Ein Gartenjahr mit Hürden

Macht einen Regentanz für uns!

Michael Hartl
Von Michael Hartl
6. August 2013

Wir haben hier im Südburgenland die größte Trockenheit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Seit sechs Wochen kein Regen mehr (ok, es hat einmal für fünf Minuten geregnet und von vorgestern auf gestern ein bisschen genieselt). Wo anders im Südburgenland, nur 10 KM westlich von uns, hat es die Tage ordentlich geschüttet. Aber hier bei uns eben nun 1,5 Monate nicht mehr. Für die nächsten zwei Wochen ist nur einmal Regen angesagt – und da nur wenige Millimeter. Katastrophal.

Foto von Regenwolken bei einem roten Sonnenuntergang

Genau das würde ich mir derzeit so sehr wünschen – aufziehende Regenwolken, die satten Regen bringen! (Foto: Flickr / Lars Kasper)

Der ganze Garten ist im Prinzip vertrocknet. Es ist im Moment keine Selbstversorgung möglich ohne unendlich zu gießen, was uns eher zuwider ist, und erst recht nicht, noch Menschen mit zu ernähren. Das halt nun leider zum ersten Mal auch Auswirkungen auf Besuche und Wwoofen bei uns. Trotz mulchens und zeitweise gießens hat das Ganze hier im Moment keine Hoffnung, noch richtig gut zu werden vor dem Spätsommer. Dann kommt hoffentlich der Regen zurück und wir können noch schnelle Kulturen wie Radieschen, Salate und Herbstrüben erfolgreich ziehen. Vielleicht auch ein paar Rote Bete aussähen und als Baby-Beets ernten.

Was würdet ihr für Kulturen empfehlen, wenn wir erst wieder Ende August aussähen können?

Die Natur spielt verrückt

…möchte man da am liebsten rufen. Der Lehmboden bei uns in der Gegend ist so ausgetrocknet, dass er tiefe Risse bekommen hat. Es sieht hier nicht mehr nach Wiesen aus, sondern nach einer vertrocknenden Steppe. Viele Pflanzen gehen in Notreife – so sind viele Holunderbüsche bereits übersät von komplett schwarzen, erntereifen Dolden. Das ist sonst erst Anfang bis Mitte September der Fall.  Die ersten Bäume überlegen sich auch, ob sie nicht ein bisschen früher in den Winter gehen und beginnen ihr Laub zu verfärben. Trockenheits-Herbst Anfang August – arg, oder?

Und dabei hat das Jahr so nass angefangen… so nass, dass man im Frühjahr hier überall Überflutungen hatte und dort wo es nicht überflutet war so nasse Böden, dass man trotzdem nicht anfangen konnte. Dann blieb es sehr lange recht kalt – und so wuchsen die Frühjahrsaussaaten nicht wirklich dahin. Und als es dann endlich anfing wärmer zu werden und wir alle Jungpflanzen ins Beet rausgesetzt hatten, kam ein fetter Hagel und machte einen ziemlichen Teil der Jungpflanzen zu Green Smoothie.

Immer nach vorne blicken

Und als wir dachten, nun ist alles gut, kam eine der ärgsten Raupen-Plagen, die dieses Stückchen Land bisher hatte. Heerscharen an Raupen fraßen jedes einzelne ausgetriebene Blatt der Jungbäume und frisch gepflanzten Büsche ab – fast schneller als wir schauen konnten. Ein paar Bäume haben sich davon leider nicht mehr erholt. Aber der größere Teil der neu hinzugekommenen Bäume und Büsche hat überlebt.

Fast zum Aufgeben, könnte man meinen. Oder man schaut nach vorne, akzeptiert die aktuelle Situation und macht das Beste draus. Und das tun wir. Wir haben uns einfach von einem Teil der möglichen Ernte verabschiedet und lassen die Trockenheit nun ihr grausames Spiel treiben. Wir bewässern Jungpflanzen in Töpfchen, die wir selbst vermehrt haben und die Bäume und Büsche, die wir gepflanzt haben. Das muss reichen. Und wir lernen für die Zukunft dazu, denn auf diese wechselnden Jahre dürfen wir uns alle einstellen – mal super heiß und trocken, dann wieder eines naß und kühl. Als Klima-Vernichter haben wir da in den Wohlstandsländern ganze Arbeit geleistet… :(

