Kefir und wir

Eine Lovestory

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
4. Juli 2013

So oft davor hatte ich schon von Kefir gehört und dachte mir immer „Pah! Neumodisches Gesundheitszeugs…“ und doch kreuzte sie kürzlich unseren Weg. Seitdem sind wir (Michael, ich und unsere Kefirknolle „Tina“) unzertrennlich. Um kurz das Rätsel rund um „Tina“ zu lüften: Da sie („die“ Knolle) ja ein lebendiges Organismenbündel von Millionen von Bakterien ist und auch Sauerteige immer Namen haben, wollten wir ihr auch einen Namen geben. Ich weiß schon, nicht sehr kreativ, aber es war das erste was uns in den Kopf kam. Einzig die manchmal aufkommenden Tina Turner – Ohrwürmer bereue ich jetzt schon :)

Foto von einer Kefirknolle.

Unsere Kefirknolle Tina :)

Kefir – simply the best

Neulich war ich ja noch so hin und weg von meinem Sojajoghurt-selbermach-Versuch. Tja, ich muss sagen, Kefir hat das würdig ersetzt :) Sehr würdig sogar…

Foto einer Kefirknolle.

Und nochmal näher… :)

Wie schmeckt Kefir?

Das war eines der Dinge die ich mir nie vorstellen konnte. Wie soll schon etwas schmecken, das „Kefir“ heißt? Ich muss da bis heute an „Käfer“ denken – und die schmecken bestimmt nicht :D (Michael kann das bestätigen, der hat nämlich erst kürzlich einen kleinen Käfer mit nem Brösel verwechselt und ordentlich das Gesicht verzogen xD) Ich jedoch liebe den Kefir-Geschmack. Im Grunde schmeckt es einfach wie sehr saures Joghurt. Ist ja auch eine Milchsäuregärung (ähnlich wie beim Sauerteig, Sauerkraut…) Allerdings muss ich sagen, er schmeckt mir nach einem Tag im Kühlschrank besser. Da kann nämlich (in einer Schüssel ohne Abdeckung) noch das CO2 entweichen und es „bizzelt“ weniger auf der Zunge. Manchmal schmeckt er auch sehr alkoholisch aber wie gesagt einen Tag in den Kühlschrank und dann schmeckt er super. Letztens war er sogar leicht süßlich! Mhhhhm! Mjam! Die Konsistenz variiert ein bisschen. Letztens war er perfekt fest.

Wie macht man Kefir?

DIY! Also als aller erstes brauchst Du eine Kefirknolle von jemandem, der seine „alte Knolle“ teilt. Es gibt dazu sogar Sharing-Plattformen von Kefirfreaks :D Wir haben unsere Knolle von lieben Menschen aus dem Südburgenland. die unseren Artikel über das Sojajoghurt gelesen, uns prompt besucht und mit einer Knolle beschenkt haben. An dieser Stelle: Tausend Dank! Ich glaube ich hätte mir nie die Mühe gemacht, mir sowas – mangels Interesse – zu besorgen. Jedenfalls alles was Du sonst noch brauchst ist: Sojamilch! Und zwar eine mit Kalzium und Zucker – das braucht die Kefirknolle nämlich zum futtern und wachsen :) Die Knolle kommt vorsichtig in ein Schraubglas, welches Du mit zimmerwarmer Sojamilch auffüllst (Kühlschrank-kalt würde die Milchsäure Gärung unnötig hemmen). Das Glas am besten in ein Geschirrtuch einschlagen (im Dunkeln ist gut munkeln ;)) und über Nacht stehen lassen. Kann sein, dass es am nächsten Tag fertig ist, oder auch erst nach zwei. Jedenfalls: Nicht schütteln! Die Knolle könnte beleidigt sein (war sie bei uns auch nach ihrer Reise zu uns) Die Knolle musst Du, wenns fertig ist, raus holen (mit Löffel oder Sieb) Die Knolle nie mit Metall raus fischen (Holz oder Plastiklöffel bzw. -sieb) Ab und zu die Knolle vorsichtig waschen – NIEMALS heiß und wenn möglich nicht mit bloßen Händen oder nur mit sehr sauberen Händen anfassen. (wir wussten das nicht und haben sie voll angetatscht und damit gespielt, lassen wir jetzt aber :D) Bitte beherzigt den Tipp, das CO2 „ausdampfen“ zu lassen – als wir es noch nicht wussten, haben BesucherInnen von uns ganz schön das Gesicht verzogen, vor lauter sauer und bizzeln. Michael und mich stört das weniger. Wir essen den Kefir-Joghurt auch sehr sauer. Gemischt mir süßen Früchten schmeckt uns das fantastisch :) Jede/r wie er/sie mag!

Foto von fertigem Kefir-Joghurt.

Das beste Joghurt, das ich je gegessen hab!

Fertiger Kefir Joghurt

Nach dem Absieben über Nacht wird der Kefir noch fester…

Was passiert beim Kefir machen?

Ich hab ein bisschen in der aktuellen Zeitschrift „natur & heilen“ gelesen und die sagen, dass wenn dieser Hefe-Pilz-Milchsäureknäuel eben mit der Milch zusammen kommt, gibts eine alkoholische Gärung. Dabei wird der Zucker zu Milchsäure, Kohlensäure und Alkohol abgebaut. Je nach Temperatur bei der Fermentation liegt der Alkoholgehalt des Kefirs dann bei 0,2 – 2%. Prost!

Lustigereweise lesen wir überall – wie auch in dieser Zeitschrift – von Kefir als Getränk. Bei uns wird er meist aber ziemlich dick (auch schon, wenn wir ihn noch nicht abtropfen haben lassen). Angeblich soll es am Fettgehalt der Milch liegen. Hm..?

