Ein Gastartikel auf Lisa und Michaels Blog:

Waldkindergarten für mein Kind

Konzept und Erfahrungen

Tanja
Von Tanja Wegner
27. April 2017

Ein Waldkindergarten? Werden die Kinder im Winter nicht draußen erfrieren? Was ist wenn es regnet? Und die Zecken?!

Da zum Thema Waldkindergärten in Deutschland doch ziemlich viel Unsicherheit unter jungen Eltern herrscht, wollte ich aus eigener Erfahrung darüber berichten.

Was ist ein Waldkindergarten?

Die Idee zu einem Waldkindergarten entstand in den 1950er Jahren in Dänemark, als eine Mutter mit ihren eigenen und den Nachbarskindern regelmäßig viel Zeit im Wald verbrachte. Die Idee, Kinderbetreuung in der Natur zu praktizieren, fand schnell Anklang bei anderen Eltern.

Auch in Deutschland wurde das Konzept zunächst inoffiziell bereits 1968 in Wiesbaden umgesetzt. Seitdem gibt es insbesondere in Gebieten mit viel Wald staatlich anerkannte und geförderte Waldkindergärten.

Der erste Kontakt

 

Foto eines Bauwagens im Wald, neben dem nach einem Regen Schlammpfützen sind.

Ausgerechnet an unserem Infotag hatte ein Nieselregen eingesetzt und den Platz rund um den Waldkindergarten in eine Matschwüste verwandelt. Zugegeben, beim Anblick der Kinder waren wir leicht schockiert, als sie uns nach der Abschiedsrunde entgegenkamen. Zu sagen, dass sie schmutzig waren, wäre die größte Untertreibung des Jahrzehnts gewesen.

Ich kann mir vorstellen, dass sich viele Eltern an unserer Stelle ähnlich gefühlt haben mussten. In der Regel versuchen viele Eltern ja, das eigene Kind von Pfützen, altem Laub und sonstigen „Schmutzquellen“ fernzuhalten. Das war auch einer der Gründe, weshalb sich mein Mann zuerst eher dagegen ausgesprochen hatte. Doch die Vorteile eines Waldkindergartens liegen nicht nur auf der Hand, sondern überwiegen bei Weitem die Nachteile.

Warum Waldkindergarten?

Nach dem Infotag machte mein Mann in der ersten Zeit Anspielungen, dass unsere Tochter zu einer Pippi Langstrumpf mutiert, da das Konzept aus Skandinavien stammt. Doch der Tagesablauf und die gesetzlichen Rahmenbedingungen in einem Waldkindergarten sind weit entfernt von antiautoritärer Freizügigkeit.

Die Lernziele beinhalten vor allem das hautnahe Erleben der Jahreszeiten und das Verstehen der ökologischen Zusammenhänge zwischen Mensch, Tier und Pflanzenwelt. Hier wird Umweltbewusstsein fürs Erwachsenenleben geprägt: Unsere Tochter wirft seitdem keine Bonbonpapiere mehr achtlos in die Umgebung.

Ein Tag im Waldkindergarten

 

Foto eines lichten Waldes, durch den die Sonne blitzt

Zwei ausgebildete Erzieherinnen und eine Aushilfe erwarten morgens um halb Acht am Treffpunkt oder im Bauwagen unsere Gruppe. Die Kinder ziehen ihre Jacken aus und haben noch etwas Zeit sich im Bauwagen aufzuwärmen, bevor es nach draußen geht. Danach beginnt das tägliche Ritual mit der Begrüßung beim Morgenkreis.

Es wird durchgezählt, gesungen, kleine Aufgaben an die Kinder verteilt und die Verhaltensregeln für unterwegs aufgesagt: nicht hauen, schubsen oder mit Stöcken rennen.  Nur mitgebrachter Proviant darf gegessen und getrunken werden, aber niemals Pilze oder Beeren vom Wegesrand. Und alle Kinder müssen in Sichtweite der Gruppe bleiben.

Der Wald ruft!

Bei jedem Wetter geht es danach los ins Freie, es sei denn, es wird extrem kalt oder nass. Für diesen Fall gibt es einen beheizten Bauwagen mit Stühlen und Tischen, wo während eines Unwetters gemalt und gebastelt wird. Industrielles Spielzeug fehlt, denn die Kids beschäftigen sich draußen kreativ mit dem, was die Natur bietet: Sand, Tannenzapfen und Steine, Wasser, Laub und je nach Wetterlage auch Schlamm und Schnee.

