Das Sommer-Camp und das liebe Geld

Michael Hartl
Von Michael Hartl
17. März 2013

Schön langsam wollen wir konkreter werden mit der Planung des diesjährigen Sommer-Camps. Einige Punkte sind schon fix. So wird das Sommer-Camp 2013 vom 6. bis 11. August stattfinden. Es wird dieses Jahr eine fixe Anreisezeit geben, zu der alle hier sein müssen, die teilnehmen wollen. Und es wird eine begrenzte Zahl an Teilnehmer*innen geben, da wir hier sonst ein Platz-Problem bekommen könnten.

Andere Punkte bereiten uns aber nach wie vor Kopfzerbrechen. Das liebe Geld ist eines dieser Themen. Ich würde mich freuen, hierzu Euer Feedback zu bekommen.

Von kostenlosen Veranstaltungen und versteckten Kosten

Das Sommer-Camp 2012 war mehr als Klasse. Es war traumhaft! Eigentlich nach wie vor unbeschreiblich schön. Wenn ich nachträglich mal wieder die Bilder davon sehe, ist dieses Gemeinschaftsgefühl wieder da, das wir entwickelt hatten. Und das Gefühl von Sommer, Sonne, Leichtigkeit. Von tollen Menschen und interessanten Workshops. Von anregenden Gesprächen und witzigen Spielen mit den Kindern. Einfach all die Gefühle und Gedanken an diese Zeit voller Wunder. Und das Sommer-Camp 2012 war kostenlos – einfach gegen freie Spende.

Es wird mir beim längeren darüber nachgrübeln aber auch wieder bewusst, wie viel Zeit wir eigentlich in Vorbereitung und Nachbereitung gesteckt haben. Und das Lisa und ich trotz aller Vorsätze doch keine Teilnehmer*innen waren, wie alle anderen, sondern mehr mit der Organisation und Abstimmung vor Ort zu tun hatten, als andere. Was eigentlich logisch ist und jedes Mal so sein wird, wenn es bei uns stattfindet. All diese Zeit, in Summe sicher zwei bis drei 40-Stunden-Wochen pro Kopf, könnten wir auch mit unserem Garten oder bezahlten Tätigkeiten verbringen. Nicht das wir zweiteres lieber machen würden – aber das ist halt notwendig.

Gemeinsames Mittagessen am Sommer-Camp 2012

Auch die Wiesen, wo die Zelte waren und wo die meiste Zeit die Workshops, das Essen, etc. waren, mussten danach von uns wieder in einen vernünftigen Zustand gebracht werden. Mit etwas aufhacken, Gras und Klee nachsäen und viel Gießen. Auch das ist Zeit und Geld, die die Teilnehmenden nicht sehen konnten.

Dazu kommt Wasser, Strom, Essen aus unserem Garten, …

Frühjahrs-Camp, Sommer-Camp und Herbst-Camp

Egal wie wir sie in Zukunft nennen würden, sollte es sie je geben, Fakt ist, dass wir gerne drei oder vier solcher Camps pro Jahr veranstalten würden. Und auch einige ähnliche Dinge. Unser Zwiespalt hierbei ist, dass wir einerseits Geld verdienen müssen um unsere Kosten zu decken, andererseits für solche Camps oder für Kurse ungern Fix-Beträge von Menschen nehmen wollen. Denn wir möchten, dass auch Menschen teilnehmen können, die sich einen bestimmten Betrag zum Beispiel nicht leisten könnten.

Kurse und Camps, die mehrere Hundert Euro kosten, grenzen in erster Linie aus und sind so auch nicht nötig – denn kein*e Kurs-Leiter*in muss in einer Woche 3.500 Euro verdienen. Aber die Lebenskosten in einem normalen Ausmaß müssten halt schon gedeckt werden. Aber wie misst man das alles so genau und so exakt?

Eine mögliche Lösung

Auf dieser Problemstellung haben wir nun also recht lange rumgekaut. Wir möchten über Camps, die Aufenthalte von Menschen hier, Kursangebote und Führungen gerne unsere Ideen und unsere Erfahrungen weitergeben. Wir möchten Plattformen anbieten, sowohl digital als auch ganz real vor Ort, die der Vernetzung, des Austausches und der gegenseitigen Hilfe dienen. Wir möchten regionale Nahversorgung, Ernährungssouveränität und Natur-Verbundenheit fördern. Und wir möchten all das möglichst vielen Menschen ermöglichen, ohne auszugrenzen, aber so, dass wir in der Zeit, die uns diese Tätigkeiten beschäftigen, davon leben können.

Die aktuelle Idee ist nun, dass wir einen Verein gründen, der dann in etwa diese Ziele haben wird. Der Lisa und mir ein geringfügiges Gehalt auszahlt und uns versichert. Und wir könnten damit den absoluten Großteil der Zeit, die uns neben dem Hof bleibt, in all diese idealistische Arbeit stecken, ohne Angst haben zu müssen, dass wir irgendwann irgendeine Rechnung nicht zahlen können oder Probleme mit unserer Versicherung bekommen.

Der Verein wäre dann zum Beispiel Veranstalterin des Sommer-Camps. Teilnahme wäre gegen freie Spende.

