Hochs und Tiefs 2015 – ein Rückblick

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
12. Januar 2016

Kurz vorweg: Dieser Artikel wird wohl etwas länger… Immerhin haben sich über 1 1/2 Jahre persönliche Erlebnisse aufgestaut, von denen ich hier nun zu einem Bruchteil mal berichten mag. Warum? Ansonsten geize ich ja auch nicht Erlebnissen! Naja. Zumindest nicht mit den positiven ;)

Negative Erlebnisse?

Ja, ganz richtig gelesen. Die letzten anderthalb Jahre waren nicht gerade von Fortschritten geprägt. Zumindest nicht im Außen. Und zum Glück habe ich gelernt (hoffentlich auch bald verinnerlicht) – muss ja auch nicht!

In unserer Welt mit vorherrschendem Arbeitsfetisch ist das aber gar nicht so leicht. Wir wollen Ergebnisse sehen. Was aber, wenn chronischer Stillstand herrscht? Eine Katastrophe…

  • Zum „Arbeitsfetisch“ unserer Gesellschaft ein Buch, dass mich sehr erheitert und diesbezüglich entspannt hat: „Und, was machst du so?“ Danke Leander für’s Leihen! Du bekommst es wieder ;)

Nein sagen

Nach der Trennung von Michael und mir, war ich erst mal irgendwie erleichtert mein „altes Leben“ – das ich doch eigentlich so mochte! – hinter mir zu lassen. Ich konnte anfangs nicht genau sagen, warum. Irgendwann wurde mir klar: Ich hatte mich schlichtweg überfordert. Ja, ich war von meinem Leben – mit allem was ich mir selbst aufgehalst habe – überfordert.

Dieses Konzept mit dem „Man muss auch Nein sagen können“ konnte ich nie so richtig was anfangen. „Nein wozu?“ Ich hatte ja niemanden der mir ständig was aufbrummte, oder etwas von mir verlangte. Arme Menschen, dachte ich, denen es so geht. Aber hätte mir mal bitte jemand sagen können, dass man das „Nein“ auch zu sich selbst, zu eigenen Ideen und Projekten sagen könnte oder sogar sollte? Zu viel ist einfach zu viel.

Erleichterung?

Schön wär’s gewesen! Um ca. 15 ortgebundene (Südburgenland) Projekte erleichtert, hätte ich ja eigentlich Energie haben müssen wie ein Wirbelwind. Kein geplantes Gartenbauprojekt mehr, kein Selbstversorgergarten, kein Neuaufbau der örtlichen Bibliothek, keine Turnstunde mit den Kids im Ort, kein anstehender Hausbau, kein Aufbau einer Gemeinschaft, keine politischen Filmabende, keine Foodcoop aufbauen, keine Kräuterwanderungen, keine Selbstversorgerkurse, keine Nachhilfe mehr geben… und so weiter… Alles weg.

Weit gefehlt. Ich fühlte mich schwächer als je zuvor. Das Wort „Burnout“ traute ich mich nicht mal zu denken.

Keinen eigenen Garten seit Sommer 2014

Dazu kam all die Scham, was die Leute nun von mir denken. Experiment Selbstversorgung gescheitert? Es hat eine Zeit lang gedauert um zu kapieren, dass mein Zustand mit der Selbstversorgung nichts zu tun hatte.

Meine Erkenntnis: Egal, was für ein Leben man führt. Scheinbar kann man es in jeder Lebenslage schaffen, sich zu viel aufzuhalsen. Und ich war beinahe im selben Hamsterrad, das man der sich-zu-Tode arbeitenden und konsumierenden Gesellschaft zuschreibt. Naja fast zumindest. Ich schätze es ist etwas einfacher sich wieder zu erholen, wenn nicht in einem Arbeiten-Kredit abzahlen-Familie ernähren-Arbeiten (Teufels?)kreis steckt. Das kann schon echt schlimm werden.

Nochmal kurz zum Garten zurück: Es hat mich furchtbar bedrückt, dass ich nun gerade gar nicht so das lebe, wie es auf dem Blog wirkt. Alleine durch die Überschrift „Selbstversorgung“ ist da einfach ein Stempel drauf, wie mein Leben konstant auszusehen hat.

Ich habe mich zwar am Blog mehrmals erklärt, aber natürlich kommt da nicht jeder mit und so hat es mir innerlich immer alles zusammengezogen, wenn mich jemand auf der Straße oder sonst wo angesprochen hat. „Hey bist du nicht die…“ und ich dachte „Ja verdammt und jetzt frag bloß nicht nach!“ – im letzten halben Jahr habe ich gar nicht mehr versucht Erklärungen zu finden, sondern einfach gerade aus gesagt, wie es mir im Moment geht…

Das war auch einer meiner lessons learned (und mir etwas peinlich, weil ich das Gefühl hatte, ich hätte da schon viel früher drauf kommen müssen): Man „weiß“ nur so viel über einen Menschen, wie er von sich zeigt und (vor allem!) was man dann noch hinein interpretiert. Und bei anderen Menschen fallen die Interpretationen meist viel positiver aus als bei mir selbst – Autsch, das Ding mit dem Selbstwertgefühl ;D

Und noch mehr „Rückschläge“

Warum ich „Rückschläge“ unter Anführungszeichen setze, dazu später noch…

  • 2014 war der große Plan ein Haus zu bauen. Vielleicht erinnert sich so mancher. Zu Jahresbeginn 2015 erstmal auf Eis gelegt. Ich dachte: Peinlich, schon wieder was versemmelt oder „Ich schaff sowas halt einfach nicht.“
    Foto von Stroh-Lehm Rundhaus

    Hausbau? Weit gefehlt.

  • Dann Anfang 2015 diese (im Nachhinein wahnwitzige) Idee, mit einem größeren Team, einen 7-wöchigen Selbstversorgungskurs im Südburgenland umzusetzen. Abgesagt. Gescheitert (?)
  • Dazu kam ein persönliches Tief von mir. Ich war verzweifelt. Mit mir selbst, mit meinem Leben. Was hatte ich schon noch vorzuweisen? Gefühlt machte ich nur noch „Rückschritte“.
  • Einen eigenen Garten hatte ich dann noch immer nicht. Keine Energie. Ein paar Mal war ich dann in beim Gemeinschaftsgartenprojekt von Michael und war froh, „wenigstens noch das (von meinem alten Leben) vorweisen zu können“ – in Wirklichkeit hatte ich da auch gar nicht so Bock drauf und war nur wegen meinem Freund dort. Immerhin hatte ich noch Riesenspaß daran das Gemüse zuzubereiten und ich war froh, dass mich der Garten wenigsten wieder ein bisschen zu reizen begann.
  • Ja und wie siehts aus mit einem Selbstversorgungs-/Gemeinschaftsprojekt? Einer der größten wunden Punkte. Dieses ständige Gefühl zu versagen, weil ich nicht mit einer Traumgemeinschaft auf einem Traumhof lebe. Keine Energie es (nochmal und nochmal) anzupacken. Die Frage die sich irgendwann mal stellte: Ist es überhaupt noch mein Traum? Beziehungsweise: In welcher Form?
  • Im Frühling 2015 habe ich dann auch noch meine Hula Hoop Firma stillgelegt. Zu viel. Das Positive daran: Ich komme mit wenig über die Runden und konnte von den Einnahmen meines ersten Buches zehren.
  • Das Thema Verlust hat sich fast durch das ganze Jahr gezogen. Egal ob, in Bezug auf Beziehungen oder zuletzt ganz stark durch den Tod. Ich habe letzten Sommer realisiert, dass es mit meiner geliebten Oma bergab geht. Zum Glück hab ich das. Ihr Tod Anfang Dezember macht mich tief traurig, aber die lange „Vorbereitungszeit“ und meine gerade sehr stabile Lebenslage haben mich sehr abgefedert. Ich konnte zum ersten Mal in meinem Leben eine Beerdigung „genießen“ und sie tatsächlich als etwas Stützendes empfinden.

Resümee 2015: Bin ich eine Null?

Zum Glück nicht. Auch wenn ich mich noch nie zuvor als eine solche Versagerin gefühlt habe, fühle ich mich gut darüber hinweg, einem bestimmten Bild entsprechen zu müssen. Vor allem dem, das ich mir selbst auferlegt habe.

Aus allen Rückschlägen – so anstrengend sie waren – habe ich lernen dürfen. Vor allem, mich trotzdem zu mögen, obwohl ich „nichts auf die Reihe kriege“. Und es ja auch nicht zu müssen…

Und bei vielen Projekten, war es auch gut, dass sie nicht passiert sind: Ansonsten hätte ich mich wieder überfordert und wer weiß, wo ich dann gelandet wäre ;)

War denn auch irgendwas Positives…?

Aber ja! Es ist natürlich auch einiges Positives passiert! Eines der größten Rätsel ist mir sowieso, warum man, oder ich bleibe mal nur bei mir, warum ich negative Ereignisse tendenziell schwerer gewichte als positive. Ein Phänomen und ich fürchte, da geht es nicht nur mir so. Also: Das Positive bewusst herholen und durchatmen:

  • Viel bewegt? Im Innen, ja. Da hat sich viel getan. Und auch wenn es super anstrengend und manchmal fast zum Durchdrehen war: Ich habe viel über mich gelernt und es hat mir geholfen, mein Leben anders zu betrachten, mit Macken und Mustern anders umzugehen und schlichtweg alles ein bisschen lockerer zu sehen. Vor allem mein eigenes Leben.

Haha, dazu kurz einer der besten Witze die ich dieses Jahr gehört habe:

„Wie bringt man Gott zum Lachen? – Erzähl ihm von deinen Plänen.“

Danke! Danke an den Menschen, der mir diesen Witz erzählt hat. Zufällig, war es nicht jemand, „der halt solche Sprüche raus haut“. Nein, dieser Mensch hat Tags zuvor erfahren, dass sein Baby vermutlich blind ist. Danke nochmal und an dieser Stelle viel Kraft beim Neuordnen der Lebenspläne…

  • Ich habe letztes Jahr viel ausprobiert. Bei einigen Dingen bin ich sogar geblieben: Ich gehe regelmäßig zu einem lieb gewonnenen Frauenkreis in Wien und habe im Sommer eine Wildnisausbildung angefangen. Demnächst verbringe ich wohl einige Nächte in einem Iglu – Vorfreudeeee! (Und zugegeben: Bammel!)
    Frau hält einen Apfel an einem Stock über das Feuer.

    Lehrreiche Zeit beim Wildniskurs…

  • Ich bin noch dabei, aber ich habe auch gelernt, mehr auf meinen Bauch – oder besser gesagt – auf mich zu hören. Aber wirklich auf mich. Und nicht auf die Stimmen im Kopf die gegen meinen Bauch reden. Mal sehen was das in Zukunft noch bringt. Ich hoffe jedenfalls, dass es mir die eine oder andere quälende Entscheidung erleichtert – vor allem aber deren Hinauszögern! Bei vielen ewigen verzögerten Entscheidungen habe ich mich letztendlich eh für das entschieden, was ich im ersten Impuls machen wollte… Wie zum Beispiel…
  • …mein Studium endlich abbrechen! Es hat mich so unendlich viele Nerven gekostet. Und im Endspurt ist das nochmal exponentiell angestiegen. Bis ich mir sagte: Es reicht! Es war die reinste Qual. Das ewige Hin und Her war echt zum Kotzen, aber ich bin so froh, dass ich abgebrochen habe und bereue es keine Sekunde! Der Druck war enorm. Obwohl ihn mir keiner gemacht hat. Aber es reicht ja das „Was, wenn du es bereust?“, „Womit sollst du mal Geld verdienen?“ bla bla bla… Furchtbar! ;)
  • Die Liebe war für mich auch ein sehr wichtiges und positives Ereignis letztes Jahr. Ich fühle mich unendlich aufgehoben und geliebt. Und das tut gut. Erstmals auch so richtig unter Freund*innen und Familie – das liegt aber wie so oft (auch) an einem selbst. Manchmal muss man nur richtig hinsehen :)

Scheiß einfach drauf.

