Frauen-Kräuter-Power

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
26. Mai 2010

Jeden Monat bekomme ich Besuch von einem ungebetenen Gast, der sich Menstruation schimpft. Und obwohl ich es auf der einen Seite als ein absolutes Wunder der Natur empfinde, geht es mir auf der anderen Seite tierisch auf den Keks. Nicht nur, dass ich seit Herbst wieder übelste Bauchschmerzen habe, an die ich mich nur mehr düster aus meiner Pubertät erinnere – nein, auch Rückenschmerzen und extreme Übelkeit suchen mich heim. Als ich damals (vor etwa fünf Jahren) mit der Pille angefangen hatte wurde mir ja unter anderem versprochen, die Bauchschmerzen würden weggehen – gesagt, passiert – super! Als ich dann vor 1,5 Jahren wieder damit aufgehört habe, kamen meine Tage erstmal ein halbes Jahr gar nicht, wurden dann wieder regelmäßiger und jetzt habe ich wieder das „Vergnügen“ mit den Schmerzen.

Früher habe ich da sofort zu schmerzstillenden Medikamenten gegriffen ohne groß darüber nachzudenken. Zwischenzeitlich hatte ich wie bereits erwähnt keine Probleme mit Schmerzen und jetzt ist das Thema eben wieder aktuell für mich. Mit dem einzigen Unterschied, dass ich mir heute zum Glück mehr Gedanken mache, was Tabletten betrifft. Was ist da nahe liegender als sich mal ein bisschen mit Heilkräutern auseinander zu setzen?

Hirtentäschel, Kamille und Schafgarbe

Hirtentäschel, Kamille und Schafgarbe

Vielen Wildkräutern werden schmerzlindernde Eigenschaften bei Periodenkrämpfen zugeschrieben. Die ersten Pflanzen die mir in diesem Zusammenhang untergekommen sind, waren Schafgarbe, Hirtentäschel und Kamille. Die Kombination aus den dreien soll, mit heißem Wasser überbrüht, als Tee sehr wirkungsvoll sein. Die letzten paar Male hatte ich immer nur Hirtentäschel zur Hand, jedoch kann ich nicht sagen ob sie gewirkt hätte, weil mir vom Geruch der Teemischung (damals gekauft) nur noch schlechter wurde und ich sie dann nicht runter brachte.

Welches Kraut ist das passendste?

Laut Literatur sollen viele Pflanzen bei Krämpfen helfen, wie zum Beispiel auch Ringelblume oder Frauenmantel. Und sogar Margerite soll laut meinem Buch „Essbare Wildpflanzen“ entkrampfend wirken. Auf einer Seite über Heilkräuter habe ich eine spezielle Rubrik über „Frauenkräuter“ gefunden, wo aber beispielsweise auf der ganzen Website die Margerite nicht mal vorkommt. Offensichtlich ist man sich bei den Wirkungen nicht ganz so einig. Ich schätze mal, dass das auch stark schwankt. Interessant ist allerdings das Schlagwort „Menstruationsbeschwerden“, welches sehr verschieden interpretiert werden kann. Deswegen gefällt mir die genannte Internetseite sehr gut, weil sie unterscheidet in „starke Menstruation“, „zu schwache, stockende oder späte Menstruation“, „Menstruationsunregelmäßigkeiten“, „Schmerzhafte Periode“ und so weiter. Ein gewaltiger Unterschied meiner Meinung nach – zumal sich auch die aufgelisteten Pflanzen unterscheiden.

Neues probieren lohnt sich

Da sich bei mir gestern Abend gerade wieder die Schmerzen anbahnten habe ich mir zuerst Kamillentee gemacht und dann noch zusätzlich Schafgarbe und Hirtentäschel gesammelt und ebenfalls Tee daraus gemacht. Allerdings bin ich dann noch auf das „Gänsefingerkraut“ gestoßen – eine Pflanze die sich zufällig in der Nähe unseres Beetes ausbreitet und wir uns eh schon fragten was das sein könnte. Dummerweise fühlt sie sich in verdichteten Böden wohl…
So bin ich also noch mit der Taschenlampe draußen umhergeirrt um das Wunderkraut einzusammeln – eine Tasse später ging ich ziemlich entspannt ins Bett. Und siehe da… keine Krämpfe, keine Übelkeit, der Kotzeimer blieb verschont, ein kleines Wunder? Zufall, Placeboeffekt oder tatsächliche Heilwirkung der Kräuter? Ich kann’s nicht sagen, aber ich bin froh, dass ich dieses Mal verschont geblieben bin.

Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut

Habt ihr Erfahrungen mit heilenden Kräutertees bei Menstruationsschmerzen? Gibt es auch „vorbeugend“ etwas? Außer Hormonpille? Ein gutes Buch zum Thema Heilpflanzen würde mich auch interessieren… Ich hatte zwar schon mal eines gesehen, aber da waren mir zu viele Pflanzen dabei, die bei uns nicht wachsen. Mir ist auch wichtig, dass in den Büchern keine Rezepte mit viel Schnickschnack sind (wo man ¾ aus der Apotheke dazukaufen muss). Die mehrmals erwähnte Internetseite gefällt mir eh schon sehr gut, aber ich vertraue lieber auf mehrere Quellen. Solltet ihr, liebe Leser_innen, übrigens bitte auch machen :)

Lesetipp: Auf Tampons und Binden verzichten

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54 Gedanken über “Frauen-Kräuter-Power

  1. Eva

    Danke für diesen tollen Artikel. Auch die Kommentare und deine Erfahrungen im Nachhinein sind super wertvoll, deshalb wäre es toll wenn du den Artikel aktualiesieren würdest :)
    Hab alle Kommentare gelesen aber mir fehlt der Buchtitel von Sabine Kiener-Hartl ’s Empfehlung.

    Meine Erfahrung:
    Ich hatte immer höllen Schmerzen, ob mit oder ohne Pille. Bei mir hat auch erst die Einstellung wirklich Linderung gebracht. An diesem Tag/en nicht zu Arbeiten oder nur das nötigste zu tun und sich den Rest wirklich zu entspannen. Die Menstruation wird leider in unserer Kultur sehr totgeschwiegen und als etwas nicht Positives gewertet. Oft auch als Schmutzig und der gleichen. „Es gibt Kulturen wo es ein Fest bei der ersten Periode gibt und somit das Frauwerden dieses Mädchen gefeiert wird. “ Nach dieser Information wurde mir einiges klar.
    Achja, mir hat eine Frau (welche sich viel mit TCM, Qi Gong, …) beschäftigt gesagt, dass wir Frauen an diesen Tagen auch Erdverbundener wären (deshalb vllt auch sensibler) und Meditationen wären zu dieser Zeit sehr intensiv und schön. Habs ausprobiert – Das und die positive Einstellung waren Grund das ich das erste mal seit 15 Jahren keine Schmerzen mehr hatte und mich seit dem auch auf die „Happy Day’s“ freue.
    Danke noch einmal für diesen tollen offenen Artikel :)

  2. elet

    Hi, ich seh gerade dass de Artikel schon recht alt ist und ich hoffe du hast den „Pillenentzug“ schon gut hinter dich gebracht (sollte ja nur 1-2 Jahre dauern) trotzdem ein Buchtip, der mir bei schon unglaublich vielen verschiedensten Frauenproblemen geholfen hat:
    http://www.amazon.de/Alchemilla-Eine-ganzheitliche-Kr%C3%A4uterheilkunde-Frauen/dp/3442141915
    darin finden sich Rezepte mit bei uns heimischen wildkräutern (auch in der Apotheke zu finden, wenn kein Wald in der Nähe ist) zu unterschiedlichsten Themen in einem ganzen Frauenleben.
    Darin fand ich auch das nach 10 Jahren (!) erste Rezept mit dem ich Candida erfolgreich behandeln konnte und es gibt viele Goodies für prä-, post- oder menstruationssymptome.

    Gegen die Schmerzen im unteren Rücken habe ich mal in der Chinesischen Medizin was gutes gefunden:

    Walnussmilch
    Abends eine handvoll Walnüsse am besten frisch knacken und in ein Glas Wasser einlegen. Morgens die Mischung mit dem Wasser kurz am Herd aufkochen und anschließend pürieren und eventuell abseihen.
    Noch warm und nach belieben mit Honig oder ähnlichem gesüßt (mir schmeckts auch ohne zusätzlicher Süße, aber Walnüsse sind doch herb) trinken.

