Klopapier war gestern

Wiederverwenden heißt der neue Luxus!

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
17. Oktober 2013

Tja, rein vom Titel her könnte das Ganze hier wohl perfekt in die Kategorie „die spinnen doch, diese Ökos“ passen. Dachte ich mir im ersten Moment nämlich auch :)

Klopapierverbrauch drosseln

Aber so abwegig ist die Idee doch gar nicht, oder? Immerhin sind es doch stolze 13 Kilo Toilettenpapier pro Jahr im europäischen Durchschnitt. Etwa 15 Kilo in Deutschland.

Wären jedenfalls ein paar Regenwaldbäume weniger… oder zumindest eingesparte Energie, die sonst selbst bei der Herstellung von Recycling Klopapier anfällt.

„Family Cloth“ – erste Ideen

Zum ersten mal auf die Idee von „Stoffklopapier“ stieß ich – keine Ahnung mehr wie – durch einen Blog einer jungen Familie. Da nennen sie es „family cloth“. Interessant für mich war dabei – anscheinend gibt es Menschen die Klopapier nicht vertragen und „da unten“ ständig gereizt sind. Dieses Pech habe ich zwar nicht – aber vielleicht hilft diese Anmerkung ja jemanden, der bisher nicht wusste, was man noch dagegen tun kann?

Jedenfalls, seit ich mein wiederverwendbares Stoffklopapier (oder soll ich es künftig Klostoff nennen? xD) benutzt habe, kann ich mir das gut vorstellen. Seit ein paar Tagen ist es nämlich aus, und ich kam erst heute dazu meinen Klostoff zu waschen. Und tatsächlich fühlt sich Klopapier im Vergleich so viel rauher an!

All jene, die sich das nicht vorstellen können: Ich denke es wäre in etwa so, als würde man sich als normale Klopapierbenutzerin plötzlich mit Zeitungspapier abwischen. So krass finde ich den Unterschied jetzt.

Stoffklopapier ist Luxus

Von den ganzen Ökoaspekten mal abgesehen, möchte ich Klopapier aus Stoff wärmstens empfehlen. Dagegen kackt sogar molligweiches Cha-cha-cha Chaaarmiiin ab ;) Und es ist sogar gratis!

Wiederverwendbares Klopapier selbermachen

Und so einfach ist das: Alten Stoff in Stücke schneiden! Ich habe mich dabei an der Größe von etwa 3 Stück Klopapiersegmenten orientiert und es sie dann aber etwas kleiner gemacht, da ich recht dicken, saugfähigen Stoff hatte. Das war übrigens ein altes Spannleintuch, dass eh schon Löcher hatte. So eine Art Frottee – weicher geht’s nicht ;D

Foto von wiederverwendbarem Klopapier mit einer Papierklorolle daneben

Zwischenlagerung und Reinigung

Zuerst muss ich dazu sagen, dass ich mich noch nicht drüber getraut habe, mit dem Stoffklopapier auch die Überreste meiner „Braunabfälle“ abzuwischen. Keine Ahnung. Stell ich mir im Moment komisch vor. Vor allem weil ich nicht weiß wie ich es hygienisch zwischenlagern soll. Beim Urin war es nicht so die große Sache. Erst habe ich versucht die Lappen einfach in einem Eimer mit Deckel zwischen zu lagern. Nach 3 Tagen hat es aber dann doch typisch nach Urin gerochen und darauf hin, habe ich den Eimer mit Wasser gefüllt. Problem gelöst! Kein Uringeruch mehr.

Da ich auf lange Sicht eventuell keine Waschmaschine mehr verwenden mag, musste eine Waschlösung ohne eben dieser her. Ich habe also den Klostoff zwei mal in kaltem Wasser durchgespült und anschließend kochendes Wasser drüber gegossen. Mit einer Saugglocke hab ich dann ordentlich rumgepantscht, etwas ziehen lassen, ausspülen.

Foto von wiederverwendbarem Klopapier beim Waschen.

Wegen der Hand-Wasch-Sache habe ich eben mein Problem mit der Kacki. Aber auch in der Waschmaschine würde sich das noch komisch anfühlen für mich. Gibt es hier Mütter, die waschbare Stoffwindeln anwenden? Wie bewerkstelligt ihr das und ist das hygienisch? Keine Ahnung, bei Urin oder Rotz fühlt es sich nicht so eklig an… :D

Foto von wiederverwendbarem Klopapier beim Trocknen

Apropos Rotz: Stofftaschentücher kann ich sowohl aus luxuriöser als auch aus ökologischer Sicht empfehlen. Wer nach einiger Zeit Stofftaschentuchbenutzung mal wieder ein Papiertaschentuch verwendet, wird das gleiche Gefühl haben: Rauh, rauh, und nochmal rauh.

Foto von Stofftaschentüchern

Für’s Näschen nur das Feinste + Ökobonus ;D

Nie mehr Klopapier?

Naja wie du gelesen hast, nicht ganz. Aber wenn ich mir ansehe, was da in ein paar Tagen an Stoffklopapier verbraucht wurde, ist der Verbrauch schon enorm. Klar, das Papierzeugs sieht man ja nach der Benutzung nicht mehr! Flutsch und weg! Aber man geht ja eh öfter am Tag Pipi. Und ich besonders viel. Ich habe jedenfalls bemerkt, wie lange sich plötzlich eine Klopapierrolle halten kann. Also immer schön langsam. Erstmal für’s Pipi (auf diese flauschige Wohltat möchte ich nicht mehr verzichten!) und dann gucken wir weiter :)

Übrigens, kann man das Stoffklopapier auch etwas hübscher machen, als ich :D Eine hübsche Variante findest du hier und die Extravagante hier. Ich fand es einfach praktisch, dass ich etwas Ungebrauchtes weiterverwenden konnte.

Wenn dich übrigens ein etwas längerer und vor allem sehr unterhaltsamer Artikel zu diesem Thema interessiert, immer hier lang. Ich für meinen Teil musste oft in mich hinein kichern :D

Und du? Neugierig geworden? Ich kann es nur immer wieder sagen: Es ist absolut empfehlenswert :) oder: Ich liebe es!

UPDATE:

Ein paar „lessons learned“ aus diesem Experiment.

  • Was ich nicht erwähnt habe, einfach, weil wir keinen Platz dafür haben: Ja, ein Bidet ist die perfekteste Lösung und ich will eins :D
  • Mit meinen „Klolappen“ verfahre ich jetzt ein bisschen anders, da das Sammeln weder mit noch ohne Wasser geruchsfrei von Statten geht: Im Prinzip kann man einfach einen Waschlappen nehmen und ihn direkt nach dem Benutzen auswaschen (ich machs immer noch nur mit Pipi) – das ist echt viel praktikabler als auf einmal einen ganzen Eimer kleiner Lappen zu waschen und diese dann zu trocknen. Um eine Verwechslungsgefahr auszuschließen habe ich meine zugeschnittenen Lappen aber weiter verwendet – nicht dass sich jemand mit dem Waschlappen das Gesicht wäscht ;) Und so trocknen da immer so 3-4 Stück abwechselnd dahin. Und es macht ja nichts aus, wenn einer noch etwas feucht ist beim Abwischen.
  • Mit den „Grobstoffen“ bin ich aber vorerst beim Klopapier geblieben :) Das wird dann bei mir eher ein Fall für’s Bidet, denk ich :)

UPDATE 2.0:

  • Mittlerweile liebe ich die Variante, mir den Allerwertesten mit einer einfachen Flasche Wasser zu reinigen. Mit etwas Übung funktioniert das echt problemlos und man will dieses Sauberkeitsgefühl nie mehr missen! Lustigerweise hat mich dazu ein Pärchen inspiriert, welches wiederum diesen Artikel gelesen hat. Ping-Pong-Inspiration sozusagen :D Danke! Hab ich mir Geld & Platz & Putzen eines Bidets erspart ;D
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164 Gedanken über “Klopapier war gestern

  1. Dorena

    Sehr wichtiges Tabu – Thema……..mich juckt es da unten oft und naja, ein paar andere kleine lästige Sorgen hab ich auch…….
    Mein Mann und ich, wir kommen neuerdings schwer „hinten“ ran und so sind Höschen oft sehr dreckig und müssen mit Vorwäsche gewaschen werden,sonst krieg ich sie nicht sauber. Ohne WM geht es bei mir auf keinen Fall, denn ich hab so schon häufig Rückenschmerzen.
    Das war auch so, als ich vor 30Jahren anfing,für 2 zu waschen ohne WM.
    Zuhause putz ich jedenfalls oft mit Läppchen nach. Aber einen feuchten Lappen mitschleppen unterwegs mag ich nicht.
    Auf jeden Fall danke für diese Seite.
    Gruß Dorena

  2. Carmen Rick

    Toller Artikel. Ich frage mich gerade selber warum ich Toilettenpapier überhaupt brauche. Das ist wahrscheinlich so anerzogen und niemals von mir hinterfragt worden. Ich arbeite als Krankenschwester, und da muss man eben auch an die Endprodukte :-) anderer Leute ran. Gut, da trage ich Handschuhe. Aber es ekelt mich nicht, und vor meinen eigenen Endprodukten ekle ich mich keineswegs. Also versuch ich das auch mal ohne Papier. Noch eine Anmerkung: Ich ekle mich auch nicht davor den „Müll“ von meinem Hund zu entsorgen. Manchmal fehlt ja nur ein Anstupser zum Umdenken. Vielen Dank.
    Bin ein echter Fan geworden ;-)

  3. Susanne

    Mein persischer Frauenarzt hat mir mal geraten, den Urin nach dem Pinkeln mit der Hand abzuwischen. Das ist besser für die Haut als das Austrocknen mit Klopapier.
    Die Hände wäscht eine sich dann sowieso, also kein zusätzlicher Wasserverbrauch.
    Das hat sich bewährt und entgegen meiner Befürchtung riecht auch nichts nach Urin.
    Für den Rest kann ich nur die sparsame Handwaschmethode mit anschließendem Abtrocknen mit Gästehandtuch oder (trockenem) Waschlappen empfehlen. Dazu genügt ein Becher mit lauwarmem Wasser, auf keinen Fall 1 bis 2 Liter.
    Sehr hilfreich ist eine gesunde Ernährung ohne tierische Erzeugnisse, wie weiter oben schon erwähnt, und die (natürliche) Haltung in der Hocke.
    Das Handwaschwasser fang ich in einer Schüssel auf und gieße es dann in die Toilette statt Klospülung. Damit wird auch eine große Menge Wasser eingespart.

  4. elvira bornheim-weil

    hallo alle,
    super beitrag. erinnerte mich an die zeit als man noch zeitungspapier als klopapier benutzen musste. meine mutter hat dann auch für uns kinder stoffe zurechtgerissen. ich werde die idee wieder aufnehmen. danke für die erinnerung.
    was das bidet betrifft, es gibt einen schlauch mit kleiner dusche. diese wird an den wasserhahn des handwaschbeckens geschraubt, damit kann man sich ganz komforttabel nach dem geschäft waschen und anschliessend mit einem stoffstreifen trockenreiben. besser gehts nicht.

  5. Gabi

    Verwendet man eine Wasserflasche zum Saubermachen, kann man sich eine ganz einfache und effektive Spritzvorrichtung in diese „einbauen“ einfach in den Deckel ein Loch schneiden, durch das steckt man dann eine Plastik Kappe von einem Kugelschreiber (siehe Foto) diese haben immer ein kleines Loch oben an der Kappe, durch das das Wasser dann wunderbar rausspritzen kann, wenn die Flasche dann gedrückt wird. Deckel einfach wieder an die Wasserflasche anschrauben, und fertig ist eine einfache mobile Spritzvorrichtung für den Allerwertesten :D (man sollte nur drauf achten dass man das Loch zu anfangs nicht zu groß einschneidet damit die Kappe auch schön abschließt)

  6. Peter

    Wahnsinn. Zwei Jahre später, Kinder wie die Zeit verrinnt…

    Ich bin gerade über das hier gestolpert:
    http://hygienna.myshopify.com/ Damit kann man jede handelsübliche PET-Flasche in ein Reisebidet umbauen.

    Oder mensch kann sich ein Fertiges kaufen, wer eine Bildersuche nach „portable bidet“ lostreten kann, wird reich belohnt.

    Ich hab seit einiger Zeit eine vorhandene Zimmergiesskanne mit Elektroinstallationsrohr-90°-Winkel (das graue, was ihr im Keller offen verlegt findet) und einem Stück Gummischlauch von Most abziehen im Einsatz.
    Fast gut: voller Strahl, in der Kanne Kanne wärmt sich das Wasser auf Zimmertemperatur. Ich hab nämlich ein Bidet! Aber da ist jetzt die 3. Mischbatterie dran, keine kann man fein genug regeln, und weil bei mir die Leitung zum Boiler ewig lang ist und auf der Seite keine Zirkulationspumpe, hat man es entweder saukalt oder während des Vorgangs extrem variabel, es kann schlagartig sehr warm werden, wenn das Wasser vom Boiler endlich mal da ist. Morgens um halb sechs verbrühte Keimdrüsen haben, weil man zu langsam war, ist nicht sehr lustig.

    Bei der Renovierung hole ich mir einen Hochspülkasten (wo man sich auf das WC stellen muss, damit man oben reinschauen kann) und schliesse daran so eine Intimdusche mit Handventil an: http://www.sanliv.com/handheld-shattaf-bidet-sprayer-h701

    Die findet man übrigens sehr einfach wenn man nach „Shattaf“ suchmaschiniert.

    Zimmertemperiertes Wasser reicht mir, der Druck ist nie zu hoch, nachfüllen macht der Spülkasten und es läuft nichts nach. Nur hätte ich gerne einen vollen Strahl, keine Dusche.