Passend zum Thema „wie man zu sein hat“ (vor allem im Bezug auf eigene Ansprüche), möchte ich noch eine absolute Empfehlung für ein Buch aussprechen. Jetzt wo das Jahr zu Ende ist, kann ich sagen, dass es das prägendste und hilfreichste Buch 2015 für mich war.

„Ich bleib so scheiße wie ich bin.“

Von dem Buch habe ich um die Silvesterzeit 2014/15 gehört. Sehr passend zu all den Neujahrsvorsätzen ;)

Bitte einfach lesen. Es ist manchmal herrlich übertrieben, aber gerade deswegen sehr unterhaltsam. Jedenfalls musste ich das ganze Jahr hindurch immer wieder an dieses Buch denken, wenn ich meinen Vorstellungen von mir selbst, mal wieder nicht gerecht wurde… Und konnte mich dann ganz einfach mit einem Lächeln entspannen. „Ach! Da war er wieder, dieser Selbstoptimierungswahn.“

Fazit?

Alles in allem, ein Jahr auf das ich erstmal nicht sehr stolz bin. Aber wozu auch. Ich muss sagen, es fühlt sich tatsächlich ein bisschen so an, als wäre es mir egal, nicht sonderlich viel „geleistet“ zu haben (Stichwort Leistungsfetisch). Dafür ein Jahr in dem ich viel gelitten, mit mir gehadert, genossen, getanzt, geweint, geliebt habe… Ich bin dankbar für das was war, das was ist, und das was sein wird. Dankbar, dass ich leben darf.

Einen großen Dank noch, an alle Menschen, mit denen ich 2015 so offen sprechen konnte wie noch nie. Es hat auch daran gelegen, dass ich mich geöffnet habe. Und das war das Schöne: Plötzlich zu merken, dass man nicht alleine ist mit seinen Zweifeln und Ängsten. Auch so manchen Blogger*innen möchte ich danken, die einfach offen und ehrlich schreiben wie es ihnen geht. Dass gar nichts perfekt ist und sie immer wieder Zeiten haben, in denen sie mit sich selbst hadern.

Auch wenn mir etwas mulmig dabei ist, diesen Artikel zu veröffentlichen:

Ich habe die große Hoffnung, dass ich hiermit auch dich ermutigen kann. Falls du manchmal – wie ich – denkst, dass die Welt eigentlich nur aus Sonnenschein bestehen sollte. Nein. Du bist völlig in Ordnung. Es ist dein Weg.

Und 2016?

Ufff… das wird wohl lieber ein eigener Artikel. Der hier ist eh schon so lange. Zwar habe ich gar nicht sooo viele Pläne (und von diesen – entspannt wie ich nun bin ;D – weiß ich auch nicht, ob ich alle umsetzen werde) aber ein paar gibt es schon!

Und du?

Wie war dein Jahr? Ich würde mich riesig freuen, wenn du deine Gedanken mit mir und uns teilst!

Bitte teile diesen Artikel, wenn er Dir gefallen hat!
Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

69 Gedanken über “Hochs und Tiefs 2015 – ein Rückblick

  1. Gabriele

    Liebe Lisa!

    Meine Tochter (5) sagte mir mal als ich vergangenes Jahr echt hernieder war: „Nach dem Regen kommt wieder Sonnenschein. Das wird schon wieder.“ Wie soll ich sagen. Manche Dinge werden nicht, man selbst ändert nur seinen Blickwinkel. 2015 war ein Jahr des Abschieds, des Augebens- zumindest bei mir. Und bei vielen Menschen rund herum um mich.
    Danke für deine offenen Worte- ich war schon soooo lang nicht mehr hier und habe soviel tolles gesehen was ich unbedigt lesen möchte.

    lG Gabi

  2. Luisa

    Liebe Lisa,
    oft ist es wunderbar seine Gedanken so frei teilen zu können.
    „Wenn alles egal scheint und nebelig unbekannt erscheint, dann traut man sich so herauszutreten wie es einem gerade passt“
    Damit meine ich, sich neu zu kleiden, „alte“ Charaktereigenschaften auch mal loszulassen, sich neu zu erfinden, zu verändern, Sachen zu tun und Dinge zu sagen die keiner von sich kennt.
    Ich weiß das nur von mir, dass mir das nach vielen Jahren eigentlich erst bei einer Frau überhaupt gelungen ist. Sie ist nun eine sehr wertvolle Freundin für mich.
    Sie hat mich sein lassen wie ich gerade war, gibt mir immernoch das Gefühl dass ich heute gerne Luisa sein kann morgen aber auch Carlotta Fiktualia, ganz egal. Alles was ich träume, wer ich sein will, welche Realität ich mir gerade mal ist okay und darf sein.
    Ich fühlte mich gerade am Anfang wie ein neuer Mensch. Ich fühlte mich frei, unbändig und glücklich.
    Sie schafft das immernoch. Ihr Blick sieht mich jedes Mal so an als würde sie mich nicht kennen und ist trotzdem gebannt alles zu erfahren was gerade so in meinem Kopf schwebt.
    Das ist ein unglaublich schönes Gefühl und das passiert, wenn wir uns trauen so zu sein wie wir gerade sind. Das kann morgen wieder anders sein.
    Wenn wir uns zutrauen dass wir selbst ein Tempel sind in dem die Seele Lust hat diese Erde mit ihren wilden ruhigen komplizierten und schönen Seiten kennenzulernen, dann ist jeder Tumult und jede Infragestellung einfach ein Sein. Ein Erleben.
    Wer sind wir schon und doch sind wir so wichtig..
    Das denke ich mir oft wenn ich den Baum vor den Sternen sehe.
    Diese Ruhe, Beständigkeit, wenn er wüsste was er mir gerade gibt… und vielleicht weiß er das.
    Ich glaube dass wir unserem Herzen folgen dürfen. Und dabei zu erfahren, dass wir stets Wegbegleiter haben und die Liebe doch das einzig durchdringende und treibende ist, ist irgendwie einfach und nur schön.

    Ich danke dir für diesen Blog,
    schön dass du lebst:)
    Und hey.. ich bin gespannt was dieses Leben noch so für uns bereithält.

    „Ersetze Angst immer mit Neugier“

    Dieser Satz hat mich mal sehr stark begleitet und tut es immernoch.
    Ich freue mich weiter dieses verrückte Internet nutzen zu können um in der Welt zu wandeln.

    Mach`s gut
    Deine Luisa

  3. Melanie Wittsieker

    Liebste Lisa,

    das Jahr 2015 war für mich ein ganz besonderes. Ich habe verdammt viel über mich gelernt und darüber, wie ich mein Leben zukünftig gestalten will.
    Ende 2014 steckte ich in einer Depression, hatte das Gefühl den Anforderungen der Gesellschaft nicht mehr gerecht werden zu können, fühlte mich verloren und als sei ich nicht mehr ich selbst, gefangen in einem Hamsterrad.
    Anfang 2015 begegnete ich dann Menschen, die mich inspiriert haben und mit denen ich meine Ideen und Ideale zum ersten Mal teilen konnte.
    Mir wurde immer klarer, wie sehr mich Besitz abhängig macht und einschränkt. Gleichermaßen wurde mir bewusst, was mir im Leben wirklich Freude bereitet. Ein Leben in Einfachheit und Harmonie mit der Natur.
    Ich mistete also konsequent aus, stellte meine Ernährung um & ging ein Jahr nach Peru für einen Freiwilligendienst.
    Nun komme ich in einem Monat zurück nach Deutschland und plane weiterhin Veränderung zu leben. Politisch aktiv sein und mein Leben so umfunktionieren, sodass ich so wenig wie möglich am Konsumkreislauf partizipiere. Hier in Peru habe ich gelernt wie glücklich mich ein Leben mit wenig macht und wie sehr meine Seele dadurch befreit ist.
    Außerdem denke ich tragen wir alle eine Verantwortung unserem Planten und der Natur gegenüber. Sumak Kawsay!
    Eure Seite und deine Beiträge sind eine riesige Inspiration für mich und machen mir Mut die angestrebte Veränderung auch umsetzen zu können!
    Ich wünsche dir alles Gute fürs neue Jahr 2016!

    Danke und ganz liebe Grüße
    Melli

  4. Sophie

    Ich kann nur nochmal sagen: es war sehr schön, dein Buch in den Händen zu haben. In einer Zeit, in der oft an mir rumgenörgelt wurde, natürlich zum Zweck der Optimierung ;-), und ich die einzige Veganerin in meinem gesamten Umfeld war (es gibt nur einen einzigen, entfernteren Kumpel, der Vegetarier ist), war es sehr schön, ein so wundervolles, einfaches und begeisterndes Buch in den Händen zu haben. Da ist einfach Seele drin und das mag ich.

    Aus gesundheitlichen Gründen habe ich zwei Jahre in einer betreuten Gemeinschafts-WG leben müssen und habe endlich den Sprung zurück in eine eigene Wohnung ohne Betreuung geschafft. Ich bin überglücklich. Denn vor ca. drei Jahren konnte niemand wissen, ob ich das jemals wieder schaffen würde. Und nun ist es Realität. Übrigens: es ist überhaupt gar nicht lustig, daß, sobald man krank wird, natürlich Alle den Bösewicht in der veganen Ernährung vermuten – abnerv! – (Im Internet wies mal jemand darauf hin, daß neuerdings natürlich auch der bei Männern übliche Haarverlust an der veganen Ernährung liegt.)
    Aber ich bin natürlich allen Menschen, auch den Nörglern, in meinem Umfeld dankbar für jede Unterstützung, die sie mir haben zukommen lassen.

    Auch das zweite Buch habe ich nun und ich mag einfach diese schlichte Art, an Ernährung und an ein Buch-Machen heranzugehen. Da paßt einfach Alles und wirkt nichts aufgedrückt oder künstlich verkompliziert.

    Meine kleine Wildnis ist mein Balkon, JUHU!!!!, und die kleinen Vöglein, die sich jetzt manchmal Futter abholen kommen.

