Haarschmuck für die Kirsche

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
5. Juli 2010

Nicht nur die Kirschen erröten derzeit unter der knall heißen Sonne – auch so manche fleißige Kirschpflücker_innen müssen aufpassen, dass sie sich beim Kraxeln am Kirschbaum keinen Sonnenbrand holen (Ok, gut. Die Bäume wurden hier nie geschnitten, dementsprechend gering ist die Chance sich unter dem dichten Blätterdach wirklich einen Sonnenbrand zu holen)

Wie lange habe ich auf die Kirschen gewartet! Nachdem ich erst kürzlich Erdbeeren gepflückt (frisch und noch warm vom Feld – Wahnsinn!) und Marmelade gemacht habe, ist nun schön langsam endlich die langersehnte Kirschenzeit da.

Unser Bauer hier hat einige Kirschbäume mit verschiedenen Sorten. Wie die genau heißen weiß ich leider (noch) nicht. Ein paar sind jedenfalls ein bisschen bitter und auf einem Baum, der wild gewachsen ist, hängen nur ganz kleine, süße, etwa erbsengroße Kirschen. Da gab’s gleich mal einen fantastischen Kirschen-Spuck-Kuchen, der leider ratzeputz aufgegessen war und ich vergessen habe ein Foto zu machen – sorry!

Aber ich habe ja auch Marmelade gemacht, die zum Glück länger verschont bleibt als ein Kuchen. Kirschmarmelade habe ich zum allerersten mal gemacht. Überhaupt war es das erste mal, dass ich Kirschen verarbeitet habe und sie entsteinen musste: Das hat sich gleich mal als eine nicht zu unterschätzende Herausforderung erwiesen.

Und was hat das Ganze jetzt bitteschön mit Haarschmuck zu tun? Bis hier her nicht viel, aber lest selbst :)

Und jetzt die Frisur

Obwohl ich keinen Kirschentkerner besitze, machte ich mich hochmotiviert dran die Kirschen mit dem Messer zu entkernen. Nach der zehnten Kirsche und zweimaligem Abgleiten mit dem Messer war ich ein bisschen genervt – angesichts 20 Kirschenhälften die nicht mal den Topfboden bedeckt hatten – und habe mir das Internet zu Rate gezogen. Mit einem anderen Tipp als „Kirschentkerner“ hatte ich zwar eh nicht gerechnet, aber mal schauen schadet ja bekanntlich nicht. Und siehe da, auf der dritten Seite stand plötzlich was von Haarnadeln. Ich dachte mir so „Hä?“ – war etwas ungläubig wie das gehen sollte. Doch es funktioniert wirklich! Mangels Haarnadeln habe ich (wie eine andere Posterin im Forum empfohlen hatte) eine Sicherheitsnadel verwendet und mit dem dünneren Ende in das Stiel-Loch der Kirsche reingebort, den Kern gelockert und ihn rausgepult. Ja ich weiß, das klingt total bescheuert und ich dachte mir, das könne nie funktionieren bzw. das ist bestimmt genaus so aufwendig. Jedoch konnte ich mich vom Gegenteil überzeugen – begeistert war ich ebenso, weil es viel mehr Spaß machte da so herumzupulen und die Kirschen rauszuquetschen – die Verletzungsgefahr ist ganz nebenbei auch noch minimiert. Juhu! Probleme mit klebrig-saftig-roten Fingern sollte man allerdings nicht haben.

Kirschen entkernen

Kirschen entsteinen – saftige Angelegenheit.

Nach doch knapp 1,5 – 2 Stunden Kirschen pulen und nebenbei Steckerlbrot vom Lagerfeuer knabbern, hab ich dann doch noch irgendwann nachts die Kirschen zu Marmelade eingekocht. Im Verhältnis 2:1 Kirschen:Gelierzucker – sehr lecker! Ich war ein bisschen verwundert, dass die Marmelade mit der halben Menge Zucker noch so süß sein kann. Aber gut, die Kirschen sind ja auch kein bisschen säuerlich. Macht ihr eure Marmelade eigentlich zusätzlich mit Zitronensäure? Bei meinem Bio-Gelierzucker war die schon drinnen, wie ich im Nachhinein gesehen habe, aber extra dazugegeben hätt ich das nicht. Was habt ihr so Erfahrungen mit Haltbarkeit von Marmeladen gemacht? Irgendwelche „guten alten“ Tipps?