  7. Freya

    Also mal zu dem Wasserverbrauch:
    wenn hier schon so ausführlich über Toilettengänge und -gewohnheiten diskutiert wird, möchte ich anmerken, dass eine gesunde Verdauung enorm zu weniger Wasser-, Lappen- oder auch Toilettenpapierverbrauch beiträgt. Kaum jemand weiß doch heute noch, wie der Stuhl normal und gesund beschaffen sein sollte und dass ein gut geformter gesunder Stuhl kaum etwas am Hintern hinterlässt… So denn, fröhliches toilettieren allerseits :-)

  8. Brigitta

    Hallo Ihr lieben,
    das mit dem Klopapier finde ich genial. Unsere Babywindeln waschen wir ja auch aus. Ich komme aus einer Famlie mit 11 Kindern, meine Mam hat es immer scheiße klönen genannt. Und ich fand es als jugendliche nicht schlimm den Kacki meiner Geschwister rauszuwaschen. Seit 2 Jahren esse ich viel aus dem Garten und nur bio. Kein Fleisch mehr und kein Milchzeugs. Ich brauche kaum Klopapier. Das flutscht nur so. Zu Beginn war ich sehr erstaunt darüber aber dann fiel mir ein was eine Freundin erzählte. Sie ist mit einem Man aus Ghana verheiratet und einmal im Jahr sind sie 3 Monate da. Sie sagte. Du meine Kacki hat da drüben überhaupt nicht gestunken und mein Popo war fast immer total sauber. Wir sind dann darauf gekommen, dass die nur das essen was sie selber abauen. Auch das Fleisch der Ziegen. Die leben da draußen ohne Chemie. Es ist also nicht alles mit pestiziden verseucht auf der Welt, nicht in allen Regionen.
    liebe Grüße

  9. Dorothea

    In weiten Teilen der Welt gibt es neben der Toilette (wie sie auch aussehen mag – gefliest oder ganz einfach) einen Wasserhahn, und die Menschen benutzen einfach ihre ’nicht dominante‘ Hand um sich zu waschen.

    Ich empfand das auch echt wesentlich sauberer als dieses mit Papier (breit-&) abwischen.

    (Auch ist es meist eine andere Körperhaltung als bei den Westler’n – in der Hocke nämlich, mit Loch im Boden. Das ist rein körper-technisch auch die viel natürlichere Version ;c)

  10. Biene

    ich bin ja erst seit ganz kurzem hier in eurem blog unterwegs, und ich komm aus dem lesen gar nicht mehr raus. es ist alles wirklich so spannend und informativ.
    meine familie (also eltern und geschwister) halten mich zwar schon immer für eigenartig, aber jetzt werd ich ihnen fast schon unheimlich – was ich als persönlichen fortschritt werte! also danke für die inspiration und den wundervollen gedankenaustausch hier!

  11. Tina

    Ein sehr interessantes Thema, und auch wenn der Eintrag nicht mehr ganz neu ist, möchte ich noch etwas anmerken:

    Zum Thema „mit Wasser abspülen“ kann ich eine Handbrause für den Anschluss am Waschbecken empfehlen!
    Der Schlauch wird am Wasserkran angeschraubt, und wenn man den Kran aufdreht läuft es normal da raus. Am Brausekopf befindet sich ein Knopf, und nur so lange man den drückt kommt das Wasser dort raus.
    So kann man auf der Toilette sitzend ganz einfach mit klarem Wasser nach jedem Geschäft reinigen. ;-)
    Einfach mal suchen nach Waschbeckenbrause, kostet nicht viel und ist so angenehm, dass man es sich anders kaum noch vorstellen kann.

    Im übrigen benutze ich für den Südpol eh nur noch klares Wasser, das ist völlig ausreichend, und für den Intimbereich eine wahre Wohltat, denn es gibt keine Reizungen oder Trockenheit mehr.

    Bei Bedenken zur Hygiene bei den Stofflappen würde ich die in Essig oder Sodalauge (Waschsoda) einweichen oder spülen, oder in einem eigens dafür ausgemusterten Kochtopf auskochen. Gerade für Holzherdnutzer bietet sich das ja geradezu an.

  12. Christel schmidt

    Hast du dich schon mal mt EM (effektive Mikroorganismen) beschäftigt? Ich glaube‘ dass diese kleinen Tierchen wunderbar in euer Lebenskonzept passen würden…… sie finden nicht nur Anwendung gegen üble Gerüche‘ sondern sind universell, besonders in der Landwirtschaft‘ im Gemüseanbau , zur Behandlung von bestimmten Erkrankungen einsetzbar.

  13. Bettina

    Ich habe meinen Kindern so gut wie nie Papierwindeln angezogen sondern immer selbst gewaschen. Für den Kot habe ich hauchdünne Papiereinlagen mit reingelegt, die wenn die nur vom Urin naß waren, mitgewaschen wurden. Waren sie voller Kot, so landete sie damit zusammen im Klo.

  14. Aziza

    ich kann dir einen Tipp geben, wenn du an eine natürliche Variante interessiert bist: bei uns in Afghanistan gibt es spezielle Erde dafür, um sich unten zu reinigen, es ist eine Art Steinseife, die sich vorsichtig löst, wenn sie in Kontakt mit Wasser kommt. Im Anschluss darauf benutzt man reichlich Wasser aus einem Tamlut (eine Art Gießkanne). So kann man Urin und Fikalien sehr gut reinigen. In unserer Religion, Islam, ist Reinheit das A und O, diese Art der Reinigung ist schon seit Jahrzenten üblich. Leider weiß ich nicht, wie die Steinseife im
    deutschen heißt oder ob es den hier überhaupt gibt? Es nennt sich „Kulokh“.

    1. Peter

      »Leider weiß ich nicht, wie die Steinseife im
      deutschen heißt oder ob es den hier überhaupt gibt? Es nennt sich “Kulokh”.«

      Das hört sich interessant an.

      Wenn man wüsste, welches Mineral Du meinst, wäre es einfacher, beschaffbar ist das hier sicher.

      Unter “Kulokh” finde ich nichts, außer alternative Namen für ein Dorf im Iran (http://en.wikipedia.org/wiki/Sangaki) und da gibt es schon drei Varianten. Es scheint ein Problem mit der nicht eindeutigen Transliteration des Begriffs von Deiner nativen Sprache ins Deutsche zu geben.

      Könntest Du bitte den Begriff in Deiner nativen Schreibweise in arabischer Schrift in Dari oder Farsi hier reinschreiben? Dann kann ich damit copy&paste danach suchen und mit den Treffern den Google Translator füttern…

      Vielen Dank im Voraus!

      Peter

  15. Katharina

    Also ganz ehrlich… Nicht-abkochen von Tüchern die zum Abwischen von Stuhl verwendet wurden geht garnicht. Wir haben in unserem Darmtrakt ca. 5.000 Bakterienarten von denen einige garnicht nett sind. Dazu kommen noch massenweise Hefen.

    Wir können zb. Salmonellen im Darm haben ohne selbst krank zu werden. Das betrifft auch Veganer, denn Salmonellen können zb. von Mäusen, die ihren Kot auf pflanzlichen Vorräten hinterlassen übertragen werden. Das muss nicht einmal bei einem zu Hause passieren sondern kann schon beim Bauern zb. im Getreidelager passieren. Ich bin Biologin, arbeite in einem Labor und habe unlängst einen Fall von Kontamnation pflanzlicher Rohstoffe mit Salmonellen durch Mäusekot selbst nachgewiesen.

    Es gibt auchnoch eine Reihe von anderen Krankheitserregern, die gesunde Menschen in geringer Zahl im Darm haben können und ausscheiden. Staphylococcus aureus zb. Bei weniger gesunden Menschen oder Kindern können die dann schwerste Krankheiten verursachen.

    Wenn man mit den Händen viel in Kontakt mit Stuhl kommt muss man weiters bedenken, dass man die vielen Hefepilze die in unserem Stuhl sind in der ganzen Wohnung verteilt. Auch in der Küche und auch auf dem Essen das man zubereitet und vielleicht 2 oder 3 Tage aufheben möchte.

    Stoffwindeln sind in dem Kontext übrigens nicht ganz so problematisch weil kleine Kinder eine massiv andere Darmflora haben als Erwachsene und darin eher keine krankheitserregenden Keime vorhanden sind (außer das Kind hat sich mit einem Magen-Darm Infekt angesteckt – die Erreger können über Monate hinweg im Darm verbleiben und werden mit jedem Stuhlgang ausgeschieden).

    Abwischen von Pipi sehe ich weniger problematisch. Die Meinung, dass in Pipi keine Keime vorhanden sind stimmt nicht bzw. wurde wissenschaftlich widerlegt. Bisher sind ca. 50 Bakterienarten bekannt, die in der Blase leben. Die sind aber im Normalfall nicht krankheitserregend.

  16. Andrea

    Hallo Lisa,
    danke für die immer wieder neuen Denkanstösse! In Finnland ist es üblich, dass neben der Toilette ein kleiner Wasserschlauch installiert wird mit einem sehr schlanken Duschkopf dran, alles für Einhandbedienung. Sozusagen eine Art Self-Made-Bidet. Das gibt es sogar in öffentlichen Toiletten, nicht nur privat.
    Eine finnische Freundin, die in Deutschland lebt, wollte darauf nicht verzichten und hat sich alles Nötige aus Finnland mitgebracht und hier von einem Sanitärinstallateur einbauen lassen.
    Das einzige Problem war, dass der Installateur dafür keine Haftung übernehmen wollte, das musste sie dann auf ihre Kappe nehmen und unterschreiben. In Finnland gibt es nämlich in allen Toiletten und Bädern einen Bodeneinlauf („Gulli“), so dass bei Überschwemmung nichts passieren kann. Das gibt es bei uns nicht, deshalb die Bedenken.
    Aber funktioniert so weit ich weiß, gut.

  17. Marcel

    hallo.
    zuerst muss ich sagen dass ich nicht alle vorherigen kommentare gelesen habe und somit vielleicht schon eine ähnliche aussage getroffen wurde.
    ich glaube nicht dass der energieaufwand und die benötigte wassermenge pro kopf geringer ausfallen als in einer modernen papierfabrik, ich denke vielmehr dass es um einiges höher ist.
    habe leider auf die schnelle nichts wirklich informatives im netz gefunden, demnach stelle ich den ökologischen sinn einfach mal in frage…
    wegen der hygiene hätte ich keine bedenken. wir haben unser kinder alle mit stoffwindeln groß bekommen, die wurden wenn sie voll waren grob ausgespült und alle zwei tage mit der normalen wäsche gewaschen.
    lg und weiter so!

  18. peti

    hallo lisa , als meine kids noch klein waren gab es keine pampers. ich habe stoffwindeln verwendet. nach dem “ braunabfall “ :) wurde dies im klo gross ausgespült und danach dann bis zur wäche in einen eimer mit natron eingeweicht. dies neutralisiert den geruch. gewaschen, etwa alle 4 tage, habe ich die windeln anfang (mangels waschmaschine) in einen grossen wäschetopf (gekocht) später dann in der maschine. lg peti

  19. Ana Lopez

    Wie viele Rollen Klopapier gewinnt man eigentlich aus einem Baum?

    Antwort aus gute-frage.net:

    Ich habe mal Klopapier eben im Bad gewogen. 8 Rollen wiegen 1 kg

    Klopapier besteht aus 5% Holzanteil, wozu überwiegend Abfallspäne aus der Industrie und extra dafür angebaute Nadelhölzer verwendet werden. In 1kg Klopapier sind also 50g Holz. Eine Klopapierrolle hat also 6,25g Holz

    Nun müssten wir wissen, was ein Nadelbaum durchschnittlich wiegt, dann ließe sich das ausrechnen.

    Fichte hat ein Gewicht von 850kg pro Festmeter Holz. Berechnen lassen sich die Festmeter mit der Formel: mittlerer Baumdurchmesser x Stammlänge mal Pi durch 4 (http://www.helpster.de/fichte-faellen-und-das-gewicht-ermitteln_19999#zur-anleit…)

    Die Fichte kann einen Stammdurchmesser bis 1,5 m erlangen und bis zu 40m hoch werden. (Wikipedia: Gemeine_Fichte)

    Nehmen wir einmal an, dass wir eine Fichte von 1m Durchmesser und 25m Höhe haben (hab ich einfach so festgelegt). Dann gewinnt man nach obiger Formel 1m mal 25m mal pi durch 4= 19,63..Festmeter.

    Rechnen wir mit 20 Festmeter (gerundet) mal 850kg pro Festmeter= 17.000kg

    1 Klopaierrolle= 0,00625 kg

    x Klopapierrollen= 17000kg

    Also x= 17000/0,00625=2.720.000 Klopapierrollen

    Auf deine Frage: Du kannst aus einem Baum etwa 2-3Millionen Rollen Klopapier herstellen

    D.h. wir verbrauchen zu zweit 8 Rollen Klopapier, Umweltschutz blauer Engel, mit Plastikfolie drumherum,
    Macht also 4 pro Monat pro Person, mal 12, also 48 Rollen pro Jahr,
    480 Rollen in 10 Jahren und in 50 Jahren 2400 Rollen.
    D.h. in 50 Jahren habe ich, bei sagen wir mal 2,4 Millionen Rollen von einer Fichte,
    den 1000. Teil einer Fichte abgewischt.

    Also in Indien und Syrien verstehe ich das Problem mit dem Holz, es ist wahrscheinlich kostbarer im Vergleich zu dem gesamten Holzvorkommen
    und vor allem in Relation zu den Einwohnerzahlen…

    Hier in Nordeuropa weiss ich nicht, ob das ein Luxusproblem ist.

    Ich überlege eher, dass ich keinen Bock mehr auf die Plastikfolie drumherum habe.
    Weil ich ja weiss, dass ich definitiv im Jahr ca. 100 Rollen brauche für 2 Menschen.