Während, vor und nach dem Camp gab es so einige organisatorische Aufgaben

Während, vor und nach dem Camp gab es so einige organisatorische Aufgaben

Der Unterschied zum bisherigen wäre, dass der Verein auch von Menschen durch Mitgliedschaft oder Spende unterstützt werden könnte, die nicht an einer der Veranstaltungen teilnehmen. Und diese Person hätte dann die rechtliche Sicherheit, dass das Geld nur für solche Aktivitäten verwendet werden darf. Einer Person, die sich die Kosten die ihre Teilnahme real verursacht nicht leisten könnte, kann dadurch teilnehmen. Außerdem würden Lisa und ich einfach fair bezahlt, egal wie viel oder wie wenig der Verein einnimmt (außer es ist so wenig, dass der Verein pleite ginge). Sprich: wenn der Verein Überschüsse machen sollte, müssen die wieder für den Vereinszweck ausgegeben werden.

Wir haben uns aber noch nicht fix entschieden…

Wie klingt die Vereins-Idee für Dich? Was müsste der Verein machen, dass Du ihn im Prinzip für unterstützenswert fändest? Würde die Tatsache, dass das Sommer-Camp von einem Verein statt von Lisa und mir privat veranstaltet würde, irgendetwas in Deinem Bild vom Sommer-Camp verändern?

UPDATE: So ein schnelles Update haben wir noch nie zu einem Artikel geschrieben, aber durch die Diskussion auf Facebook scheint mir, dass es hier bereits ein Missverständnis gibt. Es geht ja nicht darum, dass wir unser Leben zu 100 % durch einen Verein finanzieren lassen wollen. Das wäre ja alter Wein in neuen Schläuchen. Wir haben nur aktuell überlegt, wie wir weiterhin die Richtung „Wissen teilen über Blog, Facebook, Camps, Veranstaltungen, etc.“ weiter ausbauen können. Und das geht über weitere Finanzierung durch uns (was bedeutet, wir müssen wo anders arbeiten gehen, ergo wir haben für all diese Tätigkeiten weniger Zeit) oder eben es wird über Geld finanziert, das von anderen kommt. Und da dachten wir, dass zumindest wir eher einem Verein mit rechtlich bindender Satzung (und damit Geldverwendung) Geld spenden würden, als es privaten Menschen in die Hand zu drücken.

Der Verein hätte ja nichts mit unserem eigenen Hof und unserem Selbstversorgungs-Anbau zu tun.

Und Hand aufs Herz. Die 100-%-ige Selbstversorgung ist schwer erreichbar und wie schon oft angemerkt ist es auch die Frage, wo der gute Mittelweg aus möglichst viel Selbstversorgung und einem zufriedenen Leben ist. Und so lange Werkzeuge, mal ein Glashaus, Fahrräder oder ähnliches gekauft werden müssen oder so lange man zumindest krankenversichert sein will, braucht man Geld. Zumindest in der Gesellschaft und der Welt, zu der wir uns zählen.

Sprich: Wir müssen so oder so in einem gewissen Umfang arbeiten und Geld verdienen. Und das können wir entweder auf die Weise machen, dass der Blog davon profitiert, dass es mehrere Camps pro Jahr geben kann und so weiter – oder durch einen anderen Job, der dann eher dazu führt, dass wir weniger Zeit für Blog, Camps, etc. haben als jetzt.

DAS ist im Prinzip die Entscheidung, um die es derzeit geht.

Und um es nochmal deutlich zu schreiben, der Verein hätte ja nichts mit unserem eigenen Leben zu tun. Der würde „lediglich“ all die Dinge wie Camps, Helfer*innen, Veranstaltungen und so weiter abwickeln, damit ALLE Seiten rechtlich auf vernünftigeren Beinen stehen. Unser Hof, unser Anbau, WIR sind ja deswegen nicht der Verein. Das bliebe völlig unverändert. Die einzige Änderung wäre das wir nicht mehr anderer bezahlter Arbeit nachgehen müssen und weniger Zeit für Blog, Veranstaltungen, etc. haben, sondern das dieser Blog, die Veranstaltungen und so weiter die leider in der realen Welt vorhandenen Kosten decken. So die Idee.

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36 Gedanken über “Das Sommer-Camp und das liebe Geld

  1. Brigitte Wieser

    Bin ebenfalls der Meinung, dass die Gründung eines Vereins sehr viel Bürokratie bedeuten und Selbstbestimmung nehmen würde.

    Man könnte überlegen, ob man
    – die Teilnehmer auch in die Vor- und Nachbereitung einbindet (Organisieren, Infos versenden, Sachen mitbringen, mithelfen, etc. bzw. helfen, den Veranstaltungsort wieder möglichst „folgenlos“ wiederherzustellen
    – errechnet, wie viel das ganze pro Person (Kinder entweder gratis oder geringer Beitrag) kostet, inkl. Eurer Arbeit, Organisation, Strom, Essen, etc. Und dann sagen, Richtwert ist…. Und an Fairness und Gerechtigkeit plädieren, also wer mehr hat, kann mehr geben – für weniger Verdienende lassen sich dann sicher Lösungen finden, z.B. Mithilfe, …. Stunden Mitarbeit beim Hof, etc.

    Ich möchte anfragen, ob es 2015 ein Sommercamp geben wird, und wenn ja, wann.

    Liebe Grüße, Brigitte

  2. Maxito

    …..auf der Sommer-Camp Seite schreibt Ihr, dass die Spendenbox nach Ablauf noch gut gefüllt war und für eine weitere Woche gereicht hätte…….. bei 30 Personen/1Woche ist wohl einiges übrig geblieben, also habt Ihr doch Eure Kosten decken können, oder?

