EHEC vermeiden

Michael Hartl
Von Michael Hartl
31. Mai 2011

Im Moment gibt es ein paar Infektionen einer Hand voll Menschen mit EHEC. Ein Bakterium also, welches beim Menschen heftigen, blutigen Durchfall auslösen kann, der zum Tod führen kann. Es ist ein Darm-Bakterium. Und findet sich auf Gemüse.

Die Medien arbeiten ganz nach ihrer Überzeugung, dass „die Menschen da draussen“ sowieso nicht die klügsten sind, wieder fleißig nach dem Prinzip „keep it simple and short“. Sie stellen damit das Problem weder in seiner Komplexität dar, noch liefern Sie einen Beitrag für das Erkennen oder gar Umsetzen einer langfristig lebenserhaltenden Lebensweise. Aber es wird zumindest versucht Angst zu erzeugen und einfache, aber sehr zukunftsblinde Möglichkeiten aufzuzeigen.

EHEC und ESBL

Durch einen Artikel bei Konsumpf.de bin ich dann auf die Tatsache aufmerksam gemacht worden, dass laut dem WDR neben EHEC auch ein weiteres Risiko entdeckt wurde: ESBL. Ein Enzym, dass zu Antibiotikaresistenzen beim Menschen führen kann.

Beide haben gemeinsam, dass sie aus dem Verdauungsapparat von Tieren stammen und über das Gemüse zu uns gelangen. Denn Gülle – also Kot und Urin von Tieren, die für menschliche Zwecke eingesperrt werden – wird massenhaft auf die Felder und Wiesen aufgebracht.

Keine Lösung parat?

Die Quelle – und damit Ursache – ist also nicht das Gemüse selbst, sondern das mit Fäkalien besudelte Gemüse. Beziehungsweise Gemüse, welches auf Boden wächst, der mit Fäkalien getränkt wurde. Oder noch genauer: die Ursache ist die fixe Idee, dass die heute üblichen Formen der Landwirtschaft tonnenweise Kot und Urin auf unsere Felder kippen.

Das erkennen durchaus auch Wissenschaftler*innen und Journalist*innen, kommen aber leider zu dem Schluss, dass wir das Risiko, das durch diese übliche Art der Landwirtschaft entsteht, im besten Fall nur einschränken können, indem wir auf Bio von Bioanbauverbänden setzen.

Biovegane Landwirtschaft

Foto einer bioveganen Mischkultur beim Sonnenaufgang - entstanden am Hof der Familie Langerhorst

Die Option des bioveganen Anbaus, der ja vollständig auf den Einsatz tierischer Stoffe verzichtet, also auch keine Gülle einsetzt, wurde bisher nach meiner Kenntnis nirgends erwähnt. Damit wird leider darauf verzichtet, eine ganz reale Möglichkeit, wie zukünftig diese Risiken nahezu ausgeschlossen werden können, in die öffentliche Debatte einzuführen.

Dass bioveganer Anbau darüber hinaus viele weitere Vorteile bietet und ideal für das Bodenleben und den Humusgehalt des Bodens ist, beweisen zahlreiche Höfe, wie zum Beispiel der Hof unseres Hofkollektivs in Tschechien, auf dem seit einem Jahrzehnt rein biovegan produziert wird, oder der Betrieb der Familie Langerhorst, die bald seit 40 Jahren so wirtschaften.

Wer sich näher mit bioveganem Anbau beschäftigen möchte, findet Informationen und Downloads mit Erklärungen bestimmter Verfahren auf der Website des Vegan-Organic Network.

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18 Gedanken über “EHEC vermeiden

  1. Marion

    Hans Tolzin, der bekannte Impfkritiker, der von sich selbst sagt, dass man ihm die Wahrheit nicht abgewöhnen kann, geht sogar soweit, dass er sagt "EHEC ist eine erfundene Seuche" Wer seine sehr gut recherchierte Arbeit lesen möchte, guggt hier: http://www.impfkritik.de/upload/pdf/EHEC/Broschue
    Übrigens leicht verständlich, locker und witzig geschrieben. Hans Tolzin denkt einfach logisch nach und spricht dann, wie ihm der Schnabel gewachsen ist :-) Mir gefällt das. Herzliche Grüsse und heiter weiter Marion

  2. Maria

    Hallo, erstmal vorweg: ich finde super, was ihr tut und auch eure Art, die Öffentlichkeit über diesen Blog mit einzubinden ist mir sehr sympathisch, denn es kann nicht oft genug gezeigt werden, dass "Ökos" nicht nur komplette Spinner sind, die weltfremd sich vom Rest der Gesellschaft abzusetzen versuchen ;-)