Denn es gibt immer einen Weg

Und nun passen wir uns eben alle an. Ein Helfer, der mit uns hier letztens viel gearbeitet hat, hat mir da sowieso wieder total viel Glauben daran geschenkt, dass wir so gut wie alles schaffen können, wenn wir wollen. Er, ich, Du, in einem gewissen Ausmaß jede*r. Dieser Helfer war nämlich Querschnittsgelähmt und konnte „eigentlich“ seine Beine nicht wirklich verwenden um zu gehen. Aber ein paar tolle Menschen haben ihm geholfen und ihm spezielle Schienen gebaut, Dank denen er nun laufen kann. Und nicht nur das: Er war mit uns Volleyballspielen und hat hier fleißiger gearbeitet, wie manch andere Person, die zum Mitarbeiten kommt. Er baut sich gerade selbst einen tollen Garten in Bayern auf und ist einfach aktiv und setzt seine Ziele um. Vernünftig eingesetzte Technologie ist schon weltklasse! :)

Ich bin mir darum noch sicherer, dass jeder Mensch, der das möchte, sich Ziele setzen und diese auch erreichen kann. Fester Glaube an Dich selbst, „am Ball bleiben“, Geduld und die Bereitschaft, Wege zum Ziel auch mal an die Realität anzupassen können dabei recht hilfreich sein. Und wirklich wollen musst Du es. Und so werden wir auch Wege finden, mit Trockenphasen von mehreren Wochen umzugehen, ohne dafür ständig bewässern zu müssen. Das wäre nämlich ein wenig verrückt.

Und nun alle raus in die schöne Welt und macht einen Regentanz für uns! Schickt uns jede Regenwolke die ihr finden könnt. Ich wünsche mir Dauerregen für eine Woche! :) Und danach startet Euren Weg zur Zufriedenheit! (Den ihr damit ja schon begonnen habt!)

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Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

28 Gedanken über “Ein Gartenjahr mit Hürden

  1. Norbert Heinzle

    Hallo Euch Zwei Lieben,
    hab mir Euere Erfahrung und die dazu resultierenden Blog-Empfehlungen durchgeschaut, und gebe Euch ein paar Anregungen dazu.

    Gleich vor weg möchte ich sagen, dass mir der persönliche Einblick in die vorort und Eurer vorhandene Resource fehlt, darum kann das nur als weitere Ideen erlesen werden.

    Um das verständnis für die Aufnahmefähigkeit und Förderung des Wasser-Haushalt des Bodens zu ermöglichen, könnte es hilfreich sein sich mit Viktor Schauberger zu beschäftigen. Dieser österreichische Förster und Erfinder hat zu Monarchiezeiten vieles schon dargelegt, was wir heute an der eigenen Haut (Klima/Lebensraum/unserer Natur in Wald und Wiesen) erleben.

    Als Vorbereitung für die Frühjahrsregen ist es empehlenswert, den Boden zu ermöglichen die oberste Bodenstruktur in einen Waldhumusboden (eines Mischwaldes) zu verwandeln. Ständig mit etwas abgedeckt und die Boden-lebewesen und Bakterien verichten Ihre Arbeit (herstellen eines natürlichen Schwams der obersten Humusschicht), Ich nehme an dies wird tatkräftig umgesetzt. Doch bei neuen Anbauflächen, braucht dies seine Zeit. Weil die heutige Acker-Landwirtschaftmaschienen viel zu tief in den Boden pflügen. Ergebnis ist das zerstören des natürlichen Speichers, durch das durcheinandergewirbeln der Bodenschichten. Sollte mit Pfugt umgegraben werden, bitte niemals tiefer als 10 bis max 15 cm tiefe in die Erde hinein (alte Bauernweishait, welche mitlerweile fast unbekannt ist). Um den Boden wie einen Schwamm saugfähig zu machen, ist es unbedingt notwendig den Boden kühler zu machen, als der Regen . So kann der Boden große Mengen Regenwasser sofort aufnehmen. Habe gesehen an Euren Bildern, dass Ihr in kleine Hügelreiehen anbaut. Ihr könntet die Reihen so formen dass Sie bei den Enden, in die nächste Rillenspur führt. So könnte sich diese Form wie eine Schlange durchziehen, bis zu einer Vertiefung, einem sogenannten Sammelbecken. Meist gibt es eine natürliche Vertiefung, welche nur ein wenig mehr freigelegt werden darf um dies zu realiesiren. So wird der ausgespühlte Humus wird nicht weggespühlt und das überschüssige Wasser kann für einige Zeit am Grundstück gehalten werden.
    Wir reden hier natürlich von einer größeren Anbaufläche, da dies einen einmalige Veränderung in die Landschaftsform bedeuten kann. Doch dies kann auch neues Leben schaffen.

