Eichel Desaster

Hilfe!

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
27. Oktober 2014

Dieses Jahr wollte ich mir endlich mal die zahllosen braunen Früchte des Waldes vorknöpfen. Die letzten Jahre war ich immer zu spät dran: Eicheln.

Manch einer wird sich fragen, was ich damit will: Essen! Ja genau. Zwar sind sie bitter, aber das kann man ändern.

Durch Auslaugen zum Beispiel.

Eicheln in Wasser auslaugen

Die Theorie klingt simpel. Eicheln schälen, zerkleinern, und ein paar Tage in kaltem Wasser auslaugen (dabei das Wasser täglich wechseln).

Eigentlich nicht so schwierig, oder? Naja, wäre da nicht das…

Eicheln schälen

Pfff, ich hatte ja schon gehört, dass das viel Arbeit sein soll, aber was ich heute den ganzen Tag aufgeführt habe, grenzt an Selbstverletzung.

Ich musste mich nur zu gut zurück erinnern, als ich mal stundenlang (naja gefühlt) Maroni (Esskastanien) geschält habe und mir danach fast eine Woche bei jeder Berührung die Haut unter den Fingernägeln weh getan hat. NUR: Bei den Maronis wusste ich wenigstens, welch ein Leckerbissen mich erwartet :D Das kann ich ja von den Eicheln nicht gerade behaupten…. Von nussig bis geschmacklos, findet man da im Internet ja alles!

Eichelkaffee

Dabei ist der „berühmte“ Eichelkaffee ja nicht gerade das, was mich am meisten interessiert. Aber trotzdem werde ich Eichelkaffee (auch liebevoll „Muckefuck“ genannt) probieren, auch wenn mir normaler Kaffee nicht schmeckt.

Mein eigentliches Interesse gilt dem Eichelmehl. Brot, Kuchen, Palatschinken (Pfannkuchen), Kekse, Suppe,… scheinbar kann man so gut wie alles mit Eicheln machen. Und man braucht sie ja nur aufzuheben! Sie liegen gratis im Wald!

Aber WIE verdammt nochmal kann man diese Dinger effizient und einfach schälen, ohne danach schmerzende Finger zu haben? Oder noch besser: Ohne danach mehr Kalorien verbraucht zu haben, als man den ganzen Tag aus Eicheln produziert :D

Hilfe!

Ich habe heute ja schon einiges versucht:

  • Eicheln in der Pfanne rösten und schälen: Naja…
  • Eichen einweichen und schälen: Najaaa…
  • Eicheln kochen und schälen (in der Hoffnung das flutscht wie bei Mandeln): Nö…
  • Eicheln mit der Maroni Zange einschneiden, einweichen, im Ofen rösten (wie bei Maronis): Argggghh! Auch nicht!

Ich habe noch 2 Theorien, für die ich noch ein paar Tage brauchen werde, was funktionieren könnte:

Eicheln komplett durchtrocknen, so dass sie steinhart sind, und dann schroten oder mit einem Ziegelstein zerhämmern (Treffsicherheit im Vergleich zum Hammer ;)) und dann:

  • Entweder wie beim Getreide im Wind sieben in der Hoffnung es funktioniert ähnliche wie „die Spreu vom Weizen“ zu trennen oder
  • Den Schrot ins Wasser geben und hoffen, die Häute und Schalen schwimmen oben auf und dann abgießen.

Deine Tipps zum Eicheln schälen?

Hast du das schon mal in großen Mengen gemacht und eine easy Variante gefunden? Ich kann einfach nicht glauben, dass es da nicht einen ganz simplen Trick gibt :D Es muss doch! Vielleicht sind ja auch Survivalleute hier unterwegs, die sich da schon gespielt haben..? :)

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44 Gedanken über “Eichel Desaster

  1. Katharina

    Liebe Lisa!

    Danke für deinen schönen Beitrag! Ich glaube, du hattest leider tatsächlich die falsche Eichelsorte. Ich habe es mit meinen länglichen Eicheln ausprobiert und hatte eigentlich keinerlei Probleme.
    Hier auf meinem Blog hab ich ein Rezept für Eichelburger gepostet, da sieht man auch, wie ich die Eicheln weiterverarbeitet habe (ich hab außerdem zu euch verlinkt und hoffe, das ist ok!): https://genussspecht.net/2016/10/17/eichelburger-mit-wedges-im-low-carb-bun/

    Viele liebe Grüße
    Katharina

    1. Susann

      Vllt steht das hier schon irgendwo,ich hab nicht alles gelesen.Dann sorry!

