Kunterbunte Nudeln!

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
27. Februar 2010

Nachdem uns das Sauerteigbrot backen ja jetzt schon ganz gut gelingt (naja… das Brot heute ist zwar wieder superlecker geworden, aber dafür hab ich beim Tagträumen vergessen, Sauerteigkultur abzunehmen und jetzt heißt’s von vorne beginnen) war mir nach einem einen anderen Teig: Nudelteig!
Die Suche im Internet nach veganem Nudelteig zum Selbermachen stellte sich als nicht allzuschwer heraus, allerdings war ich vom „Hartweizengrieß“ ein bisschen irritiert, den ich nirgends finden konnte. Kurz zur Info (so hab ich es zumindest verstanden): Den Grieß, den man bei uns bekommt (bzw. auch das Mehl) ist aus vorwiegend aus „Weichweizen“ weil der Hartweizen sehr viel heißes Wetter braucht und deswegen bei uns nicht so gut wächst.

Nächster Teig-Versuch!

Im Internet gabs so viele verschiedene Rezepte und letztendlich habe ich mich dann für ein’s mit ganz normalem Mehl entschieden (Type 480 hab ich genommen). Das Mischverhältnis ist auch ziemlich simpel Mehl : Wasser = 2 : 1

Foto von drei verschiedenfarbigen Teigkugeln (rot, grün, weiß)Weil ich natürlich nicht nur „fade“ weiße Nudeln machen wollte, hab ich gleich mal mit Spinat und Roter Beete experimentiert (für grün und rot… orange Nudeln, also mit Tomatenmark gefärbt, heb ich mir für’s nächste mal auf :)) und es hat super funktioniert! Einfach Spinat bzw. Rote Beete mit soviel Wasser wie nötig mixen (bei mir waren es jeweils insgesamt 100ml auf 200g Mehl) und dann zum Mehl geben. Der Teig sollte nicht zu weich werden wie ich festgestellt habe, sonst ziehen sich die Nudeln später zu sehr wenn man sie in die Hand nimmt.

Das Ergebnis

Meine Nudeln sind jetzt.. naja.. etwas dicker geworden, als man Nudeln gewöhnt ist (mangels Nudel“maschine“ oder Walze) aber geschmacklich sehr lecker! Besonders den pürierten Blattspinat schmeckt man total! Außerdem sind’s nicht nur farbige Nudeln geworden sondern richtig kunterbunte! Das macht total Spaß, erinnert ein bisschen an bunte Knetmasse :)
Künftig werde ich auch meine Spätzle etwas bunter machen (die mach ich in letzter Zeit immer wenn keine Nudeln zur Hand sind… gehen superschnell: Mehl, Wasser, etwas Öl, Salz mischen bis der Teig sehr zäh ist – aber eher fest als flüssig – und ab durchs Spätzlesieb ins kochende Wasser).

Hab total Lust bekommen öfters Nudeln zu machen. Michael hat seine Nudelwalze (sogar mit Spaghettiaufsatz… seufz) leider mal unbenutzt verschenkt. Naja, vielleicht findet sich sowas ja auf einem Flohmarkt oder so. Wie auch immer – viel Spaß beim angucken :o)

Eure Lisa

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16 Gedanken über “Kunterbunte Nudeln!

  1. Sabeth

    Hallo!

    Mit viel Freude durchstöbere ich Euren Blog – danke!

    Ihr bestärkt mich immer wieder darin, dass (weitestgehende) Selbstversorgung kein Traum bleiben muss, auch wenn ich von anderen oft dafür belächelt werde.

    Eine Frage habe ich gerade zu Eurem veganen Nudelrezept ohne Hartweizengries: Wie geht das denn? Normales Mehl und Wasser im 2:1-Verhältnis hast Du ja geschrieben, dann einfach etwas Öl und Salz dazu und fertig? Aber wo ist dann der Unterschied zum Spätzleteig? Oder bin ich gerade blöd und überseh irgendwas? Hm.

    Viel Erfolg Euch weiterhin und jetzt bald einen schönen ruhigen Winter :-)!

    Sabeth

  2. Marietta

    Kommentar zu den Nudeln. Ich mache zwar keine selbst, aber als Kind habe ich gesehen wie meine Großmutter, da gab es immer selbstgemachte,den Nudelteig gut dünn ausgerollt hat und ihn dann zu einer Rolle gerollt hat und anschließen mitdem Messer dünne scheiben quer abgeschnitten hat. Beachtet, dass der Teig trocken genug ist und geruht hat.Danach wurden die abschnitte aus ihrer Rolle geschüttelt eventuell mit etwas Mehl wenns kleben sollte.

  3. heide

    ja, geht prima, wer ei isst, kann ein eigelb einkneten,da wird die masse weicher oder etwas öl …dann kann man es auch dünner ausrollen. dann in streifen schneiden(braucht man keine maschine) und auf ein geschirrtuch über den wäscheständer legen, fertig.so kann man auch mal schnell knete machen, wenn die kinder abends 20,00 uhr dringend welche für eine geographie- hausaufgabe brauchen, dann natürlich kein ei, aber öl und viel salz l.g.

  4. Pingback: Bärlauch, Maiglöckchen oder Herbstzeitlose?

  5. Heike

    „Hallo Lisa,

    mein Kompliment an dich! Die Nudeln sehen echt klasse aus. :-)

    Wir haben früher zu meiner Kindheit regelmäßig Fadennudeln selbst gemacht… Musst nur den Teig richtig dünn ausrollen! Deine Streifen sind viel zu dick…. Dann in ca. 2-3 cm breiteStreifen schneiden und eine Weile antrocknen lassen…. dann in ganz dünne Fäden schneiden. Geht schneller als man glaubt. Schließlich nimmt man auch gleich mehrere Streifen übereinander. :-)

    Wenn du deine ersten Nudeln im Wasser hast, kannst du die restlichen prima trocknen lassen.

    Übrigens wir besaßen noch nie im Leben eine Nudelmaschine!! Nudelholz und Messer genügt völlig. Makkaroni bekommt man in dem man die dünnen (wirklich sehr dünnen) max. 1 cm breite Nudelstreifen mit einen Schaschlikstab rundrollt. Geht ebenfalls relativ flink… Übung macht den Meister. ;-) Die erste dauert länger als die 50igste… ;-))

    Übrigens in meinen Teig mach ich auch ne Prise Salz gleich ran…. ;-) „

    Weiterhin viel Erfolg. lG Kräuterfee Heike

  6. angela

    hallo lisa! kompliment fuer deine nudeln.hier in italien macht man nudeln auch mit farina "O" (griffiges mehl), wenn kein hartweizengiess vorhanden ist. allerdings geben wir kein salz in die masse – das kommt erst ins nudelwasser.

    probier doch mal orange spaetzle (mit puerierten, gekochten karotten): schmeckt ganz toll!

    liebe gruesse und gutes gelingen!

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      @ angela: Danke! Muss ich mal schauen ob es das Mehl in Österreich auch gibt. Oder ist das "ganz normales" griffiges? Ich hatte letzte Woche eine Freundin aus Italien zu Besuch, die hat mir auch erzählt, dass dieses Hartweizenmehl gelber ist und sich dünner ausrollen lässt. Das blöde ist halt wirklich, dass dieser Hartweizen bei uns nicht (oder kaum?) angebaut wird, weils zu kalt ist.

      Das Salz mache ich deshalb meist gleich in die Teige, weil ich immer das Gefühl hab beim Salzen vom Wasser geht soviel davon verloren :D

      Oh mit Karotten, klingt auch lecker! Ich habe am Wochenende auch orangene Nudeln probiert mit Tomatenpassata (endlich, jippie). Die sind auch echt gut geworden.

  7. Lisa P.

    Mit einem Teigroller und dann in Streifen schneiden!

    War nicht so schwierig, allerdings sind die nudeln richtig dick geworden, was bei den frischen ja nicht schlimm ist! Aber ich hab einen Teil trocknen lassen und wenn man die dann kocht, dann werden sie außen ziemlich matschig und haben dann noch einen harten Kern. Also ohne Nudelwalze lieber gleich frisch verzehren (davor natürlich kochen ;D).

    Danke, dir auch alles Liebe :o)

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