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Maxito, hast Du den Artikel gelesen? Es geht um all die versteckten Kosten, die sich nicht so einfach darstellen lassen. Die dann auch erst nach und nach klarer werden, weil z.B. manche Schäden erst später entdeckt werden. Und beziehst Du Dich aufs Sommercamp ’12 oder ’13? Das diesjährige war finanziell auch ausgeglichen – eben weil wir es dieses Jahr viel deutlicher gemacht haben, welche Summen gebraucht werden für das Camp.

  3. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

    Hallo t.r.z.,

    Schade, dass Dir das nicht gelingt – aber ich werde Dir kurz antworten zu Deinen Punkten.

    Das eine Abhängigkeit von den Einnahmen durch einen gegründeten Verein entsteht ist so richtig oder falsch wie die Aussage, dass Du immer abhängig bist von der Quelle Deiner Einnahmen – da Geld halt in einem gewissen Umfang immer nötig ist. Das heißt, egal ob die Herstellung bäuerlicher Produkte nehme, was wir ja auch machen, Förderungen, Geschenke, Gehälter, Erbschaften, etc., pp. alles bringt Geld, alles macht uns damit ja dann abhängig, deiner Formulierung nach. Ich selbst sehe das so, dass wir Möglichkeiten, das benötigte Geld mit Tätigkeiten zu verdienen, die uns Freude machen, den Vorzug geben sollten. So simpel ist das. Wenn Du ohne Geld lebst – und die Dinge und Orte, die Du dazu brauchst, auch von niemandem geschenkt bekommst (wäre ja eine Abhängigkeit), dann erzähle gerne, wie das funktioniert. Wenn Du dabei nämlich auch noch zufrieden wirst, bin ich gerne dabei. Ansonsten bin ich mir voll bewusst, dass ich von hunderten und tausenden Dingen abhängig bin – und das ist völlig ok so, denn ich bin ein vielfach vernetzter und verbundener Teil dieses Ökosystems und dieser Gesellschaft – und darum ist das ganz normal so.

    Ein Verein ist in erster Linie ein Zusammenschluss von Menschen, die sich gemeinsam für eine Sache einsetzen. Und ja, oh schlimm, der Staat (durch die Bezirkshauptmannschaft, nicht durch die Polizei) bekommt unter Umständen Einsicht in Adressen, die er über seine Einwohnermeldeämter eh schon hat.

    Es ist schön, wenn Du sehr viel ehrenamtlich tätig bist. Das sind wir auch. In vielen Bereichen. Aber womit finanzierst Du Deine Ehrenamtlichkeit? Hast Du große Rücklagen – oder eine Partnerin / einen Partner, der Dich mitfinanziert – oder wohnst bei Deinen Eltern – oder, oder, oder. Oder hast einen bezahlten Job? Um nichts anderes geht es uns. Neben unseren ganzen freiwilligen und schönen Tätigkeiten auch bezahlte Tätigkeiten zu haben, die uns Freude bereiten. Und wir sind eben keine passiven Arbeitnehmer*innen, sondern gestalten uns aktiv und freudig Einkommensmöglichkeiten. Selbstversorgung mit Arbeitsplätzen sozusagen. ;)

    Und schön, dass Du ganz am Ende Deines Kommentars sowieso wieder bei uns ankommst. Wir möchten so wie Du, dass die Menschen, die können und möchten, etwas mehr geben (freiwillige Spenden) und wer helfen kann und mag hilft – und damit können andere Menschen alle Möglichkeiten die wir bieten können nutzen, egal ob sie es sich finanziell leisten könnten, wenn es ein zu bezahlendes Angebot wäre, oder nicht. Und da Menschen uns nicht einfach blind vertrauen sollen, gibt es die Vereinsstruktur, die Dank ihrer Überprüfung durch das Finanzamt, durch unabhängige Kassenprüfer*innen und die Offenlegungspflicht für völlige Transparenz sorgt.

    Super, dass deine jahrelange Erfahrung sagt, dieser Denkansatz funktioniert – dann sind wir ja auf einem guten Weg.

  4. Reinhard

    Es ist einfach so dass die Probleme wenn man solche Camps macht fast immer die gleichen sind und ich finde auch dass die Teilnehmer zu Ihrer selbstverantwortlichen zur Problemlösung herangeführt werdnen sollten,die eine mit mithilfe und die anderen mit einem Beitrag der auch in Euros gemacht werden kann.Wir leben nun leider immer noch im Euroland und jeder der solche Veranstaltungen schon mal organisiert hat weiß dass am Ende die meiste Arbeit am Veranstalter hängen bleibt.Also traut Euch ruhig die Teilnehmer daran zu erinnern dass es eine Gemeinsame Sache sein sollte und auch gemeinsam die Probleme gelöst werden sollten und nicht nur die angenehmen Seite miteinder erlebt werden sollten!!

    Viel Glück weiterhin bei Eurem Experiment ich find es einzigartig schön und Wunderbar.

    Reinhard

  5. Claudia Grimm

    Hallo,

    wie wärs denn damit nen festen Betrag zu verlangen und der es sich nicht leisten kann der bringt Arbeitsleistung mit ein. Nicht nur für die Camps gibt es viel Arbeit sondern euer Hof strotzt nur so davon, oder?

