Experiment Selbstversorgung https://experimentselbstversorgung.net Schritt für Schritt zum frei sein Wed, 31 May 2017 05:21:09 +0000 de-DE hourly 1 https://experimentselbstversorgung-experimentselbst1.netdna-ssl.com/wp-content/uploads/2015/10/cropped-mariendistl_profilbild_exsv-32x32.jpg Experiment Selbstversorgung https://experimentselbstversorgung.net 32 32 21863498 Second Hand – auch bei Computer und Laptop https://experimentselbstversorgung.net/second-hand-computer-laptop/ https://experimentselbstversorgung.net/second-hand-computer-laptop/#respond Tue, 30 May 2017 16:47:05 +0000 https://experimentselbstversorgung.net/?p=118441 Ein Artikel von Michael Hartl

Bild von zwei gezeichneten GreenPanda Pandas. Einer mit Aktenkoffer, der andere mit Robin Hood Kostüm.Kleidung, Hosen und Möbel - alles wird gebraucht gekauft. Aber bei Elektronik ist das eher selten. Dabei kann man damit Gutes tun - und spart Geld dabei!

Der Beitrag Second Hand – auch bei Computer und Laptop erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
Ein Artikel von Michael Hartl

Bild von zwei gezeichneten GreenPanda Pandas. Einer mit Aktenkoffer, der andere mit Robin Hood Kostüm.

Zu Weihnachten letzten Jahres ging mein Handy kaputt. Erster Gedanke: „Guter Zeitpunkt. Geschenke!“ Zweiter Gedanke: „Nicht noch mehr Elektronikmüll und Produktion erzeugen!“

Was bei Kleidung und Küchenutensilien für mich ein alter Hut ist, war hier plötzlich Neuland: Second Hand. Ein Handy kaufen, das schon mal wem gehört hat. Also hab ich mir verschiedene Plattformen angesehen und viel gelesen, wie es anderen bei den unterschiedlichen Formen ging. Und hatte bald mein „neues“ gebrauchtes Handy samt Garantie in der Hand.

Meine Neugier war geweckt. Ginge das auch mit Computern und Laptops? Denn für meine Selbständigkeit brauche ich schon so ein Gerät. Dieses einfach irgendwo online zu ersteigern, ohne Garantie oder nur mit Gewährleistung – ich weiß nicht. Da hab ich zu viele Bedenken, um ehrlich zu sein: Wie ist der Zustand tatsächlich? Sind da Viren drauf? Funktioniert auch alles wie versprochen?

Und dann bin ich auf einen Anbieter aus meiner Heimatregion gestoßen:

Der grüne Panda aus dem Großraum München

Bild von zwei gezeichneten GreenPanda Pandas. Einer mit Aktenkoffer, der andere mit Robin Hood Kostüm.

Ja, jetzt werden wieder ein paar Aufschreien, dass ich Werbung für eine Firma mache – aber aus meiner Sicht sind eben nicht alle Firmen gleich. Und wenn eine Firma versucht, eine eben tatsächlich vorhandene Nachfrage ökologischer zu befriedigen, als es aktuell der Fall ist, finde ich das unterstützenswert und einen Schritt in die richtige Richtung.

Und darum erzähle ich euch jetzt auch, was ich an Green Panda gut finde.

Gegen die Wegwerf-Elektronik

Es ist ganz alleine schon mal eine feine Idee, dass man qualitative Computer gebraucht kaufen kann. Green Panda hat dabei ausschließlich sogenannte „Business Geräte“ im Angebot, die höherwertiger verarbeitet sind als normale „Consumer Notebooks“. Die höherwertigen Business Notebooks haben zum Beispiel oft Magnesiumgehäuse, Stahlscharniere und matte Displays – alles Punkte, die die Geräte im Normalfall langlebiger machen. So kann man bei Green Panda zum Beispiel Dell Notebooks gebraucht kaufen oder gebrauchte ThinkPads (die Business-Serie von Lenovo).

Bei den sogenannten „Consumer Geräten“ steht oft der Vorwurf im Raum, dass diese so konstruiert seien, dass Sie nach wenigen
Jahren kaputt gehen. Damit die Produktion weiter gehen kann. Und damit das Wirtschaftswachstum. Dieses bewusste Einbauen von schwachen Scharnieren bei Displays oder anderen Sollbruchstellen nennt sich geplante Obsoleszenz. Diesem Trend kann man mit langlebigen Produkten entgegenwirken. Und kaufst du diese gebraucht, sind qualitative Geräte sogar billiger als die Wegwerfelektronik vom Elektrodiscounter.

Besser für die Umwelt

Das das Ganze viel ökologischer ist, sollte eh jeder Person klar sein. Und zwar doppelt besser:

  1. Wenn ein Gerät nicht weggeworfen wird, vermeiden wir Elektromüll, dessen Entsorgung und Zerlegung nicht gerade rühmlich für unsere Gesellschaft abläuft.
  2. Ein Gerät ordentlich herzurichten, samt Tests, Reinigung und ein paar Ersatzteilen, verbraucht deutlich weniger Energie und Wasser als die Herstellung eines neuen Geräts.

Ist wie bei allem mit Second Hand so – aber bei weitem noch nicht so in.

Eine Firma als Verkäuferin, keine Privatperson

Bild vom Green Panda Panda.Auch das finde ich einen großen Vorteil, denn wenn ich mir gebrauchte Elektronik irgendwo ersteigere, ist damit meist keine Garantie verbunden. Bei Green Panda kann ich zu meinem Gerät 12, 24 oder 36 Monate Garantie haben – und in der Zeit jeden nicht selbst verursachten Schaden repariert bekommen. Und eine Firma, die ständig Computer herrichtet, hat halt auch richtig Ahnung davon. Das ist was anderes als ein eben mal neu aufgesetzter Rechner, den ich von irgendwem übernehme.

Ein letzter Punkt für mich ist noch, dass ich bei einer Firma davon ausgehen kann, dass sie Originalsoftware verwendet und ich nicht plötzlich mit einem Gerät arbeite, auf dem Raubkopien sind. Unwissenheit schützt ja vor Strafe nicht. Microsoft unterstützt daher das „Wieder aufmöbeln“ von Computern und Laptops und hat eigene Lizenzen für die „Refurbisher“, um einen Beitrag gegen geplante Obsoleszenz zu leisten. Somit ist die Software garantiert legal und es kommt bei Updates oder ähnlichem nicht zu Problemen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Zukünftig werde ich nicht nur Handys Second Hand kaufen, sondern wenn möglich auch nur noch gebrauchte Laptops und gebrauchte PC.

Hast Du Erfahrung mit Second Hand Computern oder Laptops? Was hältst Du generell von der Idee? Erzähls mir in den Kommentaren!

 


Lies weitere Artikel von Lisa und Michael auf der Website zum Experiment Selbstversorgung.

Der Beitrag Second Hand – auch bei Computer und Laptop erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
https://experimentselbstversorgung.net/second-hand-computer-laptop/feed/ 0 118441
Ich bin ein GLÜCKSKIND! Ideen zum ‚Glücklich Sein‘ https://experimentselbstversorgung.net/ich-bin-ein-glueckskind-ideen-zum-gluecklich-sein/ https://experimentselbstversorgung.net/ich-bin-ein-glueckskind-ideen-zum-gluecklich-sein/#comments Thu, 11 May 2017 09:40:54 +0000 https://experimentselbstversorgung.net/?p=117793 Ein Artikel von Eva Lissek

eine Sammlung Kleepflanzen in der SonneHast du einfach immer Pech, andere sitzen immer auf der Sonnenseite? Eva schreibt über innere Einstellung, positives Denken, Bewusst und Glücklich sein.

Der Beitrag Ich bin ein GLÜCKSKIND! Ideen zum ‚Glücklich Sein‘ erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
Ein Artikel von Eva Lissek

eine Sammlung Kleepflanzen in der Sonne

…du hast halt einfach immer Glück ! …..Ist das so? Wie geht das mit dem glücklich Sein?

Haben einige Menschen einfach immer Pech und andere dagegen dürfen immer auf der Sonnenseite sitzen?

Sehen wir vielleicht auch bei anderen einfach immer nur das, was wir selbst gerne hätten durch eine rosarote Brille? Zeigen wir vielleicht auch die Schattenseiten unseres Lebens nicht immer „den anderen“?

Wie ist das mit der SICH SELBST ERFÜLLENDEN PROPHEZEIUNG?

Eine schöne Geschichte ist auch die vom alten Mann und seinem Pferd (chinesische Legende)

Ja, ich bin ein Glückskind!

Ich versuche, aus jeder Situation das Beste zu machen. Mit Vertrauen in mich, die Menschen und die Welt, dass alles so sein darf und gute Seiten hat.

Fehler sind da, um aus ihnen zu lernen. Also lass uns anfangen, Fehler zu machen, aber auch aktiv daraus zu lernen.

Wer kennt nicht den großartigen Poetry-Slam von Julia Engelmann?

„Also los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen!“

Glaub an dich, gehe mit MUT in die Welt, sei achtsam, bewusst und dankbar, dann ist es dir möglich, deine Komfortzone zu verlassen und dann schreiben sich die Geschichten von ganz alleine.

Um auf die Eingangsfrage zurückzukommen… Ein Selbstversuch

Ich bin der Meinung, dass wir Pech und Glück im Leben selbst definieren. Und damit eben auch etwas in der Hand haben, zum glücklich Sein.

Wenn ich einen x-beliebigen Tag von mir auseinandernehme, dann könnte ich dir mit Sicherheit 5 Dinge aufzählen, die wieder mal ätzend waren.

Ich mache jetzt – ganz spontan für dich – den Selbstversuch.

