Der Hagebutten Trick

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
20. November 2011

Lange hat es mich gegraut bei der Vorstellung Hagebutten zu verarbeiten. Ich wollte einfach nicht glauben, dass es die einzige Möglichkeit ist, diese Dinger zu halbieren und auszuhöhlen. Es muss doch etwas Einfacheres geben. An kochen und sieben dachte ich dabei schon eher, und bin auch tatsächlich auf einen Erfahrungsbericht in diese Richtung gestoßen.

Mit weniger Aufwand zur Hagebuttenmarmelade

Nun, im Prinzip ist es nicht schwer vorstellbar: Die Hagebutten hab ich einfach mit ausreichend Wasser (nach Gefühl, aber zumindest bedeckt) weich gekocht und ordentlich durchgestampft. Zuerst habe ich die Pampe durch ein Passiersieb („Flotte Lotte“) drehen wollen, aber das hat mal gar nicht funktioniert. Als nächstes, musste sich ein normales Sieb beweisen, was irgendwie auch nicht so easy war. Letztendlich ist klar geworden, dass die Masse zu dickflüssig war und deswegen hab ich sie stärker verdünnt. Dann ging’s!

Doppelt sieben hält besser

Eigentlich wollte ich die Marmelade dann gleich einkochen, aber nachdem die Testnascher hier das Gesicht verzogen hatten, wurde mir empfohlen, lieber doch noch mal zu sieben. Ab damit durch ein feineres Sieb also. Sehr empfehlenswert! Die Härchen sind nämlich wirklich nicht angenehm im Mund…

Tomatenmarmelade

Hä? Ja! Irgendwie riechen und schmecken gekochte Hagebutten etwas nach Tomate… :) Also habe ich noch Pektin zum Zucker dazugegeben (die Hagebuttenmasse war durch das Verdünnen recht flüssig geworden und ich wollte es nicht noch länger kochen) und war dann endlich mal fertig – das Ergebnis kann sich sehen lassen. Zur Abwechslung mal eine richtig feste Marmelade :) Normalerweise nehmen wir nur den Zucker, weil uns flüssigere Marmeladen nicht stören.

Was man mit Hagebutten noch machen kann

Mit einem Teil der Pampe habe ich noch wie im genannten Blog beschrieben, einen Essig aromatisiert. Schmeckt nur leicht nach den Hagebutten, der Essig ist aber auch sehr stark.

Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass die Kerne ein leichtes Vanillearoma haben sollen. Daher habe ich auch diese gewaschen und getrocknet. Danach muss man sie fein mahlen. Nach Vanille riechen sie mit etwas Fantasie wirklich. Allerdings bin ich noch am mahlen gescheitert (Mühle falsch eingestellt oder so) und hab das Experiment erstmal stillgelegt. Zumal ich auch nicht genau weiß wohin damit.. Tee? Andere Ideen?

Ja und viele Hagebutten liegen noch zu Trocknen für Tee herum. Vitamin C Kick pur! Besser als jede Zitrone :) Hagebutten haben zwischen 400-5000mg Vitamin C pro 100g. Dies schwankt natürlich je nach verschiedenster Bedingungen, aber als erstbestes Beispiel haben sie laut wikipedia 25x soviel Vitamin C als die hochgelobte Zitrone (pro 100g). Also nochmal zum Tee: Dazu muss man die Hagebutten mindestens 10 Minuten kochen und dann fein absieben (wegen den Härchen). Die Kerne haben eine andere Wirkung und um diese zu entfalten, muss man die Hagebutten 30 Minuten kochen.

Ob unsere Marmelade nach dem langen Kochen noch so viel Vitamin C enthält weiß ich nicht. Wir haben sie deshalb als Genussmarmelade deklariert und kochen uns einfach einen Tee aus Hagebutten, wenn wir uns die volle Vitamin C Dosis geben wollen :)

Foto von Hagebutten am Strauch

Hagebutten am Strauch / Foto von LoggaWiggler (Pixabay)

 

Also, auf mit Dir zum Sammeln (ich habe übrigens die weichen, matschigen gesammelt. Der Test mit harten steht noch aus. Erfahrungen??). Hagebutten gibt’s ja meist in Hülle und Fülle in der Wildnis :) Ich wünsche Dir viel Spaß und freue mich über Erfahrungsberichte in den Kommentaren…!