Über die gesundheitlichen Vorteile von Kefir

Man hört ja immer, wie gesund Kefir nicht sei. Wie eingangs erwäht hab ich das nicht so geglaubt. Hab das für was ähnliches wie Actimel oder so gehalten. Aber Milchsäurebakterien sollen ja in der Tat sehr gesund sein. Allerdings muss man viel davon essen, weil die Menge, die man bei z. B. einer Portion Kefir Joghurt zu sich nicht, im Darm kaum Gewicht hat. Da sind so viele Milliarden mehr an Bakterien :D Jedenfalls soll es einen positiven Einfluss auf das Milchsäuremilieu im Körper haben und somit auch eine positive Wirkung auf den gesamten Organismus. Dabei muss man aber nicht jeden Tag einen Liter Kefir essen (das wäre quasi die empfohlene Menge um genug Milchsäurebakterien in seinen Darm zu befördern): Sauerkraut, oder anderes vergorenes Gemüse, Sauerteigbrot (wobei ich nicht weiß ob das noch Effekte hat, wenns gebacken wurde – weiß das wer?), usw…. Michael möchte sich ja als nächstes an Kombucha wagen :) Hat da von euch jemand Erfahrungen? Ach, ich liebe Bakterien :D und sie sind noch soooo unerforscht. Auch spannend.

Rezepte mit Kefir

Bisher haben wir Kefir einfach als Joghurt morgens verspeist. Mit Früchten und Müsli. Als „Frischkäse“ mit Marmelade haben wirs auch probiert: lecker! Oder als Aufstrich für salziges (z. B. mit gebratenen Pastinakenscheiben Mhhhm). Ins Salatdressing ist er auch schon gewandert und als Dip schmeckts auch köstlich. Kurzum: Kaum mehr wegzudenken. Jetzt würd ichs nur noch gern schaffen ihn mit selbst gemachter Sojamilch zu probieren. Hast das schon jemand gemacht? Theoretisch müsste ich da ja dann Kalzium (+ Zucker) zusetzen, damit das was wird oder? Hilfeee :D

Kefir für die Welt!

Also dann, ich würd sagen: Einfach trauen! Wenn es euch gar nicht schmecken sollte, könnt ihr ja versuchen, die Knolle über die gleiche Plattform wieder weiter zu verschenken. Aber seid lieb zu ihr! PS: Ich bitte nochmals um Kombucha-Erfahrungen, wer sie hat – Dankeeee!

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Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

72 Gedanken über “Kefir und wir

  1. Johanna

    Hallo Lisa,
    auch, wenn der thread schon älter ist, vielleicht interessiert es dich ja trotzdem noch.
    Aus Kefirmilch kann man auch Hartkäse machen.
    Milch ansäuern, stehen lassen, Abseihen wie immer, weiter stehen lassen bis Wasser sich abscheidet, in Bruch (bitte googeln ;-) l schneiden, Wasser weitet absetzen lassen, vorsichtig abschöpfen, Sieb mit Mullwindel auslegen und abtropfen lassen, oben später einschlagen und mit Gewicht beschweren. Soviel Wasser raus, wie irgend geht.
    Dann in Form bringen (Laib oder Rollen), mit Salzlake aussen abtupfen und dann in einem trockenen Baumwolltuch in den Kühli zum Reifen ablegen. Einmal pro Woche Tuch wechseln und Salzlake aufbringen.
    Falls aussen doch sowas wie Schimmel passiert: abwischen/Salzlake/neues Tuch. Mein Ältester ist 2 Jahre alt und sehr würzig.

    Achtung: Für einen handtellergrossen Laib brauchts 5 Liter Milch.

    Ob es mit Sojamilch auch klappt, weiss ich leider nicht.

    Gutes Gelingen, falls ihr ihn versucht!
    Lieben Gruss, Johanna

  2. Julia

    Habe mir jetzt eine Kefirknolle gekauft und dazu einige fragen:

    Wie schafft ihr es, dass ihr eine joghurtähnliche Konsistenz hinbekommt? Bei mir ist er leider selbst nach zwei Tagen noch flüssig.

    Kann es sein, dass die Knolle noch vom Transport beleidigt ist bzw. braucht, bis sie sich an Sojamilch gewöhnt hat?

    Ich bin mir irgendwie nicht sicher, ob der Kefir wirklich so schmecken soll, schmeckt nämlich nicht wirklich gut.

    Hoffe ihr könnt mir helfen :)

  3. Kat

    Bin sehr überrascht, dass man den Kefir auch mit Sojamilch erstellen kann…. die Knollen essen doch nicht so eine übliche Zucker sondern die Milchzucker, die es im Sojamilch nicht gibt… Deswegen habe ich Zweiffel, ob Sie die gleiche Knolenart haben, als die für den Kuhmilchkefir. Was, soweit ich weiss, kan man sowieso nicht beantworten, weil die Zussammensetzung der Knollen in jeder Ort sehr unterschiedlich ist (je nach der Herkunft). Oder haben Sie eher die Wasserkefirknollen?
    Ich habe meine Kefirknollen schon 3 Jahre oder so, bin jetzt auf diese Website gelandet, weil mit ihnen etwas komisches passiert ist… der Kefir riecht unangenehm, hat auch irgendwelcher Nachgeschmack. Ich kann mich aber nicht entscheiden, ob es ein verdorbenes Nachgeschmack ist oder nur ein extrem fermentiertes Kefir. Die Knollen waren sehr verhungert, weil ich letztens faul war und sie mehrere Male lange in dem gleichen Milch gelassen habe…. dafür habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen. :( Andere Hypothese ist, dass das Milch verdorben war – heute habe ich den Rest aus dem Kuhlschrank gehollt und es war zum wegwerfen. Obwohl in dem Kefir habe ich eine andere Packung benutzt… aber die waren zussamen gekauft.
    Also ich erwarte nicht, dass mir jetzt jemand online sagt, ob meine Kefirknollen tot sind oder nicht (sie verhalten sich sonnst normal, nur der Kefir war seltsam… und der Process scheint mir schneller sein als sonnst… vielleicht sind sie nur extrem verhungert… arme Tierchen!).
    Ich freue mich aber diesen Blog gefunden yu haben. Werde jetzt versuchen mehr über die Möglichkeit von Sojakefir Herstellung zu finden. Der Kefir ist eigentlich der Hauptgrund, warum ich nicht Vegan bin. :)
    Und sorry für mein Deutsch – ist nicht meine Muttersprache.

