Energy „Revolution“ – die Zweite

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
24. Juni 2010

Wie bereits im Vorgänger-Artikel berichtet, habe ich versucht alle möglichen üblichen Elektrogeräte die mir bzw. uns eingefallen sind zu sammeln und zu notieren. Was da zusammenkommt hat mich ziemlich schockiert, weil wenig ist es nicht gerade. Da es hier den Rahmen sprengen würde, berichte ich erstmal nur über elektrische Geräte in der Küche – immerhin machen die eh so ziemlich die Hälfte aus :)

Über unnötigen Krims Krams wie Sandwichtoaster, Donutmaker (ähm… ja sowas hab ich auch mal benutzt…), Eierkocher und sonstigen sinnlosen Zeug, welches Teleshopping & Co uns aufdrängen wollen, schreib ich hier gar nicht. Dass man statt einer Brotschneidemaschine auch ein Messer nehmen kann sollte nicht allzu schwierig nachvollziehbar sein.

Manche elektrischen Geräte sind sehr leicht zu ersetzen

13 Dinge sind uns eingefallen die in Küchen üblich sein könnten, bei einigen gibt es auch recht brauchbare Alternativen :)

Ofen/Herd

So ziemlich das wichtigste in der Küche, wenn man nicht rohköstlich lebt. Aber da sind wir auch schon bei einem spannenden Punkt: Wir haben schon oft diskutiert und versuchen es auch umzusetzen (gar nicht so einfach aus den alten Gewohnheiten herauszuschlüpfen) in Zukunft einfach im Sommer mehr Rohkost zu essen. Im Winter wird ja sowieso geheizt – das heißt, wenn man einen Holzofen mit Herdplatte und vielleicht sogar Backofen hat, läuft der sowieso von früh bis spät. Im Sommer wo das nicht der Fall ist, und wo es auch normalerweise warm ist, kommt frisches Essen ja gerade zu gelegen. Davon abgesehen ist es im Sommer ja auch reichlicher vorhanden als im Winter. In einer Wohnung ohne Holzofen bzw. die Möglichkeit einen zu installieren kann das schwierig werden (uns fehlt derzeit z.B. einfach das Geld in ein Ofenmodell mit Kochplatte zu investieren – in der alten WG hatten wir sowas, echt spitze im Winter!). Aber es spricht nichts dagegen zumindest im Sommer bewusst mehr frisches Obst und Gemüse zu essen :)

Wasserkocher

Wie gesagt ist er ja recht sinnvoll. Auch an kälteren Sommertagen mag ich gern Tee um mich aufzuwärmen. Man kann zumindest darauf achten entweder nur die Menge Wasser zu kochen, die man braucht, oder den Rest in eine Thermoskanne zu füllen, um das Wasser warm zu halten und später zu benutzen. Eine künftige Lösung ist mir leider noch nicht eingefallen, außer zB auch im Sommer einen Holzofen anzuheizen oder ein schönes Feuerchen draußen zu machen :)

Toaster

Die Frage ist hier wiedermal, inwiefern sowas nötig ist. Früher hab ich fast immer alles getoastet aber irgendwie hat sich das aufgehört – ich habe mich nicht mal bewusst dazu entschieden, es kam einfach so. Und er fehlt mir nicht mal. Als wir noch den Holzofen mit Herdplatte hatten haben wir das Brot einfach direkt drauf gelegt – funktioniert genauso prima.

Rührmixer

Ich weiß nicht mal genau wie das heißt, gemeint ist das Gerät mit dem man zum Beispiel Kuchenteige rührt. Seit ich im Kuchen weder Eier noch Butter verwende (Eier einfach weggelassen und statt Butter Öl) hat sich das mühsame fein mixen dieser Zutaten erübrigt. Wenn ich heute einen Kuchen mache, ist der innerhalb von 1-2 Minuten mit einem stinknormalen Löffel verrührt (oder eben mit Schneebesen). Spart Zeit, Geld, Strom und unnötiges Reinigen von Geräten. Einfach mal nach Kuchenrezepte ohne Ei suchen und die Butter durch Öl ersetzen. Es klappt wirklich. Übrigens gibt es auch noch solche alten Mixer mit Handkurbel.

Kaffeemaschine

Wir trinken zwar aus geschmacklichen Gründen sowieso keinen Kaffee (davon abgesehen ist die Herstellung von Kaffee extrem energie- und wasserintensiv) aber statt einer Kaffeemaschine kann man auch die kleinen Espressokännchen verwenden und zumindest im Winter läuft sowieso die Holzofenherdplatte. Überlegen sollte man sich sowieso ob man den Kaffeekonsum aus genannten Gründen nicht zurückschrauben sollte. Eine Sucht ist es noch dazu. Ich versuche gerade das gleiche mit Kakao(produkten) zu schaffen, der sicher nicht weniger unökologisch in der Produktion ist. Gar keine leichte Aufgabe :)

Geschirrspüler

Manche meinen ja die neuen Geschirrspüler seien eh schon sehr effizient und (wasser)sparsam. Mag sein, aber man könnte auch über den Tag verteilt (angenommen man richtet drei mal täglich Essen an) die benützten Küchenutensilien immer wieder benutzen und das ganze erst am Abend abspülen. Schneidebretter kann man öfter verwenden, genauso Messer, Tassen, Gläser. Wenn man dann einmal das Wasser ins Becken laufen lässt und alles durchspült, ist das glaube ich schon sehr wassersparend. Mühsam muss es auch nicht sein, wenn man verkrustete Töpfe einfach einweichen lässt – das Zeug löst sich sogar ohne Spülmittel.

Kühlschrank

Wenn man einen etwas kühlen, dunklen Raum hat sollte es problemlos ohne gehen. Kommt natürlich auf die Produkte an. Wir haben meist nur Gemüse und Obst daheim. Wenn wir Sojamilch, Tofuzeugs, etc haben, hält es sich auch außerhalb des Kühlschranks bzw. wir essen es sowieso gleich auf. Butter, Eier, Fleisch haben wir nicht, Margarine würde sich wahrscheinlich auch so halten (haben wir aber auch nicht). Wir arbeiten halt auch viel mit getrockneten Sachen (Hülsenfrüchte, Dörrobst, Getreide), was mich gleich zum nächsten Punkt führt.