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50 Gedanken über “Der Hagebutten Trick

  1. dorothea

    hagebuttenmarmelade einkochen ist mein liebstes hobby im dänemarkurlaub. vor zwei jahren im ersten urlaub mit meinem freund hing ich nur in den büschen. wir haben sogar gläser gekauft weil ich einfach nicht aufhören konnte zu kochen! zwanzig bis dreissig gläser habe ich in einer woche gekocht. dankbare abnehmer habe ich im freundeskreis und auf der arbeit genug. letztes jahr habe ich gedacht ich reisse mich zusammen und koche nur zehn gläser ein.. nun ja, wir haben wieder gläser gekauft. zusätzlich habe ich „tomatensosse“ aus hagebutten gekocht, einfach die entkernten hagebutten püriert und in gläser eingeweckt. mit tomatensosse gemischt schmeckt das prima.
    und dieses jahr? ich bin realistisch. ich nehme mindestens dreissig gläser mit, reichlich gelierzucker, eine flotte lotte, minigläser für pizzataugliche mengen der hagbuttensosse (man schmeckt wirklich keinen unterschied), ein rezept für hagebuttenketchup und reichlich flaschen. ich kann halt nicht anders. ;-) diverse freunde, meine friseurin und zwei kolleginnen freuen sich schon!

  2. Christina Borchers

    Hallo Ihr Lieben,

    schön, wieder von Euch zu lesen. Zum Thema Hagebutten habe ich auch Erfahrungen beizusteuern. Wir sammeln die kleinen, harten der wilden Rosensorten, die bei uns in der Nähe am Waldrand wachsen. Die muss man ganz schön lange kochen, und dann lassen sie sich immer noch nicht durch eine Flotte Lotte oder ein Sieb streichen. Deshalb haben wir eine alte mechanische Tutti Frutti wieder in Betrieb genommen. Sie funktioniert so ähnlich wie ein Fleischwolf. In einen Trichter gibt man die Früchte und dreht dann an einer Kurbel. Diese bewegt eine Spirale, durch die die Früchte nach unten und durch eine Verengung transportiert und ausgequetscht werden. Das Mus landet über eine Tülle in einem bereitgestellten Eimer oder einer Schüssel, der „Abfall“ fällt senkrecht durch eine Öffnung ebenfalls in einen Eimer. Ich erlaube mir mal, auf meinen eigenen Blogbeitrag hinzuweisen, in dem ich diese „Maschine“ beschreibe, und wo auch Bilder zu sehen sind: https://harzergarten.wordpress.com/2015/10/12/wilde-kueche/
    Wie gesagt, unsere ist schon alt, aber moderne Ausführungen gibt es immer noch.
    Das Hagebuttenmus habe ich bisher nur zu Marmelade verarbeitet. Die Idee mit dem Essig probiere ich bestimmt mal aus, die finde ich echt gut…
    Viele Grüße
    Christina

  3. Ottilie

    Ihr könnt Euch auch ein natürliches Nahrungsergänzungmittel machen. Hagebuttenpulver ist wegen den Galaktolipid bekannt geworden, das entzündungshemmend wirkt und bei Arthrose hilft.
    Dazu einfach Hagebutten trocknen und mixen oder mahlen. Mit einem Hochleistungsmixer gehts das super, wenn man den nicht hat, kann man es danach aussieben. Der Rest ist für einen Tee super…
    LG Ottilie

  4. Friedrich

    Hallo, ein Thema vermisse ich. Von den Kernen kann man Tee machen (über Nacht vorher in Wasser legen). Dieser Tee ist gut bei hartnäckigem Husten.
    Die Körnchen können danach ein 2. Mal für einen Tee benutzt werden.
    LG
    Friedrich

  5. Rebecca Rickert-Olsson

    Hallo! In Schweden, wo wir wohnen, macht man warme Hagebuttensuppe. Das ist das absolute Lieblingsfrühstück/Snack/Nachtisch unserer Kinder. Hagebutten komplett mit Kernen aufkochen, dann mit dem Kochwasser durch ein Sieb streichen. Mit etwas Honig süßen, und mit etwas Kartoffelstärke ein bisschen andicken. Schmeckt warm und kalt, besonders mit etwas Vanillejoghurt. Man kan die „nyponsoppa“ auch heiß in sterilisierte glasbügelflaschen einfüllen und ein paar Monate aufbewahren. Beim Schlittenfahren kommt eine Thermoskanne mit heißer Hagebuttensuppe super an.
    Rebecca aus Stockholm

  6. Malemmy

    Schönes Beitrag über dieses naturnahe Thema.
    Mir gefallen auch die Bilder dazu, gut und passend ausgewählt.

    Wir fragen uns hier schon die ganze Zeit wie und wo wir herausfinden, welche Sorten denn für Hagebuttenmarmelade geeignet sind.
    Werde mal weiter auf die Suche nach Rosen gehen. …

    Danke für den informativen Beitrag.
    Gruß Malemmy

  7. Peter H.

    Hallo + Danke euch für die reichlichen Tip`s !
    Habe selbst aber noch keine Erfahrung
    mit den Hagebutten.
    Früher als Kind habe ich sie mit den Eltern
    + dem Großvater öfter mal gesammelt
    + Marmelade + Tee wurde daraus gemacht
    – das weis ich noch !
    Werde einiges am Wochenende mal ausprobieren.
    Wünsche dir/euch auch weiterhin viel Erfolg
    mit diesem Block.
    Gruß aus Sachsen – vom Peter

  8. Armin

    Hallo, erstmal Komplimente fuer euren tollen Blog, bin grad durch Zufall (falls es sowas ueberhaupt gibt) darauf gestossen. Wollte euch nur noch eben mitteilen dass Vitamin C nicht Hitzeresistent ist. Ueber 50 Grad C und das Vitamin C ist dahin… Hagebutten sollte man also Roh essen.. GLG Armin

    1. Refodirk

      Moin, wegen dem Vitamin C mal noch ein Hinweis. Das Vitamin C wird zerfällt nicht augenblicklich sobald eine entsprechende Temperatur erreicht wird, es ist ein allmählicher Prozess. Wir Deutsche decken zu einem erheblichen Teil unseren Vitamin C-Bedarf über unseren reichlichen genuss gekochter Kartoffeln obwohl diese nicht besonders reichlich mit Vitamin C gesegnet sind und diese mindestens 20 min gekocht werden. Aber wir essen Sie regelmäßig und in nicht so kleinen Mengen. Also keine Angst Hagebuttentee zu kochen, es bleibt immer noch reichlich Vitamin C enthalten. lg vom Refodirk

  9. Olivchen

    Ich habe sie wegen dem hohen vit C Gehalt roh verarbeitet.
    Halbiert einweicht, mit Wasser püriert und durchgesiebt.
    Und dann halt zum Smoothie :)

    Die getrockneten Kerne(von der Marmelade) werde ich mörsern und als Tee aufgießen oder mit in den smoothie werfen. Auch sie haben heilwirkungen ;)

  10. Lena

    Hallo.
    Ich selber habe noch nie Hagebuttenmarmelade selbst gemacht. Aber meine Schwiegermama kommt aus Jugoslawien und hat diese dort früher regelmäßig gemacht. Sie sagte am besten sind die Hagebutten nach dem ersten Frost. :) lg

  11. Lisi

    Hallo!!
    Also ich hab mir erst gestern einen Tee aus den Kernen der Hagebutte gemacht. Hab sie aber nicht gemahlen, daran bin ich gescheitert- war aber auch nicht sehr motiviert. Ich hab sie einfach ca 20 min gekocht. Der Tee hat echt gut geschmeckt. Mich hat er eher an den Geschmack von Süßholz erinnert. Der Tee aus den Kernen ist gut bei Nieren-, Blasen-, und Steinleiden.
    Lg Lisi

  12. Stoye

    Hallo Ihr Lieben ,

    Ich nehme meine Hagebutten einfach in einen Fleischwolf, drehe sie durch und heraus kommt eine wunderbare Paste die ich für alles verwenden kann .Ich mache in erster Linie einen leckeren Hagebuttenwein , kann aber für alles weiter verarbeitet werden .Kleiner Tipp , wer nicht warten will bis die Hagebutten Frost bekommen haben – ab in die Gefriertruhe !

    Benno

  13. Anna

    Hallo ..
    .. wir wohnen auch in einem permakultur projekt in der schweiz..
    Dieses Jahr hat mein Mitbewohner das erste Mal aus Hagenbutten Ketchup gemacht.. Es ist wirklich super gelungen und ist fast zu verwechseln mit der „echten“ Tomaten – Ketchup. Die Konsistenz ist perfekt dafür und sogar die Kinder mögens!! :-) .. nur so als Ergänzungsidee.. finde es immer wieder schön auf eurem blog zu lesen.. danke!
    Alles Liebe aus den Schweizer Bergen..
    Anna

  14. Dani

    Wegen des Vitamin Cs… weniger ist mehr. In 12 Stunden nimmt der Körper nur 100-150 mg Vitamin C auf. Der Rest wird direkt über die Niere wieder ausgeschieden. Ich habe da mal ein sehr spannendes Praktikum für Medizinstudenten geleitet und weiß spätestens seitdem, dass Vitamin C – Produkte zur Nahrungsergänzung einfach nur sinnlos sind.
    Sprich… in vielen kleinen Dosen über den Tag verteilt kann der Körper mit Vitamin C sowieso viel besser umgehen, als auf einmal in großer Dosis.

  15. falkin

    also….die kerne sollte man für tee mitverwenden, weil dort fast mehr inhaltstoffe vorhanden sind als in der frucht…….die früchte kann man in einem sackerl mit dem nudelwalker zerquetschen und dann kochen, durchsieben und zu leckerer marmelade weiterverarbeiten…..man könnte den vermehrten aufwand als meditation betrachten, schließlich bekommt man auch was ganz leckeres dafür….lg

      1. Liane Schmitt

        Aus dem Kernen kann man auch Tee machen, da kann man die Haare getrost dran lassen. Wenn die Kerne getrocknet sind stören die Haare nicht mehr. Wenn die getrockneten Kerne gemahlen werden kann man sie auch als Vanillearoma für Süßspeisen nutzen.

  16. Susanne

    wie funktioniert das mit dem Tee? Hagebutten trocknen, einfach in der Sonne oder drinnen auf Blech liegen lassen? Dann aufschneiden und die Kerne raus? Dann Tee aus den Schalen? Habe es noch nie gemacht und nicht so ganz verstanden. Freu mich über Antwort und geh dann schon mal los suchen…

    1. Liane Schmitt

      Hagebutten im Freien trocknen geht, aber bitte nicht in der prallen Sonne. es sollte aber schon gut warm sein. Ansonsten im Backofen trocknen, bei ca. 50 grad Celsius, und Kochlöffel in der Tür, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Danach kann man die Hagebutten aufschneiden und die Kerne heraus puhlen (geht im getrockneten Zustand besser als im Frischen). Aus den Schalen kann man dann Tee machen und aus den Kernen. Beides hat jeweils einen anderen Geschmack und eine andere Heilwirkung (das zu erörtern würde hier aber zu weit führen). Allerdings kann man die Kerne auch mahlen und als Vanillearoma für Süßspeisen nutzen.

  17. MO

    Ich gestehe: ich bin hagebuttensüchtig. Die festen roten Früchte.Am liebsten frisch vom Strauch, oder abends beim fernsehen.

    Einmal das schwarze vordere Ende weg, dann der Länge nach öffnen, mit dem Daumen die Kerne raus und einfach roh essen. Ev. noch mit dem Fingernagel einmal nachputzen. Feinfruchtig leicht säuerlich,ein wenig nussig. Irgendwie klasse.

  18. Heike

    Hallo Lisa,

    du mögst zwar den Kopf schütteln…. aber ich habe dennoch alle Hagebutten halbiert und ausgekratzt. dafür allerdings mit dem passierstab zerkleinert was ganz fix ging….

    @Sanddorn,

    wird einfach abgeschnitten… (die Zweige tragen eh nur einmal)das ganze wird in Frosttüten über Nacht gefrostet und dann die Beeren einfach abgeschlagen. Die Beeren dann normal verarbeiten. Z.B. zu Gelees und/oder Likörchen :-))

    Liebe Grüße Heike

  19. Die Rote IRis

    Hallo,
    ich bin vor ein paar Tagen über euer Projekt gestolpert und finde es sehr spannend. Viel hab ich noch nicht gelesen, mal schauen was sich da noch so finden lässt.

    An den Hagebutten hab ich mich heuer auch versucht und hatte ähnliche Probleme. Meine Lösung war die gekochte Pampe mit Apfelsaft zu verdünnen und so durch ein Sieb zu streichen. Den Saft hab ich dann zu Marmelade verkocht, die überraschend stark nach Hagebutten geschmeckt hat. Auf die Art habe ich aus relativ wenig Hagebutten relativ viel Marmelade bekommen.

    Grüße aus Deutschland

    IRis

  20. Lisa Pfleger

    Danke für die vielen Tipps! Aber eine Frage: Warum muss ich die Kerne für den Tee rauspulen?? Kann ich den Tee nicht nachher einfach sieben? (Also ich nehme einfach mal an es geht um die Härchen?)

    @pro-edaphon: Ja, roh sind sie wirklich auch sehr lecker und erfrischend :)

    1. Julian

      Wir haben knapp ein Kilo Hagebutten zu Marmelade verarbeitet und nur 1x gesiebt. Da war dann aber recht viel rotes Zeug zwischen den ausgesiebten Kernen, dass ich auch noch gern nutzen wollt, Drum haben wir die Reste vom Sieben erst mal zu „Saft“ verarbeitet, also einfach mit viel Wasser erhitzt, abgesiebt und auskühlen lassen, raus kamen ca 4 Liter leckerer roter Saft der im Kühlschrank lang genug gehalten hat um ihn auszutrinken, also ne Woche ca :-)

      Die Kerne haben wir dann getrocknet und verwenden sie ab und zu als leckeren (Vanille) entsäuernden Tee.
      Dazu zerstossen wir die Kerne ein bisschen mit Hammer+Mörser (Mörser wird ähnlich nem Meißel verwendet) und dann wird’s 20 Minuten geköchelt und abgesiebt.

  21. Ildi

    Hallo Lisa,

    soweit ich weiß zerfällt Vitamin C erst bei ca. 200°C, also dürfte noch recht viel drin sein in der Marmelade. Hab eine ähnliche Odysee mit den Hagebutten durch wie du. Flotte Lotte war keine so gute Idee, ging aber mit Gewalt und Ausdauer. Aber die Siebe sind leider nicht fein genug. Hab dann versucht es durch ein Tuch zu drücken. Dumme Idee, kam oben raus statt unten. Ein feines Haarsieb war dann die Lösung.
    Die krasseste Marmelade ist die Sanddorn-Hagebutten-Marmelade, wenn man die verkaufen will kanns keine bezahlen. hihi
    Erst den blöden Sanddorn appulen und sich die Finger wund stechen und dann noch die Hagebuttenarbeit. puh! Aber es schmeckt mit bissi Vanille traumhaft!!!!!
    Das Auskratzen für den Tee ist ja auch mal n Scheiß aber leider notwendig. Dumm wenn das Zeug an den Klamotten kleben bleibt und Mann sich nach der Arbeit freudig aufs Bett fallen lässt. Wir haben früher sicher alle die gleichen Streiche mit den Häärchen gespielt. ;-)
    Liebe Grüße von den Experimentierfreudigen aus Augsurg!

  22. pro-edaphon

    Ich nehme die weichen Hagebutten gern vom Wegesrand und quetsche ein "Würstchen" zum Naschen raus. Ist es so, dass sie erst weich werden, wenn sie Frost bekommen haben? Ich glaube …

    Von den Heckenrosen, also diesen plattunden dickeren Früchten (die werden schon früher / vor dem Frost weich) habe ich mal Marmelade gemacht in ähnlicher Weise, wie du es beschreibst – nur habe ich Orangensaft statt Wasser genommen. Weil es mir zu schade war, dass soviel Fruchtfleisch im Sieb hängen blieb hatte ich die Pampe dann nochmals verdünnt und gesiebt – ich mein am Ende schmeckte die Marmelade mehr nach O-Saft als Hagebutte :-/

  23. Doris Presch

    Liebe Lisa,

    meine Mama hat auch Tee aus den Hagebutten gemacht und ich war total erstaunt über das deutliche Vanillearoma. Soweit ich mich erinnere, hat sie die Hagebutten nur halbiert und eben samt den Kernen getrocknet, im Backrohr.

    Herzliche Grüße
    Doris

    Übrigens für nächstes Jahr vielleicht ein Tipp – Sanddornsirup. Hat mein Freund heuer gemacht, ich find den sehr sehr lecker.

    1. Angelika

      Hallo zusammen! Ich ernte vor dem ersten Frost, wenn sie schön knallrot sind. Kurz abspülen im Sieb, In den Dampfdrucktopf, Wasser dazu (bedeckend) und 10 Minuten kochen, wenn der Stift oben ist. Abdampfen, Mixstab rein und pürieren. Das erwischt dann auch einige der leckeren Kerne. Dann Flotte Lotte, anschließend nochmal mit etwas Wasser verdünnen und durch ein Sieb streichen. Ich nehm dann Gelfix 3:1 entsprechend der Menge Habebuttenmus und 1/3 Zucker sowie eine Vanilleschote (ich zerkleinere die ausgeschabten immer mit einer alten elektrischen Kaffeemühle). Das gibt eine superleckere Marmelade.
      Andere trockne ich, indem ich die Blüten abschneide, sie dann halbiere und mit Kernen auf Spritzschutzsieben über der Heizung platziere. Das dauert, kostet aber nix extra. Dann mahle ich sie fein (mit allem) in der Kaffeemühle. Das Pulver ist gut für die Gelenke, das kommt löffelweise ins Müsli. Viel Spaß!

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