    Der Weg der kleineren Schritte ist mit Steinen zu arbeiten. Das heisst wenn diese auf der Fläche oder in der Nähe sind. Jeder Stein der größer ist als eine Faust kann als Wasserspender genüzt werden. Erfahrung aus der Wüste, sobald ein Stein erhitzt und er liegt auf der Erde, kondensiert seine Unterseite. Dies kann helfen, den Boden Feuscht zu behalten und kann begießen überflüssig machen.

    Eine weiter Möglichkeit ist die Gemüse flächen mit Hagelnetzte zu beschatten. Hält die Erdoberfläche im Schatten (Themperaturunterschied) und ist für die Pfanze angenehmer mit der Trockenheit zurechtzukommen als das ständige Bewässern. (Zwar kleinerer Wuchs, dafür intensiverer Geschmack).

    Es gäbe sicher noch einige Möglichkeiten, doch ich vertraue auf Eure Intuitiun, dass Ihr spüren werdet welche Resourcen vorhanden ist und was Euch sympatisch ist zu verwenden.
    Wünsche Euch viel Kreativität und weiterhin Freude, beim Entwerfen, Entwickeln und finden was in Euch steckt.

    Alles Liebe
    Norbert

  2. Jens

    Dieses Jahr war ich extrem glücklich über den kleinen Bach der durch unseren Garten fliesst. Er wird glücklicherweise durch eine Quelle gespiesen, welche trotz Trockenheit nicht versiegt ist. Wenn das mit dem Klima so weitergeht werde ich wohl ein Bach-Bewässerungsystem graben. Dieses Jahr haben Schläuche und Giesskannen hochbetrieb.

  3. Andreas

    Ach ja, meine Idee die ich selbst noch nicht getestet habe. An das Regenfass unten dran ein Wasserhahn. Das gibt es so zu kaufen. Dann einen Schlauch anschließen und das Wasser müßte erst mal durch Eigendruck fließen. Erspart das Kannen und Eimer schleppen.

  4. Andreas

    Hallo Michael!

    Ich hab ja gelesen, was bei euch das Problem ist. Keine Zisterne, kein eigener Grund. Zum Leitungswasser muss ich sagen, wo es nicht anders geht, geht es eben nicht. Sein Gemüse gießen, ist immer noch besser als den Rasen zu sprengen. Glücklicherweise brauche ich nicht auf Leitungswasser zurück greifen. Es stehen zur Verfügung eine riesige viele Hundert Liter fassende Zisterne, die fast nie trocken wird, ein Brunnen mit konstantem Pegel, sowie ein hinterm Grundstück verlaufendes Rinnsal, das auch nie trocken wird.

    Vorschlag für Euch! Baut Euch auf dem Grundstück eine art Carport, ohne Betonfundament. Da dürfte der Eigentümer nichts dagegen haben, da leicht rückbaubar. Als Dach würde ich Wellblech nehmen, es gingen aber auch Bretter mit Nut und Feder. Dachrinne ran, Fallrohr und dann ein schön großes Regenfass, überirdisch.

    Beim gießen muß man die Prioritäten beachten. Ich gieße das vor allem junge Gemüse täglich sofern es nicht regnet, wenn ich Zeit und Lust habe, auch jung gepflanzte Bäume und Sträucher.

    Dann weiterhin viel Erfolg!

  5. Andreas

    Ich verstehe nicht, warum ihr das Gießen nicht mögt?

    Unkraut jäten ist doof. Aber das tägliche Gießen ist doch eine der schönsten körperlichen Arbeiten im Garten und gehört einfach unverzichtbar dazu.

    Ich habe weniger mit Trockenheit als anderen Widrigkeiten zu kämpfen. aus mir unverständlichen Gründen ist fast der ganze Porree eingegangen und die Gurkenernte fiel mau aus.

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Hallo Andreas, es geht uns ja nicht darum, ob wir gießen mögen oder nicht – ist an sich natürlich eine ganz nette Angelegenheit. Wenn die Fläche nur 50 bis 100 Quadratmeter ist. Anders schauts aus, wenn wir von rund 800 Quadratmeter Anbaufläche und nächstes Jahr noch ein wenig mehr sprechen. Da ist es dann nicht mehr nur sehr viel Arbeit – sondern noch dazu ökologischer Irrsinn. Wir als Gesellschaft können nicht auf Bewässerung en masse setzen, sondern müssen andere Wege finden mit der steigenden Trockenheit umzugehen: Bodenverbesserung, Mulch, etc. Und daran arbeiten wir. Und darauf konzentrieren wir uns. Nicht so sehr auf Leitungswasser verplempern.