    Hilft nicht nur bei Schmerzen im unteren Rückenbereich durch Menstruation, sondern auch vor oder nach schwerer Gartenarbeit oder langen Autofahrten.

    Liebe Grüße,
    je.

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  4. johanna

    hi, der artikel ist zwar schon älter, aber ich bin erst vor ein paar monaten auf mönchspfeffer gestoßen und schwöre seitdem darauf und vielleicht hilft es ja noch jemandem :)
    soweit ich weiß funktioniert die pflanze im weiblichen körper ausgleichend auf den hormonhaushalt und wird vor allem zum harmonisieren des zyklus verwendet. in meinem fall hilft sie gegen meine sämtliche pms beschwerden (brüste spannen, kopfschmerzen, gereizt sein, rückenschmerzen, fressattacken) mein zyklus ist relativ gleichmäßig und ein bisschen kürzer geworden, meine tage sind schwächer und um einiges weniger schmerzvoll.
    ich habe zwar tabletten aus der apotheke genommen, es gibt aber auch tropfen (eher vegan denk ich) und wachsen sollte das kraut auch bei uns.
    lg johanna

    1. Birgit

      Hallo!
      Johanna, das ist bestimmt für manche ein guter Tipp. Ich möchte hier aber auch von meinen (schlechten) Erfahrungen mit Mönchspfeffer berichten. Ich denke, es ist einfach nicht für jede das Richtige…muss man für sich einfach herausfinden :)
      Ich hab Mönchspfeffer ausprobiert, nachdems eine Freundin (45J.) empfohlen hat, es hat ihr ebenfalls gegen sämtliche Beschwerden geholfen!
      Mir aber leider gar nicht. Eher gegenteilig: meine Brüste haben daraufhin so heftig gespannt wie nie zuvor und ansonsten keine Verbesserungen :( Hab nach etwa einer Woche wieder aufgehört mit der Einnahme…is halt einfach nicht das Passende für mich!
      Ich bin 25, vielleich gibt es einen Zusammenhang zum Alter?!

      Meine Regelbeschwerden haben sich hauptsächlich durch das Absetzten der Pille (verhüte jetzt mit d. „Kupferkette“ – Hormonlos und auch für Frauen ohne Kinder) aber auch durch das Verwenden der Mooncup gebessert!

      greez!!

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  6. Miriam

    Hallo,
    bin heute über die Rosskastanien als Waschmittel auf eure Seite gekommen und hab bisher einige Artikel gelesen. Wirklich ein tolles Projekt, weiter so. Ich leb zwar nicht vegan und auch nicht mehr vegetarisch, aber esse nur sehr wenig Fleisch. Diesen Sommer hatten wir das Glück die Wohnung von meiner Schwägerin zu „übernehmen“ und konnten daher in Graz von einem Garten profitieren – sprich kaum mehr Gemüse kaufen. Wirklich toll. Ich freu mich schon darauf, wenn wir mit dem Studium fertig sind und aufs Land ziehen können, wo wir uns auch so weit wie möglich selbst versorgen können. Leider müssen wir aus unserer Wohnung wieder raus, da der Vermieter verkaufen muss und die neue Wohnung hat nur eine kleine Terasse, aber immerhin.

    Aber jetzt zum Thema…

    Ich hab seit dem ersten Mal Regel mit 15 Jahren (vor 8 Jahren) immer mehr oder weniger starke Bauchkrämpfe, auch hab ich sie immer relativ unregelmäßig, was aber besser wurde seit ich meinen Freund hab.
    Vor einigen Jahren hat mein Vater dann in Deutschland eine Heilkräuterausbildung gemacht. Seither schaue ich, dass ich regelmäßig Frauenmanteltee trinke – nicht nur während der Regel, sondern schon vorbeugend. obwohl ich den Tee nicht besonders gut finde^^ Meine Mutter macht sich seit etwa einem Jahr auch eine Frauenmanteltinktur. Einfach frischen oder zur Not getrockneten Frauenmantel in Alkohl ansetzen und stehen lassen… Ich habs bisher noch nicht gschafft das zu machen…
    Schafgarbe hikft auch, wie bereits erwähnt wurde und irgendeine Tinktur hat mein Vater mir auch empfohlen, die muss man allerdings in der Apotheke bestellen und ich kann mich nicht erinnern wie sie heißt.
    Wahrscheinlich hast du deine Schmerzen mittlerweile in den Griff bekommen, was ich dir wünsche und mir für mich auch noch wünsche.
    Was mir bei verschiedensten Wehwehchen auch noch hilft ist die Moorpackung von Sonnentor. Das ist Heilmoor, es ist zwar in Plastik verpackt, aber es ist toll – ist quasi so ein Beutel, den es in den verschiedensten Größen gibt und je nachdem bei welchen Schmerzen man in benutzt, muss er entweder in heißem Wasser gewärmt oder in kaltem Wasser gekühlt werden.
    Eine Freundin, die Medizin studiert hat mir für die Schmerzen klarerweise die Pille empfohlen- auch für Verhütung – aber da ich seit Jahren nicht geimpft werde und Schulmedizin so gut es geht vermeide, bin ich klarerweise generell mal dagegen. Außerdem hat meine Schwägerin wegen der Pille Probleme schwanger zu werden und meine Oma hat zwei Gehirnblutungen gehabt, wo die Pille mitgespielt hat, und das will ich dann beidens echt nicht riskieren.

    So, jetzt hab ich da irgendwie ganz viel ganz durcheinander geschrieben, ich hoff, das ist nicht schlimm… =)
    Alles Gute weiterhin, man liest sich!
    Gruß aus Graz, Miriam

  7. Tinchen

    Hallo Lisa,

    einen tollen Blog habt ihr hier:)

    Lebe zwar in der Stadt, aber liebe es trotzdem möglichst das was ich kann selbst zu machen.

    Natürlich nicht in dem Umfang wie ihr es tut….

    Zu dem Thema Regelschmerzen….ich weiß nicht ob es noch aktuell ist….

    Erstmal die Tipps find ich echt toll.

    Da Regelschmerzen sehr individuell sein können und auch die unterschiedlichsten Gründe haben kann hier kurz meine Geschichte und Erfahrungen:

    Seid ich 12 bin habe ich meine Regel relativ heftig und stark.

    Mit Anfang 20 wurden die Schmerzen so stark das ich Schmerztabletten nahm.

    Ende 20 hatte ich dann von 4 Wochen 3 Wochen Schmerzen.

    1 Woche vorher…die Regelwoche …. und eine Woche danach.

    Die Woche vorher war die schlimmste. Unsagbar starke Schmerzen. Schlussendlich bin ich bei Tramal (verschreibungspflichtige Schmerztabletten) gelandet.

    Erst sagte man mir das wäre Endometriose.

    Da man das aber nur durch einen Operativen Eingriff bestimmt sagen kann hab ich den erstmal vor mir her geschoben.

    Einfach irgendwelche Hormone in mich reinschaufeln wollt ich auch nicht.

    Schlussendlich hab ich völlig entkräftet doch in die OP eingewilligt. Negativ….keine Endometriose.

    Schulmediziner sagen Organisch alles und Ordnung und sie wissen nicht woher diese starken Schmerzen kommen.

    Glücklicherweise hab ich dann einen Heilpraktiker gefunden der mir helfen konnte.

    Mein Körper war voller Toxine. Einmal durch schlimme Erlebnisse in der Kindheit…diesen Stress hat mein Körper in Toxine umgewandelt und dann die Schmerzmittel obendrauf.

    Nachdem ich eine Woche lang Magnesiuminfusionen, Ozontherapie und eine Stammzellenkur aus Plazenta und Uterus bekommen habe sowie einige Thymusspritzen ging es bergauf.

    Ausserdem habe nehme ich ein Chinesisches Mittel Chi F.

    Schmerzen können halt verschiedene Ursachen haben.

    Bei mir waren es die Toxine die sich im Körper als Hormonmimiks ausgegeben haben, sodass mein Körper dachte das Hormon ist vorhanden und braucht nicht mehr produziert zu werden. Dadurch hatte ich einen Progesteronmangel.

    Progesteronmangel kann man auch natürlich ausgleichen ohne sich die Chemiekeule zu geben.

    Jamswurzel hat zB Progesteron.

    Ausserdem hilfreich fand ich Magnesium hochdosiert zu nehmen.

    Ich weiß nicht ob das in dein Lebensbild passt.

    Aber ich dachte ich schreib das einfach mal….