Tag A

Gestern (21.1.) bin ich morgens aufgewacht und hatte Bauchweh. :-( So ein Mist, der Tag beginnt ja schon wieder echt mieserabel! Dann waren wir mit unserem Team bei einer Praxiseröffnung- puh, hier wird es gerade echt anstrengend, was Negatives zu finden, weil es so gar nicht meiner Einstellung entspricht-…Aber doch, es gab Schnittchen, aber nichts annähernd veganes dabei….viel mit Fleisch, „ach Mensch, was für eine Welt, denken die Menschen denn gar nicht mehr nach?“

Danach bin ich spontan Skifahren gefahren. Mein Mitfahrer musste noch etwas holen, parkte ohne Parkschein, ich blieb im Auto,- Es kam die Politesse und nur mit viel mühsamem Lächeln gelang es mir, dass sie vorbei ging. Was für eine Sorge hatte ich, dass sie zurückkommt. „Sowas passiert aber auch immer mir!“

Die Straßen waren überfüllt, einen Parkplatz bekamen wir auch nicht mehr und mussten an der Straße parken. „Hätten wir nicht wenigstens einmal an dem Tag Glück haben können?“

Eine ganze Stunde am Skiverleih warten, wertvolle Zeit zum Skifahren verloren – „na toll, wenn der Tag so weitergeht, wäre ich besser heute morgen direkt im Bett geblieben.“

…..Puh, geschafft, wer mitgezählt hat, das waren bereits 5 Punkte.

Und nun? Auch wenn es jetzt mit Nachdenken zu diesem Text kam, ich merke jetzt schon, wie mich dieses Denken aussaugt.

Deswegen direkt im Anschluss die Schilderung, wie mir der Tag wirklich in Erinnerung geblieben ist:

Tag B – glücklich sein!

Ich wachte mit Bauchweh auf und machte mir Sorgen, dass ich mich damit den ganzen Tag herumschlagen muss. Aber nein! Nach dem Toilettengang ist alles schon wieder gut. „Großartig, der Tag kann beginnen!“

Mit meinen Kolleg*innen bin ich zu der Praxiseröffnung gegangen. Was haben wir ein tolles Team, selbst am Wochenende freuen wir uns, uns zu sehen und mal weg von den Arbeitsthemen, Zeit miteinander zu verbringen. Tolle Gespräche und einfach eine unglaubliche Verbundenheit. Ich liebe dieses beste Team der Welt!!!

Danach habe ich ganz spontan und ein bisschen verrückt entschieden, in die Eifel zu fahren und eine Runde Ski zu laufen. Alle Menschen in der Nähe angetickert und *einfach so* (Danke Marianne!) Ski geliehen bekommen. Selbst die Schuhe passen, wie für mich gemacht. Was bin ich für ein Glückskind =)

Auf geht’s! Trotz voller Straßen kommen wir ganz gut durch. Der Parkplatz ist voll, wir dürfen am Straßenrand parken. Netter Nebeneffekt, 5€ Parkplatzgebühr gespart, alles richtig gemacht =)

Mein Mitfahrer brauchte noch Ski, er ging zum Skiverleih, ich wartete im Auto…10 Minuten, 20 Minuten „Wo bleibt er denn?“ Menschen beobachtet und dabei gelächelt. 30 Minuten, mal angeschrieben – ihm geht es gut, das letzte Paar Schuhe in seiner Größe bekommt er! * yeah * Dem Schneeerlebnis steht nichts mehr im Wege. 40 Minuten….naja, wenn er noch nicht da ist, dann esse ich noch was aus dem Lunchpaket. Auch erledigt, „ah da kommt er zurück.“ Es kann losgehen. Gestärkt und entspannt geht’s auf den Hang. Was für eine Aussicht, Sonnenschein, frische Luft, nette Gespräche, Geschwindigkeitsrausch, witzige Erlebnisse ( da wollte doch tatsächlich am Lift jemand bremsen, indem er gegen den Zaun fährt- und wie im Film bricht der Zaun und der Skifahrer hängt zwischen den Tannen- unverletzt, was haben wir gelacht :-D ).

So ging der Tag ins Land, ich hab mich gefühlt wie im Kurzurlaub, abends mit einem guten Buch, veganen Spekulatius -foodsharing sei Dank- und einigen Tees Après Ski gemacht und den tollen Tag ausklingen lassen.

So einfach kann ich glücklich sein!

schneebececkter Hang mit Skifahrer von hinten in der Sonne, der perfekte Tag zum glücklich sein

Jetzt die Frage an dich:

Welchen der beiden beschriebenen Tage möchtest du erleben?

Und wie du ja bereits weißt….es war ein und der selbe Tag, nur meine Einstellung und meine Gedankenlenkung war eine andere. Und damit kannst auch du ‚glücklich Sein‘ lernen:

Das beste ist, es ist lernbar. Jeder gute, positive Gedanke „trainiert“ die Nervenbahnen in unserem Gehirn. Und je häufiger du das „trainierst“ umso besser wirst du darin. Das kannst du vergleichen mit dem Lernen von neuen Bewegungen, beispielsweise beim Erlernen eines Instrumentes oder beim Neuerlernen von Bewegungen, zum Beispiel nach einem Schlaganfall- da kommt die Physiotherapeutin in mir durch-. Du solltest immer wieder üben, damit sich neue Nervenbahnen im Gehirn bilden und festigen (Vom bildlich beschriebenen Trampfelpfad zur Autobahn)-neurowissenschaftlich nachgewiesen!

Aber, das Gegenteil ist auch lernbar, deswegen mache ich so einen Selbstversuch wie da oben lieber nicht allzu häufig.

Vielleicht gibt es angeborene Optimist*innen und Pessimist*innen, aber viel wahrscheinlicher ist es, dass wir uns im Laufe unseres Lebens darauf konditionieren.

Marienkäfer auf einem Stengel, Symbol fürs glücklich sein

Bist du denn jetzt immer gut drauf?

NEIN! Definitiv nicht. Meine engsten Mitmenschen wissen, dass ich- in einigen Bereichen Hochsensibel- auch oft Zweifel hege, dramatisieren kann, melancholisch werde, rummotzen kann, aus einer Mücke einen Elefanten mache, mich selbst wahrscheinlich am meisten stresse, usw.

Hier hilft es mir, BEWUSST zu SEIN.

So oft ich kann, mich auch mal von außen zu betrachten und mir bewusst zu machen, was gerade passiert. Um dann gezielt daran zu arbeiten. Und das ist wirklich Arbeit. Das ist anstrengend, passiert im Gehirn, was bekanntermaßen irre viel Energie braucht und einen wirklich auspowern kann.

Lösungsideen zum glücklich Sein

Aber zum Glück -da ist es wieder, das Glück!- gibt es ganz, ganz viele großartige Menschen, denen es ähnlich geht und die sich eingehend mit verschiedenen Aspekten beschäftigen und Lösungen suchen.

Für mich kommt es immer wieder folgende Grundbausteine an:

  • SEI BEWUSST!
  • SEI KLAR!
  • SEI ACHTSAM!
  • SEI DANKBAR!
  • SEI MUTIG!
  • VERTRAUE!
  • LIEBE!

(in variabler Reihenfolge, naja und automatisch dann eben SEI GLÜCKLICH, siehe das Wortspiel im Titel glücklich SEIN oder eben GLÜCKLICH sein)

Um diese Dinge zu lernen und zu trainieren, gibt es eine Unmenge an „Übungen“ und ein Haufen an Literatur.

Meditation in all Ihren Formen begegnet mir immer wieder. Und für mich ganz persönlich kann Meditation jede denkbare Form annehmen. Sport zu treiben, ein Instrument zu spielen, zu singen, zu kochen, etc. kann uns, wenn wir es mit voller Liebe und nicht aus extrinsischen Beweggründen machen, neben allen Techniken der Meditation, in den FLOW versetzen, der uns ganz bei uns und im Moment sein lässt.

Immer noch Glückskind?

Wenn du jetzt immer noch denkst: „Die hat ja gut reden, sie hat ja noch nicht xy erlebt.“, dann möchte ich wertungsfrei fragen: „Siehst du mich oder ist es das Bild, das du von mir hast? Können, dürfen und sollten wir die Situation und das Verhalten anderer beurteilen?“ Wenn du der Meinung bist, dass du es beurteilen kannst, dann stelle ich dir das frei!

Denn es mag durchaus sein, dass du Recht hast.

Ich stelle dir aber auch die Frage, ob es dir hilft, das zu denken?

Was lösen diese Gedanken in dir aus? Positive oder negative Emotionen?

Nicht immer Glückskind!

Ich möchte aber auch erwähnen, dass ich es vermeide, Situationen, die in mir wirklich schlechte, kraftraubende Gedanken und Emotionen auslösen, großartig breit zu treten und aufzuwärmen. Denn ich habe für mich festgestellt, dass das meist dazu führt, dass ich mich immer und immer wieder in diese Situation zurück gesetzt fühle und es ist  nachweisbar, dass wir innerlich nicht unterscheiden, ob eine Situationen da ist, oder nur visualisiert ist. Das kannst du positiv nutzen, dazu vielleicht wann anders mehr, das funktioniert aber auch- ob wir es wollen oder nicht- andersherum.

Und vielleicht sind gerade diese Schattenmomente dazu da, dass wir unsere -ach so geliebte- Komfortzone verlassen, neue Wege gehen (müssen), lernen dürfen und daran wachsen. Ja, wir müssen gar nicht immer und ständig glücklich sein!

Dummerweise erlangen wir die Erkenntnis, dass es durchaus gut war, was passiert ist, häufig erst Tage, Wochen oder gar Jahre später. Erinner‘ dich an die Geschichte von dem alten Mann und seinem Pferd!

Ich bleibe Glückskind!

eine Sammlung Kleepflanzen in der Sonne, Symbol fürs glücklich sein

Erste Hilfe Tipps zum glücklich Sein

Wie bereits erwähnt, gibt es zahlreiche Übungen und Techniken, die helfen können. Einige ganz kleine Gedankenanschubser möchte ich dir hier auf den Weg geben.