      1. sabine

        Hallo Michael und LIsa,

        wer schreibt hier eigentlich von Leitungswasser verplempern?

        In Trockenheitsgebieten, und da gehört das Südburgenland nun mal mit seinem pannonischen Klima, das nicht mit dem österreichischen mitgeht sondern eher mit dem ungarischen, sind Bewässerungssysteme beim Gartenbau unumgänglich. Der Sommer wie dieser ist nicht wirklich aussergewöhnlich für diese Gegend, nur die vielen Tage über 35° waren schon besonders. Aber lange Perioden ohne Regen sind eher gewöhnlich, weil der Südosten halt nur die Adriatiefs abbekommt. Als ich mit der Selbstversorgung begann war eines meiner allerersten Investitionen eine entsprechend große Regenwassersammelanlage. Leitungswasser haben in den entlegenen Gebiete viele Häuser noch gar nicht. Damit kann man, bei vernünftiger Gießtechnik sehr wohl auch einige Hundert Quadratmeter gießen, zB mit Tröpfenbewässerung. Die Tomaten haben wir dieses Jahr nur beim Pflanzen gut eingegossen, dann nie mehr, aber sie waren dick gemulcht und gedeihen diesmal besonders gut. Ebenso Paprika und alles das die Wärme liebt. Ausserdem ist Leitungswasser für Pflanzen sowieso nicht gut und es sollte ja auch nicht kalt sein. Da die Sommer mit regelmäßigem Regen wie vergangenes Jahr eher selten sindin der südlichen Region des Burgenlandes solltet ihr euch bzgl. Bewässerung unbedingt was einfallen lassen. Bäume würde ich doch raten in eurer Region nur im Herbst zu pflanzen, damit sie mit der Winterfeuchtigkeit aufwachsen.

        Alles Gute für euch und das weitere Gartenjahr.

        Sabine

        1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

          Liebe Sabine, danke für die Tipps – das meiste davon ist uns eh bewusst – nur dürfte Dir als regelmäßige Leserin dieses Blogs bekannt sein, dass wir hier auf einem Pachtgrund sind, den wir irgendwann recht sicher wieder verlassen müssen. Da wir daher keine großen Regenwasser-Sammelmöglichkeiten erschaffen können, würde es speziell bei uns um Leitungswasser gehen. Und das ist keine Option.

          Das mit den Bäumen und der Herbstpflanzung ist uns auch bewusst – auf einem Pachtgrund aber überhaupt Bäume pflanzen zu können ist schon toll genug – und wenn da dann Abstimmungen mit dem Verpächter nötig sind, läuft das eben, wie es läuft.

          Theorie und Praxis sind (leider) oft zwei paar Schuhe.

          Unsere Tomaten gedeihen übrigens auch 1A. :)

  6. Lisa PflegerLisa Pfleger

    Hallo Doris!

    Naja theoretisch: Vielleicht. Allerdings ist das im Moment nicht gerade eine billige Baumaßnahme (das Graben selbst ist wohl das geringste..?) . Und es ist nicht unser Land. Dürfen das also auch nicht ohne weiteres. Im Moment ist das keine praktikable Lösung für uns. Auch weil die weitere Nutzung des Grundstücks hier noch nicht ganz klar ist.

    Den Holzer generell find ich auch in Teilen sehr hinterfragenswert – ich mag die Heransgehensweise nicht, sich das Land mit fetten Maschinen gefügig zu machen. Das ist nicht meine Auffassung von Permakultur, es ist unökologisch und für die Masse wahrscheinlich allein aus Kostengründen nicht praktikabel. Wenn es Dich näher interessiert was wir dazu denken: Hier haben wir schon mal ausführlicher drüber geschrieben: https://experimentselbstversorgung.net/permakultur

  7. Lisa PflegerLisa Pfleger

    Hallo Andi!

    Im Moment scheint es einfach aussichtslos, dass es überhaupt noch was bringt. Das wären tausende Liter von Wasser täglich bei der Fläche hier. Zudem müssten wir wie die Blöden durch den Garten laufen, weil hier keine gute Infrastruktur zum Bewässern vorhanden ist. Wir müssen uns da erst Lösungen einfallen lassen :)

    Einen Brunnen gibt es nicht. Wasser gäbe es hier zwar – allerdings erst in 25m Tiefe… = unbezahlbar.

