Wir kooperieren mit Wohnwagon!

Michael Hartl
Von Michael Hartl
23. Juni 2016

Vielleicht kennt wer von Euch Wohnwagon? Dieses junge Unternehmen aus Wien, das ökologische und möglichst autarke Wohnräume baut. Auf Anhängerfahrgestellen! Mobile Wohnlösungen mit eigenem Wasserkreislauf, eigener Stromversorgung und Komposttoilette. Flexibel, was den Ort angeht und unabhängig von externen Anschlüssen.

Wir haben Christian und Theresa, die beiden Initiator*innen, im Laufe der letzten Jahre immer wieder mal getroffen, immer besser kennen und lieben gelernt. Die Ideen hinter unseren Projekten sind so ähnlich, die Grundmotivation so vergleichbar, dass eine Freundschaft entstand und eine Zusammenarbeit mehr und mehr erstrebenswert erschien. Vielleicht kennst du auch einen der Gastartikel von Theresa auf unserem Blog?

Foto vom holzverkleideten Wohnwagon in der Natur.

Der Wohnwagon.

Ermächtigen und ermöglichen

Eine der Punkte, die mir bei Theresa und Christian besonders zugesagt haben, sind die sehr ähnlichen Werte. Nicht produktiv tätig sein und eine Firma aufbauen, um möglichst viel Geld zu verdienen, sondern um einen möglichst hohen Wert für die Gesellschaft zu erschaffen. Und andere dabei unterstützen, ihre aus ähnlicher Idee entstandenen Wünsche umzusetzen. Das war für uns auch immer wieder ein Punkt, der uns angetrieben hat: Andere durch Wissen und Fertigkeiten ermächtigen und sie durch die richtigen Werkzeuge, das passende Saatgut und so weiter auch in die Lage versetzen, dass ihr Wandelprojekt auch ganz praktisch möglich wird.

Mit Menschen, die zu uns an den Hof kamen, war das immer recht simpel. Weil sie da waren, wir gemeinsam Werkzeug und Saatgut angesehen haben und mit ihnen besprochen haben, wie sie bestimmte Sachen im Garten gestalten oder vorhandene Gebäude sanieren könnten. Aber für die vielen Menschen, die uns zwar online kennen, aber nicht die Möglichkeit haben, hier mal herzukommen, wussten wir lange nicht genau, wie wir das anstellen sollen.

Ein Weg war ein Webshop, den wir vor einigen Jahren begannen, aber sehr bald wieder eingestellt haben. Aber die Idee blieb immer in unserem Kopf.

Produkte für ein autarkes Leben, von uns getestet und empfohlen

Und vielleicht ja, weil wir uns alle so ähnlich sind, begannen auch Christian und Theresa über eine solche Möglichkeit nachzudenken: Eine Plattform auf der man Open Source Wissen & Anleitungen für ein autarkes, selbstbestimmtes Leben bekommt und auf der man das notwendige Werkzeug und die richtigen Tools dafür auch gleich kaufen kann, damit sich das Projekt auch wirtschaftlich trägt. Eine erste Version steht bereits auf der Wohnwagon-Website und enthält einige Produkte, die von Wohnwagon selbst verwendet werden. Alle Produkte sind Empfehlungen, die nach langem Vergleichen und Austesten dort stehen.

Christian, Lisa, Theresa und Michael freuen sich

Juhuuuu!

Und diese Plattform samt Shop werden wir nun gemeinsam ausbauen. Gemeinsam entwickeln. Und mit vielen Produkten aus der Welt des Experiment Selbstversorgung anreichern. Sei es Gartenwerkzeug, hilfreiche Küchenutensilien oder Hilfsmittel, um das eigene Holz zu erwirtschaften. Und selbstverständlich auch das immer wieder bei uns angefragte Saatgut.

Mach es selbst!

Ein wichtiger Teil unserer Kooperation werden gemeinsame Tutorials für kleinere und größere Bauprojekte sein. Komposttoilette, Solardusche, Pyrolysekocher? Wir sind bereits dabei Konzepte auszutüfteln und hoffen, dass wir dich motivieren können, selbst den Hammer zu schwingen!

Verschiednes Werkzeug auf einer Tischplatte liegend.

Entwicklungen Schritt für Schritt

Diese Entwicklung des Shops wird schrittweise und nach und nach geschehen. Wir wollen schließlich, dass die Produkte & Konzepte Sinn machen und unseren hohen Ansprüchen genügen! Wir freuen uns dabei auch über deine Unterstützung und deine Tipps!

Jetzt also auf in diese neue Kooperation! Wir hoffen, dass du bei uns fündig wirst, wenn du mal etwas brauchst und dir die mühsame Recherche nach guten Produkten ersparen kannst. Wenn ich nur dran denke, wie viele Stunden wir früher im Internet mit Suchen und Vergleichen verschwendet haben…

Wir werden Euch im neuen monatlichen Newsletter neben allen Top-Artikeln, Veranstaltungstipps und kleinen Goodies auch über die Entwicklung des Shops auf dem Laufenden halten.