  1. Ist das gerade wirklich so, wie ich das wahrnehme? Oder bin ich nur aufgrund einer subjektiven Annahme schlecht gelaunt?
  2. Könnte ich das eventuell auch anders sehen? Was würde ich einer*m Freund*in in dieser Situation raten?
  3. Hilft es mir, jetzt schlecht gelaunt zu sein? Oder darf ich trotz allem glücklich sein?
  4. Wonach sehnt sich mein Körper gerade? Horche hinein! Stress löst ursprünglich bei uns Kampf- oder Fluchtbereitschaft aus. Wie kannst ich dem nachgehen? Laut schreien, wenn es geht, oder Bewegung kann dieses Urverlangen stillen. Es kann sehr hilfreich sein, zielgerichtet zu fragen: „Wie schaffe ich es jetzt, gut drauf zu sein / mich gut zu fühlen?“
  5. Wie Vera Birkelbihl so treffend formuliert: Lächle 60 Sekunden lang, egal ob echt oder gefaket. Video auf YouTube: Vera F. Birkenbihl – 60 Sekunken (1:50) → am eigenen Leibe probiert und für absolut wirkungsvoll befunden. Meine persönliche Story dazu, schreibe ich dir gerne ein anderes Mal auf, für diesen Artikel sprengt sie den Rahmen!
  6. Noch nicht genug gelesen? Dann lies gerne bei Die sechs Wurzeln des Glücks weiter. Ihren Workshop durfte ich auf der Utopikon besuchen.

Und jetzt zu dir!

Wenn du das Thema spannend findest und du weitere Ideen und Tipps hast oder mehr darüber lesen möchtest, dann freue ich mich wahnsinnig über Kommentare oder eine E-Mail.

Wie siehst du die Welt? Fällt es dir schwer, Optimist*in zu sein?

Das ist möglich und liegt auch viel an unserer individuellen Lebensgeschichte. Also her mit deinen Meinungen und deiner Kritik, denn das ist meine Sicht auf die Welt und die ist ganz subjektiv!


Lies weitere Artikel von Lisa und Michael auf der Website zum Experiment Selbstversorgung.

Der Beitrag Ich bin ein GLÜCKSKIND! Ideen zum ‚Glücklich Sein‘ erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
https://experimentselbstversorgung.net/ich-bin-ein-glueckskind-ideen-zum-gluecklich-sein/feed/ 8 117793
ReGen Villages https://experimentselbstversorgung.net/regen-villages-utopie-oekodorf/ https://experimentselbstversorgung.net/regen-villages-utopie-oekodorf/#comments Wed, 10 May 2017 17:23:04 +0000 https://experimentselbstversorgung.net/?p=118344 Ein Artikel von Andreas Ilg

Designentwurf von der Außenansicht der ReGen VillagesLeben in einem hoch-technologischen und nachhaltig konzipiertem ökologischen Dorf. Was nach Utopie klingt, könnte mit den ReGen Villages wahr werden.

Der Beitrag ReGen Villages erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
Ein Artikel von Andreas Ilg

Designentwurf von der Außenansicht der ReGen Villages

Man stelle sich eine Welt vor, in der Menschen in einer nachhaltigen, stressfreien und weltoffenen Gemeinschaft zusammenleben. Dies gelingt, indem sie die Natur nicht zum Sklaven machen und ausbeuten, sondern in gegenseitiger Wertschätzung gemeinsam an den vielfältigen Möglichkeiten partizipieren. Und trotzdem heißt das nicht, dass man auf das Angenehme und Luxuriöse verzichten muß, welches der moderne Fortschritt ermöglicht.

Ganz im Gegenteil: in dieser Utopie leben die Menschen in innovativen, hoch-technologischen Häusern, welche von einem Glasmantel umgeben sind. Im Vorgarten herrschen dadurch ganzjährig angenehme Temperaturen, welche das Wachstum von Orangen- oder Olivenbäumen beispielsweise auch in skandinavischen Ländern ermöglichen.

Designentwurf von der Außenansicht der ReGen Villages

Illustration © ReGen Villages

Die Nutzung regenerativer Energie-Technologien sorgt dafür, dass sauberer Strom, sauberes Wasser, Abwasser, Erdwärme und recyclebarer Müll in einem intelligenten Kreislauf eingebettet sind, welcher die Gemeinschaft nicht nur autark macht, sondern die Natur auch wieder gesunden lässt. Außerdem versorgt das Ökosystem vor der Tür die Einwohner mit hochwertiger biologischer Nahrung. Um das Dorf herum entstehen Waldgärten, welche die Anwohner*innen mit allem versorgen, was sie benötigen. Gemüse, für ein reichhaltiges Abendessen, Nüsse, die man zu Mehl verarbeiten und an Tiere verfüttern kann und Früchte als Snack für zwischendurch oder für die Gewinnung von Saft und Wein. Elektroautos, die mit Solarenergie gespeist werden, sorgen für die nötige Mobilität.

Ist das eine Utopie?

Schwer vorstellbar? James Ehrlich, Seriengründer und Senior Technologe der Stanford Universität baut gerade in den Niederlanden eine solche Welt. ReGen Villages ist ein Pilotprojekt, welches von der Stanford Universität unterstützt wird und von dem dänischen Architekturbüro „Effekt“ entworfen und projektiert wurde. Das Vorhaben zeigt, dass sich das Bewusstsein für Natur und Umwelt auch in der Technologie-Branche in den letzten Jahren verändert hat. Wie Elon Musk, der Gründer des Elektroautokonzerns Tesla, versucht auch James Ehrlich, die breite Masse für eine umweltfreundlichen und zukunftsweisenden Alternative zu begeistern.

Woher kam die Idee?

Inspiriert wurde Ehrlich nach eigenen Angaben, als er in die großen, unschuldigen Augen seines damals zweijährigen Sohnes sah und sich dachte:

Diese Augen werden mich in 30 Jahren fragen: „Wo warst du und was hast du getan?“

Er wird seinem Sohn in Zukunft vielleicht antworten können: “Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im Bezug auf Lebensmittel, Wasser, Energie und Abfall innerhalb einer kleineren Gemeinschaft, deren Mitglieder sich füreinander und für ihre Umwelt verantwortlich fühlen, war wahrscheinlich der einzige Weg, wie die Menschheit überleben konnte, ohne den blauen Planeten vollends zu zerstören.“

Welch tolle Vorstellung wäre es, wenn wir ohne Zukunftsängste leben könnten, weil unsere Grundbedürfnisse gedeckt sind. Wenn wir selbst entscheiden könnten, ob wir einen Teil unsere Zeit in Geld eintauschen, um uns davon Luxusgüter zu kaufen oder ob wir sie lieber in unsere Familie, Freunde oder Herzensprojekte investieren. Vermutlich würden wir häufiger Dinge tun, die uns und unsere Umwelt glücklich machen. An diese Art von Utopie könnte ich mich gewöhnen.

Aber wie kann das funktionieren?

Schaut man sich das Konzept von ReGen Villages an, so glaubt man in der Aufbausimulation eines Computerspiels gelandet zu sein. Man benötigt eine ca. 16.000 qm große Fläche. Ein angrenzender See oder Wald wären ideal. Statt das Baugebiet nun in Parzellen einzuteilen und direkt mit Zäunen abzutrennen, setzt das Konzept der ReGen Villages auf Offenheit und Gemeinschaft. Erreicht wird das durch die Anordnung der ca. 20 Wohnhäuser in Ringform. Verfügbar sind standardisierten Wohnhäuser in acht verschiedenen Größen von 80 – 140 qm Wohnfläche. Damit eine dreiköpfige Familie in den ReGen Villages komplett selbstversorgend lebend kann, reicht für sie eine Fläche von 639 qm.

Illustration zur Berechnung des qm-Bedarfes für eine vierköpfige Familie.

Illustration © ReGen Villages

Die verschiedenen Häuser stehen unter einer Art Glashaus. Die Flächen der Vorgärten und Terrassen sind unterschiedlich groß. Im Inneren des Kreises gibt es Flächen für die Nahrungsproduktion, ebenfalls unter Glas. Neben kleineren Häusern, welche spezielle für die Pflege und Bewirtschaftung verschiedener Obst -und Nussbaumarten eingerichtet werden, gibt es im Zentrum ein großes Gewächshaus, welches auf vertikalen Anbau ausgelegt ist. Es ist entsprechend hoch und bis unter das Dach mit Regalen ausgestattet. Dadurch braucht es nicht viel Platz und ist äußerst effektiv in der Ausnutzung des Sonnenlichtes. Dort können Gemüse und Kräuter angebaut werden.

Frischwasser wird hauptsächlich durch die Speicherung und Aufbereitung des Niederschlagswassers in großen Wassertanks gewonnen. Das Abwasser wird durch mehrere Aqua Points wieder nutzbar gemacht. Abfallprodukte des Abwassers werden in einer Biogasanlage in Energie umgewandelt. Strom und Wärme liefert das Dorf durch modernste Solartechnik und Erdwärme mit sehr großem Wirkungsgrad. Davon profitieren auch die Ladestationen für Elektroautos, die 10 Teslas bequem Platz bieten würden. Eines der zentralen Anliegen der ReGen Villages ist neben der Unabhängigkeit besonders die Verantwortung und Lust an der Gemeinschaft. So verwundert es nicht, dass an jeder Ecke des Dorfes sogenannte “Social Spaces” einladen, um mit anderen Bewohnern in soziale Interaktion treten zu können. Abgerundet wird das Konzept durch ein “Community House”, welches als zentrale Anlaufstelle dient und den Gedanken von Gesellschaft und Miteinander noch einmal unterstreicht.

Bald keine Utopie mehr. Illustration der kreisförmigen Anordnung aller ReGen Villages Objekte.

Illustration © ReGen Villages

Wie würde der Alltag im ReGen Village aussehen?

Neulich ist mir die Kurzgeschichte “Humanic Park” von Andreas Eschbach mal wieder in die Hände gefallen. Ich denke, niemand möchte ernsthaft so leben, wie es da satirisch beschrieben wird.

Die Pointe: In 1000 Jahren haben die Menschen die Welt zerstört. Es gibt keinen Sauerstoff mehr, da sie den letzten Baum gefällt haben. Unsere Nachfahren, kleine Insekten, welche mit Kohlenmonoxid und Kohlendioxid in der Atmosphäre umgehen können, leben nun auf der Erde.