  4. Janto

    Hey,

    ich habe tonnenweise Kefirknollen.
    Ich mache die einfach in fettarme Kuhmilch und nach einen paar Stunden haben wir fertigen Kefir.
    Die mögen es sehr wenn man sie umrühert (dann wird auch ein Getränk draus).
    Ich hatte auch eine einzige bekommen und innerhalb von jetzt 3 Tagen habe ich 12 Knollen.
    Jetzt mache ich daraus Wasserkefir. (Die Milch wird langsam teuer)
    Funktioniert rellativ einfach.
    Ein paar Knollen nehmen in Wasser tun, Zucker und Trockenfrüchte rein (keine geschwefelten sonst eigendlich alle) und ihr habt ein sehr leckeres Zeug. Wenn ihr das macht müsst ihr dem Kefir aber ein wenig zeit zum umgewöhnen geben, da dabei die Laktosefressenden Bakterien absterben. Ist also erst mal nicht so lecker nach 3 mal Wasserwechseln ist er dann eigendlich ziemlich lecker. (Aus Wasserkefir kann man aber keinen Milchkefir mehr machen)
    Was ich auch noch empfehlen kann ich Kombucha aber ich glaube das sprengt den Beitrag bei Interesse einfach mal anschreiben.

  5. Lena

    Hallo Lisa und Michael,
    Wenn ich aus Sojamilch Kefir machen möchte, welchen Pilz sollte ich mir dann zulegen? Bei Avocadostore (wofür ich noch einen Gutschein habe) gibt es z.B. Wasserkefir und Milchkefir.
    Wenn ich Milchkefir nehme, würden durch die Gärung in Sojamilch noch Bestandteile der Milch in der Kefir enthalten sein? Welcher Kefir-Pilz wäre empfehlenswert/er?

    https://www.avocadostore.de/products/9238-bio-kefir-slash-milchkefir-drink-xxl-wellness-drinks#q%3Dkefir

    Vielen herzlichen Dank,
    Lena

  6. Nicole

    Hallo ihr Beiden ☺

    Ohh ich bin soo froh dass ich euren Artikel über Kefir aus Sojamilch gefunden hab! Ich hab früher schonmal Kefir selbst gemacht, damals noch mit Kuhmilch. Und als ich las dass man Kefir auch mit Sojamilch machen kann, hab ich mich sehr gefreut. Und nun mache ich seit ein paar Tagen wieder wunderbar leckeren Kefir, den ich immer zum Frühstück trinke. Der erste Ansatz War zwar nicht gelungen, aber der zweite War super! :) TOLL! Vielen Dank euch! Und by the way tolle Seite, die ihr habt. LG Nicole

  7. sabrina

    Hallo Ihr :)

    Wiefest euer Kefir geworden ist, wahsninn! Meiner ist leider immer nur sehr flüssig gewesen. Leider hatte ich nurmal einen Teil zur Pflege und mir nichts behalten. Hätte vielleicht jemand ein Stück für mich? :)

    Auch den Kombuchapilz finde ich interessant, mag den jemand mit mir teilen? Ich würde ihn so gern ausprobieren :)

    Liebe Grüße Sabrina
    (Euer Blog ist toll!)

  8. Dagmar Rehak

    Ich habe mittlerweile ein paar Experimente gemacht. Der Kefirpilz war schon so groß, dass ich ihn mehrmals teilen konnte.
    Einen Teil habe ich getrocknet, weil ich im www gelesen habe, dass das geht, aber diese getrockneten Kügelchen noch nicht wiederbelebt. Das gleiche gilt für den eingefrorenen Teil.
    Nicht überlebt haben es drei andere Teile. Die habe ich zwei mit reinem Milchzucker, reinem Traubenzucker und Traubenzucker mit Vitaminzusatz gefüttert. Das Ergebnis war in allen Fällen kotzerbärmlich. Einer hat käsig gestunken, einer nach künstlichem Apfelaroma (weiß jetzt nicht mehr, welcher) und der mit zugesetzten Vitaminen hatte einen fast schon stechenden Alkoholgeruch aus einer Mischung von schlechtem Weißwein und abgestandenem Bier. Außerdem blähten sich die Kügelchen auf, und in diesen Blähungen war Schleim. Auch der Kefir war schleimig und wenig appetitlich. Auch als ich reumütig zu Milch zurückgekehrt bin, hat sich das nicht geändert.
    Vielleicht war ich ungerecht, vielleicht hätte ich noch ein paar Tage warten müssen, aber ich habe meine Experimente dann der Kanalisation überantwortet.

  9. Meike

    Danke für die tolle Seite :)
    Ich hole mir heute zum ersten mal eine Kefirknolle und bin schon ganz gespannt, ob das bei mir auch so toll klappen wird!
    Welche Sojamilch habt ihr denn benutzt? Und wenn auf einer Sojamilch „Kalziumcarbonat als Säureregulator“ draufsteht, ist das dann einfach Kalzium? ;) und dann könnte ich ja die Sojamilch einfach noch zuckern?