    Was ich noch über EHEC gelesen habe:

    es handelt sich um ein Darmbakterium, findet sich also logischerweise in der Gülle wieder. Enstehen konnte es in dieser heutigen Form aber erst durch die nicht artgerechte Fütterung von Wiederkäuern, vor allem natürlich im großen Maßstab von Kühen, mit Maissilage und anderem Getreide. Da Kühe sonst eigentlich nur Gras fressen, bildet sich mit diesem "Kraftfutter" ein ganz anderes Milieu (zu sauer)im Pansen, was die Entstehung neuer Darmbakterien durch Mutation begünstigt. Das ursächliche Problem sind also weniger die Tiere an sich sondern die Massentierhaltung und auf Profit ausgerichtete ZUcht von immer größeren, immer fetteren Viechern.

    Soviel erstmal dazu.

    Wie ihr auf unserer Website sehen könnt, möchten wir nicht auf die Haltung von Tieren und auf die Produkte derselben verzichten ;-) Ich betreibe in unserer Hofgemeinschaft eine kleine Käserei und ich wage zu behaupten, dass wir es trotzdem schaffen, mit dem Land, den Tieren und uns verantwortungsvoll im Sinne einer tatsächlich ökologischen Landwirtschaft umzugehen, zum Beispiel eben auch indem wir versuchen, uns so weit wie es uns möglich ist, selbst zu versorgen. Wir haben also alle Milchprodukte, Gemüse, etwas Getreide (der Rest kommt von befreundeten Bauern aus der Region), Obst…

    Wie auch immer, ich finds KLasse, was ihr macht und wünsche euch die positiven Energien im Miteinander, die für eine Gemeinschaft so wichtig sind und natürlich auch die nötige Energie und Freude für diese Form des Arbeitslebens/Lebensarbeiten, denn das ist es ja: Leben und Arbeit in einem. Und um diese selbst gewählte Form des Arbeitens leben und genießen zu können wünsche ich euch alles Gute und, dass alles was ihr braucht auf natürlichem Wege zu euch kommt!

    Maria

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Liebe Eva,

      danke fuer diese Informationen und fuer Deine feinen Wuensche. :)

      Ich wuensche Euch auch alles Gute fuer Euer Projekt. Es ist super, wenn Menschen ausgetretene Pfade verlassen und wieder mehr zu einem echten Leben zurueckkehren.

      Alles Gute dabei!

  3. Daniel

    Hallo Michael ich habe da mal ne Frage an euch ihr zieht ja jetzt bald nach Schechien auf einen Hof mit zwei anderen Leuten. Sage doch mal bitte wollt ihr euch dort etwa kein Pfert halten um den Hof zu bestellen und Holz aus dem Wald zu holen. Denn wenn ja würst du auch viele Pferdeäpfel ;-) zum Düngen eurer Bete und Felder haben. Es ist halt nur Falsch in Massen Fäkalien auf die Felder zu bringen aber in Massen wird es euch nutzen. Wir nutzen zum Beispiel unseren Hünermist zum Düngen und es klappt toll besser als wenn ich was Chemisches nutzen würde;-) Ein Artikel über euren Hof mit Beschreibung und Bildern wäre mal echt toll MfG Daniel

  4. Dyrnberg

    Kein Zweifel, dass die Debatte über EHEC wieder einmal Anstoß für unsere Konzepte der Landwirtschaft sein soll und muss – Biovegane Landwirtschaft ist dabei sicherlich ein interessantes Konzept, aber idealisieren wir es lieber nicht als Antwort auf Krisen wie EHEC, siehe die neueste Entwicklung in der Causa, nachdem ausgerechnet eine vegane Hofgemeinschaft mögliche Quelle der Geschichte ist:

    http://tierschutznews.ch/2011/kunterbunt/trenn/ku

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Hallo Dyrnberg,

      ja, Du hast Recht, es sollte nicht eine Form der Landwirtschaft idealisiert werden. Aber genau das macht die Gesellschaft ja. OK, die Gesellschaft idealisiert zwei Modelle, die sich aber sehr, sehr ähnlich sind: konventionell und bio. Eine andere Unterscheidung (das bio z.B. nicht gleich bio ist) trifft die Gesellschaft eigentlich nicht.

      Der biovegane Anbau ist nach wie vor eine phantastische (und völlig ignorierte) Möglichkeit, um Coli-Bakterien wie EHEC im Essen zu verhindern. Denn wo keine Fäkalien drauf geworfen werden, können keine Darm-Bakterien anhaften.