    Deine Kräuterkunde find ich auf jedenfall sehr interessant. Bitte berichte weiter darüber :)

    LG

    Tinchen

    1. sabine

      Hallo Tinchen, danke für deinen ganz tollen und interessanten Erfahrungsbericht. FInde es ganz wichtig, dass jemand so etwas schreibt, denn ich habe lange genug im Bereich holistisch und psychosomatisch orientierter Medizin gearbeitet und wunder mich oft, wenn Kräuterheikunde ebenfalls symptomatisch angewendet wird, statt causal.

      Ich denke nur in den seltensten Fällen gibt es organische Ursachen für solche Regelschmerzen. Vielmehr sollte frau sich vielleicht mit ihrem "Frausein" und ihrem Verständnis dazu auseinander setzen . Und da die Frau glücklicherweise einen großen Teil ihres Lebens über die monatliche Blutung entgiften kann, ist dies auch ein extrem wichtiger Prozess, bzw. gibt die Qualität der Blutung in der TCM viel Aufschluss über den Gesamtzustand der Frau.

      Alles Liebe

      Sabine

  8. Angelika Stein

    Hallo liebe Frauen und Mit-Leidende

    ich möchte Euch gerne ein einfaches und genials Mittel gegen Regel-Schmerzen empfehlen. Ich habe früher 3 starke Tabletten gebraucht um durch den Tag zu kommen. Aber dann habe ich das ultimative Mittel gefunden

    1 Paket Salz in der Pfanne trocken richtig heiß werden lassen

    Einen Steufbeutel nehmen (so einen den man zum EInkaufen nimmt) Salz einfüllen, dann mit einem Starken Gummiband verschließen

    Salzpäckchen auf den Bauch legen, eventuell nach 15 mIn nochmal

    Das funktioniert unglaublich gut. Diese Salzpäckchen sind gut für alle hohlen Organe. also auch Magen… Hat alles was mit Yin/Yang zu tun…sehr spannend…

    lg

    Angelika

  9. Jennifer

    Hallo ihr Lieben!

    Erstmal möchte ich ein großes Lob aussprechen – finde eure Homepage großartig!

    Kleine Ergänzung: Habe sehr gute Erfahrungen mit "Frauenmantel" gemacht – als Tee schmerzlindernd bei allen Frauenproblemchen! Der Name einer Pflanze gibt zum Glück sehr oft Hinweis auf Ihre Verwendung zu Urgroßmutters Zeiten ;)

    Liebe Grüße aus der Steiermark

    Jennifer

  10. Bibi

    Hallo Lisa und alle anderen Leser_innen!

    Hab auch in der Zwischenzeit herausfinden können, dass sich sowohl in den Blüten, als auch in den Blättern der Schafgarbe Heilwirkung verbirgt, in den Blüten allerdings mehr, am meisten in den rosa gefärbten.

    Schafgarbe ist nicht nur als Tee super sondern äußerlich als Sitzbad! Anschließend ab ins warme Bett!!

    Auch diese Heilkräuter können im Sitzbad bei allen Frauenleiden Wunder wirken: Frauenmantel, Eichenrinde, Zinnkraut, Haferstroh, Gänsefingerkraut;

    Hab aus Anlass dieses Artikels auch wieder mehr Aufmerksamkeit auf Kräutertees während der "Happy-Days" (-die Bezeihchnung gefällt mir sehr gut) gelegt, und hab hier ein Rezept für einen ausgezeichneten "Frauenleidentee" und viele Recherchen:

    100g Schafgarbe, 25g Kalmuswurzel, 75g Kamillenblüten, 50g Löwenzahnwurzel.

    2 TL dieser Mischung für 2 Tassen Wasser während des Tages schluckweise trinken!

    Kalmus wirkt krampflösend, gegen Blähungen und Abgeschlagenheit, sowie Appetitlosigkeit;

    Löenzahn wirkt muskelentspannend;

    Aber auch diese Heilkräuter können bei der Menstruationsregulierung hilfreich sein:

    Frauenmantel: bei Unterleibsbeschwerden, Ausfluß; wirkt auch Geburtsfördernd und -erleichternd

    Gänsefingerkraut: kann bei starken Krampfanfällen in kurzen Abständen getrunken werden;

    Tipp: Gänsefingerkraut-Milch! Hat eine bessere Wirkung als Tee, da die Wirkstoffe des Gänsefingerkrauts durch den hohen Fettgehalt besser gelöst werden können. Dazu 2TL frisches od. getrocknetes Kraut mit heißer (nicht kochender!) Milch übergießen – ziehen lassen – schmecken lassen!

    Hirtentäschel: wirkt regulierend bei zu starker oder unregelmäßiger, aber auch bei sehr schwacher Blutung

    Rose: hilfreich bei übermäßiger Blutung, Schwindel und Kopfschmerzen; wirkt auch leicht abführend!

    Gesammelt werden die Blütenblätter, die noch nicht lange aufgeblüht sind – nur bei sonnigem, trockenem Wetter.

    Thymian: wirkt krampflösend

    Johanniskraut: wirkt beruhigend, ist gut für die Nerven und hilft bei depressiven Verstimmungen!

    (Blüten sammeln und trocknen; 2 TL für eine Tasse übergießen)

    Man kann auch sehr einfach Öl daraus herstellen: 100g Blüten in einer Flasche oder einem Glas (mit weitem Hals) mit der drei bis vierfachen Menge feinem Ölivenöl übergießen. Die Flasche gut verkorken und für etwa 6-7 Wochen in die Sonne stellen; in dieser Zeit färbt sich das Öl rot. Durch ein Tuch kann mans dann gut auspressen oder auch durch ein Sieb und gut abtropfen lassen.

    Das Öl ist wunderbar für Massagen während der Mens aber auch darüber hinaus! Es hat schmerzstillende Eigenschaften und wirkt bei Nervenleiden und -entzündungen. Man kann angeblich auch für die Verdauung ab und zu einen Löffel trinken, habs aber selber bisher nur äußerlich angewendet.

    Tipp: Echtheit der Pflanze überprüfen indem man eine Blüte zwischen den Fingern zerreibt: sie müssten blutrot sein! Es gibt nämlich auch falsches Johanniskraut!

    Wichtig ist natürlich noch zu sagen, dass alle hier genannten Kräuter nicht nur eine wirkung haben, somit kann es zu "unerwünschten Nebenwirkungen" kommen.

    Es sollte jede Frau für sich herausfinden, welche dieser Kräuter für Sie die richtigen sind!

    Honig hat ebenfalls beruhigende Wirkung und kann jeden Kräutertee verfeinern! Ausprobieren tut gut und schmeckt gut!

    Soweit, sogut… ich hoffe ich kann damit wieder ein bisschen weiterhelfen. Bin froh, meine Erfahrungen hier teilen zu können!

    *** danke, Mutter Natur! ***

  11. Bibi

    …ein kleiner Tipp ist mir noch eingefallen: Habe vor einiger Zeit aufgehört O.B. zu verwenden und bin zu den "guten alten" Binden zurückgekehrt.

    Ich fühl mich zwar oft nicht ganz soo wohl damit, aber die Krämpfe sind tatsächlich weniger!

    Hab da auch herumprobiert, wenn ich ein OB nehm, sind die Krämpfe auch schnell wieder da….

    habs mir Anfangs nicht vorstellen können, aber ein Versuch lohnt sich!

    lg, Bibi

  12. Bibi

    Hallo!

    War gerade überrascht, als ich bei den Bildern entdeckte, dass du die Blätter der Schafgarbe verwendest. Trinke auch regelmäßig Schafgarbentee aber nur von den Blüten. Meine Frage: Wisst ihr ob bzw welchen Unterschied das macht??

    Meine Mens-beschwerden (Krämpfe, Übelkeit, Schwäche, kreislaufprobleme bis zur Ohnmacht…) bekomme ich mit homöopathischen "Frauentropfen" in den Griff!! Gibts um wenige Euros in der Apotheke.

    Tee trinke ich auch gerne unterstützend, meist Schafgarbe oder Frauenmantel!

    viele Grüße,

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo Bibi!

      Tut mir leid, dass ich so ewig nicht geantwortet habe, ist leider etwas untergegangen bei mir.

      Jedenfalls zur Schafgarbe: Das mit den Blaettern war ein Missverstaendnis meinerseits. Die Heilwirkung ist hauptsaechlich in den Blueten. Hab ich erst spaeter kapiert… :)

      Meine Menstruationsbeschwerden werden uebrigens kontinuierlich besser. Vor allem die letzten zwei Male seit ich hier auf unserem Hof bin waren, als waere nie etwas gewesen. Ich bin zwar auch nicht super duper drauf aber ich bin meilenweit entfernt von all den Qualen. Bin gespannt wie es weiter geht. Und ich habe keine Ahnung warum das so ist. Ich weiss nur, dass ich hier wirklich viele tolle Tipps bekommen habe! Danke dafuer!