    Uuuund wie handhabt ihr das dann mit der Lagerung, legt ihr die Knolle in eine Schüssel mit Sojamilch in den Kühlschrank? Wie oft muss man da die Milch wechseln?

    Fragen über Fragen ;) Ich hoffe, ihr könnt mir helfen!

    Liebe Grüße und danke schon mal,
    Meike

    1. Michael HartlMichael Hartl

      Hallo Meike,

      wir haben wieder damit aufgehört – war uns zu viel Aufwand. Ich mag mein Müsli eh am Liebsten mit heißem Wasser. :)

      Aber zu Deinen Fragen: Mal gekaufte Sojamilch, mal selbstgemachte Sojamilch. Die mit Kalziumcarobnat passt gut, denke ich. Wenn die noch keinen Zucker hat halt a bissi was dazu, ja. Gelagert hatten wir die nie, weil wir sie laufend verwendet haben. Wenn man sie aber lagert, dann in ein kleines Schraubglas und gut mit Sojamilch bedecken. Und dann nur a paar Tage – nicht zu lange drin lassen, würd ich sagen. :)

  10. Rebecca

    Meine Knolle ist nun seit ner Woche da und ich habe nun das zweite Mal Kefir angesetzt. Leider wird er nicht dick, er wird zwar sauer und brizzelig, aber er bleibt sehr flüssig mit kleinen Klümpchen.

    Was für eine Sojamilch habt ihr benutzt? Kann es daran liegen, dass der Zucker fehlte? Denn ich habe eine ungesüßte genutzt.

    Den ersten Kefir habe ich 2 Tage im Schrank stehen lassen, dunkel bei Raumtemperatur und der zweite steht nun seit Freitag im Schrank, sieht aber nicht besser aus. :-(

    Kann mir da jemand helfen?

  11. anne

    geht milch-/wasserkefir, kombucha, etc. auch mit agavendicksaft oder Honig? bin nicht so der Fan von Zucker.

    und weiß jemand ob in dem fertigen Kefir oder Kombucha noch Zucker drin ist?

    will nicht den ganzen Tag "Zuckerwasser" trinken, sonst freut sich mein Zahnarzt zu sehr…

    :)

    1. Michael HartlMichael Hartl

      Der gekaufte Kefir ist halt "toter Kefir", denn er muss erhitzt werden, damit die Gärprozesse, etc. zum Erliegen kommen, sonst würde die Verpackung irgendwann zerreissen und / oder das Produkt würde recht schnell kaputt werden. Durch das Erhitzen des Kefirs werden aber genau die Teile des Kefirs abgetötet, die ihn so gesund machen. Daher: Kefir aus dem Supermarkt schmeckt wie echter Kefir, wirkt aber leider nicht so.

  12. Lika

    Hallo!

    Eine Frage, ich habe unsere Kefir "Dame" Karlotta mit calciumhältiger Sojamilch gefüttert und es ist nicht wirklich etwas geworden, außerdem schleimt die Dame nun ein wenig rum!? Dinkelmilch hat auch nicht funktioniert. Mit welcher Sojamilch habt ihr denn eure guten Ergebnisse erzielt?

    Wenn ich normale Milch nehme gehts gut, da meine Familie diese aber nicht gut verträgt und ich nicht auf andauernden Milchkonsum aus bin, würde ich gerne davon wegkommen. Würde mich über Tipps freuen!

    Alles Liebe, Lika

      1. Dagmar Rehak

        Ich hätte es so verstanden, dass der Kefirpilz neu geboren wird, denn irgendwo musste ja auch der erste entstanden sein.

        Ich habe die Theorie, dass vor vielen Jahren in einen offenen kaukasischen Milchtopf Hefepilze aus der Luft hineingefallen sind und am Rand oder am Umrührer oder weiter unten im Gefäß zusammengewachsen sind und kleine Knollen gebildet haben. Irgendwann hat dann jemand entdeckt, dass die Milch aus einem Topf, in dem diese kleinen Knollen sitzen, besser schmeckt, und die Knollen in der Nachbarschaft verteilt.

        Möglicherweise kann man einen Kefirpilz selbst erzeugen, indem man zB Hefe in Milch gibt und das Gefäß nie ausputzt, sondern nur die Milch wechselt. Vielleicht braucht der entstehende Kefirpilz etwas zum "Festhalten", vielleicht aus einem bestimmten Material, Holz zB oder Ton, vielleicht muss die Oberfläche eine bestimmte Struktur haben… Wie auch immer, aber der erste Kefirpilz muss ja auch irgendwie entstanden sein, also "gestartet".

        1. Wolfgang

          Ich habe mich auch gefragt, wie die erste Kefirknolle wohl entstanden ist.
          Ich hatte mal Kefirknollen getrocknet und versucht, sie wiederzubeleben.
          Ich steckte sie in Milch und sie wurde zu Kefir vergoren, jedoch die Knolle wuchs nicht mehr und war tot. Nur die anhaftenden Bakterien und Hefen lebten noch. Nach 50 Ansätzen konnte ich immer noch kein Wachstum an der Knolle erkennen und irgendwann zersetzte sie sich. Also nahm ich eine neue getrocknete Knolle und machte einen neuen Ansatz. Doch diesmal tauchte ich einen verknoteten Nylonstrumpf hinein, Die getrocknete Knolle wurde nach den ersten Ansatz entsorgt, stattdessen benutzte ich den verknoteten Nylonstrumpf wie eine Kefirknolle, da zwischen den Nylonmaschen Hefe und Milchsäurebakterien der (toten) Milchkefirknolle noch anhafteten. Der Strumpf wurde deswegen nie gereinigt.
          Nach einen halben Jahr war der Strumpf übersät mit winzigen Knöllchen, die schnell heranwuchsen. Im Schutz der Maschen haben sie sich dort gebildet.

