Gemeinsam auf vielen Wegen

Von der Vielfalt der Wege und der dadurch nötigen Fokussierung - und regelmäßigen Neu-Orientierung.

Michael Hartl
Von Michael Hartl
24. Juni 2014

Wir sind nun seit etwas mehr als fünf Jahren auf unserem Weg. Schritt für Schritt Richtung Selbstversorgung, haben wir das am Anfang genannt. Später dann Schritt für Schritt zur Freiheit. Das trifft es irgendwie viel besser. Denn um Freiheit geht es uns.

Die regionale Selbstversorgung ist Teil eines möglichen Weges dorthin. Fort von der globalisierten Abhängigkeit, hin zur lokalen Ernährungssicherheit. Und ganz im Sinne der Freiheit ergänzt um einen weltweiten, fairen Handel, wenn das jemand möchte, aber ohne die zwingende Notwendigkeit, weil wir keine andere Wahl mehr haben. Wenn ich mich nicht mehr lokal mit allem lebensnotwendigen versorgen kann, sondern nur noch über Supermärkte meinen Bedarf decken kann, dann hat das aktuelle System sein Freiheits-Versprechen nämlich nicht erfüllt.

Gartenbau, Landwirtschaft, Sanieren, Bauen, Teilen, Bildung, …

Darum ist einer der Punkte, an dem wir seit einigen Jahren arbeiten, natürlich die Selbstversorgung mit Lebensmitteln. Da haben wir vor allem die letzten drei Jahre einen schönen Anteil unseres Essens selbst angebaut. Dieses Jahr wird es ein bisschen weniger sein, da andere Teile unseres Lebens gerade mehr Platz einnehmen. Und das ist auch völlig ok so, denn niemand muss einen eingeschlagenen Weg immer unveränderlich weitergehen. Ein solcher Perfektionismus macht nicht frei. Perfektionismus macht generell eher krank. Da wir uns nicht aus einer Endzeit-Angst heraus selbstversorgen wollen, gibt es auch keine Notwendigkeit, jedes Jahr eine Vollversorgung hinbekommen zu wollen.

Wintermohn

Viel mehr besteht für uns das gute Leben ja daraus, mehr als nur einer Tätigkeit nachzugehen. Wir lieben unsere beruflichen Tätigkeiten. Wir bringen uns total gerne in die Gemeinde ein und bieten verschiedene Freizeitaktivitäten für die Kinder in den umliegenden Dörfern an. Wir möchten uns im ökologischen Sanieren und Bauen ausprobieren und von unserem lieben Freund Jürgen vieles darüber lernen. Wir möchten uns weiter in alten Techniken und Handwerken üben. Und offene Werkstätten haben, Schritte mit den Menschen hier Richtung Sharing-Ökonomien gehen und den entstandenen Begegnungs- und Lernort hier gedeihen lassen. Ich könnte die Liste wohl noch deutlich länger werden lassen. Kurz: Wir möchten nicht nur lokale Selbstversorgung fördern und vorwärts bringen, sondern darüber hinaus so viel mehr noch zum nötigen Wandel der Gesellschaft beitragen.

Neu orientieren und Fokus setzen

Darum heißt es bei uns immer wieder mal inne halten, ein wenig Abstand nehmen und das Ganze in seiner vollen Breite betrachten. Aus so einer sanften Entfernung können wir dann reflektieren und tief hineinspüren, ob jede*r Einzelne das alles in der aktuellen Ausprägung noch möchte. Erkennen, wo jede*r für die nächsten Monate den Fokus setzen wird und was gerade fehlt, um zu innerer Ruhe und Zufriedenheit zu finden.

So haben wir mit Anfang des Jahres den Fokus ein wenig neu gesetzt. Der Garten läuft nun ein Jahr auf Sparflamme. Wir überlegen zum Beispiel, dieses Jahr etwas intensiver als die letzten beiden unsere Aktivitäten für die Kinder hier vor Ort ausbauen. Das ist eine so schöne Tätigkeit, denn es ist nicht nur eine Investition in die Zukunft der Gesellschaft, sondern auch eine lustige, dankbare und bereichernde Aufgabe. Außerdem geht es für uns im Moment nach fünf Jahren intensiver, arbeitsreicher Entwicklung ein wenig um Recreation. Und ein weiteres Mal um Überlegungen rund um das Thema Gemeinschaft.