Der Hintergedanke beim Balancieren und Klettern ist die ganzheitliche Förderung der Motorik und aller Sinneswahrnehmungen, auch das „Stillsein“ bei Tier-Beobachtungen wird spielerisch erlernt. Neben freiem Spiel stehen auch gemeinsame Aktivitäten auf dem Plan.  Nach dem Abschiedskreis und erneutem Durchzählen fragen die Erzieherinnen, was den Kindern gut oder nicht so gut gefallen hat. Danach kommt unsere Tochter zum Auto gelaufen und wir fahren heim.

Welche Ausrüstung wird im Wald benötigt?

Im Herbst und Winter ziehen wir unsere Tochter nach dem Zwiebelsystem mit mehreren Lagen an. Wir haben extra Funktionswäsche gekauft, die Arme und Beine warmhalten. Synthetics sind für die äußere Schicht sinnvoll: Sie hat eine gefütterte Regenhose, Fäustlinge und eine Kapuze. Als Jacke empfiehlt sich eine Kombination aus wasser- und windfester Oberschicht und Fleece-Innenjacke, die unsere Tochter je nach Temperatur auch einzeln trägt. Dazu kommen noch eine Wollmütze sowie Handschuhe und Socken zum Wechseln.

Im Sommer sind dünne lange Ärmel und ein Sonnenhut mit Nackenschutz angesagt. Da unsere Tochter blond und hellhäutig ist, geben wir noch Sonnenschutzcreme mit.

Outdoorkleidung ist ratsam

Nicht sparen sollten Sie an robusten Wanderschuhen, die täglich maximaler Beanspruchung im Wald standhalten müssen. Benötigt werden auch Gummistiefel und warme Winterstiefel, möglichst solche mit herausnehmbaren Innenschuhen. Alle Kleidungsstücke sollten für den Outdoorbereich geeignet sein: d.h. sehr (!) strapazierfähig und reißfest. Normale Regen- und Matschhosen bekommen schnell Löcher und halten manchmal noch nicht einmal ein Saison.

Es empfehlen sich wirklich solche Hersteller wie Jack Wolfskin, Vaude oder Engelbert Strauss.

Engelbert Strauss ist übrigens ein Geheimtipp – die Marke bringt eigentlich Arbeitskleidung auf den Markt, die allerdings genau das Richtige für Outdoor ist. Und dann sind die Sachen auch noch ein gutes Stück günstiger. Perfekt für schnell wachsende Kinder oder zum „Vererben“ an die heranwachsenden Geschwister. Und ganz nebenbei ist Engelbert Strauss Mitglied der Fair Wear Foundation.

Der Rucksack für Waldkinder

 

Foto eines Mädchens vor einem Steinofen im Wald

Anders als im Gemeindekindergarten, tragen Waldkinder ihren Rucksack mit Trinkflasche, Frühstück und Wechselkleidung bis zum Erreichen des Zeitpunktes auf dem Rücken. Daher haben wir den “Lässig” Rucksack gekauft. Die Farbe gefiel ihr besser als beim “Deuter Waldfuchs”, der ebenso praktisch ist.

Die Verschlüsse sind für kleine Hände gut zu handhaben. Beide Rucksäcke sind mit Brustgurt, einem Fach für durchnässte Kleidung und einer herausnehmbaren Sitzmatte sinnvoll ausgestattet. Unser “Lässig” hat noch eine Regenhülle. Eine Lupe haben wir auch beigelegt, die im Wald ziemlich oft zum Einsatz kommt.

Die Betreuerinnen nehmen zwei Trolleys für weitere Ausrüstung mit:

  • zwei Taschenmesser,
  • zwei Taschenlampen,
  • ein Handy,
  • Löffel,
  • Thermoskanne mit warmem Tee,
  • ein Erste-Hilfe-Set,
  • ggf. Wechselkleidung für die Kinder

Welche Gefahren lauern im Wald?

Die Unfallstatistik im Waldkindergarten liegt weit unter der eines Regelkindergartens, da die Kinder in freier Natur die Grenzen ihrer körperlichen Fähigkeiten besser entwickeln. Ein weiterer positiver Effekt ist die Abhärtung gegen Erkältungskrankheiten.

Die Naturpädagogik lehrt, Tiere respektvoll zu behandeln. Das gilt auch für stechende Insekten, die durch Anpusten verscheucht werden. Anders sieht es mit Zecken aus: wir beugen durch langärmelige Oberteile vor, die Hosenbeine werden in die Kniestrümpfe gesteckt und in der Hochsaison untersuchen wir unsere Tochter regelmäßig nach Zecken.

