Ernährungsvorsorge

Michael Hartl
Von Michael Hartl
12. Mai 2010

So nennt es der Staat, wenn er tonnenweise Lebensmittel einlagert. Milchpulver, Linsen, Reis und Getreide. Damit in Krisen und Notfallzeiten „vor allem in Ballungsräumen [die] Versorgung der Bevölkerung zumindest mit einer täglichen Mahlzeit“ sichergestellt ist. So verrät es uns zum Beispiel das deutsche Landwirtschaftsministerium auf seiner Internetseite ernaehrungsvorsorge.de.

Diesen Informationen sind zwar recht interessant, werfen aber eher die Frage auf, warum die aller meisten in unserer Gesellschaft sich freiwillig in eine so extrem abhängige Situation begeben. Der Staat muss Ernährungsvorsorge für den Menschen übernehmen, weil der sich selbst weder Essen anbaut, noch richtig lagert. Alle verlassen sich auf das System des freien Marktes, dem ja eh nichts zustoßen kann. Und bei den heutigen just-in-time-Verfahren, bei dem höchstens noch die LKWs auf den Autobahnen zu Lagerflächen werden, würden die Lagerbestände der Lebensmittelindustrie sicher lange halten, wenn das System mal kollabiert.

Da auch der Staat das erkannt hat, gibt er auf der oben genannten Website auch grundlegende Tipps und Infos, wie jede einzelne Person ein wenig  Ernährungsvorsorge betreiben kann:

  1. Haltbarmachung
  2. Lagerung
  3. Lebensmittelvorrat pflegen
  4. Schimmel, Hefen und Bakterien
  5. Schädlinge (fürchterliches Wort)

Zu all diesen Bereichen gibts auf der Seite einen ersten netten Eindruck – aber wirkliche Anleitungen leider nicht. Doch da gibt es andere Websites und Bücher ohne Ende. Wir werden Euch im Lauf der Zeit nach und nach unsere Methoden zeigen und Euch nach Euren fragen.

Kennt wer von Euch eine Website, auf der Konservierung und Lagerung so richtig gut erklärt wird?

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11 Gedanken über “Ernährungsvorsorge

  1. Sammelsurium

    Na ja, man muss sich die Vorräte auch nicht am Stück zulegen, aber zum Beispiel bei jedem Einkauf statt die Wochenration, 1 oder 2 Päckchen mehr – so habe ich es zum Beispiel mit Nudeln gemacht – und der Vorrat wird mit der Zeit immer größer.

    Obst und Gemüse kann man auch immer wieder mal mehr mit nehmen, lässt sich mit einem kleinen Dörrautomaten ganz gut trocknen und dann platzsparend lagern.

  2. Luise

    Interessantes Thema. Ich habe mir darüber nie Gedanken gemacht, bis ich mit meinem Mann zusammen gezogen bin. In den USA auf dem Land ist es normal, dass öfter mal der Strom ausfällt, das man eingeschneit ist, etc. Ein zweiwöchiger Vorrat ist normal dort, aber viele Leute haben auch noch mehr. Es gibt in den USA sogar Minoritäten, die Nahrungsvorräte für ein Jahr (die Mormonen) oder gar mehrere Jahre aufbewahren!

    Kurz gesagt, obwohl hier Ausnahmesituationen unwahrscheinlicher sind, haben wir hier jetzt auch Getreide und Trockenwaren für mehrere Monate. Gemüse und so haben wir allerdings nicht eingelagert, aber das kommt auch noch.

    Zum Thema Einlagerung des Staates ist mir jetzt übrigens auch noch ein Artikel eingefallen, von dem mein Mann mir vorgestern erzählt hat. Dort wurde berichtet, dass aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahl und der gleichbleibenden Produktionsmenge der Landwirtschaft (trotz grüner Revolution ist halt irgendwann der Maximalertrag eines Feldes erreicht) die Staaten (ich glaube es ging um die USA und noch einige andere Länder) ihre Einlagerungsvorräte schon aufbrauchen mussten und nicht mehr in der Lage sind, neu aufzufüllen. Muss mal schauen, ob ich den Artikel noch finde.

    Aber es ist echt immer besser, selbst einzulagern, als sich auf andere zu verlassen. ;)

    Noch ein Link zur Berechnung der Einlagerung:
    http://lds.about.com/library/bl/faq/blcalculator….
    Und zwei interessante Bücher: "The Encyclopedia of Country Living" von Carla Emery

    und "Preserving Food Without Freezing or Canning" von Gardeners & Farmers of Terre Vivante

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger

      Hallo Luise!

      Sehr interessant, was du da schreibst! Danke auch für die vielen Buch Tipps. Hab gleich ganz neugierig nach dem "Preserving Food….." Buch gesucht und bin drauf gekommen, dass ich mir erst vor kurzem die deutsche Version davon bestellt habe. Echt ein tolles Buch und ich habe so lange gesucht, bis ich endlich eines gefunden habe wo es nicht in 50% darum geht wie man Lebensmittel einfriert… Schon eigenartig, oder? Nur soviel: ich freu mich tierisch auf die Ernte- und Einmachzeit :D

  3. Trendy

    Interessant, über dieses Thema habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, aber es stimmt natürlich, sollte das System irgendwann einmal zusammenbrechen oder irgendeine Katastrophe eintreten, sollte man zu Hause auch ein wenig Nahrung auf Lager haben. Wenn ich aber ehrlich bin, hätte ich zur Zeit gar nicht das Geld um mir solch einen Nahrungsvorrat anzuschaffen und diesen auch ordentlich zu lagern. Wenn man da nen eigenen Garten oder so etwas hat, hat man echt einen klaren Vorteil.

    Übrigens finde ich euren Blog generell interessant. Habe ihn mal in meinen Feedreader aufgenommen und werde euch mal verfolgen und hier und da meinen Senf dazu geben ;-)

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