Immer diese Computerglotze…

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
10. Dezember 2014

Tja, kaum zu glauben, aber ich verbringe tatsächlich sehr viel Zeit vorm Computer. Und zwar im Moment so viel, dass er mich tierisch nervt und ich versuche ihn zu meiden wie die Pest. Es ist anstrengend, energieraubend… und das in dreifacher Wirkung, wenn mir das bewusst ist und ich gar nicht davor sitzen will. (Also auch ein Stück weit Einstellungssache! Seit einigen Tagen kann ich wieder ganz gut mit ihm :))

Was ich da so mache?

Naja, ich lebe sozusagen davon. Also, eigentlich nicht nur „sozusagen“, sondern ganz real.

  1. Ich betreibe einen Hula Hoop Webshop, wobei ich die meiste Zeit zum Glück trotzdem mit klebrigen Glitzerbändern verbringe, aber dennoch: Bestellungen verwalten, Rechnungen schreiben, Anfragen beantworten: Alles am Computer.
  2. Ich schreibe grad mein zweites Buch. (Uuuups, jetzt ist es also offiziell! Mehr verrat ich aber noch nicht :P) Also wiederum Computer!
  3. Dieser Blog hier. Klarerweise auch viel Zeit am Computer. Wobei das Artikel schreiben selbst, fast die wenigste Zeit davon ausmacht. Viel mehr Zeit verbringe ich im Hintergrund (Kommentare, Emails, Anfragen… Michael geht es da nicht anders und er hat zusätzlich die ganze Technik über)

Computer: Fluch oder Segen?

Dabei verfluche ich das Ding ja nicht nur ;) Eigentlich ist es ja sehr praktisch und es ermöglicht mir vor allem all das obig genannte! Ein großes Maß an Freiheit – ich kann selbst entscheiden, wann ich was machen will.

ABER: Nichts desto trotz empfinde ich den Computer als Energieräuber (zumindest die meiste Zeit).

Also was tun?

Ich habe angefangen, mir über einige Zeit ein paar Gedanken zu machen, wie ich ein bisschen weg vom Computer kommen kann und wieder mehr „echte“ Dinge tun kann. Dabei ist das jetzt natürlich voll subjektiv und individuell! Ich dachte mir zum Beispiel irgendwann: Warum soll ich Rechnungen nervig in Word tippen und Adressetiketten tippen und ausdrucken…

Ging das „früher“ nicht mal mit Handschrift? Und ich liebe es eigentlich, mit der Hand zu schreiben. Irgendwann habe ich realisiert, dass „mit der Hand schreiben“ nur dann nervt, wenn man in der „Alles muss schnell gehen / Zeit ist Geld“-Denke drinnen steckt (und da kommt man als Selbstständige/r schnell rein, glaubt mir, selbst wenn man es nicht will)

Ein Lob auf die Handschrift

Also habe ich mich entschlossen: Ja, es dauert alles länger, aber in Wirklichkeit, kann ich es viel mehr genießen mit der Hand zu schreiben. Gesagt, getan. Seit dem suche ich mir schöne Filzstifte raus und schreibe langsam, genüsslich und in der schönsten Sonntagsschrift die Adressen auf meine Hula Hoop Pakete und verziere sie sogar noch mit einer schwungvollen Wolke als Umrahmung :) Sogar die Absendeadresse, die ich ja voll easy massenhaft ausdrucken und aufkleben könnte, wird schön handschriftlich auf dem Karton verewigt.

Die gute alte Blaupause

Sogar die Rechnungen – ich muss fast lachen, wenn ich dran denk, weil ich mich dabei etwas verrückt fühle – schreibe ich per Hand: mit der Blaupause! (zwei mal das Gleiche schreiben freut mich dann doch nicht ;P) Das ist so cool! xD Es gibt auch Tage wie heute, wo ich gerne am PC hocke und die Rechnung dann doch mal ins Word tippe und ausdrucke. Je nach Tagesverfassung :) Aber ich freue mich, Wege gefunden zu haben, die mich zumindest nicht zwangsweise an den Computer fesseln. Das ist doch mal was!

Und sonst?

Naja mit Buch schreiben und Bloggen wird es dann schwierig analog… Obwohl ich schon mal drüber nachgedacht habe, wie cool es wäre, so ein richtig altmodisches Manuskript auf der Schreibmaschine abzufassen.. tack! tack! tacktack! *ding* Aber so kann ich das im 21. Jahrhundert ja schlecht bei einem Verlag abliefern ;)

Nichts desto trotz habe ich noch die einen oder anderen Tipps für dich zusammen gestellt – einfach Dinge, die ich jetzt anders mache. Sowohl in beruflicher als auch privater Natur. Das aber erst im nächsten Artikel! Bleib dran ;) Und erzähl mir mittlerweile, wie es dir so mit der „Zeit vorm PC“ ergeht… Voll cool? Voll doof? Viereckige Augen vom Bürojob?

