das richtige gewesen, auch wenn es zu beginn sich alles andere als so anfühlt.

    Fühlt Euch gedrückt und wir sind für Euch da!

    Liebe Grüße
    Andreas

  3. Katja

    Hallo,
    das tut mir leid für Euch.
    Für mich wird es jetzt aber noch interessanter, hier zu lesen, denn das Auseinandergehen von Partnerschaften oder Freundschaften ist mM. der häufigste Grund für das Scheitern von Projekten: etwas wurde mit Herzblut zusammen aufgebaut, dann wird die gemeinsame Schnittmenge kleiner – das geht dann oft auch an die Existenz.
    Deshalb: ich wünsche Euch alles gute und bin gespannt, wie es jetzt weiter geht.

  4. Reinsch

    Ja, das kommt natürlich überraschend nun. Aber ich denke mit der Artikelüberschrift ist eigentlich gut zusammengefasst, was ich dazu sagen würde.

    Ich würde mich natürlich freuen hier weiter Erlebnisse vom Hof und Inspirationen für solch ein Leben zu lesen.

    Was nun die Trennungsgründe waren, darüber will ich hier nicht spekulieren, dass geht mich ja auch nix an.
    Im Gegensatz zu Thomas (Kommentar 21.08.) hatte ich aber nie das Gefühl dass ihr ein eigenbrödlerisches Einsiedlerleben führt. Im Genenteil, ihr wart ja an vielen Projekten beteiligt, und immer mal konnte man ja auch herauslesen dass ihr viel mehr Besuchs- und Wwoofanfragen bekommt als ihr unterbringen könnt.
    Aus dieser Beteiligung ergibt sich doch sicher ein Fundus von Möglichkeiten für neue Projekte und Gastbeiträgen…

    Wie auch immer, euch Beiden viel Erfolg für die Zukunft.

  5. Claudia Sagmeister

    Hallo lieber Michael ! Ich bin echt traurig , dass ihr euch getrennt habt , aber ich habe es schon vermutet , da ich so lange nichts von euch gehört habe . Doch die zweite Nachricht stimmt mich wieder etwas fröhlicher .
    Ich würde lieber heute als morgen meine Sachen packen um dir für einige Zeit zu helfen , aber ich habe ein paar ehrenamtliche Verpflichtungen und außerdem meinen Garten im grünen Prater , den ich sehr liebe und ich mache auch vieles selber , durch euch natürlich angeregt . Ich bin glücklich euer Projekt im Netz entdeckt zu haben und freue mich schon auf die nächste Nachricht . Sei tapfer , lieber Michael und mach weiter .
    Es werden sich sicher einige Menschen finden die deinen Weg mit dir gehen möchten . Ganz , ganz liebe Grüße aus Wien eure Claudia

  6. Anni

    Ich will euch auf keinen Fall zu nahe treten. Aber es würde mich sehr interessieren, ob eure Entscheidung, euch zu trennen, etwas mit eurem Lebensstil zu tun hat. Mein Mann und ich haben in den letzten Jahren einen ähnlichen Traum entwickelt wie den euren. Die Frage, was diese Lebensart mit der Partnerschaft macht, ist deshalb auch für uns wichtig. Vielleicht könnt ihr ja ein paar Gedanken dazu formulieren. Falls es überhaupt etwas damit zu tun hat, wovon ich erst mal nicht ausgehe. Ich wäre euch sehr dankbar. Kann aber auch verstehen, wenn ihr das nicht wollt. Liebe Grüsse

  7. Alexander Glas

    Ihr beiden könnt stolz darauf sein, was ihr in den letzten 4 1/2 (?) Jahren geleistet habt, virtuell hier im Blog und real in eurem „Gutshof“. Es war und wird sicherlich nicht einfach sein – auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Und gerade eben deswegen sollte auch beides erhalten bleiben – der Blog sowie das Domzil. Ich bin guter Dinge, dass Michael tatkräftige Unterstützung bekommt noch ehe der Herbst einbricht.
    Wenn ich den Post vor diesem nochmals lese könnte ich mir erdenken wohin Lisas Weg gehen wird. Und auch sie wird ihn meistern.

  8. Angelika

    Finde ich gut! Eure Kreativität, eure Entwicklung hat euch den Weg gezeigt. Habe auch das originelle Rezeptbuch von Lisa. Es ist für mich etwas Besonderes. Ich brauche auch Zeit etwas daraus zu nutzen….aber eines Tages werde ich es brauchen. Zurzeit lese ich nur darin und lasse es auf mich wirken.
    Alles Gute in der neuen Lebensphase.

  9. Thomas

    Liebe Lisa und lieber Michael,

    ich habe mich schon gefragt, wie lange ihr dieses Experiment durchhalten werdet. Aus meiner Sicht stelle ich mir das sehr anstrengend vor zu zweit alleine, wenig Geld und viel Arbeit. Und dann diese junge und schöne Lisa! Ich konnte mir das echt nicht vorstellen! Als ich jung war, habe ich so etwas ähnliches probiert und daher habe ich etwas Ahnung davon. Ich glaube, dass solche Experimente, wenn überhaupt, nur in größeren Gruppen funktionieren können. Es sei denn, man oder frau will wirklich als Einsiedlerin oder Einsiedler leben. So ein Leben ist ja auch eine große Belastung für eine Beziehung. Alles wird auf dem Partner projeziert. Alles muss der Partner erfüllen. Von daher kann ich gut verstehen, dass Lisa da den Hut nimmt und geht. Die Idee die Seite weiterzuführen und daraus mehr ein Projekt einer Community zu machen, finde ich gut und ist sicher erfolgversprechender und stimmt auch mehr mit dem Zeitgeist überein. Und um ein anderes Leben zu verwirklichen, wie ihr es probiert habt, braucht man heute wie früher andere Menschen dazu. Ich wünsche euch beiden auf eurem Weg alles Gute! Das, was ihr beide zusammen geschafft habt, ist für mich sehr beeindruckend! Auch wenn ich skeptisch war, wie glücklich ihr dabei wirklich seid. Liebe Grüße, Thomas

  10. Maren

    Das ist wirklich ein Schock. Ihr seid beide zu einer stabilen Konstante in meinem, wenn auch „nur“ virtuellen, Leben geworden. Veränderungen gehören nicht zu den Dingen, die ich übermäßig liebe und an euch zwei als Paar, das seinen -auch meinen- Traum lebt, habe ich mich schon sehr gewöhnt. Aber Veränderungen gehören natürlich zum Leben unbedingt dazu und bringen neues Spannendes hervor. Ich wünsche euch deshalb alles Gute auf euren getrennten Wegen und hoffe, euch auch weiterhin beide hier lesen zu können. Liebe Grüße, Maren

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