Die Frage, die unbeantwortet bleibt: „Warum haben sich die Menschen freiwillig der Grundlage ihres Daseins beraubt?“

Wenn man im Gegensatz dazu, die Vision der ReGen Villages sieht, kann man leicht ins Träumen kommen. Was wäre das für ein Alltag? Man wird morgens vom Sonnenlicht geweckt und nicht durch ein schrilles Weckerklingeln. Man nutzt das eigene, natürlich aufbereitete Wasser für die Morgentoilette. Und dann trinkt man ein Glas frisch gepressten Orangensaft – selbstverständlich aus eigener Ernte. Vormittags beteiligt man sich an den in der Gemeinschaft anfallenden Aufgaben. Aufgrund eines hohen Automatisierungsgrades hält sich der Aufwand in Grenzen. Am Nachmittag geht man einem eigenen Projekt nach, alleine oder mit den Nachbarn und Nachbarinnen. Jeder Mensch kann seine Stärken einbringen und es gibt genug Freiraum für angenehme Tätigkeiten, die nicht auf maximale Produktivität abzielen, sondern auf Kreativität, Gesellschaft und Miteinander. Angeln, ein Buch schreiben, eine App entwickeln, Gesellschaftsspiele spielen, Sport machen, ernten oder säen.

Es gibt genügend Raum sich zu entfalten in jeder Hinsicht. Und abends sitzt man im Sommer wie im Winter allein oder gemeinsam im Vorgarten bei angenehmen Temperaturen neben den Olivenbäumen und trinkt ein Glas vom dorfeigenen Weißwein. Ich persönlich bin davon überzeugt. Darauf lohnt es sich hinzuarbeiten.

Design Entwurf einer Innenansicht mit vertikalen Pflanzenbeeten.

Illustration © ReGen Villages

Aber wie weit ist das Projekt schon?

Aktuell entsteht das erste ReGen Village in Almere in den Niederlanden. Über 6.500 Familien wollen Teil dieser Utopie werden und haben sich für die 100 vorhandenen Pilothäuser beworben. Zur Zeit wirbt James Ehrlich anhand eines TED Talks weltweit für sein Projekt und sucht Mitstreiter und Mitstreiterinnen.

Ich hoffe, dass es nicht allzu lange dauert, bis das erste ReGen Village in Deutschland entsteht. Wir werden das Projekt auf jeden Fall weiter verfolgen und über Neuigkeiten in unserem Blog Future Proof World berichten. Glaubt ihr, dass diese Art von zusammenleben möglich ist, dann meldet euch.


Lies weitere Artikel von Lisa und Michael auf der Website zum Experiment Selbstversorgung.

Der Beitrag ReGen Villages erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
https://experimentselbstversorgung.net/regen-villages-utopie-oekodorf/feed/ 20 118344
Waldkindergarten für mein Kind https://experimentselbstversorgung.net/erfahrungen-waldkindergarten-fuer-mein-kind/ https://experimentselbstversorgung.net/erfahrungen-waldkindergarten-fuer-mein-kind/#comments Thu, 27 Apr 2017 07:28:04 +0000 https://experimentselbstversorgung.net/?p=118244 Ein Artikel von Tanja

Foto eines Bauwagens im Wald, neben dem nach einem Regen Schlammpfützen sind.Ein Waldkindergarten? Werden die Kinder im Winter nicht draußen erfrieren? Und was ist mit den Zecken?! Hier gibt es Infos aus erster Hand.

Der Beitrag Waldkindergarten für mein Kind erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
Ein Artikel von Tanja

Foto eines Bauwagens im Wald, neben dem nach einem Regen Schlammpfützen sind.

Ein Waldkindergarten? Werden die Kinder im Winter nicht draußen erfrieren? Was ist wenn es regnet? Und die Zecken?!

Da zum Thema Waldkindergärten in Deutschland doch ziemlich viel Unsicherheit unter jungen Eltern herrscht, wollte ich aus eigener Erfahrung darüber berichten.

Was ist ein Waldkindergarten?

Die Idee zu einem Waldkindergarten entstand in den 1950er Jahren in Dänemark, als eine Mutter mit ihren eigenen und den Nachbarskindern regelmäßig viel Zeit im Wald verbrachte. Die Idee, Kinderbetreuung in der Natur zu praktizieren, fand schnell Anklang bei anderen Eltern.

Auch in Deutschland wurde das Konzept zunächst inoffiziell bereits 1968 in Wiesbaden umgesetzt. Seitdem gibt es insbesondere in Gebieten mit viel Wald staatlich anerkannte und geförderte Waldkindergärten.

Der erste Kontakt

 

Foto eines Bauwagens im Wald, neben dem nach einem Regen Schlammpfützen sind.

Ausgerechnet an unserem Infotag hatte ein Nieselregen eingesetzt und den Platz rund um den Waldkindergarten in eine Matschwüste verwandelt. Zugegeben, beim Anblick der Kinder waren wir leicht schockiert, als sie uns nach der Abschiedsrunde entgegenkamen. Zu sagen, dass sie schmutzig waren, wäre die größte Untertreibung des Jahrzehnts gewesen.

Ich kann mir vorstellen, dass sich viele Eltern an unserer Stelle ähnlich gefühlt haben mussten. In der Regel versuchen viele Eltern ja, das eigene Kind von Pfützen, altem Laub und sonstigen „Schmutzquellen“ fernzuhalten. Das war auch einer der Gründe, weshalb sich mein Mann zuerst eher dagegen ausgesprochen hatte. Doch die Vorteile eines Waldkindergartens liegen nicht nur auf der Hand, sondern überwiegen bei Weitem die Nachteile.

Warum Waldkindergarten?

Nach dem Infotag machte mein Mann in der ersten Zeit Anspielungen, dass unsere Tochter zu einer Pippi Langstrumpf mutiert, da das Konzept aus Skandinavien stammt. Doch der Tagesablauf und die gesetzlichen Rahmenbedingungen in einem Waldkindergarten sind weit entfernt von antiautoritärer Freizügigkeit.

Die Lernziele beinhalten vor allem das hautnahe Erleben der Jahreszeiten und das Verstehen der ökologischen Zusammenhänge zwischen Mensch, Tier und Pflanzenwelt. Hier wird Umweltbewusstsein fürs Erwachsenenleben geprägt: Unsere Tochter wirft seitdem keine Bonbonpapiere mehr achtlos in die Umgebung.

Ein Tag im Waldkindergarten

 

Foto eines lichten Waldes, durch den die Sonne blitzt

Zwei ausgebildete Erzieherinnen und eine Aushilfe erwarten morgens um halb Acht am Treffpunkt oder im Bauwagen unsere Gruppe. Die Kinder ziehen ihre Jacken aus und haben noch etwas Zeit sich im Bauwagen aufzuwärmen, bevor es nach draußen geht. Danach beginnt das tägliche Ritual mit der Begrüßung beim Morgenkreis.

Es wird durchgezählt, gesungen, kleine Aufgaben an die Kinder verteilt und die Verhaltensregeln für unterwegs aufgesagt: nicht hauen, schubsen oder mit Stöcken rennen.  Nur mitgebrachter Proviant darf gegessen und getrunken werden, aber niemals Pilze oder Beeren vom Wegesrand. Und alle Kinder müssen in Sichtweite der Gruppe bleiben.

Der Wald ruft!

Bei jedem Wetter geht es danach los ins Freie, es sei denn, es wird extrem kalt oder nass. Für diesen Fall gibt es einen beheizten Bauwagen mit Stühlen und Tischen, wo während eines Unwetters gemalt und gebastelt wird. Industrielles Spielzeug fehlt, denn die Kids beschäftigen sich draußen kreativ mit dem, was die Natur bietet: Sand, Tannenzapfen und Steine, Wasser, Laub und je nach Wetterlage auch Schlamm und Schnee.

Der Hintergedanke beim Balancieren und Klettern ist die ganzheitliche Förderung der Motorik und aller Sinneswahrnehmungen, auch das „Stillsein“ bei Tier-Beobachtungen wird spielerisch erlernt. Neben freiem Spiel stehen auch gemeinsame Aktivitäten auf dem Plan.  Nach dem Abschiedskreis und erneutem Durchzählen fragen die Erzieherinnen, was den Kindern gut oder nicht so gut gefallen hat. Danach kommt unsere Tochter zum Auto gelaufen und wir fahren heim.

Welche Ausrüstung wird im Wald benötigt?

Im Herbst und Winter ziehen wir unsere Tochter nach dem Zwiebelsystem mit mehreren Lagen an. Wir haben extra Funktionswäsche gekauft, die Arme und Beine warmhalten. Synthetics sind für die äußere Schicht sinnvoll: Sie hat eine gefütterte Regenhose, Fäustlinge und eine Kapuze. Als Jacke empfiehlt sich eine Kombination aus wasser- und windfester Oberschicht und Fleece-Innenjacke, die unsere Tochter je nach Temperatur auch einzeln trägt. Dazu kommen noch eine Wollmütze sowie Handschuhe und Socken zum Wechseln.

Im Sommer sind dünne lange Ärmel und ein Sonnenhut mit Nackenschutz angesagt. Da unsere Tochter blond und hellhäutig ist, geben wir noch Sonnenschutzcreme mit.

Outdoorkleidung ist ratsam

Nicht sparen sollten Sie an robusten Wanderschuhen, die täglich maximaler Beanspruchung im Wald standhalten müssen. Benötigt werden auch Gummistiefel und warme Winterstiefel, möglichst solche mit herausnehmbaren Innenschuhen. Alle Kleidungsstücke sollten für den Outdoorbereich geeignet sein: d.h. sehr (!) strapazierfähig und reißfest. Normale Regen- und Matschhosen bekommen schnell Löcher und halten manchmal noch nicht einmal ein Saison.

Es empfehlen sich wirklich solche Hersteller wie Jack Wolfskin, Vaude oder Engelbert Strauss.

Engelbert Strauss ist übrigens ein Geheimtipp – die Marke bringt eigentlich Arbeitskleidung auf den Markt, die allerdings genau das Richtige für Outdoor ist. Und dann sind die Sachen auch noch ein gutes Stück günstiger. Perfekt für schnell wachsende Kinder oder zum „Vererben“ an die heranwachsenden Geschwister. Und ganz nebenbei ist Engelbert Strauss Mitglied der Fair Wear Foundation.