Gefrierschrank

In meiner WG, wo wir einen solchen haben, steht er bis auf ein Päckchen gefrorenen Dill (der irgendwie eh nicht mehr gegessen wird) leer. Leider ist er nicht getrennt vom Kühlschrank und man kann ihn nicht abschalten. Im Prinzip ist er also unnötig. Wie oben schon angedeutet, gibt es sehr viele alternative Varianten der Haltbarmachung wie z.B. Einmachen, Trocknen, Dörren, milchsaure Vergärung, Einsalzen, Räuchern, in Öl einlegen usw. Selbst Fleisch kann man auf die eine oder andere der genannten Varianten haltbar machen. Milch macht man durch die Umwandlung zu Käse haltbar und bei Eiern weiß ich es nicht. Aber Hand aufs Herz: man kann auch ohne tierische Produkte, die ja eh nur einen Bruchteil der wahnsinnigen Vielfalt an Nahrungsmitteln darstellen, sehr gut leben :)

Mikrowelle

Viel Ahnung habe ich nicht von diesen Strahlen – ein bisschen „unheimlich“ sind sie mir trotzdem. Wie auch immer: angeblich ist sie bei kleinen Portionen effizienter. Allerdings ist es eh von Vorteil nicht allein zu essen sondern in großen Portionen zu kochen. Hier ist erstens der Herd sparsamer und zweitens schmeckts mit Familie und/oder Freund_innen oder Arbeitskolleg_innen eh besser ;)

Mir ist im Zusammenhang mit „Selbermachen“ eingefallen, dass man da wahrscheinlich noch zusätzliche Küchengeräte braucht. Zum Glück gibts stromlose Alternativen:

Mixen/Pürieren

Bisher haben wir immer schonmal im Voraus unserem Pürierstab nachgeweint, den wir doch alle paar Wochen (haha, scheint eh unnötig zu sein) mal verwenden. Erst gestern hatte ich einen Geistesblitz: Es gibt auch so Zerkleinerer die mit einer Kurbel betrieben werden. Meine Mutter hat oder hatte mal sowas um Kräuter oder Zwiebel zu hacken. Gut das kann ich natürlich auch mit dem Messer machen, aber um einen Brei zu pürieren stell ich mir das ganz praktisch vor! Ich hab noch nicht wirklich danach gesucht aber wäre toll wenn es sowas auch ohne Plastik gäbe… Kennt ihr sowas?

Frischen Saft pressen

Vor einem Jahr hat mir meine Mutter mal so einen uralten Entsafter mitgegeben. Nicht nur Strom braucht der, nein, es spritzt nur so herum, das Zerlegen und putzen ist mühsam und es bleibt viel Saft im Presskuchen. Damit hab ich mir genau einmal Saft gemacht. Ich muss sagen ich brauch sowas zur Zeit auch nicht, aber da es auch Saftpressen mit händischer Kurbel gibt überlege ich mir das irgendwann vielleicht schon… :) Die Presse die ich gesehen hab, war halt durch und durch aus Plastik. Keine Ahnung ob’s da was anderes gibt? Ein Rohköstler war damals aber ganz begeistert von der Tatsache, dass es aus Plastik ist, weil er meinte bei Metall geht was ungesundes ab? Hab aber keine Ahnung.

Getreide mahlen/quetschen

Derzeit quetschen wir jeden Tag unseren Hafer für’s Frühstück – und der Geschmack gegenüber gekauften Flocken ist unvergleichbar. Einfach frischer. Das gleiche gilt für Mehl. Die ganzen Körner halten sich auch länger. Aja es ging ja um Strom: die Quetsche wird von Hand gekurbelt und im Internet habe ich auch schon traumhafte Modelle gefunden, die Mehl und Ölsaaten mahlen können. Leider recht teuer, aber frisches Mehl oder Flocken sind es mir wert :) Hat jemand zufällig so eine Mühle daheim? Mein Favorit ist ja eine Mühle, wo man einen Keilriehmen befestigen und sie somit mit dem Fahrrad betreiben kann, haha :D

Obst & Gemüse dörren bzw. trocknen

Statt diesen elektrischen Dörrgeräten, kann man die Früchte auch einfach aufhängen und an der Luft trocknen lassen. Um sie richtig zu dörren gibts auch Bauanleitungen für Solardörrer (also wo sich durch eine schwarze Fläche die Luft erhitzt usw..). Dörren soll halt schwieriger sein, weil man den richtigen Feuchtigkeitsgehalt erwischen muss, damit sich die Produkte halten.

Ganz schön viel, was? Ich hoffe, ich habe nichts vergesse, was die Küche betrifft. Ansonsten dürft ihr gerne was hinzufügen. Im nächsten Artikel werde ich dann auf das Reich der elektrischen Geräte außerhalb der Küche eingehen. Einige darunter, sind schon schwieriger zu ersetzen…

EDIT 2015: Mittlerweile gibt es die Getreidemühle und wir haben auch die Kurbelsaftpresse! (Letztere kommt allerdings mangels Obst im Überfluss nicht so oft zum Einsatz. Die arme!)

Zu Teil 3 der „Serie“ geht’s hier :)

 

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Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

60 Gedanken über “Energy „Revolution“ – die Zweite

  1. Richard

    Wir haben ein Holzhaus mit Grundfäche 55m² mal zwei und heizen es nur mit einem Schwedenofen. Wir wollen den nächstes Jahr gegen einen Tischherd tauschen damit man darauf auch kochen kann. Im Winter wird sowieso damit geheizt also kann man ihn gleich zum kochen auch verwenden und vielleicht gibts noch einen mit einem Wasserschiff.

    Beim Geschirrspüler muss ich dazu sagen dass man, wenn man mit der Hand abwäscht, mehr Energie braucht als der Geschirrspüler. Denn der GS kann viel mehr Geschirr mit 12Liter Wasser waschen als man es mit der Hand kann. Und mit der Hand kann man max. mit einer Temperatur von 40 rad waschen (ausser man hat eine Hitzebeständige Haut). Der GS kann auch mit höhren Temperatur waschen. Aber ich denke das ist alles Ansichtssache.