Kirschenmarmelade

Kirschenmarmelade

Übrigens: Die Etiketten habe ich mit „Leim“ aus Mehl, Wasser und Zucker aufgeklebt. Beim Aufkleben ging’s schon mal gut, bin gespannt wie es hält wenn es getrocknet ist. Dazu gekommen bin ich, weil ich nicht so viel Tixo bzw. selbstklebende Etiketten verschwenden wollte und gleichzeitig etwas finden, wo die Etiketten wieder leicht abwaschbar sind (also bei diesem Gemisch erhoffe ich es mir zumindest :)). Gefunden auf dieser coolen Kinderbastelseite! Wenn das mal kein umweltfreundlicher Kleber ist :)

Selbstgemachter Mehl-Leim

Selbstgemachter Mehl-Leim

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28 Gedanken über “Haarschmuck für die Kirsche

  1. Sonja Nirschl

    Hallo Lisa,

    Du schreibst das Deine Marmelade immer noch ziemlich süss ist trotz halber Ration Gelierzucker, 1, werden die dann selber gut Fruchtzucker haben und 2.vielleicht könntest Du Dir den Gelierzucker ganz sparen, indem Du Apfelstückchen mit hinein gibst, die besitzen nämlich vieeel natürliches Pektin …..Haltbarkeit dazu weiss ich nicht genau, ich probiers aber dieses Jahr im Sommer aus ganz auf Gelierzucker zu verzichten, Zudem komme ich mir eine wenig vera….t vor..wenn ich den Packungsinhalt von normalem Zucker mit Gelierzucker vergleiche….da sind gerade mal 2% mehr oder weniger Kohlehydrate angegebe,..ansonsten gleich…

  2. Lunatic

    Wenn Marmeladen wirklich lange halten sollen muss immer mehr normaler Zucker rein als Fruchtmasse. Ein 50:50 Verhältnis ist optimal und die Marmeladen halten gut sehr viele Jahre. (Großmutters Tip!) Falls sich Schimmel oben bildet einfach großzügig wegschneiden. Die Marmelade kriegt davon nicht viel ab. Der Haushaltszucker dient dabei als Sperr- und Isolationsschicht. Gelierzucker verringert die Haltbarkeit immens. Gesünder ist es außerdem Traubenzucker noch beizumengen. Glukose hilft dem Körper bei der Verstoffwechslung von Fruktose. (Äpfel und Mango haben sogar ein 3:1 Verhältnis von Fruktose zu Glukose – 1:1 wäre korrekt) Fruktose ist übrigens der giftigste Zucker von allen und wird in der Leber genauso verstoffwechselt wie reiner Alkohol. (Leber, Hirn und Nervenschäden ohne betrunken sein zu wollen: Viel Fruktose essen!)) Siehe dazu hier: „hatetepe“://blog.paleosophie.de/2011/08/22/warum-zucker-nicht-gesund-sondern-giftig-ist-das-lustige-video-mit-der-bitteren-wahrheit/

  3. Eichhörnchen

    Lisa, hat sich denn der Kleber bewährt? Ich finds nämlich immer doof, extra diese Klebeetiketten zu kaufen, Papier + selbst gemachter Kleber wären perfekt!

    Ich muss jetzt auch noch zwei Tipps für die Marmeladenmacher abgeben:
    – Habe gelesen (in Alles aus Wildpflanzen), dass das Abkochen der Deckel nicht so gut ist, weil dann das dichtende Gummi schnell porös wird. Also nur heißes Wasser rein, nicht kochen.
    – Und, Tipp von meinem Paps: Wer die Möglichkeit hat, kann Marmelade einfrieren, dann behält sie ihre Farbe – besonders natürlich Erdbeermarmelade, die ist dann nach Jahren immer noch schön erbeerig rot wie frisch eingemacht!

      1. Eichhörnchen

        Aber es sieht einfach schön aus, wenn es drauf klebt, finde ich! Und man muss das Schild nicht erst suchen…
        Bei mir funktioniert es auch wunderbar, nur sollte man den Kleber nicht aufheben. Er fängt dann an zu gären und riecht nicht mehr so gesund… Also immer nur kleine Mengen machen, das hab ich jetzt gelernt ;-)

  4. Grit Gröscho

    Hallo,

    also ich kann berichten, dass mit den „Sterilisationsmethoden“, die Vera so schön beschrieben hat, so gut wie nie etwas Eingemachtes bei mir schlecht wird. Wir verbrauchen zwar unsere Reserven innerhalb 1 bis 3 Jahren, aber verwenden NIE ZUCKER, SALZ, ESSIG oder sonstige Konservierungsunterstützer! Manchmal, wenn Bedarf besteht, kommt etwas Apfeldicksaft zum Süßen mit hinein, oder Trockenfrüchte. Bei Trockenfrüchten allerdings muss auf gutes Abkochen geachtet werden, weil sie oft schon Pilze in sich tragen (eigene Erfahrung).