  13. mintaka

    Das animiert mich, meinem Kefir noch eine Chance zu geben. Steht schon länger rum. Erfahrung von mir: wenn er nicht ständig gefüttert werden soll, ist es besser, ihn mitsamt der Milch in seinem (ungenießbar) sauren Milieu zu lagern. Nicht in Wasser, da fängt schnell der Zersetzungsprozess an. Danach kann es sein, dass das Produkt erst einmal übel schmeckt. Da stimmt wohl die Zusammensetzung nicht mehr. Zwei-dreimal den Ansatz machen und das Produkt wegwerfen, die Knolle erholt sich wieder. Kann auch sein, dass die Knolle zerfällt. Sie hat ein Skelett aus Stärke, dass bei Lagerung auch zerfällt. bzw. von irgendwas gefressen wird. Bei Lagerung in Wasser riecht es dann wie altes Blumenvasenwasser, also echt buäääh.

    Das mit den kein Metall ist physikalisch betrachtet eine relative Angelegenheit. Anscheinend vertragen die Mikroorganismen kein Metall, aber das kann nur wirken, wenn es in der Flüssigkeit gelöst ist (also Ionen). Und die ist bekanntlich sauer, löst also die meisten Metalle rel. leicht. Kein Aluminium (sowieso kein Alu beim Kochgeschirr!), kein Kupfer, kein Silber (das wirkt sogar antibakteriell). Mit sauberen Edelstahlsieben und -löffeln (CrNi-Stahl) hatte ich jedoch noch kein Problem. Gold und Platin sollten auch gehen :-)

    Wer es mit Milch macht, oder mit selbst hergestellter Sojamilch: unbedingt pasteurisieren vor dem Kefiransatz (und abkühlen lassen selbstverständlich). Weil in der Milch noch natürlicherweise andere Dinge drin sind, auch Milchsäurebakterien, aber die schmecken nicht so fein. Gleich wie beim Joghurt machen eigentlich.

    1. Sarah

      Hallo Mintaka,

      ich hatte meinen Milchkefir immer mit Schafsrohmilch gefüttert, die ich vorher NIE erhitzt, sondern direkt aus der Flasche ins Kefirgefäß reingetan hab. Die Knollen hab ich nach dem Absieben auch nicht nochmal durchgespült, nur das Glas alle 2-3 Tage heiß ausgespült. Gab nie Probleme.

      Bis ich ihn 1x bei Freunden, die ich zuvor intensiv instruiert hatte, für 3 Tage in Pflege gab – als ich ihn wiederbekam, war er total schleimig, zog Fäden, schmeckte seltsam. Er hat sich leider nicht mehr beruhigen lassen, so dass ich mich dann schweren Herzens von ihm getrennt hab… Ich führ das aber nicht auf fehlendes Erhitzen zurück, sondern eher auf zu selten und zu wenig Futter während der externen Pflege. Sonst hätte ich während all den Monaten davor zu Hause auch schon ein seltsames Verhalten beobachten müssen, denk ich mal…

      1. mintaka

        Ja das mit dem Schleim hatte ich auch schon. Ist halt meine Erfahrung, dass sich gerne "Kefir-fremde" Bakterien hineinmischen, die sich aber oft wieder dezimieren lassen bei Fütterung mit "sauberer" Milch. Wenn es bei dir mit Frischmilch geht, dann hast du anscheinend eine gute Milch :-)

    2. Ina

      Hallo, ist ein Jahr her aber vielleicht bekommst du ja eine Mail, wenn ich antworte. Aus Johannisbeeren kann man sehr schön Knabberzeug machen. Pürrieren, mit gemahlenen Samen (Sonnenblumenkerne z.b.) vermischen, ev. süßen und und ganz flachen crackerähnlichen Stücken trocknen. LECKERST!
      Beste Grüße

  14. Maren

    Ach ja und wenn der Pilz aus dem fertigen Kombucha entfernt wird, dann muss er – um Verunreinigungen vorzubeugen, unter kaltem fliessendem Wasser, abgewaschen werden, bevor er mit frischem Tee in den Kühlschrank kommt.

  15. Maren

    PS: Ich und auch die Kinder haben das Zeug literweise getrunken und ich hatte nie auch nur ansatzweise einen Schwips! Vielleicht ist in den Kombuchapilzen unterschiedlich viel Hefe drin und damit auch der Alkoholgehalt unterschiedlich! Ich hatte offenbar einen Guten von meinen Schwiegereltern geschenkt bekommen.

  16. Dani

    Hallo Ihr zwei,

    zunächst einmal möchte ich Euch sagen, dass ich Eure Seite toll finde!

    Auch ich habe eine Kefirknolle. Ich war über Eure Fotos sehr erstaunt. Auf den Bildern war doch eine Joghurtähnliche Masse zuerkennen. Ich setze meine Knolle immer mit 1,5% Kuhmilch an. Auch mit 3,5% Milch habe ich es schon probiert. Mein Kefir sah aber nie so dick aus, eher wie ganz leicht angedickte Milch. Es war also immer ein Getränk, nie Joghurtähnlich, egal ob die Knolle 1 Tag oder zwei Tage gearbeitet hat. Ob es an der Sojamilch liegt?????? Ist Sojamilch von der Konsistenz schon dicker?