 

 

Bitte teile diesen Artikel, wenn er Dir gefallen hat!
Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

17 Gedanken über “Immer diese Computerglotze…

  1. Heiko Abler

    Liebe Lisa, liebe @Alle,

    ich freue mich echt, aus Deinem Post und anhand der vielen Antworten dazu lesen zu können, wie „andere Leute“ über moderne Kommunikationsmittel und Wege wie Computer, Internet & Co denken. Und wie sie den Umgang damit handhaben.

    Zu mir: Anfangs (so ungefähr ab 1982) war ich natürlich von Computern begeistert. Das war alles neu, interessant, vieles ließ sich durch einen PC steuern, und, Spaß haben konnte man auch damit. Für mich, der (damals noch als Schüler) neben der Fotografie auch noch das Elektronikbasteln als Leidenschaft am Hals hängen hatte, war das natürlich so richtig was zum Austoben. :-)

    Später dann, ich glaube 1989 wars, hatte ich von irgendwoher einen ausrangierten Nixdorf „Laptop“ geschenkt bekommen. 640 KB (ja, KILObyte) hatte der, weiters einen eingebauten Bernsteinmonitor und eine 10MB Festplatte und, tataaa… einen Akustikkoppler, mit dessen Hilfe man sich in „Mailboxen“ einloggen konnte, wenn man den Telefonhörer auf dieses Gerät legte – und dann sehr, sehr… seeeeeehr lange zu warten bereit war. :-)

    Damals fing ich an, fast alles, was ich an Schreibkram zu erledigen hatte, in diese graue, schwere Kiste zu hämmern. Die Zeit schritt voran und es kamen schnellere Rechner, Zubehör und irgendwann auch das Internet dazu. Es erschlossen sich neue Möglichkeiten. Informationen ließen sich immer schneller beschaffen, E-Mails machten die Kommunikation schneller, überall konnte man nun seine Post abrufen oder verschicken. Und zu jeder Zeit. Mobiltelefone, die immer mehr konnten als nur telefonieren, wurden erschwinglicher und irgendwann gehörten sie (damals schon) einfach dazu. Damit leider auch die ständige Erreichbarkeit und der „Vorteil“, jeden fremdbestimmten Wunsch überall und jederzeit für wen auch immer erledigen zu können.

    Am Anfang war das toll, auch ich selbst empfand das eine Zeit lang so. Inzwischen ist die Zeit, die Technik und auch die Gesellschaft weiter fortgeschritten. Fortgeschritten in Richtung immer mehr, immer schneller, das dafür 24 Stunden rund um die Uhr.

    Glücklicherweise hat mich das selbst nie wirklich bzw. in nur sehr geringem Ausmaß betroffen. Ich verstand und verstehe es recht gut, mich zwängen zu entziehen. :-) Allein, bei vielen, sehr vielen, Menschen in meinem Umfeld viel mir immer stärker auf, wie sehr sie in diesen (ja, ich nenne das so!) Teufelskreis gerieten.

    Wie gesagt, ich selbst hatte immer noch Glück. Doch auch diese wenigen Zwänge, viele Meinen, ganz ohne ginge es nicht und man müsse doch und im besonderen… sind mir eindeutig zuviel. und deshalb habe ich mir vor einiger Zeit zur Sicherheit nochmal eindringlich gesagt:

    „Ich will das alles nicht!“ … und beschäftige mich seit immer mehr mit dem, was ich gerne für mich als „digitalen Teil“ meiner persönlichen Entschleunigung bezeichnen möchte:

    Mittlerweile habe ich deshalb die Arbeit am/mit dem Computer auf ein gesundes Maß reduziert. Ab und zu recherchiere ich was im Netz, allerdings sehe ich das als Startpunkt und nicht als einzige Anlaufstelle bzw. Quelle. Auch schreibe ich mal ein E-Mail oder treibe mich auf Plattformen wie dieser (super Projekt übrigens!) herum. ;-)

    Allerdings gehe ich nicht mehr als zwei, dreimal pro Woche ins Netz. Wenn es doch häufiger passiert, lasse ich das Mailprogramm, Facebook&Co einfach aus. Von letzterem gedenke ich mich demnächst ohnehin ganz zu verabschieden.