Der Rucksack für Waldkinder

 

Foto eines Mädchens vor einem Steinofen im Wald

Anders als im Gemeindekindergarten, tragen Waldkinder ihren Rucksack mit Trinkflasche, Frühstück und Wechselkleidung bis zum Erreichen des Zeitpunktes auf dem Rücken. Daher haben wir den “Lässig” Rucksack gekauft. Die Farbe gefiel ihr besser als beim “Deuter Waldfuchs”, der ebenso praktisch ist.

Die Verschlüsse sind für kleine Hände gut zu handhaben. Beide Rucksäcke sind mit Brustgurt, einem Fach für durchnässte Kleidung und einer herausnehmbaren Sitzmatte sinnvoll ausgestattet. Unser “Lässig” hat noch eine Regenhülle. Eine Lupe haben wir auch beigelegt, die im Wald ziemlich oft zum Einsatz kommt.

Die Betreuerinnen nehmen zwei Trolleys für weitere Ausrüstung mit:

  • zwei Taschenmesser,
  • zwei Taschenlampen,
  • ein Handy,
  • Löffel,
  • Thermoskanne mit warmem Tee,
  • ein Erste-Hilfe-Set,
  • ggf. Wechselkleidung für die Kinder

Welche Gefahren lauern im Wald?

Die Unfallstatistik im Waldkindergarten liegt weit unter der eines Regelkindergartens, da die Kinder in freier Natur die Grenzen ihrer körperlichen Fähigkeiten besser entwickeln. Ein weiterer positiver Effekt ist die Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten.

Die Naturpädagogik lehrt, Tiere respektvoll zu behandeln. Das gilt auch für stechende Insekten, die durch Anpusten verscheucht werden. Anders sieht es mit Zecken aus: wir beugen durch langärmelige Oberteile vor, die Hosenbeine werden in die Kniestrümpfe gesteckt und in der Hochsaison untersuchen wir unsere Tochter regelmäßig nach Zecken.

Manche Eltern geben noch Abwehr-Spray oder Schutzcremes mit.

Hat ein Waldkindergarten Nachteile?

Der Beitrag liegt manchmal etwas höher als bei einem Regelkindergarten. Die Gründe dafür sind fehlende oder geringere Gewährung staatlicher Fördermittel und Zuschüsse, da viele Waldkindergärten als private Initiativen gegründet wurden. Auch die Eltern sind aktiv: gemeinsam genutzte Handtücher müssen gewaschen und warmes Wasser gebracht werden. Bei momentan 18 Kindern bin ich also alle 18 Wochen an der Reihe.

Ehrenamtliche Arbeiten setzen sich fort in der Organisation von Festen und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei haben wir uns kennengelernt, Fahrgemeinschaften gegründet und es sind nette Freundschaften entstanden. Die Öffnungszeiten in unserem Waldkindergarten sind kürzer als die städtischer Einrichtungen. Ich bringe unsere Tochter wöchentlich fünf Tage für jeweils sechs Stunden hin, von halb Acht bis 13:30 Uhr. Arbeiten gehen kann ich also nicht, wie geplant. Außerdem habe ich fast jeden Tag je nach Wetter Wäscheberge, vor allem im Winter. Die Rückbank im Auto haben wir abgedeckt und Gummimatten in den Fußraum gelegt.

Für welche Kinder eignet sich der Waldkindergarten?

Macht ein Waldkindergarten jedes Kind glücklich? Vermutlich nicht.

Für unseren Nachbarsjungen zum Beispiel wäre das wohl gar nichts. Er mag lieber gemütlich zu Hause am Tisch sitzen und puzzeln oder mit seinem Technik-Baukasten tolle Sachen konstruieren. Unsere Tochter ist ebenso, wie wir von Wald und Wandern fasziniert und lebt dort ihren Bewegungsdrang aus. Ihre Freundin war anfangs extrem schüchtern, doch schon nach wenigen Wochen hat sie in der Gemeinschaft Selbstvertrauen aufgebaut.

Fazit

Zuerst hatten wir Bedenken, unsere Tochter anzumelden, denn:

  • Viele Waldkindergärten betreuen die Kinder nur halbtags. Wer also richtig arbeiten gehen möchte, für den ist ein solcher Kindergarten keine Lösung.
  • Die Belastung für die Eltern (Waschen, Organisieren, etc.) ist höher
  • Verschleiß bei der Kleidung war erheblich höher, bis wir auf Outdoorkleidung umgestiegen waren
  • Zeckenbisse

Dafür liegen die Vorteile auf der Hand:

  • Bewegung, Bewegung, Bewegung!
  • Frische Luft
  • Erkältungen sind seltener
  • Schwerpunkte liegen auf Sozialem und praktischen Fertigkeiten
  • Akzent auf Motorik, Balance und Körperbeherrschung
  • Ohne klassisches Werkzeug wird die Fantasie gefordert

Auf jeden Fall sollten Sie zusammen mit Ihrem Kind die Möglichkeit zu einem Tag der offenen Tür oder anderen Info-Angeboten nutzen.

Was denken Sie über das Konzept? Würden Sie Ihr Kind einen Waldkindergarten besuchen lassen? Lassen Sie es mich in den Kommentaren wissen!


Lies weitere Artikel von Lisa und Michael auf der Website zum Experiment Selbstversorgung.

Der Beitrag Waldkindergarten für mein Kind erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
https://experimentselbstversorgung.net/erfahrungen-waldkindergarten-fuer-mein-kind/feed/ 11 118244
Gärtnern ohne Garten https://experimentselbstversorgung.net/buch-bio-gaertnern-am-fensterbrett/ https://experimentselbstversorgung.net/buch-bio-gaertnern-am-fensterbrett/#respond Thu, 06 Apr 2017 12:54:57 +0000 https://experimentselbstversorgung.net/?p=118224 Ein Artikel von Michael Hartl

Foto aus dem Buch Bio-Gärtnern am Fensterbrett - TomatenernteWer gerne am Fensterbrett ein bisschen Gärtnern würde, findet im Buch Bio-Gärtnern am Fensterbrett alle notwendigen Tipps und einige feine Anregungen!

Der Beitrag Gärtnern ohne Garten erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
Ein Artikel von Michael Hartl

Foto aus dem Buch Bio-Gärtnern am Fensterbrett - Tomatenernte

Nicht jede Person, die diesen Blog liest, hat einen Garten – oder Platz im Garten einer anderen Person zur Verfügung. Daher haben wir in der Vergangenheit immer wieder Themen am Blog gehabt, wie das Gärtnern auf dem Balkon, Essen und Heilmittel aus der Natur zu gewinnen oder sogar, wie andere es geschafft haben, ein Hofkollektiv zu gründen. Aber diese Wege sind natürlich nicht für jede*n etwas. Daher wäre doch ein toller erster Schritt für viele, am Fensterbrett zu gärtnern. Weil vielleicht nicht mehr Zeit oder mehr Platz da ist. Und die Frage für mich ist auch: Warum nicht den Anbau draußen um ein paar Flächen drinnen zu ergänzen?

Und ganz davon abgesehen: Was gibt es feineres – als ganz frische Kräuter aufs Abendessen zu streuen und es mit ein paar eigenen Cocktailtomaten zu verfeinern?

Foto aus dem Buch Bio-Gärtnern am Fensterbrett - Tomatenernte

Das ganze Jahr durch ernten

In ihrem Buch Bio-Gärtnern am Fensterbrett zählt die Autorin Birgit Lahner einen ganzen Schwung an Gründen auf, warum das Fensterbrett unbedingt bei mehr Menschen zur Anbaufläche werden sollte:

  • Es befriedigt die Sehnsucht nach dem eigenen Grün.
  • Es ermöglicht, mit tollen Raritäten zu experimentieren – und dabei ganz neue Geschmäcker kennenzulernen.
  • Das Bio-Gärtnern am Fensterbrett lässt auf kleiner Fläche ein guter Ertrag erwirtschaften. Auch im Winter.
  • Es verändert die Wahrnehmung und steigert das Wohlbefinden.
  • Es verbessert das Raumklima.
  • Und man kann von den Pflanzen lernen.

Birgit Lahner schreibt zu jedem Punkt etliche Gedanken nieder, die ich alle teilen kann. Mich spricht besonders die Idee an, dass ich neben Sprossen zukünftig auch weitere Erträge im Winter haben könnte.

Gemüse, Kräuter, Salate, essbare Blüten, Obst, Pilze und Sprossen

Auf dem Fensterbrett, innen wie außen, ist viel möglich. Die Pflanzenportraits im Buch geben einen guten Überblick. Eine Legende mit Wasser- und Sonnenbedarf hilft, für das jeweilige Fenster und die zur Verfügung stehende Zeit die richtigen Pflanzen auszuwählen. Besonders gut für das Fensterbrett geeignete Pflanzen bekommen zusätzlich einen grünen Daumenabdruck. Ein kurzer Einblick in die Vielfalt mit Pflanzen aus dem Buch, die mich überrascht haben:

  • Ackerbohne
  • Feuerbohne
  • Gartenbohne
  • Erbse
  • Basellkartoffel
  • Handama
  • Erdmandel

Natürlich gehen auch alle bekannten und weniger bekannten Kräuter und Gewürzpflanzen. Tomate, Pflücksalate, Chili und Auberginen hätte ich eh am Fensterbrett vermutet und kommen auch im Buch vor. Insgesamt gibt es mit über 100 Seiten noch deutlich mehr Pflanzenportraits, als ich hier aufzählen kann. Diese nehmen mehr als die Hälfte des Buches ein und sind übersichtlich eingeteilt in mindestens ein Bild und die wichtigsten Informationen wie Anbau, empfohlene Sorten und Arten, die Ernte und die Verwendung. Manchmal auch mit Rezepten wie zum Beispiel einem selbstgemachten Kardamom-Eis.

Foto aus dem Buch Bio-Gärtnern am Fensterbrett - abgeschnittene Rote Rüben Reste, die in einem Teller mit Wasser liegen, und aus denen wieder Blätter austreiben. Foto aus dem Buch Bio-Gärtnern am Fensterbrett - Verschiedene Pflanzen am Fenster

Vieles drumherum

Weitere Inhalte des Buches ist ein ausführlicher Grundlagen-Teil, ein Kalender, der übersichtlich auf zwei Seiten zeigt, was wann zu tun ist beim Fensterbrett-Gärtnern und zur Abrundung ein paar kreative Projekte, wie ein Pflanzenhängeregal aus Holz oder hängende Flaschengefäße.