    Ich möchte dir noch einen kleinen Gedanken mitgeben: vielleicht ist es ganz normal, daß man nach so veröffentlichten Büchern eine Art Loch empfindet. Es ist ein kleiner Abschluß einer Lebensphase, einer Entwicklung. Ich komme aus dem künstlerischen Bereich und stand z.B. schon seit meiner Kindheit auf Bühnen. Mit der Zeit merkt man, daß dieser kurze Moment des Erfolges eine ganz seltsame Art von Erfolg ist, die nur sehr kurz anhält. So lernt man, dieses Hoch nicht mehr so ernst zu nehmen und nicht so nah an sich heranzulassen. Sich nicht damit zu identifizieren, es vielleicht sogar zu ignorieren, weil einem persönlich grad vielleicht ganz andere Gefühle sehr wichtig sind, um die man sich gern kümmern können möchte und eventuell sogar muß.
    Oder wenn man lange an einem Bild gemalt hat und dann gibt man es aus den Händen in eine Ausstellung oder so … das kann ein sehr emotionaler Moment sein, v.a. in Lebensphasen, in denen so viel los ist, daß man sich etwas destabilisiert fühlt. Naja, nur so als Beispiele … Jedenfalls könnte es sein, daß du etwas erlebt hast, was Künstler und Musiker und Schriftsteller sehr genau kennen. Vielleicht lieg ich auch falsch, war einen Versuch wert. :)

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Erstmal Danke liebe Sophie für deine Worte! Ich freue mich unendlich!

      Zu deinem letzten Absatz: Das kann ich mir eigentlich ganz gut vorstellen. Vermutlich passiert das „sich mit etwas identifizieren“ ganz automatisch, auch wenn man eigentlich das Gegenteil versucht. Vielleicht so eine Art von „Angst“ einen „einmal gewonnenen Status“ zu verlieren… das erinnert mich zB daran, dass ich in der Schule immer sehr gut in Englisch war und ohne Mühe die Einser nur so aus dem Ärmel geschüttelt habe. Das war mir immer furchtbar peinlich und manchmal träume ich heute noch davon, dass ich panisch an einer Englisch Schularbeit sitze und nichts kann.

      Vermutlich funktioniert das also auch mit einem „zugeschobenen“ Status für den man dann ja auch noch viel gelobt wird. Egal in welchem Lebensbereich…

      Spannend, spannend. Danke nochmals für deine Gedanken!

      1. Sophie

        Ja, ich gebe dir ganz recht, der Erwartungsdruck bestimmt, der plötzlich da ist; egal, ob man sich den selbst plötzlich zuschiebt oder Menschen im Umfeld das machen, vielleicht auch ohne es zu merken.

        Für Menschen, die aus irgendwelchen Gründen eine sehr festgefahrene Rolle haben, kann es sehr gut sein, sich einen oder mehrere weitere Lebensbereiche aufzubauen, wo man einfach nur wieder ein kleines, „unbedeutendes“ Menschlein ist wie Jede/r andere (der Frauenkreis in Wien?).

        Schön, daß du dich gefreut hast, ich befürchtete schon, etwas zu dick aufgetragen zu haben. Aber ich meine jedes Wort genauso, wie es da steht.

        Früher habe ich es manchmal genossen, in Berlin mal ganz allein auf ein kleineres Konzert oder tanzen zu gehen (natürlich NICHT!!! in Clubs mit Kleidungsvorschrift :) sondern dort, wo man als Frau ruhig auch allein aufkreuzen kann, ohne daß jemand komisch guckt). Das war sehr befreiend, weil niemand da ist, der etwas von einem erwarten kann und so sieht man sich selbst mal wieder in einem ganz anderen Licht.

        Puh, eigentlich wollte ich nur einen Satz schreiben.

        Naja, das Thema hat mich auch schon oft beschäftigt…

  5. Petra K.

    Danke für Deine Ehrlichkeit. Aber was wäre denn, wenn Du der Zeit weiter voraus bist, als Du denkst und nur nicht gemerkt hast, wie die Bühne umgebaut wurde? Zur Zeit findet ein riesiger Wandel statt. Was, wenn Dein Körper diesen Wandel schon längst vollzogen hat und schon längst umgesetzt hat, daß unser Denken über das Thema Arbeit, worüber wir uns hunderte von Jahre identifiziert haben, in der Form gar nicht mehr notwendig ist? Wenn unser Instinkt schon daran arbeitet, daß wir auch anders leben können und wir nur noch nicht damit umgehen können, weil man als faul gilt, wenn man nicht so lebt, wie es hunderte von Jahre üblich war und wie „alle Welt“ es von uns erwartet? Wer hat denn jemals konkret zu uns etwas gesagt, was er von uns erwartet? Oft sind wir selbst diese Absender. Das hast Du bereits sehr gut erkannt.
    Du machst es absolut richtig. Lebe! Und kümmere Dich nicht drum, was Andere vermeintlich von Dir erwarten könnten. Du bekommst jeden Tag genau die Kraft, die Du für diesen Tag brauchst. Machst Du Zuviel, reicht Deine Kraft nicht und es geht Dir schlecht.
    Also: Mach immer nur das, was Dir grade in den Sinn kommt, und wenn Dir nichts in den Sinn kommt, dann mach nichts, denn es ist gerade das, was Du in diesem Moment brauchst. Hör auf Dein Bauchgefühl, es wird Dich niemals enttäuschen.
    LG Petra K.

  6. Bärbel

    Danke Lisa, für Deine Worte. Du hast mir sehr geholfen. Ich habe die letzten Jahre superviel geschafft: Eine neue Ausbildung mit 45… Nun bin ich 52 und versteh mich selbst nicht mehr. Ich bin total erschöpft! 7 Jahre im Einzelhandel haben mich geschafft. Nun bin ich arbeitslos, krank und irgendwie enttäuscht. Aber ich bin sicher, auch diese Erfahrung ist für etwas gut. Sie wird mich meiner Freiheit näher bringen. Liebe Grüße Bärbel

  7. grüner Alltag

    Liebe Lisa,
    Ich kann dich ja so gut verstehen! Ich habe letzten Sommer meinen Job in Amerika gekündigt und dachte nach dem Umzug nach Deutschland „jetzt kann ich meine eigenen Projekte anpacken die ich schon lange umsetzen wollte“. Wie sich herausstellte bin ich mir selbst kein guter Arbeitgeber ;) (Zu viel aufgehalst, zu wenig Schlaf und Freizeit)
    Um so näher ich ein Projekt ansah und anging, desto weiter rückte seine Umsetzung in die Ferne da ich erstmal begriff welch zahlreiche Arbeitsschritte nötig sind. Ich kam mir vor, als wäre ich weiter von meinen Zielen entfernt als jemals zuvor und als würde ich nichts zustande bekommen.
    Zum Glück hatte ich mir von der amerikanischen Mentalität abgeschaut dass einfach Ausprobieren und Fehler machen auch mal völlig in Ordnung ist und dass man seine (Teil)Erfolge ruhig feiern darf.

    Ich denke du hast schon sehr viel gemacht und eine Neuorientierung dauert eben seine Zeit. Also. Nimm sie dir einfach! Ich finde es auch völlig ok wenn du nicht mehr so bist wie vor einem Jahr oder wie du dich damals im Blog präsentiert hast. Das macht nichts! Es ist doch toll dass du dich weiterentwickelst. Sicher können viele Blogleser sich nun besser mit dir identifizieren und sich an dir ein Beispiel nehmen etwas auszuprobieren und wenn es nicht das Richtige war etwas an seinem Leben zu ändern. Leider tun das nämlich viel zu wenig Menschen.

    Was mir noch hilft ist mir bildlich vor Augen zu führen was ich alles vorhabe, täglich und im grösseren Masstab. Somit habe ich angefangen in meinen Terminplaner nicht nur Projekte und Aufgaben, sondern auch Freizeitaktivitäten , Freiräume, Entspannungstage etc. einzuplanen. So kann ich ohne schlechtes Gewissen auch mal nichts tun (naja gut, das muss ich noch ein bisschen üben) .
    Ich weiss, Terminplanen ist natürlich nicht jedermanns Sache. Ich finde aber es bereichert mein Leben weil ich gut sehen kann was ich geschafft hab und ich kann bewusst und wortwörtlich Dinge aus meinem Leben streichen die mir keine Freude bringen und die einfach nicht so wichtig sind.

    Nicht umsonst bekommen oft gerade die Menschen Burnout, die von anderen bewundert werden weil sie so viel machen.

    Ganz liebe Grüsse,
    Anne

  8. Stella

    Liebe Lisa – dein Jahresrückblick erinnert mich an Roberto Juarroz: „Heute habe ich nichts gemacht. Aber viele Dinge geschahen in mir.“
    Im Übrigen hast du – so wie ich das lese und einschätze – sehr viel erreicht, du vergeudest dein Leben eben NICHT mit Dingen an die du nicht – oder nicht wirklich – glaubst!
    Herzlich aus der Schweiz
    Stella
    PS: Meine Tochter und ich haben immer noch Freude an den von dir beklebten Hoop-Reifen ;o)

  9. Doris Blech

    Hallo Lisa, rein zufällig bin ich auf eurer Seite gelandet und beziehe erst seit kurzem eure Newsletter – freue mich jedesmal, wenn einer im Postfach liegt. Gerade habe ich deinen Jahresrückblick gelesen und es drängt mich, nun endlich auch mal einen Kommentar abzugeben.
    Ich danke Dir von ganzen Herzen, dass du mich an deinem interessanten, kreativen, wilden und mutigen Leben teilhaben lässt. Deine Themen, Berichte und Ideen finde ich so absolut wichtig und essenziell – wenn wir wirklich was auf diesem Planeten verändern wollen, dann nur so – im Einklang mit der Natur. Vielen, vielen Dank für deine Arbeit.
    Die Ehrlichkeit und Offenheit in Deinem Jahresrückblick hier hat mich richtig im Herzen berührt. Ich denke, in jedem von uns passiert jetzt das Gleiche. Egal in welcher Situation, in welchem Job oder gar in keinem Job (Hartz IV), verheiratet oder ohne Partner, ob alleine oder in der Gemeinschaft, ob alt oder jung – wir alle werden bis in die tiefsten Bewusstseinsebenen mit den Themen Selbstliebe, Selbstachtung, Selbstverantwortung, Selbstbestimmung und Freiheit konfrontiert Dies ist Teil des Bewusstseinswandel. Eigentlich können wir nur Danke dafür sagen – denn irgendwann kommt tatsächlich der Moment, in dem wir zu uns selber aus tiefstem Herzen sagen : „Ich liebe mich!“ „Das habe ich gut gemacht!“ „Ich bin perfekt!“ Bedingungslose Liebe zu uns selber. Ja und dann erst sind wir in der Lage, das auch für einen anderen Menschen zu empfinden.
    Was du beschreibst, hört sich wirklich nach Erschöpfung und Burn-Out an. Hier eine Anmerkung: In Zeiten der psychischen und physichen Belastung, wie Schwangerschaft, Burn-Out, viel Sport, Sorgen, Stress…. ist es ganz wichtig und hilfreich, Magnesium einzunehmen. Ich empfehle dir, beruhend auf eigenen Erfahrungen, die Sango Meeres Koralle (regelt neben dem Kalzium-Magnesium Haushalt, den Mineral- und Vitaminhaushalt des Menschen in perfekter Weise. Auch die Taiga-Wurzel (das günstige sibirische Ginseng) ist absolut zu empfehlen. Schon nach 2 Tagen spürst du, dass die Energiereserven auf wundersame Weise aufgefüllt werden. Ein unglaubliches Kraut – gibt es günstig in jedem Kräuterladen.
    Ich wünsche Dir alles Gute, viel Kraft und tiefe Eigenliebe für das Jahr 2016. Bedanke dich doch mal bei dir selber für all das, was du jeden Tag auf die Reihe bekommst, und wenn es nur das nette, stundenlange Frühstück mit Frau Nachbarin ist. Das ist doch manchmal viel wichtiger als alle Hetze im Außen.
    D.