    Ich trinke gerne Kaffee und bin in meinem Büro als auch zu Hause auf die Mokkakannen umgestiegen. Erstens haben die nicht soviel Stromverbrauch (die gibts mit einer elektrischen Einheit wie ein Wasserkocher aber max. 400W) wie Kaffeevollautomaten. Zweitens habe ich immer frisches Wasser.
    Die Kaffeeautomaten haben überall Ablagerungen in den Durchlauferhitzer, Schläuche und sonstige Teilen dass mit der Zeit im Wasser mitkommt.
    Drittens kann nichts kaputt werden und geht einfach zum reinigen.

    Mikrowelle haben wir keine dafür einen Dampfgarer indem man fast alles schonend zubereiten kann und vor allem hats den Vorteil dass nichts anbrennen kann.

    Ans Scheidebretter verwenden wir nur Holzbretter die man nur abschwemmen braucht damit sie wieder rein sind und haben noch dazu den Vorteil dass Holz Bakterien vernichtet und nicht wie Kunststoff vermehrt.

    Aber ich denke das muss sowieso ein jeder für sich selbst entscheiden was er verwendet oder nicht.

  2. Brigitte

    Also, mir fällt zu diesem Artikel auch gleich mein wunderbarer Fleischwolf ein.
    Handbetrieb, aus Gusseisen und – dank Schraubstocktaktik – an jeden Tisch zu klemmen.
    Da könnte man auch Obst durchjagen und dann das Mus entweder als solches verwerten, oder über Leinentuch und Obstpresse (in welcher Größenordnung auch immer – hat ja jeder Ahnung vom Prinzip und Fantasie) den Saft gewinnen.
    Ich mache mit meinem Fleischwolf hauptsächlich Suppengrundlage auf Vorrat (hält ca. 1 Jahr) und Kichererbsenbrei für Falafel.
    Wenn ich fertig bin wird der Fleischwolf auseinandergebaut und kann ganz einfach gereinigt werden. Und ich spare mir den Mixer, weil ich beim Kurbeln auch gleich noch alle Gewürze, Kräuter usw. mit durchdrehe.
    Den Entsafter könntest du dir damit auch sparen. Ich denke da immer an unseren Nachbarn, der jährlich gemostet hat. Ihr kennt ja sicher auch dieses Holzfass mit der Pressvorrichtung – schon mal darüber nachgedacht? Aber rentiert sich ja auch erst ab einer gewissen Menge. Da könntet ihr aber z. B. auch euren eigenen Essig danach herstellen. Dann könnte man auch eine rentable Menge Äpfel verarbeiten.
    Beim Kaffee ist sicher richtig, dass der Herstellungsprozess für die blanke Bohne schon sehr energieintensiv ist. Noch dazu muss man so realistisch sein, dass Supermarkt-Kaffee sicher keinen Bezug zu fairem Handel hat.
    Trotzdem bin ich diesem Laster verfallen, brühe aber mit Hand auf und spare mir damit die blöde Kaffeemaschine, die eh kurz nach der Garantiezeit wieder kaputt geht.

  3. MI

    Meine Mutter hat zum zerkleinern von Kräutern eine Kräuterschere, eine Petersilienmühle und ein Wiegemesser funktioniert alles super.

    Bei Freunden gibt es als Kühlschrank eine im Garten vergrabene Milchkanne.
    Und zum Geschirrspülen machen sie nicht das ganze Becken voll, sondern nur einen Becher, in den sie die Bürste eintauchen, alles abschrubben und dann einmal kurz alles abspülen fertig.
    Das hat mich sehr zum nachdenken angeregt, wahrscheinlich wäre ich ohne dass ich ein paar Tage bei ihnen verbracht hätte nie hier gelandet.

    Ich finde es supernett von euch, dass ihr eure Erfahrungen mit uns teilt.
    Dankeschön!

  4. Lisa B.

    Ich weiß, dass der Artikel schon älter ist, aber ich muss ihn trotzdem kommentieren, weil ich gerade auch schaue, wie ich elektronische Geräte reduzieren kann.

    Ich besitze z.B. gar keinen Wasserkocher, sondern einen kleinen Tauchsieder (wie die Dinger aus dem Physikunterricht). Der wird oben in die Tasse eingehängt und ich bekomme genau so viel Wasser wie ich brauche.

    Ich trinke fast nie Kaffee, mein Freund nimmt manchmal welchen mit zur Schule. Es wäre besser, weniger Kaffe zu trinken. Wenn, dann nehmen wir lieber unseren eigenen, weil er sich in der Thermoskanne warm hält, fair gehandelt & bio ist und wir keine To-Go-Becher brauchen.

    Ich habe sehr lange nach einer Maschine ohne Plastik gesucht – und bin tatsächlich fündig geworden. Es gibt Porzellanfilter, die man einfach auf die Tasse drauf stellen kann. Der nimmt nicht mehr Platz weg als eine Tasse, ist ganz leicht zu reinigen und ich habe kein zusätzliches Elektrogerät, das vielleicht mal irgendwann schwer zu recyceln ist.

    Handrührgeräte finde ich eher überflüssig. Kneten mit den Knethaken funktioniert meist eh nicht so gut und ich brauche es einfach zu selten.
    Stattdessen habe ich einen Stabmixer, wo ich den Mixteil gegen einen Schneebesen austauschen kann.

    Beim Schreiben merke ich gerade, wie abhängig ich noch vom Strom bin…
    In diesem Jahr will ich unbedingt konservieren lernen, um langfristig zumindest nicht mehr aufs Gefrierfach angewiesen zu sein.