    Wenn ich den Rechner einfach nur so brauche, also nicht ins Internet muss, bleibt das Netzwerk ausgeschaltet. So lenkt mich nichts ab von dem, was ich tun möchte, zum Beispiel meine analogen Fotonegative und Dias einscannen oder mit der Schreibmaschine geschriebene Texte zur „hübschen“ Weitervarbeitung einzulesen.

    Mein Handy bleibt die meisten Tage rund um die Uhr stumm geschaltet. Ich muss nicht ständig erreichbar sein.

    Der Fernseher bleibt meist aus, oft auch das Radio. Das Einschalten lohnt meist den verbrauchten Strom nicht. Das mag Geschmackssache sein, aber ich sehe das so. Ist mir halt zu laut, zu bunt, zu sehr kommerzialisierter, oberflächlicher Mist. Stattdessen höre ich Schallplatten oder werfe auch mal mein Tapedeck an und höre eine gute Kassette. Die Dinger halten übrigens wesentlich länger als der CD-Mist. ;-)

    Ansonsten genieße ich lieber die Stille, die Nichterreichbarkeit und… gehe so oft es geht aus der Stadt raus in die Natur und sehe und höre der Ostsee beim Plätschern zu. Das Handy habe ich (aus gesundheitlichen Gründen) sicherheitshalber dabei, doch bleibt es in der Regel aus. :-)

    Liebe Grüße & frohe Restostern,
    Heiko

  2. Rebecca

    Also was das Buchschreiben angeht: Es ist zwar noch nicht sicher, ob mein Buch jemals veröffentlicht wird, aber eines ist sicher: Die Urfassung gibt es in Handschrift. Dafür habe ich mir ein schönes Einband und eine breitere Schreibfeder gekauft, weil ich mir dachte: Nur in ein schönes Buch und mit einer schönen Feder will ich meine Gedanken festhalten. :-)

    Liebe Grüße
    Rebecca

  3. Peter

    Tja, das passiert phasenweise immer mal wieder. Aber mit allem anderen auch – ich fahre gerne Fahrrad, auch tagelang, auch nachts, ich bin heuer durch zwei Orkane geradelt (habe seit 2003 kein eigenes Auto mehr). Aber manchmal mag ich das Fahrrad nicht anfassen.

    Den einen Bildschirm, den ich nimmer mag, das ist der Fernseher, abgeschafft zum 1.1.2002, der einzige Neujahrsvorsatz, den ich je durchgehalten habe.

    Bei Computern, Laptops, Tablets und Smartphones hab ich eine weite Reise hinter mir.

    Ich habe einen PC hier, in einem Arbeitszimmer. Nur noch einen, es gab Zeiten, da konnte ich mit allen PCs im Haus heizen (und nein, sie haben nicht nur Bildschirmschoner angezeigt, und ja, ich bin ITler).
    Dazu einen gemeinsam genutzten DSL-Anschluß.

    Ich habe einen Laptop (gebraucht als Corporate Leasing Rückläufer erstanden) den ich auf Dienstreisen und in der Bahn benutze.
    Dazu eine UMTS-Datenkarte.

    Ich habe ein Nokia Dual-SIM-Normalhandy, mit der Privatnummer- und der Dienstnummer-SIM drin.
    Kein Festnetz seit 2003.

    Das wars.

    Von den Tablets und Smartphones und dedicated servern habe ich mich getrennt, der letzte Vertrag lief am 13.12.2014 aus. Vor etwas mehr als zwei Jahren war ich überkomplett ausgestattet, aber seit Edward Snowdens Enthüllungen und der wachsweichen überspezifischen Dementis der TK- und IT-Industrie hatte ich keine Lust mehr, von meinen Büchern gelesen zu werden, von meinen Emails unterwegs gegeoprofiled, und von meinen Mediaplayern bevormundet. Da ich das Smartphone nicht mehr zum mailen, bestellen, arbeiten benutzt habe und WLAN, GPS, Bluetooth batterie- und Uberwachungshalber meist aus waren, hatte es keinen Mehrwert mehr.

    Von allen Webdiensten habe ich mich fast getrennt, d.h. googlemail wird noch 1 oder 2 Jahre weiterlaufen und eine „meine neue email ist…“ Antwort verschicken.

    Alles in allem ist mein Internetkonsum auf ca 1/3 geschrumpft (mein Werbeblockerproxy schreibt meine Statistik mit).

    Ich habe jetzt eine eigene email-Domain. Kostet ein bisschen etwas, aber nicht viel und wer nichts zahlt, *ist* das Produkt.