    Wie gesagt, gießen würde hier kaum mehr was bringen: Der Boden ist so durchgetrocknet. Letztens hat es zwar mal ordentlich geregnet, aber wir werden erst sehen ob es wortwörtlich "Früchte tragen wird". Aber die meisten Pflanzen sind schon am Abtrocknen (Notreife) – das heißt sie sterben mehr oder minder gerade ab.

    Lediglich die Tomaten sehen noch halbwegs passabel aus – dummerweise haben bereits die meisten der grünen Früchte Braunfäule. Mal schauen, was wir im Herbst noch hinkriegen. Es soll ja jetzt wieder 2 Wochen nicht regnen…

  8. Lisa PflegerLisa Pfleger

    Danke für Deinen Beitrag und das Foto Maria! Schaut bei uns ganz ähnlich aus. Eher noch etwas steppiger :S

    Sag, wie machst Du die Äpfel und Birnen würzig ein? Würd mich interessieren! Haben zwar selbst keine aber nette Nachbarn ;D

    Alles Liebe!

  9. Karl Löffler

    Hallo Ihr beiden tüchtigen,

    meine Mama ist 102 Jahre alt geworden, sie sagte immer, wir müssen es nehmen wie es kommt und das Beste daraus machen.

    In der Vorahnung das sich vieles im Leben verändern kann,

    (Wetter- Klima / Schnecken, Raupen, „Brandbefall“ vor allem in den Kirschbäumen, Braunfäule / Gesundheit usw. habe ich kleinwenig vorgesorgt.

    Das Grundstück wurde ausgesucht nach bestimmten Kriterien:

    Mutter Erde /Bodenbeschaffenheit und wie kann ich ihn optimal beeinflussen;

    Licht / Südseite – Hanglage

    Wasser / nicht zu viel, nicht zu wenig;

    Klima / nicht zu kalt, nicht zu warm, nicht zu trocken, nicht zu Nass,

    natürlich liegt das nicht in unseren Händen;

    (Regenwasserzisterne 10 m³ / Brunnen fast unversiegbar / winzig kleiner Bach / wie Ihr seht an Wasser wird es nie mangeln, zumal es bei uns hin und wieder regnet / Tomatenhaus / Gewächshaus /Hochbeete wo die Schnecken nicht ran kommen / Mischkultur / Turmbeete, 1,50m hoch, Hügelbeete;

    Liebe Lisa, lieber Michael ihr seid auf dem richtigen Weg und es gibt immer neue Formen und alternativen wenn wir herausgefordert werden. Stellen wir uns diesen Veränderungen unverzagt.

    So, so und wir suchen noch Leute für unsere kleine Gemeinschaft im ländlichen Raum (20 km) bei Dresden.

    Liebevolle Grüße von Karl

    1. Heike

      Hallo Karl,

      ich wohne in Dresden und würde gern mit dir in Kontakt kommen "So, so und wir suchen noch Leute für unsere kleine Gemeinschaft im ländlichen Raum (20 km) bei Dresden.". Liebe Grüße Heike

  10. Kathrin

    Ich habe soeben Spinat (Ernte Herbst) und Pak Choi (Ernte Winter) ausgesät, Kopfsalat (Ernte Herbst) gesetzt und Wirz/Wirsing (Ernte Frühling). Das Aussäen/Pflanzen dieser Gemüsesorten sollte bis Ende August möglich sein. Später kommen dann noch Kefen/Zuckerschoten (Ernte Frühling) dazu.

  11. Doris

    Liebe Liesa, lieber Michael,

    ich lese eure Beiträge oft aber nicht immer konsequent.

    Drum meine Frage:

    Hattet ihr die Möglichkeit, ein "Rückhaltebecken" als Ausgleich für zuviel Wasser anzulegen?

    Wie Mischa schreibt, hat Sepp Holzer in seiner Steillage viele Becken oder Teiche angelegt und nutzt somit in Zeiten der Regenfülle das Wasser. Das Prinzip der Permakultur hat mich voll fasziniert und ich würde das soooo gerne in die Realität umsetzen. Was mir in meinem Schrebergarten nicht gegönnt ist :-)))

    Meinen Traum umsetzen, das wäre es! Obwohl ich in 14 Tagen 63 werde.

    Übrigens durchläuft unsere Erde eine eigenwillige Bahn um die Sonne, auch die Erdachse variiert ständig. Finde leider gerade nicht die Webseite, was das sehr nachvollziehbar erklärt wird.

    Nach meiner Meinung ist absolut nicht nur der CO² Ausstoß dafür zuständig, sondern viele andere Faktoren, wenn auch teils menschengemacht. ( klimatische Kriegsführung?).