    Ansonsten trinken wir Kefir gern püriert mit Früchten (Erdbeeren, Mango, Bananen…), leicht gesüßt oder auch pur. Auch benutzen wir Kefir gern als Dressing für grüne Salate (Kefir, Zitrone, Zucker).

    Aber auch beim Backen und Kochen wird Kefir von uns verwendet. Beim Kochen kann man zum Beispiel statt saurer Sahne einfach Kefir nehmen und damit Soßen etc. verfeinern. Beim Backen ersetze wir viele Flüssigkeiten (Wasser, Buttermilch, Sahne….) mit Kefir.

    Kefir ist einfach super!

    Einen Wasserkefir hatten wir auch schon. Das fanden wir allerdings etwas mühsehlig und aufwendig und so besonders lecker , hat es uns auch nicht geschmeckt.

    Kombucha würde uns aber auch noch interessieren…..

    Liebe Grüße, Dani

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo Dani!

      Das ist ja wirklich eigenartig. Ich hab keine Ahnung woran es liegt! Es hat sogar schon mal mit selbst gemachter Sojamilch probiert und dann halt Zucker und Calciumcarbonat (aus der Apo) zugefügt – hat auch geklappt!

      Vielleicht haben wir ne Wunderknolle xD

      Wäre interessant ob andere mit Sojamilch die gleichen Erfahrungen haben?

      Aja und Sojamilch ist an sich nicht dicker, nein… hm..

      Alles Liebe

      Lisa

  17. Maren

    Ich habe eine ganze Zeit mal Kombucha selbst gemacht und der schmeckte super, ein wenig wie Pfirsichlimonade. Dazu solltet ihr euch aber an das Originalrezept halten. Der Kombuchapilz verdoppelt sich bei jeder Produktion, man muss zwischendurch etwas davon entsorgen, oder auch verschenken, sonst nimmt er mit der Zeit überhand! :)

    Ihr nehmt also starken schwarzen Tee (am Besten Assam oder eine Mischung damit,wie Ostfriesentee- ist auch gleichzeitig der preiswerteste), der lange gezogen hat und pro Liter Tee etwa 200 Gramm Weißzucker. Klingt viel, wird aber während der Gärung weitgehend in rechtsdrehende Milchsäure, Kohlensäure und sehr wenig Alkohol umgewandelt, ähnlich wie beim Kefir. Auch das Bittere des Tees verschwindet durch die Gärung und die Kohlensäure läßt den Kombucha wie frische Limonade schmecken. Ist der Zucker aufgelöst und der Tee lauwarm abgekühlt, dann gebt ihr den Kombuchapilz darauf (er schwimmt oben), spannt gegen Ungeziefer ein Tuch darüber und lasst ihn an einem Ort, wo euch der Gärungsgeruch nicht stört (bei mir war es die Vorratskammer) und wo es nicht zu kühl ist einige Tage stehen., Ich glaube, es waren 6-7 Tage, müsste ich aber noch mal nachsehen. Dann den Pilz entfernen, in einem Gefäß mit etwas frischem gesüßten Tee im Kühlschrank hält er sich etwa zwei bis 4 Wochen. Ich hab den Kombucha dann durch ein feines Sieb mit Tuch (sind oft noch leichte Pilzschlieren drin) in Flaschen umgefüllt, fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt. Sogar meine Kinder mochten den. Und er ist nicht nur gesund wegen der vielen Milchsäure, sondern auch, weil er durch seinen hohen Gehalt an Glucoronsäure der Leber beim Entgiften hilft. Die Menschen im Kaukasus und Ural, wo auch der Kefir herkommt, werden trotz riesiger Umweltbelastungen durch die Industrie der ehemaligen Sowjetunion und den Uranabbau ziemlich alt. Das hat durchaus Gründe. Kombucha mit Kräutertee schmeckt echt ekelig, ich empfehle das Original! :)

  18. anne

    hallo ihr lieben, also mit milch und wasser-kefir kann man mich zwar jagen aber ich war in england WWOOFen und einer meiner host-families hat milchkefir mit der koro/kara cocosmilch gemacht (gibts da halt auch einfach im supermarkt…neid…) statt zucker hat er ab und zu maulbeersirup (ergebniss einer notfallaktion weil gefrierschrank kaputt ging) rein. war dann richtig schön rosa und sogar der kefir hat sich rosa gefärbt ;)

    der kefir war einfach ganz normal flüßig. er hat aber auch erzählt, dass er mit sojamilch frischkäseähnlichen gemacht hat.

    …und die familie von meinem freund macht wasserkefir (schmeckt wie most *brrr*) und benutzt metalllöffel und metalsieb was dem aber gar nichts auszumachen scheint.

    und danke für die interessanten artikel!

    habt ihr vielleicht ne idee was man gutes mit roten johanissbeeren machen kann? ich find die pur und im kuchen fürchterlich aber wir haben so viele sträucher und es tut weh wenn niemand die erntet und die einfach am strauch verschimmeln…

    LG anne

    1. Mercym

      @Anne:

      klasse :) dann gibts schon Erfahrungen von anderen Menschen mit Kefir und Kokosmilch.

      ich habe mal diese Kara Kokosmilch gegoogelt und sie hat den gleichen Fettgehalt wie die Kokosmilche welche ich immer benutze.