    Und ich werde mich mal umhören, wo ich die herkriege ohne Plastik…

    Liebe Grüsse
    Ana Lopez

  20. beatrix

    also ich verstehe euch nicht
    ihr tut alle so, als wäre das alles NEU???
    stofffetzen bei der monatsblutung hat meine mutter schon verwendet- geb. 1923- die wurden immer ausgekocht- ich wurde in stoffwindeln gross- mein sohn auch- und ehrlich- klopapapier??- früher wurde das zeitungspapaier genommen, denn zeitungen gab es immer schon
    ihr schreibt hier alle von eingebauten wasserduschen???- wie geht das bei einem plumpsklo?????- ich habe noch immer eines in meinem garten!
    also NEUES sehe ich hier gar nichts
    lg bea

  21. Sabrina

    Huhu,
    der Eintrag ist zwar schon ein bisschen älter, aber immer noch soooo spannend. Mir ist beim Lesen sofort eine Art „Zwischenlösung“ eingefallen. Ich hatte bei meinem Kleinen auch so meine Bedenken, das „große Geschäft“ einfach nur auszuwaschen. Hat sich, ohne es näher erläutern zu wollen, beim Versuch auch nicht als einfach herausgestellt. Ich habe dann jedenfalls oft Windelvlies verwendet. Keine 100%-Lösung, zugegeben, aber doch besser, als Klopapier oder bei Babys Wegwerfwindeln. Der Windelvlies kam einfach in die Stoffwindel. Er kann mehrfach ausgespült werden (angegeben wird meistens bis zu vier Mal, bei mir hat es häufig sogar öfter geklappt). Ansonsten wird er einfach wie Klopapier in der Toilette entsorgt. Ist eine Lösung, die je nach Festigkeit etc. sehr praktikabel ist…
    Liebe Grüße,
    Sabrina

  22. Sophie

    Hey Lisa!

    Danke für deine Inspiration – nachdem wir Stoffwindeln verwenden und ich sowieso alle 2-3 Tage eine Kochwäsche mit der Maschine wasche, habe ich mir jetzt auch so Stofffetzal geschnitten. Bin total begeistert!!! Auf die Idee wär ich von alleine nie gekommen ;-)

    LG Sophie

  23. Dubbs

    Das Thema war echt eine tolle Anregung, mal eine andere Methode auszuprobieren.
    Die sieht bei mir nun seit Wochen sehr erfolgreich wie folgt aus:

    Eine Rolle Toilettenpapier für Gäste bereitstellen.

    Kleine Blumengießkanne (ca. 1 l ?) mit Wasser neben die Toilette stellen; falls man es nicht zu eilig hat, kann man die ja auch mit warmen Wasser auffüllen ;-)
    Nach dem Geschäft alles abspülen. Nach dem Großen danach nochmal mit der linken Hand+Wasser nachhelfen.
    Es wird alles schön sauber, auch riecht die Hand nicht komisch. Freilich wasche ich die trotzdem danach noch mit Seife.
    Dann abtrocknen mit einem (alten) Gästehandtuch, das ich extra hänge, und das wird so alle zwei Tage gewechselt. Das genügt auch, denn wer arbeitet, erledigt viele „Geschäfte“ eh meist außer Haus.
    Insgesamt fällt also nicht viel mehr Wäsche an, ca. 3-4 Gästehandtücher pro Woche, falls einen nicht gerade eine Magen-Darm-Grippe plagt. Und Handtücher wasche ich grundsätzlich bei 60 Grad.

    Übrigens kann man sich mit einem zusätzlichen Tropfen Duschbad auch zwischendurch auf diese Art schön frisch machen!

  24. Dackie

    Soweit ich mich erinnern kann, hat meine Oma gesagt, die Babywindeln wurden in einem Eimer mit Essigwasser eingeweicht bis zum Waschen. Soll wohl zum einen wegen des Geruchs helfen und zum anderen wegen den möglichen Keimen aus Fäkalien.

    Ich selber hab bei meiner Tochter vor 10 Jahren allerdings nur die herkömmlichen Windeln verwendet. Da war ich noch nicht auf dem „Öko-Trip“ :-)

  25. Frauke

    Ja, nun hab ich auch angefangen… allerdings hab ich nen kleines separates Klo, bin nicht in der Nähe des Waschbeckens. Ich muss oft pinkeln… und neben dem Klo steht nun ein kleiner Topf mit Wasser – einmal reinlangen, wisch, mit Handtuch abtrocknen, fertig. Nicht einzusehen dass für die paar Tropfen so viel Trinkwasser bzw. Klopapier verbraucht werden muss.

    Beim Kacki bleib ich beim Papier. Dann spül ich auch mal (heul, mit Trinkwasser). Die Pipi wird alle paar Male mit aufgehobenem Duschwasser runtergespült, oder das Waschtopferl hinterher geleert.

    Gestunken hats nie nach Urin, da ich mich fast vegetarisch ernähre. Vielleicht mal nach Kaffee oder Knoblauch – aber sonst nicht.

    Ich dräng das auch meinen Gästen nicht auf, weder das Waschen noch so lange nicht-spülen, oder Auffangen von Händewaschwasser… – ich lebe aber allein und das bin ich eben die meiste Zeit.

    Auf diesem Wege geht schon, ohne zuviel rumzuplempern mit Wasser, dann wieder aufwischen zu müssen usw.

    … und fröhliches Weiterpieseln! Frauke

  26. Der Peter

    Ich hab ein Bidet im Klo aber ich benutze es aber nur zum Füßewaschen im Sommer, denn das Klo hat eine warme Brille zum SItzen, das Bidet aber nicht. Das ist einfach eine Fehlkonstruktion!
    Setze ich mich in der Nacht da drauf, bin ich dann so wach, dass an einschlafen nicht mehr zu denken ist und im Winter kommt das Wasser mit 5 Grad aus der Leitung… oder ich warte 3 min, bis aus dem Hahn die richtige Temperatur kommt. Was mach ich mit den 5-6l Wasser, die da durchpritscheln?

    Den Schlauch neben der Toilette kenne ich aus dem Urlaub auch, und ich denke darüber nach einen solchen Schlauch mit einem zweiten Spülkasten oben in der Nähe der Zimmerdecke zu kombinieren. Der würde das Wasser auf Zimmertemperatur vorhalten, man wäscht sich den „Südpol“ (geiler Ausdruck ;)) und dann läufts wieder nach, die Differenz zur Zimmertemperatur dürfte ganzjährig fast gleich und aushaltbar bis erfrischend sein.

    Warmes Wasser sorgt wieder für Einstellwartezeit und -vorlauf-Verluste. -> abgelehnt.

    So wird in anderen Ländern geen:
    http://www.sswm.info/category/implementation-tools/wastewater-treatment/hardware/introduction/sanitation-systems

    @Sarah:
    „Und noch ein Hinweis: Es gibt auch Damenbinden aus rotem (haha ;) ) Stoff ;)“

    Es gibt noch den einfach ausspülbaren menstruation cup. Kenne ich von einer Freundin aus Arizona, die fast mal an einer Tampon-Sepsis kollabiert wäre. Ausserdem sind in diesen Dingern immer hübsch Bleichmittel(rückstände)…

    Ich hab ihn bei den Weihnachtseinkäufen beim Globetrotter entdeckt! https://www.globetrotter.de/shop/diva-menstrual-cup-104839/

    Sonst wüsst ich nicht, wo man den hier in Europa auftreibt. Aber ich bin ja auch vom anderen Geschlecht, und kann in der Menstruations-Szene nicht mitreden ;)

    @Philipp: danke für die Brause.
    @Johanna: danke für den Namen „Lot(h)a“

  27. Grit

    Stoffwindeln von Babys kann man nicht mit den Stofftoilettenpapier eines Erwachsenen vergleichen. Der Muttermilchstuhl eines Babys enthält kaum Bakterien, während der Stuhl eines älteren Kindes oder Erwachsenen voll von Kolibakterien ist. Urin ist dahingegen steril und könnte problemlos mit einem Tuch gereinigt werden.
    Ich finde fließendes Wasser wie in einem Bidet noch am Besten.
    Allerdings wirkt Urin auch reinigend und die Anatomie einer Frau sorgt dafür, dass der Urin die Scheide reinigt und somit z.B. Pilzinfektionen teilweise vorbeugt. Daher ist zu viel Hygiene auch nicht wirklich gut.

  28. Anonyme Gärtnerin

    Hallo ihr Zwei und Alle, die hier so wunderbar ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema Hygiene beim Klogang geteilt haben!
    Ich habe einen Schrebergarten mit Laubenbaustelle und daher im Sommer nur sogenanntes Außenwasser. Seit diesem Jahr neu eine (Draußen-) Humustoilette nach Hundertwasser und eine (Drinnen-) Trockentoilette, welche mit Pflanzenkohle und Basalt-Urgesteinsmehl gefüllt wird – welche ich beide ohne Klopapier nutze.
    Für mich allerdings bei beiden unabdingbar – und hier bei diesem Thema komplett vermisst – sind die EM Effektiven Mikroorganismen! In einer Sprühflasche mit Wasser gemischt, wird fleißig genebelt – im Intimbereich, die Luft drumherum und natürlich das Geschäft bevor es abgedeckt wird. Hab dadurch keine Angst vor Bakterien, ganz im Gegenteil, und alle Gerüche sind beim Sprühen, spätestens beim Abdecken mit den jeweiligen Materialien – je nach Toilette – weg.
    Draußen ist eine kleine Regentonne gleich daneben, kann mich direkt waschen – es stimmt, mit ein bissel Übung geht’s schnell und nix daneben.
    Danach wird gesprüht und dann mit Stofflappen abgetrocknet. So sind diese immer relativ sauber und bakteriell in Ordnung. Werden zum Trocknen in die Sonne gelegt und werden bei Regen auch mal wieder nass, aber besser als in der Baustelle im Staub Auch ganz am Ende die Hände einsprühen gibt mir ein sauberes, gutes Handgefühl.
    Wenn’s nur Pippi ist, lass ich es in einen gesonderten Pippi-Eimer fließen, welcher mit Wasser aufgefüllt wird und direkt vergossen wird.
    Um die Frage, die Stofflappen anderer zu waschen, muss ich mich nicht kümmern, da (noch) eine Nachbarin Ihr Bad für meine Besucher zur Verfügung stellt. Die Herren nehmen meinen Pipi-Eimer allerdings an.
    Aufgrund des ganzen Schrebergarten-Gedöns ist meine Humustoilette draußen gut versteckt – und der Pippi-Eimer nicht transparent – und leider kann ich nicht laut in der Kolonie darüber sprechen.
    Mein Freund will / wird definitiv ein „echtes“ WC in der Laube bauen …
    mit Klopapierrollen-Halterung … Ich hab meine beiden Klos lieben gelernt und werde dort auch weiterhin auf’s Klopapier zu verzichten.
    Gewissermaßen sind die Sorgen vor „bösen“ Bakterien berechtigt, bei gutem Umgang jedoch keine Gefahrenquelle.
    Nur Mut, Bakterien sind unsere Lebensgrundlage!
    Großartiges Thema, welches nicht mit „westlicher“ Fortschritt weggeekelt werden sollte!

  29. L.

    Wir, mein Mann und ich, benutzen seit einem halben Jahr ausschließlich von mir zurechtgemachte Stofftücher. Für beide Geschäfte. Es riecht NULL. Wir machen es so: in einem Korb neben der Toilette haben wir die sauberen gestapelten Tücher und eine Sprühflasche mit einer Mischung aus Wasser, Babywaschgel und Babyöl, auch neben der Toilette befindet sich ein altes, wehr hübsches und großes Windlichtglas, für das ich einen Deckel aus Kork gebastelt habe. Dieses ist zur Hälfte mit Wasser gefüllt und mit etwa 10 Tropfen Teebaumöl versetzt. Wir sprühen die Tücher ein und wischen. Dann ab in das Glas. Alle 2-3 Tage kommen die Tücher mit in die Wäsche. Das Wasser wird natürlich vorher ausgekippt und bevor neues Wasser mit Teebaumöl reinkkommt wird das Glas ordentlich ausgewischt. 60°C sind ausreichend. Ich habe Abklatschproben auf zwei Agaragar- und Blutagar-Platten gemacht. Ergebnis: Die Tücher waren Sauber. Keine Flecken, kein Geruch. Auch das Glas riecht nicht. Und wenn ich überlege wie viele „Bremsspuren“ in der Unterwäsche, vor allem bei kleinen Kindern, zu finden sind, dann finde ich, kann man die Tücher durchaus in die normale Wäsche geben. Ich finde es also gar nicht kompliziert oder Zeitaufwendig und hoffe mit diesem Kommentar noch jemanden überzeugt zu haben. Außerdem fühlt man sich so viel sauberer…

  30. Vegi

    Ein Hinweis zum Thema Stinken und Kleben!
    Wenn man sich vegan ernährt und ohne industrielle Produkte wie Zucker, Weissmehl, Konserven, etc. auskommt, dann stinkt die Kacke gar nicht mehr. Natürlich riecht man es noch und ein Parfüm ist es nicht. Aber stinken kann man es auch nicht mehr nennen.
    V.a. ist der Arsch ist nach dem Absetzen des braunen Entsorgungsmaterials nicht mehr verklebt. In der Regel reicht mir nach dem dicken Geschäft ein einziges Blatt vom Klopapier und selbst das dient eher der Kontrolle. Denn tatsächlich bleibt es meist sauber.

  31. Katja

    Hallo, vermutlich ist ein Kommentar zu Stoffwindeln schon gefallen (sind ja sooo viele Antworten), aber für den Fall dass eben nicht: Bei den Stoffwindeln ist normalerweise ein wiederverwendbares Flies drinnen. Wenns nur angepinkelt ist, wasche ichs mit, das geht so 3x ca. dann wirds einfach ein kleiner Knödl beim Waschen. Sonst kann mans einfach im Klo runterspülen. Da die „Ladungen“ doch etwas groß sind, würd ich das Flies nicht extra noch mal auswaschen. Wenn mal was direkt in die Windel geht, wasch ichs immer gleich danach aus und verwend ein kleines Bürstchen zur Hilfe. Bei Babies ist es vermutlich anfangs weniger ecklig, weil der Stuhl ne andre Farbe hat. Und gelb ist irgendwie netter als „kackbraun“ ;-)

  32. Margret

    Ich bedanke mich bei euch beiden und allen Kommentatoren mal artig für den erfolgreichen Gedankenanstoß: Nachdem ich mir ein paar weitere Artikel zu den Facetten der Methodik verabreicht hatte, kam ich zu dem Schluss einfach bei nächster Gelegenheit die analogste Variante, den Wasserkrug zu testen. U.a., weil es eigentlich eher das klassische ToiPapier ist, dem ich im Punkto Ekelfaktor skeptisch gegenübersteh.
    Projekt Krug ist prompt ein voller Erfolg. Bin mehr als positiv überrascht, wie unfassbar easy sich das gestaltet und bin seitdem begeistert komplett umgestiegen. Kein Plastik, keine Neukäufe, übrigens auch keine „unreinen Geruchsspuren“ o.ä. – ich bin ein scheuer Mensch, aber falls man nicht grad an brutaler Lebensmittelunverträglichkeitsdiarrhoe leidet (in den Fall hülfe wohl eine größere Krugladung vorab), braucht man übrigens auch keine großartige Kontaktangst zu überwinden.
    Was soll ich sagen: Selten so frisch und sauber gefühlt. Wirklich extrem angenehm.
    Dazu ist so ein tönerner Krug so dekorativ wie diskret. Der Sanitärlook einer Extra-Brause etwa erübrigt sich.