    Bücher, Zeitschriften, etc lese ich nach wie vor am liebsten analog.
    Das Tablet hat sich hier nicht durchgesetzt, entweder Optik zu pixelig, oder Bildschirm zu spiegelig, DRM ein Graus.
    Ein Buch kann ich stundenlang am Stück lesen (auch wenn es sch****e gesetzt wurde, manches was heute gedruckt wird, ist echt eine Frechheit). Bei einem Bildschirm und mag er noch so hochaufgelöst oder „Retina“ oder was auch immer sein, sind nach 2h am Stück die Augen rot gerändert.

    An einem echten Buch vermisse ich schon mal die Suchfunktion.

    Brainstorming, Konzepte, Lernen, Gruppieren etc mache ich am liebsten auf Papier, das erlegt einem am wenigsten Beschränkungen auf, kann mit Klebstreifen, Karton, Heißkleber und anderem Zeug auch beliebig erweitert werden. Beim schwedischen Möbelhaus gab es mal 5cm breite mit Wandfarbe übermalbare Stahlblechstreifen samt Magneten, damit kann man das übersichtlich an die Wand hängen, feine Sache :)

    In einem Büro habe ich in letzter Zeit Glastafeln kennengelernt, das ist was feines, besonders wenn es eine ist, auf der man noch diese Whiteboardmagneten verwenden kann. 2h mit den Projektkollegen und dem Technikverantwortlichen des Kunden vor so einer Tafel und alle wissen Bescheid und die dicksten Klippen sind umschifft – weil *jeder* mitmachen kann, und es keine Beamer-Einstellpause oder andere kreative Unterbrechungen gibt. Dokumentiert wird mit der Digitalknipse (die ich wieder mitnehme, weil ich kein Smartphone mehr habe. Dafür werden z.B. Nacht- und Dämmerungs-Aufnahmen sehr viel besser).

    Schon vor dem Gadgetwahn hab ich das meiste Produktive am PC erledigt. Dort kann man die Oberfläche modifizieren, so habe ich dort freie Software, einen optisch sehr reduzierten Fenster-und Desktop-Manager namens i3 (https://i3wm.org/) und jegliche Nörgel-Werbe- und Unterbrechungs-Software ist nicht drauf. Ich kann dort in einem Zug ein Problem bearbeiten und werde nicht abgelenkt. Das Google-Suchwort dafür ist clutter-free workspace oder uncluttered desktop oder distraction-free workspace, denn für Windows gibt es ähnliche Werkzeuge.

    Farbmanagementsoftware wie redshift http://jonls.dk/redshift/ oder f.lux macht Dir abends sonnenuntergangsähnlich rötlicheres Licht auf den Bildschirm. Farbabhängige Arbeiten die Bilder editieren würde ich dann nicht mehr, aber alles was mit Text zu tun hat, geht ganz normal, und man kann viel besser schlafen, wenn einem nicht das kaltblaue Licht des Bildschirms den Hormonhaushalt nachhaltig derangiert hat.

    Noch ein Tipp von mir, aus der Sicht eines ~45 jährigen: Du bist ein junger Hupfer, und hast wahrscheinlich noch keine Probleme, aber arbeite bitte mit einem abgesetzen Monitor in richtiger Höhe und Entfernung. Alle Laptoparbeiter, die ich kenne, hocken vor der Klappbüchse in einer Haltung „wie der Aff auf dem Schleifstein“. Entweder Arme und Schultern zu hoch oder Kopf hängt nach vorne unten. Und das geht irgendwann auf die Nackenmuskeln, wenn nicht gar auf die Halswirbelsäule. Für 80-120€ gibt es eine richtige Tastatur für Vielschreiber, für 8-12€ eine Billigtastatur auch Asien. für 8-12€ eine Maus, den Laptop kannst dann höherstellen, dann ist er schon mal ungefährlicher für den Nacken. 16 bis 132€ hast für den Chiropraktiker aber spätestens nach der 3 Sitzung zugezahlt… da sparen lohnt sich nicht.

    Aber die beste Lösung für Dich wäre zusätzlich ein höhenverstellbarer Monitor, und zwar einer der *NICHT* spiegelt (auch wenn der „nicht cool ausschaut“, „es dir nichts ausmacht“ oder „man das heute so hat“). Dann muss dein optisches Subsystem nicht ständig den Text auf dem Bildschirm unter der spiegelverkehrten Tastatur, deinen seitenverkehrten Fingern und deinem seitenverkehrtem Gesicht aus dem Bildschirm ausgraben.