Denn gemeinsam sind wir stark

Und dazu werden wir sicher dieses Jahr das ein oder andere Gemeinschaftsprojekt und Hofprojekt besuchen, um weitere Inputs zu bekommen und weitere Erfahrungen zusammen zu tragen. Darüber werden wir gerne hier auf dem Blog berichten. Denn an einem einzelnen Ort kann nicht alles Wissen einfach aufgebaut und alle Erfahrungen neu gemacht werden. Nur gemeinsam, als ganze Bewegung von Menschen, die an einem Wandel, an einer anderen Welt mitwirken, sind wir stark.

Und diese Vielfalt, die dazu nötig ist, reizt uns sehr. Die möchten wir in ihrer ganzen Breite kennenlernen und sichtbar machen. Denn der Weg, den wir gehen, ist mehr als Lebensmittel für die Eigenversorgung anzubauen. Wir möchten eine Gesellschaft der Kooperation und persönlichen Entfaltung, die sich selbst aus Verständnis und Umweltliebe so verhält, dass sie sich möglichst langfristig lebenserhaltend entwickelt. Und dazu gehört dann auch ein klares Nein zu Missständen. Daher wird es an dieser Stelle auch immer wieder den ein oder anderen Artikel zu politischen Themen geben.

Was habt ihr für Erfahrungen mit Neuorientierungsphasen gemacht? Oder welche Techniken und Ideen kennt ihr, um ein Lebensprojekt langfristig zielführend und durchgehend zufrieden stellend zu gestalten? Und dabei als Individuum nicht auszubrennen…? Würde uns sehr interessieren! Ab damit in die Kommentare! :)

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Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

14 Gedanken über “Gemeinsam auf vielen Wegen

  1. Silvana

    Berufliche Neuorientierungsphasen finde ich in meinem Leben immer sehr spannend. Da ich schon einige hinter mir habe, sehe ich sie mittlerweile gelassen. Oder sagen wir lieber „gelassener“ ;) – ganz ohne kurze Krise geht’s bei mir ja meistens doch nicht. Aber begriffen habe ich nun, dass diese Krisen oft durch mein Umfeld hervorgerufen -oder zumindest künstlich aufgebauscht- werden. „Neuorientierung“ im Beruf wird von den Personen, die mich umgeben, meist mit (vorangegangenem) „Scheitern“ interpretiert. Dabei ist das doch Teil eines gesunden Entwicklungsprozesses, das gehört dazu!
    Sobald ich ein wenig Abstand von meinem täglichen Umfeld finde, fällt es mir dann wieder leichter, neue Ziele zu fokusieren und mir wird bewusst, was für ein Abenteuer und welche Chance solch eine Phase sein kann. Wenn man mit einer positiven Einstellung und Neugierde in diese Phase eintaucht, können viele bewusstseinserweiternde Momente erlebt werden.. :) ich liebe das!
    Und euer Blog inspiriert mich sehr und ich bin schon sehr gespannt auf eure nächsten Schritte :)

  2. Bernd

    Ich mag euren Blog sehr!
    Viel Erfolg bei euren Projekten wünsch ich euch. Die hören sich sehr sinnvoll an und sind sicher erstrebenswert. Nur haben sie doch im engeren Sinn nicht viel mit dem Experiment Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln zu tun wofür ich (und ich denke auch viele andere) euer Projekt in erster Linie verfolge.
    Die für mich im Raum stehende Frage ist ob es möglich ist sich mit (veganen) Lebensmitteln selbst versorgen könnte. Da ist doch klarerweise die zur Verfügung stehende Zeit der kritische Faktor. Zumindest im Sommer… schade dass ihr die gleiche Antwort habt wie wir alle: Nahrungsmittel anbauen (z.B. im Schrebergarten) so viel wie die Freizeit eben hergibt… das macht euch (nun) nicht (mehr) besonders. Ist euer Experiment in diesem Sinne nun erfolgreich? Wie schätzt ihr eurer momentanes Ergebnis mit den selbst gesteckten Zielen ein? Das kommt im Text leider nicht vor.
    Wie auch immer: macht weiter und lässt uns teilhaben, das macht ihr wunderbar.

  3. Daniela B.

    Ich habe mich jetzt erst neuorientiert und ich muss gestehen, es ist ein echter Prozess. Meine Neuorientierung besteht momentan darin, Konsum zu hinterfragen und Neuanschaffungen (von Neuware) möglichst nicht mehr zu tätigen. Und dann sehe ich, als Fan der 50er Jahre, die Kleiderschränke der Rockabillies und denk mir nur „ich will auch“. Trotzdem siegt doch meine Neuorientierung, worauf ich stolz bin, auch wenn ich gelegentlich wie veriwrrt bin, was denn nun wirklich wichtig ist im Leben.

