Die Schönheit der Vergänglichkeit

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
20. Januar 2015

Eigentlich wollte ich nur ein paar Naturfotos schießen um die Schönheit des Winters mit euch zu teilen. Bis mir auffiel, dass der Großteil der Motive „tot“ ist…

Unvollkommenheit ist schön

Als mir das zu Hause beim Durchsehen der Fotos auffiel, musste ich mit einem Schlag an Susanne Fischer Rizzi’s Buch denken „Mit der Wildnis verbunden“. Eines der vielen wunderschönen Kapitel, dreht sich um die Schönheit der Unvollkommenheit und der Vergänglichkeit. Sowohl in der Natur, als auch im täglichen Leben. „Wabi-Sabi“ heißt diese „Kunst der heiteren Gelassenheit“ von der sie schreibt.

Wabi-Sabi lehrt die Wertschätzung vergänglicher Schönheit in ganz gewöhnlichen Dingen.

 

„Mit der Wildnis verbunden“

Es könnte gar keine bessere Gelegenheit geben, dieses wunderschöne, wohltuende Buch zu empfehlen!

Fischer-Rizzi schreibt über „Die Sprache der Natur“, erzählt von der Welt der Vögel, den Pflanzen, den Elementen und bringt all ihre Gedanken zur Naturverbundenheit, die sie in vielen Jahren überall auf der Welt gesammelt hat.

Das Buch ist gespickt mit praktischen Übungen und Einladungen, die Natur mit anderen Augen zu sehen und Kraft aus ihr zu schöpfen. Dazu zitiert sie ständig Bücher und man bekommt gleich das Gefühl Lesestoff für die nächsten 3 Jahre in der Warteschlange zu haben…

Auch Rezepte und Anleitungen finde sich im Buch neben wunderschönen Illustrationen und Fotos, die einfach Lust darauf machen, viel mehr Zeit mit dem „Sein“ in der Natur zu verbringen! Mit einer Tasse heißen Tee, eingewickelt in einer weichen Decke, ist diese Buch ein wahrer Lesegenuss.

Einfach schön!

Und du?

Hast du schon mal über die Vergänglichkeit gestaunt oder etwas Schönes in ihr erkannt? Erzähl’s mir doch!

Dieses Buch jetzt über den folgenden Link beim sozialen Buchhandel Buch7.de kaufen, die mit 75% des Gewinns Gutes tun:
Mit der Wildnis verbunden – Kraft schöpfen, Heilung finden

 

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19 Gedanken über “Die Schönheit der Vergänglichkeit

  1. Vergänglichkeit

    Hab den Begriff „Wabi Sabi“ auch kürzlich für mich entdeckt und er hat mein Herz für das geöffnet, was bisher immer abgeschieden und getrennt war. Ich finde deine Fotos wundervoll und ich mag diesen Blick auf die Schönheit der Vergänglichkeit. Den Blick auf den Wandel, den Blick auf das vermeintlich Hässliche, den Blick auf das Werden und Vergehen.

    Danke und: Weiter so!

  2. Wolfgang

    Wunderschön die Bilder. Mir ist auch noch der Gedanke gekommen, dass ja gerade all das Vergängliche wieder Quell neuen Lebens ist. Konkret sehe ich da in deinen Bildern z.B. Rückzugsraum und Futter für Vögel, Samen für neues Leben und kompostierbaren Rohstoff für fruchtbare Erde. Da kann ich mich bereits im Moment der Vergängnis auf das freuen, was danach daraus entstehen wird.

  3. Susana

    Hallo Lisa!
    Ein toller Post. Und noch viel genialere Bilder.
    Darf ich mal fragen. Wie hast du diese tollen Bilder hinbekommen?
    Hast du sie mit Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet?
    Ich staune immer wieder über solch gelungene Fotos!!!
    Danke für die Farbtupfer die ich selber in dieser Jahreszeit meist nicht sehe.
    Das hilft mir immer wieder genau zu schauen und zu denke.
    LG ein schönes WE

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Hallo Susana! Danke dir :)