      Dann kann ja nichts mehr schief gehen ;-)

    2. Ina

      Hallo, ist ein Jahr her aber vielleicht bekommst du ja eine Mail, wenn ich antworte. Aus Johannisbeeren kann man sehr schön Knabberzeug machen. Pürrieren, mit gemahlenen Samen (Sonnenblumenkerne z.b.) vermischen, ev. süßen und und ganz flachen crackerähnlichen Stücken trocknen. LECKERST!
      Beste Grüße

  19. mi

    hei hei, super sache, dass sich das kefir-experiment auf diese weise "vermehrt"! :)

    bezüglich kombucha: ein mitglied von uns versucht es gerade – ich werd ihm den artikel schicken, vielleicht mag er euch ja schreiben.

    liGru

  20. Frau B.

    Kefir und Kombucha biete ich auch ein zuhause. Den Kefir laß ich aber nicht so fest werden, sondern lieber flüssiger, da schmeckt er so gut nach Buttermilch.

    Kombucha ist auch genial, jedoch muß man sich an seinen Geschmack gewöhnen. Schwierig ist die Zubereitung und Pflege nicht: starker Tee (8 g pro 1 l Wasser, 15 min. ziehen lassen, viel Zucker (100 g pro L)), den auf Zimmertemperatur abgekühlten Tee zum Kombucha mit Ansatz geben, ca. 1 Woche ziehen lassen. Wie der Kefir mag er kein Metall und vermehrt sich bei guten Bedingungen schnell. Kombucha und Kefir habe ich reichlich da. Also wer etwas haben will, der kann sich melden. (Meine Erfahrungen zum Kombucha habe ich hier aufgeschrieben: alltagsmix.wordpress.com

  21. Helga Schindlmaer

    Jedoch kann man es niemals den Kindern geben wegen dem Alkoholgehalt, ich kenne es schon seit langer Zeit, früher hat man es mit Tee und Zucker angesetzt dabei bekam man schon einen kleinen Schwips beim trinken. Ich bleibe lieber bei meinen effektiven Mikroorganismen die enthalten 60 verschiedene gute Bakterien und man bekommt keinen Schwips beim trinken!

  22. Dagmar Rehak

    Der Kefirpilz wurde Jahrtausende lang auf Milchzucker gezüchtet. Es ist nicht möglich, dass er in einer Flüssigkeit, die keinen Milchzucker enthält, richtig arbeitet.

    Ich glaube, eure Sojamilch ist einfach nur sauer geworden, und das wäre sie auch ohne Kefirknolle drin geworden.

    1. Michael HartlMichael Hartl

      Hallo Dagmar,

      wir sind ja nicht die ersten, die das mit Sojamilch machen – und es funktioniert. Wäre die Milch einfach innerhalb von 24 bis 48 Stunden "sauer geworden", wie Du schreibst, dann würde sie zum einen nicht so fest, denke ich, zum anderen müsste die daneben bei gleicher Temperatur, etc. stehende Sojamilch im Packerl ja auch sauer werden. ;)

      Kefir ist darüber hinaus übrigens kein Pilz.

      Versuch es einfach mal selbst mit Sojamilch und stell daneben ein Glas mit der selben Sojamilch, aber ohne Knolle – wirst recht sicher nen Unterschied erkennen können…

        1. Dagmar Rehak

          Ich habe meinen Kefirpilz nicht mit pflanzlicher Milch umgebracht. Er lebt noch.
          Die Sojamilch war ungezuckert, also habe ich sie mit Apfel- und Traubensaft gezuckert. Die Verarbeitung ist ziemlich schnell gegangen, es hat sich fast sofort Wasser abgesetzt, das Ergebnis war aber nicht umwerfend. Es hat geschmeckt wie Sojamilch mit Apfel- und Traubensaft, aber viel saurer. Unsauer hat sie mir besser geschmeckt. Sie war auch fast genauso flüssig wie vorher, zwar fest/flüssig getrennt, aber wenn man das geschüttelt hat, war es wieder wie Sojamilch.
          Die Kokosmilch war laut Etikett zuckerhältig (weiß aber nicht, aus welcher Quelle) und ausreichend fett. Ergebnis das gleiche: Bestandteile getrennt, ansonsten gleich flüssig und einfach nur sauer.
          Was anderes habe ich aber auch ausprobiert, und zwar Kaffeeobers, also 10%iger Schlagobers. Bestandteile nicht getrennt, mild im Geschmack und deutlich dicklicher als die pflanzlichen Versionen.
          Weiters habe ich die meiste Erfahrung mit Rohmlich. Mein erster hat fast nur Rohmilch gegessen, weil ich damals einen Bioladen hatte und hauptsächlich Rohmilch führte. Bei dieser hat der Beginn der Verarbeitung deutlich auf sich warten lassen, und mittlerweile habe ich auch eine Ahnung, warum: In Rohmilch gibt es lebende Abwehrzellen, die anscheinend die Kefir-Organismen in Schach halten. Jetzt verwende ich H-Milch, und der Pilz wachst schneller als mein Bioladenkefir je zuvor.

    2. Sabine

      Liebe Dagmar,

      wir haben die Mama von Lisas und Michis Kefirknolle, die auch schon in Sojamilch liebevoll aufgezogen wurde und ich kann nur bstätigen was Michael schreibt. Wenn man den Test macht, Sojamilch mit Knolle, daneben Sojamilch ohne Knolle, sieht man den Unterschied. ;-)

      Übrigens sehr spannend wo man sich überall wieder trifft (bzw. liest), schade dass es Mama Chen nicht mehr gibt, gell?

      Liebe Grüße

      Sabine

        1. Dagmar Rehak

          Ja, schlimme Sache. Sie hat uns erst angefixt und dann eiskalt fallen lassen. Aber ich kann nicht darüber reden, ohne in Tränen auszubrechen… Deswegen versuche ich jetzt, mich mit Kefir zu trösten.

      1. Dagmar Rehak

        AAAAAAAAAAAAAAAAHHHHH!!!

        Ja, schade, dass wir bei der Mama Chen nicht mehr essen können. Aber die Mama Chen selber gibt es noch. Mit den passenden Zwangsmaßnahmen können wir sie schon überreden.