    1. Monika Beetschen

      Hallo Lisa,
      leider ist Porzellan nicht vegetarisch, es enthält Knochen. Sie sind auch noch stolz drauf (es macht ihn durchscheinender). Das Verfahren wird Bone Chine oder so genannt.
      Kannst Dir ja einen Kaffeefilter beim/bei TöpferIn machen lassen(wobei Du auch hier sagen musst, dass Du es Knochenmehl frei willst, da dies manchmal Ton/Glasur beigefügt wird). Ist übrigens nicht teurer als gutes Porzellan, aber hat den weiteren Vorteil, dass Du Tonfarbe und Glasurfarbe wünschen kannst und Du unterstützt lokales Handwerk.
      Herzliche Grüsse
      Monika

  5. Eva

    Hat jemand von euch einen selbst gebauten Backofen aus Lehm? Unsere VHS bietet regelmäßig einen Kurs dazu an und mich würde das sehr reizen. (Wir haben Tonboden im Garten, unser Haus steht auf einer alten Tongrube, was den Ernteertrag nicht sehr hoch macht…)

    Getreidemühle haben wir tatsächlich eine elektrische, die aber mit Handkurbel betrieben werden könnte. Für einen gefräßigen 5-Personen-Haushalt (1 kg Brot pro Essen kann man schon rechnen) wäre alles andere dann doch heftig.

    Eine Freundin hat mir die Minna ans Herz gelegt. Eine mechanische Küchenmaschine, mit der gehobelt, geschnipselt, entsaftet werden kann. Leider wird sie nicht mehr hergestellt und man bekommt sie nur noch gebraucht. Hat jemand Erfahrung damit?

  6. buRnhArD

    @Mixen/pürieren

    Was du suchst nennt sich eine Flotte Lotte, Passiermühle, Gemüsemühle, Passiergerät, Passevite…
    Gibt es natürlich auch komplett aus Metall. Aber im Grunde reicht ein stabiles Sieb und eine Spachtel/Löffel/Holzkeil/Mörser mit dem du dein essen einfach durch das Sieb drückst!

  7. Joana

    Hallo ihr zwei :)
    Danke fuer die vielen anregenden Beitraege auf eurem Blog.
    Bzg. Holzofen mit Herdplatte: Hatte vor kurzem beim Wwoofen in Frankreich die Gelegenheit an einem Workshop zum Bau eines „Rocket Stove mass heater“ teilzunehmen und war echt begeistert. Es handelt sich dabei um einen Ofen, der relativ einfach aus Natur- und Recyclingmaterialien selbst gebaut werden kann (das Handbuch gibt es in Englisch und Franzoesisch). Es ist moeglich im Winter damit das Haus und das Warmwasser zu heizen und auch darauf zu kochen. Das tolle daran ist dass der Ofen dank einer sehr heissen, sauberen Verbrennung (der Rauch enthaelt kaum noch Partikel) sehr effizient ist und die Luft weniger verschmutzt als herkoemmliche Holzoefen. Die Waerme wird dann in einer Ofenbank oder aehnlichem gespeichert und langsam wieder abgegeben. So ist das Haus auch Stunden nach dem letzten Einfeuern noch warm. Fuers Kochen im Sommer oder zwischendurch kann auch ganz einfach ein „Mini-Rocket“ gebastelt werden, den man mit kleinem Holzzeugs wie trockenen Zweigen etc. fuettern kann. Wenn ihr wollt, kann ich euch gerne in etwa einem Monat Fotos von so einem „Mini-Rocket“ schicken (im Moment bin ich noch auf Reisen).
    Bin dabei Schritte in die gleiche Richtung zu machen wie ihr, wenn auch noch ganz am Anfang. Wuensche euch fuer eure tollen Projekte alles Gute!
    Wuerde gerne mal auf eurem Hof wwoofen kommen!
    Liebe Gruesse
    Joana (Schweiz)

  8. Sarah

    Hallo Zusammen!

    Ich dörre meine Äpfel und Hagebutten auf dem Ofen, den ich diesmal wegen sehr kalter Nächte bereits im Herbst anschüren musste. Braucht zwar mehrere Runden/Tage, funktioniert aber.

    Liebe Grüße, Sarah

  9. Heiko

    Liebe Lisa,

    es gibt eine Alternative zum Wasserkocher. Das Ding heißt KellyKettle und wird von den irischen Schafhirten seit vielen Jahrzehnten benutzt, um heißes Teewasser herzustellen. Wir benutzen das Teil seit mehreren Jahren auf unseren Radreisen und es funktioniert wunderbar.

    Heiko

  10. Maja

    Sparen beim Herd:

    Ich habe einen ganz tollen Tipp bekommen, wie man sehr viel Strom beim Kochen sparen kann. Und zwar mit der Kochkiste. Sehr günstig selbst herzustellen und eine ganz tolle Erfindung, alternativ, kann man auch einen Kochsack nähen. So schaut ein Kochsack aus http://www.betten-stumpf.de/produkte/wohnen-u-leb… (dazu habe ich noch keine Anleitung zum Selbermachen entdeckt, einfach mal ausprobieren!) und hier ist die Anleitung für die Kochkiste http://www.strom-sparen.com.de/stromspartipps/bau

    Viel Spaß und guten Appetit!

  11. Judith

    Ich presse Saft aus Beeren meistens so: altes Geschirrtuch oder Kissenbezug, Beeren oder leicht zerdrückbares Obst rein und das Tuch "zudrehen", die Früchte dabei mit der Hand ausdrücken. Zudrehen und ausdrücken im Wechsel. Das dann so lange machen bis kein Saft mehr raus kommt..gibt auch ein wunderbares Gelee. :)

    LG und fröhliches Testen!

  12. Kim

    Hey ihr Lieben, vielen Dank für diesen (und auch für vergleichbare) Artikel – bringt mich doch immer wieder dazu, eingefahrene Verhaltensweisen zu überdenken und zu verändern.

    Anmerken wollt ich nur, dass man Kuchen auch mit Eiern per Hand rühren kann. Und Butter entweder früh aus dem Kühlschrank nehmen oder durch Öl ersetzen. Und ich find es mit dem Schneebesen nicht wirklich langwieriger als mit der elektr. Variante.

    Ich glaub, wir haben uns manchen "Luxus" einfach nur angewöhnt und nie wirklich überprüft, wie die angebliche Zeitersparnis zum Resourcenverbrauch in Beziehung steht.