    Das mit dem Verein ist echt mehr Arbeit als man davon hat. Auch wenns erst mal gut klingt. Habe auch sehr viel Erfahrung damit.

    Freut mich sehr, dass es Leute gibt, die ihr Leben in die Hand nehmen und Träume leben!

    Weiter so! ;)

    lg

    Claudi

  6. Franzi

    Hey ihr Lieben :)

    Mir ist noch was eingefallen… informiert euch mal in Richtung Stiftung. Was die großen können sollten sich die kleinen auch zu Nutze machen. Das ist Steuerfrei und unkomplizierter als ein Verein…

    LG ;)

  7. t.r.z.

    Ich habe den Artikel jetzt einige Zeit auf mich wirken lassen und lange versucht eure/deine Argumente nachzuvollziehen, die für die Gründung eines Vereins oder irgendeine andere Form der Kapitalbeschaffung sprechen. Es gelingt mir nicht …

    Ich werde versuchen, das kurz auszuführen.

    Durch die Gründung eines Vereins und eurem damit einhergehenden Wunsch euren Lebenssituation hauptsächlich daraus bestreiten zu können (mehr Zeit für "Wissen teilen", FB, Blog betreuen, etc. anstelle von Lohnarbeit), begebt ihr euch in eine Abhängigkeit von diesen Einnahmen. Diese Abhängigkeit ist unstreitbar gegeben und ja auch zu einem gewissen Anteil Auslöser für euren Wunsch nach finanzieller Absicherung eurer Tätigkeiten.

    Zum Vereinswesen selbst, ein Verein ist ein gemeinnütziger Zusammenschluss, was wäre, wenn ihr als Vereinsvorstände abgelöst werden würdet, etc.? (Siehe Vereinsrecht in Ö). Außerdem ist es in Ö Pflicht ein Mitgliedsbuch (mit Namen und Adressen) zu führen und die kontrollierende Behörde ist hier die Polizei, sprich Offenlegung der Daten. (PS: Mit einem geringfügigen Einkommen seid ihr in Ö nur unfallversichert, wenn ihr den Bauernhof gepachtet habt, dann seid ihr normalerweise ja versichert, via der landwirtschaftlichen Pflichtversicherung oder seid ihr selbstständig, dann via der SVA Pflichtversicherung)

    Der für mich wichtigste Punkt: Ich sehe eure Beiträge hier und auf FB nur selten, sprich ich habe keinen großen Einblick in eure Tätigkeiten, aber an diesem Blogbeitrag blieb mein Blick hängen – aus einem einfachen Grund: Es ist für mich nicht stimmig. Ich selbst stelle sehr viel meiner Arbeitskraft und -zeit gratis zur Verfügung, von einfachen, schnell zu erledigenden Dingen, die mich wenige Stunden kosten bis hin zu Veranstaltungen, die monatelange Vorlaufzeiten haben. Weil es meine Passion ist, dass Menschen diese Möglichkeiten nutzen können. Diverse Feste, wie Buchmessen, Festivals, etc., teils für tausende Menschen, werden zu hundert Prozent aus freiwilliger Kraft und Spenden organisiert – damit Menschen das einfach nutzen können. Wer gibt, weil sie/er kann, der gibt; wer helfen kann, weil sie/er kann, der hilft – so einfach ist das in meiner Sichtweise und aus jahrelanger Erfahrung sprechend – es funktioniert.

  8. sabine

    Ich möchte mich den letzten Kommentaren anschließen. Was mir aber zur Beurteilung so einer weitreichenden Entscheidung wesentlich fehlen würde, ist die Größenordnung, in der zB die Camps gedacht sind. Wie viele Teilnehmer sind gedacht von euch? 20 oder 100? ich habe auch nirgends einen Hofspiegel gefunden, also die Hofdaten, sodass man eine Orientierung über Größenverhältnisse hat, wie ist zB. die Infrastruktur? Wie ist das mit Sanitäranlage und habt ihr Ortswassernetz oder ist es das eigene Brunnenwasser (verträgt das so viel Verbrauch?), ist bei dem scheinbar etwas abgelegenen Haus zB. die Elektroinstallation auf dem neuesten Stand? Die Frage klingt vielleicht komisch, aber wenn Geld für Teilnahme fließt und das nicht mehr "private" Gäste sind, entsteht auch ein anderes Verhältnis was die Unfallverhütung am Hof betrifft, die Rechtslage ändert sich dann und es muß einer Überprüfung der AUVA standhalten, schließlich bewegen sich Kinder am Hof. Das kostet alles Geld, denn nicht alle speziellen Absicherungen kann man selber machen.

    Nun und was die geringfügige Anstellung betrifft, so stelle ich die Frage, wo die Kosten für zwei Personen, die doch pro Jahr gleich mal rund € 10.000,- mit 13.+ 14. Monatsgehalt + Unfallversicherung + MV ausmacht. Abgesehen von den nicht unbeachtlichen Kosten und der vermutlich erst zu errichtenden Infrastruktur finde auch ich, dass zu eurem TUN ein derartiger Verein nicht passend ist und so einiges an der derzeitgen Dynamik zerstört.

    Überlegt es auch gründlich

    und alles Gute für den Start in den Frühling

    Sabine

  9. Jens

    Ich bin gleicher Meinung wie du.