Im Grundlagen-Teil gibt es eine kleine Einführung in so ziemlich alle Bereiche des Gärtnerns: Planung, Umsetzung des Fensterbrett-Gartens, Substrate, Pflanzen kaufen oder selbst vorziehen, Saatgut kaufen und auch selbst gewinnen, Vermehrung, Pflanzengesundheit und Pflege.

Foto aus dem Buch Bio-Gärtnern am Fensterbrett - Pflege der Ackerbohnen Foto aus dem Buch Bio-Gärtnern am Fensterbrett - Drei Radieschen werden aus der Erde eines Balkonkastens gezogen.

Mein Fazit

Erst dachte ich, dass ich genug mit meinem Garten zu tun habe. Aber ein Garten am Fensterbrett braucht, so mein Eindruck, nicht allzu viel Zeit. Beschenkt mich allerdings bei der Auswahl der richtigen Pflanzen mit ausgefallenen Raritäten und mit kleinen Ernten im Winter.

Birgit Lahner hat mich hier auf jeden Fall inspiriert, vielleicht noch mit einem weiteren Bereich zu experimentieren. Das Buch kann ich allen empfehlen, die weder Garten noch einen großflächigen Balkon zur Verfügung haben.

Der Löwenzahn-Verlag hat sich Stück für Stück vom großen Garten zum Fensterbrett vorgearbeitet und nach dem großen Bio-Garten-Buch und dem Handbuch Bio-Balkongarten nun also das Buch für alle herausgebracht, die ihr Fensterbrett in ein grünes Paradies verwandeln wollen.

Dieses Buch jetzt über den folgenden Link beim sozialen Buchhandel Buch7.de kaufen, die mit 75% des Gewinns Gutes tun:
Bio-Gärtnern am Fensterbrett – Wie auf kleinstem Raum das ganze Jahr Gemüse, Kräuter, Salate und Obst wachsen


Lies weitere Artikel von Lisa und Michael auf der Website zum Experiment Selbstversorgung.

Der Beitrag Gärtnern ohne Garten erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
https://experimentselbstversorgung.net/buch-bio-gaertnern-am-fensterbrett/feed/ 0 118224
Selbstversorgung mit 5 m² https://experimentselbstversorgung.net/gemueseanbau-auf-kleiner-flaeche-tiefkulturbeete/ https://experimentselbstversorgung.net/gemueseanbau-auf-kleiner-flaeche-tiefkulturbeete/#comments Wed, 05 Apr 2017 09:33:14 +0000 https://experimentselbstversorgung.net/?p=117800 Ein Artikel von Barbara

Tiefkulturbeete brauchen viel KompostBarbara konnte keine Berichte zu John Seymours Idee der Tiefkulturbeete finden - also hat sie die letzten Jahre selbst viel ausprobiert und berichtet hier.

Der Beitrag Selbstversorgung mit 5 m² erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
Ein Artikel von Barbara

Tiefkulturbeete brauchen viel Kompost

Genügen 5 m² Beetfläche, um eine Person mit Gemüse zu versorgen? Ja, zumindest lässt sich mit 5 m² während der hellen Jahreszeit ein großer Teil des täglichen Bedarfs decken.

Aber der Reihe nach: Schon lange habe ich davon geträumt, mein Gemüse weitgehend selbst anzubauen. Als Geigenbauerin gehört das „Selbermachen“ zu meinem Berufsalltag. Und irgendwie fand ich es immer komisch: Etwas so kompliziertes wie Geigen baue ich selbst – so alltägliches wie Gemüse kaufe ich dagegen im Laden. Mit dem Umzug unserer Werkstatt vor fünf Jahren rückte der Traum ein wenig näher. Denn zu den neuen Räumen, obwohl mitten in der Stadt, gehört auch ein kleiner Garten. Doch meine Nachforschung war zunächst sehr ernüchternd: Zwischen 100 bis 250 m² pro Person (!) sollte ich für einen Nutzgarten einplanen. Für unsere Familie mit zwei Gemüse-Essern unerreichbar!

Meine Suche nach ertragreichen Anbaumethoden war zunächst wenig erfolgreich. Die allgegenwärtigen Hochbeete schienen zwar grundsätzlich eine gute Idee. Doch für meine geplanten rund 10 m² Beetfläche ist die Anlage von Hochbeeten recht teuer. Ganz zu schwiegen von den 800 (!!!) Eimern Erde, die ich hätte durch unseren Keller tragen müssen, da es kein geeignetes Füllmaterial im Garten gab. Den entscheidenden Tipp fand ich schließlich in einem Buch, in dem ich nie gesucht hätte: „Das neue Buch vom Leben auf dem Lande“ von John Seymour. Seine vielversprechende Anbaumethode: Die Tiefkulturbeete.

Tiefkultur: Doppeltes Umgraben für 15 kg Ertrag pro m²

Wie die Tiefkultur funktionieren soll, ist schnell erklärt: Wir graben unsere Beete zwei Spaten tief um und arbeiten reichlich organisches Material ein, z.B. Kompost. In dieser tiefgründig gelockerten, humusreichen Erde kann Gemüse seine Wurzeln in die Tiefe schicken und braucht deshalb in der Breite weniger Platz. So kUmgraben im Tiefkulturbeetönnen wir viel enger pflanzen. John Seymour verspricht uns den vierfachen Ertrag verglichen mit einem einfach umgegrabenen Standard Beet, bzw. 90 bis 150 kg aus einem 9 m² großen Tiefbeet.

Das Tiefkulturbeet darf nie, wirklich nie, betreten werden. Jedes Betreten führt zu Verdichtung. So dürfen Tiefbeete immer nur so breit sein, dass wir sie vom  Rand aus bearbeiten können. 1 bis 1,2 m ist für durchschnittlich große Menschen eine gute Breite. Wer selbst zum Spaten greifen möchte, findet auf meiner Webseite eine Anleitung.

Angeblich müssen wir im Tiefkulturbeet deutlich weniger gießen, da die tiefen Erdschichten nicht so leicht austrocknen und sich das eng gepflanzte Gemüse gegenseitig beschattet. Unkraut wächst bei so enger Bepflanzung laut Seymour auch weniger.

Und die Wirklichkeit?

Ein Problem, das mich bis heute begleitet, tauchte gleich bei der Neuanlage auf: Der enorme Bedarf an Kompost. 50 Liter pro m² sollten unter gegraben werden. Da ich mit dem Gärtnern erst begann, hatte ich aber überhaupt keinen Kompost. Als Ersatz habe ich nach dem Umgraben im Herbst eine Gründüngung ausgesät. Trotzdem war die Ernte im ersten Jahr sehr bescheiden: Richtig gut gewachsen sind nur Zwiebeln, Knoblauch und Erbsen. Angeblich leicht zu kultivierende Gemüse wie Möhren und Spinat lieferten dagegen kaum Erträge. Besonders frustrierend: Meine Radieschen, das Anfänger-Gemüse schlechthin, haben keine Knollen gebildet. Insgesamt war ich meilenweit weg von den versprochenen Erträgen.

Mit Kompost und etwas Erfahrung gab es im zweiten Jahr schon ein deutlich besseres Ergebnis. So habe ich auch endlich Radieschen geerntet. Meine Tiefbeete gehen jetzt in die vierte Saison, und insgesamt würde ich sagen: Die Erträge sind sehr hoch, allerdings nicht viermal so hoch. Dafür müssten wir den Abstand sowohl in der Reihe als auch zwischen den Reihen wirklich halbieren, und das geht eben längst nicht bei jeder Gemüseart.

  • Manche Gemüse (z.B. Tomaten) brauchen oberirdisch einfach so viel Platz, dass sich die Abstände kaum verringern lassen.
  • Bei sehr vielen Gemüsearten (Salat, Kohlrabi u.v.m.) lassen sich die Abstände verringern, aber eben nicht halbieren.
  • Einige Arten (hauptsächlich unterirdische) wachsen sehr gut mit halbiertem Abstand und die Erträge dürften tatsächlich viermal so hoch sein verglichen mit der üblichen Pflanzung.

Meine Erfahrungen mit den einzelnen Gemüsearten habe ich auf meiner Webseite zusammengetragen.

Die wichtigste Erkenntnis: Die gängigen Kompost Mengen sind für Tiefkulturbeete bei weitem nicht ausreichend! Wer die vierfache Menge ernten will, muss eben auch die vierfache Menge Nahrung, d.h. Kompost anbieten. Weitere Bausteine für hohe Erträge sind außerdem eine gut geplante Bepflanzung in Mischkultur und das Heranziehen der Jungpflanzen außerhalb des Beetes. Das doppelte Umgraben allein garantiert noch keine reiche Ernte! Geschätzt ernte ich inzwischen etwa 100 kg im Jahr. Gerade so viel wie versprochen. Hätte ich mehr Kompost zur Verfügung, wären die Erträge vermutlich noch höher. Trotzdem: 100 kg sind deutlich mehr als ich anfangs zu hoffen gewagt habe. Mit Rohkost und Salat versorgen wir uns von April bis September zu etwa 90 % selbst, ab Mitte Mai gibt es zusätzlich noch zwei bis drei Mittagessen in der Woche. Erwähnen sollte ich vielleicht noch, dass ich im milden Rheinland lebe, wo die Gartensaison früh beginnt.

Mein Zwiebel/Möhren/Radieschen Tiefbeet Anfang April. An den Stellen wo noch nichts zu sehen ist, habe ich vor einigen Tagen Möhren mit Radieschen ausgesät.

Und die anderen Versprechen? Wie sieht es mit Gießen und Unkraut aus? Ich gieße mein Gemüse einmal in der Woche sehr durchdringend, mehr ist nicht nötig. Nur Blattgemüse bekommt bei hohen Temperaturen extra Wassergaben. Allerdings mulche ich meine Beete und baue durstige Gemüse wie Kohlrabi und Radieschen nur im Frühjahr an. Was das Unkraut angeht kann ich nichts genaues sagen, da ich in dem Garten ja noch nie ein Gemüsebeet hatte. Insgesamt fand ich das Jäten aber nicht sehr stressig.