  13. Michael

    Zum Thema "heisses Wasser in den Sommermonaten":

    Solarkocher sind ebenfalls Bausteine für eine stromlose Energieversorgung. Ich habe seit rund zwei Monaten einen "Lightoven", der für anderthalb Liter Wasser bei blauem Himmel etwa eine Stunde braucht, bis es kocht. Macht richtig Spaß zuzuschauen :-)

    Und mit meinem Papillon schaffe ich rund 5 Liter in dieser Zeit. Der ist aber nicht so leicht zu transportieren.

    LG Michael

  14. Marga

    Ja, leider werden wir immer abhängiger von Strom und Batterien.

    Früher gab es auch Armbanduhren und Wecker zum "Aufziehen" – heute braucht man stets Batterien.

    Wir werden immer abhängiger.

    Wenigstens kann man immer Garten noch "Handarbeiten".

  15. Helmut Neumayr

    "Mixen + pürieren"

    Hallo, ihr Lieben!

    Einen Fleischwolf kennt wohl jeder aus Großmutters Zeiten!? Ähnliches gibt es für Nüsse, Mohn und Mais.Und mit der Nussreibe kann man auch herrlich z.B. zwiebel "pürieren! Schaut mal auf Flohmärkte – hab erst unlängst im Weinviertel ein Nuss – und eine Mohnreibe um je 2,- € erstanden- für eine Kaffeereibe muß man schon ab 15.- aufwärts rechnen.

    Liebe Grüße!

    Helmut

  16. Manuela

    Hallo Ihr Lieben,

    ganz am anfang habe ich gelesen, dass man sich Gedanken über die Haltbarkeit von Eiern macht. Ich koche sie hart und wecke sie in leicht gesalzenem Wasser ein. Ich kann damit zwar keinen Kuchen backen, dafür habe ich aber ein leckeres Ei für den Kartoffelsalat.

    Liebe Grüße von mir

    1. Ka

      Eier (die ja nicht wirklich vegane Lebensmittel sind) halten sich eh ohne Kühlschrank. Man sollte sie auf keinen Fall in den Kühlschrank stellen, genau genommen. Ich denke, wenn man vegan lebt, ist ein Kühlschrank-freies Lagern zu bevorzugen, da viele meiner Bekannten Gemüse und Obst FALSCH IM Kühlschrank lagern! Den meisten Gemüsen/Obstsorten ist es dort zu kalt!

  17. Martin

    @ Marcus: ….wenn jeder das so machen würde….natürlich macht das nicht jeder so; das Argument zieht nicht.

    Man kann auf das Kochen ganz verzichten(Rohkost/Urkost/lies mal das Buch von Wandmaker: Willst du gesund werden, vergiss den Kochtopf) oder Solarkocher einsetzen. Und dass nicht jeder zum Rohköstler werden wird, erhärtet wiederum meinen obigen Einwand.

    Die Energie, die wir heute u.a. beim Kochen verbrauchen, wird den zukünftigen Generationen entzogen, da die Erde soviel gar nicht hergibt. Wir sind schon seit vielen Jahren an der Erdzerstörung beteiligt und jedes Jahr ist der Zeitpunt, an dem wir die vorhandenen Ressourcen aufgebraucht haben, früher.

    Ich wäre froh, ich hätte schon einen Holzherd ( als Heizung, da ich aus gesundheitlichen Gründen keine Kochkost mehr esse ), werde auch der Anregung nach selbstgebautem Lehmherd nachgehen. Den E-Herd habe ich entsorgt, den Kühlschrank auch, ergo bleibt die Rohkost, in meinem Falle die Urkost.

  18. Martin

    Moinmoin,

    ich stelle gerade schrittweise auf "off-grid", Permakultur und 100%Urkost (Rohkost + Wildpflanzen)um.

    Ein wesentlicher Beitrag zur Unabhängigkeit von der Stromlobby ( auch sog. "Biostromproduzenten" bauen und finanzieren neue Kokhlekraftwerke und sitzen im Aufsichtsrat der Atomkraftwerke ) neben der Wonder-Wash Handkurbelwaschmaschine ist der Kelly-Kettle (Wasserkocher), dere klimaneutral(!) den elektr. Wasserkocher ersetzt.

  19. marcus

    Huhu, finde euren Blog sehr lesenswert, interessant und eurer Vorhaben zweifelsohne Nachamenswert!

    Im Einzelfall kann es sicherlich Sinn machen mit Holz zu heizen und zu kochen, meiner Meinung nach sollte man dies aber nicht als selig machende Lösung verkaufen (will euch nicht unterstellen das ihr dies tut), würden plötzlich alle Deutschen derart kochen/heizen wären unsere Wälder schneller verschwunden, als ich hopp sagen könnte.

  20. Helga

    es gibt tondosen in denen gemüse, zwiebel, alsana oder butter, brot usw. gekühlt bleiben, früher war deren gebrauch selbstverständlich. kann man theoretisch auch selber machen.

    ich bin grad daran, den tonkühlschrank (vgl. ho to pedia) zu bauen, meinen elektrischen kühlschrank benutze ich schon jahre kaum mehr – höchstens zwei wochen im jahr.

  21. Pingback: Energy “Revolution” III | Experiment Selbstversorgung

  22. nina

    "Geschirrspüler

    Manche meinen ja die neuen Geschirrspüler seien eh schon sehr effizient und (wasser)sparsam. Mag sein, aber man könnte auch über den Tag verteilt (angenommen man richtet drei mal täglich Essen an) die benützten Küchenutensilien immer wieder benutzen und das ganze erst am Abend abspülen. Schneidebretter kann man öfter verwenden, genauso Messer, Tassen, Gläser. Wenn man dann einmal das Wasser ins Becken laufen lässt und alles durchspült, ist das glaube ich schon sehr wassersparend. Mühsam muss es auch nicht sein, wenn man verkrustete Töpfe einfach einweichen lässt – das Zeug löst sich sogar ohne Spülmittel."

    sorry, aber das mit den utensilien mehrfach benutzen – geht garnicht.

    wo es gehen mag ist bei wasserglas und teebecher, messer sollte man allein schon deshalb zeitnah spuelen und abtrocknen, damit sie immer schoen scharf bleiben und nicht rosten (ich habe auch welche auch nicht-rostfreiem stahl) und schneidebretter sind sonst 1a bakterienschleudern.

    und das sind alles beispiele ohne verwendung von tierischen lebensmitteln – fleisch, milch und eier erhoehen die schlagzahl nochmal.