    Ich glaube der Verein löst das eigentlich Problem nicht, könnte jedoch als kommerzielle Strukur für Sponsoring dienen.

    Meiner Meinung nach gibt es zwei Hauptprobleme, welcher der Verein nicht löst:

    1. Ihr müsst entscheiden, wie viele finanzielle Mittel ihr benötigt um die Camps ohne private, negative Konsequenzen durchführen zu können.

    2. Ihr müsst entscheiden, woher diese finanziellen Mittel kommen sollen.

    Den Punkt 1. könnt ihr gut ohne Verein lösen indem ihr eine Buchhaltung für's Camp führt. (Mit Verein wird die Buchhaltung mit Revision wohl sogar zwingend nötig.)

    Zum Punkt 2. kommen eigentlich zwei Gruppen von Leuten in Frage. Entweder die Kursteilnehmer oder externe Sponsoren. Ich denke mit den Kursteilnehmer solltet ihr das direkt und offen im Camp besprechen.

    Wenn ihr zusätzlich externe Sponsoren gewinnen wollt, dann bietet sich wohl eine Struktur wie ein Förderverein an, damit die Sponsoren durch die Statuten und die Vereinsorganisation mehr Kontrolle und Sicherheit über ihre finanziellen Beteiligungen haben.

    Ob sich nun der Aufwand für den Verein und die nicht ganz einfache Sponsorensuche lohnen, kommt wohl sehr darauf an, ob euch die Vereins-Arbeit Spass macht. Aus Erfahrung wächst so ein Vereins-Amt schnell mal auf ein 20% Pensum.

    1. Jens

      Idee: Versucht es doch einfach mal mit einem individuellen Spendenaufruf für die Wissensvermittlung über euer Experiment Selbstversorgung. Ich habe so das Gefühl, dass viele Leute euch individuell und persönlich schätzen und auch direkt Finanziell unterstützen würden. Ich "kenne" euch zwar nur vom Blog, doch irgendwie passt ein Verein nicht so ganz zu euch und würde auch per se keine Sponsoren garantieren.

  10. Chaosgarten

    Ich halte die Vereinslösung für wenig praktikabel. Die Vereinsgründung und -verwaltung ist im Verhältnis zum Nutzen meines Erachtens viel zu aufwendig und teuer.

    Niemand sollte erwarten, dass ihr garkein Geld nehmt, eure laufenden Kosten müssen natürlich gedeckt werden.

    Wie wäre es mit einem zweistufigen System. Ihr legt die Zahl der Teilnehmer fest und überlegt, wieviel Geld ihr insgesamt erlösen müsst. Dann gibt es zwei Tarife. Einen "Sozialtarif", der nur Verpflegung abdeckt und insofern sehr günstig ist und einen teureren, bei dem ihr auch kommuniziert, dass er den Sozialtarif quersubventioniert.

    Die Platzvergabe macht ihr dann so, dass mindestens eure Endsumme rauskommt. Vielleicht ist es für eine Gruppe ja auch garnicht schlecht, wenn die Einkommensverhältnisse etwas heterogener sind.

  11. anna klostermann

    der verein wäre sicher eine tolle sache! aber…wenn wer zu euch kommt, wärs doch auch nur fair, zumindest für den eigenen bedarf aufzukommen. das muss ja zu hause schließlich auch jeder.also ich würde mich freuen, wenn ich die möglichkeit hätte zu euch zu kommen und meinen beitrag zu leisten. :-) .

    l.g. sissy

  12. Antje Radcke

    Hallo Ihr beiden,

    habe jetzt nicht alle Kommentare hier lesen können und weiß deshalb nicht, ob das Folgende vielleicht auch schon von anderen gesagt wurde:

    Ich gehe mal davon aus, dass die Besucher/innen eures Camps BEWUSST leben und deshalb ihr Handeln und Nichthandeln gleichermaßen an sozialen, ökologischen, ökonomischen und gesundheitlichen Kriterien ausrichten – auf sich selbst aber selbstverständlich auch auf andere bezogen. Das heißt nach meiner Auffassung (und bezogen auf die "Geldfrage"), dass ich möglichst nichts zu Lasten anderer tue – sondern zum gegenseitigen Nutzen. Und dass ich durch mein Verhalten andere nicht "ausnutze".

    Und deshalb fände ich es selbstverständlich, wenn alle Teilnehmenden einen fixen angemessenen erschwinglichen finanziellen Beitrag leisten würden. Schließlich sparen sie in der Campzeit die Ausgaben für Essen und Energie zuhause und sie gewinnen (Er-)Kenntnisse, die sie künftig für sich nutzen können.

  13. Helga Ah.

    Ich find's auch spannender, neue Wege zu erforschen! :)

    Was mich irgendwie fasziniert ist das Konzept der "empty centered organisation", wie von John Croft – Dragon Dreaming – praktiziert. Im Zentrum sind nur die gemeinsamen Werte, die alle verbinden, Projekte sind an der Peripherie angesiedelt und eng miteinander verknüpft, ohne Hierarchie. Eines dieser "Projekte" ist eine Struktur, wie z.B. ein Verein, der einen link zum bestehenden Geldsystem darstellt, ohne deshalb wichtiger zu sein als alle anderen, also einfach ein tool, das keine Macht über die anderen besitzt.

    Auch wenn ihr bisher nur zu zweit seid, habt ihr einen Haufen unterschiedlicher Projekt laufen, in die auch andere Personen involviert sind. Ein Sommercamp kann eines davon sein!