    Solltest du dann noch müde Augen haben, versuche mal alle Leuchtstoffröhren, LED und Energiesparlampen aus dem Bildschirmbereich zu verbannen – manche Leute haben Probleme mit Interferenzen zwischen der Helligkeitsschwankung der Bildschirmhintergrundbeleuchtung und der Helligkeitsschwankung der Arbeitsplatzbeleuchtung. Halogenlicht ist träger und hilft in diesen Fällen oft.

    Du kannst auch mit den Behindertenhilfen von Windows experimentieren („hoher Kontrast“ und „große Schrift“). Manchen hilft das sehr, auch wenn sie nicht behindert sind – die Augen werden später müde.

    Das und ein fast täglicher Spaziergang im Auwald zum Hirnaufräumen hilft mir sehr. Vielleicht auch Dir ;)

  4. Tanja Heller

    Hallo Lisa,
    ich kenne das sehr gut. Mich nervt die Computerglotze genauso. Seit ich das Buch schreibe, mache ich vieles im Stehen und beim Rumlaufen in der Wohnung. Das tut mir viel besser als nur zu sitzen. Die Internetzeit hab ich schon reduziert. Vielleicht mache ich in neuen Jahr eine Diät. Ob ich das schaffe?

    Liebe Grüße – Tanja

  5. Andreas

    Hallo Lisa :-)

    Ich liebe es von Hand zu schreiben :-)
    Gaaanz altmodisch auf geschöpftem Papier mit Federkiel und Tusche, und alles schön mit nem Siegel verschlossen. Das hat noch Stil :-)
    Dennoch finde ich Whats**** Email und SMS total praktisch, wenns mal schnell gehen muss. Auch sehr schön finde ich, dass aktuell echte Bücher super günstig werden. Für meine Schöne hab ich 4 Bücher gekauft, gedruckt im Jahre 1840-1860. Bücher mit Bildverzierungen. Jede Seite ist illuminiert, Goldschnitt, das waren noch Bücher die man gerne in die Hand nahm. Kein Massenprodukt :-)
    Aber ich schweife ab. Ich selbst möchte mich als Nerd bezeichnen. PCKram interessiert mich total und hat auch viele Jahre mein Leben bestimmt.
    Seit ich jedoch einen Bürojob habe und als Programmierer/Berater tätig bin wird der PC mehr und mehr uninteressant :-)
    Selbstredend kann man Zuhaus keine 3m gehn ohne auf Schnickschnack zu treffen, aber ich finde das Traditionelle mehr und mehr faszinierend und schön. Wie ein Geschwür in meinem Geist das mehr und mehr mein Handeln bestimmt ;-) Man könnte meinen, mir is enfach meine Zeit zu schade, an dem Ding zu sitzen. In Zeiten in denen man einfach alles bestellen kann, schätze ich was ich in Eigenleistung „aus dem Nichts“ geschaffen habe umso mehr. Die Vergangenheit hat mich eingeholt ;-) Und so schön das Traditionelle auch ist, ich bin großer Fan von Hausautomation und entwickle derzeit ein sicheres System dafür :-) Man muss den Technikkram ja nicht sehen, aber seine Vorzüge möchte ich auch nicht missen. Grüße und so. Andreas

  6. Biagit

    Also ich kann mich voll und ganz ‚dem Kommentar von Bernd anschließen.

    Natürlich sind PC´s/Tablets, Smartphone ín gewissermaßen ein Fluch, aber ganz ehrlich, ich bin froh, dass es diese Flüche gibt.

    Mich begleiten PC´s, seit der ersten Klasse Hauptschule (seit 22 Jahren), damals noch auf der MS-DOS Version und ich hasste Computer.
    Über viele Jahre hinweg wurde aus der Hassliebe (oft gezwungenermaßen)eine große Liebe und ich lernte die Technik zu lieben. Denn für mich bedeuten die PC´s und Smartphone´s, das Tor zur Welt. Sei es mit Freunden die weltweit verstreut sind zu kommunizieren, beruflich zu nutzen, und ganz klar, die Wissenserweiterung und auch Beschäftigung durchs Netz.