    Meine Stimme geht hier klar an die Fraktion Deprofessionalisierung und möchte mit Schmackes ermuntern, das einfach mal direkt auszuprobieren.

    Grüßle, Margret

  33. Tholl Patz

    Hallo,
    also ich habe bei meinen 6 Kinder auch nur Stoffwindeln gebraucht und hatte sehr gute Erfahrungen damit. Und den Po habe ich ihnen immer nur mit einem Stofflappen und lauwarmen Wasser abgewaschen. Reicht völlig aus.
    Über das Klopapier aus Stoff habe ich dann vor etwa einem halben Jahr in einem amerikanischen Blog gelesen und war sofort begeistert von der Idee. Wir benutzen es seitdem hier bei uns, obwohl mein Mann nicht mitmachen will. :-( Aber die Kinder und ich sind dabei…und bei 7 Leuten kommt da schon einiges nicht benutztes Klopapier zusammen :-) Und die Bedenken mit Bakterien kann ich 100%ig ausräumen: ich wasche seit einem halben Jahr mein „Klopapier“ bei „nur“ 30°C und habe noch nie Probleme damit gehabt.

    Liebe Grüsse aus Luxemburg,

    Patz

  34. Jens Hviid

    In Indien habe ich mir auch immer mit Wasser den Allerwertesten gewaschen. Auch beim Duschen macht man „nur“ Katzenwäsche. Man nimmt einen Eimer voll Wasser und ein Becher und wäscht sich so mit sehr wenig Wasser.

    Was ich leider keine Erfahrung habe ist bezügliche Komposttoiletten. Hat das schon jemand versucht? Sollte ja eine ziemlich positive Bilanz geben. Kaum mehr Wasser und erst noch Kompost für den Garten.

  35. Laura

    Klingt gut, werd ich auch mal ausprobieren.
    Ich hatte zu Hause bei den Eltern zwar immer ein Bidet, kenne das aber eher nur als Zusatz zum Klopapier. Ist natürlich aber auch als Alternative gut/besser.

    Ich studiere im Moment in England und hier sind alle „alternativen“ Frauen verrückt nach Mooncups. Kennst du/verwendest du einen?
    Das ist eine nachhaltigere und gesündere Lösung zu Tampons: Ein kleiner Silikon-Becher, den man in die Vagina einführt und der das Blut sammelt. Klingt zuerst vielleicht schräg hat aber viele Vorteile:
    1) Es ist viel gesünder: keine Beichmittel etc. und trocknet nicht so aus.
    2) Es sit viel billiger: Anstatt jeden Monat ewig viel für Tampons und/oder Bunden auszugeben kauft man sich einmal einen Mooncup um 27Pfund und verwendet den jahrelang.
    3) Es ist viel umweltfreundlicher: Nona, du schmeißt nicht 1000e Tampons mit Bleichmittel etc weg
    4) Gut zum Reisen (falls du es doch mal tust ;) ) oder einfach in der Natur sein… einfach ausleeren, auswischen und wieder rein. (Und am Abend ordentlich reinigen)

    http://www.mooncup.co.uk/

    Falls dus noch nicht kennst, empfehle ich es zu probieren und falls doch, freue ich mich über Erfahrungsberichte!

    Alles Liebe!

  36. Liv

    An waschbare Toilettenhygiene hab ich mich bisher nicht rangetraut. Es ist auch nicht in Planung. Villeicht mal, wenn ich ausreichend Platz zum Trocknen, am besten im Freien, habe. In meiner kleinen Stadtwohnung gibts den nicht.
    Da ich auch nicht täglich dusche, sondern der Haut zuliebe nur alle 2-4 Tage, nutze ich aber auch wie oben schon von jemandem beschrieben die Badewanne + Duschbrause zum Waschen des Pos. Ich setze mich dazu auf den Badewannenrand, als würde ich auf einem Pferd sitzen, verlagere das Gewicht auf die äußere Pobacke und stelle das in der Wanne befindliche Bein auf dem gegenüberliegenden Rand ab. So befinden sich Po und Mumu über der Wanne und ich habe beide Hände für Duschbrause und Seife frei. Danach mit einem Handtuch abtrocknen. Sonstige täglich waschbedürftige Körperteile (Achseln, Nacken, Brustfalte, Füße) wasche ich mit wenig Seife und einem Waschlappen aus Baumwoll-Frottee, der täglich gewechselt und bei 60 Grad + ca. 1x/Jahr 90 Grad gewaschen wird, weil der Stoff sehr dick ist und damit langsam trocknet. Mit der Zeit entsteht ein unangenehmer Geruch durch scheinbar wärmerestistente Bakterien, der nach der Körperreinigung auch auf der Haut zurückbleibt. Ist er erst mal da, verschwindet er nur bei 90 Grad.
    Immerhin benutze ich zur Monatshygiene ausschließlich Stoffbinden (an den starken Tagen im Außendienst welche mit wasserdichter PUL-Schicht) und täglich Baumwollslipeinlagen. Die benutzten Binden sammle ich unausgewaschen und sichtgeschützt in einem Waschnetz, das luftig aufgehängt ist. Vor dem Waschen lasse ich sie samt Netz einige Stunden (z.B. über Nacht) in der Waschmaschine einweichen. Dann kurz schleudern, restliche Wäsche dazu und bei 60 Grad gewaschen. Flecken stören mich nicht. Mondtassen und Schwämme finde ich grundsäzlich super, die Handhabung ist für mich aber unangenehm/schmerzhaft, weshalb sie leider nur im Schrank liegen und hübsch aussehen. Bin ich an den Mondtagen zuhause, praktiziere ich möglichst die freie Mens, lasse also alles regelmäßig über der Toilette ab, statt es in die Binde laufen zu lassen. Das ist am aller angenehmsten, die Mumu bleibt sauber und spart Material.
    Sollte ich mal ein Baby haben, werde ich Windelfrei und Stoffwindeln auf jeden Fall anstreben!

  37. Eva

    Hallo,
    ich mag große Blätter fürs Freilufterleichtern. Vor allem große Haselnussblätter sind auch noch recht weich. Geht für alles, was da rauskommen will, bedeckt alles und verrottet fröhlich mit :)
    Liebe Grüße und danke für das Thema,
    Eva

  38. Ela

    Hallo Ihr Lieben,
    ich gebe auch mal wieder meinen Senf dazu ;)

    Lisa, du hast oben den Wasserverbrauch angesprochen. Ich habe vor ca. einem Jahr einfach die untere Verkleidung vom Waschbecken im Bad und den Siphon abgeschraubt, einen Gummistopfen in das Wandrohr gestopft (die Abwasserrohre riechen ohne Siphon) und einen zehn-Liter-Eimer drunter gestellt. Ein zweiter (manchmal auch ein dritter) steht als Ersatz daneben. Da staunt man, was man beim Händewaschen so an Trinkwasser verbraucht!!!

    Mache auch oft extra den Weg aus der Küche, da ich dort das Waschbecken normal angeschlossen habe. Man gewöhnt sich automatisch daran, den Wasserhahn nur minimal zu öffnen, da sonst die Eimer viel zu schnell voll werden! Ein Strahl von zwei bis drei mm reicht völlig aus.

    Wenn ich weiß, dass ich die Hände nur öfter spülen muss, mache ich zusätzlich den Stöpsel rein, wasche meine Hände so oft es geht in diesem Wasser und spüle sie jeweils nur mit klarem Wasser nach. Das spart auch noch mal immens, denn selbst bei einem vier-Personen-Haushalt sammelt sich manchmal mehr Handwaschwasser an als zum Spülen benötigt wird.
    Wenn ich Obst oder Gemüse wasche, nehme ich einen sauberen Eimer drunter und schütte das Wasser danach in meine Wurmvilla oder meine Pflanzen.

    Nun zur Po-Reinigung:
    Ich habe vier hübsche Handtuchhaken in lockerem Abstand (für die Handtuchtrocknung) in Griffweite der Toilette angebracht, für jeden einen markiert und mit alten Gästehandtüchern bestückt. Diese werden alle paar Tage gewechselt. Etwas daneben zwei weitere Haken. Hier ein Handtuch für den Boden, falls man mal kleckert und ein Toilettenhandtuch für die nass gewordene Brille. Weiterhin ist ein Haken in der Wand an dem eine hübsche Edelstahl-Gießkanne mit einem langen Ausgießer hängt. Den langen Ausgießer finde ich persönlich richtig wichtig, da mir alle anderen getesteten Varianten zu unbequem waren.
    Wir haben glücklicher Weise das Waschbecken direkt neben dem WC, so dass die Kanne bequem im Sitzen mit Wasser gefüllt werden kann. Damit wasche ich mich nach dem Geschäft und brauche nur im absoluten Notfall Toilettenpapier. Meine drei Männer sind noch nicht ganz so konsequent, nutzen dieses System aber auch immer wieder. Sie bekommen es vorgelebt und sollen für sich das Sinnvollste heraussuchen, denn zwingen will ich sie nicht.

    Was ich auch gerne mache, wenn ich nicht zu verschwitzt bin oder nicht gerade aus dem Garten komme: ich wasche mir die Achseln mit dieser Kanne über dem Waschbecken und ebenso die Füße.
    Das tägliche duschen ist mir viel zu unökologisch und hautstrapazierend.
    Das „Waschbeckenduschen“ ist übrigens auch ganz prima, wenn‘s im Sommer sehr heiß ist oder man sich vor einem Termin nochmal frisch machen möchte! Und alles Wasser geht danach natürlich per Eimerspülung in die Toilette.

    Bin mal gespannt, wie unsere Wasserrechnung nächstes Mal aussieht =)

    Alles Liebe und weiter so!
    Ela

    1. Carda

      das find ich sogar richtig cool, mit dem Waschbecken und der Gießkanne.

      Ich bin übrigens auch der Meinung dass zuviel „waschen“ ungesund ist und bloß die Haut reizt und unnötig Wasser verbraucht. Man ist einfach nicht „dreckig“ wenn man sich nicht jeden Tag im Vollbad schrubbt. Und häufig reicht auch eine „Katzenwäsche“ aus.

      :)

  39. Carda

    Auch wenn ich für meine Zukunftskinder Stoffwindeln anschaffen will die man natürlich wäscht und wiederverwendet finde ich die Vorstellung von wiederverwendbarem Klopapier irgendwie total befremdlich und zugegebenermaßen auch bäh. Sicher ist das Erziehungssache und man muss sich damit ersteinmal anfreunden, da „reinwachsen“, aber ich glaube das ist eine Grenze die ich so erstmal nicht überschreiten kann. Nichtsdestotrotz finde ich euren Gedankengang gut. Immer wieder einen neuen Weg beschreiten. :)

  40. Axel Bunte

    Wäre interessant, wenn jemand dazu mal eine komplette Ökobilanz rechnen könnte, incl. der ggf. Krankeitskosten durch Infektionen! Bin gespannt. In meiner Kindheit gab es das Plumpsklo, Toilettenpapier wurde aus der Tageszeitung geschnitten, Das Klo war ausserhäusig (Geruchsbelästigung) und zweimal im Jahr wurde die Überreste der menschlichen Verdauung auf eine Miste gefahren, die nach mehrmaligem Umsetzen und mindestens einem Jahr Verrottung zu Kompost für den Garten wurde. Ein runde Ökogeschichte nur mit menschlicher Energie!

  41. Stef

    Ihr bringt einen wirklich immer wieder auf Ideen :) beim lesen der Kommentare fiel mir dann auch wieder ein, dass mir meine Ma erzählt hat, dass ihre Oma (*1903)
    das ihr Lebtag lang so gemacht hat, mit einem Lappen abwischen und auswaschen…

    Wg. dem spülen mit einer Flasche denke ich die ganze Zeit an meine selten benutzte „Nasendusche“ die ich mir mal in der Apotheke gekauft habe.
    Ich denke die könnte dafür nützlich sein.

  42. Eva

    Geht zwar nur, solange vorhanden (sprich: im Winter nicht), aber ich schätze große Blätter fürs Freilufterleichtern. Das geht für alles, was da so raus will, bedeckt alles und verrottet gleich fröhlich mit. Zum Beispiel Haselnussblätter sind auch schön weich.
    Danke für das Thema und liebe Grüße,
    Eva

  43. Pingback: Einbahnstraße Einwegprodukt | NIEMBLOG

  44. Jijian

    Weit über die hälfte der Menschen auf der Erde reinigen sich nach dem Toiletengang mit Wasser und der linken Hand. Asien, Afrika, Latainamerika, meist ist der Abfluss des Klo so angelegt daß ein Eimer für das Klopapier der Gäste aufgestellt werden muss damit das Klo nicht verstopft.

  45. Fred

    Also ich pinkle sehr gern im Freien und hatte dabei immer ein schlechtes Gewissen bis ich das hervorragende Buch „Creating a Forest Garden“ von Martin Crawford gelesen hab, da steht zu Urin

    „…too valuable to waste. You can pee in situ – this is the ideal, but it is easier and more socially acceptable for men than women! And if your garden is overlooked by houses then privacy is an issue. Collecting urine in buckets, etc. is all very well in principle but it can become smelly and pretty disgusting, you will want to be selective in where you apply urine – for example, obviously not an a low-growing leaf crop. Urine does not need diluting before applying. A useful side-effect of regular use of urine in the garden is that it is likely to repel a number of animal pests, including deer and rabbits.“

    Seitdem pinkel ich ohne schlechtes Gewissen in unserem Wald.