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      @ nina:

      Ich hatte wohl vergessen zu erwähnen, dass das Geschirr, Messer, Schneidebrette natürlich nicht in der Siffe liegen bleiben sondern zumindest feucht abgewischt werden (allein schon sinnvoll, wenn man mit einem Messer Knobi oder Scharfes geschnitten hat :)). Dachte, das versteht sich von selbst – ebenso, dass man Schneidebretter die mit tierischen Produkten in Berührung kommen nicht stundenlang ungewaschen liegen lassen sollte. Aber, dass wir uns rein pflanzlich ernähren ist im Artikel eh ziemlich gut ersichtlich.

      Die Erfahrung, dass man Messer sofort abtrocknen muss, da sie sonst rosten hab ich noch nie gemacht. Liegt wahrscheinlich daran, dass wir anscheinend ausschließlich rostfreie Exemplare haben :)

  23. Monika

    Hoi zämä, für Küchengerätschaften ohne Strom in super Qualität(u. wo möglich aus EU), gäbe es da http://www.manufactum.ch/ oder bei http://www.lehmans.com (oder so.Nicht unbedingt immer gute Qualität. Ist ein Laden in USA, der vorallem Geräte für die christlichen FundamentalistInnen der OldOrder MennonitInnen und OldOrder Amischen anbietet. Diese lehnen Elektrizität aus religiösen Gründen ab(es entfernt sie zu schnell von der Gemeinschaft))… FLOCKENQUETSCHEN: beim nächsten BioLaden fragen(sie wissen oft mehr), oder auch: eine Anleitung zum Selbstmachen ist in der Büchlein-Reihe "Einfälle statt Abfälle" zu finden(erhältlich z.B. beim Packpapierverlag in Osnabrück(liefert auch in CH)). Ich quetsche amigs ein grosses Glas voll mit Hafer, mixe Rosinen, sonnenblumenkerne, Leinsamen… rein=mein (Fast)Fertigmüesli ohne Zucker/Salz… Insbesondere wenn ich mal so richtig wütend auf meinen Liebsten bin, vermag ich ohne Probleme 500g aufs Mal zu quetschen ;-), ansonsten brauch ich dazu ein paar Verschnaufpausen. Dieses Müesli ist immer noch frischer(!) als jenes vom Laden, auch wenn's 1-2 Monate geht bis der letzte Rest verbraucht ist.

    OFEN/HERD: billiger als gekaufte sind selbstgemachte Lehmöfen, auch hier kann die Reihe "Einfälle statt Abfälle" Hervorragendes bieten: Mehrere Büchlein widmen sich den verschiedenen Oefen: Koch/Back/Töpferofen/ mit Warmwasseraufbereitung…Auch gibts in einem der Büchlein über Solaranwendungen eine Anleitung für einen Solar"herd".

    ZUM LEBEN OHNE KUEHLSCHRANK: Wir haben 2 arg renovationsbedürftige Erdkeller, daher fand ich es eine Schande, den alten Kühlschrank in Betrieb zu nehmen. Deswegen haben wir im alten Stall ein Provisorium eingerichtet: Büchergestell mit Draht ringsum, da die Mäuse/7-schläfer… immer an die ungesunden Dinge gingen(einmal haben sich 2 Mäuse in 1 Sojamilch ertränkt. Die armen Tröpfe:-(. Im Sommer, wenn wir 33 Grad haben ist's im Keller 14-17°C, im Winter wenn wir -25 haben, -3°C(in den renovierten Erdkellern sollte es dann besser sein). Mit veganer Ernährung ist das kein Problem: Es braucht am Anfang etwas Gewöhnung immer zuerst dasjenige zu brauchen, das am AEltesten ist oder am UEbelsten aussieht. angefangene Pflanzenmilch im Tetrapack(ja, ich habe noch nicht gelernt sie selbst "einzumachen":-( hält sich eine Woche(also wie im Kühlschrank), sofern Du eine Ecke aufschneidest u. nach Verwendung, die Ecke umknickst u. mit 1 Wäscheklammer befestigtst (wenn Du jedoch diese neumodischen Plastikverschliessklappen verwendest, schimmelt's garantiert mindestens um den Verschluss rum nach 3 Tagen). Wir haben für die seltenen Brotmomente in unserem Leben deutsche Bio-Margarine, die wie deutsche, illegal geschmuggelte Butter schmeckt(bin an der Grenze zu D aufgewachsen), sehr lecker. Die ist auch hart wie Butter u. bleibt's auch im warmen Keller, sie ist auch so denaturiert, dass sie nicht gammelt(also bevor sie bei uns aufgetaut wird, lagert sie ca. 1 Jahr in der Gefriertruhe. Ich bestelle einmal im Winter einen Karton à 25 Stk., der uns 1- 1 1/2 Jahre hält).

    Uebrigens haben sie Butter früher in Blackenblättern(Rumex irgendwas, jenes Gewächs, dass heutige Bauern/Bäuerinnen vergiften, ältere Generationen aber extra in separaten Gärten anbauten(lässt sich zu Sauerkraut einmachen…)) gelagert, geht sicher auch mit margarine, statt Folie.

    GETREIDE kaufen wir in 10kg Tüten beim nächsten BioHof oder bei einer Bio-Genossenschaft. Hält sich jahrelang, solange es ab u. an bewegt wird(gratis Bodybuilding;-)), trocken gelagert wird(also kein Keller), ich stecke noch Lorbeerblätter rein, soll auch helfen gegen Tierlein.