      Also erstmal (falls du gar nichts mit Fotografieren am Hut hast) sind die Bilder an sich schon mal sehr schön, weil ich mit einer Spiegelreflexkamera fotografiere (daher diese Schärfe/Unschärfe-Effekte). Die macht an sich schon sehr schöne Fotos. Nachbearbeitet habe ich sie trotzdem ja. Also ich glaube (ich hab ja auch keine Ahnung in Wirklichkeit :D) dass das, was ich am PC mache, gute FotografInnen (die sich auch technisch gut auskennen) schon vor Ort an der Kamera einstellen könnten. Aber da ich mich nicht sonderlich auskenne und auch die Geduld nicht hätte, mach ich es halt nachher :) Im Prinzip versuch ich nur, noch das rauszuholen, was die Kamera (oder ich) halt einfach nicht geschafft hat, naturgemäß abzubilden. Auf den Fotos sieht es meist blasser/langweiliger aus, als es in echt ist. Jedenfalls bin ich drauf gekommen, dass mir das ziemlich Spaß macht. Wird also sicher nicht das letzte mal gewesen sein :)

      Mir gefällt daran, dass kleine, unauffällige Dinge, plötzlich ganz groß wirken und sichtbar gemacht werden :)

      1. Susana

        Hallo Lisa!
        Erstmal danke für deine Antwort! Ich seh sie jetzt erst.
        Spiegelreflexkamera gibts für Digitalfotografie? Ich dachte das seien noch alte Geräte mit Film und so.
        Du merkst das schon an meiner Fragestellung – mit Fotografie hab ich nicht so viel zu tun gehabt bislang. Ich selber hab eine Nikon Coolpix mit7-fachen Zoom.
        Vor 2-3 Jahren hab ich eher auf der anderen Seite gestanden und mich fotografieren lassen, (alles auf TFP Basis ;-) )und so bin ich überhaupt dazu gekommen mich mal mit der Fotografie was näherzu beschäftigen.
        Da ich aber mitlerweile sehr gern Reise und sonst unterwegs bin fallen mir Landschafts- Tier- und Blumenbilder mitlerweilde sehr auf. Allerdings sehen die meisten Biler immer noch nicht so toll wie ich sie im Internet bei vielen sehen. Gut meine Bilder sind per se unbearbeitet… Da ich finde die Bildbearbeiterei so aufhält und aufwendig ist…

  4. Lebenslilie

    Herzlichen Dank, dass Du diese zauberhaften Bilder mit uns teilst, liebe Lisa. Die Schönheit des Vergehenden, der Kreis schließt sich. Und ich glaube, dass es etwas Wunderbares ist, auch das Unvollkommene lieben zu können. Dann hat man nicht nur noch mehr, was man lieben kann, sondern stellt auch weniger Bedingungen, wie etwas sein soll, um als schön und wertvoll zu gelten. Ein toller Gedanke, der wieder mehr Freiheit schenkt und auch die Möglichkeit, sich selbst mit seinen Fehlern zu mögen und nicht so viel an sich herumoptimieren zu müssen.

    Ich glaube, es macht das Leben wärmer und leichter, Perfektion an den Ort zu stellen, an den sie gehört: Auf das Podest des schimmernden, fernen Ideals. Eine Idee, mehr nicht. Oder aber man holt sie ins Leben, herunter vom Postament, und definiert, dass auch Fehler, Risse und Dellen, Flecken und Knitter zur Perfektion dazugehören und sie vielleicht sogar ausmachen. Oder ist in Perfektion zu leben sogar eine Fähigkeit, nämlich genießen und lieben zu können, was da ist?

    Na, darüber könnte man stundenlang herumphilosophieren. Dann vielleicht doch lieber noch einmal Deine tollen Fotos bestaunen…

  5. Josepha

    Hallo Lisa, das sind echt wunderschöne Fotos!

    Was mir spontan dazu einfällt ist, dass neben Vergänglichkeit auch Verletzlichkeit eins der schönsten Dinge ist. Eine Blume, die sich ganz der Sonne öffnet und hingibt, ist ja eigentlich total angreifbar und verletzlich, aber genau darum auch wunderschön. Sie strahlt irgendwie dieses Urvertrauen in die Natur aus.

  6. Elisabeth

    Ein toller Artikel, danke! Man sollte wirklich viel öfter einfach mal inne halten und seine Umwelt viel bewusster wahrnehmen. Der Alltag ist oft so hektisch, dass man vergisst, die kleinen Dinge zu bemerken und die Schönheit die in ihnen liegt. Die Fotos gefallen mir wirklich sehr gut. Der Winter ist eben doch nicht nur trist und grau. Man muss eben einfach nur genauer hinschauen. Und manchmal tut es gut, wenn man daran wieder erinnert wird. ;)

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