    Schön, dass es euch hier gibt! :)

  5. Birgit

    Ich hab letztes Jahr auch mit Kirschen experimentiert. Da ich aber Sorge hatte, dass es zu süß werden würde, habe ich etwa 1/3 der Menge mit schwarzen Johannisbeeren (kurz mit wenig wasser und Zucker aufkochen, dann durch die „flotte Lotte“ passieren) ersetzt. Das hat gleich mehrere Vorteile:
    1. ich liebe schwarze Johannisbeeren
    2. Johannisbeeren sind nicht so ergiebig und immer ein bisschen aufwendig zu verarbeiten. Schwarze Johannisbeeren sind geschmacklich sehr intensiv, daher mische ich sie meist (i.d.R. mit roten oder weißen Johannisbeeren).
    3. es wird nicht so süß :)
    4. Johannisbeeren gelieren sehr gut (Pflaumen übrigens auch), man kann also ein bisschen weniger Gelierzucker nehmen.

    Ich bin nicht so ein Süßkramliebhaber, daher ist meine Lieblingsmarmelade immer noch die Rhabarbermarmelade :)

  6. Pingback: Gar nicht außer Rand und Band | Experiment Selbstversorgung

  7. Vera

    Abkochen und sehr sauber arbeiten, alles auskochen, auch die Deckeln, Löffeln, Schöpfer zwischendurch immer wieder mal ins kochende Wasser tun und kein Glas oder Deckel verwenden, der schon bekleckert wurde…. die Marmeladen halten alle jaaaahhhrrreeeelllaaaangggg! Manchmal schon richtig peinlich, sie noch herzuschenken, die Leute glauben vielleicht, ,,, egal, sie schmecken noch lange gut. Einzig Erdbeermarmelade läßt nach 4 Jahren ein bisschen nach :-)

    Und falls mehr Gläser als Deckeln vorhanden sind oder manche schon beschädigt, dunkel oder dreckig sind, kann man die im 100-er Pack nachkaufen, zahlt sich aus, wenn man viele Gläser hat und nach (Deckel-)Größen sortiert. Firma Etivera, zB.

    Und was die Rezepte anlangt: einfach kosten. Oft braucht es viiiieeelll weniger Zucker, manche Früchte schmecken mit ganz wenig gut. Man kan auch braunen Biozucker nehmen, schmeckt üppiger. Und würzen mit was einem schmeckt (die ganzen Weihnachtsgewürze rauf runter), manchmal kommt ein Schuß Rum oder Korn gut, manchmal ein Blättchen Duftgeranie, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Einfach (ausgekühlt) kosten bis es paßt. Wo Du schon bei den Kirschen bist und in einer Weingegend lebst: Kirschen in Rotwein … ein herrliches Kompott für kalte Winterabende :-) Und Variationen machen – in kleinen Töpfen für wenige Gläser. Mitschreiben ist das beste Rezeptbuch. Und noch ein Buchtip: "Natürlich konservieren" Ökobuchverlag. Viel Spaß!

  8. Vera

    Abkochen und sehr sauber arbeiten, alles auskochen, auch die Deckeln, Löffeln, Schöpfer zwischendurch immer wieder mal ins kochende Wasser tun und kein Glas oder Deckel verwenden, was schon bekleckert wurde…. die Marmeladen halten alle jaaaahhhrrreeeelllaaaangggg! Manchmal schon richtig peinlich, sie noch herzuschenken, die Leute glauben vielleicht, ,,, egal, sie schmecken noch lange gut. Einzig Erdbeermarmelade läßt nach 4 Jahren ein bisschen nach :-)

    Und falls mehr Gläser als Deckeln vorhanden sind oder manche schon beschädigt, dunkel oder dreckig sind, kann man die im 100-er Pack nachkaufen, zahlt sich aus, wenn man viele Gläser hat und nach (Deckel-)Größen sortiert. Firma Etivera, zB.

    Und was die Rezepte anlangt: einfach kosten. Oft braucht es viiiieeelll weniger Zucker, manche Früchte schmecken mit ganz wenig gut. Man kan auch braunen Biozucker nehmen, schmeckt üppiger. Und würzen mit was einem schmeckt (die ganzen Weihnachtsgewürze rauf runter), manchmal kommt ein Schuß Rum oder Korn gut, manchmal ein Blättchen Duftgeranie, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Einfach (ausgekühlt) kosten bis es paßt. Und Variationen machen – in kleinen Töpfen für wenige Gläser. Mitschreiben ist das beste – eigene Rezeptbuch. Und noch ein Buchtip: "Natürlich konservieren" Ökobuchverlag. Viel Spaß!

