Heute ist Earth-Overshoot-Day

Michael Hartl
Von Michael Hartl
8. August 2016

Heute ist der Earth-Overshoot-Day – oder auch Welterschöpfungstag. Eine Meldung, die mich jedes Jahr traurig macht. Mit dem heutigen Tag haben wir als Gesellschaft also alle Ressourcen verbraucht, die uns für das ganze Jahr zur Verfügung gestanden hätten, würden wir nachhaltig leben wollen. So aber übernutzen wir die Kapazitäten des uns umgebenden Ökosystems.

Somit: Alles, was wir ab morgen früh verwenden, kann die Natur im Laufe dieses Jahres nicht wieder erneuern.

Wird der Mensch im Kapitalismus je in der Lage sein, zufrieden UND nachhaltig zu leben?

Schwarz-Weiß-Foto einer Waldlandschaft im Nebel

Jahr für Jahr ein bisschen früher

Der Earth-Overshoot-Day war, seit dieser Blog existiert, nahezu Jahr für Jahr früher:

  • 2010: 21. August
  • 2011: 27. September
  • 2012: 22. August
  • 2013: 20. August
  • 2014: 19. August
  • 2015: 13. August
  • 2016: 08. August
Foto einer verwelkenden Sonnenblume und dem Schriftzug: Heute ist Earth-Overshoot-Day, 20. August 2013, experimentselbstversorgung.net

Das Bild ist aus dem Jahr 2013, als der Artikel ursprünglich entstand. Seit dem wurde er mehrfach überarbeitet.

Die Meldung aus dem Jahr 2013 dazu von footprint.at:

Overshoot-Day ist heuer am 20. August
Das Jahresbudget der Erde ist für dieses Jahr aufgebraucht

Der „Earth Overshoot Day“ fällt heuer auf den 20. August. Das ist der Tag, an dem der Ökologische Fußabdruck der Menschheit die Biokapazität unseres Planeten überschritten hat. Nach Berechnungen des Global Footprint Network (GFN) wird die im Jahr 2013 verfügbare Gesamtleistung der Natur somit in weniger als neun Monaten aufgebraucht sein.

„Der Ökologische Fußabdruck der Menschheit übersteigt die Biokapazität der Erde heute bereits um mehr als die Hälfte. Die Naturressourcen, die ab morgen verbraucht werden, können in diesem Jahr nicht mehr regeneriert werden. Sieben Milliarden Menschen verbrauchen derzeit mehr als eineinhalb Planeten Erde“, warnen die Umweltorganisationen WWF, GLOBAL 2000 und Greenpeace.

Mehr dazu auf der Seite footprint.at.

Aber wir können es ändern!

Ich glaube, dass wir alle uns ändern können – und hoffe mehr und mehr Menschen mit meiner gelebten lustvollen Genügsamkeit anzustecken. Lies in unserem Artikel „Unsere Vorstellungen einer lebenswerten Zukunft“, wie wir uns diese vorstellen und schau Dir oben im Menü unsere Themen an, wie zum Beispiel Artikel dazu, was Du selbst machen kannst, und Artikel dazu, wie wir als Gesellschaft etwas ändern können.

Also: Was denkst Du, kannst Du machen, damit der Welterschöpfungstag nicht nächstes Jahr noch früher ist?

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 20. August 2013 und wurde seitdem jährlich, zuletzt am 8. August 2016 überarbeitet.

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3 Gedanken über “Heute ist Earth-Overshoot-Day

  1. Bettina

    Oh… das war mir gar nicht bewusst, dass es so aussieht. Jedes Jahr das gleiche, wo kommen wir dann hin? Wie viele Jahre geht das noch so? Obwohl ich schon sehr ökologisch bewusst lebe frage ich mich, was man als einzelne Person konkret ändern kann.?

  2. Eric Hoyer

    Eric Hoyer
    Guten Tag Michael Hartl,
    es gibt ein Problem was übergreifend in solchen Seiten gemacht wird ist zu viel schreiben ohne Lösungen zu präsentieren. Wenn alle Schreiber/innen mal mit abpacken wollten wird es was. Der Fußabdruck etc. ich kenne diese Seiten nicht genau, Es ist aber so, würden die Menschen alle etwas mehr im Garten arbeiten, so würde schon ca. 30 % der Nahrung aus dem Garten kommen. Hätte man statt in Afghanistan min. 25 Milliarden nicht in den Sand gesetzt und lieber real umgesetzt in Neue Projekte die dem Erdkreis und den Menschen helfen würden, so stimmt dies mit dem Fußabdruck schon lange nicht mehr.
    Leider höre ich auf meine Klimawandel-Lösungen nichts von Euch. Also dann bin ich auch hier nicht am richtigen Platz. Ich brauche Menschen die mein Projekt diskutieren – wenn es ihnen gefällt – anpacken, helfen um es mehr in die Öffentlichkeit zu bringen. Aber daran und darum kommen gute Ideen und Hilfen oft nicht an.
    So ist dies auch mit meinen zum Teil Weltneuheiten z. B. Solarenergieraum, Europäische-Wasserversorgung.de usw. Hier habe ich Verfahren die der Menschheit helfen würden, dynamisch, global endlich eine Methode zur Klimareparatur – viele Nebenvarianten aus einer die allen helfen ökologisch verträglich und finanziell gut realisierbar – aber es wird nicht genug aufgegriffen von Euch.
    Ist das Projekt zu groß, oder ist mehr theoretische Arbeit gewollt.
    Ich kenne einige Vorhaben in Europa wie Ihr es macht, doch gibt zu wenige die dann sich günstig einbringen.

    Gerne höre ich was ihr zu sagen habt.

    Einen freundlichen Gruß
    Eric Hoyer

  3. sophia

    jo…das musste ja so kommen. ich für meinen teil werde für meine welt und dem ausgleich in dieser versuchen noch viel sparsamer zu leben als ich es bisher getan habe und tue und überlegen was ich hier der erde jetzt alles von mir geben und als ausgleich zurückgeben kann
    (—-> ich meine damit KEINEN MÜLL…. ) seid dabei.

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