    Möchte eure Seite gerne unterstützen. meldet euch bitte.

    Herzlichste Grüße aus dem Allgäu und liebe Grüße von Doris

    PS: hier kräht eine Krähe :-))) Zeichen für Abkühlung! Mal sehen ob's stimmt.

  12. David C. Heidermann

    Hallo, Ihr Mutigen! Auch hier, in der Südwest-Steiermark, ist es trocken, trocken und nochmal trocken. Ich gieße trotzdem abends, sehr gezielt an die Wurzeln, die mit doppelter Mulchschicht geschützt sind. Wühlmäuse habe ich genug, ich mache die Gänge zu, die dann meist auch nicht mehr dort gegraben werden. Die Tomaten, Kürbisse, Gurken reifen recht gut. Bei den Brombeeren habe ich Schwierigkeiten. Artischocken gedeihen auch und alle Gewürze, außer dem Kerbel. Ich verkaufe einiges davon, ich brauch ein Zusatzeinkommen, da als PVA-Begünstigter keine Chance für Extras. Noch können 6-8 Leute davon leben und da ist es mir wert, zu gießen. Ich spar aber viel Wasser indem ich das Abwaschwasser des Gemüses, Salates etc. nicht wegfließen lasse sondern zum gießen hernehme. Das, was ich nicht verkaufen kann, weil schon ein wenig sehr lasch, lege oder koche ich ein. So haben wir (2-Personen-Haushalt) für den Winter und für die Weihnachtsgeschenke genug. Hab früher als Biolandwirt und Schafzüchter gearbeitet und kenne sicher noch ein paar Tricks. Fragt einfach. Liebe Grüße, David

    1. Sabine Sebastian

      Hallo, nun lese ich dass mein Gartenjahr im Waldviertel, Thayatal, kein Einzelfall ist: wenig konnte ausreifen. Sogar die Stangenbohnen werden nicht viel Ernte bringen.
      Ich möchte meinen 1,5 Hektar-Hof in hügeliger Ortsrandlage zum Wald hin und umgeben von Hecken und Bäumen verkaufen und mich in der Steiermark ansiedeln. Am liebsten in Nähe von anderen Selbstversorgern, möglichst eine energieautarke Region. Für mein 1,5 Hektar Grundstück wurde die Errichtung von 3 Teichen, Wasserrückhaltebecken nach Sepp Holzer, bewilligt. Das Grundstück ist einfach ideal dafür.
      Da ich aber kein Geld für Investitionen habe, möchte ich verkaufen und mit dem Erlös mich anderswo ansiedeln. Also, ich verkaufe ein 1,5 Hektar Grundstück, doppelte Sonnenfalle, SW-Hang, geschützt, reichlich Biodiversität, Einzellage, nahe der Thaya, ein landwirtschaftlicher Betrieb ohne AMA-Knechtschaft, ohne Maschinen und suche eine 1,5 Hektar-Fläche Land wenigstens mit Baugrund für ein kleines Stroh-Lehm-Häuschen und netten Nachbarn in einer innovativen Gemeinde.

  13. Josi

    Liebe Lisa, lieber Michael,

    ich muss noch was anmerken: Es wird uns durch das heurige Wetter vor Augen geführt, wie wertvoll Nahrungsmittel überhaupt sind, vor allem welche in Bioqualität erzeugt wurden und werden, auf der einen Seite.

    Auf der anderen Seite werden als Überschuss Tonnen an Lebensmitteln sowie auch Brot und Gebäck auch in den Müll gekippt, die teilweise dem Menschen durch ev. chemische Lebensmittelzusatzstoffe, eventuelle Rückstände an Herbiziden, Pestiziden, Fungiziden etc. oder wie sie alle heißen mögen, ev. auch nicht mehr schaden können.

    Die Menschen, die in den vielen jeweiligen Betrieben arbeiten, benötigen Geld um zu leben und auch ihre Familien müssen ernährt werden. Ich rede ja nur vom kleinen Mann, die Vielverdiener können sich sowieso meistens möglicherweise alles richten wie es ihnen passt und lieb ist. Viele denken vielleicht meiner Meinung gar nicht viel nach, weil sie ums Überleben kämpfen. Uns geht es noch gut, doch in den Entwicklungsländern kämpfen die Menschen noch immer mit aller Kraft ums nackte Überleben, heute noch!

    Ich denke, die Politiker und die Landwirtschaft müssen sich auch bei uns schön anstrengen und müssen sinnvoll überlegen, unseren österreichischen Grund und Boden entsprechend zu nützen, dass wir als Österreicher uns davon ernähren können, das wäre ja so ein Ziel.