  23. Mercym

    Sali,

    Oh das liest sich ja ganz famos! Endlich eine Möglichkeit gefunden doch noch Kuh und Sojamilchfreie Milchersatzprodukte herstellen. Da ich eine Sojaintoleranz habe, wäre mein zukünftiger Plan es mit Hafer,Reis oder sogar Kokosmilch zu probieren….mhh allein der Gedanke an einen Kokosjoghurt??!! :) Bisher habe ich nur von solchen Produkten gelesen, dass es sie irgendwo auf der Welt geben soll, jedoch ohne Herstellername bzw Rezepte im Internet…

    Ich werde berichten ob es geklappt hat! Nächste Woche bekomme ich auch erst einmal einen Kambuchapilz geschenkt.

    Beste Herzensgrüße!

  24. Sophie

    ich hab mal einen kombucha-pilz geschenkt bekommen und das eine zeit lang gemacht – auf dauer war mir da aber viel zu viel zucker drin und in meiner wohnung hatte ich nicht die optimalen bedingungen und es hat sich dann zum guten pilz ein schimmelpilz dazu gemischt…..dann hab ichs wieder sein lassen!

  25. Monika Dauer

    Also, ich habe einen Komucha geschenkt bekommen und war genau so misstrauoisch wie ihr mit eurem Kefir-Tina. Ich hab es mitgenommen, um den Schenker nicht zu kränken. Wenn nämlich alles richtg läuft, dann wächst der Knabe zusehens (der Kombucha, nicht der Schenker). Inzwischen liebe ich ihn und trinke jeden morgen auf nüchternen Magen, nach dem großen Glas Wasser ca 1/8l Kombucha bevor das Obstfrühstück kommt.

    In meinem Schrank (weil dunkel) stehen 4 3/4l Einweckgläser, die "die Runde" machen. Ich schau gar nicht mehr auf die Zeit, die er zum Gären steht. Ich trinke und wenn das Glas leer ist kommt das nächste und das Leere wird sofort wieder gefüllt, mit grunem Tee und 3Eßl. Rohrzucker in Zimmertemperatur. Die Gläser haben Schraubdeckel aus 2 Teilen. Das innere lasse ich weg und spanne dafür ein ca 20x20cm großes Baumwolltuch ein, damit der Kombucha Sauerstoff kriegt, aber die Essigfliegen keine Chance haben. Letztens war einer so aktiv, dass er unter die Baumwolle hochkam und alle Tücher von allen Gläsern durchfeuchtete. Jetzt stehen sie mit etwas gößerem Abstand und ich mach die Gläser weniger voll.

    Soviel für heute, wenn ihr noch Fragen habt, gerne…

    Liebe Grüße,

    Monika

    1. Anne

      das sind genau die 90% die an Tiere verfüttert werden.
      das Soja das direkt vom Mensch konsumiert wird stammt zum aller größten Teil aus Europa und wenns Bio ist, ist es garantiert GMO frei, bei den nicht Bio produkten (sojamilch, -joghurt) steht aber auch immer „GMO frei“ drauf

  26. lovingvegan

    Das klingt ja spannend. Ich hatte als Jugendliche mal einen Wasserkefir und Kefir mit Kuhmilch habe ich auch gemacht. Hätte gar nicht gedacht, dass das mit Sojamilch auch funktioniert.

    Kombucha habe ich hier, trinke den sehr gerne =) Wenn ihr mögt, können wir gerne einen Tausch veranstalten. Ich schicke euch einen Kombuchapilz, ihr mir Kefir ;)

  27. Timo

    Danke für den Bericht. Klingt als ob ich das auch unbedingt mal versuchen müsste.

    Mit Kombucha hab ich vor längerer Zeit auch mal mein Glück versucht und auch ein paar Monate gut durchgehalten. Ist ansich nicht schwieriger als der Kefir (mir hat er sogar eine etwas harschere Handhabung schnell verziehen), hat bei mir bis zur "Ernte" aber etwas länger als bei eurem Kefir gedauert, und ist halt wirklich eindeutig ein Getränk – oder auch als "Würzmittel" ala asiatische Würzsoßen. Was mich daran jedoch gestört hat war, dass man Wahnsinnig viel (Industrie) Zucker benötigt. Und, um ehrlich zu sein, fand ich den Kombucha am Ende auch nicht so lecker, als dass sich für mich der Aufwand gelohnt hätte – schmeckt nach einer Mischung aus Essig und Käsfüßen (soweit ich mich daran erinnere). Aber Geschmäcker sind ja zum Glück unterschiedlich – Vielleicht findet ihr den Kombucha ja genauso toll wie den Kefir :-)

  28. Josi

    Ich habe vor Jahren mit bestem Erfolg Kombucha selbst hergestellt. Und habe Sojamilch selbst hergestellt mit der meines Erachtens besten Sojamilchmaschine. Aber ich denke, man kann das ganz schnell einmal auch so ausprobieren: Man nehme 10 dag Sojabohnen, weiche diese über Nacht in Wasser ein. In der Früh rebelt man die Häute ab (können Blähungen verursachen), dann die Sojabohnen gut 10 Min. kochen lassen – in 1 1/2 l Wasser – dann wird alles samt dem Kochwasser feinst gemixt, fertig. Abseihen. Übrig bleibt der "Sojabohnenkäse", den man auch essen und verkochen kann. Man kann weiters auch Tofu herstellen, geht auch schnell und gut. Zur Sojamilch Nigari dazu, gerinnen lassen, durch ein Tuch abtropfen lassen, fest ausdrücken, Tofu in Form pressen. Fertig.

    lg

    Josi

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