  4. Kerstin

    Ich lese eure Artikel seit einiger Zeit mit großem Interesse. Viele eurer Artikel haben mich zum Nachdenken ueber meinen Umgang mit Lebensmitteln und anderen Konsumguetern angeregt. Vielen Dank.
    Ich denke, dass Neuorientierungen zum Leben gehoeren. Sie sind wichtig um nicht stehenzubleiben und sich weiterzuentwickeln. Es ist wichtig den richtigen Zeitpunkt zu erkennen etwas in seinem Leben zu veraendern. Es gibt inzwischen sogar „Selbsterfahrungsgruppen“ in denen Menschen, die das Gefuehl haben auf der Stelle zu treten, gezielt gecoacht werden um den Schritt zu wagen sich neu zu orientieren. Daher kann ich nur gratulieren und euch alles Gute auf euren neuen Weg zu wuenschen.

  5. Reinsch

    Veränderung findet immer statt. Sei es weil man sich selbst verändert, durch Erfahrungen, Wachstum,… oder dass sich die Welt herum ändert und plötzlich neue Möglichkeiten bietet, aber auch manche Wege versperrt.
    Von daher finde ich es wichtig und richtig regelmäßig so eine Reflexion zu machen und seinen Weg zu überdenken statt stur einem Ziel nachzulaufen, was man vor Jahrzehnten mal im Kopf hatte.

    Eure Ziele sind ziemlich anders als meine eigenen, und auch bei vielen Einstellungen gehen wir auseinander. Aber ich habe großen Respekt vor dem was ihr euch da aufgebaut habt und wünsche euch viel Erfolg für die Zukunft, wie immer die dann auch aussehen soll.

  6. tess

    ich hab erfahrungen damit gemacht, wie es ist, wenn man sein leben umstellen MUß! da ich arbeitsunfähig krank bin, erlebe ich seit mittlerweile ca. 12 jahren, wie schwer es ist, sich neu zu orientieren, wenn man ganz unten in der gesellschaft umherwandelt. plötzlich gönnen einem die menschen gar nichts mehr, für jedes bischen lebensfreude muß man sich fast schon entschuldigen, vegane ernährung wird grundsätzlich als provokation empfunden, ich möchte aber gar nicht provozieren, sondern einfach das recht haben wie jeder andere mensch, das beste aus meiner situation zu machen.

    Wie schon angeschnitten, wurde ich mit der zeit veganer, laß nun sogar gluten weg, weil ich damit weniger schmerztabletten brauche und es mir insgesamt irgendwie besser geht. Ich mache joga, da ich damit meine körperlichen, täglichen zipperlein am besten mildern kann. Seit mehr als 10 jahren befasse ich mich mit meditation, die mir mal besser und mal schlechter gelingt, mir aber grundsätzlich hilft, mein wohlbefinden zu steigern. Alles das wird, nur weil ich empfänger von sozialleistungen bin, generell als provokation empfunden. Ein mensch, der krank ist, sollte gefälligst ununterbrochen vor sich hin leiden und nur zu dem allernötigsten fähig sein. Alles, was darüber hinausgeht, wird einem missgönnt.

    Das schlimme ist, dass durch derlei gesellschaftliche macken die menschen nur noch kranker werden und dann eben zur krankheit noch depressionen oder anderweitiges hinzukommen. Das wird dann nur noch teurer für die gesellschaft. Aber das will keiner sehen.

    Da ich früher immer zu den menschen gehört habe, die in allem immer sehr gut und fleißig war und vor allem auch „hübsch“ (in den augen der gesellschaftsmedien) war, merke ich den unterschied besonders stark. Denn genau die menschen, die sich früher versucht hätten, bei mir einzuschleimen oder mich übertrieben stark respektierten, sind diejenigen, die mich jetzt wegen jeder noch so kleinen kleinigkeit anzweifeln und denunzieren.

    Nicht davon zu reden, dass es unbegreiflich ist, wie sehr man bei kranken frauen immer sofort davon ausgeht, dass man dumm, unselbständig ist und einer führung bedarf. Ständig meint jemand, in das eigene leben ungefragt hineinquatschen zu müssen. Etwas, was mir früher, als ich noch mitten im leben stand, nie passiert ist – kein einziges mal!

    Von daher beneide ich euch (im positiven sinne: also ich gönne es euch und freue mich mit euch mit), dass ihr eure wege aus gesundheit heraus freiwillig aussuchen durftet. Denn das wird gesellschaftlich anders eingeordnet und so halten sich bestimmte frechheiten, die sich menschen erlauben, sicherlich in grenzen. Zumal ich mir aber vorstellen kann, dass auch ihr schon die eine oder andere fragwürdige situation erlebt habt.