    Als ich vor drei Jahren zu gärtnern angefangen habe, habe ich mich durchs Netz „gegärtnert“, damit ich dann im realen Garten umsetzen konnte. Und die Bücher die ich gekauft habe, auch erstmal online recherchiert bevor ich kaufte (Gartenbücher aus Prinzip und Solidarität im stationären Buchhandel).
    Das heißt, ohne PC geht’s nicht. Natürlich wärs mir lieber ich müsste in meinem Beruf als Kranke-Schwester nicht auch dauernd in den PC hämmern, aber Gesetze sind halt Gesetze.
    Und ja ich bin definitiv schneller, auf dem PC ne Email zu schreiben, als per Hand einen Brief. (Meine Schrift muss auch erstmal entziffert werden)

    Ein Selbstversorgerbauer sagte zu mir heuer, dass das Smartphone die beste Erfindung ist die es gibt, und wir aber auch realistisch sein müssen.
    Bei aller Liebe zur Entschleunigung und Selbstversorgertraum mit jeglichem (vielfach technischen) Verzicht, Zeit ist ganz klar auch Geld.
    Denn wie du Lisa, schreibst, ein Buchmanuskript auf der Schreibmaschine abzugeben (bezweifle auch, dass die schneller ist, von der Fehlerkorrektur ganz abgesehen) wäre ein absolutes NoGo.
    Nutzen wir die Freuden der Computertechnik, in einem für uns jeden einzelnen verträglichen Ausmaße und sind dabei auch Realisten!! Ungeliebtes wie Rechnungen schreiben usw. wird zackzack erledigt um uns dann bewusst der Entschleunigung hinzugeben. In meinem Fall z.b. auf meinem Tablet im Internet die neueste Doku über ideelle Lebensphilosophien und anderes zu erfahren und mich dann abschließend darüber auszuträumen wie schön es doch wäre ein Leben als Selbstversorger zu führen um dann aber wieder (zu schnell) in die Gegenwart zu kommen und wissen, dass nicht alles möglich ist und ich bei aller Liebe nicht auf die Welt der PC´s, Tablet´s und Smartphone´s verzichten kann und will.

    Alles Liebe, Biagit

    P.S. Ich weiß nicht wie die Rückmeldungen sind bzgl der Bestellung deines Buches über diese Internetseite. Bei mir hat’s auf jeden Fall nicht geklappt, und so etwas sollte nicht passieren. Zufällig habe ich dein Buch vor wenigen Wochen in einem Buchladen entdeckt und dann gekauft.

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Liebe Birgit!

      Aber ist doch super, wenn du und Bernd gut damit zurecht kommt!

      Mit dem Zeit ist Geld möchte ich dir aber schon widersprechen: Ja, Zeit ist Geld, aber ob ich meine Manuskripte auf der Schreibmaschine tippe (davon abgesehen, dass das wohl kein Verlag annehmen würde… außer vielleicht der Packpapierverlag: die haben sogar handschriftliche Bücher und das find ich so sympathisch!) oder wie Bernd, meine Zeit mit Computerspielen „vergeude“ (für ihn ist es ja keine vergeudete Zeit!) bleibt ja mir überlassen :) Weil wenn die Zeit beim Schreiben dafür um so angenehmer ist (wobei da glaub ich handschriftliches Schreiben noch angenehmer wäre), dann ist das doch viel besser als ein Drittel der Zeit, wo ich mich vorm Bildschirm nicht so wohl fühle?

      Und wie ich glaub ich auch schrieb: Ich verfluche Computer ja nicht nur :) Genau deine genannten Gründe finde ich super! Allein was auch politische Vernetzung betrifft (sofern nicht zensiert wird) ist ja genial… Ich habe einfach nur für mich gemerkt, dass es mir im Übermaß nicht gut tut und suche mir halt meine Wege. Das hat auch nichts mit Selbstversorgung = Technikverzicht zu tun :)

      Jedoch glaub ich auch nicht, dass Computer, Smartphones, Tablets anwenden, etwas mit „realistisch“ oder „Gegenwart“ zu tun hat… Es gibt genug Menschen, die ganz realistisch in dieser Gegenwart, ohne all dem leben… und ich glaube alles andere, all das diese es als Verzicht oder sonst was erleben :)

      PS: Zugegeben, waren es schon mehr als eine Handvoll Rückmeldungen wie deine. Konnte alles per Mail geklärt werden. Bei fast 2000 Exemplaren, die über den Blog verkauft wurden, find ich die Fehlerquote allerdings ganz okay :P Wir können nicht die gleiche perfekte Technik wie amazon im Hintergrund haben ;)) Größte Mühe geben wir uns trotzdem. Sorry jedenfalls!