Probleme und Alternativen

Das größte Problem ist ganz klar der enorme Hunger nach Kompost. Bei den wenigen Informationen, die es zum Thema Tiefbeet gibt, steht meist das tiefe Umgraben im Vordergrund. Die Versorgung mit organischem Material ist aber meiner Meinung nach noch wichtiger. Ich schätze mal, das es für eine optimale Versorgung jedes Jahr mindestens 30 Liter Kompost pro m² bräuchte. Das gibt mein kleiner Garten kaum her. Da ich frei werdende Plätze sofort neu bepflanze dürfte es sogar gern noch mehr sein. Im Gegensatz dazu reichen laut Andrea Heistinger („Das Großen Biogarten-Buch“) in normalen Beeten je nach Nährstoffbedarf 3 bis 12 Liter pro m².

Tiefkulturbeete brauchen viel Kompost

Eine dichte Bepflanzung und damit höhere Erträge sind grundsätzlich in jedem tiefgründig lockeren, humus- und nährstoffreichem Boden möglich. So können Hoch- oder Hügelbeete, aber auch mit Blumenerde gefüllte Kästen ebenfalls dicht bepflanzt werden. Anders als das Tiefbeet beliefern sich Hoch- und Hügelbeete durch die Verrottungsprozesse im Innern selbst mit Kompost. Aber man muss das geeignete Füllmaterial erst mal haben – in kleinen Stadtgärten schwierig. Damit der Kompost Effekt erhalten bleibt, müssen Hoch- oder Hügelbeete außerdem alle 5 bis 6 Jahre neu angelegt werden. Und im Gegensatz zum Tiefbeet brauchen sie nicht weniger, sondern deutlich mehr Wasser als ein herkömmliches Beet.

Empfehlungen

Insgesamt bieten die Tiefkulturbeete eine gute Grundlage für eine reiche Ernte auf kleiner Fläche. Außerdem sind sie pflegeleicht, eine Woche Urlaub ist kein Problem. Hier noch ein paar Buch Empfehlungen für alle, die sich für das Thema interessieren:

  • John Seymour: Da wäre zum einen das schon erwähnte „Neue Buch vom Leben auf dem Lande„. Vom selben Autor gibt es noch das Buch „Selbstversorgung aus dem Garten“ in dem die Tiefkultur noch etwas ausführlicher erklärt wird. Was die Gemüse-Beschreibungen betrifft sind beide Bücher weitgehend identisch. Ich finde John Seymour sehr lesenswert, allerdings sind einige seiner Ratschläge nach heutigen Maßstäben alles andere als umweltfreundlich.
  • Geoff Hamilton:Mein Bio-Garten„. Sehr gutes Buch über den Anbau von Obst und Gemüse. Besonders leicht verständlich und daher besonders gut für den Einstieg geeignet.
  • John Jeavens:How to Grow more Vegetables„. Ein amerikanisches Buch für alle, die es ganz genau wissen wollen. Hier wird auch dem alles entscheidenden Thema Kompost der nötige Raum eingeräumt. Die Ratschläge sind sehr umfangreich, lassen sich aber nur in größeren Gärten realisieren.

Da das Informationsangebot über Tiefkulturbeete sehr gering ist – nicht mal im Internet habe ich einen Erfahrungsbericht gefunden – würde mich natürlich interessieren: Hat jemand von Euch Erfahrung mit dieser Methode? Oder kennt Ihr vielleicht sogar bessere Anbaumethoden für den Stadtgarten?


Lies weitere Artikel von Lisa und Michael auf der Website zum Experiment Selbstversorgung.

Der Beitrag Selbstversorgung mit 5 m² erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
https://experimentselbstversorgung.net/gemueseanbau-auf-kleiner-flaeche-tiefkulturbeete/feed/ 10 117800
Scharfes Essen – gute Messer https://experimentselbstversorgung.net/messer-heiso-erfahrungen-rezept/ https://experimentselbstversorgung.net/messer-heiso-erfahrungen-rezept/#comments Thu, 23 Mar 2017 14:25:21 +0000 https://experimentselbstversorgung.net/?p=118104 Ein Artikel von Michael Hartl

Foto von Kohl-Zwiebel-Kuchen und Salat mit KartoffelnIch verrate Euch eines meiner Lieblingsrezepte (hat mit Pizza zu tun und mit Weißkraut). Beim Zubereiten durfte ich Erfahrungen mit HEISO Messern sammeln.

Der Beitrag Scharfes Essen – gute Messer erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
Ein Artikel von Michael Hartl

Foto von Kohl-Zwiebel-Kuchen und Salat mit Kartoffeln

Es gibt ja wenig, wovon ich sagen würde: Das liebe ich! Aber drei Dinge gibt es, die auch noch zusammenhängen: Gutes Essen essen, gutes Essen kochen und gute Messer, mit denen das Kochen noch mehr Spaß macht. Und so war ich natürlich angetan von der Idee, verschiedene Messer der Firma HEISO 1870 testen zu dürfen – und ganz nebenbei einen Deal für Euch rauszuschlagen. ;)

Ich also zugestimmt – und eine Woche später ein Päckchen mit der Post bekommen. Die Messer einzeln in Grubentücher eingewickelt. Exakt wie ich meine schon vorhandenen Küchenmesser, diese kleinen Heiligtümer, bei Umzügen geschützt habe. Ich mich gefreut – und losgezogen zum Bauernladen in der nächst größeren Ortschaft, um zu sehen, was es dort im Moment aus der Region an Bio-Gemüse gibt. Einiges schon aus dem beheizten Glashaus – aber ich hab versucht mal nur bei dem zu bleiben, was um diese Zeit aus dem Lager oder dem unbeheizten Folientunnel kommen sollte.

Foto von Messern von HEISO 1870, in Grubentücher eingewickelt. Foto eines Korbes voller Gemüse Foto von folgenden Messern von HEISO 1870: Classic Serie: Chefmesser, Santoku Messer, Gemüsemesser; aus der Metal Serie: Santoku Messer; Zöppken

Kraut-Zwiebel-Kuchen

Was hab ich mir aus diesem Korb mit Gemüse nun ausgewählt? Für das Rezept, das ich Euch heute verraten will, ist es Rot- und Weißkraut (oder Rot- und Weißkohl, wie manche*r eher sagen würde) und rote und gelbe Zwiebeln. Aber dazu kommen wir jetzt. :)

Der Teig

Wir machen einen klassischen Pizzateig:

  • 500 Gramm Mehl (ich hab je zur Hälfte Vollkorn-Dinkel- und Weizen-Mehl genommen)
  • 1 Packung Trockenhefe oder aber einen halben Würfel frische Hefe (besserer Geschmack)
  • etwa 250 ml warmes Wasser (lieber ein bisserl weniger)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 5 Teelöffel Olivenöl

Los geht’s:

  1. Alles verrühren
  2. Kneten. Mit den Händen. zumindest 3 Minuten. Bis er richtig geschmeidig ist.
  3. 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen: TADAAA!

Foto von Pizzateig vor dem Gehen in einer gelben Schüssel

Der Belag

  • 1/3 Kopf Weißkraut oder 1/3 Kopf Weißkohl ;)
  • 1/3 Kopf Rotkohl
  • 3 gelbe Zwiebeln
  • 2 rote Zwiebeln
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kümmel
  • Paprikapulver

Beginnen wir mit den Hauptzutaten. Das Kraut in Stücke mit einer Kantenlänge von 1 Zentimeter schneiden. Nicht zu klein, weil wir hier keinen Smoothie produzieren. Dazu hab ich das Chefmesser aus der Classic Serie genommen, weil es ein großes Messer mit langer Schneide ist. Da lässt sich auch mit großen Kohlköpfen gut arbeiten.

Diese Kraut-Stücke kommen jetzt direkt in einen Topf mit ein bisschen Wasser und werden etwa 10 Minuten gedünstet. Sie sollen auf jeden Fall bissfest bleiben. Sobald die 10 Minuten um sind, kippen wir sie in einen Sieb ab und lassen diesen in der Spüle stehen. Im Belag soll nachher wenig Wasser sein, also gerne einige Minuten abtropfen lassen.

Foto von geschnittenem Rot- und Weißkohl und einem Chefmesser von HEISO 1870 Fotos von Zwiebeln in Stücken und Ringen und einem Santokumesser von HEISO 1870

In der Zeit können wir uns in Ruhe den Zwiebeln widmen. Die gelben ebenfalls in Stücke schneiden, gerne kleiner als das Kraut – die roten Zwiebeln schneiden wir in feine Scheiben. Ich liebe für fast alle Gemüse, die von der Größe irgendwo zwischen Knoblauch-Zehe und Roter Beete liegen, Santokumesser. Also japanische Messer, die für mein Empfinden besonders gut in der Hand liegen und schneiden.

Die gewürfelten Zwiebeln kommen jetzt in eine Pfanne mit etwas heißem Öl und werden bei hoher Temperatur angeröstet. Sobald etwa die Hälfte der Zwiebeln eine gold-braune Farbe bekommen haben (bitte mehr Gold als braun!), werden die Zwiebelringe oben auf gelegt und mit einem viertel Glas Wasser abgelöscht. Temperatur der Platte zurücknehmen (oder am Holzherd auf eine weniger heiße Stelle wechseln) und die Zwiebeln kurz dünsten lassen.

Foto von gelben und roten Zwiebeln in einer Pfanne auf einem Holzherd

Sobald die Zwiebeln ein bisserl weich geworden sind aber noch ein wenig Biss haben, leeren wir diese in eine Schüssel, mischen das Kraut dazu und würzen diesen Belag mit Salz, frisch und nur grob gemahlenem Pfeffer (wie sonst), Kümmel und Paprikapulver. Kräftig durchmischen!

Nun den Teig, der ja jetzt bereits die 20 Minuten gehen hinter sich hat, auf einem Blech ausbreiten und den Belag gleichmäßig darauf verteilen. Ab damit in den Backofen, der bei 200 Grad vorgeheizt wurde. Jetzt dauerts noch 25 Minuten, bis es was zu Essen gibt!