Manche Eltern geben noch Abwehr-Spray oder Schutzcremes mit.

Hat ein Waldkindergarten Nachteile?

Der Beitrag liegt manchmal etwas höher als bei einem Regelkindergarten. Die Gründe dafür sind fehlende oder geringere Gewährung staatlicher Fördermittel und Zuschüsse, da viele Waldkindergärten als private Initiativen gegründet wurden. Auch die Eltern sind aktiv: gemeinsam genutzte Handtücher müssen gewaschen und warmes Wasser gebracht werden. Bei momentan 18 Kindern bin ich also alle 18 Wochen an der Reihe.

Ehrenamtliche Arbeiten setzen sich fort in der Organisation von Festen und Öffentlichkeitsarbeit. Dabei haben wir uns kennengelernt, Fahrgemeinschaften gegründet und es sind nette Freundschaften entstanden. Die Öffnungszeiten in unserem Waldkindergarten sind kürzer als die städtischer Einrichtungen. Ich bringe unsere Tochter wöchentlich fünf Tage für jeweils sechs Stunden hin, von halb Acht bis 13:30 Uhr. Arbeiten gehen kann ich also nicht, wie geplant. Außerdem habe ich fast jeden Tag je nach Wetter Wäscheberge, vor allem im Winter. Die Rückbank im Auto haben wir abgedeckt und Gummimatten in den Fußraum gelegt.

Für welche Kinder eignet sich der Waldkindergarten?

Macht ein Waldkindergarten jedes Kind glücklich? Vermutlich nicht.

Für unseren Nachbarsjungen zum Beispiel wäre das wohl gar nichts. Er mag lieber gemütlich zu Hause am Tisch sitzen und puzzeln oder mit seinem Technik-Baukasten tolle Sachen konstruieren. Unsere Tochter ist ebenso, wie wir von Wald und Wandern fasziniert und lebt dort ihren Bewegungsdrang aus. Ihre Freundin war anfangs extrem schüchtern, doch schon nach wenigen Wochen hat sie in der Gemeinschaft Selbstvertrauen aufgebaut.

Fazit

Zuerst hatten wir Bedenken, unsere Tochter anzumelden, denn:

  • Viele Waldkindergärten betreuen die Kinder nur halbtags. Wer also richtig arbeiten gehen möchte, für den ist ein solcher Kindergarten keine Lösung.
  • Die Belastung für die Eltern (Waschen, Organisieren, etc.) ist höher
  • Verschleiß bei der Kleidung war erheblich höher, bis wir auf Outdoorkleidung umgestiegen waren
  • Zeckenbisse

Dafür liegen die Vorteile auf der Hand:

  • Bewegung, Bewegung, Bewegung!
  • Frische Luft
  • Erkältungen sind seltener
  • Schwerpunkte liegen auf Sozialem und praktischen Fertigkeiten
  • Akzent auf Motorik, Balance und Körperbeherrschung
  • Ohne klassisches Werkzeug wird die Fantasie gefordert

Auf jeden Fall sollten Sie zusammen mit Ihrem Kind die Möglichkeit zu einem Tag der offenen Tür oder anderen Info-Angeboten nutzen.

Was denken Sie über das Konzept? Würden Sie Ihr Kind einen Waldkindergarten besuchen lassen? Lassen Sie es mich in den Kommentaren wissen!

Bitte teile diesen Artikel, wenn er Dir gefallen hat!
Dieser Artikel ist ein Gastartikel. Vielen Dank an die Gastautorin bzw. den Gastautor. Dieser Blog "Experiment Selbstversorgung" wird von Lisa Pfleger und Michael Hartl betrieben. Solltest Du auch eine Idee für einen Gastartikel haben, lies Dir gerne unsere Informationen dazu durch!

11 Gedanken über “Waldkindergarten für mein Kind

  1. Steffi

    Hallo, auch ich finde Waldkindergärten toll und mir gefiel auch der Artikel – bis zum Thema Markenwerbung! Wie schade! Erstens gibt es wohl bessere Marken und zweitens überträgt sich dieses Markenbewusstsein der Eltern mittlerweile leider auch schon auf Kindergartenkinder. In unserem Kindergarten sind Strauss-Hosen alles andere als ein Geheimtipp, sondern die Marke schlechthin. Unser Sohn nölt uns seit Wochen die Ohren voll, dass er auch so eine Hose haben möchte, weil alle die haben. Oder eine Hose mit Wolfstatzen, die fände er auch ok! Ich finde das ganz schlimm und werde so einen Markenhype ganz bestimmt nicht unterstützen. Outdoorkleidung ja, Markenfixierung nein!