    Nur weil man anders ist, neue wege beschreitet, sich weiterentwickeln will, ist man eben eine große projektionsfläche für die ängste und unzulänglichkeiten von menschen, die total stagnieren und sich auf gar keinen fall auch nur ein klitzekleines bischen entwickeln wollen.

    In dem sinne, respekt für eure arbeit. Und meine erfahrung ist: nur allein dadurch, wer ich bin und wie ich lebe, verändere ich tagtäglich die „welt“ ein kleines bischen. Und wenn ich einmal alt sein sollte, dann wird es vielleicht leichter werden, denn alten menschen gönnt man grundsätzlich mehr. Also: weiterhin gutes gelingen (ich freu mich auch schon auf lisas, soeben bestelltes, buch und den kalender, den ich eine großartige idee finde, genau so was habe ich noch gebraucht)

  7. Kai

    Jede Neuorientierungsphase ist wohl etwas ganz individuelles und entwickelt sich meist über eine längere zeit (ohne das vieleicht mitzubekommen) . Auch wir befinden uns mitten in einer solchen Phase, die jedoch auch durch grosse Teile von ausen mitbestimmt wurde … auslaufender Pachtvertrag, der wunsch nach dem eigenen Grundstück und unbezahlbare Grundstückpreise auf Teneriffa …. nun hatten wir fast ein Jahr zeit um uns neu zu orientieren , dies hat uns nach Portugal verschlagen wo wir gerade im Kaufprozess für ein eigenes Grundstück sind…nun liegt viel arbeit vor uns und wie das Projekt sich entwickelt wird nicht nur von uns abhängen, auch von Menschen die das was wir tun gut und unterstützenswert finden. Sehr gerne möchten wir wieder ein Gemeinschaftliches leben, um den altag mit anderen Menschen zu teilen… doch was am Ende daraus wird, ja das wird sich schritt für schritt entwickel, und es wird immer und immer wieder neue entwicklungen geben die die Richtung, den Weg veränder, und was am Ende dabei herauskommgt, werden wir dann sehen und gewiss ist auch, das das was am Ende debei rauskommt, wird, wie es im Leben normal ist, sich weiter entwickeln und sich verändern….für mich ist Neuorientierung ein zeichen von Leben und entwicklung ist von grund auf nötig um etwas natürliches oder vieleicht auch nur naturnahes etstehen zu lassen…
    Ihr seid recht herzlich dazu eingeladen uns zu besuchen… wohl wahr, das ich weis das das nichts wird :-)
    Liebe grüsse und viel freude mit den Kids
    Kai

  8. Claudia Sagmeister

    Hallo ihr Lieben ! Freue mich wieder von euch zu hören .
    Ich bin ja in Wien zu Hause , aber auch in der Großstadt gibt es viele
    Möglichkeiten ein naturnahes Leben zu führen , man muss nur Augen und Ohren offen halten . Habe eine Nahversorgerin entdeckt ,wo man alles ohne Verpackung kaufen kann und genau die Mengen die man braucht .
    Die Eltern der Besitzerin haben einen Bauernhof im Burgenland und von diesen und der ganzen Region bezieht sie ihre Produkte .
    Weiters gibt es auf dem Naschmarkt einen Stand mit herrlichem , saisonalem Gemüse und Kräutern , bei dem man nichts kaufen kann .
    Des Rätsels Lösung ist : er gehört einer Gärtnerei die soziale Landwirtschaft
    betreibt . Die Mitglieder holen sich hier wöchentlich was sie brauchen .
    Ich finde es gut , dass ihr euch weniger auf den Garten konzentriert , denn ich merke auch in meinem Garten , dass sich das Klima schon sehr verändert hat die Nächte sind viel zu kühl , Gurken , Paprika und Kürbis z. B.
    Da wird heuer nicht viel werden .
    Unbedingt möchte ich euch noch erzählen ,dass ich bei einem Talente-Tauschkreis bin wo es gemeinsame Treffen Ausflüge und Feste gibt und wo getauscht und gehandelt werden kann . So nun reicht es aber für heute
    es kostet mich immer einige Mühe ein Ende zu finden aber wessen Herz voll ist , dem geht der Mund über . Alles Liebe eure Claudia
    MEINEN LEITSPRUCH MUSS ICH NOCH ANBRINGEN :
    WENN JEDER SEINEM NÄCHSTEN HELFEN WÜRDE ;
    DANN WÄRE ALLEN GEHOLFEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  9. Martina

    Hallo,

    schöner Artikel. Ich habe meine Orientierungsphasen immer als sehr positiv erlebt. Es ist eine Phase des Ordnens und Energietankens um auch neue Lebensabschnitte kraftvoll zu verfolgen.