      1. Bettina

        Ich koche die Gläser nicht aus, sondern stelle sie bei möglichst hoher Temperatur ins Backrohr. Ist vielleicht – je nachdem wie voll man das Backrohr macht – nicht die energiesparendste Methode (?), dafür erreicht man aber deutlich höhere Temperaturen (bei Wasser ja max. 100°C). Die Deckel halten das allerdings nicht aus, die werden dann ausgekocht.

  9. Maria

    hmm, meine kirschen sind frühkirschen und durch heftge regenfälle waren sie schnell geplatzt und nix für marmelade. habe sie mir dann mit den staren usw. geteilt, die oben im wipfel, ich ne etage drunter. war witzig.

    das einkochen: 3.1-gelierzucker also die ungarische, geht gut, da ist bissel zitronensäure drin.

    marmeladenmischung aufkochen, und in die heißen mit kochendem essigwasser (20%9 essig ausgespülten gläser füllen, deckel draufdrehen und kopfüber auf feuchtes tuch stellen, nach paar minuten, also, wenn ca 6 gläser voll sind, dreh ich sie wieder rum und mach ein tuch drauf, können langsam auskühlen und kommen dann in meinen erdkeller, wenn ich sie vorher fein mit warmem wasser außen von klebresten gesäubert hab. sonst gibts schimmel.

    meine aprikosenmarmelade ist noch von vor 2 jahre ok.

    übrigens, nach dem aufmachen, immer mit sauberem löffel rein, da darf nix andres dran sein, keine butter und keine spucke, sonst schimmelts schnell.

    ich mach aus sauerkirsche auch chutney.. lecke

  10. Renate Strauß

    Also ich hab mit dem Haltbarmachen bisher noch nie Probleme gehabt. Ich füll die heiße Marmelade in die Schraubdeckelgläser. Deckel drauf und sofort umdrehen und am Deckel stehend auskühlen lassen. Vor zwei Wochen hab ich z.B. die letzte Erdbeermarmelade von 2011 geöffnet und war wie neu :-)

    Ich mach meine Marmeladen gerne nur mit Apfelpektin und Zucker.

    Viel Spaß beim probieren!!

    Lg. Renate

  11. Angi

    Ich hatte vor kurzem superleckere Marmelade von einem Demeter-Stand am Markt. Die verwenden Rohzucker bzw. Birnendicksaft und Apfelpektin zum Einkochen. Werd ich das nächste Mal auch damit ausprobieren.

    Zitronensäure hab ich nie reingemacht. Aber gern schon mal eine Stange Zimt, passt super zu Sauerkirschen! (einfach mitkochen lassen)

    Mein Tipp: Gläser vor dem Marmelade einfüllen sterilisieren (mit heißem Wasser), auch die Deckel. Heiße Marmelade vorsichtig einfüllen, Deckel aufschrauben und das Ganze auf den Kopf stellen (also das Glas mit dem Deckel nach unten, nicht auf den eigenen Kopf! ;)). Geschirrtuch drüber, abkühlen lassen. Die Gläser machen ein Plopp-Geräusch (Vakuum bildet sich). So hält die Marmelade ewig. Beim Ausräumen unseres alten Kellers haben wir Marmelade von 1998 gefunden, die war noch einwandfrei!

  12. Maren Degener

    Mache auch viel selbst ein. Habe dieses Jahr leider kaum Kirschen gehabt. Habe eine frühe Sorte im Garten und das Frühjahr war einfach zu trocken! :(

    Na ja – dafür hatte ich dieses Jahr eine Kürbisschwemme. Meine Tochter wollte unbedingt ein paar Kürbispflanzen im Garten und aus den drei zarten Pflänzchen wurden Dank des gereiften Mists, den wir im Beet untergearbeitet hatten 12 stattliche Kürbisse.

    Also gabs Kürbiskuchen sowohl süss als auch pikant mit Raclette überbacken, Kürbismarmelade mit Äpfeln und Birnen, gebackenen Kürbis, Spaghetti mit Kürbissauce, Kürbissuppe und Kürbis Süss- Sauer! :)

    Aus den restlichen Exemplaren wollte ich noch Kürbis-Zitronenmarmelade machen mit Bio-Zitronen, Saft und der abgeriebenen Schale fürs Aroma, und 2:1 Gelierzucker. Gibt momentan leider noch nicht viele Bio-Zitronen. Muss ich noch besorgen. Der Kürbis Süss- Sauer ist sehr lecker geworden. Die Rezepte hatte ich mir von Chefkoch.de runtergeladen. Hab mit dem Einkochen angefangen, weil wir in dem Haus, das wir vor drei Jahren gekauft haben sozusagen als Zugabe im Keller mehr als 100 Einmachgläser übernommen hatten.