    Vielleicht eine Überlegung wert?

    Liebe Grüße

    Helga

  14. Armin Sommer

    Hallo Michael,

    lese gerade Deinen Newsletter. Problem bekannt, Problem erkannt.

    Nichts Neues, im Gegenteil, es ist gerade das der uralte Schlamassel in den Geld immer schon geführt hat und auch weiter führen wird. Die Lösung, die Du hier anskizzierst ist denn auch ein alter Hut, der Dir/Euch sicher mehr Schlamassel einbringen wird, als es Problem lösen wird.

    Einen Verein zum Schlamassel Outsourcing zu gründen blendet mit den Mögliochkeiten, die am Ende niemand mehr ergreifen wird….

    Darf ich einen anderen Vorschlag machen ? …gerade weil Du so vom letzten Camp schwärmst.

    Lass es so wie es ist und war und mach das nochmal so…ABER… sprich offen und unverhohlen ,it allen darüber und ermuntere Deine Gäste und Teilnehmer, quasi in selbstbestimmter Art und Weise die Probleme zu beseitigen, die Du hier durch einen Verein lösen (verdrängen wegorganisieren etc) willst.

    So könnte eine eigene Campwährung auf Wort und Ehre weit mehr vom Flair des letzten Camps erhalten, als ein Verein, der per se bereits durch Zugehörigkleiten ausgrenzt (Hurra, ich bin einer von uns – Effekt) Denk es als ein Event freier und selbstbestimmter Menschen, die offen miteinander sprechen und lass es sich entwickeln.

    Ein Verein ist nur eine strukturelle Form. Was Dich hat schwärmen lassen, waren allerdings ganz sicher das Event, die Menschen und vielleicht auch gferade der erfolg der Mühe…..

    Nur mal so.

    Find Dein, Euer Tun und Impuls sehr toll und es hat auch unternehmerischen Charakter, so wie ich es miterlebe durch das http://WWW…..mach keinen Kegelclub draus, ….

    Hoffe, es ist rübergekommen, was ich sagen wollte.

    Mach Neues!!! Du bist doch schon dran !

    Grüße und gutes Gelingen.

    Armin

  15. Kerstin

    Hi ihr zwei,

    also mir würde der Verein zu viel von meiner Freiheit selbst zu entscheiden nehmen. Plötzlichen mischen viele Köche mit und der Brei geht schnell dabei drauf. Wieso muss eigentlich alles nach Schiene F gehen? Nehmt die Summe, die ihr braucht. Dann teilt ihr sie durch die Teilnehmer und wenn jemand zu euch will, der eben das nicht bezahlen kann, kann ja entweder abstottern, Erntehelfer spielen oder anderweitig sich einbringen.( Ja, wie in der Walddorfschule. Helfen lassen ist die Devise.)

    Essen kann jeder mitbringen. Wenn man selbstversorgen lernen will, gibt es eben genug zu tun und man kann gut mal seine Dose Bohnen essen. Insgesamt kann doch jeder ne Einkaufstüte mitbringen und es gibt bunt gemischtes Allerlei. Ich würde ein Forum erstellen, in dem die Leute mithelfen ihr Lager zu organisieren.( Wie eben, wer was mitbringt.) Wir machen das immer so mit unseren Kursen und das klappt super, auch wenn einer mal nicht dran denkt. Erfahrungsgemäss gibt es immer zuviel.

    Ihr habt dann Zeit die wirklich wichtigen Dinge zu entscheiden. :) Erfahrungsgemäss gibt es auch immer Leute, die eigentlich schon Erfahrung und ein Spezialgebiet haben. Lasst sie auch ran, lernt selbst und lehnt euch zurück. Die Planung macht ihr pro Jahreszeit nur einmal. Das nächste Mal ergänzt ihr eure Listen, ändert sie ab. So wird mit der Routine euer Aufwand geringer. Viel Erfolg :)

    Erfolgreich in diesen Dingen sind die Leute, die auf Mittellatermärkte und Cosplays gehen. Hört euch da mal um. Die tun sich in kleinen Gruppen zusammen und das Lagerleben läuft immer mit kleinen Ecken und Kanten letztendlich doch rund.

    GlG Kerstin

  16. Monika Krampl

    Meine Erfahrung mit Vereinen ist, dass es in Österreich leicht ist einen Verein zu gründen.

    Jedoch bedeutet die Vereins-arbeit auch wieder zusätzliche „Arbeit“. Nicht zu unterschätzen ist ein vielleicht nicht gleich am Beginn, aber mit der Zeit sicher notwendiger Gemeinschaftsfindungsprozess zwischen den jeweiligen Vereinsmitgliedern, sonst geht viel Zeit in Auseinandersetzungen verloren.

    Ich sehe hier 2 wichtige Themen (in aller Kürze):

    • Geld: Wir leben nun mal in einer Zeit, in der wir (auch) mit Geld „wirtschaften“, also müssen wir uns damit auseinandersetzen. Und mit Bewusstheit damit umgegangen, ist es auch nichts „Böses“.