    Ich finde eure Ambition auf jeden Fall sehr cool. Mein Ziel ist zwar ein anderes, dennoch bewundere ich das was ihr bislang erreicht habt und wünsch weiterhin viel Erfolg.
    Mein Traum ist es in einer grünen Stadt zu leben, wo Vertikal- und Dachbegrünung Realität ist und auch Lebensmittelanbau wie z.B. in Havanna zum täglich Brot gehört. „Träume groß und finde Wege“

    LG Martina

    1. Michael HartlMichael Beitrags Autor

      Das ist ein wunderbarer Traum, Martina. Den ich voll teile. Es können niemals alle Menschen raus aus der Stadt ziehen. Daher ist es unendlich wichtig, die Städte endlich an die wirklichen Bedürfnisse von Menschen anzupassen.

      Und danke dir für die lieben Worte – ja, Orientierungsphasen sind auch da, um neues zu schaffen – aber eben auch, das bestehende zu ordnen.

      Viel Freude und Erfolg auf deinem Weg! :)

  10. Andrea

    ich finde das ganze eigentlich gar nicht so kompliziert. wir selbst haben einen „Selbstversorgerhof“ soweit es Sinn und Freude macht. Und das funktioniert gut. Sehr gut sogar. Dass man nicht alles selbst machen muss ist selbstverständlich. Eine Versorgung bis zu 90 % regional und saisonal ÜBERHAUPT kein Auftrag und sehr einfach zu bewerkstelligen. Es gibt grad in unserer Region (Südoststeiermark / Burgenland) sooo viele Betriebe, die wunderbares Handwerk leisten und hochqualitative Lebensmittel herstellen. Sich mit diesen zu vernetzen bzw. dort einzukaufen ist nicht schwierig. Unser „Lebensprojekt“ ist eine naturnahe Lebensweise ohne sich dabei „verrückt zu machen“. Neuorientierungsphasen gehören da ganz selbstverständlich dazu – da denk ich gar nicht großartig drüber nach! ;-)

    1. Michael HartlMichael Beitrags Autor

      Absolut, liebe Andrea. Die regionale Versorgung ist überhaupt kein Thema hier in unserer Gegend, wenn man das will. Da kommt eigentlich alles her, was wir zukaufen. Das Getreide wächst zum Beispiel auf Feldern rings um unseren Lebensort herum auf Feldern von Bio-Bauern – und denen kaufen wir es dann ab. :)

      Schön formuliert, auf jeden Fall: „Naturnahe Lebensweise, ohne sich dabei verrückt zu machen!“ :) Das ist auch unser Weg. Einfach unverkrampft sein und Freude bei allem haben, was man macht.

      Danke dir für dein Kommentar!

      Alles Liebe,

      Michael

  11. S.Zacharias

    Hm, ich hatte immer grosse Zweifel, dass vegane, maschinenarme Selbstversorgung möglich ist, einfach wegen dem Verhältnis des Kraftaufwandes für den Anbau und dem Ertrag des Gartens. Und je mehr andere Dinge man daneben auch verwirklichen will, je schwieriger wird es. Deshalb habe ich mit grossem Interesse Eure Entwicklungen verfolgt. Eure neue Ausrichtung bestätigt meine Zweifel. Gut, dass Ihr Euch auf erreichbare Ziele richtet, statt sich kaput zu arbeiten an unerreichbaren Zielen. Viel Erfolg weiterhin.

    1. Michael HartlMichael Beitrags Autor

      Danke, dass du dein Kommentar gleich damit eröffnest, dass du „immer grosse Zweifel“ hattest, dass eine vegane, maschinenarme Selbstversorgung möglich sei. Damit wird verständlich, warum du hier etwas in den Artikel hineininterpretierst, was ich nicht geschrieben habe. Es geht überhaupt nicht darum, dass es uns zu anstrengend wäre körperlich oder sonstwas. Darum hören wir ja auch nicht auf mit dem Garten. Nur die Zeit ist momentan der begrenzende Faktor – und da muss dann eben ein Fokus gesetzt werden.

      Was wir ja von Beginn an ebenso immer wieder betont haben ist, dass eine Selbstversorgung ein regionales Konzept und eine Aufgabe für eine Gemeinschaft ist. Den Weg verfolgen wir intensiv und brauchen daher im Moment dafür ein wenig mehr Ressourcen.

      Selbstversorgung ist in einem hohen Ausmaß natürlich möglich und werden wir auch weiterhin als eines unserer Ziele verfolgen. :)

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