      Kurz zur Zusammenfassung fuer die, die es interessiert: Ein Mittel dass hundert pro wirkt habe ich nicht. Wie auch michaela schon erwaehnt hat, wirkt nicht alles bei allen gleich. Ich bin ja noch immer der Meinung, dass Sport hilft. Davon habe ich zwar die letzten 2 Monate kaum was gemacht, allerdings bewege ich mich mehr als davor (was bei einer zuvor ueberwiegend sitzenden Taetigkeit und einem jetzigen Hofleben nicht schwierig ist :)). Das fuer mich wichtigste ist aber glaub ich das psychische. Ich habe keine negativen Gefuehle mehr, wenn ich an meine Menstruation denke. Sie heissen jetzt "Happy Days" und ein paar Tage davor wird mir schon Schokolade und Entspannung versprochen – was kann daran noch negativ sein :) Unterstuetzend trinke ich noch diverse Tees (Schafgarbe, Hirtentaeschel, Kamille, Gaensefingerkraut) und manchmal achte ich darauf davor Magnesiumreiche Lebensmittel zu essen (irgendwer meinte mal, dass doch jeder weiss, dass Magnesium den SportlerInnen bei Kraempfen hilft..). Natuerlich koennte ich keine so positiven Gefuehle haben, wenn ich bisher trotzdem immer Schmerzen gehabt haette.. Aber ich bin trotzdem sehr ueberzeugt davon ein positives Denken an den Tag zu legen. Wenn man dann natuerlich noch das Glueck hat einen wundervollen Partner zu haben, der da voll mitspielt und einen verwoehnt, ist es natuerlich gleich nochmal einfacher, aber einfach ausprobieren. Verwoehntag draus machen :)

      Ach und Bibi, eine weitere Alternative zu OBs waere fuer Dich vielleicht die Mooncup: https://experimentselbstversorgung.net/mit-der-mon
      Da hast Du halt auch was "drinnen" – also wenn's daran liegt, weiss ich auch nicht ob's hilft. Allerdings trocknet die Mooncup die Schleimhaeute nicht aus. Also ich bin voll zufrieden damit :)

      @eva: Das mit der Waermflasche ist ein sehr ueblicher Tipp. Aber ich muss sagen, dass ich das Gefuehl habe, dass bei mir die Bauchschmerzen dann schlimmer werden. Ich hab das lange nicht wirklich "gemerkt", bis ich mal gehoert habe dass es so sein kann. Dann hab ich beim naechsten Mal reingespuert und hab sie lieber zu meinen Fuessen getan – die sind waehrend meiner Tage naemlich eh immer eiskalt (und leider nicht nur da… )

      Und ja an sich ist Tee schon ein Kraut hehe… aber ist ja egal Kraut hin oder her, hauptsache es hilft Dir :)

  13. eva

    Hallo Lisa,

    beim Drüberlesen hab ich das jetzt noch nicht gefunden, aber vielleicht hab ich's übersehen. Sorry daher, falls ich mich wiederhole.

    Bei mir war's früher immer ziemlich arg: Starke Schmerzen, manchmal Übelkeit, im Extremfall sogar ganz arges Herzrasen – fast Keislaufzusammenbruch.

    Was bei mir hilft:

    Wärme! Einen Thermofor auf den Bauch und es ist gleich besser.

    Schlafen: Zwei Stunden wie eine Tote, dann ist der Spuk vorbei.

    Schwarzen Tee oder Kaffee tut mir gut, macht mich an diesem Tag nicht wacher, hilft aber bei den Schmerzen (warum weiß ich nicht)

    Schokolade! Mag ich normalerweise nicht immer, aber wenn ich meine Tage kriege, dann hilft sie.

    Mit Kräutern habe in diesem Zusammenhang keine Erfahrungen anzubieten (außer Du lässt Schwarzen Tee als Kraut gelten).

    Ich mag aber meine Tage, auch wenn sie manchmal weh tun. Das gibt mir Zeit mich zu entspannen und ich fühle mich die ganze Woche so geerdet. Mehr mit dem Ursprung verbunden als sonst. Sogar die Schmerzen bringen mich mir selbst näher und zentrieren mich. Alles in allem eine gute Erfahrung für mich.

    Alles Gute weiterhin und liebe Grüße!

    Eva

  14. michaela

    ach ja, noch etwas ganz wichtiges:

    bewegung hilft! mag zwar oft eine überwindung sein, wenn schon schmerzen da sind, aber dasto mehr ich in bewegung bin und mich körperlich betätige, desto weniger krämpfe.

    und auch gelee royale, aber halt jeden tag, hat mir einige zeit sehr geholfen

  15. michaela

    ich habe jetzt nur die hälfte der kommentare gelesen, also soory, falls ich etwas doppelt poste:

    meine über 30 jährige erfahrung mit zt. unregelmäßiger und sehr schmerzhafter und tw auch sehr starker periode:

    1. jede art von medikation (egal gegen welches leiden) beeinflusst den verlauf

    2. es gibt frauen, wie mich, bei denen die pille kontraproduktiv ist

    3. erziehung: bekommst du von mädchenjahren an mit, dass die tage blöd, unangenehm, unrein, schmerzhaft … sind, dann sind sie das auch, nicht bauchfrei bei jeder jahreszeit herum zu rennen ist sicher hilfreich, verkrampftes schützen vor kälte aber nicht. ist sie ein kontrollinstrument für eltern?

    4. wie schau die einstellung zu sex, kindern, geburt etc. aus?

    5. heilkräuter, ja, das ist ein wichtiges thema, würde aber nicht generalisieren, sondern ausprobieren, was mir passt. schafgarbe ist zb. super, muss aber über längere zeit getrunken werden, was bei mir schon beim ersten mal in würgen geendet hat – ähnlich, wie es dir mit hirtentäschel ging. habe dann jahre einen bogen um sie als tee gemacht, höchstens als kraut im topfen verwendet und wieder jahre später schmeckte mir der tee auf einmal … würd mich also nicht auf spezielle tipps verlassen, sondern zwischen den tagen mal div. kräuter aus der frauen- und geburtsheilkunde als tee probieren. wenn du dich halbwegs auf deinen körper verlassen kannst, dann wird er dir zeigen, was er braucht. bei mir war's zu verschiedenen zeiten unterschiedliches: schafgarbe, gänsefingerkraut, himbeerblätter, weidenrinde (achtung bei starker blutung), mönchspfeffer, sogar johanniskraut und ringelblume, so wie salbei und rosmarien.

    6. so wirklich gut (geringe schmerzen, wenig pms) ging's erst nach der geburt meines dritten kindes, aber das ist eine längere geschichte. als conclusio hätte ich für mich erkannt: ich musste mich davon verabschieden, alles unter kontrolle haben zu müssen. jetzt darf die regel kommen, wie sie will, so lange sie will, so beeinträchtigend sie will … jetzt, wo ich wahrscheinlich nur noch ein paar jahre eine fruchtbare frau sein werde, jetzt ist sie ein (guter) teil von mir.