      Dein verlinktes Beispiel ist dafür ein weiterer Beleg, denn wie in dem Bericht geschildert wird, bezieht dieser verarbeitende Betrieb, dessen Mitarbeiter*innen zufällig auch vegan leben und absichtlich vegane Produkte (Sprossen) erzeugen, seine Sämereien, die dann zum spriessen gebracht werden, von überall auf der Welt. Der Artikel geht nicht darauf ein, ob es sich bei den Zulieferbetrieben um bioveganen Anbau handelt oder ob der vegane "Sprossenbetrieb" tierlos ist. Sollten die z.B. Tiere haben.

      Also ist das Beispiel als Gegenargument zu den positiven Auswirkungen des bioveganen Anbaus in diesem Bereich denkbar ungeeignet.

  5. Melanie Kleinschmitt

    Prima Artikel! Wo geht das "Bio" hin? Ich bin so verunsichert, dass ich meine wöchentliche bestellte geliebte Biokiste seit gestern nicht angerührt habe,

    ich hoffe dass der EHEC Spuk bald vorbei ist. Keiner weiss irgendwas, wem soll man hier trauen?! Ist nicht schlimm, gabs immer schon bla bla. Ist ja nachvollziehbar, aber Angst habe ich trotz alledem. Gerade lese ich hier einen Tipp zur Vermeidung von einer EHEC-Infektion den ich ganz einleuchtend fand:

    http://www.jameda.de/blog/infektionen/ehec-tipps-

    Muss man sich verrückt machen oder ist es "eigentlich" alles halb so Wild??

    LG

  6. Travelbob

    @Eva

    naja, das mit dem Bauersein ist natürlich eine ideal-romantische Vorstellung. Denn wenn wir alle Bauern sind, wer produziert dann all die anderen Dinge in unserem Leben? Wer stellt Werkzeuge her, wer ist Arzt etc.

    Aber im Grunde sollte jeder Mensch in der Lage sein, ein Stückchen Garten zu bewirtschaften und sich zu einem gewissen Teil selbstzuversorgen. Andere hingegen produzieren Überschüsse, um den Mangel jener, die anderen Berufen nachgehen auszugleichen. Nur…sobald Geld (nach unserem heutigen Zinssystem) hinzukommt, fängt das gleiche Spielchen von vorne an. Es müsste wieder Geld verwendet werden, das als reines Tauchmittel funktioniert und mit dem man nicht spekulieren kann. nur ist das menschliche Bewußtsein noch allzuweit davon entfernt, so leben zu können/wollen.

    Gruß

    Travelbob

  7. eva

    Hallo Michael,

    danke für die Info (Gülle aus konventioneller Landwirtschaft)! Das wusste ich nicht und mich wundert vieles weniger.

    @ travelbob: Dass Bio nicht gleich Bio ist, das fällt auch ins Auge, wenn man bei den Inhaltsstoffen "natürliches Aroma" findet, wie das beim Disconter oft der Fall ist …

    Ein Bekannter von mir hat einmal erzählt, dass er beim Biobauern auf Urlaub war und um 5e in der Früh einen Spaziergang gemacht hat. Auf diesem konnte er mit seiner Kamera festhalten, wie der Biobauer am Biofeld etwas ??? gespritzt hat. Was es war, wusste der Bekannte natürlich nicht, könnte auch theoretisch Wasser gewesen sein. Dass der Biobauer, der ihn gesehen hat, ihm allerdings verboten hat, die Bilder zu veröffentlichen und mit dem Anwalt gedroht hat, wenn er's täte, war doch etwas seltsam.

    Die Vision, dass wir alle Bauern werden, finde ich nicht bedauernswert ;)

    Liebe Grüße,

    Eva

  8. Travelbob

    Also ich säe und ernte ja auch jedes Jahr Gurken und anderes Gemüse in meinem Garten. Und ich würde nie auf den Gedanken kommen Gülle über die Gurken zu kippen. Wenn überhaupt, wird der Boden gedüngt, und zwar lange bevor die Pflanzen ausgesät/eingepflanzt werden. Das kann man aber auch durch andere Techniken vermeiden (Fruchtfolge und anständiges Kompostieren hilft da schon ordentlich).