    • Gemeinschaftsbildung: Um bei dem Bild von dem „Neuen Wein in alten Schläuchen“ zu bleiben, das ich auch gerne verwende, meine ich, dass auch Vereine – vor allem die Vereinsstrukturen – alte Schläuche sind. Eine Gemeinschaft z.B. nach soziokratischen Strukturen http://www.soziokratie.org zu bilden, wäre etwas Neues. Jedoch da fehlt noch die rechtliche Komponente. Das wäre sicher ein interessantes Thema zum bearbeiten …

  17. Beatrice

    So schlecht finde ich die Sache mit dem Verein nicht, aber es gibt eben auch Dinge die man bedenken muss.

    Ein Verein braucht 7 Mitglieder um überhaupt als Verein arbeiten zu dürfen.

    Es müssen regelmäßig Gelder kassiert werden, Versammlungen, Satzungen und Rechenschaftsberichte fürs Finanzamt.

    Allerdings könnt ihr dann auch Spendenquittungen aus stellen, was die Sache mit den Spenden vielleicht attraktiver macht.

    Ich selber würde aber von einem Verein abraten, da es irgendwie gefühlsmäßig die Sache zerstört.

    Als erstes würde ich mal die Fixkosten ausrechnen: Krankenkasse, Versicherungen, Mieten, Material zum Bauen, Sähen, Pflanzen und, keine Ahnung, was sonst noch so anfällt.

    Bei 3 Camps im Jahr und einer bestimmten Anzahl von Teilnehmern muss es dann einen Grundbetrag geben (zu Hause müsste man in der Zeit ja auch Lebensmittel kaufen). Dann könnte man noch Seminare und Vorträge halten. Wanderungen organisieren und so.

    Und wer wirklich überhaupt kein Geld hat, weil er schon für die ANfahrt vielleicht viel bezahlt hat, kann ja in Naturalien bezahlen.

    Entweder Samen fürs nächste Jahr mitbringen oder Essen oder er hilft halt nach Abreise der anderen alles wieder her zu richten.

    Wobei ich die Nacharbeit direkt mit zum Camp zählen würde.

    Am Abreisetag nehmen alle einen Spaten, Harke oder sonst was und machen den Boden wieder schick. Die kleinen können dann beim sähen helfen und die erste Ladung Wasser können sie auch schleppen.

  18. Heiner Schäfer

    Noch was: Könntet Ihr vielleicht einen Sponsor aus dem ökologischen Gartenbereich gewinnen? Dieser darf auf dem Camp einen halbstündigen Werbeblock veranstalten und wird in den Ankündigungen genannt. Ich habe öfter Sattelvorführungen bei Reitercamps erlebt und fand das durchaus bereichernd.

  19. Heiner Schäfer

    Ich möchte mich Romy anschließen. Ein Verein macht viel Bürokratie und es könnte auch ein neuer Vorstand gewählt werden, der Euch dann kündigt. Denkabar wäre ein Konstrukt "Förderverein", aber auch der bindet Energie durch Bürokratie.

    Es ist völlig richtig, dass Ihr für Eure Bildungsarbeit Geld braucht. Ideal wäre es, wenn Ihr von Eurer Arbeit komplett leben könntet. Für die Teilnahme an einem Sommercamp Geld zu bezahlten, fällt sicher einigen schwer. Alles kostenfrei anzubieten, fällt Euch auf Dauer schwer und das schlimmste, was passieren kann, ist, dass Euch irgendwann die Lust an der Sache vergeht. Fair ist, wenn jeder möglichst die Kosten trägt, die er/sie verursacht, dazu gehört auch ein Teilnahmebeitrag bei einem Sommercamp.

    Weitere Einnahmequellen, die Ihr erwägen könntet:

    Neben dem Sommercamp öfter mal Seminare zu Selbstversorgerthemen in verschiedenen Preislagen.

    Aufwändige Beiträge hinter eine Paywall stellen. Auch 10 € pro LeserIn und Jahr bringen schon etwas.

    Es gibt Affiliate-Programme von Bio-Gartenartiklern, Ökostrom, Fachbüchern etc., die für Euere Zielgruppe interessant sind.

    Bietet Vorträge über Euer Projekt, z.B. bei den Landfrauen an und lasst Euch dafür bezahlen

    Jede Maßnahme für sich bring vielleicht nur einen kleinen Beitrag, aber die Summe könnte je nach Besucherzahl auf Eurem Blog schon recht anständig ausfallen.

  20. Erdmut

    eine Vereinsgründung ist hier in Österreich nicht weiter kompliziert. Diesen Prozess haben wir gerade erfolgreich durchlaufen. Allerdings müsste wirklich erst mal ein Budget aufgestellt werden, dass man ein Gefühl für die Zahlen bekommt, in wie weit das realistisch ist. Alleine durch Mitglieder können sicherlich nicht alle Kosten gedeckt werden.

    Leider stehen wir noch so am Anfang, sonst könnt ich mir eine zusammenarbeit vorstellen und anbieten ab und zu auch das Camp mal bei uns zu machen.

    Mein Vorschlag:

    Oder Ihr sammelt einfach Spenden, das muss kein Verein sein. Ein eigenes Konto aufmachen für die Camps, am besten ein Konto, wo auch mindestens noch zwei weitere aus dem Freundeskreis einsehen können, was läuft. Das schafft Vertrauen und Transparenz. Jeder, der einen Beitrag zum Camp leisten kann und will, sollte dann sobald wie möglich den Betrag einzahlen. Und dann ganz einfach: die Möglichkeiten eurer Aktivitäten bezüglich der Camps richten sich dann nach dem, was an Beiträgen reinkommt. Am besten, ihr bildet eine kleine, lockere Gruppe, die die Organisation in die Hand nimmt, also zu euch unbedingt auch Interessierte Teilnehmer mit reinnehmen. Arbeit und Finanzielles aufteilen, das nicht alles auf eurer Schulter lastet.