  46. Sonja

    Danke für den Artikel und die vielen Kommentare, die zum Nachdenken anregen. Meine Neffen wachsen bei uns auch windelfrei, bzw. mit Stoffwindeln auf. Eine Papiereinlage haben wir noch nie genutzt und ich habe mich auch nur im allerersten Moment beim ersten Mal geekelt, als ich die Windel mit dem Kot ausspülte. Die werden bei uns immer sofort ausgespült und dann bei einer der nächsten Wäschen mit gewaschen – i.d.R. auch nur bei 40°.
    Dank der vielen Kommentare denke ich nun über eine Lösung für mich mit dem Wasser nach. Das Waschbecken ist am andere des Raumes so weit weg. Ich probiere einfach mal aus, was zu mir passt.
    In jedem Fall, werde ich die anderen heute mal fragen, warum wir den Kleinen mit Mulltüchern abwischen und schon dem Dreijährigen beibringen Papier zu verschwenden.

  47. Seni

    Ist schon komisch das viele es bei ihren Babys machen, aber bei sich selber nicht. Muß sagen bei meinem ersten Kind hab ich mich noch etwas geekelt, wird einem ja von klein auf beigebracht das alles iiihh ist was unten raus kommt ;-) Aber ich hab mich dann mehr damit beschäftigt und irgendwie hab ich durch das Buch „Es geht auch ohne Windeln!: Der sanfte Weg zur natürlichen Babypflege“ die Hemmschwelle verloren und benutzt für mich jetzt einfach immer einen feuchten Waschlappen den ich dann ganz normal bei 60 Grad mit wasche. Auch wenn mich mein Freund für nicht normal hält ;-P

  48. sunny

    als flasche eignet sich auch eine leere und natürlich gut ausgewaschene spülmittelflasche sehr gut. wenn man diese drückt, kommt durch die kleine öffnung ein strahl raus, mit dem man sich gut reinigen kann, evtl. mit der hand noch etwas nachhelfen und danach abtrockenen. die abtrockentüchlein sind dann auch nicht ekelig. ich hatte das nach den geburten, durch eure anregung bin ich jetzt wieder drauf gestoßen und werde es mal in meinen alltag integrieren :)

  49. Merula

    Wer sich mit dem Klostoff schwertut – es hilft schon viel, wenn man das Klopapier, statt die Schüsselrunter spült in einen Abfalleimer wirft und es dann entsorgt (oder evtl. ist verbrennen möglich, wenn mit Holz geheizt wird?). So wird es in vielen Gegenden im Süden gemacht, in denen die Abwasserkanalisation noch nicht so «aufnahmefähig» ist.

  50. Kris

    Hallo Zusammen! Ich persönlich finde es toll, dass sich jemand Gedanken macht übers Klopapier sparen. Bin aber auch eher für die asiatische Wasch-Variante. Und wer kein Bidet hat, hier ne einfache Alternative ohne sich untenrum komplett ausziehn zu müssen (nutz ich auch immer zum „Zwischenreinigen“ während der Periode): einfach rücklings mit gespreizten Beinen auf den Badewannenrand setzen und mit der Brause abwaschen. Ist anfangs ein wenig Übungssache, den Po weit genug über die Wanne zu hängen ;-) Dabei ist es übrigens sehr gut, die Brause einzustellen wenn man noch richtigrum steht und die Brause noch in die Wanne braust, sonst gibts schon mal ne Überschwemmung… aber wie gesagt – bei der Version muss man sich nicht komplett ausziehen, die Klamotten können wie auf der Toilette nur runtergezogen werden (oder nach der Toilette gleich so bleiben, wenn idealerweise die Wanne genau daneben ist…)
    Lasst michs wissen, falls ihrs probiert!
    Viele Grüße
    Kris

  51. Nat

    Super Idee! Das Klopapier stört mich auch schon lange, gerade als „Vielpinklerin“ ^^. In Indien habe ich mich ganz schnell an die linke Hand zum Reinigen gewöhnt, obwohl ich die Idee vorher eklig fand. Ich finde es hier jedoch schwerer anzuwenden: 1. ist es nicht so warm, dass das Wasser mit dem man sich saubermacht auch schnell trocknet, ich müsste also auch wieder Tücher zum Trocknen haben und die würde ich wohl auch ungern so häufig benutzen wollen 2. sind die Toiletten dort dafür geeignter, weil man hockt, was ich auch irgendwie natürlicher finde; auf unseren Toiletten ist da irgendwie weniger Platz zum Hantieren… Ich denke ich werde das mit den Tüchern ausprobieren. So habe ich auch endlich Verwendung für die vielen Stoffreste:-)

  52. Gaby

    Ich hatte nach meinen Geburten auch eine ähnlich Wasserflasche wie oben abgebildet, da ich nicht mit Papier „putzen“ durfte (ob das immer so ist oder nur bei Dammriss??). Ich benutze sie aber eher für den Urin, da ich immer das Gefühl habe, den Po sonst nicht richtig sauber zu kriegen. Habe seit meinen Schwangerschaften auch immer mal wieder Hämorrhoiden und die Flasche tut seither gute Dienste. Ich fülle sie aber immer mit lauwarmen Wasser, da ich mich bisher noch nicht an kaltes Wasser gewöhnen konnte ;D.

  53. Mira

    du sagst immer wieder, du kannst dir ds mit dem wasser nicht vorstellen – ich bin auch schon länger am überlegen, wie ich das daheim am besten umstelle, und die idee mit der flasche ist so gut..! stells dir einfach vor wie auf einer öffentlichen toilette, dein po schwebt über der brille, du leerst aus der flasche etwas wasser in deine hand und wäschst dich damit. das wiederholst du so oft bis du sauber bist, spülst auch deine hand ab und trocknest vielleicht noch nach. easy :) und ohne ausziehen!
    und ich finds schön, von so vielen windelfrei-babies zu lesen – wir haben auch eins :)) kann nur beipflichten, dass man da lockerer wird, ein kackfleck irgendwo ist echt nur im kopf schlimm.. auch die „unhygienisch“-sorgen find ich übertrieben, da es dabei ja nur drum geht von dreck und bakterien nicht krank zu werden. immun-mäßig sind wir eher zart besaitet und hatten bis jetzt nie ein problem mit kack- oder pipi-bakterien!

  54. Sabrina

    Also ich habe jetzt nicht alle Komentare durchgelesen kann sein das vielleicht schon jemand was ähnliches geschrieben hat.
    Nach der Geburt eines Kindes wird einem gesagt man soll sich eine 0,5l Flasche neben das Klo stellen und bei gebrauch mit lauwarmen Wasser füllen.
    Die Flasche kann man sich dann nach dem „Geschäft“ an den Schritt halten und so alles abwaschen. Ein Seifenspender neben dem Klo würde auch für das große Geschäft für zusätzliche Sauberkeit sorgen.
    Handtuch abtrocken fertig.
    Kein Klopapier waschen, kein Uringestank, kein Eimer neben dem Klo in dem vielleicht kleine Kinder planschen.

  55. Julia

    Ihr habt mich wirklich zum nachdenken gebracht!
    Inspiriert durch einen ehemaligen Mitbewohner und Asienaufenthalte verwende ich schon seit einer Weile einen kleinen 1l Schöpfbecher zum waschen. Dabei sitze ich auf dem WC, habe beide Geschäfte schon erledigt. Das Waschbecken ist in Armreichweite, ich fülle mit warmem Wasser auf und wasche mich erst vornerum, und dann hintenrum, bei Bedarf auch mit Bio- Seife. Danach trockentupfen mit einem kleinen Handtuch, das für untenrum reserviert ist. Wenn der Stuhlgang sehr schmierig ist, dann hab ich aber bisher schon Klopapier verwendet, um erstmal das Gröbste zu entfernen, bevor ich die Reste dann abwasche. Aber jetzt- denk ich nochmal drüber nach.
    Toll jedenfalls, weiter so mit Eurem Blog!

  56. Silke Bishop

    Hallo,
    Wir sind auch langsam dabei, umzustellen, aber traue mich fuer uns Erwachsene noch nicht so recht. Ich glaube, die Hemmschwelle ist eher psychologischer Natur. Beim Baby mit nem Stofflappen abwischen finde ich ueberhaupt nicht schlimm, Ist schnell ausgespuelt und dann ab in die normale Waesche. Wir benutzen auch Stoffwindeln und man braucht die auch beim grossen Geschaeft nicht mehr abkochen, wird einem hier in England geraten. 40 Grad reicht, sogar wohl 30 Grad (kommt auf die Webseite an, auf der man guckt). Ich wasche vorwiegend bei 30 Grad und hab keine Probleme. Ich glaub, solange man den Lappen gut abspuelt, duerfte dass alles kein Problem sein. Bei Stoffwindeln hat sich auch Natron sehr gut gegen Gerueche bewaehrt. Essig hat auch bakterientoetende Eigenschaften. Mein Plan ist, eine alte Flasche zum abspuelen parat zu halten, dann nachgewischt mit dem Lappen, ausspuelen, ab in die Waesche.

  57. amberlight

    Auch wir wicklen den jüngsten Mitbewohner in Stoff und führen darüber eine Blogstatistik: http://www.amberlight-label.blogspot.de/p/stoffwindelplatz.html Immerhin 250 Wegwerfwindeln haben wir in den ersten drei Monaten nun schon gespart und damit kräftig Müll reduziert. Mit dem Muttermilchstuhl haben wir auch keinen Berühungskontakt, waschen da nichts aus, sondern sammeln in einem offenen (!) Eimer, denn da riecht es nicht, im Gegensatz zur Deckelvariante. Nach 3-4 Tagen wird gewaschen. Kochen ist ürbigens keineswegs notwendig und erhöht nur unnötig den Energiebedarf. Die meisten Stoffwindelmamas waschen normal mit 40°, wenn ohnehin genug Handtücher & Co. da sind höchstens mal 60° … für mehr sind die meisten bunten Stoffwindeln auch gar nicht ausgelegt …

  58. Monika

    Ich denke ehrlich gesagt seit ich unserer ersten Tochter (sie ist jetzt schon 3) mit weißen Waschlappen den Po abwische darüber nach, warum ich das nicht auch selbst mache und das Klopapier spare. Ich nehme mal an, wenn ich das in die Tat umsetze, werde ich folgendermaßen vorgehen:
    Klopapier für Gäste und andere „Nicht-Möger“ bereithalten.
    Kindern und mir den Po mit weißen Waschlappen abwischen und in die Tonne zu den Stoffwindeln/ Pipi-Schutz-Bettlaken/ Kinderhandtüchern werfen.
    Wenn der Haushalt mal wieder weniger praktisch aussehen muss, weil Kinder etwas größer, könnte ich mir auch die Verwendung von buntem Klostoff vorstellen. Bisher finde ich alles toll, was weiß ist, weil ich da sehe, ob noch Flecken vorhanden sind. Diese Waschlappen nehme ich dann wirklich ausschließlich für den Popo…

  59. E & C

    ich bin als selbstversorgerkind in einem naturschutzgebiet spaniens aufgewachsen. kloopapier war ein „luxusartikel“ den wir nur selten im haus hatten, auserdem waren wir kinder immer irgendwo in der natur – da hat man doch kein kloopapier dabei… wie in asien, haben wir uns den po mit wasser gewaschen, idealerweise an einem bach, manchmal mit nem gartenschlauch und oft mit ner 1-2 liter flasche wasser. der „nasse“ po hat uns nie gestört, auch nicht im winter drausen im schnee oder auf der komposttoilette im freien.
    wasser macht viel sauberer wie kloopapier – dass weiss doch jeder! oder hat mal jemand versucht, den axelgeruch, angetrocknetes blut oder kot an kinderkleidung mit kloopapier sauber zu machen… da nimmt doch jeder wasser! warum also nicht beim po?
    momentan haben wir (leider) ein normales wasserkloo. an den wasserhahn vom waschbecken haben wir eine mini dusche montiert (gemüsedusche / haarwaschdusche). mit dieser kann man sich, während man auf der toilette sitzt, den poo und die geschlechtsteile waschen, (quasi) ohne sie zu berühren, fals das jemanden stört. das haben wir in indien kennen gelernt, man kann die dusche in deutschland kaufen und bei jedem wasserhahn zwischenmontieren.
    ideal auch bei der monatsblutung: intimbereich einfach kurz abduschen, ladycup/mooncup ausspühlen, wieder einfügen und alles ist sauber. richtig sauber!!!
    wer noch nichts vom cup gehört hat, sollte sich informieren!!! super erfindung!
    probleme damit hat man meiner meinung nur bei falscher einführung/falschem sitz.
    wir haben die kinderstoffwindeln mit kot in der badewanne mit dem normalen duschkopf und viel druck abegspritzt. resultat: eine nasse windel mit bräunlichem fleck. ohne kot, ohne gestank! diese sammeln und normal von hand oder in der waschmaschiene waschen. auskochen find ich überflüssig, 60 grad reicht meiner meinung nach alle mal.
    beim popo waschen der kinder haben wir kaum kloopapier und niemals feuchties (sehr umweltschädlich und chemie am babypopo) benutzt. man kann das gröbste mit der stoffwindel „mitnehmen“, dann entweder mit einem nassen waschlappen den poo säubern oder den kinderpoo unter die dusche halten.
    sobald unsere kinder laufen konnten, sind sie bei ner vollen windel selbstständig in die badewanne geklettert und machten die beine auseinander. wir mussten nur noch windel ausziehen – abduschen – eventuell noch mit seife (jeh nach intensität des bleibenden geruchs) – abtrocknen (mit dem popohandtuch) – fertig!
    jetzt wo sie auch manchmal die toilette benutzen, wollen sie auch oft den popo mit der podusche säubern. nur wenn sie sich gegenseitig abduschen wollen, höhrt bei mir der spass auf! ich will ja nicht nach jedem kloogang kinder umziehen und bad rauswischen (-:

  60. Libretta

    Danke für diese wertvolle Anregung! Bei meinem Kind habe ich mir zwar durchaus Gedanken gemacht und Stoffwindeln verwendet (leider nach ein paar Monaten zugunsten der Beweglichkeit doch auf „Ökowindeln“ zurückgegriffen) und auch windelfrei versucht (auch eine tolle Lösung, wenn man rechtzeitig damit beginnt), aber bei uns Erwachsenen das Klopapier in Frage stellen – darauf bin ich bisher nicht gekommen!!! Ihr habt ja so Recht! Die paar Tröpfchen vom Pinkeln und dafür tonnenweise Bäume verwenden?? Totaler Quatsch. Werd ich sofort umsetzen. Herzlichen Dank für eure Tipps!