  16. lisa

    hej auch lisa :)

    bin heute virtuell über euren blog gestolpert (sehr interessant!) und da ich auch grade heute meine tage bekommen habe und wie meistens ein bisschen bauchschmerzen hatte und sie dann, auch wie meistens "wegtherapieren" konnte, hat mich dieser artikel besonders interessiert.

    vielleicht hab ich noch ein paar tips für dich:

    ich habe auch fast seitdem ich meine tage habe immer am ersten tag schmerzen und krämpfe. am anfang hab ichs einfach durchlitten, dann schmerzmittel und wärmflasche benutzt.

    jetzt habe ich seit ca. 2 jahren eine bessere lösung, und zwar versuche ich mir am ersten tag der regel so viel ruhe zu gönnen wie ich möchte und mir einen verwöhntag zu gestalten, an dem ich nur dinge tue die ich grade möchte. das macht dann psychisch das ganze auch schon viel netter.

    außerdem habe ich natürlich weiterhin meine wärmflasche und ganz wichtig, ich mache mir auch einen kräutertee, der wunder wirkt :)

    ich merke richtig, dass der tee anfängt zu wirken und wie die wirkung dann nach einiger zeit wieder abklingt. der tee besteht zu gleichen teilen aus getrocknetem beifuss und schafgarbe, von beiden sammelt man das blühende kraut, denn die inhaltsstoffe der blüten sind besonders wirksam. beifuss kannst du auch gut selber sammeln, der ist sehr verbreitet. ach ja und 10 min lasse ich ihn ziehen, manchmal nehme ich noch honig dazu.

    ich hoffe, du findest einen gute weg mit deiner regel umzugehen.

    drücke dir die daumen, dass dich die schmerzen in ruhe lassen!

    ps. hast du eigentlich einen mooncup oder ähnliches? kann ich nur empfehlen :)

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      @Lisa:

      Endlich komme ich mal dazu Dir zu antworten – und zu danken!
      Als ich das letzte mal meine Tage hatte, kamen sie "überraschend" (ich hab einfach drauf vergessen) so dass ich präventiv weder Sport gemacht, noch Tee getrunken habe. Das war so ca. 3Uhr nachts. Und dann hat mich Michael an Dein Kommentar erinnert. Und siehe da: Ein heißer Tee, ein entspannendes Fußbad und Fußmassage, ein bisschen Yoga-Sonnengrüße, was leckeres zum Essen (auf was ich grad Lust hatte) und zurück im Bett dann noch eine entspannende Kopfmassage. Und als Sahnehäubchen: Der Beschluss, ab jetzt immer einen Lisa-Verwöhntag daraus zu machen. Ich glaube diese Kombination hat Wunder gewirkt! Zum einen haben mich die Streicheleinheiten wahnsinnig entspannt, und zum anderen – wie Du schon sagtest – hat dieses "was positives draus machen" psychisch einiges bewirkt. —> Ich freu mich ohne scheiß auf das nächste Mal! Nur weil wir gesagt haben, dass das dann ein Verwöhntag wird. Mir haben zwar schon oft Leute geraten (mitunter sicher in den Kommentare zu diesem Artikel) "eine andere Haltung einzunehmen" – aber erst dieses Mal hat es Klick gemacht :)

      Jedenfalls hatte ich auszuhaltende – wenn auch sehr unangenehme – Bauchschmerzen und musste mich auch nicht übergeben. Aber es war trotzdem nicht so schlimm wie sonst. Bin schon sehr gespannt auf das nächste Mal… Jedenfalls habe ich keine Angst mehr davor oder ein ungutes Gefühl… :)

      Danke nochmal für die Tipps! Man könnte sagen, das ist so eines meiner spannensten Projekte, damit umgehen zu lernen.

      Und wie Michael schon erwähnt hat, ja, die Mooncup… würd ich nicht mehr hergeben :)

  17. Mareike

    Das ist ja spannend, dass ihr gerade auf die Bewegung zu sprechen gekommen seid. Mir geht es nämlich auch so, dass die Schmerzen (die ich, seit ich die Pille nicht mehr nehme, wieder ziemlich stark habe) nachlassen, wenn ich mich viel bewege – am besten natürlich an der frischen Luft. Und mein absolutes Wundermittel ist zur Zeit Yoga. Letzte Woche konnt' ich mich kaum bewegen – just an dem Morgen, an dem ich zum Yoga gehe. Trotzdem oder gerade deswegen bin ich aber hingegangen und hinterher war ich absolut schmerzfrei. Auch wenn ich mich über etwas aufrege oder ärgere habe ich mehr Schmerzen. Da steckt ganz schön viel Psyche drin, das denkt man gar nicht so.

    Ich wünsch' Dir, dass Du Deine Lösung für den Umgang mit Deiner Periode findest (viele gute Anregungen hast Du ja schon).

  18. monka

    hey,

    ich hatte von anfang an die regel 5-7 tage und die ersten 2 davon extrem stark. irgendwann sind starke schmerzen dazugekommen, ich bin ziemlich sicher, dass die – zumindest teilweise – psychisch bedingt waren (am anfang war ich froh, dass ich sie endlich auch hatte, und dann fand ichs nur noch nervig und mühsam und so).

    seit ich mich vegan ernähre ist die regel viel schwächer und kürzer geworden (also gefühlt einen halben liter weniger und nur noch 4-5 tage). und seit ich sport mache (laufen, 5 tibeter) hab ich auch keine schmerzen mehr.

    im letzten jahr hab ich zweimal regelschmerzen gehabt (und die waren gleich wieder so stark wie vor 5 jahren!). beim ersten mal hab ich mich unfallbedingt nicht viel bewegen können/dürfen/sollen und beim zweiten mal war ich einfach faul und hab mich auch nicht viel bewegt.

    die fünf tibeter sind 5 übungen die mensch täglich machen soll, dauert ca 20 minuten.

    die pille und tabletten gegen den schmerz hab ich nie genommen, weil ich da so ne phobie hab (kann keine tabs schlucken) und auch sonst hab ich gedacht, ich kann eh nix ändern und das bleibt jetzt so bis ich in den wechsel komm … ich weiß nicht mehr ob ich kräutertees probiert habe, wenn dann haben sie nicht geholfen.

    wobei ich glaub in meinem fall, muss ich sowieso vorher was tun. wenn die schmerzen da sind hilft nur noch embryostellung oder sonst irgendwie herumliegen und warten bis es vorbei ist.

    und wie geht es dir jetzt so? helfen die kräuter weiterhin?

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo monka! Danke der Nachfrage. Genau jetzt in diesem Moment häng ich eh wieder dran :) Die Kräuter versagen seither leider, bzw. war ich die letzten Male die Schmerzen betreffend so ängstlich, dass ich einfach präventiv schmerzstillende Tabletten genommen habe. Auch heute Nacht und sie haben nichtmal wirklich geholfen. Mit der Lösung bin ich gänzlich unzufrieden und hab mir vorgenommen mal zu schauen was ich so machen kann. Jemand hat eh Schüsslersalze oder sowas vorgeschlagen.

      Sehr interessant fand ich deinen Tipp mit der Bewegung. Es ist nämlich tatsächlich so, dass ich die Schmerzen (haben etwa vor einem Jahr angefangen) erst bekommen habe, nachdem ich lange keine Sport mehr gemacht hab. Bis jetzt nicht. Das ist total verrückt und ich kann mir das überhaupt nicht erklären, warum ich mich dazu nicht "überwinden" kann… Zwar gehe ich jeden Tag 40min zu Fuß zu Uni und die selbe Strecke zurück, aber das scheint nicht zu reichen. Was mich aber auch nicht wundert ehrlich gesagt ^^ Ich bin halt die letzte Zeit wieder ein bissl im Stress und um jede Minute froh in der ich verschnaufen kann. Tu mir einfach total schwer Sport in meinen Lebensalltag zu integrieren. Sowas wie Yoga oder eben die 5 TibeterInnen hab ich auch schon probiert einzubauen, aber morgens bin ich ja schon froh wenn ich so rechtzeitig aufstehe, dass ich noch frühstücken kann ohne zu spät zu kommen. Da hapert's ziemlich am Zeitmanagement. Ich bin echt gespannt wann ich anfange meine Körpersignale ernster zu nehmen. Erst im Sommer hatte ich mir den Ischias eingeklemmt – kommt ja auch von Bewegungsmangel. Wenn ich daran denke, wie ich mich immer über's Rauchen usw aufrege. Dabei scheine ich mich selbst um meinen Körper nicht ausreichend zu kümmern, selbst wenn ich auf jegliche Drogen inklusive aufputschende Getränke mit Leichtigkeit verzichte.

      Vielleicht hast Du wieder was bei mir ausgelöst – nur zu hoffen, dass sich bald der entsprechende Schalter umlegt, der zum tatsächlichen Wandel führt. Danke dafür :)

      Aber immer wieder komm ich zum gleichen logischen Schluss, den wir alle schon 1000fach gehört und verstanden haben. Gesunde Ernährung, ausreichend Sport, frische Luft, Flüssigkeit, ausreichend Entspannung etc. pp. – nichts Neues und doch – zumindest für mich – bisher anscheinend schwierig umzusetzen.

  19. Sandra

    Naja. Viel.

    Ich lebe gerade im Süden Chiles (andere Jahreszeit und wenig bis gar kein Frost im Winter (außer dieses Jahr), heimische Pflanzen bleiben grün und sehr nährstoffreiche Erde aber natürlich andere Pflanzen) Ich lebe auf einem riesen Stück Land, umgeben von Bauernhöfen. Die werden teils ziemlich altmodisch bewirtschaftet (Ochsen), und dann zb. haben sie Plastikgartenhäuschen. Ich würde gerne mein Gemüse pflanzen.