    Von brachliegenden Flächen halte ich nicht viel, ich wäre für die Vielfalt, zur richtigen Zeit das Richtige am richtigen Ort anzubauen, dann würde die Natur Vieles automatisch regeln.

    Mir kommt vor, es ist Vieles aus dem Gleichgewicht gekommen. Gegen die Natur, weltweit.

    lg

    Josi

  14. Josi

    Liebe Lisa, lieber Michael,

    es scheint so, als müssten wir derzeit kapitulieren müssen. Wir kämpfen alle hier quasi gegen Windmühlen. Ich könnte mit meinem Gemüse heuer keine Familie ernähren. Kartoffeln hab ich doppelt soviel gesetzt, wenn ich die halbe Menge von früher ernte, passt es genau. Dann weiß ich nämlich, welch Wertvolles mein Garten trotz Hitze hervorgebracht hat. Die großen Bauern tun mir leid, trotz Spritzen, trotz Düngen wird es ohne genug Wasser nicht viel an Ernte geben. Ohne Einfuhr, Hungersnot, bei uns, wenn man ein bisserl weiterdenkt, sollte sich das Klima massiv verändern? Nun ja, ich habe heuer gelernt, dass ich zur rechten Zeit alles ernten muss, was sich anbietet, dann reicht es allemal auch für magere Zeiten. Alles hat man halt nicht immer, aber doch auch sicher genug

    Mir ist heuer auch so richtig bewusst geworden, was ich an Qualität an Nahrungsmitteln aus meinem Garten ernten kann, wenn ich nur will. Es ist das Beste, egal was immer, ungespritzt und in Bio. Ja, das was ist muss einfach reichen. Dafür bin ich auch dankbar. Und es reicht trotzdem für Viele, weil ich zur rechten Zeit doch fleißig war, obwohl mir Wesentliches liegen blieb. Nicht zu vergessen, ich weiß, um die Qualität der geernteten Produkte, sie sind Goldes wert. Ich weiß, was ich verschenken werde. An meine Liebsten.

    Jetzt muss ich auch die Steppe ansehen, mir tun auch sehr die Pflanzen leid, sie kämpfen gegen die heißen Sonnenstrahlen, die unbarmherzig darnieder sengen.

    1993 hat es meiner Erinnerung nach 3 Monate nicht geregnet, doch es war nicht so heiß.

    Im selben Jahr war ich in Israel, bin dort 300 km durch die staubtrockene Wüste gefahren.

    Zuhause angekommen, es hat dann einmal lange geregnet, – siehe da, es wurde alles wieder grün. Entgegen zur Wüste in Israel. Damals dachte ich mir, dass ich mir wegen Trockenheit hier bei uns keine Sorgen mehr machen werde. Irgendwie geht es immer.

    Nun versuche ich es, schauen wir einmal, wie es weitergeht. Nicht verzagen, abwarten.

    Jedenfalls dankbar zu werden und zu sein, das können wir schon einmal zur jetzigen Zeit lernen.

    lg Josi

  15. Mischa

    Oh, da sehe ich mal wieder, welches Glück ich hier in einem engen Seitental der Elbe habe. Auch wenn ich oft unseren Nordhang mit seiner Nässe, der Kühle und dem ewigen Befall mit Pilzen (Braunfäule etc.) Moosen und Flechten verfluche, so bin ich jetzt heilfroh, in einem so feuchten "Loch" zu wohnen! :-) Aber wie sagte mal ein alter weiser Nachbar zu mir: "Jede Lage hat ihre Vorzüge.". ;-)

    Ich bin ganz bei Michael: Man muss sich Ziele setzen. Man sollte sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen und nach vorne schauen. Es kommen auch wieder Sommer, wo wir uns etwas weniger Nässe von oben wünschen werden! ;-)

    Klimatisch rutschen wir in Deutschland durch die Verlangsamung der Wetterlagen wahrscheinlich immer mehr in eine Zone, die mit längeren Perioden zurechtkommen muss. So "stehen" die Druckgebiete seit einigen Jahren viel länger auf einem Fleck und wir müssen mit Nässe oder Dürre über längere Zeiträume zurecht kommen.

    Mein Vorschlag an Euch wäre, den lehmigen Untergrund zu nutzen um oberirdisch Rückhaltebecken oder ggf. auch Zisternen anzulegen. Ich kenne aber Euer Grundstück nicht und daher ist das nur so ein Rat "auf Verdacht".