  10. Birgit von "Selbermachen-macht-glücklich"

    Liebe Lisa!
    Vielen Dank für deine ehrlichen Worte. Ich will dir jetzt auch nicht „Honig ums Maul“ schmieren, aber mit deinem Blog und ersten Buch hast du in meinem Leben (und bestimmt vieler anderer) viel bewegt. Du hast mich inspiriert meinen Garten zu vergrößern und mehr daraus zu machen. Wenn man sich deine Liste an „Aufgaben“, die du zu der Zeit hattest ansieht, ist es ja kein Wunder, dass du nun einen Auszeit brauchst. Nimm sie dir! Aber – wie du ja auch spürst – die Natur, die Liebe zum Einfach steckt in dir und wenn du angekommen bist, kannst du es auch wieder geniessen. EIn bisschen kenne ich das Gefühl, das du beschreibst, da ich mir auch zu viel aufhalst. Aber noch denke ich, ich kann alles schaffen….
    Ich danke dir auf jeden Fall, denn durch deinem Blog und deinen Bücher habe ich gelernt, dass selbermachen glücklich macht und auch selbst angefangen darüber zu schreiben!
    Alles Liebe,
    Birgit

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Danke liebe Birgit! Haha, ja… jetzt im Nachhinein finde ich diese Liste auch einfach nur verrückt und mich wundert gar nichts… Alles Liebe dir! Schöne Projekte, die du da bastelst. Nähen mag ich auch mal. Aber zum Glück kann man Ideen und Wünsche ja auch nacheinander umsetzen statt gleichzeitig, hehe… :D Alles Liebe!

  11. Hanna Dittrich

    Liebe Lisa,
    ich wohne seit einem Jahr auf dem „Sonnenhof“ in Mecklenburg. Den Namen haben wir (mein Partner und ich) selbst ausgesucht und damit die Sonne schon mal auf den Hof geholt. Wir haben 3ha auf denen sehr lange nichts passiert ist und manche Teile eher einer Mülldeponie gleichen. Obwohl ich das erste Jahr größtenteils sonnig oder halbschattig erlebt habe und nach wie vor über die Natur und meine Freiheit dankbar bin, habe auch ich zum Jahreswechsel die Reißleine gezogen, um vor allen Dingen, die weniger mit dem Hof und mit Selbstversorgung zu tun haben, den Rücken zu kehren.
    Es fühlt sich gut an. Und jetzt sehe ich nur noch eine große Notwendigkeit bevor alles andere kommen und gehen darf…der Müll muss weg. Ich empfinde das Beräumen von Müll, den andere hinterlassen haben zum ersten Mal in meinem Leben als eine große Belastung. Beruhigend wirkt nur der Anblick vom Raum der dabei entsteht. RAUM schaffen, im Sinne von Klarheit-FREIRAUM ist mein größtes Glück…und im Moment auch Leid. Da ich seid Jahren Yoga praktiziere und auch Kurse gebe, weiß ich FREUD und LEID sind nah nebeneinander…da wo Sonne ist, ist auch Schatten…das ist wichtig, das ist Ausgleich. Die Frage ist: wie gehe ich damit um…
    Ich danke Dir für Deine Zeilen. Der Newsletter ist eine Bereicherung für mich, ein virtueller Kontakt, der mich mit seinen authentischen Berichten nährt und unterstützt.
    Ich wünsche Dir weiterhin viele, kleine und große, mutige Schritte.
    Herz, Hanna

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Danke für deine Worte, Hanna!

      Oh das mit dem Müll kenne ich zu gut… Ich kam bisher ausschließlich an Orte, wo wir zuerst mal Entrümpeln mussten. Man darf nur nicht den Fehler machen zu viel davon „was man noch brauchen könnte“ aufzuheben. Aber das war in einer Zeit in der ich noch nicht so gut gespürt hab, wie sehr mich das belasten kann… Alles Gute beim Durchatmen!

  12. Adjoa-sa

    Liebe Lisa,
    vielen lieben Dank für deinen so athentischen, mutigen und bewegenden Bericht.
    Auch ich bin, besonders die letzten beiden Jahre, über die Berge der idealisierten, rosaroten Pläne und Vorstellungen direkt in die dunklen Täler der Realität gewandert. Und dann ein wenig abgewandelt wieder von vorn. Immer wieder konfrontiert mit meinen (tw vermeintlichen) Wunschvorstellungen und Idealen, wie ich leben möchte. Mit dem Scheitern gefolgt von der Stagnation und der Antriebslosigkeit. Und auch immer mal wieder mit den gesellschaftlichen Vorstellungen von dem „richtigen“ Lebensweg.
    Seit einigen Monaten kann ich all das Erlebte, alle guten und auch ehr negativen Erfahrungen wertschätzen und weiß, dass ich ohne all diese Erfahrungen nicht diejenige wäre, die ich jetzt grad heute bin!
    Ich habe, so wie auch du schreibst, unglaublich viel über mich gelernt und wohl das für mich wichtigste verstanden:

    „Es gibt keinen glücklichen Endzustand für den Rest meines Lebens, dem ich hinterherrennen muss. Im Gegenteil, ich darf jeden Tag neugierig sein und immer weiter lernen und neue Dinge und Menschen erleben. Und jeden Tag neu (aus dem Bauch heraus) entscheiden, ob meine Pläne von gestern wirklich immer noch aktuell sind.“ :)

    Auch der Selbstoptimierungsdrang und Druck, die gewünschten Vorstellungen SOFORT umzusetzen sind mir sehr bekannte Gefühle. Ich hoffe ich werde sie in Zukunft schnell entlarven können und ihnen dann freundlich zum Abschied zuwinken. ;)

    Immer wieder haben mich auch deine und Pias Berichte motiviert oder auch „beruhigt“. Dafür danke ich euch sehr!

    Und dann gibt es noch einen tollen Satz, der mir immer wieder hilft, meine Wege und Entscheidungen wertzuschätzen und mich nicht selber zu strafen:

    „Der richtige Weg geht immer vom falschen ab!“ :)

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft, Ruhe, Mut, Selbstliebe und immer ein wenig Humor bei allem!

    Liebe Grüße
    Swantje

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Danke für deine schönen Worte Swantje! Besonders diesen (halbe) Satz finde ich so wichtig: „Es gibt keinen glücklichen Endzustand für den Rest meines Lebens, dem ich hinterherrennen muss.“ – ja, dieses „Hier und Jetzt“ (das ich sowas von nicht mehr hören kann) hat einfach sein Wahres… Präsenz ist ein weniger ausgelutschtes Wort, dass ich seit kurzem kenne. Und doch so schwierig umzusetzen. Aber es wird :) Alles Gute!

  13. Lisa Engel

    Liebe Lisa,

    danke für deine ehrlichen, offenen und liebevollen Zeilen. Danke dass du dich zeigst wie du bist – das ist sooo ansteckend! Menschen, die sich so herschenken, wie du es hier tust, sind ein Geschenk für die Welt.

    Ich werde heuer 50 Jahre alt. Das ist schon ordentlich was an Jahren, die ich hier auf diesem Planeten verbringe. Und täglich lerne ich dazu. Grad in diesen Wochen wird mir so sehr klar, dass wir wirklich genial sind, wie wir sind. Mit all unseren schiachen Prägungen, mit den schönen und liebevollen Seiten – wir sind die wir sind! Nichts wird sich daran ändern! So gehen wir durch die Welt – einzigartig und wunderschön. Wenn diese Zweifel endlich aufhören – dann sind wir bereit – bereit für dieses Leben.

    Ich habe eure Newsletter mit großer Begeisterung gelesen, ich habe eure Trennung mitbekommen und heute freue ich mich einfach von Herzen zu lesen, wie es dir geht.

    Fühl dich umarmt, Lisa – und hab es gut heuer!

    Lisa

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      „Mit all unseren schiachen Prägungen, mit den schönen und liebevollen Seiten – wir sind die wir sind! Nichts wird sich daran ändern! So gehen wir durch die Welt – einzigartig und wunderschön. Wenn diese Zweifel endlich aufhören – dann sind wir bereit – bereit für dieses Leben.“

      Das rührt mich zu tränen :‘)

      DANKE!

      Ich konnte es auch nur deswegen „wagen“ mich herzuschenken, weil ich diese Geschenke zuvor von anderen bekommen habe – und ebenso dankbar dafür war und bin!

      Alles Liebe!

  14. Marvita

    Liebe Lisa, Dein so ganz authentischer Jahresrückblick hat mich sehr berührt – hatte es doch mein Jahr 2015 auch so „ganz in sich“ – hoch und tief, wie das Leben wirklich ist. Manche immer lächelnde Beziehungen haben sich aufgelöst, neue, tiefere haben sich gefunden. Mein größter Lernauftrag konkretisierte sich mehr und mehr – VERTRAUE! Das Leben meint es gut mit Dir. Für uns alle ein kraftvolles WIR

  15. Resi

    Liebe Lisa, so von der Seele geschrieben, gehen Deine Gedanken mir nahe, weil sie von Selbstfürsorge zeugen, ohne die ja Selbstversorgung und Gegenseitigkeit zu Aufopferung und Abhängigkeit werden können.
    Nach etlichen Wohn-und Garten-Projektzeiten, haben mir die Aus-zeiten, die Zwiesprache mit allem, was da wächst, vergeht, kreucht und fleucht, und, gerade bei Trennungen nötig, gelegentlich auch Supervision/Therapie was klären geholfen.

    Deine Zeilen und der Austausch im Blog machen so liebevoll und direkt Erfahrungen nachvollziehbar – ich wünsche Dir nach den Hochs und Tiefs,
    dass Du festen Boden unter Deinen Füßen spürst und vor allem Deine super
    Vision nicht aus den Augen verlierst!
    herzlich
    Resi

  16. Regina

    Liebe Lisa und liebe Kommentierer,

    Ich bin sehr froh, all diese Berichte zu lesen. Ich kann mich nur anschließen – mir geht es genauso, mit 30 schon seit 5 Jahren in der Zwangsauszeit und seit 2015 endlich wieder auf dem aufsteigenden Ast. Außen nix passiert und innen viele Welten entdeckt. Es ist so schön, mit Offenheit zu teilen, und es tut mir so gut, zu sehen, wie viele andere Menschen genauso bewussten Wert auf (vielleicht hart erarbeitete *das wir das doch leider oft mussten! lachheul*) Menschlichkeit legen wie ich!