    Bevor Du Dir ne Mühle kaufst ohne Strom, unbedingt damit viel Getreide mahlen, s'gibt da grosse Unterschiede im zeitaufwand u. Kraftaufwand. Laut Hd.buch Selbstversorgung gibts auch Mühlen wo 2 Mahlen müssen, was viel Spass mache(nur müsst ihr dann immer 2 sein) Ev. auch das "Einfälle stattAbfälle" Buch über Solaranwendungen kaufen, da drin wird erklärt wie z.B. Mixer, Säge, Nähmaschine auf Solarstrom umgestellt werden können, dann geht auch eine elektrische Mühle.

    Was wie gelagert wird, wird hervorragend im Buch Naturkeller von Claudia Ladener, Oekobuchverlag beschrieben(mit Angaben zu opt. Temperaturen/Feuchtigkeit wie Erdkeller im Haus oder im Feld gebaut werden…). Z.B. ist es Kürbissen schnell einmal zu kalt im keller, die lagern dann in unserem Schlafzimmer, wo's so um die 12 Grad warm ist im Herbst. Du kannst normalerweise davon ausgehen: was ursprünglich von der Wärme kommt erträgt Kälte nicht, zB. Tomaten, Zitronen, Kürbisse, Kartoffeln…Zudem gehören Zwiebeln + Knobli nicht in den Kühlschrank(zu kalt/zu feucht). Aepfel sondern ein Gas aus, dass Anderes zum Reifen bringt, je nachdem ist es zu vermeiden oder wenn Du unreifes hast, legst du es neben die Aepfel und schwups ist's nachgereift.

    einmal gefrorene Aepfel sind schnell aufzubrauchen(noch am Baum ists nicht so ein Problem, nur im Keller), Kartoffeln werden durchs frieren zu "Süsskartoffeln", noch essbar, aber wohl nicht mehr so gehaltvoll.

    BioTrauben kaufe ich in grossen Kartons im Herbst aus der schweiz und lege sie dann im alten Stall Einzeln aus(aufhängen wäre noch besser). So halten sie sich bis Dez. ohne dass ich solche von weitherkaufen müsste.

    MIXER: Wir hatten so diese billig Dinger, mit Rühr- u. Knet u. Schneidvorrichtung, aber bei unserer veganen Anwendung, wo sie viele Nüsse/Samen zu Mayonnaise/Milch zu verarbeiten hatten, gingen sie alle 7 Jahre kaputt(und diese billigDinger lassen sich nicht reparieren, grummelgrummel). Jetzt haben wir einen teuren Milchshaker(1,5l), der nun schon 15 Jahre hält(einmal was ersetzt)(für die Nusssaucen…), sowie einen sogenannten Zauberstab(teure Marke von manufactum, von der ein Freund ein Modell hat das 60 Jahre alt ist u. immer noch tatkräftig mixt). Eine Flotte Lotte(ich konnte sie mir immer noch nicht für alles angewöhnen, weil gewisses Zeugs bleibt mir zu grob. Müsste eben Fleischwolf o.ä. in Betrieb nehmen, siehe unten). Dann habe ich mir letztes Jahr sogenannten Zwiebel/Peperonischneider gekauft(Plastik, kein Strom.), lohnt sich aber nur wenn mensch das Zeugs einmacht, eher nicht für anderes gegeeignet. Und voller Hoffnung vor 3 Jahren einen Swizzzprozzz: Kleines Plastikding, ähnlich wie die "Kräuterhacker" an den BilligMixern, aber ohne Strom. Leider ist er veganen Anforderungen(Nüsse/Samen fein vermahlen) nicht gewachsen, aber Kräutersalz hat er erstaunlicherweise sehr Gutes hingekriegt(naja, vielleicht könnte ich mal ne Reismilchmayo damit ausprobieren oder ihm eine weitere, sonstige Chance geben). Aber noch besser gehts da mit der Zyliss(hmm, wie heisst das wohl auf hochdt: Trommelreibe?), die ersetzt mir problemlos die elektrischen Schnippelküchenmaschinen(so ich sie denn hätte, ist ja unnötig),auch für grosse Mengen.

    Für den Billigmixer gibts doch jeweils 2 so Rührdinger, dass gabe es früher auch als Handrührer. habe so einen äusserstbilliggemachten in NL in einem Küchenladen gefunden. Bin aber von der Qualität schwer enttäuscht, eine Sojamilchmayo schafft der nicht, obwohl dies ja gleich wie Eiermayo gemacht wird: Sie lässt sich nicht genug schnell drehen, damit das Oel in die Mayo geht. Da diese aber gerade früher für mayo verwendeten wurden, denke ich liegts am billigen Modell. Daher hoffe ich sehr, dass es bald kaputt geht oder derart unhygenisch wird, dass ichs nicht mehr verwenden kann(lässt sich auch nur schwer putzen), dass ich endlich einen Grund habe, den teuren von manufactum zu kaufen(der übrigens von oldorderAmischen hergestellt wird, da sie ihn ja benötigen, soll gut putzbar sein).

    Ich habe mal eine gusseiserne Saftpresse u. "Fleischwolf" geschenkt gekriegt(wie sie unsere Grossmütter verwendeten). Ich sollte mich endlich mal trauen sie einzuweihen, damit soll ja auch vieles vermantscht werden können(aber ich weiss nicht wie sie nach dem Putzen behandelt werden müssen. Seife verwenden? Oel einreiben? trocknen lassen?). Laut manufactumKatalog werden sie vorwiegend noch in Tschechien hergestellt, halten ewigs. Und das mit "dem Metall, das mit den Früchten reagiert," ist wohl um vieles unschädlicher als Plastik, der dauernd Gift verliert. Schliesslich wird Metall seid Jahrhunderten verwendet, ohne Fruchbarkeitsstörungen…, Plastikgifte erzeugen aber bereits innert kürzester Zeit gesundheitliche Probleme(Krebs…) S'gibt anscheinend auch solch gusseiserne Modelle wo 2 Geräte in einem sind. Also vorher gut überlegen, was vielleicht eines Tages noch gebraucht wird.

    so jetzt höre ich aber auf.

    Vielleicht bringts was, Dir oder Dir?

    Herzliche Grüsse

    Monika(Schweiz)

  24. Nadja

    Hey Lisa und Michael,

    Ich wollte schon fast dasselbe Kommentar machen wie Hai, aber eine Frage blieb ja unbeantwortet:

    Woher bekommt ihr denn den frischen Hafer? Kommt ihr den direkt vom Feld?