    Hab das noch nie gemacht und weiß nicht mal wo ich hier die Samen herbekomme. Und ob ich hier auf Qualität achten kann. Vielleicht habt ihr nen Tipp.

    Aber heute dachte ich mir, ich sollte am Besten einfach mit meinen Nachbarinnen reden und einen Bepflanzungsplan erstellen. Spanische Bücher helfen mir nicht wirklich und deutschsprachige wg Inhalt auch nicht, und lange im Internet suchen macht mich müde. Aber bin dankbar für jegliche Unterstützung.

    Naja falls ihr trotzdem Büchertipps für mich habt, wäre ich dankbar. Ich komme bald auf Ö Urlaub und dann kann ich welche besorgen. Und wir pflanzen hier ja auch Kartoffel, Karotten, usw.

    Es war interessant Eure Beiträge zu lesen. Habe mich in Österreich auch so gefühlt, aber wahrscheinlich hätte ich nichts geändert. Hier hingegen kann ich gar nicht anders als unter den einfachen Bedingungen zu leben. Kein Telefon, kein Kühlschrank, kein Ofen, leben in einem Baumhaus, Küche selbst gebaut, keine Heizung, einen Holzofen zum Kochen, eine Machete für Gartenarbeit, das Dunkel des Landlebens in der Nacht, usw. (habe 3 elektrische Geräte in der Küche)

    Also ich denke das für viele ein Rückschritt kein Problem darstellt, aber, dass der Schritt der Veränderung viel zu aufwendig ist. Und warum?! Sich selbst zu beweisen, dass man es auch ohne den ganzen Krimskrams machen kann. Das ist ja wohl klar, haben es alle Generationen vor uns gekonnt.

    Ich mag es hier. Ich vermisse nicht die Technik. (Habe zuviel… Internet) Ich mag die "Hammer ist kaputt, wart ich geh in den Wald, säge einen Ast, und repariere Hammer" Lebensweise der Chilenen. Ich wäre zum Baumarkt gegangen und hätte mich gefreut einen neuen kaufen zu können!

    Nun gut. Weiss ja nicht mal wem ich da schreibe.

    Also liebe Grüße, und viel Glück

    Sandra

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo Sandra!
      Interessant was Du da erzählst! Bezüglich Gemüsebau in Chile hast du Dir selbst wahrscheinlich wohl eh schon den besten Tipp gegeben. Einheimische zu fragen wird Dir sicher am meisten helfen. Literaturtipps findest du dann vielleicht bei irgendwelchen (Bio)Landwirtschaftsverbänden? Vielleicht kannst du dich an eine Art "Umweltberatung" wenden… Dazu hab ich für Chile auf die schnelle nur Greenpeace gefunden. Vielleicht haben die Tipps zum biologischen Gärtnern in deiner Klimazone. Aber wenn Du Deine Nachbar_innen fragst wirst Du schonmal abschätzen können was gut gedeiht und dann findest Du sicher auch zahlreiche Infos im Internet. Und Bio-Saatgut aus Chile… Einfach mal in der Suchmaschine eingeben – auf spanisch dann halt :)

  20. Sandra

    Hallo!

    Bin gerade beim Lesen Eurer Seite. Ich hab zwar noch nicht den Überblick, ob ich hier finde was ich suche, aber ich habe einen Tipp für Regelschmerzen.

    Ich lebe gerade in Chile, und hier wurde mir bis jetzt von den Frauen Oregano Tee gegen meine Schmerzen angeboten. Soll entblähende Wirkung haben, was zumindest bei mir häufig eine Ursache für die Schmerzen im Unterleib ist.

    Obwohl da hilft dan natürlich auch Kümmel, Anis, usw.

    Mir hats sehr gut getan, Bauch hat sich entspannt :)

    Liebe Grüße

  21. Monika

    zur europäischen Heilkunde: Jawohl, wir hatten hier auch Traditionen in Heilkräutern -bevor heilkundige Frauen u. Männer auf dem Scheiterhaufen landeten und das Wissen in den Klöstern weitergepflegt wurde(wobei die Verbrennungen nicht immer nur von den Kirchen her kamen, sondern auch vom Volk!).

    Was jedoch Hildegard von Bingen anbelangt: Sie hat nicht nur klassische Kräuterkunde im heutigen Sinne betrieben,sondern die Kräuter auch im mittelalterlichen Medizinverständis eingeordnet, d.h. nach Ständen(Bauernstand, Klerus, Adel), Geschlecht, Alter u.a.m. Die Oberen stellten im Mittelalter die Theorie auf, dass jeder Stand von Geburt an anders essen soll, sich kleiden soll. Also nicht etwa weil jem. körperlich arbeitet, sondern weil er/sie/es Bauer/Bäuerin ist, darf nur dies und dies gegessen/getragen werden.

    D.h. eine solche Medizin hilft uns nix mehr, es sei denn wir wollen daran glauben. Dasselbe gilt auch für die Theorien hinter tibetischer/ayurvedischer/chinesischer…Medizin: Ohne Glauben an die Theorie, bleiben nur die chemischen Wirkstoffe in den Pflanzen selbst. Und die können gewaltig sein(müssen aber nicht, falls nur Aberglaube tradiert wurde). Aber dazu muss mensch nicht in die Ferne schweifen, wir haben auch Kräuter gegen Alles: Mistel wird in fortschrittlichen Kliniken bei der Krebstheraoie angewandt, Herzmedikamente fussen noch heute oft auf Fingerhutpräparaten…

    Interessiert Ihr Euch also nicht für die manchmal merkwürdigen(ja teils diskriminiernd) Theorien, sondern mehr für die Wirksamkeit, so könnt Ihr z.B. Pharmazie studieren(zumindest in der Schweiz gehört dann Phytotherapie als Fach dazu). Das entsprechende dicke Kräuter-Buch ist von einem Herrn Wichtl verfasst. Es ist allerdings dermassen voll Tierversuche u. chemischem Geschwaffel, dass es mir ablöschte(in grossen bibis/Buchhandlungen). Statt nur seriöse Ueberprüfungen der alten ueberlieferungen zu machen, sind auch die PharmazeutInnen auf den Tierversuchszug aufgesprungen.

    Klein(gut zum mitnehmen), ohne tierversuche, aber doch naturwissenschaftlich, mit Sammel- u. Anbautipps, Zubereitungstipps ist: Prof. Dr. Hans Flück, Dr. Rita Jaspersen-Schib: Unsere Heilpflanzen. Gibts auch in frz., ital., engl., ndl., schwed..

    Oder beim Packpapierverlag(hippie-Selbstversorgung- Anarchie-Veganismu. für alle erschwingliche Bücher auf Abfall/umweltpapier…) gibt's verschiedene billige bis billigste Heilkräuterbücher, in guter Qualität. Der Verlag ist auf dem Internet zu finden oder an Hippiefestivals. gibt auch die Lichtheimat-Selbstversorgungsbüchlein heraus(zeimlich vegi, aber nicht vegan). Darin werden auch Kräuter genannt, z.B. Blutwurz in der Praxis.

    Dass "Essbare Wildpflanzen" ist in der Tat genial, weil a.) gegen Tierversuche, b.) gegen Fuchsbandhysterie, c.) gegen Huflattichhysterie u. das auf wissenschaftlicher Basis.

    Was die Periode angeht: Laut PCRM(amerikan. vegane MedizinerInnen, wisssenschaftl, daher tierversuchsfrei, auf Internet findbar) hängt's auch davon ab, ob veganerin gesund isst(vollkorn! wirklich, wirklich fettarm u. Bewegung).

    RohköstleR sagten mir, Rohköstlerinnen hätten Menstruation nicht nötig. Doch leider kenne ich keine Rohköstlerin um sie fragen zu können.

  22. teichrose

    Ich habe gute Erfahrungen mit Frauenmantel und Schafgarbe gemacht. Die Kräuter zu gleichen Teilen mischen und als Tee aufgießen. Vier bis sechs Wochen lang jeden Morgen auf nüchternen Magen eine Tasse Tee trinken. Danach ist es deutlich besser. Die Wirkung hält bis zu einem Jahr.