    Wir hatten auch Gemüsepaprika angepflanzt, der stand aber teilweise auch zu trocken. Die Früchte wurden erst im Spätsommer was, als es öfter heftig regnete.

    Unsere "Freilandtomaten" dagegen, die angeblich Regen gut haben können, konnten ihn dann doch nicht so toll vertragen. Außerdem haben die Kürbisse alles überwuchert! :)

    Die muss ich dann nächstes Jahr woanders hinpflanzen oder/und mit Folie etc. vor zu viel Regen schützen.

    Ist schon abenteuerlich der Gemüseanbau! :)

    Aber man lernt ja nie aus!

    Grüsse, Maren

  13. Augenblick

    Hallo,

    ich koche im zweiten Jahr Marmelade und mir scheint, dass das Sterilisieren am wichtigsten ist: ich benutze nur Schraubgläser, in die ich vollständig das heißeste Wasser fülle (auch in die Deckel); das Wasser lasse ich bis zum Einfüllen der Marmelade stehen (rausholen geht ganz gut, wenn man mit einer Gabel hantiert)

    Wichtig ist auch, nur gute, gesund wirkende Früchte zu verwenden.

    Heidel- und Preiselbeeren kann man ohne Zucker und sogar ohne zu kochen, nur ordentlich gequetscht lagern (sagt mein gutes Buch "Natürlich konservieren" von Terre vivante).

    Wir machen auch z.T. Selbstversorgung, das gekaufte Essen schmeckt doch komisch.

  14. Nadja

    mhm, meine Mum hat auch gerade frisches Erdbeermarmelade gemacht. Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich selbst noch NIE welches gemacht habe.

    Ich komm dafür mal zum Marmelade-Futtern ;-)

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      @ Nadja: Echt nicht? Dabei ist da ja fast nichts dabei. Leckere Kuchen backen kannst du ja auch soviel ich weiß ;DD Solltest du uns mal in der Früchte-Saison besuchen, machen wir einen kleinen Marmeladeneinkoch-Crashkurs :))

  15. martina

    nachdem meine marmeladen nie lange halten (aber nicht, weil sie schlecht werden ;), kann ich dir hierzu leider nix sagen. ein jahr lang, also bis zur nächsten obsternte aber ganz bestimmt! ich sterilisier' die deckel noch zusätzlich, einen tropfen alkohol drauf und anzünden, dann gleich zudrehen!

    letztes jahr hab ich kirschen sozusagen "eingelegt", hab sie glaub ich? im zuckerwasser heiss gemacht und dann abgefüllt. somit gabs im winter ab und an mal kirschkuchen.

    für marmeladen nehm ich mittlerweile nur mehr den 3:1 zucker, den gibts zwar leider nicht in bio-qualität, dafür wirds aber umso fruchtiger!

    letzte woche hab ich erdbeermarmelade, die nur mit agar-agar und braunem bio-zucker gemacht wurde, gekostet!

    das schmeckt dann eigentlich gar nicht mehr wie marmelade – da hat man dann sozusagen "frische" erdbeeren im winter ;)

    agar-agar hab ich mir auch schon besorgt, wird demnächst ausprobiert ;)

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Das mit dem Alkohol und anzünden hab ich erst kürzlich von meiner Oma gehört, dass das ihre Oma immer gemacht hat :) Allerdings mit so "alten" Gläsern wo nur ein Gummi und dann noch ein loser Deckel drauf kommt (ohne Bügel) und anscheinend macht es da "fummp" und das Glas ist vakuum dicht.
      Wenn du die Kirschen so einlegst (hab ich mir aus genau deinem genannten Grund – Kuchen backen – nämlich auch schon überlegt) wie viel Kirschen bzw. Zucker nimmst du da? Und wie viel Wasser zusätzlich?

    2. ICH BIN, der den man olaf ruft

      Lasst doch diesen Gelierzucker weg und nehmt Apfelschalen (Reste von der Apfelmusherstellung), da ist ja von Haus aus eine Menge von Apfelpektin drin. Einfach mit kochen und dann die Schalen vor dem abfüllen aus der Marmelade nehmen…

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