    Man muss übrigens dafür nicht auf Plastikfolien oder -Tanks zurückgreifen, man kann lehmigen Untergrund ganz gut "mit sich selbst" abdichten. Sepp Holzer hat sowas auf Wildschweinart gemacht indem er den Boden in nassen Senken immer wieder aufgewühlt hat. Die Zisternen kann man auch aus Backsteinen mauern. Das habe ich oft in Italien gesehen.

  16. Severin Puschkarski

    Na, dann bin ich jedenfalls nicht alleine. Ich bin auch im Südburgenland in Güssing und habe außer ein paar Salaten und 2-3kg Tomaten (beides aus dem Glashaus), ein Dutzend Gurken, bis jetzt einer Zucchini(letztes Jahr gab es fast täglich Zucchini im Essen), ein paar Stachelbeeren eigentlich hauptsächlich ein paar Wild gewachsene "Kriachaln", die nennenswertes zur Selbstversorgung beigebracht haben.

    Meine Jungbäume haben wegen der Raupen weder Kirschen, Birnen, Äpfel, Marillen, Zwetschgen oder Ringlotten hervorgebracht (aber wenigstens überlebt).

    Ribisel u. co sind von den Hühnern verspeist worden, da ich erst jetzt meinen Zaun fertig hab.

    Die Kartoffeln sind trotz Gießens vertrocknet und der Mais in Notreife. Die Melanzanie wurden von der Wühlmaus untergraben.

    Die Tomaten machen mir jetzt auch noch sorgen … die Sträucher biegen sich vor grünen Tomaten, aber sie wollen einfach nicht reif werden. Dabei fangen die Blätter jetzt an komisch zu werden und braun abzusterben.

    Die Hühner und die Bienen waren jedoch sehr fleißig und gute Trauben gibts auch bald. Ich hoffe ich werde nächstes Jahren auch wieder fleißig sein und dann etwas mehr ernten :)

    1. Maria

      hallo, ihr beiden,

      in ungarn, im raum zalaegerszeg ebenfalls seit inzwischen fast 10 wochen kein regen, außer mal 2-3 tröpfchen, anfangs hatte ich aus meinen regenwasserzisternen noch gießwasser. doch nun rationiere ich das wasser nur noch auf pflanzen, die früchte haben, die blumen schauen traurig zu. mais und kartoffeln sehen schlecht aus, vor allem die kartoffeln haben kein kraut mehr, der boden ist so hart, dass ich sie nicht herausbekomme. der mais hat nur kleine kolben. nur bohnen, erbsen und obst konnte ich bisher gut ernten und einwecken. der kohl wurde garnicht, nach etlichen krautspritzaktionen habe ich ihn aufgeben müssen, bis auf kohlrabi. für freitag ist zu 60 % gewitter und regen angesagt, hoffentlich gehts sich gut aus und ich bekomme mal etwas regen. hoffe das auch für euch. werden die äpfel und birnen bei euch? und die pflaumen? hoier könnte es was werden. ich drück euch die daumen für ne kräftige 12-stunden-dusche :-)

      bei mir als nachfrucht: rukula, spinat, radieschen, ev. bohnen. als alternative für gemüse mach ich äpfel und pflaumen würzig ein, mit zwiebeln und kräutern, schmeckt herrlich zu kartoffeln, reis usw. mlg <3

  17. Annika

    Hallo ihr 2!

    Dieses Jahr ist echt extrem. Wir haben hier in Berlin auch solche Wetterextreme, dass einiges in diesem Jahr schiefgelaufen ist. Selbstversorgung ist in diesem Sommer rein gartentechnisch echt stark eingeschränkt.

    Vor der großen Hitze und regenfreien Zeit, die wir jetzt hatten, war es sehr kalt und regenerisch. Unsere Kartoffeln musten z.B. sehr früh geerntet werden, weil sie von der Krautfäule dahingerafft wurden, jetzt sind auch bei uns eingie Pflanzen vertrocknet und wir mussten sehr viel gießen. Seit einer Woche ist es zwar immer noch heiß, aber es gibt katstrophale Platzregen. Das wässert zwar den Garten, aber kommt mit so einer Wucht vom Himmel, dass es die Pflanzen auf die nächste Art schädigt.

    Wetter kann ein sehr starker Faktor für die effektive Selbstversorgung sein und damit er nicht ganz unberrechenbar bleibt, habe ich in diesem Jahr angefangen mich mit dem Wetter zu beschäftigen und zu lernen,. Ein echt interessantes Thema!

    Liebe Grüße und viel Spaß und guten Austausch in eurem Sommercamp!

    Annika

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