    @ Annett: Wie funktioniert denn Brotbacken in der Pfanne?

    Spannender Beitrag, Lisa. Ich find es oft ärgerlich, wenn Leute zu faul sind, um die einfachsten Dinge mit ihren Händen zu erledigen.

      1. Dominik

        das thema solarengery beschäfigt mich sehr. braucht es für die herstellung der zellen echt soviel strom? das wäre dann total sinnfrei für mich.

        was würde es den für alternativen geben? in meinem fall wohl nur wind. akku für speicherung ist wohl auch ned besonders umweltfreundlich.

        ganz auf strom verzichten kann ich mir nicht vorstellen. auf ein minimum reduzieren ja und dabei bin ich auf bestem weg.

        irgendwo her muss der strom aber nunmal kommen…

  25. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

    Auch hier: Danke für eure Kommentare und Ideen.

    @Annett: Wir sagen (oder besser gesagt ich, Michael ist ja auch Bayer ;)) "Jause" :)

    Brot mag ich z.B. auch sehr gerne am Lagerfeuer: Steckerlbrot (Stockbrot sagt man glaube ich in D) – gerade erst gestern gemacht, umringt von leuchtenden Glühwürmchen :D

    @Nina: Ja ich glaube das könnt's gewesen sein! Hatte mir bei der "Greenstar" jetzt eine Handkurbelpresse erhofft, aber leider nein :/

    @daniel: Ja, absolut darauf zu verzichten, ist vielleicht nicht für jede/n recht praktikabel (obwohl ich durchaus glaube, dass es gehen kann wenn man Spaß daran hat) aber davon war ja auch nicht die Rede. Aber gut du sagst ja eh, dass Ökostrom und Strom sparen Sinn machen. Ich dachte dabei aber lange nur an Licht ausmachen (bzw. Energiesparlampe) und Stecker rausziehen – da dachte ich mir dann: Was, wenn man erst gar nicht mehr so viele Stecker hat, die man ständig ziehen muss? ;D

  26. daniel

    guter ansatz, finde ich. ein paar geräte (sandwichtoaster) sind sicherlich überflüssig, und strom sparen macht auch definitiv sinn – nur völlig verzichten finde ich übertrieben. mein traum wäre zwar die eigene stromproduktion, aber bis sich das umsetzen lässt, muss es bei mir eben bio-strom tun. viele grüße, daniel

  27. Nina St.

    bin schon gespannt wies weiter geht ;)

    also wegen Metall und Saftpressen: ich denke, dass das Metall mit dem Saft reagiert bzw. oxidiert. und damit werden die Vitamine zerstört. aber glaub bei edelstahl dürfte das auch nicht unbedingt der fall sein, wenn ich mir den so berühmten "greenstar" ansehe (saftpresse, presst auch mit edelstahl aber angeblich langsamere oxidation..)

    deswegen meinte der Rohköstler das wahrscheinlich… kann aber auch was anderes sein ;)

  28. Annett

    Hallo Lisa, bei uns bleibt oft die Küche "kalt", wir machen oft "Brotzeit" wie es bei uns in Bayern heißt. Im Sommer kommt dann auch noch der Grill ganz oft zum Einsatz. Den Traum vom Holzofen können wir uns leider nicht erfüllen – das wäre der Hit!

    Bin auch immer auf der Suche nach stromfreien Geräten, Wäschetrockner wurde verkauft, Mixer hab ich noch nie besessen…. dafür hab ich einen Brotbackautomat, der aber im Speicher verstaubt. Brot aus dem Ofen schmeckt irgendwie doch besser. Und fürs schnelle Brot mach ich gerne mal eines in der Pfanne, geht auch auf dem Grill.

    Desweiteren habe ich noch so einen stromfreien Staubsauger, Teppichkehrer nennt er sich. Für die schnelle Säuberung zwischendurch.

    Die Idee mit mit den Kuchenrezepten ohne Ei muß ich mir merken..ich liebe alle Sachen die einfach und gleichzeitig praktisch sind..

    freu mich auf weitere Berichte

    lg die über-lebens-künstlerin Annett

    Ach ja, und den Handrasenmäher darf ich nicht vergessen!! Den leihe ich mir vom Nachbarn. Versteht kein Mensch, ich find ihn klasse

    1. Dominik

      liebe lisa liebe anette

      wir haben uns selber einen holzofen gebaut und dabei nicht viel mehr als lehm und etwas schamott verwendet und der hat praktisch nix gekostet. metallteile sind sogar auf unserem grundstück noch rumgeliegen (vom vorgänger) aber würde man vlt auch auf einem schrottplatz oder so finden.

      also ein holzofen ist kein grosser finanzieller aufwand und falls ihr euch nicht zutraut einen zu bauen kommen wir halt vorbei.

      1. Andreas

        In Deutschland muss er die „BundesImmissionsSchutzVerordnung“ erfüllen, sonst darfst Du ihn zu Dekozwecken zwar stehen lassen, ihn jedoch nicht betreiben, wenn er am oder im Haus steht. Also Kochen auf so einem Ofen is nich, wenn er selbst gebaut ist. Der nötige Wirkungsgrad wird einfach nich erreicht. Wie es in Österreich aus schaut kann ich hier jedoch nicht beurteilen, ich sah in DE aber auch schon Öfen die für 1000€ zu haben waren (neu). Relativ erschwinglich also.

  29. Kai

    Hallo Selbstversorger!

    Schaufel mir schon ne halbe Ewigkeit morgens Haferflocken rein – aber auf eure Idee mit dem "Hafer selber Mahlen" bin ich noch nicht gekommen ;)

    Wo bekommt ihr den Hafer her oder baut ihr den auch an? Und reicht zum Mahlen ein stinknormaler Mörser?

    Finde eure Idee übrigens super. Das ganze könnte man auch nochmal als Kommune/Selbstversorgerdorf aufziehen :)

    Gruß Kai

  30. Pingback: Energy “Revolution” Teil 1 | Experiment Selbstversorgung

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