Geben, nehmen, eine wunderschöne Zeit erleben

Ein Camp organisiert sich selbst.

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
29. August 2012

Je näher unser Sommercamp vor zwei Wochen rückte, desto mehr machte sich unterschwellig eine leichte Nervosität breit. Würde das mit der Selbstorganisation klappen? Das Orga-Wiki war halb am verhungern – aber wir versuchten alles gelassen zu sehen.

Dann plötzlich innerhalb einer Woche vorher füllte sich das Wiki mehr und mehr, war schon kurz vorm Platzen. Wow, auf einmal schienen sich immer mehr Leute spontan für das Camp zu entscheiden. Spannend!

Ob das Open Space Prinzip funktionieren wird? Der Großteil unserer Besucher*innen hatten noch nie vorher etwas davon gehört, wie sich bei der Vorstellrunde heraus stellte…

Bis zu 30 Menschen organisieren sich selbst

Von Frühstück bis Workshop, Mittagessen bis Ofenbau für 35 Pizzen zum Abendessen… Das Camp lief wie am Schnürchen. Keine Einteilungspläne, wer was wann macht, eine fixen Urhrzeiten… Die Menschen schafften es mittels einfacher Kommunikation ein ganzes Camp zum Laufen zu bringen. Wer sich fragt wie das mit dem Geld lief: Da jede/r für jede/n ein Thema einbrachte und gewillt war Wissen mit Freude zu teilen lief das Camp ja grundsätzlich ohne Geld. Da viele Menschen aber viel essen, war dies auch der Einzige Punkt wo Geld ins Spiel kam.

Eine bunte, von Kindern gebastelte und bemalte Schachtel diente als Spendenbox für Bio Vollversorgung während des Camps. Und siehe da, am Ende war in der Box nicht nur ein überdeutliches Plus zu verzeichnen sondern wir hätten wahrscheinlich auch noch eine Woche Camp dranhängen und uns weiter die Bäuche vollschlagen können :)

Sommercamp 2012 macht Mut

Für mich war das Sommercamp eine einmalige Erfahrung. Auch ganz unabhängig davon, was für ein tolles gemeinschaftliches Gefühl entstanden ist – zu sehen wie sich Menschen ohne Vorgabe selbst organisieren und anfällige Aufgaben managen gibt mir Mut. Wenn Menschen wollen, können Sie zusammen helfen, etwas großes auf die Beine stellen sich aber auch Herausforderungen stellen, die immer auftreten wenn viele Menschen zusammen kommen.

Ich fand es schön, dass die Menschen beim Camp so viel lernen konnten – und zwar voneinander! Ohne Hierarchie – ohne Geld. Und es war mehr als bereichernd. Vor allem zwischenmenschlich ereignete sich so einiges – und so manche/r, ging als anderer Mensch wieder nach Hause.

Danke an jeden einzelnen Menschen, der am Sommercamp teilgenommen und es somit um viele Facetten bereichert hat. Danke, dass ihr einen Traum mit uns gelebt habt. Es war sicher nicht das letzte mal :)

Alle anderen möchte ich nur ermutigen, ähnliches zu organisieren. Man meint nicht was dabei zustande kommen kann… Unglaublich toll!

Mehr Fotos findet Du im Facebook-Foto-Album zum Sommer-Camp 2012…

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8 Gedanken über “Geben, nehmen, eine wunderschöne Zeit erleben

  1. Pingback: Sommer-Camp 2013 | Experiment Selbstversorgung

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