    2016 wird wunderbar! Wir bauen uns unser Paradies – außen und innen und in unserm eigenen Tempo, das uns gut tut! ;-)

    Herzlichen Gruß und Danke,
    Regina

  17. Anne

    Herzlichen Dank, liebe Lisa, für den so lesenswerten Bericht.
    Ja, manchmal scheint alles irgendwie verkehrt, nicht zu laufen, nicht zu passen, zuviel zu sein. Mich tröstet in solchen Situationen immer die Aussage von Sören Kierkegaard, dass man sein Leben nur vorwärts leben aber im Rückblick verstehen kann. Es wird schon seinen Sinn haben!
    Jetzt freue ich mich auf dein Buch das ich gerade bestellt habe.
    Herzliche Grüße
    Anne

  18. Bernd

    Hallo Lisa,

    der von dir verspürte Druck scheint mir ein recht grundsätzliches Problem in der Szene zu sein. Im Grunde pflegt mir die Ganze „Szene“ ein recht calvinistisches Selbstbild, halt weniger „gewinnorientiert, aber doch immer mit dem Druck „was aus sich zu machen“. Halt nicht reich werden, aber doch zumindest im kleinen an der Weltrettung mitzuarbeiten.
    Ich hege ein wenig die Vermutung das das mit Ehrgeiz zu tun hat. Man will unbedingt Erfolg haben egal was man tut.

    Sehr entspannt wird das Leben, übrigens auch im erwähnten Hamsterrad aus Arbeiten-Kredit abzahlen-Arbeiten-Familie ernähren, wenn man diesen Ehrgeiz ablegt, und im Grunde nur leben möchte. Das Leben hat kein Ziel, Leben selber ist das Ziel. Auch wenn das schon sehr esoterisch klingt.

    Ich hab da Glück, Ehrgeiz geht mir ab. Vermutlich macht mir deshalb auch das Hamsterrad so viel Freude. Ich will da nichts erreichen ausser meine Familie ausreichend zu ernähren, und kann das Arbeitsleben damit entspannt angehen, und mich auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen täglich freuen. Um welche Arbeit es dabei geht ist dann im Grunde Nebensache. Meinen Job könnte wahrscheinlich auch ein PC erledigen, sehr sinnstiftend ist der also nicht. Spass machts trotzdem weil ich das nicht Überhöhe.

    Schau also einfach was für dich das Wesentliche ist und konzentrier dich darauf, statt dich in vielen gut gemeinten Stressfaktoren zu verzetteln.

    Gruß

    Bernd

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Lieber Bernd! Danke! Ich kann deinem Kommentar so viel abgewinnen!! Du sprichst mir aus der Seele!

      Dieser „Szenen“druck ist echt nicht zu unterschätzen… Auch ich bin vorsichtiger geworden mit dem „jede/r (von uns Privilegierten) ist seines Glückes Schmied“. Das kann auch unheimlich Druck machen. Deswegen hat mich das besagte „Ich bleib so scheiße wie ich bin“ Buch so befreit.

      Es freut mich total von dir zu hören, dass du deinen Job so okay findest. Ich kauf dir das ab, dass das keine „Ausrede“ ist um nicht doch „was aus dir zu machen.“ Ich bin mittlerweile auch so weit (obwohl ich immer gesagt habe, dass ich mir für nichts zu schade bin), dass es mir wirklich egal ist, falls meine ganzen Ideen nicht aufgehen sollten – oder sie mich im Endeffekt zu sehr stressen – wenn ich irgendwann mein Brot beim Regale schlichten verdiene. Oder Straße kehren, oder Fenster putzen…

      Danke dir von Herzen!

  19. Jörg Patzschke

    Auf eins kannst du richtig stolz sein.. du kannst total gut schreiben, richtig interessant zu lesen!
    Hab deine Artikel nur sporatisch verfolgt und überhaupt nur aus dem Grund, weil ich dich von Anfang an toll fand, als ich das 1. Mal ein Video auf youtube von dir gesehen habe. Ist mir aber schon recht schnell merkwürdig vorgekommen, dass das mit dem eigentlich Selbstversorgerthema nicht so recht umgesetzt wird, wie ich es mir gewünscht bzw. vorgestellt habe.
    Ich habe mir auch 2014 ein Bauernhof gekauft und arbeite darauf hin, immer unabhänigiger zu werden. Dabei sind einiges an Geldern notwendig, um meine Vorhaben auch zu realisieren..von nichts kommt nichts, oder nicht viel. Das ist mir klar und deshalb fahre ich auch jede Woche 500 km nach Stuttgart Geld verdienen um es dann am Wochenende in meinem Hof investieren zu können. Das Ganze mache ich nur, weil ich auf Montage viel mehr Geld verdiene, als das bei mir zu Hause möglich scheint. (Ost-West Unterschied eben) Auf Montage kann ich eben viel schneller das Geld verdienen, was ich zb. fürs Abzahlen des Grundstückes brauche. Ist nur noch 2016, dann ist es bezahlt und ich höre mit der Montagearbeit auf. Zum Glück habe ich auch genug Ideen, womit ich dann weiterhin Geld verdienen kann, zwar nicht soviel wie jetzt wahrscheinlich, aber dafür mit Dingen die mir auch wirklich Spass machen und wie jetzt auch, auf selbstständiger Basis und zwar in gleich mehreren Bereichen um mich nicht von einer Sache abhängig zu machen. Im Bereich Nahrungsmittelselbstversorgung bin ich zum Entschluss gekommen, dass man es definitiv nicht mit den Plänen übertreiben darf..weniger ist manchmal mehr.. Schritt für Schritt herantasten ist besser, als gleich großen zu Planen und dann zu versuchen alles umzusetzen. Meine 70m² Anbaufläche und die Kaninchenzucht sind mein derzeitiges Maximum was ich auch wirklich schaffe ohne Frust am laufen zu halten. Selbstversorgung heisst extremes Einschränken am gewohntem Komport. Es heisst gleichzeitig auch definitiv mehr Arbeit..aber, für mich ist das gar keine Arbeit sondern Vergnügen. Mir macht das Spass den Garten ordentlich zu machen und das Gemüse zu pflegen, freue ich immer jedes Mal darüber, wenn die Kaninchen wieder frisches Stroh haben oder ein neues Projekt für die Kaininchen umgesetzt ist. Und das kann man doch nicht als Arbeit bezeichnen. Wenn jemand sagt, Garten, das macht aber viel Arbeit, dann ist er schon zum Scheitern verurteilt. Jemand der sagt, Garten, das macht aber Spass, sowas mache ich gerne, bei dem funtioniert es dann auch. Ich denke, deine Wunschvorstellungen weichen zu sehr von der Realtität ab. Dir war nicht bewusst, was alles für „Arbeit“ hinter den ganzen Dingen steckt. Ja und wenn man Streß hat, weil alles einem über den Kopf wächst, dann ist das, das Schlimmste was passieren kann. Dann ist man nur frustriert, weil einfach nichts mehr wirklich gelingt. Da hilft nur ganz klar, man muss sich entscheiden..(steckt das Wort Scheiden drinnen) also sich von manchen Dingen trennen, bzw. die Projekte herunter fahren/minimieren/verkleinern. Aber das ist nur meine Meinung bzw. meine Erfahrung..
    Ich finde es gut, dass du so ehrlich über alles schreibst und auch zugibst, wenn du selbst merkst, dass es nicht so funktioniert hat, wie du es dir vorgetellt hast. Du bist nicht auf der Welt um irgendjemanden seine Erwartungen zu erfüllen! Du zeigst aber vielen Menschen, dass manchen gar nicht so einfach ist, wie man vielleicht am Anfang denkt und es ganz schnell Rückschritte geben kann, wenn man sich übernimmt. Das hilft anderen dabei, nicht die selben Fehler zu machen.
    Ich habe bei meinem youtube Kanal auch langsam den Eindruck, dass mir das irgendwann vielleicht mal zu viel werden könnte..da das ja erschreckend schnell wächst und ich es ja jeden Abonnenten recht machen möchte. Bin mir auch im Unklaren, wo das mal hinführen wird..dabei sind es grad mal irgendwas mit 600 Abonnenten..aber vor kurzem waren es ja erst 100.. naja, schauen wir mal. Ich mag dich so wie du bist, du bist einfach irgendwie toll! Jörg YT: jp-airbrush Jörg P.

  20. Susanne

    Liebe Lisa,

    dein Bericht hat mich sehr berührt.
    Ich lebe seit 7 Jahren in Japan, nachdem ich für und nach einem ersten Aufenthalt alles aufgegeben hatte: Wohnung aufgelöst, Auto verkauft
    und auch alle anderen Wertgegenstände.
    Ich wollte mit intensivem Studium bei zwei japanischen Meistern (Aikido und Zazen) zu mir finden und zurück zu einer Kraft, körperlich und spirituell um dem Wahnsinn des materialistischen Weltbildes entgegenstehen und zu einer Freiheit zu finden. Auf vieles verzichten können, hat mich freier gemacht.
    „Was ist wirklich zu tun“? Das hat ein buddhistischer Lehrer einmal gesagt, und das kann uns dahin führen, wo du 2015 scheinbar angekommen bist.
    Selbstversorgung hat nicht nur mit materieller Selbstversorgung zu tun. ..
    Ein anderer Zenmeister meinte einmal: „Was uns rettet, das ist nicht Gott, sondern die Wahrheit“ Also, auch dieser bist du näher gekommen. (Ich erfahre es auch als „Innere Wahrheit“….die mich rettet, auch wenn es sehr schmerzhafte Prozesse sind. Morihei Ueshiba, der Begründer des Aikido hat übrigens in jungen Jahren (um 1900) in einem politisch sehr schwierigen Zeitraum auf Hokkaido in abosluter Wildnis mit einer Gruppe von Menschen land urbar gemacht und einer der ersten ökologischen Gemeinschaften gegründet. Sein Tag war von Gebeten am Sonnenaufgang und Training mit vielen Stunden Arbeit in der Landwirtschaft bestimmt. Für ihn war alles das nur mit der Suche nach einer spirituellen Wahrheit verbunden, geschehen.
    Wenn ich deine Artikel lese (ich habe schreckliche Sehnsucht nach der Natur und für mich käme bei einer Rückkehr nach Europa am ehesten ein Anschluss an ein Projekt oder der Beginn eines neuen in Frage….) kommt es mir vor, als seien deine Erfahrungen sehr spiritueller Natur. Die Erlebnisse der Schwäche und alles was du schreibst über 2015 zeugen davon. Es ist sehr schwer auszuhalten…. Aber immer mehr junge Menschen kommen dahin, es ist ein Zeichen von Fortschreiten….nicht von Stillstand!!!! Denn die Welt der Seele ist eine ganz andere. Wenn du nun diese Erkenntnisse der Seele mit Hilfe des Bewusstseins mit der materiellen Welt verbindest, kannst du ein wunderbares Leben bauen. Ich würde mich freuen, von dir zu hören. Alles Gute! Susanne aus Yokohama

  21. Doris

    Liebe Liesa,
    du hast da ein ganz großes Stück Entwicklung geschafft! Deine Zeilen haben mich sehr berührt, weil du so frei über dich schreibst und ich hätte sie ganz auf mich münzen können! Und auch ich wünschte mir ein Mini-Gehäuse für mich, einfach die Verantwortung für sich übernehmen, mehr mit der Natur leben (auch mit der eigenen). so wie es in den russ. Familiensitzen praktiziert wird. Hast du das für dich schon mal erwogen?
    Nur habe ich schon 65 Jahre auf dem Buckl :-) und keine Familie. Aber zu gerne würde ich mal Rodnoje besuchen –
    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass sich deine Wünsche so herauskristallisieren, dass sie dich JA , das issses! sagen lassen!
    Liebe Liesa, fühle dich gedrückt von Doris aus dem Allgäu und vielleicht kommen wir mal in Kontakt?