  2. Danina

    Hallo Tanja,

    es gibt noch viele weitere Vorteile, weshalb Waldkindergärten Sinn machen!

    Nirgends sonst können wir die Hektik des Alltags so gut aus den Gedanken verbannen wie in einem Waldgebiet, wenn wir auf einem Waldweg zwischen Bäumen wandern, die Luft nach Erde, Fichtennadeln, Harz, Moos und Pilzen duftet und wir das Rascheln des Laubs, Bachgeplätscher und fröhliches Vogelgezwitscher hören.

    Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass speziell der Wald – mit seinen vielfältigen natürlichen Formen, Farben, Geräuschen und Gerüchen – unsere physische, psychische und emotionale Gesundheit positiv beeinflussen kann.

    Aufenthalte und Aktivitäten im Wald erhalten die Gesundheit, beugen Krankheiten vor oder verbessern die Lebensqualität bei bestehenden Krankheiten.

    Der Stress-Index Cortisol im Speichel wird nach einem Waldaufenthalt über Tage hinweg signifikant reduziert, Blutdruck und Pulsfrequenz sinken, die Immunabwehr wird gestärkt, das autonome Nervensystem entspannt sich, die Stimmung steigt. Man fühlt sich ausgeglichener und ruhiger. Die Gedanken werden klarer und geordneter, es kommen uns neue Ideen und wenn wir abends ins Bett gehen, schlafen wir besser und tiefer.

    Falls Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, freue ich mich, wenn Sie meinen Blogpost „Die Kraft der Natur“ besuchen.

    https://www.daninas-kunst-werkstatt.at/natur-fuer-gesundheit-und-wohlbefinden/

    Danke für Ihren interessanten Artikel und viele Grüße aus Salzburg!

  3. Ronny Scheel

    Hallo Tanja,

    ja kann ich meinen Vorkommentatoren nur Zustimmen, ein schöner guter Bericht. Auch im Thüringer Wald habe ich so einen Waldkindergarten schon gesehen. Leider hat dieser auch noch andere Nachteile die ich Bedenkenswert finde. Zum einen wie sieht es mit Sanitäreinrichtungen aus, also warum nicht ein kleiner zweiter Bauwagen in welchen ökologisch gesunde Komposttrenntoiletten installiert werden und der zweite Punkt der mir indirekt impliziert wurde ist der finanzielle Punkt, wirklich gute Kleidung für Außen ist für ein Normalverdiener nicht bezahlbar, da das Kind natürlich mindestens zwei komplette Garderoben besitzen sollte. Also könnte hier der Eindruck erweckt werden das Kind geht auf eine ÖKOKITA, weil die Eltern………………… hier lasse ich der Phantasie freien Lauf.

    Tschüß Ronny

  4. Melanie

    Hallo Tanja, sehr schön geschrieben. Unsere Kleine ist seit einem knappen Jahr in der Waldgruppe unseres Kigas. Dieser Kiga ist grundsätzlich spielzreduziert und auch unsere Hausgruppe verbringt mehr Zeit im Wald als in ihrem Gruppenraum. Ich muss ganz klar sagen, dass weder unsere kleine noch die große (welche widerum die Hausgruppe besucht) das Spielzeug vermissen. Das kreative Spieler liegt beiden so sehr, dass auch zu Hause das übliche Spielzeug meist im Regal bleibt. Ich bewunder mein Waldkind, selbst an nassen, kalten oder auch stürmischen, also eigentlich ungemütlichen Tagen, muss ich sie überreden nach dem Kindergarten rein zu kommen, weil z.B. Mittagessen fertig ist. Die richtige Kleidung ist da ganz selbstverständlich das A und O. Aber Wäscheberge kann ich uch nicht bestätigen. Ich wasche die Waldklamotten nur zum Ende der Saison (es sei denn, es gab ein Malheur). Und das was drunter ist, das wird meist erst zu Hause dreckig .
    Für uns war die Entscheidung, unsere Kleine in den Wald zu schicken genau richtig. Unsere Kleine Waldfee bringt Glitzer in den Wald und fühlt sich pudelwohl.
    Vielen Dank für Deinen tollen Artikel. Er hat unsere Entscheidung ein weiteres Mal bestätigt.