    Ich gebe zu, ich habe keine Ahnung, wie und wann die Industrie Gülle einsetzt, aber findet Ihr es nicht auch etwas komisch, dass die Gülle mit den Keimen direkt auf die Gurken gekommen sein sollen? Zumal Gurken meines Erachtens größtenteils in Gewächshäusern angebaut werden mit ordentlichem Pestizideinsatz. Gurken wachsen auch nicht auf dem Boden, sondern klettern und hängen dann herab. Oftmals berührt dabei nicht eine einzige Gurke den Boden.

    Ich muss sagen, dass ich sehr, sehr skeptisch bin, was diese Gurkengeschichte betrifft. Auch die These, dass die Gurken von einem LKW o.ä. gefallen und dabei mit den Erregern in Kontakt gekommen sein sollen finde ich wagemutig. Sind die etwa vom LKW direkt in eine Jauchegrube gefallen oder was?

    Ich kann nur allen empfehlen: Wenn Ihr sicher gehen wollt, dass das, was Ihr esst, auch wirklich gesund und natürlich ist – dann müsst Ihr es selber anbauen. Und so leid es mir tut, ich glaube in der Tat, dass wir (fast) alle wieder zu Bauern werden müssen, um ein natürliches, gesundes und zufriedenes Leben im Einklang mit der Natur auf diesem Planeten leben zu können.

    Sich darauf zu verlassen, dass man sich mit „Bio“Produkten gesünder ernährt, ist einfach töricht. Es ist vielleicht moralisch besser, aber bitte glaubt doch nicht, dass auch gerade im BIO-Geschäft betrogen und gelogen wird. Es geht wie überall um Profit und da hört der Spaß und die Moral nun mal auf. Da wird jedes Schlupfloch und jedes Gesetzeslücke genau gesucht, wie man noch etwas mehr Geld machen kann.

    Wenn man sich anschaut, was es braucht um ein Biosiegel zu bekommen wird mir schlecht. Ein Betrieb muss gar nicht 100% BIO produzieren (wobei ja BIO noch nicht ÖKO ist), um das europäische BioSiegel zu bekommen. Kein Wunder, dass dann konventionelles Gemüse mit Biogemüse (illegalerweise) vermischt wird, um höhere Gewinne zu erzielen.

    Ich weiß spätestens seit es beim Discounter Bioprodukte gibt, dass wir erneut alle wieder an der Nase herumgeführt werden. Selbst bei Demeter bin ich mittlerweile skeptisch – obgleich ich diese Produkte kaufe (aber ehrlich, dass dient doch nur dem Gewissen und der eigenen Moral und der Hoffnung, damit ein Zeichen zu setzen).

    Und das ist ja auch der Grund, warum ich es eines Tages gerne schaffen möchte, mich und meine Familie selbst zu versorgen. Ich will in der Lage sein zu sagen: Ich brauch Euer Gift nicht! Ich mach da nicht mit und Ihr kriegt auch nicht einen Cent von mir, damit Ihr damit weitermachen könnt. Nicht in meinem Namen.

     Aber leider bin ich davon noch ein ganzes Stückchen entfernt.

  9. eva

    für mich beginnt das Problem etwas früher. Auch ich bin überzeugt, dass das Bakterium aus Tierdärmen kommt. Wo sollte es sonst her sein? Das erklärt sogar, warum es auf Bio-Gemüse gefunden wird: Denn im konventionellen Anbau wird auch oder nur mit "sauberem" Kunstdünger gedüngt, da kommt Mist und Gülle teilweise gar nicht zum Einsatz.

    Aber es gibt viele Darmbakterien, viele davon sind ausgesprochen nützlich und ohne sie könnten wir Vieles gar nicht verdauen. Viele andere sind nicht antibiotikaresistent. Warum aber ist ausgerechnet dieses so gefährlich (falls es das überhaupt ist – ich habe auch schon gehört, dass es das eh schon lange gibt und die Krankheitsfälle jetzt nicht mehr und auch nicht schwerer sind als in den letzten Jahre)? Warum ist dieses plötzlich antibiotikaresistent??? Ich glaube, die Antwort erübrigt sich.

    Und da stellt sich mir die Frage: Wie kommt Mist und Gülle aus konventioneller Landwirtschaft auf Bio-Gemüse? Da dürfte eigentlich nur mit Dünger aus biologischer Landwirtschaft gedüngt werden, soeit ich weiß. Oder sind jetzt auch schon alle biologisch aufgezogenen Rinder "antibiotikaresistent" und es gibt gar keine anderen mehr???

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Hallo Eva,

      leider darf zumindest beim EU-Biosiegel auch Gülle aus konventioneller Tierhaltung verwendet werden – und muss nicht auf Belastungen getestet werden. Das EU-Biosiegel ist sowieso sehr kritisch zu betrachten, denn es wird seit Jahren immer mehr an die Wünsche industrieller (Bio-)Landwirtschaft angepasst.