  61. Gabi

    Hallo!

    Wir verwenden Stoffwindel- zwar nur wenige (windelfreikinderchen) aber doch. Körperflüssigkeiten, also von vorne und hinten landen da mal schon im Gewand und am Boden und überall. Wir waschen die Wäsche zwar meist getrennt aber manchmal auch mit unseren klamotten, da stinkt nichts, alles fein sauber. Wir geben die Windel in einen Kübel mit deckel und da wir nicht viele brauchen, nach ca. 3 tagen waschen wir. der geruch ist nicht fein, aber nicht schlimm, manchmal tropfe ich ätherisches Öl dazu, aber meist ist mir das zu doof. Punkto Hygiene. Urin ist steril, da sind keine Keime drinnen. Übrigens verwenden wir ÖKO waschmittel bis ich Kastanien für den Versuch hab. Und von dem nur gaaanz wenig. Wasser spült einfach alles raus. Großes oder kleines geschäft, nur so mancher Brei klebt gut- Hirse Reis etwa…

    Zum abwischen von den Mündern unserer Kinder verwenden wir alte bunte Moltonbettlacken (kuschelig), die ich auf passende Größe gestutzt hab und bunt abgenäht hab. Für den Popo das ganze in weiß auch aus Molton und Bunt abgenäht (da hab ich diese ganzen Fäden die man nie braucht verarbeitet. Klappt super. Wenn ich mal nass nachwischen muss nehmen wir Stofftaschentücher. Das ist wohl jetzt nicht logisch weshalb wir da nicht auch solcher tücher nehmen, aber das hat sich historisch so entwickelt.

    Zum Hinternwaschen nach dem großen geschäft kann ich eine Spritzflasche empfehlen, sowas hab ich nach den Geburten verwendet, da kann man gut hindosieren und muß die Flasche nicht auf den Kopfstellen- fester Strahl kommt auch raus :) Kann man sicher basteln, ich hatte meine vom Studium. (Hat sich nicht gedacht so mißbraucht zu werden). Mir ist aber noch nicht der gedanke gekommen das zum Klopapiersparen ranzunehmen….

    Übrigens- grindig find ich das alles nicht mehr. Wenn ein Kind einen anpinckelt und ansch…, nach ner geburt wollte ich da unten nicht „reiben“ – da nimmste ohendies wasser und tupfst.

    Coole Idee.

  62. Tina

    Wenn ich das so lese…. sehr sehr interessant. Stofftaschentücher gabs bei mir schon immer… kurz kochen ( egal ob zu Fuß oder in der Waschmaschine- wobei hier schon 60 Gradwäsche reicht..) und sauber sind sie. Ja…und da ich ja aus dem ehemaligen Osten komme….. und da hatten wir ja nichts… wie man so schön meint…. kenne ich mich bestens mit Stoffwindeln aus. Die wurden ja nach „Geschäft“ in 2 verschiedene Eimer mit Wasser getan und dann wurden sie vor dem Waschen ordentlich gespült ( Wasser kam in die Toilette), bei 95 Grad gewaschen… wenn Zeit und Sonne war auch noch auf dem Rasen gebleicht…..und waren immer super sauber und meine Kinder hatten nie einen wunden Popo… und waren auch sehr schnell trocken weil ja nasse Stoffwindeln bäh am Popo sind.
    Aber das war nur ein Ausflug in die Vergangenheit. Über Stoff-Toilettenpapier habe ich schon mehrfach gelesen. Prinzipiell gut- aber ich möchte dann doch bitte mein eigenes auch alleine benutzen dürfen…. dann …. wäre ich bereit!

  63. Andreas

    Also obwohl ich ja außer mit dem Veganismus hinter all Euren Ideen stehe, kann ich mich damit wohl nicht anfreunden. Andererseits habe ich auch grade auf einem Forum Stoffwindeln propagiert.
    Ich versuch eben sparsam mit Papier umzugehen und mich Hinterher mit seife waschen ist eine Selbstverständlichkeit.

  64. Sarah

    Ich bin eine Stoffwindel-Mama ;) Allerdings muss ich gestehen, dass immer ein dünnes Wegwerf-Flies in der Windel liegt, damit eben der schön beschriebene „Braunabfall“ direkt im Abfalleimer landet. Ist er trotzdem in den Windeln ist es aber auch mit der Waschmaschine kein Problem. Natürlich bleibt mal eine Verfärbung, aber mein Gott – sauber ist es trotzdem!
    Zur Lagerung: Stoffwindeln sollten so alle 2-3 Tage gewaschen werden, da bildet sich sonst echt ein fieser Ammoniak-Geruch :( Wir haben eine geschlossene Wäschetonne mit einem Wäschesack drin. Den können wir mit einer Handbewegung von der Tonne in die Maschine tun und müssen nicht noch einmal alle Windeln anfassen. Zudem hilft gegen den Geruch auch ein Schuss Essig in der Tonne! :)
    Stoffklopapier ist natürlich auf den ersten Blick besser als Wegwerfklopapier. Aber genau wie bei Stoffwindeln muss man die gesamte Bilanz im Auge halten: Also immer volle Waschmaschinen waschen, möglichst geringe Mengen Waschmittel, kein Trockner, etc. Dann wird die Ökobilanz auch zugunsten der Stoffvariante ausfallen.

    Ich persönlich hätte damit wohl nicht so das Problem – solange ich das für mich alleine benutze… Wenn meine Gäste die Stofflappen benutzen und ich die waschen müsste, da würde es dann für mich aufhören ;)

    Und noch ein Hinweis: Es gibt auch Damenbinden aus rotem (haha ;) ) Stoff ;)

  65. Tanja

    Also ich finde die Idee klasse.
    Es ist wirklich traurig, wie arglos Dinge weggeworfen werden und wie viel Müll produziert wird, ohne dass man es bewusst mit bekommt.

    Ich selbst benutze seit einigen Jahren ja statt Tampons eine Menstruationstasse in Verbindung mit Naturschwämmen. Und statt normalen Slipeinlagen habe ich waschbare Einlagen aus Baumwolle und Bambus.

    Haare und Körper wasche ich nur noch mit handgesiedeter Seife.

    Sicher mögen einige eure Ansätze als sehr extrem ansehen. Aber nur Extreme fordern einen dazu auf, umzudenken.

    Ich finde es auch gar nicht eklig, das Klopapier waschbar zu machen. Leider kann ich das wohl in meinem Haushalt nicht umsetzen, aber ich denke, dass ich fürs kleine Geschäft wohl evtl. auf so ein mobiles Bidet zurück greifen werde und dann mit einem Handtuch trocken tupfen werde.

    Macht weiter so. Ich freue mich, mehr von euch zu lesen.

  66. Sophia

    Hallo ihr Lieben, ich bin erst kürzlich auf eure Seite gestoßen und freue mich über die Möglichkeit zum Austauch hier :-)
    Das Thema betreffend, wollte ich euch mit meinen Erfahrungen als frisch gebackene Stoffwindel-Mama bereichern: Für uns stand von Anfang an fest, Stoffwindeln zu benutzen und wir haben es bis heute nicht bereut.
    Die Saugeinlage der Windel besteht aus weichem dicken Molton (Baumwolle), der Urin gut aufsaugt. Diese Einlage hänge ich, wenn sie nass gepieselt ist, einfach nur auf einem Wäscheständer auf und benutze sie mehrfach. Riecht nicht, verursacht auch keinen wunden Po.
    Das große Geschäft geht hierbei aber auch in ein Papiervließ, was ich auf das Molton lege… wird in der Toilette entsorgt. Wenn etwas daneben gehen sollte… ab in die Waschmaschine bei 60°.
    Sooo liebe Lisa, um nun auf dein „Stoffklopapier“ zurückzukommen: Klar mag nicht jeder immer einer Wäscheständer im Bad stehen haben, geschweigedenn beim Waschen Ausscheidungen anderer Leute anlangen müssen. Der Job wird also höchstwarscheinlich auf dich zurückkommen, solang du auf die Waschmaschine verzichten magst. ;-)
    Praktisch ist übrigens die Zwischenlagerung in einer luftdichten Tonne mit Wasser und einem Spritzer Essig/Teebaumöl/Lavendelöl, das neutralisiert den typischen Ammoniak-Uringeruch ein wenig.
    Der „Klo-Pömpel“ als Waschhilfe kann übrigens durch einen Wäschestampfer aus dem Antikhandel getoppt werden. ;-)

    Berichte mal von deinen weiteren Erfahrungen!
    Viele Grüße von
    Sophia

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Danke für’s Teilen deiner Erfahrungen!

      Wer sagt, dass nur ich Wäsche wasche…? ;D

      Danke für den Essig Tipp! Es hat zwar eh nicht gerochen, aber fühlt sich gleich wieder etwas sauberer an denk ich :))

      Diese Waschglocken kenne ich, muss ich mal wo suchen. Damit haben wir in Tschechien Wäsche gewaschen (Waschmaschine gab es ja keine).

      Werd ich machen!

    2. OlliO

      Zur Zwischenlagerung könnten sich auch Effektive Mikroorganismen eignen, den Behälter dann aber nicht luftdicht abschließen. EM unterbinden die Bildung von Ammoniak. Einfach mal im Netz kucken. EM könnten auch sicherlich noch für andere Selbstversorger-Bereiche interessant sein.

        1. Peter

          management summary:

          Nein. Man braucht kein EM!
          Man kann alles selbst machen!
          Man muß nur das Prinzip hinter EM verstehen und einen „braunen Daumen“ für die Mikroorganismen haben.

          Quelle:
          http://www.terra-preta-forum.de/viewtopic.php?t=37
          (da sind Links auf PDFs drin, denn zu folgen es sich lohnt).

          Also alles lernbar… und, entweder teilt man sich eine Literdose als Startkultur, oder man sammelt das Zeug selber, (noch) krebst es nämlich da draußen herum. Oder man fragt, ob man „a mei voi“ haben kann.

          Und danach brauchst du halt 2-3 auf dem Grundstück verteilte Kulturen die du fütterst und am Leben erhälst. Wachstum ist eine Exponentialfunktion: mehr Nahrung, mehr Mikroorganismen! So wie Sauerteig fürs Brotbacken, So wie diesen „Hermann“-Kuchen, oder einem Kombuchapilz, so wie Kefir, so wie eine gute Essigmutter.

          Kannst ja schon mal anfangen, geeignete Behälter zu sammeln, die kannst zur Abwechslung auch zum (Brennessel-, Beinwell-,etc) Jauche machen benutzen.

          Und hier kommt die umfassendste Abhandlung über alle möglichen fermentierten Nahrungmittel, die ich kenne:
          http://users.chariot.net.au/~dna/
          (Sprache englisch, für Agnostiker: Vorsicht, der Kerl ist religiös, für Esoterikallergiker: Vorsicht, der Kerl ist ganz leicht esoterisch. Für alle: selber lesen ersetzt nicht selber denken, und Kritiklosigkeit ist keine Tugend! Für manche Wirkung gibt es keinen Nachweis, nur Hörensagen, und zum Beispiel für die Behandlung von Magengeschwüren (verursacht von helicobacter pylori, können immerhin zu Magenkrebs führen) halte ich eine Gabe geprüfter sortenreiner Antibiotika für eine Woche mit Erfolgstest als sehr viel geeigneter als wochenlang (möglicherweise in der heimischen Zucht in der Vielfalt degenerierte) Kefirkulturen zu essen. Sorgfältiges Abwägen ist angesagt!

          Und weil es in diesem Faden um Toilettenthemen geht, jetzt als Entspannung für die nächsten verregneten Wochenenden und Abende genug Lesestoff:

          Das Urin-Buch hat eine eigene Website, und es wird dort für 10$ vercheckt:
          http://www.liquidgoldbook.com/

          Umweltverträgliche Toilettentechnik weltweit:
          http://www.sswm.info/category/implementation-tools/wastewater-treatment

          Wir kacken alle falsch (sagt diese Website)!
          http://www.naturesplatform.com/health_benefits.html (EN, Original)
          http://www.darmhilfe.de/1einleitung.htm (DE, Übersetzung)

  67. AHB-Blog(g)er

    Ich würde mit Molke waschen. Vielleicht hat ja ein Anrainer noch eine Kuh oder eine Ziege.
    Auf Klopapier braucht man eigentlich nicht unbedingt verzichten, denn wenn man eine Komposttoilette hat verrottet das ja eh bzw. man kann es auch in den Holzofen schmeißen. Man muss nur sich vorab informieren, welches Klopapier welche Oxidationsmitteln enthält.
    Eine andere und natürliche Alternative zu den Stofflappen wären große Blätter, wie die von wilden Rhabarber (Pestwurz) oder Frauenmantel.

      1. Kerstin

        Ui, das ist ja interessant :) Moos hätte auch noch anzubieten und die Römer benutzten Tonstücke oder Steine als Schaber…Tannenzapfen halten im Survival her. Ansonsten: Die Königskerze heisst sogar „Alpentoilettenpapaier“. ( Quelle: Kai Sackmann: Waldläuferwissen Outdoor- Hygiene

        1. AHB-Blog(g)er

          Die Königskerzen, wie konnte ich die vergessen! Die gibts nicht nur in den Alpen, auch in sandigen Gegenden. Die Blätter sind wirklich sehr flauschig. Die Pflanze ist aber an sich so schön, dass ich zwei Mal überlegen würde, bevor ich ein Blatt abreise.
          Für den guten Geruch würde ich aus dem Bauch heraus auch Wallnussbaumblätter empfehlen. Bei stinkenden Hunden zumindest sehr empfehlenswert in Kombination mit Schafsgarbe. :-)

          1. Michael HartlMichael Hartl

            Mit Blättern der Königskerze hab ich das eine Zeit lang gemacht, als wir am vorigen Hof gelebt haben. Aber die sind doch ein wenig kratzig und es bleiben immer ein paar der feinen Härchen zurück – und nach ein paar Wochen dieser Anwendung juckt das Löchlein schon ziemlich arg. War nach nem Aussetzen und dann später nochmal probieren wieder so. Dann hab ich’s gelassen.