    1. Marvita

      Liebe Doris im Allgäu, schön, wie Du auch Deine Wünsche formulierst.
      Am Wochenende trafen sich etwa 30 Menschen auf einem Pferdehof in Thüringen zum Anastasia-Lesertreff – es war so wohltuend, mitfühlend miteinander zu sein. Und der Stefan aus Österreich, der die Filme (z.B. das neue WIR) machte, war dabei mit seiner chinesischen Freundin. Neue Begegnungen entstanden und die tiefe Freude des Verbundenseins. Am 5.März gibt’s wieder so ein Treffen (Ort noch offen) – vielleicht bist Du dabei

  22. Alex

    Liebe Lisa,
    Danke für diesen Bericht, es hat mich sehr gerührt das alles zu lesen- auch weil ich mich in vielem wiederfinde, was du schreibst.

    Ich finde, du kannst ganz schön doll stolz sein: So viel Ehrlichkeit mit sich selber braucht ganz schön viel Mut, schon wenn man nicht auch noch zusätzlich so in der Öffentlichkeit steht wie du. Ich zieh den Hut vor deinem Umgang damit und deiner Offenheit, das find ich ganz ganz großartig, mutig und bewundernswert.

    Ich selber hab deine Rückschau zum Anlass genommen, ein paar Worte zu meinem eigenen Weg endlich niederzuschreiben, die bisher nur als lose Gedanken oder im Tagebuch umherschwirrten.
    Wenn du magst kannst du hier mehr dazu lesen: http://froschkonzert.org/1-jahr-froschkonzert-org/

    Ich wünsch dir alles Liebe für 2016 und schicke liebe Grüße aus Bremen!
    ♥Alex

  23. Sarah

    Liebe Lisa, dein artikel spricht mir aus der seele! Mein 2015 war von sehr ähnlichen Herausforderungen geprägt. Am schlimmsten war für mich der für andere sichtbare stillstand im aussen, obwohl sich innerlich total viel getan hat.
    Als ich deinen witz gelesen hab musste ich (mitten im zug) laut lachen, denn genau den hab ich auch letzten herbst erzählt bekommen! Und irgendwie ist er ein bisschen das Motto von 2015 gewesen, denn meine pläne gingen nur in den seltensten fàllen auf. Trotzdem möchte ich im nachhinein (Währenddessen sah es anders aus) keine Erfahrung missen denn ich hab unendlich viel gelernt. Unter anderem dass es immer irgendwie weiter geht und es manchmal nur einen kleinen Schritt braucht, wie ein Zeichen ans universum dass man trotzdem nicht aufgibt und plötzlich gehen neue Türen auf….
    Danke für das Teilen deiner Erfahrungen, es tut so gut zu wissen, dass es mehr menschen gibt die durch solchr lebensphasen gehen!!!

  24. Michaela

    Hallo Lisa,
    wow -das ist doch die wahre Stärke, wenn man schwach sein darf. Es ist mutig und ich finde es super, dass du diese Gedanken und Zweifel mit uns teilst. Du bist echt reflektiert und wirst bald merken, dass dich diese Erfahrungen stärken und zu dem Menschen werden lassen, der du sein möchtest. Auch wenn wir diese negativen Erfahrungen umgehen wollen, sie sind es doch, die uns reifen lassen. Ich schick dir noch einen Teil eines Gedichtes mit, den ich entdeckt habe:
    „….Die Bücherweisheit ist bankrott, der Blinde führt den Blinden. – Und wahrlich, gäb es keinen Gott, man müßte ihn erfinden.“ von Mascha Kaleko – diese Frau hat viel durchgemacht, ihre Gedichte sind deshalb bezaubernd.
    Viel Kraft für den Weg.
    Michaela

  25. Vera

    Liebe Lisa! WOW!

    1. Wow zu diesem unheimlich offenen Text von dir, der auch mir in vielen vielen Teilen aus der Seele spricht – ich bin vor einigen Jahren auch an dem Punkt gewesen wo ich einfach jede Last abwerfen musste um nicht unter zu gehen – einfach alles ZU VIEL.
    Und JA! Ich stime dir absolut zu – das schwierigste ist, sich das erst mal einzugestehen – dass man nicht unendlich viel Kraft hat, dass man manchmal vielleicht auch nur ganz ganz wenig Kraft hat! Und dann erkennen, dass man trotzdem OK ist – genau so!
    Eine andere Erkenntnis die ich 100% mit dir teile – das ist in gewisser Weise mein Lebensmotto, oder sowas in der Art geworden:
    DER BAUCH HAT IMMER RECHT! Welcher Verstand kann schon WIRKLICH WIRKLICH wissen, was „richtig“ und was „falsch“ ist. Also: übenübenüben…immer schön den Bauch mitreden lassen :) Mir hat Yoga sehr dabei geholfen, meine „Bauchstimme“ kräftiger werden zu lassen und besser hinzuhören, um zu merken was für mich passt und was nicht.

    Was ich auch bestätigen kann: man weiß nur das vom gegenüber, was er zeigt und dazu erfindet man dann tendentiell noch ganz viele tolle Sachen dazu. :)
    Hier erinnerst du mich absurder Weise so sehr an meinen Besuch bei euch im Burgenland im Februar vor ein paar Jahren; ich war in dieser Zeit mitten in meinem Burnout-Krankenstand und so gar nicht stolz auf mein (äußerliches) „NIX-tun“. Was ich da bei dir und Michael gesehen hab, waren zwei unglaublich selbstbewusste, ausgeglichene und mutige Menschen. Das ist bestimmt eine Wahrheit – davon bin ich überzeugt. Aber sich vor Augen zu halten, dass das was man selbst sieht nur eine Wahrheit ist, kann denke ich auch helfen. Es darf beides sein und es ist in jedem von uns wohl beides drin: die glänzenden und die nicht so glänzenden Seiten.

    Eines schönes Motto noch von einem Therapeuten, den ich in meiner Reha erleben durfte: „Lustvoll scheitern!“ (Wir haben, das dann in der Gruppe beim absichtlich schlecht Boccia spielen im Garten geübt…war ein ziemlicher Spaß! :) )

    Und 2. Ich bin total beeindruckt wie viele Menschen hier zu diesem Thema gepostet haben! Ich muss gestehen (nachdem ich schon längst auf dem Weg in die FH sein sollte – Stress lässt grüßen) ich hab nicht alle gelesen, aber anscheinend sprichst du wirklich vielen Menschen aus der Seele.
    Hut ab für deinen Mut. Das ist eine wundervolle Eigenschaft, die da in dir steckt!

    LG Vera

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Schön auf diesem Weg wieder von dir zu hören, Vera!

      Ich bin auch beeindruckt wie viel Resonanz da kommt und es stärkt mich gerade immens. Es gibt mir das Vertrauen, dass mir nichts passiert, wenn ich mich schwach zeige. Sogar im Gegenteil. Ich hoffe, dass sich das viele viele Menschen noch trauen und es einen Domino-Effekt gibt (wobei ich eher glaube, dass es dann nicht linear wäre, aber mir fällt kein besserer Vergleich ein ;D)

      Ich muss auch sagen, ich habe einen Freund, der einfach so gut wie nie etwas tut. Ich habe das nie verstanden. Jetzt glaube ich eher er ist sowas wie erleuchtet haha :D Herrlich…

      Alles Liebe dir!

  26. Kerstin

    Liebe Lisa,

    da fällt mir das schöne Zitat ein, von dem ich immer noch nicht weiss von wem es ist:“ Not Everyone Will Understand Your Journey. That’s Fine. It’s Not Their Journey To Make Sense Of. It’s Yours“
    Ich kann Dir noch Julia Cameron “ Der Weg des Künstlers“ empfehlen. Es spielt keine Rolle, welche „Kunst“ man ausübt, (Im Zweifelfs Fall die des Lebens), aber es hat ein paar schöne Kniffe um eine solche Zeit zu überstehen. Wenn man weiss, was man nicht will, ist man auch einen Schritt weiter. Besser etwas abbrechen, das sinnlos ist, als sich damit abzuquälen und neue Chancen vor Stress gar nicht mehr zu sehen. Es hat mich immer wieder überrascht, was alles tolles passiert ist, nachdem ein vermeindlich schreckliches Projekt beendet wurde. Wu Wei im real life. Es gibt eben Spezialisten und Jane of all trades. Ich bin auch eine. Der Vorteil liegt in einer Flexibilität und einem Reichtum an Vielfalt. Man kann eben aus keiner Lerche keine Eule machen und vielleicht wird es dann doch ein Kuckuck. Tja und die Sicherheit… In unserer Gesellschaft hängen einige in ihrer super Sicherheit herum. Ja und das tun sie solange bis ein Schicksalsschlag kommt und dann kann so manche Sicherheit plötzlich nichts mehr wert sein. Ich wünsche Dir viel Kraft für das nächste Jahr.

    Ich danke Dir für die vielen Beiträge. Ich habe durch Dich neue Dinge probiert, auf die ich so sonst nicht gekommen wäre. (Hoop Dance. Lol) Ich bin sicher, dass Du auch anderen viel gegeben hast. Jetzt musst Du Dich voran stellen und das ist gut so. Innen, aussen, Lärm, Stille, Tag, Nacht. Ich sehe keinen Rückschritt. Das ist der Zyklus des Wachsens.

    Liebe Grüße Kerstin

  27. Karin

    Liebe Lisa,
    danke für Deinen Mut, diese sehr persönlichen Erfahrungen des letzten Jahres zu teilen. Es hilft wirklich zu wissen, dass sich andere genauso plagen, wie man selbst. Das mit dem Leistungsfetisch kenne ich nur allzu gut, genauso wie mir selbst zu viel aufzuhalsen und zu glauben, dass man alles alleine schaffen muß. Es tut gut zu wissen, dass es Dir geholfen hat, Dich anderen gegenüber zu öffnen und Deine Beziehungen vertieft hat. Das nehm‘ ich mir mal auch als Vorsatz.

    Alles erdenklich Gute für das neue Jahr,

    liebe Grüße,

    Karin

  28. Isabelle

    Liebe Lisa,
    hab vielen Dank für deinen Mut und deine Worte. Es ist so einfach, in der Bloggerwelt über alles, was gelingt zu schreiben und sich von der besten Seite zu präsentieren. Toll, wenn jemand wie du sich traut ein ganzheitliches Bild zu zeigen. Denn genau das ist das Leben!

    Ich stehe noch am Anfang meines eigenen Experiment Selbstversorgung und lerne von dir bzw. eurem Blog sehr viel. Ich bin dankbar für deine Erfahrungen und dadurch genau jetzt auch nochmal klar zu haben: mit meinem Gartenprojekt komme ich jetzt nicht direkt ins Wunderland, in dem alles immer heil und gut ist, sondern auch hier nehme ich alles, was mich ausmacht, mit; die Höhen und Tiefen bleiben. Das ist wertvoll zu wissen und da bist du mir gerade eine sehr weise Ratgeberin.