      Bio von bestimmten Bio-Anbauverbänden ist da schon deutlich strenger und damit auch empfehlenswerter.

  10. Philipp

    Ich bin auch Freund von Bio-Veganen Methoden, sehe sie aber nicht als die einzige massentaugliche Lösung für solche Probleme.

    Wichtiger wäre es meiner Meinung nach eine Lokalisierung und kleiner werdende Skalierung der Nahrungsmittelproduktion anzusteuern. Massenproduktion hat sich mittlerweile bei sämtlichen tierischen Produkten und nun auch bei Bio-Gemüse als die falsche, fehleranfällige Herangehensweise herausgestellt. Ich kann mir vorstellen dass es profitorientierten Konzernen auch gelingt mit groß-skalierter bio-veganer Anbausweise Schäden an Mensch und Umwelt anzurichten. Natürlich wäre dies nichtsdestotrotz der vielversprechendere Weg; momentan werden ja eher die chemischen" und somit "sauberen" Düngemittel auf Erdölbasis ganz gut dargestellt, aber diesbezüglich sind wir uns wohl einig…

    Aber: ich sehe kein Problem darin wenn jemand in entsprechendem Umfeld in natürlicher Form tierischen Dünger verwendet. Stichwort Alm, oder andere indigene Völker :)

    Keime kann es so bestimmt auch geben, aber vor denen fürchte ich mich ehrlich gesagt kein bisschen. Ein Keim oder Erreger braucht erstmal einen anfälligen Nährboden, sonst geht es ihm wie die tausend anderen Erreger die uns umgeben: wirklungslos. Ich persönlich finde es erstrebenswert sich diesbezüglich zu stärken anstatt sich vor irgendwas zu fürchten.

  11. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

    Und übrigens, die Aussage "wir brauchen die Tiere", um Landwirtschaft zu betreiben, ist so einfach nicht richtig. Wir brauchen Tiere in der Landwirtschaft, wenn wir halt so weiter machen wollen wie bisher. Das trifft den Nagel auf den Kopf.

  12. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

    Hallo Susi,

    es ist auf jeden Fall schon mal klar, dass EHEC ein Coli-Bakterium ist. Und damit ein Darmbakterium. Bitte korrigiert mich, wenn ich hier einer Falschmeldung (und falschen Lexikon-Einträgen) aufgesessen bin.

    Damit kann es nur aus dem Darm von Tieren kommen.

    Ich spreche im Artikel darüber hinaus nicht für BIO oder KONVENTIONELL, denn beide setzen Gülle ein.

    Im Artikel wird vom bioveganen Anbau gesprochen, also einer Form der Landwirtschaft, bei der die Richtlinien der biologischen Landwirtschaft eingehalten werden, ergänzt um die Anforderung, dass keine Nutztiere gehalten werden und auch keine Düngemittel, die von Nutztieren stammen, eingesetzt werden.

    Eine Liste mit bioveganen Höfen hat der VEBU zusammengestellt: http://cybnet.de/vegetarierbund.de/biovegane_hoef

  13. Susi

    Hallo

    Gleich zu Anfang ,ich bin FÜR die ökologische Landwirtschaft.

    Trotz alldem,sind die Landwirte jeder Bearbeitungsart betroffen.

    ob Kleinbauer oder im großen Stil,wir brauchen die Tiere!und sie verursachen eben Kot und Urin,genauso wie wir ja nunmal auch.

    Ich finde es überhaupt nicht in Ordnung,dass man die Gülle jetzt schon als feste Ursache betitelt,wenn noch GAR nichts herausgefunden worden ist.

    Diese Aussage finde ich ja nicht nur auf Ihrer Seite,sondern überall.

    Der Verbraucher kauft nichts mehr ein,weder Biogemüse noch konventionell bearbeitetes Gemüse.

    So,wie sich das hier liest,ist es nur eine schnelle Idee,Menschen auf die biologische Anbauweise zu führen,was aber so nicht korrekt ist,da weder SIe noch ich wissen,woher es kommt,noch ob es beim Biobauern auftritt usw.

    Natürlich bin ich gegen Massentierhaltung…und wenn EHEC wirklich von der Gülle der Tiere kommt…dann bin ich die letzte,die irgendwen in Schutz nehmen möchte.Aber solange NICHTS klar gestellt ist…sollte egal ob Bio oder Konvi fair gespielt werden!

    Liebe Grüße aus Hessen

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