  68. Joanna Junker

    Hallo :-)

    ja wir verwenden Stoffwindeln aber da ist ja auch noch so eine Vlieseinlage drin die man dann weg wirft und wenn einem die mal aus gehen gibts flecken… Wir kochen die Windeln immer aber eben in der Waschmaschine… will das mit den Kastanien jetzt ausprobieren mal sehen ob die auch für die Stoffwindeln zu verwenden sind. :-)
    LG

  69. Marie - Hinterwäldler

    Hallo ihr Zwei,

    na da habt ihr euch ja an ein starkes Thema gewagt :) Das ist wohl nicht für jeden was. Mir geht es mit der Hemmschwelle ähnlich: uringetränkte Tücher zu waschen fände ich weit weniger schlimm als Tücher mit Kacke dran (warum gibt es dafür kein vernünftiges Wort? Exkremente, Kot… naja, was auch immer).

    Ich bin kein großer Windelexperte, aber soweit ich weiß legen viele auch in Kinder-Stoffwindeln noch eine Lage Papier- oder Zellstoffvlies, an dem das Gröbste hängen bleibt und das danach weggeschmissen oder in der Toilette runtergespült wird. Eben genau aus diesem Grund, nehme ich an.

    Ein anderer Tipp wäre, nach der ersten „Grobreinigung“ mit Klopapier auf Wasser aus einer Flasche, Schlauch o.ä. umzusteigen. Das soll auch angenehm sein und wird angeblich auch generell von vielen Ärzten empfohlen, besonders wenn noch Verletzungen oder Erkrankungen hinzukommen, die durch das Toilettenpapier eher gereizt werden. Menschen mit Hämorrhoiden kennen das Problem bestimmt.
    Mit reinem Wasser bliebe euch die Wascherei erspart, und ihr hättet zumindest 50% des Klopapiers eingespart…

    Viele Grüße aus’m Norden!
    Marie

      1. Elisabeth

        Hmm vllt wär so eine Pflanzensprühflasche eine Alternative zur Flasche? ;-)
        Und noch ein Tipp von mir langjähriger Stoffwickelmama: Die Windeln bzw in deinem Fall „Klotücher“ nicht in einem geschlossenen Kübel lagern, denn da vermehren sich die Bakterien erst recht und fangen so richtig zu stinken an. Also besser den Deckel nen Spalt offen lassen.

      2. Su

        Hey,
        das mit dem Wasser statt Klopapier/stoff ist ganz easy. Nimm eine normale Flasche Wasser. Bleib normal auf der Klobrille sitzen, rutsche leicht nach hinten. Beine öffnen, Wasser punktuell zwischen die Beine auf die richtige Stelle gießen (mit der rechten Hand) und mit der linken Hand waschen und das Wasser „in die richtige Richtung lenken“. Dabei fließt das Wasser direkt ins Klo, mit etwas Übung kriegst du es auch so hin, dass kein Wasser die Beine runter fließt sondern wirklich nur der Schritt etwas nass wird. Dann: abtrocknen und business as usual :) Funktioniert super bei Festem und Flüssigem.
        Probiers aus und du brauchst keinen „Klostoff“ mehr! Viel Erfolg!
        Su

  70. Baron Von Merkens

    Klopapier ist im meinem Haushalt seit mehr als zwei Jahren nur noch für Gäste vorhanden.

    Also nach dem Geschäft zum Waschbecken humpeln und mit dem eigens dafür vorgesehenen nassen Waschhandschuh abwischen(Vorder- und Rückseite). Auswaschen durch aneinanderreiben(ähnlich wie beim Fleckenentfernen bei der Handwäsche) und das Abwischen je nach Intensität 2-3 wiederholen.
    Abschließend den Handschuh mit Alepposeife einseifen und nochmals wischen + auswaschen + wischen + auswaschen und zum trocknen anhängen(habe dazu ein geeignetes Plätzchen im Badschrank gefunden – diskret und hat genug Luftzirkulation zum trocknen).

    Einmal die Woche wird der Lappen ausgetauscht und ausgekocht.

    Habe mich nach einem Geschäft, unabhängig vom okölogischen Nutzen, noch nie so sauber und rein gefühlt.

    Grüße

    P.S.: Bild von einer Art Waschhandschuh, falls jmd. mit dem Begriff nichts anzufangen weiß, habe ich angehängt ; )

  71. Sabrina

    Liebe Lisa, danke für die Inspiration! Ich bin gerade schon am Bettlaken schnippeln. Ich beschäftige mich auch gerade mit dem Thema Einwegprodukte, wie Klopapier, Taschentücher und Co. und habe mich aber immer noch nicht so richtig getraut, das mit dem Klopapier irgendwie umzusetzen. Ich finde den Ansatz gut, erstmal „klein“ anzufangen, denn so ganz kann ich mich auch noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, auch das Kaka selbst zu abzuwaschen – und zwischenzulagern.

        1. Hannah

          Ich habe mein Baby auch in Stoff gewickelt. Warum es was anderes ist, Babykacke von Hand aus Windeln zu waschen (vorm Waschmaschienengang) als seine eigene? Zum Einen ist Milchstuhl echt harmlos und riecht (zumindest frisch) eher gar nicht. Zum Anderen ist einer Mutter bei ihrem eigenen Baby ja kaum was eklig – und wenn nur, weil es oft heißt, dass Babys (und alles drum und dran) süß sind und gut riechen. Wenn sie allerdings normal anfangen zu essen, hörts auf – wenn ich darauf noch Lust hätte, könnte ich mich auch selbst mit Stoff abwischen.
          Was ‚Pipi‘ angeht, werde ich mich allerdings mal von diesem Beitrag (und den Kommentaren) inspirieren lassen.

      1. Isabel

        Hallo. wir verwenden auch Stoffwindeln frü unseren Sohn. er ist gerade 1 Jahr alt geworden. Das ist dann die Windel, dann kommt eine Stoffeinlage und darein dann noch eine Art Flieseinlage. Die können wir mit in die Toilette werfen wenn Kacki drin ist. Bei Pipi wird sie einfach mit gewaschen. Also haben wir bei ihm ungefähr einen Wegwerfverbrauch von 1-4 Einlagen pro Tag. Letztens hatten wir mal keine mehr, da ist dann alles in der Stoffeinlage gelandet… Das haben wir dann auch ausgewaschen… mit der Flieseinlage ist es einfach bequemer. wir machen ihn aber immer nur mit Wasser sauber, also wie in Asien… vielleicht ist das Bd dann doch eine Investition auf lange Sicht wert….

        1. frau siebensachen

          ich hab die ‚feststoffe‘ von den windelvlieseinlagen ins klo abgeschüttelt und die einlagen dann mitgewaschen. haben mehrere wäschen ausgehalten (aber nur manche sorten). klar riechen die windeln nach drei tagen lagerung nach ammoniak, aber nach der wäsche sind sie wieder fein. ich würd übrigens windeln und pipitücher etc niemals in wasser lagern (wie manchmal empfohlen), das wird dadurch erst richtig eklig. bis zur wäsche luftig und trocken gelagert gibts am wenigsten geruch! ((und früher, vor 60jahren und auf dem lande sowieso, da wurden windeln, die nur pipinass geworden waren, durchaus einfach mal getrocknet und wiederbenutzt, statt sie direkt zu waschen.))

          zum thema klostoff oder nassreinigung – was ich grundsätzlich prima finde – frage ich mich grade, was denn nach der nassreinigung mit den trockentüchern geschieht. 1. braucht mensch ja für jede person ein eigenes trockentuch, und 2. müssen die ja auch gewaschen werden, spätestens nach zweidrei tagen zb.

          urin ist übrigens keimfrei, da gibts keine ansteckungsgefahr. höchstens von pilzen etc aus dem restlichen imtimbereich.

  72. saruh

    ich finds nicht abartig… ich hab mir das auch schon mal überlegt. aber eben wegen dem stuhlgang stand ich hier irgendwie an. die idee, es dort schon und da nicht zu verwenden, finde ich genial. manchmal hat man ein brett vorm hirn :-)

  73. Ludger

    ein sehr interessanter Artikel, wie beim Baby!
    so auf’m Land wie ihr da wohnt könnte ich mir das schon vorstellen, in der Stadt hingegen?! – ich hatte aber auch schon Verletzungen wo ich verschmierte Verbände wechseln und waschen mußte das ging ja auch in der Wohnung. die konnte ich auch nicht direckt in die Maschine stecken, von daher 2 x kalt auswaschen / 1x warm mit seife müßte eigendlich reichen um sie erstmal zwischen lagern zu können.
    komisches Gefühl hab ich schon, aber mit Frotte stoff den Popo zu säubern ist ne schöne Idee.

  74. dieFreude

    Es ist immer eine tolle Idee, etwas für die Nachhaltigkeit unserer Ressourcennutzung zu tun. Aber bei Klopapier habe ich ein gaaanz ungutes Gefühl… ist das nicht wahnsinnig unhygienisch? Urin beginnt erst zu riechen, wenn ihn Bakterien zersetzen – damit haben wir das erste Problem: Bakterienbesiedelung im Klotuch. Dann würde ich nicht meinen Pipistoff mit jemand anderem teilen wollen – wer garantiert mir, dass bei gemeinsamer Verwendung ALLE Keime, die möglicherweise auf das Tüchlein gelangen, nach dem Waschen wieder heraußen sind? Man bedenke nur wie ein normales T-Shirt nach einigen Malen tragen unter den Armen riechen kann. Bakterien sammeln sich daran und überstehen den Waschgang. Hygiene ist etwas anderes. Und bis jetzt habe ich nur vom Pipi gesprochen. Beim großen Geschäft kommen eine Unzahl an Keimen daher. Wie damit umgehen? Die Tücher abkochen, desinfizieren… hier könnte man eine Rechnung aufstellen, ob diese ganzen Tätigkeiten wirklich energetisch umweltverträglicher sind als herkömmliches Toilettenpapier. Ich bin nicht überzeugt… sparsam verwenden und recycletes Toilettenpapier kaufen sind meine Option Nummer 1.

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Eine Idee wäre wahrscheinlich das Klopapier farblich zu trennen :)

      Und ja, wie es beim Abkochen mit der Klimabilanz aussieht ist die Frage. Allerdings wenn man alles beim Klopapier miteinbezieht? Das Abwasser muss ja auch wieder geklärt werden… Und bei geschätzten 5-8 Pipigängen pro Tag macht es wahrscheinlich schon einen Unterschied ob da Papier mit ins Abwasser gelangt oder nicht… Bei allein 82 000 000 Menschen in Deutschland á 15 Kilo im Jahr macht das immerhin 1.230.000 Tonnen im Jahr, die wieder rausgefischt werden müssen.

      Das mit den Bakterien kann ich leider nicht beurteilen, aber mir kommt vor, dass da auch schnell übertrieben wird – zumindest bei Urin. Aber wissen tu ich es auch nicht :)

        1. Michael HartlMichael Hartl

          Hallo Reinhold,

          aber abgesehen, davon, dass es sich zersetzt – füllt es so lange doch etliche Klärbecken, oder? Und es setzt sich halt vor der Verwendung leider auch nicht einfach so zusammen – sondern wird produziert – was ja Ressourcen und Energie bedeutet. Oder sind wir da völlig auf dem falschen Dampfer?

          1. josepha

            Wir haben das Klopapier immer gesammelt und kompostiert, nachdem wir die ganzen Klopapier Rückstande bei der Klärgruben Sanierung beseitigen mussten, einmal gemacht und gesehen wirfst du nie wieder Klopapier ins WC, – inzwischen sind wir beim Kompostklo angelangt und produzieren Terra Preta damit…

    1. Leon

      Hallo ich finde die Idee nicht schlecht obwohll gewisse bedenken habe ich aich wegen die Kosten die entstähen durch die (Reinigung zeremmonie) ;-) also Waschen mann benötigt viel wasser (Kostbares Gut )Waschpulwer (Evtl.) wäre nicht besser Zeitungpapier benutzen (bin damit aufgewachsen geschadet hat es nicht) LG leon

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Ja, die Vorstellung muss man erst mal mögen. Ich möchte es jedenfalls nicht mehr hergeben, weil es einfach nur angenehm für mich ist. Aber dann mach es halt nur du..? ;) Gönn dir den Luxus hihi :D

  75. Gitti

    Ich finde die Idee spannend! Ich weiß nicht, ob ich es mir im Moment für mich/uns vorstellen könnte. Aber es lohnt sich darüber nachzudenken!
    Für Besuch hätte ich vermutlich immer noch eine Rolle Klopapier da, die Tücher möchte ich nicht waschen ;-)

  76. Tanja

    Hallo. Wir haben ein 8Monate altes windelfrei-Baby (Begriff bezieht sich primär auf die Kommunikation mit dem Baby und nicht auf das ‚Trockensein/-werden‘) und benutzen ab und zu (unterwegs, bei Bekannten) und am Anfang von windelfrei eine waschbare Überhose und legen Handtücher rein. Also ähnlich wie bei Soffwindeln. Bei Urin kein großes Ding, aber bei Stuhl wasch ich das sofort aus mit der Hand, Bürste, warmes Wasser, eventuell etwas Planzenkernseife o.ä. Und wenn nur es ein Stuhlgang am Tag ist, kann man sein Klostoff oder Waschlappen ja sofort ausspülen… Mit einem Baby, Kleinkind kommt man in der Regel früher oder später automatisch mit Fäkalien in Berrührung, spätestens in der für die meisten Eltern normalen Windel-Abtrainier-Zeit…
    Ich find eure Idee gar nicht abartig und auch nicht unhygienisch… Abartig find ich nicht über so einen Konsumwahnsinn nachzudenken und ich frag mich was solche Leute machen, wenn mal keine Friedens- oder Wohlstandsphase herrscht… Ob diese Menschen dann verzweifeln, weil sie kein Klopapier haben?
    Viele Frauen benutzen auch waschbare Stoffeinlagen während ihrer Menstruation.
    Was ich noch cool finde ist eine Kompost- bzw. Trockentoilette. Habt ihr über sowas schon nachgedacht oder sogar ausprobiert?
    Liebe Grüße, Tanja

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Danke für deinen Beitrag Tanja!