    In meinem eigenen Leben kenne ich Rückschläge nur zu gut. Ich hab sie ständig. Mein Körper holt mich oft raus aus meinem Projekte- und Superheldinneneifer und zeigt mir, dass das Leben was ganz anderes ist. Er lehrt mich „nicht zu funktionieren“ oder über Leistung zu definieren, er lehrt mich, dass ich nicht eine fixe Idee von mir in meinem Kopf bin, die sich zu gerne von den anderen abhebt, besser ist, mehr ist,… nur, um nicht zu spüren, wie wertlos ich mich eigentlich fühle.
    Lange habe ich dagegen gekämpft, mittlerweile habe ich sie lieb gewonnen, diese Rückschläge. In jedem Tief erfahre ich was neues, lerne immer wieder los zu lassen von meinen Vorstellungen, wie das Leben zu sein hat; lerne frei davon zu werden und wahrhaftig zu leben. Beginne mich gern zu haben, einfach so, ohne zu leisten. Das alles immer ein Stückchen mehr.

    Und auch lerne ich, mich mit dem „Scheitern“ nicht zu identifizieren oder mich darin aufzulösen. Es ist nur im Außen, oberflächlich, ich bin eine Kraft, die dahinter steht, die tiefer geht…etwas was mich mit jedem Mensch, jedem Geschöpf auf dieser Welt verbindet. Nicht besser, nicht schlechter – gleich.

    Genauso verhält es sich aber auch mit dem Gelingen, wenn ich aufdrehe und meine zur Superheldin zu mutieren. Es ist nur die Oberfläche, ich bin nicht die Superheldin und ich bin nicht die Versagerin… es sind nur äußere Formen, die kommen und gehen, wie Sonnenschein und Regen übers Land.
    In der Tiefe bleibe ich die einfache beständige gleiche Kraft, die jedem innewohnt.
    Mitakuye Oyacin, Isabelle

  29. Lena

    Hallo Lisa,
    Super Artikel von dir. Kann vieles davon nachvollziehen. Durfte im letzten Jahr ebenfalls viele ähnliche Lehren ziehen. Gerade die Aussage „hätte mir mal jemand Gesagt, dass ich auch zu mir nein sagen soll“ trifft es ziemlich gut :D
    Es tut gut zu hören, dass man mit solchen Erfahrungen nicht alleine ist. Häufig wird ja leider Zu wenig ehrlich über solche Dinge geredet. Auch wenn du auch hier natürlich wieder recht hast: die eigene Offenheit kann viel bewirken. Besten Dank für deine.
    Dir viel Spaß und Freude bei allem was die Zukunft für dich bereit hält. :)
    Viele Grüße,
    Lena

  30. Annika

    Liebe Lisa,

    danke für deine offenen, ehrlichen Worte! Wie recht du hast – ich dachte immer: mein Gott, die kriegt aber auch alles hin, dabei immer fröhlich, und ich schaffe es nicht, im eigenen Garten zu werkenln vor Arbeit. Nie wäre ich darauf gekommen, dass du genauso mit Selbstzweifeln haderst wie ich und wahrscheinlich viele andere. Den (scheinbaren) Erwartung von der Gesellschaft zu entsprechen, um irgendwie auch bestätigt zu werden. Wer ist schon ganz frei davon? Soviele Unsicherheiten in unserer Welt helfen uns nicht unbedingt, ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen. Soviel zur Außenwirkung. Das du nebenbei noch studiertest scheint mir ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, bei allem, was du gemacht hast. Ich hätte nie ein Buch schreiben, eine Firma führen, in vielen Projekten neben meinem Studium damals arbeiten können! Ich war froh, wenn ich das Studium selbst bewältigte und vielleicht ab und zu Nebenjobs annehmen konnte… Du bist gut genug so, wie du bist. Dieses Gefühl wird schnell überdeckt von Zweifeln, auch ich arbeite daran, immer wieder! Dann scheint es gut zu klappen und plötzlich sind sie wieder da, die Ängste in Form von Selbstzweifeln o.ä. Du kannst stolz auf dich sein, wie jeder auf seine Weise. Denn wer ist schon freiwillig unglücklich oder erfolglos? Letztlich möchten wir alle uns mit uns selbst wohl fühlen, nur die Wege dahin sind – über Akzeptanz von Erfolg und scheinbarem Versagen/Licht und Dunkel – für uns oft so schwer zu finden, gut gemeinte Ratschläge anderer nicht unbedingt hilfreich – sonst ginge es uns sicher schon allen immer gut;). Ich bewundere dich dafür, dass du dir die Zeit zum Schreiben genommen hast (auch deiner Bücher) und immer wieder deine website pflegst… Toll, dass wir so in Austausch treten können!
    Alles Liebe! Annika

  31. Barbara Fuchs

    Liebe Lisa!

    Ich DANKE DIR für deinen sehr persönlichen Jahresrückblick. Es war unendlich bereichert für mich, dass Gefühl zu haben
    ich fühle mich sehr verbunden mit dir!

    Liebe Grüße
    Barbara

  32. Sandro

    Wow, vielen Dank dass du das alles teilst mit uns! :) Sehr bewegend.
    Und beeindruckend, wie schön du das nutzen konntest für dein Wachstum :)

    Ich werde versuchen v.a. deine Erlebnisse bzgl. dem Selbstversorger- und Gemeinschaftsprojekt und den eigenen Ansprüchen zu beherzigen und mich bei meinem Projekt nicht zu sehr selbst einzuengen mit meinen Erwartungen, mal sehen wie gut das klappt ;)

    Ich hoffe wir sehn uns bald mal wieder, fühl dich ganz dick umarmt :)

    Alles Liebe,
    Sandro (der jetzt auch wieder öfters über Pläne lachen will ;)

  33. Claudia

    Liebe Lisa,
    ich finde es toll, dass du so offen über dein letztes Jahr berichtest. Mir ging es ganz ähnlich. Viele Pläne und plötzlich das ganz deutliche Gefühl „ich kann nicht mehr“. Und dann endloses Hadern zu diesem Gefühl auch zu stehen, mich selbst nicht als völligen Loser wahrzunehmen und, was das schwierigste für mich war, vor anderen zuzugeben, dass es grad so ist. Einige Freundschaften sind dadurch leider auch nicht mehr das, was sie vorher waren. Was manchmal traurig macht, aber mir auch zeigt, wer mich als Mensch schätzt, und wer nur Wert auf Leistung oder Image legt.

    Meine Lektionen des Jahres 2015:

    1.Nimm dir nur wenig vor, in ganz kleinen Schritten. Und die große Überraschung dieser neuen Herangehensweise: Ich hab trotzdem viel geschafft, und mich über Kleinigkeiten gefreut. Ich habe rückblickend sogar das Gefühl, dass ich so auf angenehme Weise schlussendlich sogar große Ziele erreiche, die ich wahrscheinlich nicht erreicht hätte, hätte ich sie mir gleich so hoch gesteckt und diszipliniert verfolgt.

    2. Miss deinen Erfolg nicht an anderen, sondern an deinem eigenen Fortschritt. Gesagt habe ich mir das zwar schon vorher, aber wirklich gefühlt, und mir selbst geglaubt, habe ich es eben erst jetzt. :-)

    Ich wünsche dir ein gesundes 2016, ganz egal, ob und welche Ziele du verfolgst. Auch dann, wenn du nur teeschlürfend in einer Hängematte liegst und in den Himmel schaust! ;-)

    Alles Liebe
    Claudia

  34. Kerstin

    Liebe Lisa, danke für deinen ehrlichen Text.
    Es ist schön zu sehen, wie toll du dich selber wahrnimmst und daraus soviel für dich lernen kannst.
    Und es ist so wichtig, zu spüren, wenn dir etwas zuviel wird und du einfach nur „nein“ sagen brauchst. Leider wird dies in unserer Gesellschaft oft als Schwäche angesehen, weil eben nur Leistung zählt.

    In vielen deiner Erlebnisse habe ich mich wiedergefunden, vieles habe ich so erlebt wie du.
    Heute spüre ich:
    Ich will ein authentisches Leben leben, mit ganz viel Liebe, dann kommt alles, was ich brauche, von ganz allein zu mir.

    Deine Erlebnisse in der Wildnis(ausbildung) werden deinen weiteren Lebensweg sicher ganz doll bereichern. Die Natur ist ein guter Spiegel, wenn wir uns mit ihr verbinden können.

    Ich wünsche dir ein wundervolles neues Jahr
    Liebe Grüße Kerstin

  35. Kassandra

    Liebe Lisa,

    vielen Dank für diesen ehrlichen und persönlichen Artikel. Es kostet schon Mut, einer breiten Öffentlichkeit im Internet so private Dinge wie das persönlich empfundene Versagen mitzuteilen, noch dazu Menschen, die vielleicht ein anderes Bild von einem hatten. Dennoch zeugt es von innerer Stärke, die lautet, dass man sich von nichts zurückschlagen lässt, egal was kommen mag. Wenn Menschen (auch wenn ich sie nicht kenne) über ihr Inneres berichten können, bewundere ich diesen Schritt und bin mir bewusst um die Verletzlichkeit, die man preisgibt.
    Und mit dem Sich-selbst-zu-viel-zumuten-und-von-sich-etwas-erwarten, das kenne ich auch zur Genüge ;)
    Ich wünsche dir im neuen Jahr neue Kraft für die Dinge, die dich bewegen und die dir am Herzen liegen.

    LG Kassandra

  36. Nadine Wahl

    Liebe Lisa,
    vielen lieben Dank für deine mutigen Einblicke. Ich habe selten am Ende eines Jahres so sehr gedacht: gut, dass das jetzt vorbei ist. Aber wie du, bin ich nicht nur enttäuscht, sondern weiß, dass ich irrsinnig viel dabei gelernt habe.
    Trotzdem tut es gut, jetzt wieder nach Vorne zu sehen.
    Wir müssen niemandem etwas beweisen, sondern – einfach – nur – leben.
    Viele Grüße aus dem Pfälzischen Wald,
    Nadine

  37. Sara

    Liebe Lisa!

    Danke für diesen sehr authentischen Bericht! Ich glaube, ich weiß wovon du redest und es ist echt ein gutes Gefühl zu wissen, dass man nicht alleine ist mit seinen Hoch/Tiefs/Rückschlägen etc.

    Ich hab dieses Jahr auch so vieles nicht geschafft bzw. einiges ganz zur Seite gelegt und siehe da, ich lebe noch und hatte so viele schöne und anstrengende und schmerzhafte (und schöne haha) Gelegenheiten, mich persönlich weiterzuentwickeln und auch Zeit, mich viel intensiver auf meine Gegenüber „einzulassen“- beides hat zu so viel Wachstum und Freude und Bereicherung geführt, dass es mir keine Sekunde leid tut, um alles, was ich nicht so wie vorgenommen hinbekommen habe. Und mein einziger Vorsatz fürs neue Jahr ist heuer, alles entspannter anzugehen und immer mehr im Hier und Jetzt zu leben (mit Rückschlägen ;))!

    Und wie du sagst, du musst keinem Bild entsprechen, nicht mal deinem eigenem ;)! Ich wünsche dir einfach alles Liebe und Gute und obwohl ich dich nur über die Beiträge auf diesem Blog und deine Bücher kenne, denk ich oft an dich! Schon so oft hat eines deiner Rezepte unsere Abende mit Freunden und Familie zum kulinarischen Höhepunkt gemacht. Ich will jetzt nicht auf den „Leistungszug“ aufspringen, aber deine Bücher sind einfach super und ein Teil von dir steht hier bei uns im Wohnzimmer und wird uns für immer bereichern :)!