  23. Nina St.

    ach herje, hab mir leider nciht alles durchlesen können, nur habe ich gesehen, dass die psyche erwähnt wurde und oh ja das kann ihc nur bestätigen! ^^ hatte streit mit meiner schwester und mutter, danach so heftige regelschmerzen, dass ihc mich erstma ne viertelstunde hinsetzen musste.. als mich danach mein freund in den arm genommen hat, ging es sofort besser! entspannung eben ;)

    sonst habe ich ein paar tipps: mistelkraut z.b. (muss man über nacht kalt ansetzen und dann am morgen erwärmen) oder wie schon erwähnt schafgarbenkraut, himbeerblätter.. gibt auch richtige zyklustees (himbeerblätter z.b. in der ersten zyklushälfte und schafgbabe in der 2.) schafgarbe ist sowieso mein liebling, da er nach einer langen krankheit, in der ich keine menstruation hatte, mir diese wieder gebracht hat…(jaja ich weiß es ist nich immer schön ^^ aber ganz ohne auch nich..) aber auch schwedenbitter umschläge oder einreibungen haben mir geholfen…

    sowie vegane ernährung *grins* aber kurz vor der periode sich kohlenhydrat und eiweißarmer zu ernähren funzt auch.. wobei ich das bei den heißhungerattacken ziemlich schwer find;)

    liebe grüße nina

  24. Claudia

    Hallo Lisa!

    Gut, dass wir gestern im Seminar auf deinen Blog geschaut habe, heute liege ich nämlich darnieder und hab mich grad an deinen Artikel erinnert.

    Bei mir haben die Schmerzen auch nach dem Absetzen der Pille angefangen, davor nie Beschwerden. Eigentlich, schlimm, dass das so vielen Frauen (ich glaub, die wenigsten nehmen sie aus Spaß) aufgeschwatzt wird, wo das ganz klar ein gewaltiger Eingriff in den Körper ist und da scheinbar einiges aus dem Gleichgewicht wirft.

    Ich werd mir auf jeden Fall in der Apotheke oder im Reformhaus was besorgen gehen (Park = Hundeklo, leider hab ich keine "vertrauenswürdige" Wiese in der Nähe) und dann hoffentlich das nächste Mal nicht zwischen Liegen oder Leiden entscheiden müssen.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende!

    Claudia

  25. Pingback: Außer Betrieb « Die Welt um mich

  26. Sabine Kiener-Hartl

    Hi Lisa,

    zu Deiner "Einladung": ist ja ganz toll, wenn's nicht gerade regnet, dann ist es hier auch schon richtig schön sommerlich ;-))….. das Blöde ist bloß, dass es so oft regnet :-(.

    Also, traditionelle mitteleurpäische Medizin ist ja unsere Phytotherapie, also die Heilkräuterkunde. Vielleicht schaust Du mal nach Büchern von Hildegard von Bingen. Vielleicht gefällt Dir das ja. Bevor ich hier viel schreibe, recherchiere einfach mal im Internet über diese Nonne… ich denke, dann bekommst Du schon ein Gefühl, ob Dir ihre Kräuterkunde zusagt.

    Und das andere habe ich Dir ja schon geschrieben… das Buch, das ich habe, das sind schon Kräuter aus unserer mitteleuropäischen Region, nur ist die Anamnese eben chin.-medizinisch "aufgezogen". D.h. Du kannst schon unter PMS nachsehen, aber da stehen eben dann die unterschiedlichen chin. Diagnosen entsprechend den Schmerzqualitäten, -quantitäten usw. Das ist eben der Unterschied zur westlichen Medizin, da ist PMS gleich PMS. Darum fand ich es so toll, dass Du die Verschiedenartigkeit des Schmerzes angesprochen hast.

    Das Problem in der westlichen Medizin ist, das hier der Mensch mehr als Maschine gesehen wird, die repariert werden muss, wenn was aus dem Ruder läuft. In der chin. Medizin besteht der Mensch aus Körper, Geist UND Seele und wird in seiner Gesamtheit betrachtet. Aber ich habe das Gefühl, dass auch hier langsam (GAAANZ langsam) ein geistiger Wandlungsprozess stattfindet unter den Ärzten. Was aber nicht heißt, dass Ärzte, die Akupunktur machen, diesen Wandlungsprozess schon vollzogen hätten. Die meisten haben ihn noch gar nicht angefangen, denn die Ausbildungen mit 120 Stunden (damit die Kassen die Aku. bezahlen) ist viel zu kurz um in der Geisteshaltung was zu ändern oder diese Medizin gar zu verinnerlichen. Von meinen Patienten, die bereits bei einem Arzt zur Aku. waren, habe ich immer wieder gehört, dass keiner eine chin.-med. Anamnese gemacht hat, die haben einfach symptomatisch genadelt… so, wie sie eben auch ihre Rezepte verschreiben… für Kopfschmerzen die Tabletten und für Halsschmerzen jene Tabletten. Für eine gute Anamnese habe die gar nicht die Zeit und die bezahlt ihnen auch keine Kasse, die dauert nämlich mind. eine Stunde.

    Wäre schön, wenn Du mir schreiben würdest, was Du von Hildegard von Bingen hälst.

    Und das Buch bringe ich dann mit, wenn ich – vielleicht im August??? – mit Matthias komme.

  27. Sabine Kiener-Hartl

    Hi Lisa,

    das mit den Heilkräutern ist ja allseits bekannt, schön für Euch jedoch, dass ihr sie frisch ernten könnt. Ich könnte hier ja auch mal auf die Suche gehen, aber wie ihr wisst => Flughafen und hunderte Flugbewegungen täglich…. möchte nicht wissen, wie viel Giftstoffe an den Kräutern haften….da ist es wohl besser, doch in die Apotheke zu gehen. Dort werden alle "Drogen" untersucht und sind mit Sicherheit "sauber" (kann ich übrigens auch für den Einkauf von div. Gewürzen wie Pfeffer, Curry, Kümmel usw. empfehlen; erstens billiger als im Lebensmittelgeschäft und zweitens ohne Giftstoffe).

    Was ich allerdings bei Deinem Beitrag super fand, dass Du die verschiedenen Arten des (Perioden-)Schmerzes angesprochen hast. In der chinesischen Medizin ist es ein MUSS, vor der Behandlung (Nadelung, Massage, Kräuterrezeptur) eine ordentliche Anamnese zu machen u.a. auch mit der Abfrage der Schmerzqualität, -quantität und -intensität. Denn jeder Mensch ist ein Individuum und jeder hat ein anderes Schmerzempfinden.

    Und…. was sehr richtig bemerkt wurde… das Essen hat großen Einfluß auf die Art der Periode und auch auf den Schmerz bzw. darauf, ob er überhaupt vorhanden ist (so etwas gibt es nämlich auch ;-). Allerdings beurteilt man das in der chin. Medizin etwas anders als in der westlichen (ich meine anders als: zu wenig Eisen, mehr Magnesium o.ä.).

    Es ist äußerst sinnvoll, wenn man (Du) sich die Arbeit macht, die Kräuter nach der Art des Schmerzes zu wählen. Ich habe ein Rezepturbuch nach westl. Kräutern, das allerdings chinesich-medizinisch aufgebaut ist, in dem also die Schmerzen an sich, aber auch das ganze andere "Drumherum" wie kalte Extremität, nachts nicht schlafen können usw. mit abfragt und man dann erst eine chin. Diagnose stellt und dann das entsprechende Rezept erhält. Aber: da sind natürlich auch Kräuter drinnen, die man dazukaufen muss, dann es wachsen nun mal leider nicht alle Kräuter überall.

    Wenn Du magst, dann werde ich das Buch mal mitbringen, wenn ich Euch das nächste Mal besuche.

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo Sabine!

      Das klingt sehr spannend, nimm das Buch gerne mal mit :)) Jetzt musst du eh mal wieder kommen, es ist schon so sommerlich! (Wenn es nicht gerade regnet..)

      Was ich mich bei der traditionellen chinesischen Medizin immer frage: Gibt es nicht auch sowas wie "traditionelle (mittel)europäische Medizin"? Die Natur muss doch auch hier etwas geschaffen haben um sich zu heilen, oder? Also ich weiß es natürlich nicht aber das kommt mir da immer als erstes in den Sinn. Ich hatte bisher zwar noch kein Heilkräuterbuch in den Händen, aber auch im Internet stoße ich sehr oft auf Pflanzen, die hier nicht wachsen. Funktioniert die traditionelle chinesische Medizin nur mit den dort wachsenden Sachen? Oder gibt's da quasi mitteleuropäische Äquivalente die genau so wirken würden?