      Mein Tipp: Tu die Eicheln nach dem Sammeln für 1o Minuten bei 200 °C in den Backofen-dann springen die Schalen von alleine auf!
      Ausserdem hilft das bei der Entsäuerung.Manche Leute wässern die Eicheln dann nur noch eine Stunde (ich nicht,ich bin bei 12 Stunden geblieben).
      Wenn man das Mehl zum Backen will will,sollte man die Eicheln vor oder nach dem Wässern einige Minuten stark kochen.Wg Blausäure.Beim Kaffee werden sie ja ohnehin nochmal gekocht.
      LG Susann

  2. Eva

    Hallo Lisa,
    auf der Suche nach Infos über Eichelinhaltsstoffe bin ich auf diese Seite gestoßen. Mein Tipp ist: Wähle die richtige Eichenart. Die Zerreiche hat riesige Früchte, meist schon mit Rissen in der Schale, das Schälen geht sehr einfach und schnell und das Ergebnis lässt sich sehen (5 cm lange Eichelkerne mit 1,5 cm Durchmesser mit nur einmal schälen). Kleinere Früchte hat die Stieleiche und andere österreichische Eichenarten, die Schale ist dicker und daher viel schwerer zu knacken.
    Hier siehst du genau, wie’s mit Zerreichensamen geht: https://www.youtube.com/watch?v=UuFGiPILO6o
    Liebe Grüße, Eva
    PS. noch ein Bildchen von Zerreicheln

  3. Steffie

    Hallo Lisa,
    meine Erfahrung ist, dass es sich mit Eicheln genauso verhält wie mit Maroni: Das innere Häutchen lässt sich nur dann gut entfernen, wenn die Esskastanie so heiß ist, dass du sie kaum anfassen kannst. Sobald sie wieder auf angenehme Temperatur abgekühlt ist, hängt das doofe Häutchen wieder fester dran.
    Ich koche die Kastanien ca 10-15 Minuten mit Schale, ohne Einritzen. Dann nehme ich immer nur 3 bis 4 raus und schäle sie. Mit den Eicheln hat es genau so funktioniert, und meine Finger sind mittlerweile einigermaßen an die Hitze gewöhnt :)

  4. Simon

    Liebe Lisa,
    der Eintrag ist zwar schon älter, aber bald ist es ja wieder soweit. Hier ist ein sehr interessantes Video zu Eicheln. Der Mensch sagt, wenn ich es richtig verstanden habe, dass es nicht nötig ist die Haut zu entfernen, falls man sie nur lange genug einweicht. https://www.youtube.com/watch?v=QitkIGNwUgs
    Ich habe leider noch keine eigenen Erfahrungen mit Eicheln. ich hab aber gehört, dass beim Erhitzen (zumindest beim Kochen) die Eicheln die Fähigkeit verlieren einen zusammenklebenden Teig zu bilden.
    Gruß,
    Simon

  5. Patricia Preikschat

    Liebe Lisa,
    ich hatte mich mit dem Thema Eicheln theoretisch beschäftigt, nachdem ich in Korea Dotorimuk, eine Art Eichelpudding, gegessen hatte, der mit scharfen Saucen serviert wird. Und ich hatte so weit recherchiert, dass ich die Anschaffung einer manuellen Maschine namens Davebilt Nutcracker (http://shop.davebilt.com/Davebilt-43-Nutcracker-43.htm) erwogen habe. Diese ist in der Lage, getrocknete Eicheln (und überhaupt Nüsse aller Art) sauber und schnell zu knacken. Schalen pulen und Häutchen abrubbeln muss dann immer noch sein.
    Dein Blog hat mir wieder Lust gemacht, mich damit jetzt endlich auch mal praktisch zu beschäftigen.
    Vielen Dank und Grüße,
    Patricia