  7. Bernd

    Ich mag dann mal die Gegenseite vertreten. ;)

    Ich sitz gern am PC, und empfinde das nicht als Zeitverschwendung sondern als Bereicherung. Und obwohl ich schon den ganzen Tag bei der Arbeit vor dem PC sitze nutze ich den Abends zu Hause ebenfalls. Zur Entspannung (ja ich bin böse und spiele Computerspiele) zur Horizonterweiterung, und halt manchmal zum Einkaufen. Der PC ist sozusagen für mich das Tor zur Welt. So viele Dinge die ich nicht wüsste. Nicht das es sich um Dinge handelt die ich wissen müsste, aber ich finds halt interessant mein Wissen zu erweitern, auch wenn das nicht nützlich ist. Über Bücher ginge das nicht. Die kosten Geld, daher kauf ich da welche ein zu Themen die mich von vorn herein interessieren. Auf Wikipediaartikel oder Communityforen stösst man aber auch gern mal eher zufällig und liest sich dort fest.
    Andere Reisen für sowas um die Welt das mag ich halt nicht so.

    Und zu guter Letzt finde ich es eben sehr entspannend bei nem knackigen Strategiespiel mal mein ganzes Hirnschmalz auf das Spiel konzentrieren zu müssen. Das hilft mir beim abschalten.

    Fazit: Ich mag meinen PC, und möchte auch nicht weniger Zeit davor verbringen.

    Gruß

    Bernd

  8. gregor

    Interessant ist vor allem auch was der Computer mit dir macht, nicht nur was du mit dem Computer machst.

    Denn entweder wir haben die Kontrolle über die Computer oder wir werden von ihnen kontrolliert.
    Was ein Computer tatsächlich macht steuert der Programmierer und ist für einen Benutzer nicht einsichtig.
    Es gibt Programmierer und Firmen die machen ein Geheimnis daraus, was das Computerprogramm macht. Das bedeutet nur ein sehr wenige Leute mit Geschäftsinteressen oder anderen Interessen (die nicht unsere sind) haben Einblick.

    Das führt dann z.B dazu dass Amazon das eBook 1984 von George Orwell per Fernbefehl über Internet auf allen Kindle Kundengeräten weltweit gelöscht hat [1].

    Wir als Benutzer und Gesellschaft sind diesen Firmen völlig ausgeliefert, sie können uns überwachen, zensurieren und kontrollieren.

    Ausgenommen wir entscheiden uns freie Software [1] wie z.B Firefox, LibreOffice oder GNU/Linux zu verwenden.
    Denn diese gewährt uns die Freiheiten das Programm beliebig zu verstehen, verwenden, zu verbessern und weiterzugeben. Wir, die Gesellschaft haben dann die Kontrolle über diese Software und damit über unsere Geräte. Niemand kann uns einschränken und überwachen.

    Gerade für kritisch denke Leute lohnt es sich über die Gefahren nicht freier Software nachzudenken.

    [1] http://www.spiegel.de/netzwelt/web/e-reader-kindle-amazon-loescht-digitale-exemplare-von-1984-a-637076.html
    [2] https://fsfe.org/about/basics/freesoftware.de.html
    [3] Tierrechtsradio – Freie Software: Eine Grundlage zivilgesellschaftlichen Engagements http://cba.fro.at/272344

  9. Christof

    Hallo Lisa,

    ich kenne das Gefühl nur zu gut, habe ich doch gerade drei (!) Bücher in der Mache, die 2015 und 2016 erscheinen. Zudem macht mein Blog viel Arbeit. Zum Glück sind zwei der Bücher fast fertig, die Manuskripte bei den Verlagen. Ansonsten nehme ich mir ab und zu eine Auszeit vom PC, mal paar Stunden, mal paar Tage oder gar Wochen. Was mir auch geholfen hat ist, dass ich viele Arbeitsprozesse vereinfacht habe und mich zumindest zum Teil von meinem Perfektionismus verabschiedet habe.

    Viele Grüße

    Christof

  10. Yadgar

    Das Problem kenne ich – seit meinem allerersten Computer, einem Commodore 64 vor nunmehr 30 Jahren, habe ich zunehmend mein ganzes Leben um diese Maschinen herum organisiert, ich muss schon schwer krank sein, um nicht wenigstens zwei oder drei Stunden am Tag vor der „Kiste“ zu sitzen. Ich habe mehrere Hobbies, aber keine, die auch ohne Computer wirklich funktionieren. Egal ob Astronomie, (elektronische) Musik oder Fahrradfahren, Computer und Internet sind immer mit dabei, sei es, um ein Online-Tagebuch über meine Fahrradtouren zu führen, Musik digital aufzunehmen oder mir die neuesten Nachrichten aus Astronomie und Raumfahrt reinzuziehen. Von reinen Computertätigkeiten wie z. B. Programmieren gar nicht zu reden…