Gerne kannst Du Dich hier eintragen:

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Und so gehen wir gemeinsam Schritt für Schritt mit allen von Euch, die möchten, Richtung einer Welt, in der wir noch lieber leben wollen und die wir unseren Kindern einst mit gutem Gewissen übergeben können.

Und du?

Hast du Produkte zum Thema „Autarkie“, die du mit Überzeugung empfehlen kannst? Die dir, als angehenden Selbstversorger*in oder einfach einem Menschen, der sonst wie nachhaltig leben möchte, wirklich Hilfe zur Umsetzung deiner Ideen leisten? Beispielsweise handbetriebene Maschinen, Werkzeug, Küchen-, Garten- oder Utensilien zum Konservieren. Leider gar nicht so einfach etwas zu finden, dass unseren Ansprüchen genügt. Möglichst regionale Produktion, Langlebigkeit, nachhaltiges Material…

Oder willst du etwas bestimmtes bauen oder selbst herstellen, das unser aller Leben noch nachhaltiger gestalten könnte? Schreib uns doch deine Ideen! Wir wollen herum probieren und richtig gute Anleitungen basteln. Was brauchst du um dich imstande zu fühlen ein kleines Bauprojekt umzusetzen? Was war bisher deine Hemmschwelle?

 

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Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

17 Gedanken über “Wir kooperieren mit Wohnwagon!

  1. Katrin

    Hallo!

    Ich finde die Ideewunderbar!
    Ich möchte mich meinen Vorschreibern anschließen: ich möchte ein Tiny House bauen, das ich mit meinen finanziellen Mitteln und Möglichkeiten stemmen kann. Ich will kein Kredit aufnehmen, der mich wieder vom Geld abhängig macht, um unabhängig sein zu können. Das widerspricht sich total.

    Wenn Ihr also Lösungen findet, mit denen man kostengünstig bauen kann, wäre ich hocherfreut.

    Beste Grüße
    aus dem nachhaltigen Berlin
    Katrin

  2. Jane

    Hallo Ihr Lieben,

    so folge ich Eurem Aufruf, was ich suche, um noch mehr selbstversorgt zu leben:

    Seit längerem bin ich auf der Suche nach einer manuellen Ölpresse aus Edelstahl.
    Das Modell, welches ich auf E*** gefunden habe, habe ich nach dem Kauf wieder an den Verkäufer zurückgesendet, weil bei einem Preis von über 100 € die Ölpresse leider made in China war und so schlecht verarbeitet, dass sie bereits mit Roststellen ankam.
    Nun suche ich aber eine manuelle Ölpresse, um auch mal Lindennüsschen- oder Walnussöl selbst und ohne Strom zu pressen.
    Falls Ihr da etwas über den Wohnwagon-Shop anbieten könnt, bin ich sicher die erste Käuferin.

    So bin ich ganz gespannt, ob Ihr fündig werdet.

    Liebe Grüße Jane

    1. Ortmayr Stefan

      Liebe Jane,
      ich habe mir voriges Jahr eine mechanische Ölpresse gekauft. Ein Spitzenprodukt aus Deutschland, entwickelt für den Einsatz in Entwicklungsländern, wo es vor Ort keinen Strom gibt:

      http://www.oekotec.ibg-monforts.de/de/oelpresse/oelpresse-ca59-1h.html

      Ich hab das Ding etwas umgebaut und einen Motor vorgespannt (solange es halt noch Strom gibt!) und dann haben Freundinnen von mir die Presse verwendet, um ihren selbstangebauten Lein zu Leinöl zu pressen. Hat nach anfänglichen Schwierigkeiten hervorragend funktioniert. Mit der Presse kann man alle Ölsaaten und Nüße pressen!

      Ich muß nur noch anfügen, daß die Presse (ohne Motor) ca. 2000.- Euro gekostet hat. Der Motor (gebraucht) ca. 400.-
      Ich hoffe, daß ich Dir helfen konnte mit der Information.
      Liebe Grüße aus Linz
      Stefan.

  3. Katja

    Hm, es soll ökologisch sein, autark, nachhaltig, fair gehandelt – aber darf nichts kosten?! Menschen, die ihr gesammeltes Know How, Ihre Lebenszeit und wertvolle Arbeit, Ihre jahrelange Erfahrung und erarbeiteten Kooperationen in etwas stecken, dass Ihr erwerben könnt, werden hier als Kapitalisten und gierig tituliert …? Gierig sind vielleicht eher die Menschen, die von anderen gerne nahezu kostenlose Leistungen erwarten. In keiner anderen ‚Branche’ als der ökologischen wird Ausbeutung so verdeckt und vom moralischen Ross herunter gefordert. Ok, rund um Spiritualität sieht es oft ähnlich aus, leider. Gute Materialien, gute Arbeit hat seinen Preis, das ist auch FAIR. Wer z.Zt. so viel Geld nicht hat, wird hier sogar zum selber Erlernen eingeladen. Mannmannmann.