  5. Susan Cocco

    Ein sehr schöner Artikel, der alles wiederspiegelt, was wichtig in einem Waldkindergarten ist.
    Das Einzige, wo ich anderer Meinung bin, ist der angebliche Wäscheberg. Im Gegenteil, wir haben eigentlich viel weniger Wäsche als in einem Regelkindergarten. Denn die Kinder werden unter ihrer Funktionskleidung ja nicht schmutzig. Und die Funktionskleidung wird ja auch nicht jedem Tag gewaschen – nein, das macht sie sogar kaputt. Wir, und da spreche ich bestimmt auch für andere Familien, waschen sie nur am Wochenende, wenn überhaupt. Aber Alles in Allem haben wir glückliche Kinder – und das zählt.

  6. Ayleen

    Ich war selber ein halbes Jahr (August bis Januar) als Praktikantin in einem Waldkindergarten, und würde es JEDEM empfehlen. Die Kinder sind ausgelassen, konzentriert, gesund, glücklich und bestens entwickelt.
    Der in dem ich war, hatte für das Nachmittagsangebot zusätzlich ein Gebäude, sprich auch was für arbeitende Eltern. Der Waldkindergarten in Wherda wäre das, sehr zu empfehlen!
    Der Artikel ist übrings super, alles drin und korrekt was so wichtig ist! :)

  7. Martin

    Hallo Tanja,
    Danke für den Erfahrungsbericht! Unser Sohn geht seit einem guten halben Jahr in einen Waldkiga und wir sind begeistert! Zuvor hatten wir eine längere Eingewöhnung im Waldorfkiga versucht. Aber keine Chance. Nach 8 Wochen wollte er immernoch nicht allein dort bleiben. Im Wald ist er dagegen innerhalb einer Woche angekommen und entwickelt sich hervorragend dort.
    Den Tipp mit den MARKEN Outdoorklamottem kann ich nur bestätigen. Odlo Unterwäsche, Falke Socken, das volle Programm.
    Und der hintere Teil unseres Autos musste ähnlich präpariert werden…
    Klassische Bedenken die Eltern (ich eingeschlossen) denke ich oft haben: „Wird mein Kind hier hinreichend auf die nunmal unvermeidbare Schule vorbereitet oder wird der Übergang in die Schule ein großer Schock“.
    Kann hierzu evtl. hier jemand Erfahrungen mitteilen?
    Viele Grüße aus Norddeutschland
    Martin

  8. Kerstin

    Vielen Dank für den Artikel. Ich unterstütze das Themawaldkindergarten zu 100%. In Sachen Zecken kommt man mit Schwarzkümmelöl und etwas ätherischen Öl an den Socken durchaus gut um die Runden.

    Womit ich ein Problem habe, ist die Kleidung. 2016 hat Greenpeace bei vielen Outdoor-Bekleidungsherstellern gefährliche Ausdünstungen festgestellt. Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC). Sie gelten als krebserregend und stehen zudem unter dem Verdacht, die Fruchtbarkeit einzuschränken Jack Wolfskin war einer der schlechte bewertesten Herstellern. Hat irgendjemand neue Quellen für sicherer Outdoorbekleidung? Vielen Dank für den spannenden Artikel.

    1. Isabel

      Ich bin auf dieses Problem ebenfalls aufmerksam geworden und habe inzwischen einige Hersteller gefunden, die auf PFC verzichten, wie zum Beispiel Vaude, es gibt auch Regenjkeidung mit ecorepel von Tchibo sowie Loud and Proud, das kommt immer mehr. Die nachträgliche Imprägnierung nehme ich ebenfalls mit einem umweltfreundlichen, fluorfreien Spray vor.

  9. orinoco

    Waldkindergarten ist eine tolle Sache. Kannte jemand die auch ihr Kind dort hingeschickt und mitorganisiert hat. Absolut empfehlenswert, auch wenn die Bürokratie immer mehr zuschlägt (keine Komposttoiletten erlaubt u.ä.)
    Absolut daneben ist Markenwerbung. Vor allem Wolfskin und Deuter haben einen zweifelhaften Ruf. Ersterer hat sich als Abmahner „verdient“ gemacht und zweiterer ist wegen Zwangspreisvorgaben im Einzelhandel berüchtigt. Da gibt es nichts zu empfehlen.
    Und das viele JavaScript hier ist auch kritikwürdig, da überflüssig, wenn man weiß wie’s ohne geht.

Schreib uns Deine Meinung!

Wir freuen uns darüber, dass du zum Thema beitragen willst.

Mit dem Absenden dieses Kommentars akzeptierst du die Kommentar-Richtlinien.