Foto des Belags des Kraut-Zwiebel-Kuchens Foto eines Kraut-Zwiebel-Kuchens auf einem Blech, bevor er in den Backofen kommt.

Topping auf den Belag

Für ein Topping, wo sonst wohl Crème fraîche mit geriebenem Käse verwendet würde, nehme ich folgende Zutaten:

  • viertel Tasse Mehl
  • halbe Tasse warmes Wasser
  • zwei Teelöffel Senf
  • Paprikapulver
  • zwei gehackte Knoblauchzehen

Bratöl in einem Topf erhitzen, das Mehl kurz anschwitzen und sehr bald mit dem warmen Wasser ablöschen. Dazu den Senf und das Paprikapulver – und das Ganze schön verrühren. Die ganze Zeit rühren! Und wenn es kurz klumpt: Einfach weiterrühren. Sobald es cremig wird, runter von der Platte und den Knoblauch dazu mischen. Wenn der Kraut-Zwiebel-Kuchen 15 Minuten im Ofen ist, diese Mehl-Sauce darüber verteilen und das Ganze nochmal für 10 Minuten zurück ins Rohr.

In der Zeit habe ich Schnittknoblauch aus dem Garten geholt und schon mal geschnitten. Es ginge natürlich auch Schnittlauch oder Winterheckenzwiebel.

Foto von grob gehacktem Knoblauch und einem Santokumesser von HEISO 1870 Foto von grob gehacktem Schnittknoblauch und einem Santokumesser von HEISO 1870

Wenn der Kraut-Zwiebel-Kuchen fertig ist, aus dem Ofen nehmen und die frischen Kräuter darüber streuen.

FERTIG!

Foto von Kohl-Zwiebel-Kuchen und Salat mit Kartoffeln Foto von Kraut-Zwiebel-Kuchen und Salat mit Erdäpfeln Foto eines Stücks Kraut-Zwiebel-Kuchens, aus dem zwei Bissen herausgebissen wurden. Beim Zubereiten durfte ich Erfahrungen mit HEISO Messern machen.

HEISO 1870 Messer günstiger kaufen

Beim Zubereiten dieses Mittagessens hab ich, wie oben erwähnt, Messer getestet, die mir vom Hersteller zur Verfügung gestellt wurden. Somit konnte ich erste Erfahrungen mit HEISO Messern machen:

Ich hab bisher immer deutlich mehr Geld für Messer ausgegeben, mein liebstes Stück hat 160 Euro gekostet – und ist jeden Cent wert. Ich hab aber bis heute nicht gedacht, dass es so günstig auch gut verarbeitete und echt scharfe Messer gibt. So mein erster Eindruck, wohlgemerkt, denn ich hab sie ja erst wenige Tage hier. Aber das Santoku Messer aus der METAL SERIE ist überraschend leicht und liegt total gut in der Hand.

Für Leser*innen vom Experiment Selbstversorgung gibt es die Messer von HEISO 1870, die ausschließlich online verfügbar sind, jetzt mit 17 % Rabatt! Ihr müsst beim Bestellen im Shop von HEISO einfach etwas in den Warenkorb legen, dann auf „Warenkorb bearbeiten“ klicken und einen Haken bei „Ich habe einen Gutschein“ setzen. Dann tragt ihr den Gutscheincode experimente17 ein!
div>

Bild mit einem Schneidbrett, auf dem zum Teil geschnittene Lauchzwiebel, sowie ein Messer von HEISO 1870 liegt. Darunter steht: Mehr erfahrenACH JA: Und wer hat das Kätzchen auf den Fotos entdeckt? :D


Lies weitere Artikel von Lisa und Michael auf der Website zum Experiment Selbstversorgung.

Der Beitrag Scharfes Essen – gute Messer erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
https://experimentselbstversorgung.net/messer-heiso-erfahrungen-rezept/feed/ 8 118104
Jede kann selbst der Wandel sein, den sie auf der Welt sehen möchte https://experimentselbstversorgung.net/pioneers-of-change-online-summit-2017/ https://experimentselbstversorgung.net/pioneers-of-change-online-summit-2017/#respond Thu, 16 Mar 2017 16:08:26 +0000 https://experimentselbstversorgung.net/?p=117998 Ein Artikel von Michael Hartl

Sujet des Pioneers of Change Online Summit 2017Der Pioneers of Change Online Summit 2017 zeigt Dir in 34 Videointerviews eine Art zu leben, die Deiner Berufung entspricht und Deinem Tun Sinn verleiht.

Der Beitrag Jede kann selbst der Wandel sein, den sie auf der Welt sehen möchte erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
Ein Artikel von Michael Hartl

Sujet des Pioneers of Change Online Summit 2017

Seit dem Jahr 2010 gibt es hier in Österreich ein Projekt, über das ich immer wieder gestolpert bin: Pioneers of Change. Ein Netzwerk von Wandel-Pionier*innen, die laufend Menschen dabei begleitet haben, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Eigene Potentiale zu entdecken und zu entwickeln. Und dabei den Wandel der Gesellschaft vorwärts zu tragen.

Bisher musste man ausgewählt werden, aus vielen Bewerber*innen, um einen der begehrten Plätze zu bekommen. Denn das Coaching, die Projektentwicklung und die Ideenumsetzung fanden bei persönlichen Treffen statt. Jetzt gibt es eine neue Idee: Zumindest die Ideen und die Erfahrungen von Wandel-Pionier*innen einer großen Anzahl von Menschen zur Verfügung zu stellen. Mit einer Art „Online-Kongress“.

Pioneers of Change Online Summit 2017

Vom 16. bis 26. März werden täglich drei Videoaufzeichnungen mit spannenden Interviewpartner*innen ins Netz gestellt. Die einstündigen Interviews handeln von verschiedensten Themen rund um den Wandel und wie Du dazu beitragen kannst.

Für alle, die sich kostenlos für den Online-Summit registrieren, gibt es zusätzlich noch das E-Book „Best of Wandel“. In diesem E-Book werden Initiativen vorgestellt, an denen du teilnehmen kannst und/oder die du selbst neu gründen könntest. Initiativen, die eine Welt gestalten, in der die Macher*innen des Pioneers of Change Online Summits gerne leben wollen. Und nicht nur die, wahrscheinlich. Außerdem die Top 10 der einfachsten und schnellsten Dinge, die du direkt heute schon tun kannst.

Sujet des Pioneers of Change Online Summit 2017

Potenzialentfaltung, Social Entrepreneurship und Zukunftsvisionen

Die Video-Interviews spannen sich über drei Themenfelder, die einen Einblick geben werden in verschiedenste Bereiche, wie zum Beispiel:

  • Gemeinwohl-Ökonomie
  • Krisen optimistisch sehen
  • Berufsorientierung
  • Weltverbesserungs-Aktivismus
  • Bewusstseinswandel
  • Leidenschaft und Begeisterung statt fader „Jobs“
  • Das Recht von Schulkindern auf gesundes, regionales, biologisches Essen
  • und auf gute Bildung
  • und vieles mehr!

Ob dabei jedes Thema mich ansprechen würde, wage ich zu bezweifeln. Manches scheint mir beim Durchlesen ein bisschen zu abgefahren, anderes spricht mich dafür umso mehr an. Und da ich einige der Sprecher*innen kenne, die dort in den nächsten Tagen zu hören und sehen sein werden, weiß ich, dass es sich alleine für diese schon lohnt, sich Zeit zu nehmen.

Eine bunte Truppe berichtet von Ihren Erfahrungen

Insgesamt wird es 34 unterschiedlichste Personen geben, die in persönlichen Interviews von ihren Wegen, Hürden und Erfolgstipps erzählen werden. Da ist der zumindest in Österreich sehr bekannte Unternehmer Heini Staudinger, der in seinem Beitrag über seine Art des sozialen und rebellischen Unternehmer*innen*tums spricht. Oder die Unternehmer*in Theresa Steininger von Wohnwagon, die zeigt, dass gute Ideen auch ohne Eigenkapital zum Leben erweckt werden können. Und der recht bekannte Christian Felber, der mit der Gründung der ersten ethischen Bank Österreichs auch diesen Bereich unseres Systems auf den Kopf stellen will.

Foto von Theresa Steininger und ein Hinweis auf das Pioneers of Change Online Summit 2017

 

Aber auch Menschen wie die Gründerin der Be-the-Change-Stiftung, Vivian Dittmar, sind beim Pioneers of Change Online Summit dabei. Sie spricht über die Gefühle hinter den negativen Entwicklungen auf der Welt – und wie wir uns mit Ihnen aussöhnen. Was ganz gut zu Gerald Hüther, dem bekannten Hirnforscher, passt, der am Online Kongress über die Kinder sprechen wird. Denn bei den Kleinen in unserer Gesellschaft beginnt der Aufbau des Fundaments. 

Foto von Gerald Hüther und ein Hinweis auf das Pioneers of Change Online Summit 2017

 

Und auch spannende Projekte wie ein regionales, biologisches Schul-Buffet, das so weltklasse ist, dass die Schüler*innen dort gerne hingehen, wird vorgestellt. Von seiner Gründerin Anna Geiger.

Foto von Anna Geiger und ein Hinweis auf das Pioneers of Change Online Summit 2017

Sei dabei und entdecke Deine Potentiale!

Vielleicht ist es ja das ein oder andere Interview im Rahmen des Pioneers of Change Online Summit 2017, das Dir die nötige Inspiration gibt, in einem Bereich, an den Du bisher nicht gedacht hast, einen Schritt zu gehen. Und viele kleine Schritte, vieler unterschiedlicher Menschen, werden gemeinsam die Welt erschaffen, in der wir leben wollen.

Informiere Dich jetzt über den kostenlosen Online Summit der Pioneers of Change!


Lies weitere Artikel von Lisa und Michael auf der Website zum Experiment Selbstversorgung.

Der Beitrag Jede kann selbst der Wandel sein, den sie auf der Welt sehen möchte erschien zuerst auf Experiment Selbstversorgung.

]]>
https://experimentselbstversorgung.net/pioneers-of-change-online-summit-2017/feed/ 0 117998