  28. Luise

    Hi!
    Allzuviel kann ich dir nicht helfen, da meine Periode immer sehr mild vonstatten geht. Ich hatte als ich noch die Pille nahm, oft Kopfschmerzen, aber seit dem Absetzen fast gar keine Schmerzen mehr.
    Was ich allerdings sehr interessant finde, ist der mögliche Zusammenhang von physischen Beschwerden und der Psyche: Eine Freundin von mir hat sich immer über ihre Periode geärgert und gewehrt und hatte immer schreckliche Schmerzen. Irgendwann hat sie dann aber beschlossen, dass die Menstruation doch eigentlich was Schönes ist und sie als Geschenk angenommen und seitdem hat sie kaum noch Schmerzen.
    Außerdem habe ich mal gelesen, dass solche Periodenbeschwerden auch mit der Ernährung zu tun haben können. Ich weiß zumindest, dass ich immer ganz schlapp werde, wenn ich während meiner Periode nicht genug eisenhaltige Sachen esse.
    Ich habe auch mal zwei Monate lang eine Ernährungstabelle geführt, in die ich reingeschrieben habe, was ich gegessen habe und was es enthält und dann jeden Abend zusammengerechnet habe, ob ich am Tag auf meine täglichen Bedürfnisse gekommen bin. Ist echt spannend! Außerdem merkt man, dass es einen guten Grund hat, wenn einem der Körper sagt, dass man unbedingt etwas Bestimmtes essen soll/Heißhunger hat. Meistens fehlen einem immer genau die Inhaltsstoffe, die dieses Nahrungsmittel hat.
    Da du es erwähnst – Methode mit dem Temperaturmessen: Das mache ich und solange man es wirklich konsequent jeden Tag macht, ist es echt super! Man lernt viel über den eigenen Körper und ich sehe außerdem immer genau, an welchem Tag meine Periode kommt! :)
    Viel Spaß beim Experimentieren und Auf-den-Körper-Achten.
    Luise

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo Luise!

      Das mit der Psyche glaub ich gerne. Sehr schöne Gedanken die du hier mitteilst. So oder so ähnlich hat Michael auch schon versucht "auf mich einzureden" indem er meinte, ich sollte mich nicht zu sehr hineinsteigern und im Vorhinein schon an die Schmerzen denken und wie schlimm sie denn wieder werden könnten. Da ist wirklich was Wahres dran und ich versuche das umzusetzen. Wie gesagt finde ich ja auch, dass die Menstruation ein absolutes Wunder der Natur ist aber bisher fällt es mir schwer sich das vor Augen zu halten, wenn man mal Erfahrungen mit schlimmen Schmerzen hatte, von denen man weiß (aha! Da liegt wohl der Fehler :D), dass sie wieder kommen könnten.

    2. Hanna

      Ich glaub auch, das positive Gedanken der Schlüssel sind, aber wie Lisa schon geschrieben hat – wie kann man die Regel als etwas Positives sehen, wenn man jedes Mal vor Schmerzen halb stirbt? Und ich hab eigentlich auch jedes Monat ziemliche Angst davor und ohne Schmerzmittel geht gar nichts (und ja, ich weiß, wie schrecklich das ist). Was ich immerhin weiß, ist, wie mans macht, wenn man einmal eine Tochter hat. Hab schon viel darüber gelesen, es mit ihr zu feiern, wenn sie ihre erste Regel kriegt und was wirklich Positives draus zu machen. Bei mir war das halt anders. Meine Mutter hat immer Schmerzen gehabt und für mich war das einfach normal… Regel = Schmerzen. Ich hab erst viele Jahre später herausgefunden, dass es eigentlich normal ist, keine Schmerzen zu haben. Schlimm, oder?
      Falls also jemand herausfindet, wie man die Angst vor den Schmerzen los wird und es als etwas Positives wahrnimmt, sagt mir bitte Bescheid :)

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo Judith!

      Einer Freundin hat es gestern auch schon geholfen! Bin mal gespannt wie es deiner Freundin damit geht :)

      Das Buch klingt einerseits sehr spannend und andererseits beschleicht mich dabei ein komisches Gefühl… kann aber gar nicht sagen warum. Im Prinzip wirkt man bei einer Krankheit mit Pflanzen auch auf den Körper ein.. Vielleicht kommt es mir so komisch vor, weil ich die Menstruation nicht als Krankheit sehe (du ja wahrscheinlich auch nicht)? Keine Ahnung. Mir scheint du beschäftigst dich mit alternativer Verhütung – was sagst du zur Methode mit dem Temperatur messen? Hab mich noch nie damit beschäftigt aber es klingt auf's erste "besser" als mit Pflanzen einzugreifen.. Aber wie gesagt, kenn mich damit überhaupt nicht aus. Nur so meine spontanen Gedanken und Gefühle dazu. Würd mich aber freuen wenn du von dem Buch berichtest!

      1. Vici

        Also ich bin ein absoluter Befürworter der Themperaturmethode! Seit dem ich das mache, habe ich soviel über meinen Körper gelernt und gehe mit meinem ganzen Zyklus viel selbstbewusster um. Ich denke das ist auch ein Grund, warum ich weniger Menstruationsbeschwerden habe, weil ich auch psychisch damit in Einklang gekommen bin, dass das einfach eine wichtige Etappe meines Zyklus ist. Ich verhüte jetzt auch schon seit sechs Monaten mit der Themperaturmethode und solange man einen gleichmäßigen Zyklus hat und eine ausgeglichene Lebensweise funktioniert das echt gut! Ich vertraue meinem Körper auch inzwischen mehr als ich der Pille damals vertraut habe, da man ja selbst bei der Pille nicht die 100% Wahrscheinlichkeit hat, nicht schwanger werden zu können. Bei meinem Körper jedoch fühle ich inzwischen ganz genau, wann mein Eisprung ist, wann meine fruchtbaren Tage und wann meine unfruchtbaren Tage, warum meine Hormone manchmal verrückt spielen, und warum ich manchmal ohne Grund Stimmungsschwankungen habe. Alleine dieses Selbstbewusstsein für den eigenen Zyklus ist so wichtig für eine Frau, dass ich es unfassbar finde, dass so wenige Frauen Bescheid darüber wissen. So viele Frauen wissen nicht mal was genau der Eisprung ist und wann dieser stattfindet. Nur wenige Frauenärzte erklären das genau und in der Schule lernt man sowas schon gar nicht… Das ist wirklich schade in unserer Gesellschaft. Per Knopfdruck verschreibt man die Pille und „beseitigt“ alle Probleme ohne dabei zu wissen, was genau die Pille mit einem anstellt… Deshalb: auch wenn ihr euch nicht wohl fühlt dabei mit der Themperaturmethode zu verhüten, tut es wenigstens um euch kennenzulernen und dieses wunderbare Selbstbewusstsein zu bekommen!
        Dieses Buch hat mich selber dazu sehr inspiriert: „Natürlich und sicher – Das Praxisbuch: Sichere Empfängnisregelung ohne Nebenwirkungen Familienplanung mit sensiplan“

        1. Anja

          Liebe Vici,

          ich stimme Dir in allen Punkten zu – bis auf einen: man braucht eben NICHT unbedingt einen regelmäßigen Zyklus, um mit der Temperaturmethode zu verhüten. Das ist ja das Tolle. Genau dieses Vorurteil hat mich lange Zeit von dieser Methode abgehalten, weil ich dachte, dass das bei meinem unregelmäßigen Zyklus ja eh nicht geht. Aber genau darum misst man ja die Temperatur und schaut sich am besten noch zusätzlich den Zervixschleim an. Beides in Kombi verrät ziemlich sicher, wann die fruchtbaren Tage sind, auch wenn man – wie ich – den Eisprung in den allerseltensten Fällen merkt. Aber danach geht eben die Tempi hoch und der Zervixschleim wird „spermienunfreundlich“ – sprich: unfruchtbar für den Rest des Zyklus. Es ist nur vor dem Eisprung etwas unsicher, weil man bei einem unregelmäßigen Zyklus nie weiß, wann der ist und er lässt sich nicht voraussagen und schon gar nicht berechnen. Die zweite Zyklusphase (also nach dem Eisprung) ist immer ziemlich gleich lang. So im Schnitt 12 bis 14 Tage. Aber die erste Phase (also vor dem Eisprung) kann mal 10 oder 20 oder 30 Tage oder noch länger dauern. Das ist von Frau zu Frau verschieden und auch bei einer Frau nicht von Monat zu Monat gleich. Da kann man dann nur einen Zykluskalender mit den Messdaten führen und Wahrscheinlichkeiten abschätzen. Tja, und im Zweifel hilft eben das gute alte Kondom oder schlicht Enthaltsamkeit ;-)
          LG
          Anja

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