  4. Tanja Heller

    Ich suche ein Tiny House, 30 qm, in Modulbauweise. Das ich vorbauen kann, immer gleiche Teile und an einem Tag mit Leuten zusammenstecke. Mobil. Bezahlbar. In eckig. Hochwassersicher. Mit ausklappbarer Terrasse. Ähnlich wie „das Nest“ oder „Rachel“. Bei den Preisen für regionale ökologische Bauweise stürze ich leider ab. Das kann doch nicht sein, lieber Michael. Egal wo ich rumgoogle, finde ich keine bezahlbare Lösung. Die 25 qm wären mir zu klein: Für das gleiche Geld kriegt man eine top Wohnung, vererbbar.

    Liebe Grüße – Tanja

  5. Stefanie

    Das ist eine tolle Koop! Auf dienTutorials freue ich mich jetzt schon!
    Ihr hattet ja gefragt, was die Hemmschwelle für ein Bauprojekt bei einem ist, Bei mir sind es ganz klar die Baumaterialien. In den meisten DIY – Projekten wird zu wenig auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Da kommen Lacke, Farben und Materialien zum Einsatz, die nicht wirklich nachhaltig sind, auch wenn sie frei und billig verkauft werden. So etwas möchte ich gar nicht verwenden und deshalb scheitert ein Projekt bei mir schon oft an den „Zutaten“.

    1. Theresa

      Ja, der Wohnwagon ist nicht billig. Das hat zwei Gründe: Wir haben uns bei der Produktion von Beginn an für regionale Partner entschieden und arbeiten mit angemeldeten, fair bezahlten Leuten in Österreich statt die Produktion wie andere nach Polen oder anderswohin auszulagern. Dadurch entsteht eine Wohneinheit, die mehr an ein kleines Haus als an einen Wagen erinnert und damit auch sehr langlebig ist. Das finden wir einfach nachhaltiger. Der zweite Grund: Der Wohnwagon ist ein eigenes Kraftwerk und mit moderner Autarkietechnik ausgestattet, die die Einheit wirklich unabhängig macht: Stromproduktion & Speicherung, Wärmeproduktion, wassergeführter Holzofen, eigenes Wasseraufbereitungssystem – wenn man das alles möchte kommt man einfach auf den Preis, ohne dass dabei irgendjemand der beteiligten ein goldenes Näschen verdient, darum geht’s uns nämlich nicht. Wir haben aber auch eine Basis-Versionen zum Selberbauen und arbeiten an modularen Systemen, damit die Technik möglichst für alle leistbar und zugänglich wird.

    2. Oliver

      Hab öfters gelesen von „nur“ 70,000,-? :)
      Irgendwie komisches System. Man muß zuerst Kapitalist sein, um sich ein ökologisch autarkes Leben aufbauen zu können.
      Hätte vor kurzem ein tolles leistbares Haus in einem Wäldchen gesehen, aber kein Wasser, kein Strom, kein Kanal. Um dieses Haus autark zu gestalten wären wohl die gleichen Kosten zusätzlich notwendig.
      Gibt es Informationen, wie man so ein Projekt kostengünstig realisieren könnte, um nicht wie im Mittelalter leben zu müssen? Das Netz bietet dazu nicht wirklich viele brauchbare Tipps.

    3. Susanne

      Die Preise sind wirklich recht stattlich! Und nicht machbar für viele, viele Leute. Schade, dass die Selbst Versorgung erst mit einer Fremdversorgung einhergehen muss. Bitte überdenkt doch nochmal Euer Finanzkonzept!

  6. Katja

    Großartig!! Ich gratuliere zu der Kooperation, denn das bringt Schwung und Energie, und auf einmal können Träume Realität werden. Ihr seid damit ein tolles Vorbild und ich bin froh, dass Ihr so ‚öffentlich‘ seid. Auf den Shop bin ich mehr als gespannt … auch jetzt schaue ich immer mal in Eure Beiträge wenn ich nach einer natürlichen, einfachen Lösung suche. Bitte Lisa, bring doch noch ein Buch zum Thema Körperpflege/-produkte heraus ;-)) oder auch Haushaltsmittel. Hab grad wieder Pfannkuchen nach Deinem Basisrezept gemacht, mit Hafermilch, lecker!

      1. Cornelia Messmer

        In einem Wohnmobil zu leben ist mein Traum. Nur leider wird es einer bleiben, da die Preise im Moment für mich unerschwinglich sind. Mietfrei zu sein wäre ein befreiendes Gefühl, bedenke man doch die zahlreichen jungen und alten Menschen mit wenig Einkommen.
        BRAVO für eure Initiative und DANKE an alle jungen Menschen für eure Ideen, Kreativität und Zukunftsvisionen.

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