    Alles Liebe von Sara!

    P.s.: Mein Beileid zum Tod deiner Oma!

  38. Matthias

    Liebe Lisa,

    es tut gut solche ehrlichen Beiträge zu lesen, denn wie oft bekommt man von Menschen eine scheinbar heile Welt vorgegaukelt – die sie sich evtl. sogar selbst vorgaukeln und sich dann wundern, warum Zweifel und Depressionen auftreten.

    Menschen entwickeln sich ihr ganzes Leben fort und das verläuft nun mal nicht geradlinig. Die Annahme, als Kind und Jugendlicher „lernt“ man etwas und dann arbeitet man als zahmer Konsument linear bis zur Rente ist ein irres Gespinst unserer Gesellschaft, aber so läuft das Leben nicht ab. Ich persönlich sehe Selbstzweifel als etwas Gutes an, als Trigger das eigene Leben zu reflektieren und sich selbst zu finden. Genau das tust du auch und dazu gehört auch alte Zöpfe abzuschneiden.

    Du bist niemandem Rechenschaft schuldig. Geh deinen Weg so frei du möchtest, auch wenn er dich in eine ganz andere Richtung führt als du vll. heute noch denkst. Wichtig ist, dass du dir dabei treu bleibst.

    LG Matthias

  39. Gabi

    Lisa, es tut gut, zu sehen, dass du kein Übermensch bist. Menschen haben von mir durch meinen Blog und meine Lebensweise im Zugwaggon auch immer überzogen idealisierte Vorstellungen von mir und meinem Leben. Die denken sich mich vielleicht so, wie ich mich gerne hätte! Aber.. *lach* vielleicht sollte ich auch einfach froh und leicht sagen: ich bleib so scheiße wie ich bin!
    :)

    Das wichtigste ist und bleibt doch, zu schauen, was einem gut tut.

  40. Ginger

    Das alles gehört zum Reifeprozess dazu. Du hast dich in einer Krise befunden, die ihren Schatten auf alle möglichen Lebensbereiche warf (euere Beziehung, deine Weiterbildung, euere Projekte…). Ich liebe das Wort „Krise“: In einer Krise befindet mensch sich, wenn das Alte noch nicht gestorben ist und das Neue noch nicht geboren werden konnte.
    Was für ein schöner, positiver Blick auf schwierige Lebensphasen! Oder nach deutschem Volksmund: Nach Regen kommt Sonnenschein :)

  41. Claudia

    Liebe Lisa,
    solche Umbruchsphasen sind so wichtig und notwendig. Du musstest halt Platz schaffen für Neues in deinem Leben, und dazu ist es eben nötig Altest loszuwerden. Dass dieser Prozess so schmerzhaft ist, liegt nur an unserem eigenartigen Bewertungssystem: Schaffen ist gut, Verlieren ist schlacht. Was für ein Unsinn. Niemand wirft dem Baum vor, dass er im Winter seine Blätter verliert. Aber wir sollen immer wachsen, ohne die notwendigen Pausen, ohne je Ballast abzuwerfen? Was du erlebt hast ist gut und wichtig und normal und natürlich ist es eine prima Idee, das Erlebte zu reflektieren, damit du das Potenzial dieses Jahres ausschöpfen kannst. Für noch wichtiger als Nachdenken halte ich das Nachfühlen. Wie du über die Beerdigung so schön sagtest, kann man den Schmerz manchmal auch genießen. Wenn man ihn nicht als etwas negative verurteilt, kann Schmerz wirklich zu spüren sehr heilsam und geradezu produktiv sein. Und dann? Dann kommt etwas anderes. Gewöhnlich ein Entwicklungssprung. Sei bereit.
    Alles Liebe,
    Claudia

  42. Bianca

    Liebe Lisa,

    Ich finde es klasse, dass Du so offen und ehrlich schreibst. Ich empfinde es nicht als Versagen, ganz im Gegenteil! Es macht Dich authentisch, es zeigt, dass Du auch nur ein Mensch bist. Dennoch weiß ich genau, was Du meinst….Ich bin in der Lebensberatung aktiv und durfte vor 1 1/2 Jahren Bekanntschaft mit nem Burnout machen. ICH! Wo ich doch immer auf gesunde Ernährung und Bewegung geachtet habe, jeden Tag fleißig meditiert habe usw…Ich empfand es anfangs auch als Versagen und habe mich dafür geschämt. Heute bin ich unendlich dankbar für diese Erfahrung. Zum einen durfte ich sehr viel über mich selbst lernen, zum anderen kann ich meine Klienten aber nun auch ganz anders beraten, weil ich das Wissen eben nicht nur aus Büchern habe, sondern selbst einmal durch die „Hölle“ gehen durfte. Zudem haben sich durch dieses Tief praktisch meine ganzen Werte verschoben…Früher war mir berufliches und privates „Vorankommen“ auch sehr wichtig, heute lebe ich nur noch. Ich habe keine großen Pläne und lasse mich vom Leben dort hin führen, wo ich nun mal hin soll….
    Früher habe ich gedacht, ein Mensch der nur in den Tag hinein lebt und keine Zukunftspläne hat muss irgendwie hängen geblieben sein, aber heute weiß ich, genau diese Art zu leben entspricht der eigentlichen Natur des Menschens! Ich bin heute freier und glücklicher den je, weil ich mir keine Sorgen mehr machen muss, ob ich dieses oder jenes schaffe, wann ich wo zu sein habe usw. Ich weiß, das Leben selbst sorgt dafür, dass ich immer genau die Erfahrung mache, die ich gerade brauche und das alles stets zu meinem Besten geschieht, auch wenn es manches Mal so scheint, als würde die Welt untergehen.

    Also in diesem Sinne Kopf hoch :) Sieh die Krise als Geschenk und schau, wo Dich das Leben hinführen möchte!

    Alles Liebe
    Bianca

  43. Simone

    Liebe Lisa,
    Danke! Das tut gut :D . Danke für deine Herzoffene Ehrlichkeit und deinen Mut auch dein Scheitern zu zeigen, und sichtbar zumachen wie viel Druck man sich selber machen kann… Das kenn ich gut und es tut gut, zu hören oder zu lesen, dass ich nicht alleine bin (oder Wir denn ich glaube es geht (fast) wirklich allen so – hinter unseren Fassaden ) mit all dem was du so geschrieben hast. mein Jahr war auch ein lern-Jahr voll heftiger Konfrontationen mit mir selbst und meinen Ängsten (es waren aber auch viele schöne Momente in dem Jahr) und das Lernen geht weiter. und das ist gut so. :) ich wünsch dir alles Gute und Schöne für das neue Jahr und vielleicht auch immer wieder mal ein humorvolles Scheitern & ganz viel schönes tiefes spannendes im Frauenkreis, das steht bei mir auch an und ich freu mich drauf – es tut soooo gut im Kreis der Frauen einfach nur zu SEIN und zu lernen zu lachen zu tanzen sich zu stärken…. lieben Gruß aus Südtirol Simone

  44. Petra Hasler

    Danke Lisa für diesen ehrlichen Bericht….
    Bei mir ist das ja so, dass ich einen 30 Stunden Job hab und mir selber immer ein schlechtes Gefühl mach weil ich ja eigentlich davon träume Selbstversorger zu sein und da viel zu wenig weiter geht und mein Garten viel zu klein war und ich noch viel zu wenig weiß und kann um wirklich mal auf alles zu sch…. und dann habe ich manchmal gar keine Lust mehr auf weitere Arbeit im Garten und will einfach mal gar nix tun und, und….
    Schon schräg dass unser Leistungsdenken dann sogar auf etwas überspringt dass wir ja eigentlich deswegen anstreben um ihm zu entkommen :-)
    Dein Bericht hat mir sehr gut getan – er hat mir gezeigt: hey, man muss nicht immer alles alleine und sofort und super gut meistern und können…. Wir sind ständig im Wandel und lernen immer weiter….
    Danke…. :-) LG Petra

  45. Pia Selina DammPia Damm

    Liebe Lisa,

    danke Dir für den authentischen, ehrlichen Artikel!
    Ich fühle mit, da ich mich in sehr Vielem wieder finden kann und einige Parallelen entdeckt habe.
    Ich bin gerade in einem ähnlichen Prozess und darf ähnliche „mentale Infrastrukturen“ überwinden/ neu denken. Und mich einfach mal entspannen. Und auf mich hören.
    Und auch ich dachte: Wenn ich erst im Liebermensch-Haus bin, starte ich noch mehr durch als eh schon.
    Tja, falsch gedacht. Doch ich bin super dankbar dafür, was alles hoch kommen kann. Und wie viel ich lerne – über mich.

    Du schreibst: „Alles in allem, ein Jahr auf das ich erstmal nicht sehr stolz bin.“
    Du kannst jedoch absolut stolz auf Dich sein. Stolz, dass Du die Möglichkeiten und Chancen über Dich zu lernen angenommen hast. Die Herausforderung (ja, ich finde, es ist wirklich eine Herausforderung, da eben der Selbstoptimierungsdruck und Leistungsfetisch sehr sehr stark sind), sich von Projekten zu lösen, eingegangen bist. Dinge, auf die Du sehr stolz sein kannst – eben nicht unbedingt viel sichtbares im Außen, aber dennoch im Innen bewegt zu haben. Und das wird sich nach außen spiegeln.

    Alles Liebe Dir, viel Kraft und Entschleunigung.
    Vielleicht lernen wir uns dieses Jahr ja auch persönlich kennen ;)
    pia

  46. Julia

    Liebe Lisa!

    Lange schon verfolge ich euren Blog und zum ersten Mal habe ich wirklich das Bedürfnis, selbst einen Beitrag zu schreiben.
    Ich möchte dir danken für deinen mutigen und ehrlichen Eintrag! Er macht das ganze Projekt so menschlich, er holt es zurück in die Realität. Weg von „wir können alle so leben, wenn wir nur wollen und uns richtig dafür einsetzen“ hin zu „wir haben es ausprobiert, manche Dinge waren gut, andere eben weniger“.
    Ich wünsche dir ein schönes 2016, mit neuen Erfahrungen, guten und schlechten, und gebe dir mein Lieblingsmotto mit auf den Weg: „If God closes a door, He opens a window…“

    Alles Liebe
    Julia

  47. Sabrina

    Liebe Lisa, Danke für’s Teilen deines letzten Jahres! Irgendwie ist es für mich total hilfreich zu sehen, dass es anderen ähnlich geht und dass nicht immer alles Eitel Sonnenschein ist, nur weil man Selbstversorger oder Aktivist ist oder sonst ein tolles Projekt hat, mit dem man viel erreicht. Und dass das, von dem man sich denkt, dass man es eigentlich wollen sollte, nicht unbedingt das sein muss, was man wirklich will.

    Ich bin gerade auch dabei, alles etwas langsamer angehen zu lassen und auch „Nein“ sagen zu lernen. Und es fühlt sich oft so an, als würde ich dabei nur faul rumliegen und nichts „Sinnvolles“ mehr machen. Aber dafür habe ich gerade die Energie nicht, und ich denke eigentlich, dass die erst wieder aufgefüllt werden sollte. Andererseits bekomme ich aber auch ein ultra-schlechtes Gewissen, wenn ich lese, wie aktiv andere sind und wie leicht es ihnen anscheinend fällt.

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