      Ich denke auch, dass es eigentlich kein Problem sein sollte den Kot einfach gleich abzuwaschen, solange man es später noch bei 90°C wäscht, bzw. ich habe einfach kochendes Wasser genommen. Es fühlt sich nur komisch an, aber eben, wie du schon sagst, für Eltern ist das ja auch ganz normal.

      Hihi, ich bin auch ganz überrascht, was ich da wohl für einen wunden Punkt getroffen habe. Hatte mir genau nichts dabei gedacht :D

      Komposttoiletten sind super! Für mich das einzig Sinnvolle für eine (vegane) Kreislaufwirtschaft im Garten. Hatten mal eine in Tschechien. Hier haben wir (noch) keine. Will ich aber unbedingt wieder!

      1. Hanna Schilar

        Hey Lisa & Tanja,

        Ganz toll mit dem wiederverwendbaren Klopapier…probier ich mal aus … hört sich auch nicht eklig an.

        Ich wollte nur kurz kommentieren, was du Tanja zur Menstruation geschrieben hast. Ich erzähl euch bestimmt nichts neues, wenn ich von Mooncups/Menscups spreche, oder? Diese Silikonbecher zum auskochen für die Regel. Einfach genial. Ich fühl mich seither soviel besser und möchte nie mehr zu tampons/binden zurück. Viele meiner Freundinnen sind schon umgestiegen. Ist im übrigen ja auch viel billiger. 15€ hab ich für meinen bezahlt und der soll bis zu 10 Jahre halten :)

        Für mich war auch das Thema „gesunde“ Verhütung ganz wichtig und seit einem Jahr verhüte ich „erfolgreich“ (Babywunsch vielleicht erst in ein paar Jahren) mit Temperaturmessen und Schleim-angucken. (Vorher mit einer Portiokappe, war auch ganz gut) Kann ich nur weiterempfehlen und die website nfp.de hilft einem bei der Auswertung. Fühlt sich sehr sicher an und man kriegt ca 2 1/2 verhütungsfreie Wochen um Monat und vermeidet Hormone für sich selbst und das Wasser.

        Wie sind deine Erfahrungen mit dem Thema Lisa? Vielleicht wär ein Artikel für Frauen zu diesen beiden Themen auf eurer Website schön?!

        Ganz liebe Grüsse,
        Hanna

        1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

          Liebe Tanja!

          Hihi, du hast recht, die Mooncup ist mir in der Tat der vertraut: http://experimentselbstversorgung.net/mit-der-mondtasse-durchs-leben/ :)

          Mit natürlicher Verhütung habe ich leider noch keine Erfahrungen – wahrscheinlich auch weil sich bei mir so eingebrannt hat, dass „alle“ die das machen über kurz oder lang doch schwanger werden. Wobei mir natürlich bewusst ist, dass das alles nur subjektive Eindrücke sind :) Les ich mich vielleicht mal rein… :)

          1. frau siebensachen

            die sicherheit jeden verhütungsmittels hängt stark von der zuverlässigkeit seiner anwenderin ab. selbst die beste pille nützt nix, wenn sie vergessen wird… ich hab immer nur mit nfp (natürliche familienplanung) verhütet + diaphragma und wurde nur dann schwanger, wenn ich/wir es wollten. vorteil: frau kann ihren körper sehr gut kennen lernen.

  77. Margit

    Also ich find das auch ein bisschen komisch.. Wenn schon Öko, warum dann überhaupt den Umweg über „Stoffklopapier“? Warum nicht gleich „Nasstoilette“ (also sich nach dem Klogang direkt mit klarem Wasser waschen) wie das überall in Asien üblich ist? Ist zwar auch eine Umstellung, aber spart ein paar umständliche Zwischenschritte! ;)
    Ich persönlich hab mich ja immer, wenn ich nach längeren Aufenthalten in Asien nach Österreich zurückgekommen bin, total unhygienisch/unsauber gefühlt, wenn ich wieder auf Klopapier umsteigen musste… ;)

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Ich weiß nicht ob es nicht zeitlich gleich lange dauert, ab und zu Stoffklopapier zu waschen als sich jedes mal komplett (zumindest unten rum) aus- und wieder anziehen? Und da muss ich mich ja dann auch mit Stoff abtrocknen…? Dass es hygienischer ist glaub ich allerdings schon. Allerdings auch die Frage ob es nötig ist. Es ist sicher auch hygienischer sich 2 mal am Tag zu duschen als 1 mal am Tag und ich finds unnötig bzw. ist es denk ich für die Haut auch nicht das beste :)

      1. Hella

        Musst dich dazu nicht untenrum komplett ausziehn. Die Asiaten kippen sich einfach mit der einen Hand das Wasser aus einem Krug über den Hintern, mit der anderen wird gewischt. Das Wasser läuft so in die Toilette (oder ungeschickt daneben ö.ö). Deshalb essen, popeln, begrüssen, schmusen die Inder NUR mit der rechten Hand. Die linke ist die Kacka-Hand :P

      2. Philipp

        Wieso denn ausziehen? In Asien gibts kleine Brausen ( http://instagram.com/p/d86Ro6uhuK/ )die man einfach kurz zielgerichtet einsetzt und mit der Hand ggf. etwas nachhilft. Überhaupt kein Problem sofern man die Hände danach gut mit Seife wäscht, und das Sauberkeitsgefühl danach ist unvergleichlich.
        Immer wenn ich zurück nach Europa komme merke ich wie unhygienisch Klopapier ist (egal ob Papier oder Stoff)… schon allein daran dass man seinen Toilettengang am idealerweise vor das Duschen legt. Diese Gedanken hat man mit der Arschbrause einfach nicht.

        Ich habe bereits versucht mir diese asiatischen Brausen in Deutschland anzuschließen – leider ist der Wasserdruck hier zu hoch. Eine echte Alternative dazu habe ich noch nicht entdeckt. Ausser das indische low-budget „jug“ (= Messbecher mit Wasser neben Klo), welches aber von der Usability nicht an die Brause heranreicht.

        1. ursa

          Wer die Möglichkeit dazu hat: ich habe mir beim Umbau meines Badezimmers neben der Toilette eine kleine Stabbrause (Vola) einbauen lassen – an Stelle eines Bidets, das Platz wegnimmt und einen zum „Umsteigen“ zwingt.

    2. Kerstin

      Das kann ich mir gut vorstellen. Da ich früher viel draussen gearbeitet habe, wo es keine Toilett gibt und der Herr sich einfach ins Grüne stellt, habe ich mir ebenfalls eine Pinkelhilfe für Damen geholt. Man macht also Knopf und Reiserschluss auf, führt das Urinar ein, wobei der Slip nach unten gedrückt wird und Voila: Wie ein Mann im Stehen pinkeln funktioniert. Die glatte Oberfläxhe kann man abschütteln und, wenn je noch ein Tropfen übrig bleibt, kann man den mit einem Tuch abwischen. Es funktioniert auf herrkömmlichen Wcs ebenso wie im Freien.

      Freelax fand ich am besten, aber es gibt unzählg andere Varianten. Bei Mooncups ( Menstruationstassen) nimmt man den Urin auch zum „desinfizieren“. Ergo ist Urin nicht “ schmutzig“ und bedarf jedes Mal eine grosse Wäsche.

      Viele Grüsse Kerstin

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Auch eine gute Idee. Wüsste nur nicht wie ich das auch praktisch mit Flaschen bewerkstelligen sollte. Bidets sind da natürlich perfekt dafür – meine Oma hat sowas. Wir aber nicht und auch den Platz nicht dazu =)

      1. Kerstin

        Hi Lisa,

        im Sanitätshaus gibt es für 10 Euro eine Art Bideteinsatz fürs Klo.
        Diese Schüsseln haben einen Seifenhalter und werden einfach auf die Toilette aufgesetzt. Mann kann sie zB auch bei Infektionen und sonstigen Erkranungen für Bäder verwenden.

        Viele Grüsse Kerstin

      2. Pauline Réage

        Alos in Thai hatten wir auch meist nur die Wasserflasche – und ja es geht voll gut – oder du nimmst sone Sprühflasche – nach ca ner Woche gewöhnst dich daran.

        Ich würde die Urin/Kacka Tücher übrigens nicht lagern, jedenfalls nicht über paar Tage – bei Stoffwindeln die meine Tochter ab und an gehabt hat, hab ichs immer am gleichen Tag noch ausgewaschen, und dann nochmal gesammelt mit Kochwasser gewaschen ;-)

      3. Johanna

        In den arabischen Ländern gibts dazu Waschkannen, genannt Lot(h)a. Die kann man gut mit den kleinen Gießkannen substituieren, die es überall in den Billishops oder Blumenläden. Große Geschäfte sind bei normalem Stoffwechsel gut wasserlöslich. (das System „von vorn nach hinten putzen“ setz ich jetzt als bekannt voraus.) Da das Händewaschen mit Seife „hinterher“ obligat sein sollte, kann mensch da also getrost hingreifen beim Säubern.

      4. Charly

        hey, ich bin zur Zeit in Indien für ein FSJ und naja, da läuft es genau so: es gibt einfach gar kein Klopapier. Neben der Toilette steht ein großer Eimer mit Wasser und ein kleiner zum Wasserschöpfen, dann heißt es Hände und Wasser benutzen und ein Handtuch zum abtrocknen. Klar ist es zunächst super ungewohnt und komisch, aber wenn ich hab die Wahl ja gar nicht :D Und da ich mich jetzt dran gewöhnt habe werd ichs wahrscheinlich ähnlich machen, wenn ich wieder zurück bin ;) Habe hier aber auch schon eine Toilette gesehen, die Bidetähnlich funktioniert. Man kann einfach den Wasserstrahl aufdrehen, der hinten an/in der Toilette angebracht ist :) Ich weiß aber nicht, obs so was als Einsatz auch bei euch gibt irgendwo?!
        lg

      5. Ringelmohn

        In der Türkei habe ich eine Variante Klo gesehen und getestet, die würde das Bidetproblem für dich lösen: Ein ganz normales Klobecken und hinten…beim Po…war ein Wasser(hahn…schrauber) und das Wasser kam direkt beim Pops an. Saubere Sache!!!

    2. anjabanya

      Also ich finde das alles völlig normal. Einfach mit Wasser und der HAND nachwaschen, dann abtrocknen fertig.Dafür braucht man nur eine Schüssel mit Wasser. Das machen Araber doch schon ewig. Deswegen ist die linke Hand auch unrein. Ich bin auch mit Stoffwindeln groß geworden und nicht gestorben. Meine Eltern haben immer Witze gemacht, wenn es kein Papier mehr gibt, hängen sie einen Silberlöffel nebens Klo……so wie früher (für alle die den direkten Kontakt meiden wollen….) Ich finde, ehrlich gesagt, den Trinkwasserverbrauch zum spülen von Exkrementen viel schlimmer. Ich wünschte es gäbe Brauchwasser zum Spülen und separate Abwasser. Also ich brauche keine Stofffetzen, ich wasch mich und trockne mich mit einem Geschirrtuchstoff danach.

      1. Anja

        Hallo Anyabanya,
        für den Trinkwasserverbrauch gibt es eine einfache Lösung: eine Zisterne zum Auffangen von Regenwasser.
        Wir betreiben damit seit 25 Jahren sowohl Klo als auch Waschmaschine und funktioniert (außer in sehr trockenen Sommern) einwandfrei. Zugegebenermaßen muss dafür Platz vorhanden sein, in der Stadt wohl eher nicht möglich.
        Liebe Grüße,
        noch ne Anja :)

    3. Rhiannon

      Hallo,
      sich nach dem Toilettengang „abzuduschen“ hört sich für mich besser an, als die Variante mit den Stofftüchern. Für den Laborbedarf gibt es sogenannte Spritzflaschen (in verschiedenen Größen), die dabei evtl. hilfreich sein können.

    4. aeowa

      Ich konnte nach der Geburt meines Sohnes wegen den Geburtsverletzungen kein Klopapier verwenden – aua :( Die Hebammen gaben uns eine Gießkanne (für die Geburtsverletzungen mit Eichenrindenextrakt) zum Gießen nach dem Geschäft. Sehr erfrischend! Habe es lange nach der Geburt noch gemacht, aber bei groß? Hm, der kleine Mann wird auch mit Waschlappen einfach ausgewischt (also kein gekautes Feuchttuch), der Waschlappen danach heiß ausgewaschen und dann zum Trocknen aufgehängt. Nach 1-2 Tagen wird das Teil dann in der Waschmaschine (Handwäsche noch nicht spruchreif, noch überfordert mit all der Babywäsche, aber langsam gehts) gewaschen. Also warum nicht auch bei uns?? Einen roten Popschi hatte der junge Racker noch nie, was ja das gängige Babyproblem ist, oiso kanns nur hoib so wüd sei (es kann nur halb so wild sein).
      Hm, werds mal mit meinem feinen Damenpopschi ausprobieren. Mal schauen, was der sagen wird ;)

    5. Regina Altmann

      Ja so mache ich das auch. Das Waschbecken ist direkt neben der Toilette dort habe ich einen Becher, den ich mit Wasser fülle und dann halt mit Hand und Wasser und nachher abtrocknen. finde ich super angenehm. Man fühlt sich auch einfach viel sauberer nachher als das mit trockenem Toilettenpapier abzuwischen. Das finde ich mittlerweile schon total unhygenisch….

      1. Regina Altmann

        ich kippe das übrigens wie ich es hier gelesen habe nicht hinten lang sondern von vorn Hand zwischen die Beine und dann läuft das Wasser ja auf der Hand direkt bis nach Hinten durch ist viel bequemer :D

    6. Christiane

      Aber wie soll das denn auf Dauer funktionieren?
      Ist es nicht ein allg. Anspruch Wasser einzusparen?
      Wenn ich jetzt jedesmal wenn ich aufs Klo muss 1-2 l Wasser brauche, ist dass viellt weniger als herkömmlich, doch auf lange Frist doch eigentlich auch keine Lösung

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