  6. Sabine

    Hallo Lisa,
    hab grad mal bei youtube unter ‚eat acorns‘ geschaut. Sieht so aus als ob sich in den californischen Wäldern schon jede Menge Leute von Eichel-Burgern ernähren.
    Hier wird eine Methode kurz und knackig beschrieben: https://www.youtube.com/watch?v=iI3IsfXPkBc
    Erst rösten dann mit einem Nussknacker oder Hammer öffnen. Danach die Gerbstoffe auskochen durch mehrmaliges Wechseln des Wassers. Die Eicheln sind anschließend weich und relativ geschmacklos. Enthalten viel Eiweiss.
    In anderen Videos wird gesagt, dass es auch auf die Sorte ankommt und auf die Zeit des Sammelns. Manche lassen sie auch keimen, weil sich die Gerbstoffe dann umwandeln.
    Na dann werd ich mal Eicheln sammeln gehen, das ist ja echt spannend …
    Liebe Grüße
    Sabine

  7. Angela

    Hallo Lisa,
    auch ich habe mich gefragt, was ich aus Eicheln machen könnte. Habe sie dann aber wie jedes Jahr nur zur Deko verwendet. Nun hast du mich aber doch inspiriert und ich habe einen Versuch gestartet.

    Ich habe eine Nuss in den Nussknacker getan und erledigt war die Sache. Mit der Zeit wird es vl. anstrengend, aber es funiktioniert. Von einem Häutchen konnte ich übrigens gar nichts erkennen.
    Lg, Angela

  8. Marion

    Hallo,
    ich habe vor ca. 4 Wochen einige Eicheln gesammelt. Die hatte ich auf der Küchenfensterbank vergessen. Heute-siehe da- die lassen sich so einfach pellen. Ich lege die Eichel auf die Arbeitsplatte, drücke mit der Handfläche ganz leicht auf die Eichel. Schon knistert es und die Schale lässt sich dann wie Butter ganz einfach ablösen.

    Gruß Marion

  9. Kornelia Noß

    Hai Lisa, also ich habe eben auch die „guten“ Erfahrungen gemacht, die die meisten hier schon schilderten, da es bei uns auch die länglichen Eicheln gibt, die wir sammeln.

    Vielleicht aber auch noch der Punkt: Es sollten Eicheln genommen werden, die bereits gefallen sind. Diejenigen, die noch hängen, sind für eine Verarbeitung halt im wahrsten Sinne des Wortes noch „nicht reif“.

    Viel Glück und liebe Grüße :-)

  10. Luise

    Wir haben bisher erst einmal Eicheln gesammelt und geschält. Da waren wir zu viert und irgendwie ging es da ganz flott. (Gemeinschafts-/Tratscheffekt?) Wir haben sie direkt geschält, wie sie waren. Erst mit dem Messer ein bisschen eingeschnitten, dann abgepult.
    Bei Verfahren wie vorher abkochen musst aufpassen! Wenn die Eicheln heißem Wasser ausgesetzt werden, werden die bitteren Tannine quasi eingekocht, danach hilft auch das Auslaugen nichts mehr. Beim Auslaugen genauso: Immer nur kaltes Wasser benutzen!

    1. Sindy

      Am Einfachsten ist es die Eicheln komplett ohne Einschneiden 20 min im Ofen bei 200 Grad zu backen. Dabei platzen sie auf und die Schale wird poröse. Mit einem spitzen Messer lässt sich der Inhalt dann ganz einfach aus der Schale hebeln (mühsam ist es dennoch, aber für mich die einfachste Variente. Immer dran denken: Bucheckern schälen ist noch mühsamer :-).). Anschließend kann man die Eicheln für die weitere Verarbeitung 2-3 Tage wässen.
      Es hängt übrigens von der Art der Eichel ab, wie gut sie sich schälen lässt! Stiel-, Stiel- und Trauben-Eiche lassen sich so am besten schälen. Bei den dicken, kugeligen Rot- und Sumpf-Eichen nützt das Rösten zum Erleichtern des Schälens leider nur sehr wenig bis gar nichts. Die Schale haftete dennoch fest.
      Es ist viel effizienter die Eicheln NACH dem Schälen im Wasser auszulaugen (ich gebe hierfür im ersten und zweiten Wasserwechel noch auf 1 l Wasser 1/2 TL Natron, der das Auslaugen beschleunigt), da ohne Schale nahezu alle Bitterstoffe nach 2-3 Tagen ausgelagt sind. Anschließend die Eicheln gut trocknen! Wer daraus Mehl herstellen mag, der nimmt dafür die Kaffeemühle. Will man nicht alles mit einem Mal zubereiten: Am besten das Eichel-Mehl oder die vorbereiteten Eichlen einfrieren, denn sie schimmeln leider sehr schnell.

  11. Klaus Neudek

    Ja, denn Eicheln dienten nicht nur als Viehfutter, sondern wurden auch von den Menschen verzehrt, und das keineswegs nur in Notzeiten. Eicheln sind nahrhaft: Sie enthalten viel Stärke, Öl, Zucker und Eiweiß. Noch bis ins frühe Mittelalter hinein waren sie in Mitteleuropa ein Grundnahrungsmittel. Um sie von den Gerbstoffen zu befreien, wässerte man die gekochten, zerstoßenen Früchte mehrere Tage. Später ging man dazu über, die Eicheln zu mälzen, indem man sie ankeimen ließ; dabei werden sowohl die Gerb- als auch die Bitterstoffe abgebaut. Geröstete und gemahlene Eicheln dienten auch lange als Kaffeeersatz.
    http://www.wissen.de/kann-man-eicheln-essen

  12. Kathi

    Haha, wieder etwas schlauer – hab grad herzhaft gelacht als ich deinen Artikel gelesen hab da ich letztes Jahr ein ähnliches Eicheldesaster hatte… in Zukunft werd ich an den Eichelkaffee auch etwas professioneller ran gehen. Liebe Grüße!

  13. lena

    also ich finde deinen artikel so zuckersüß!!!! genau das thema hatte ich auch gerade. ich bin nämlich verzweifelt auf der suche gewesen nach haselnüssen, wie so ne bescheuerte suche ich die sträucher und finde überall nur eicheln!!! dann habe ich mich stattdessen mit den biestern beschäftigt, aber HILFE. Da ist kein Ran- bzw Reinkommen!!!!

  14. Marco Bammer

    hm … vielleicht bin ich von Natur aus ein eher bitterer Typ … hähähähä :) …. Daran die innenliegende, dünne meist bittere Haut abbekommen zu wollen hab ich bis dato nicht verfolgt. Der Gedanke war zwar latent vorhanden, doch mit der Frage nach dem „Wie?“ und dem vermutlich großen Aufwand auch schon wieder abgehakt. Denn diese kleinen Dingerleins wie Holz zu bürsten und das mit Drahtbürste?!? … Stand für mich in keiner Relation.

    Doch grad musst ich da dann wieder an ein Video denken, dass mir vor geraumer Zeit mal vor die Augen kam.

    http://www.youtube.com/watch?v=6mNjpPPdlvQ

    klar … man könnte die auch bürsten ;) ^^

  15. Barbara

    Liebe Lisa,
    ich habe heuer Eichelkaffee gemacht. Ich habe die dünne Haut drangelassen. Ich habe sie erst gerieben und dann geröstet. Ich habs auch umgekehrt versucht aber so ist es besser nach meiner Erfahrung. Die harte Schale habe ich mit dem Nussknacker aufgeknackt, das ging sehr gut. Man muss sehr achtgeben, dass die Eicheln beim Rösten nicht schwarz werden. Der Kaffee schmeckt (und riecht vor allem) so gut ich könnte mich reinlegen ;)
    Ich werde das im nächsten Jahr ganz sicher wieder machen.
    ps: ich habe vorhin schon einen Kommentar hinterlassen, der ist wohl irgendwie verloren gegangen…
    glg Barbara

  16. Barbara Fischer

    Liebe Lisa,
    ich habe heuer Eichelkaffee gemacht. Ich habe die Eicheln mit dem Nussknacker geknackt. Das ging wirklich leicht. Ich hatte keine Lust die dünne Haut abzuschälen also habe ich sie versuchsweise drangelassen. Ich habe dann zwei Experimente gemacht. Einmal habe ich die Eicheln erst gemahlen und dann geröstet, das zweite mal habe ich die Eicheln erst geröstet und dann gemahlen. Der Geschmack ist gleich aber das Mahlen ist bei ersterer Methode leichter gewesen und die Konsistenz des fertigen Kaffees spricht mich auch mehr an. Also der Kaffee ist so gut geworden, (vor allem der Geruch :) ích könnte ich mich reinlegen ;)
    Ich werde das ganz sicher im nächsten Jahr wiederholen. Ich hatte allerdings sehr große Eicheln, eventuell eine veredelte Form. Ob die im Geschmack und in der Verarbeitung anders sind kann ich nicht sagen.
    Glg
    Barbara

  17. Cenaturimus

    Wir haben es dieses Jahr mit Einfrieren versucht.
    Danach einfach mit dem Nussknacker dran und die dünne Haut löst sich meistens gleich mit.
    Erfolgsquote ist nicht 100%, klappt aber prinzipiell ganz gut. Vermutlich wäre es noch besser gewesen, sie vorher zu trocknen.

    Unser Mehl ist ein paar Tagen fertig ausgelaugt :-)

  18. Verena Mondvogel

    Die Traubeneicheln, die du hast, haben sich bei mir auch fast gar net schälen lassen. Dafür die Eicheln der Stieleiche (diese ganz lang gezogenen Eicheln) umso besser! :D Ich hab sie zusätzlich noch 2 Tage im Zimmer gelagert, da sind sie innen ein bissl zamgeschrumpelt, und haben sie perfekt ohne Haut aus der Schale nehmen lassen! :D
    Sonst schick ich dir ne riesen Portion Geduld! :) Und es lohnt sich auf jeden Fall, die meisten angerösteten Eichelstückchen hab ich gleich so genascht ^^.

  19. Elisabeth

    Ich habe vor einiger Zeit bei der Recherche für einen Beitrag zu Eicheln als Nahrungsmittel (http://www.baumpflegeportal.de/aktuell/eicheln-als-nahrungsmittel/) dieses schon etwas ältere Kochbuch zum Thema Eichelmehl gefunden: http://web.archive.org/web/20130515204248/http://www.autarkewelt.de/AW/upload/CONTENT/hinweise/Ein-Eichelkochbuch.pdf
    Vielleicht hilft dir das. Der Tipp dort zum Thema Eicheln schälen ist folgender (S. 6-7, leicht gekürzt): „Eicheln in einer eiseren Stielpfanne mit einem Deckel zugedeckt bei gutem Feuer leicht rösten, dabei hin und wieder umschaufeln. Nach 8 bis 10 Minuten platzt die Eichelschale, teilweise explosionsartig, auf und die Eicheln können ganz leicht geschält werden.“

    Viel Erfolg weiterhin bei der Suche nach einer geeigneten Schälmethode! :)

  20. Sandra

    Ich habe mich gerade vor einigen Tagen mit Kastanien beschäftigt…. Die normalen zum Waschen, nicht die zum Essen. Das war auch furchtbar. Aber Eicheln stelle ich mir noch schlimmer vor. Versuchs doch mal mit einem Nussknacker oder einer Rohrzange?
    Viel Erfolg, und ich bin gespannt ob du eine Lösung findest.

  21. Marco Bammer

    k …. klingt nach dem Klassiker: „Geduld“ …

    Lass die Dinger einfach selber machen. Ja !!! :)

    Noja, also, so ganz von allein gehts nun dann doch nicht. Aber lösen werden sich die Frucht-Samen-Körper von selbst von der harten Schale.

    Hab das heuer das erste mal mit Haselnüssen gemacht. (also mit mehr als zwei, drei oder zehn dieser kleinen Wunderdinger) Und das einzigst weil die heuer schätzungsweise wegen des relativ hohen Niederschlages zu gigantischen Prachtstücken herangereift waren. Teilweise waren Nüsse mit einer geschätzten Größe einer „Zwei-Euro-Münze“ zu finden … :-O … o.O … … Joa, ungefähr so hab ich drein gekuckt als ich die erste dieser doch immensen Größe vor mir sah. Und dann erst in Händen hielt. hm … also, brav „vorbeugen“ und sammeln. Noja, und dann die beste Frage, „hm … Wie bekomm‘ ich die da nun eigentlich raus? Und das bei dieser Menge?“ So zwei drei oder zehn Nussileins wären ja nicht der Rede wert gewesen. Aber diese Menge?!?!? … Naja, kommt Zeit kommt Rat kommt weise Tat!!! … Das „Rätsel“ mal auf dem Fensterbrett über Heizkörper in Auftrag gegeben. … Tja, und dort würden sie vermutlich noch heute liegen. Wenn dann da nicht mal der Nussknacker für die Wallnüsse in meinen Händen gelegen wär. :D … Ja, daran denkt man laaaange nicht und dann fragt man sich weshalb eigentlich nicht der erste Gedanke an dieses wundervolle Werkzeug gelenkt war. Doch ich muss euch gestehen, dass ich vermutlich noch heute dasitzen würde, weil ich mit dem „Knacker“ erst auch ein wenig verzweifelt war, und ihn gegen ein großes Kückenmesser eintauschte. Was auch nicht grad einfach war, aber … immerhin funktionierte. Bis mir dann mein kleines Schwesterlein den Kniff beibrachte. Einfach der Längs „einspannen“ und dann „Knicke-Knack-ab-und-zack“, die Schale war wunderbar an beiden Seiten der Längs gebrochen und die Frucht einfach zu entnehmen. … :)