  11. Opa Peter

    Jaja, die „moderne Technik“ – eine Menge Leute – und nicht nur junge – glauben, ohne geht nicht. Immer erreichbar, immer informiert sein – wirklich echt wichtig? Gut, mein Tablet liegt gleich neben meinem Fernsehsessel, doch meist nur für Hintergrundinformationen zu dem,was abendlich aus der TV-Kiste quillt. Auch für Infomails von ebay-kleinanzeigen, da ich für Haus und Garten nicht alles nagelneu brauche und auch manche Idee auch auf dem Grundstück meiner Tochter umsetze. Z.B. Hochbeete aus meist geschenkten alten Holzbetten. Wasserfässer sind billig erworben auch ein gutes Geschäft… und nächstes Jahr werd ich bei MEINE ERNTE ein Stück bestellten Gemüseacker probieren. Woher ich die kenne -nah aus dem Netz ;-) …

  12. Joe

    Ich sitze auch oft von einem vergänglichen Teil meines Lebens vor der Kiste.
    Habe mir eine Füllfeder zugelegt und schreibe zwischendurch Briefe auf Papier.
    Habe vor Jahren einen Mann kennenlernen dürfen der ca. 2meterbreit Sachbücher geschrieben hat (am PC). Er hatte kein Telefon und Email. Wir korrespondieren beide seit Jahre handschriftlich mit Papier.
    Es geht – und gibt einem erst noch ein „nostalgisches“ gutes Gefühl.

  13. Erik

    Schön, dass das Problem hier angesprochen wird. Ich lebe derzeit fast ohne Internet, nur manchmal ein Drucker in der Nähe, deswegen …

    Statt Youtube, gibt’s die eigene Gitarre.
    Statt Office-Programm nehm ich auch ab und zu den Stift in die Hand – und bin damit bei kurzen Dreizeilern wie Kündigungsschreiben – richtig – schneller!

    Computer sind nur da sinnvoll, wo sehr viel Information, die zudem immer gleicher Struktur ist, verarbeitet und übertragen werden muss. Rechnungen sind da ein Beispiel, wo ein Computer schneller sein kann, aber auch nur, wenn Informationen (Rechg.-Nr.) automatisiert eingefügt werden – aus Datenbanken, wie z.B. dem Shopsystem. Nur – 1. – dort musste es auch irgendwann einmal eingegeben werden! Und – 2. – der riesen Aufwand all diese Programme zu schreiben und – 3. – der noch gigantischere (!) Aufwand all die Resourcen aus der Erde zu holen, um die Computerchips herzustellen.

    Unsere Technik ist nicht effizient, weil ihr meistens die göttliche Genialität fehlt. Es hat sich paradoxerweise nicht unbedingt das Effizienteste durchgesetzt – noch nicht. Wenn sie natürlich einmal schon da ist, ist sie für den Einzelnen – und auch nur im Einzelfall – effizienter.

  14. Solveig Frostpfoetchen

    Hallo
    Ich sitze auch sehr viel am Rechner, wegen onlineshops. Mich nervt das sehr, gerade die artikeltexte für meine gestrickten sachen, das würde ich gerne abgeben und in der zeit lieber stricken. und die buchhaltung. Aber rechnungen schreibe ich trotdem nicht von hand, das geht mit copy and paste dann dch wesentlich schneller, Adressen habe ich noch nie ausgedruckt, immer von hand, und absender mit stempel.
    MAnchmal nervt es,und manchmal macht es spaß. ich sitze zumbeispiel gerne strickend am Laptop und lese (Bücher oder Foren oder Blogs)
    Und manchmal muß ich einfach raus, weg von der kiste, eg von den rückenschmerzen.
    Viele Grüße
    Solveig

    1. Klaus

      Weg vom Computer ?

      Ganz einfach Lisa !

      Täglich Vlog !

      Immer Camera dabei, täglich 7 Minuten Vlog

      für alle die einschalten.

      Sonst gibt es auch Programme, womit die Sprache in

      Text auf den PC zaubern kannst.

      Liebe Grüsse

Schreib uns Deine Meinung!

Wir freuen uns darüber, dass du zum Thema beitragen willst.

Mit dem Absenden dieses Kommentars akzeptierst du die Kommentar-Richtlinien.

Abonniere unseren Artikel-Newsletter!

Schreib dich jetzt in unseren kostenlosen Artikel-Newsletter ein und du bekommst wie 8.900 andere Leser*innen einmal die Woche einen Überblick über unsere neuesten Artikel: