Ein Gastartikel auf Lisa und Michaels Blog:

Der Countdown läuft

on the way zum Jeganer und warum eigentlich überhaupt dieser Blogbeitrag?

Martin Rohla
Von Martin Rohla
10. November 2015

Auf die vielen Fragen, die nach dem letzten Artikel aufkamen, ein bissl detaillierter antwortend:

Die Grundidee des „jeganen“ Ernährungskonzepts ist entstanden, als meine mich von Kindesbeinen an auf der Jagd begleitende Tochter Mia und ihr – natürlich ebenfalls jagender – Freund Christoph Anfang August d.J. für sich die Entscheidung trafen (und von heut` auf morgen damit begannen), keine Produkte aus Tierhaltung mehr, sondern „nur“ noch „unser“ Wild zu essen. Ohne dies vorher im Familienkreis auch nur irgendwie anzukündigen, by the way.

Nach etwa einem Monat versprach ich dann, sowohl von ihrer Argumentation, als auch ihrer Konsequenz sehr beeindruckt (und auch unter dem Einfluss einiger Glasln Wein), ihnen zu folgen, sollten sie`s tatsächlich länger als 3 Monate schaffen. Was ich, ehrlich zugegeben, damals weder annahm, noch erhoffte.

Foto von Martin Rohla mit seiner Tochter im Arm, beide in Jagdkleidung

Martin Rohla und seine Tochter Mia vor 10 Jahren

Manchmal kommt es anders, als man denkt

Viel Beschäftigung mit dem Thema „Tierhaltung“ und viele Gespräche mit ebenso besonders kompetenten wie unaufgeregten Freunden wie Michael Hartl vertieften jedoch die Überzeugung – wenn man schon die Fahne der Nachhaltigkeit so heftig schwingt – einen Schritt in eine ebenso richtige wie wichtige Richtung tun zu können.

Mehr und mehr erhoffte ich sogar, dass die beiden konsequent bleiben. Sie blieben.

Der gemeinschaftlich als Umstiegstag festgelegte Montag, der 16. November 2015, nähert sich mit furchteinflößenden Riesenschritten. Und ebenso vermehren sich die Zeit, die ich mich gedanklich mit einem nicht unwesentlichen neuen Teil meines zukünftigen Lebens beschäftige und auch die Anzahl der Unterhaltungen, die ich über meine Entscheidung führe, rasch.

Vor allem gibt es kaum eine Mahlzeit mehr, bei der ich mir nicht bewusst überlege, was ich gerade zu mir nehme. Für einen Veganer sicher eine ganz übliche Verhaltensweise, für einen Allesfresser wie mich allerdings etwas ganz Neues.

Was ich nicht mehr essen werde

Ich wollte eigentlich empörte Aufschreie vermeiden und hier nicht davon reden,

  • mit wieviel Wehmut ich gestern Abend die wahrscheinlich letzte Gänseleber meines Lebens gegessen und genossen habe.
  • oder dass ich vorgestern mit meinem Sohn bei Mäkimäki war und mir einen Big Mac, crispy chickenwings, gebackenen Emmentaler und diverse fettige Saucen einverleibt habe. Gut war`s.
  • dass ich jetzt grad am Meer bin und es erst 2 Stunden her ist, dass ich einen herrlichen Matjeshering mit Butterpumpernickel vertilgt habe, auch zu Abend essen wir dann in einem feinen Fischrestaurant.
  • dass wir am Donnerstag bei gut und gern kochenden Freunden zum Essen eingeladen sind, er ist berühmt für sein langsam geschmortes Roastbeef mit Krautfleckerln.

Und überhaupt machen wir ja in/mit unserer Stadtflucht Bergmühle am nächsten weekend unser alljährliches Bioganslessen mit 35 saftigen Biogansln vom Herrn Reisetbauer aus Thomasberg.

Warum gehe ich hier so penetrant ins Detail?

Weil ich am besten hier und jetzt genau darüber rede, wie es sich anfühlt, in einer letzten Frist den Speisen langsam Lebewohl zu sagen, die einen sein ganzes Leben begleitet und oft wunderschöne genussvolle Stunden bereitet haben. Und dann in Folge auch ganz ungeschminkt darüber rede, wie schwer (oder sogar leicht?) es ist, seine anerzogenen und angewöhnten Verhaltensweisen zu ändern.

Denn die Publizität dieses Forums und auch sonstiger sich dadurch mit dem Thema auseinandersetzenden Plattformen könnte ja unter Umständen bewirken, dass sich andre überlegen, dem Beispiel zu folgen.

Dann brächte es aber nix, hier vorzugaukeln, der Umstieg auf ein (großteil)veganes Leben sei leicht und ohne Verzicht möglich. Ja ich bin recht sicher, es bedeutet gehörigen Verzicht. Aber ich glaube halt auch, dass es Menschen mit Charakter möglich ist. Und wer will schon ein Mensch ohne Charakter sein.

Und das ist jetzt eine plötzlich von selbst hochgeschwappte Aussage, die michselbsterschreckenderweise gut zu der auch in den letzten Tagen bei vielen Kommentaren zutagegetretenen höchst erstaunlichen Präpotenz mancher Veganer passt. Weil sie automatisch implizieren, dass nicht vegan lebende Menschen keinen Charakter haben, man selbst aber schon, also ein besserer Mensch sei.

Fange ich jetzt etwa auch schon damit an? Ohne überhaupt einer zu sein?

Oder sind Veganer tatsächlich die besseren Menschen?

Hat unter den letzten Artikel ein Kommentator nur zufälligerweise „Veganazi“ geschrieben?

Hm.

Demnächst mehr.

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Dieser Artikel ist ein Gastartikel. Vielen Dank an die Gastautorin bzw. den Gastautor. Dieser Blog "Experiment Selbstversorgung" wird von Lisa Pfleger und Michael Hartl betrieben. Solltest Du auch eine Idee für einen Gastartikel haben, lies Dir gerne unsere Informationen dazu durch!
Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

27 Gedanken über “Der Countdown läuft

  1. Mutter Erdes Menschenkind

    So, da ich unter deinem aktuellen Beitrag nicht kommentieren kann, mach ich das mal hier. Ist sowieso allgemein zum Thema, passt also auch hier hin:

    Erst einmal ein Dankeschön an dich, Martin, dass du deine Gedanken und Erfahrungen hier teilst.
    Tatsächlich beschäftige ich mich momentan mit einer sehr ähnlichen Fragestellung.
    Ich habe mich vor ein paar Jahren zu einer veganen Lebensweise entschieden. Aus all den Gründen die immer genannt werden. Aber momentan befinde ich mich ein bischen in der Zwickmühle, da ich möglichst natürlich leben möchte. Es fängt schon bei den Schuhen an. Nehme ich vegane Kunststoffschuhe aus Erdöl oder ist da die ethisch korrektere Variante nicht doch ein Schuh aus vegetabil gegerbtem Leder? Gleiches Spiel mit der Matschhose meiner Tochter. Möchte ich mein Kind im Kunststoff packen? Nein, das möchte ich nicht. Also haben wir nun eine vegetabil gegerbte Lederhose, die „mitwächst“. Das ist ziemlich unvegan, würde ich sagen und doch fühlt es sich für mich besser an, natürlicher.
    Nun geht es weiter, dass ich ungern künstliche Nahrungsergänzungsmittel nehmen möchte und noch weniger möchte, dass mein Kind damit aufwächst diese regelmäßig nehmen zu müssen. Die sinnigste Alternative scheint mir also die (so wie du sie nennst) „jegane“ Lebensweise zu sein. Ich hatte da bisher noch kein so passendes Wort für.
    Aber auch da ergeben sich mir immer neue Fragen: Wie viel Wildfleisch müsste Frau/Mann/Kind pro Woche essen um den B12 Haushalt abzudecken. Und mal angenommen, jeder wäre Jeganer, ist das überhaupt möglich? Irgendwie schwer vorstellbar, bei der Masse an Menschen. Also doch lieber vegan, zumindest für die Stadtmenschen?!
    Du siehst ich befinde mich da noch voll im Findungsprozess.
    Und festhalten möchte ich noch, dass Veganer nicht zwangsweise ethisch korrekter sind, wenn sie Produkte von Übersee und tausend mal in Kunststoff verpackte Ersatzprodukte konsumieren. Da schließe ich mich übrigens nicht aus, denn das mache ich teilweise auch noch. Wir leben schließlich alle in diesem System. Es ist schwer da „auszubrechen“.
    Ganz wichtig für mich war übrigens die Einsicht, dass Pflanzen ebenso fühlende Wesen sind wie Tiere. Das Buch von Peter Wohlleben „Das geheime Leben der Bäume“ war dabei eine große Hilfe. Es ist nicht besser oder schlechter ob wir eine Pflanze oder ein Tier töten. Die Notwendigkeit, die Art und Weise, der Respekt vor dem Leben, die Frage, wie das Lebewesen gelebt hat, ist meiner Meinung nach das Entscheidende. Wir müssen bedenken, dass Leben ohne den Tod nicht existieren kann und dass alles ein Kreislauf ist, in dem wir als Menschen ebenfalls eine Rolle spielen. Wir sind nicht losgelöst von der Natur. Und ich würde auch einem indigenen Volk nicht sagen, es solle aufhören Tiere zu essen und Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Wieso aber, sage ich das mir selbst?!

    Im übrigen ist Jagd nicht gleich Jagd und leider, aber auch zu Recht teils negativ behaftet. Aber das muss eben nicht sein, es geht auch anders. Ich verweise da mal auf http://www.jagwina.de

    Ich möchte auch nochmal erwähnen, dass ich jegliche Meinung und Lebensweise respektiere. Nicht dass ich mit meinem Kommentar mitlesenden auf den Schlips trete. Das ist nicht meine Absicht. Vielleicht denke ich selbt in einem Jahr schon ganz anders.

    Einen lieben Gruß
    Petra

    (P.S. der Natur wieder näher zu kommen, das thematisiere ich auch in meinem Blog http://www.erdgeboren.wordpress.com, vielleicht mag ja mal jemand reinschnuppern )

    1. Martin RohlaMartin Rohla Beitrags Autor

      Liebe Petra,

      zuallererst einmal herzlichen Dank für Deine lange Nachricht. Was sich bei der ganzen hier (und auch woanders) herauskristallisiert ist der große Unterschied zwischen „Ernährungsverganern“ und „ethischen Veganern“. Der primäre Faktor scheint mir die Motivation zu sein, die einen sind primär mit den Folgen industrieller Tierhaltung unglücklich (so wie ich), die anderen meinen, der Mensch dürfe sich nicht das Recht anmaßen, Tiere zu seinem Vorteil auszunützen, in welcher Art und Weise auch immer. Ich gehöre natürlich ganz klar der ersteren Gruppe an und finde es nicht einmal verwerflich, ab und zu und wenn man grad dazu Lust hat auch zu „sündigen“, denn ich erfülle ja mein mir (und sonst niemandem) gegebenes „Versprechen“ ohnehin sehr konsequent. Wenn ich dann ab und zu einmal doch meinen Gelüsten nachgebe, ist das eigentlich völlig nebensächlich, denn es geht ja nicht um den Wettbewerb der perfekten Selbstkasteiung, sondern darum, gewisse Dinge nicht ununterbrochen aktiv unterstützen zu wollen.

      Genauso relaxt sehe ich daher den von Dir angesprochenen Punkt, selbstverstänldich ist es viel gescheiter und verantwortungsbewußter, eine Gatsch(Matsch auf ösi)hose aus Leder als aus Plastik zu haben, denn Leder für Schuhe und Kleidung ist ja (meistens zumindest) ein Nebenprodukt der Tierhaltung zu Ernährungszwecken, Du veränderst also mit dem Verzicht auf Lederschuhe gar nichts, das ist nur ein Kasperltheater.

      Natürlich kannst Du auch in der Stadt Wildfleisch bekommen, das übrigens das gesündeste, weil völlig natürlich „gewachsene“ Fleisch überhaupt ist und dessen Energiekoeffizient mit 0:1 (im Vergleich zu Rindfleisch, wo 9x mal soviel auch einen Menschen Ernährendes hineingefüttert werden muß, um ein Steak essen zu können) sowieso unvergleichlich gut ist, sogar besser, als zu Ernährungszwecken biologisch und regional gezogenes Gemüse (hier wäre der Koeffizient 1:1). Schau halt beim Einkauf, dass es nicht aus Neuseeland, sondern aus dem Umland Deiner Stadt kommt. Wieviekl davon dann den B12 Haushalt deckt kann ich Dir leider nicht sagen.

      Ich teile auch Deine Ansichten zu der offensichtlichen Ambivalenz bezüglich genereller Ökologie und Pflanzen“emotionen“ vieler ethischer Veganer sehr, aber Radikalität macht halt leider oft auch einäugig … ;-) Jedes Leben ist auch Sterben, und der Kreislauf der Natur macht es auch ganz normal, dass „Erloschenes“ anderen Lebewesen zur Nahrung dient. Solange man mit allem Leben sorgsam und schonend umgeht ist alles ok …

      Danke für die links, ich schaue sie mir gleich an …

      Liebe Grüße,

      Martin

  2. Astrid

    Lieber Martin,

    so wie es auf unserer Welt aussieht, gibt es sehr viele Möglichkeiten, mit denen man die Welt „ein bisschen besser“ machen kann und mir scheint es gibt immer mehr Menschen, die hier oder da ansetzen…
    … regional kaufen, allein schon wegen der CO2 Belastung usw.
    …etwas Biologisches anbauen, und wenn’s auf der Terrasse ist :)
    … wenn schon Kaffee, dann wenigstens Fair´Trade.
    … dem Konsum-Wahnsinn allgemein entgegenwirken (nicht nur wegen Kinderarbeit…)
    … etc. etc. etc.
    Der Weg, den du gewählt hast, nämlich das Leid der Tiere zu verringern indem du nur noch selbst Erlegtes und sonst nichts Tierisches isst (der Begriff, den du gewählt hast, ist doch geniös weil so treffend) UND: das auch noch mit den Menschen teilst, weil du damit Menschen erreichen kannst, ist zweifelsfrei eine sehr wunderbare Möglichkeit. Echt schade, dass es immer wieder Leute gibt, die nicht das Gute sehen sondern lieber besser-wissen.
    Du bist wirklich Bio-Bauer? Die „Stadtfluchtbergmühle“ finde ich ebenfalls bemerkenswert. Du bist auf einem guten Weg und der bahnt sich!!!
    Bitte verzeih, wenn ich noch anfüge: Natürlich wünsche ich dir Erfolg. Falls es doch nicht auf Anhieb hinhaut, das würde überhaupt nichts ausmachen. Die echte Überzeugung, die in dir drin ist, kommt raus, heute oder morgen – das spricht doch nicht nur meine Erfahrung;)? Aber nachdem, was du so drauf hast, würde es mich nicht wundern, wenn dir der Umstieg leichter fällt als du selber geglaubt hast. Darf ich noch ein bisschen großkotzig sein: Bin schon fast gespannt, was dir als Nächstes einfällt :D

    Haufenweise gute Wünsche mit Dir!!!

    Astrid

  3. Andreas Müller

    Lieber Martin,
    auch ich bin als Vegan lebender Mensch auf diese Seite gestoßen nachdem einer meiner Freunde den Link geteilt und einen langen Kommentar abgegeben hat. Und im gebe auch zu mich am Anfang ziemlich über den erwähnten Blogeintrag geärgert zu haben, tue das eigentlich noch immer, habe zwischenzeitlich aber auch hinterfragt warum das so ist. Vielleicht hat es auch schon mal jemand angesprochen, aber warum hast Du eigentlich überhaupt das Wort „vegan“ in Dein Vorhaben eingebaut? Eigentlich hätte die ganze Aufregung vermieden werden können wenn Du das geschrieben hättest was Du eigentlichetmachst, nämlich Dich bewußt pflanzlich ernährts, außer dem was Du selber erjagst. Die Seite und das Projekt heißt ja nicht umsonst „Selbstversorgung“, und die Motive sind eigentlich identisch mit denen als ich angefangen habe zuerst vegetarisch und dann vegan zu leben – nämlich die Unmöglichkeit als Stadtmensch an tierische Nahrungsmittel zu kommen die nicht aus einer Tierfabrik oder ähnlichem kommen. Somit sind die Motive also fast identisch, was es mit der Jagd und dem Jagen selber auf sich hat sei mal hier nicht weiter diskutiert, weil das nur vom meinem Hauptanliegen ablenken würde. Das Problem ist eigentlich ganz simpel, vegan und pflanzliche Ernährung ist nicht das selbe, vor allem nicht in Deinem Fall wo es ja noch regelmäßig Fleisch auf dem Teller gibt. Die Veganer haben es so schon schwer genug sich in einer Welt zu behaupten die ihnen ständig vorwirft das eine hunderprozentige vegane Ernährung (und ich beschränke mich mal nur auf die Ernährung hier) nicht möglich ist, und dabei ignoriert das es den Leuten nicht um eine perfekte Welt geht, sondern eine die einfach ein bischen besser ist. Unter diesem Hintergrund wäre mein Vorschlag ein fach das Vegan, …gan, oder was auch immer wieder aus dem Wortschatz Deines Projektes zu streichen. Nicht weil es so viel Wirbel gemacht hat – das ist ja meistens eher ein positives Zeichen wenn Leute an etwas neuem Anstoß nehmen, sondern weil die Anwendung halt wirklich falsch ist und Du damit viele Leute, gewiss ohne böse Absicht, vor den Kopf gestoßen hast. Nochmal zur Verdeutlichung, der vegane Begriff ist kein Heiligtum, und selbst die Veganer streiten ständig darum was und wer vegan ist. Meistens ein unnötiger Kleinkrieg, den man aber auch gut ausblenden kann. Was Du aber machst ist eine pflanzliche Ernährung mit gelegentlicher Fleischeinlage aus von Deiner Sicht aus moralisch einwandfreier Quelle. Nicht mehr, und nicht weniger, aber der vegane Begriff an sich ist hier fehl am Platze.

    In diesem Sinne viel Erfolg bei der Umsetzung Deines industriefreien Lebens!

    Andreas

    1. Martin RohlaMartin Rohla Beitrags Autor

      Lieber Andreas,

      vielen Dank für Deinen ebenso ausführlichen wie fundierten Kommentar. Ich bemühe mich ebenso zu antworten.

      Ich habe mich im Vorfeld der Öffentlichmachung meiner Aktion schon alleine aus Respekt vor der „reinen“ veganen Lehre mit der Begriffsdefinition recht intensiv beschäftigt, um halt auch niemandem aus semantischen Gründen nahezutreten. Dazu erlaube mir etwas nicht Unwichtiges vorwegzunehmen: Intention der Publikation ist es ja weder, Veganer provozieren zu wollen, noch sie zu mehr Akzeptanz der Jagd zu bringen. Ersteres wäre nur blöd und zweiteres bedürfte einer – wie ja auch Du sehr richtig feststellst – anderen Plattform. Intention der Veröffentlichung ist es vielmehr, Leserinnen und Leser, die sich damit noch nicht konzentriert auseinandergesetzt haben, auf die fatalen globalen Konsequenzen der Tierhaltungsindustrie aufmerksam zu machen. Und wenn ich schon beim Vorwegnehmen bin und es grad dazu passt: Mir gefällt Deine Bemerkung sehr gut, dass “ … es nicht um eine perfekte Welt geht, sondern um eine, die einfach ein bisschen besser ist.“ Und auch da wäre es schon vermessen und ganz und gar illusorisch von mir, anzunehmen, dass wegen meines „Verzichtes“ sich irgendetwas Konkretes zum Besseren wenden würde oder könnte. Wenn aber nun einige der geschätzten Leserinnen und Leser auf die Idee gebracht werden, auch nur gelegentlich auf Produkte aus industrieller Tierhaltung zu verzichten und selbst darüber dann mit Dritten zu reden, dann könnte diese Aktion eventuell doch eine Kleinigkeit bewirken. Ihr reinen Veganer seid ja ohnehin die „Säulenheiligen“ (positiv gemeint!), Euer negativer impact auf unsere Welt ist ja ohnehin schon sehr reduziert. Viel effizienter (und leichter zu bewerkstelligen) ist es nun, Konsumentinnen und Konsumenten auf die Idee eines Teilverzichts zu bringen. Denn 10 solche Halbveganer (ich komme gleich dazu, warum ich jetzt wieder zu dem Begriff greife), die zB um 50% weniger Produkte aus industrieller Tierhaltung zu sich nehmen, haben einen vielfach höheren Effekt als ein reiner Veganer mehr.

      So, jetzt endlich zur Begriffsdefinition: Wie schon erwähnt habe ich im Vorfeld doch recht ausführlich über den Begriff „vegan“ und dessen Verwendung recherchiert. Der entsprechende Wikipediaartikel verweist auf verschiedene Definitionsansätze und es steht dort unter anderem: „Im Oxford Illustrated Dictionary erschien der Begriff vegan zum ersten Mal 1962 und wurde dort als „vegetarian who eats no butter, cheese, or milk“ (Vegetarier, der keine Butter, keinen Käse und keine Milch verzehrt) … Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary bezeichnet aktuell (Stand: August 2010) mit vegan sowohl jenen Vegetarier, der weder tierische Nahrung noch Milchprodukte konsumiert, als auch jemanden, der die Nutzung tierischer Produkte insgesamt vermeidet.[7]“

      So schien es mir also zulässig, in der Kreation und weiteren Definition des Wortes „jegan“ auf „vegan“ Bezug zu nehmen, weil eben der komplette Verzicht auf jegliches tierische Produkt KEINE conditio sine qua non ist, man darf sich auch dann schon „vegan“ nennen, wenn man sich „nur“ rein pflanzlich ernährt. Und solche wie meine Tochter und ich ernähren sich halt (bei mit immer noch zukünftig, noch 2,5 Tage Galgenfrist) rein pflanzlich mit der einzigen Ausnahme von tierischen Produkten, die sie sich selbst erjagt haben.

      Erlaube mir aber final noch eine generelle Bemerkung. Ich weiss nicht, ob die 100%-igen und „reinrassigen“ Veganer ihrer Sache einen guten Dienst erweisen, wenn sie schon bei der reinen Theorethisiererei so dogmatisch sind. Das verwirrt nicht nur, sondern irritiert und schreckt ab, auch Sympathisanten wie mich. Gerade in Zeiten, wo wir uns vor steigernder Radikalität in vielen Bereichen zu Fürchten haben, ist eventuell mehr Gelassenheit mehr im Dienst der Sache, als lauter Dogmatismus. Du erwähnst ja selbst die Schwierigkeiten und Vorwürfe, die Euch ständig begegnen. Das wäre eventuell deutlich einfacher, wenn man als Nichtveganer nicht das Gefühl hätte, ständig belehrt zu werden, was man denn anders tun müsste, um ein genau so guter Mensch zu sein wie man selber. Ohne jetzt Dir persönlich bitte im geringsten diese Vorhaltung zu machen, ganz im Gegenteil.
      Stehe, falls es Dich interessiert, gerne für weitere Unterhaltungen zur Verfügung.

      Liebe Grüsse,

      Martin

      1. Claudia

        Lieber Martin,
        vielen Dank, dass Du Dir die Mühe machst nicht nur Dein Essverhalten zu ändern, sondern auch immer wieder Detailliert Deine Beweggründe zu schildern!
        Alles was Du schreibst empfinde ich genau gleich wie Du, kann es nur nicht so toll in Worte fassen. Es freut mich sehr, dass Du es kannst, und dadurch viele Menschen da draußen die Möglichkeit haben, das zu lesen und drüber nachzudenken, was sie selbst verändern könnten. Jeder nach seinen Möglichkeiten.
        LG
        Claudia

  4. Anna

    Lieber Martin,
    ich finde es so interessant, auf wie viele Wege jeder von uns nachhaltiger leben kann! Und das das (vielleicht nur) ganz ohne moralisierende Überzeugungsarbeit anderer beginnen kann.

    Wir selber essen auch kein Fleisch etc. aus Tierhaltung mehr und haben lange deshalb ganz auf Fleisch verzichtet (und manchmal ist es ein wirklich schmerzlich gefühlter Verzicht!).

    Seit ein Freund von uns Jäger geworden ist (was haben wir mit ihm für die Prüfungen gepaukt, die hier in Bayern ganz schön knackig sind!), werden wir nun hin und wieder mit Wildfleisch bewirtet. Und freuen uns jedes Mal sehr darüber (und mein Eisenspiegel freut sich auch). Das gute daran ist: Wir essen dann sehr bewusst, es ist ein gemeinschaftliches Erlebnis mit vielen Erwachsenen und Kindern und kein schnell-schnell beim Metzger um die Ecke was reinschieben.
    So „stümpern“ wir uns durch unser halbwegs verantwortungsbewusstes Leben.

    Ich finde, „Jeganer“ ist ein gutes Wort für diesen deinen Lebensstil!

    Viele Grüße,
    Anna

  5. Gerhard Vorauer

    Hallo Martin,
    wünsche dir viel Spaß bei deinem „Projekt“, selber bin ich Fischer und Jäger und esse alles was ich erlege… Fisch wird keiner zugekauft, beim Fleisch wenig und dann auch nur was ich nicht selber Jagen kann (meist Geflügel)
    WMH und LG Gerhard

    1. Martin RohlaMartin Rohla Beitrags Autor

      Lieber Gerhard, großartig zu erkennen, dass man nicht der einzige jegane Spinner ist! ;-) Ich versuchs halt jetzt einmal konsequent durchzuziehen, auch ganz ohne zugekauftes Fleisch un dohne Milchprodukte und Eier, weil mir halt die Konsequenzen der Tierhaltung so auf die Nerven gehen. WMH retour und lG auch, Martin

  6. grüner Alltag

    Hi Martin,
    Das ist toll! Ich möchte dir Mut machen denn vegan zu essen war und ist für mich eine Bereicherung, kein Verzicht! Bitte mach nur nicht den Fehler auf all die ungesunden veganen Fertiggerichte auszuweichen: http://grueneralltag.de/vegane-starttipps/
    Und ja, es gibt zu Beginn eine Umstellungsphase und die ist am schwierigsten weil du erstmal neu herausfinden musst was dir schmeckt und gut tut.

    Ich finde schon, dass du als Veganer einen Schritt in die richtige Richtung tust. Aber da es noch viele weitere Punkte gibt, die einen Menschen besser machen ist es damit sicher nicht getan. ;) Ich finde es auch wichtig sich als Veganer wirklich gut auszukennen und keine halbwahren Argumente wiederzukäuen. Ausserdem finde ich es schade, dass manche Veganer sehr negativ sind und anstatt anderen zu zeigen wie toll und genussvoll sie vegan leben können, sie eher aufzeigen wie schlecht die Lebensweise der Omnivoren ist.

    Viel Erfolg und wenn du Tipps, Ermutigung oder coole Rezepte brauchst oder sonst eine Frage hast schreib mir einfach. :)
    LG ~Anne

    1. Martin RohlaMartin Rohla Beitrags Autor

      Liebe Anne, danke Dir sehr für Deine aufmunternden Worte. Das mit dem „besser machen“ nehme ich nicht wörtlich; – ich stelle ohnehin erschrocken fest, dass es in der verganen Szene anscheinend ein überborderndes Selbstwertgefühl gibt, das nicht besonders sympathisch ist. Ernährungsgewohnheiten machen Menschen nicht „besser“ oder „schlechter“ … wegen der coolen Rezepte melde ich mich auf jeden Fall! LG, Martin

      1. grüner Alltag

        Lieber Martin,
        Ich würde nicht sagen, dass es in der veganen Szene ein „überborderndes Selbstwertgefühl“ gibt ;) Ich glaube nur, diese Veganer schreien am lautesten…
        Es gibt ganz viele ganz normale Veganer, die nicht bei jedem Essen diskutieren wollen ;P
        Ich für meinen Teil finde es am sinnvollsten, Infos dann weiterzugeben wenn sich jemand wirklich interessiert. Dabei entstehen sehr interessante Gespräche mit fundierten und praktischen Infos und EIGENEN Meinungen anstatt Halbwahrheiten.
        Aber deswegen halte ich ja auch Vorträge darüber… ;)
        Rezepte immer gerne!
        LG Anne

        1. Martin RohlaMartin Rohla Beitrags Autor

          Liebe Anne,

          ja, das ist immer das Problem der schwiegenden Mehrheit … dass die Lauten das Bild verfälschen. Man kann aber schon aktiv grad das Thema vegan anrühren eben um Unterhaltungen darüber (die ja nicht zwingedn Diskussionen sein müssen) auszulösen. Ich bin mittlerweile überhaupt ganz gegen lautstark überzeugte geäußerte Meinungen. ;-) Haltungsstattmeinung … ;-)))

          LG

          Martin

  7. Wolfgang

    Ich finde es erfrischend, dass das Thema Vegan hier mal aus dem Bereich der Dogmen gehoben wird, die ja mitunter religiös-missionarische Züge annehmen. Solche Selbstexperimente bringen für mich mehr Erkenntnis über unsere Stellung innerhalb der Evolution, als moralische, ökologische oder gesundheitliche Argumentationen.

  8. Julia

    Hallo Martin,
    ich finde deine Entscheidung mutig und sinnvoll und drücke dir die Daumen für die erfolgreiche Umsetzung.
    Was mich jedoch allgemein stört am Veganismus ist die Tatsache, dass es irgendwie immer mehr zum Trend verkommt und viele nur Standardargumente herunterbeten als Antwort auf die Frage, wieso sie das tun. Ich selbst lebe nicht vegan, inzwischen nicht mal mehr vegetarisch. Ich ernähre mich ab und zu von Fleisch aus verantwortungsvoller, extensiver Weidelandhaltung – die nebenbei erwähnt nicht mehr Ressourcen benötigt, weil die Tiere sich vom Gras auf der Weide ernähren und sonst von nichts. Auch der Ausstoß von Gasen und Exkrementen jeglicher Art hält sich in Grenzen, wenn man beachtet, dass ursprünglich (und das wirst du als Jäger wohl auch sehr gut wissen) auch bei uns wildlebende Rinder durch Wald und Wiese spaziert sind und die extensive Weidelandhaltung dieses urtümliche Vorkommen nur nachahmt. Zumal die Exkremente das Gras düngen, das die Tiere später fressen – reine Kreislaufwirtschaft sozusagen.
    Mein Obst und Gemüse kommt aus dem eigenen Garten oder vom Landwirt „um die Ecke“, von dem ich auch die Eier aus Freilandhaltung bekomme von Hühnern, die mit dem eigens angebauten Getreide zugefüttert werden, das die Gras- und Käferdiät der Tiere ergänzt und nicht ersetzt. Ich halte selbst Bienen, ernte den überschüssigen Honig und lasse ihnen den restlichen Honig für die Überwinterung. Und ich trage Kleidung aus Wolle und Schuhe aus Leder, weil ich es schlicht und einfach pervers finde, natürliche und erneuerbare Ressourcen durch Plastik zu ersetzen, gerade in Hinblick auf unsere aktuelle Müllproblematik weltweit. Zumal Lederschuhe sich länger halten, als es Schuhe aus Polybla tun und der längerfristige Nutzen für mich deutlich überwiegt. Und Wolle fällt bei Schafen sowieso an, sie müssen geschoren werden, um gesund zu bleiben. Das Scheren tötet oder quält sie nicht. Baumwolle steht hier leider in der Grauzone.
    Das Argument, dass sowieso schon genug Soja angebaut wird, dass so ein paar Vegetarier und Veganer nicht mehr ins Gewicht fallen (und die Tatsache, dass auch „Normalos“ Mengen an Soja verspeisen, weil Soja heutzutage überall zugesetzt wird) halte ich schlichtweg für naiv. Wenn ich selbst koche, setze ich kein Soja zu. Und auch meine Tiere aus extensiver Haltung fressen kein Soja. Generell vermeide ich Soja aus mehreren Gründen und ich würde es auch jedem anderen raten.
    Die Quintessenz ist doch einfach nur, dass unsere Gesellschaft, so wie sie aktuell lebt, auf Dauer nicht tragbar ist. Die Verschwendung von Lebensmitteln, die nicht mehr wertgeschätzt werden, die Ausbeutung von Land, Tieren und Menschen, all das ist aus meiner Sicht der Ursprung des Problems. Und da können noch so viele Vegetarier oder Veganer werden, bei 8 Millionen Menschen wäre auch da die Nahrungsmittelproduktion schwierig, weil sich zu viele Menschen auf zu wenige Nahrungsmittelgruppen konzentrieren würden, statt die Vielfalt der Natur zu nutzen und zu fördern. Allein schon die Massen an Monokulturen egal welcher Art führen doch zu unserem Übel, weil diese unter anderem zur Auslaugung der Böden und Verringerung der Artenvielfalt führen.
    Am besten wäre es meiner Meinung nach, wenn jeder seine Nahrungsmittel in Kreislaufwirtschaft selbst anbauen (oder zumindest Teil einer solidarischen Landwirtschaft) würde. Die Lebensmittel würden wieder volle Wertschätzung erhalten, die Böden würden nicht ermüden, die Regionalität wäre sowieso gegeben. Aber nicht jeder hat dazu die Lust und vor allem die Zeit. Daher hielte ich es für die sinnvollste Lösung, wenn jeder versuchen würde, mit so wenigen Eingriffen in die Natur wie möglich zu leben. Aus meiner Sicht bei unserer Wachstumsgesellschaft aber leider reine Utopie.
    Liebe Grüße
    Julia

    1. Martin RohlaMartin Rohla Beitrags Autor

      Liebe Julia,

      ein berühmter Kanzler (egal welchen Landes) hat einmal gesagt „Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen.“. Meine Erfahrung ist eher, dass die Menschen ohne jede Visionen eine Therapie notwendig hätten. Darum sind Utopien besonders wichtig, genau so aber auch, wohl unveränderbare Realitäten anzuerkennen. Sonst strampelt man sein Leben lang gegen Windmühlen …

      Das von Dir vorgelebte Konzept ist auch großartig und sicher mit einem gehörigen Aufwand verbunden. Ein Aufwand (zeitlich und materiell), den sich halt LEIDER viele nicht leisten können, wäre es so, wäre unsere Welt wohl auch eine bessere. J/Vegan zu leben geht halt leichter, was das Organisieren des Alltages, aber sicherlich schwerer, was das Verzichten auf Liebgewordenes betrifft. Darum wähle ich halt diesen Weg … ich habe wenig Zeit, aber hoffentlich ein stark genugen (ja, kein Deutsch, ich weiß, wurscht) Willen.

      LG,

      Martin

  9. Nina

    Lieber Martin, vielen Dank für deinen erneut so ehrlichen und unverstellten Beitrag und deinen Mut, inmitten einer Bewegung zu polarisieren, in der recht viele Meinungsinhaber laut sind, die sich und anderen die Bereitschaft verweigern wollen, individuellen Plänen und Gründen anderer erst einmal zuzuhören. Dabei sind verschiedenste Lebensentwürfe so wichtig, um die verschiedenste Menschen für etwas zu öffnen.
    Ich bin sehr gespannt darauf, Deinen Weg weiterzuverfolgen!
    Und Danke Michael, dass Du diesen Beitrag gerade hier möglich machst!

    1. Martin RohlaMartin Rohla Beitrags Autor

      Liebe Nina,

      100000000 Dank! Schauen wir mal ob ich beim nächsten Beitrag, wenn ich dann schon ein paar Tage jegan bin, noch so lustig sein kann! Aber die Offenheit allen – wohlmeinenden und gutherzigen – Lebenskonzepten gegenüber ist ganz besonders wichtig, das ist auf jeden Fall klar!

      LG

      Martin

  10. Dieter Brehm

    Lieber Martin,
    ich wünsche Dir für Dein Vorhaben viel Erfolg und vor allem auch Freude daran. Du wirst sehen, es bedeutet nicht nur Verzicht, sondern auch Neues zu entdecken.
    Ich persönlich bin Vegetarier, aber auch Mensch. Und letzterer ist eben auch mit Schwächen behaftet. Und so empfinde ich es nicht als verwerflich, wenn ich meine Prinzipien aus Höflichkeit, und manchmal aus purer Lust, einmal hinten an stelle. Soviel Charakter habe ich, dass ich dazu stehen kann ;-)
    Ich verstehe die Gründe, auf tierische Produkte komplett zu verzichten durchaus, konnte mich aber zu einer komplett veganen Ernährungsweise noch nicht durchringen. Eier, Sahne, Butter, das gibt es auf meinem Speisezettel noch. Umso mehr bin ich gespannt, wie Deine Erfahrungen als frischer V/Jeganer sein werden.
    Es grüßt herzlich Dieter

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