    Sachte geschätzt hatten vier Hände (also wenn man meine vergeblichen Versuchen die Nuss zu knacken abrechnet) in etwa einer dreiviertel Stunde rund zwei – dreihundert Haselnüsse geknackt, sortiert und gemahlen. … Schmacke 200 Gramm … allemal ein paar Kipferln oder ähnliches sind da also schon mal drinne ;)


    Jop, kann mir schon gut vorstellen, dass das mit den Eicheln ähnlich gut funktioniert oder funktionieren könnte. ;) Sind zwar ähnlich in der Schichtfolge aufgebaut, doch … ähmn … doch etwas anders. Mich würd interessieren, ob sich bei den Eicheln durch das Trocknen auch eine leicht fasrige Haut von der Schale löst und am eigentlichen Fruchtkörper anhaften bleibt?!?

    LG Marco

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Mah ich genau so, hihi. Auf englisch findet man einfach alles. Auf der Seite bin ich gestern auch gelandet. Jetzt hab ich es ein zweites mal ganz gelesen und der Hinweis, dass die dünne Haut gar nicht soo bitter ist (wobei die Frage ist, welche Eichelart er da hat… da gibts sicher Unterschiede!) motiviert mit grad, die Eicheln einfach mitsamt der Schale zu mahlen (war sowieso der Plan, aber war nicht so erfreut weil ich woanders auch gelesen hab, dass das dünne Häutchen es seeehr bitter macht)…

  22. Andrea

    Da müsstet ihr vielleicht mal Nicht-Netznutzer fragen – am besten wirklich alte Leute. Rund um die Kriege wurde ja mit Eicheln so dies und das versucht. Meine eigene Oma lebt nicht mehr, aber ich hab sie früher mal nach Eichel.-Verwertung gefragt Tja, sie sie hatte kein gutes Wort für sie übrig…. Eichelmast für die Schweine, das kannte sie, das lohnt sich, aber sonst….

  23. Antje

    Auf den Bildern wo die Eicheln noch Hut haben sehen die ja sehr klein aus. Ich kenne mich auch nicht so gut aus welche nun die Stieleichen und welche die Traubeneichen sind. Ich hab das mal mit den länglicheren gemacht und nach dem Kochen ging das dann recht gut – einschneiden und Schale abmachen …. Nur nach dem Trocknen und Rösten … war der Kaffee leider ja nicht so der Hit – deshalb hab ich das dann nicht noch mal gemacht …. Viel Erfolg

    1. Sworfido

      Mit dem Kochen bist Du garnicht so auf dem Holzweg. Nach ca. 2 Studen im Dampfdrucktopf geht´s dann schon wie von alleine. Du kannst die Eicheln dann auch ohne weiteres einweichen genießen. Bei mir sind die Eicheln aber auch länglicher.

    2. Michael

      Die gedrungenen, dicken Eicheln könnten sogar von der Roteiche (Import aus Amerika) stammen. Die kann man sehr leicht anhand des abgefallenen Laubes erkennen.
      Ich hab gehört, dass Eichelmehl damals in Leinensäcken für ein / zwei Tage in einen Bach gehängt wurde, um die Bitterstoffe zu entfernen.

  24. Andre Ulrich

    Hmm, ich hab´s zwar noch nicht ausprobiert, aber eine Idee:
    Leg doch mal die Eicheln auf einen festen, etwas angerauhten Untergrund, leg den Ziegelstein auf die Eicheln und bewege diesen vor und zurück, als würdest Du einen Teig mit der Teigrolle ausrollen. Dabei sollte die Schale der Eicheln eigentlich brechen, gern auch an mehreren Stellen.
    Ich denke dabei daran, wie man gekochte Wachteleier am besten schält – die rollt man am Besten ja auch mit etwas Druck auf festem Untergrund und entfernt dann ganz entspannt die gebrochene Schale.

    Beste Grüße

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