  21. Ramona

    Ich finde es auch eine gute Idee! Wieviele Gemeinschaften starten denn als Verein, sehr viele! Wir möchten auch Gemeinschaft werden und beschäftigen uns gerade mit dem Thema Verein, was uns als beste Lösung erschien.

    Und ja es ist mehr als fair, wenn ihr "bezahlt" werdet für Eure Leistung!

    Lg

    Ramona

  22. Julia Renner

    hi,

    ich bin kein "vereinsmeier", würde es aber nicht verwerflich finden, wenn für euch ein verein vom versicherungstechnischen sowie aus transparenzgründen- um offenzulegen was mit dem geld geschieht, besser ist. das müsst ihr entscheidne, ob euch der organisatorische aufwand eines vereins die mühe wert ist.

    ich würde sowohl mit als auch ohne verein am sommercamp teilnehmen- wenn es terminlich bei uns passt, das muss ich noch klären.

    auch finde ich es ok, für die teilnahme am sommercamp freie spende zu verlangen, denn wie du sagst, wenn 5 tage lang eine ganze gruppe an menschen wasser, strom und essen aus eurem anbau (das euch ja dann übers jahr fehlt) konsumiert, wieso sollte das nicht abgedeckt werden? (andererseits fände ich es angebracht, wenn euch jeder essen mitbringt) wie ich euch kenne, wollt ihr euch ja daran nicht finanziell bereichern, sonst würdet ihr das ganze experiment selbstversorgung ja nicht machen, sondern ganz einfach nicht "draufzahlen", was ich vollkommen legitim finde. und bei freier spende können ja die, die grade mehr geben können/wollen, mehr geben und andere eben weniger. das ist ja das vielgerühmte solidaritätsprinzip, das sich ja die gesellschaft auf die fahnen schreibt. wieso soll das nicht auch im kleinen rahmen funktionieren?!

  23. Cedrik Koch

    Die Idee eines Vereins finde ich auch super und vollkommen nachvollziehbar. Wir haben für unsere Theatergruppe nordstadt-theater.de damals auch einen Verein gegründet, um insgesamt sicherer und besser unsere Zeit damit verbringen zu können. Da jedes Mitglied auch in irgendeiner Art und Weise (Schauspiel, Technik etc.) fest im Verein integriert ist, hat jeder auch ein eigenes generelles Interesse am Wohlergehen des Ganzen. Die Camps funktionieren prinzipiell ähnlich, wenn ich das richtig verstanden habe. Der Mitgliedsbeitrag regelt somit für die Camps eine grundlegende Basis, verschließt aber nicht die Türen vor "Interessierten" oder "Nichtmitgliedern".

    Liebe Grüße,

    Cedrik

  24. britta

    Hallo ihr zwei,

    ich finde eure Projekte super, ich würde auch total gerne mal live schauen, was ihr so macht, aber wann und ob das sein wird, steht noch in den Sternen. Ich bin damit aufgewachsen, soziale Projekte zu unterstützen, wenn es persönlich nicht möglich ist, dann zumindest finanziell, irgendwie hat man dafür immer etwas über. Was ich allerdings erst in den letzten Jahren gelernt habe ist, Energie in Projekte zu geben, nicht nur weil sie sozial, sondern weil sie zukunftsweisend sind. Ich unterstütze gerne -und gerne immer mehr- das/die, was/die die Welt verändert/n. Also, ich bin dabei und wünsche euch viel Erfolg!

    P.S. Man kann es nie allen recht machen, steckt lieber eure Energie in eure Projekte, in dem ihr der Natur helft, Menschen kann man oft nicht helfen, sie ziehen einfach nur Energie. Liebe Grüße <3

  25. Romy

    Die Idee mit dem Verein ist grundsätzlich eine tolle Idee. Bei uns in der Schweiz heisst das Statuten schreiben und Zweck bestimmen, Vorstand wählen, Mitgliederbeiträge bestimmen, Versammlungen abhalten, Protokolle schreiben……ich weiss nicht wie das bei euch ist….auf mich wirkt das irgendwie auch wieder einschränkend. Wenn ihr dann ein kleines Fixeinkommen bekommt, sozusagen von diesem Verein angestellt seit, stellt sich die nächste Frage. Wieviele Mitglieder braucht ihr, damit alles finanziert ist? Ergibt diese Rechnung eine realistische Zahl?

    Für mich stellt sich eine ganz andere Frage: wie gehe ich persönlich mit der Werfrage um? Welchen Wert messe mir und meiner Arbeit bei? Und zum Schluss, wie Wertvoll bin ich selber?

    Ich habe mal überlegt, meine Kunst nach dem "was ist es dir Wert" Prinzip weiter zu geben. Nach einem längeren Prozess bemerkte ich, dass ich nur auf diese Idee kam, weil ich mich schwer getan habe meine arbeit und mein Sein selber als bedingungslos wertvoll anzuschauen.

    Vielleicht spielt auch das Thema der Erwartung eine Rolle….fühlt mal rein.

    Ich würde in eurem Fall wohl mal eine klare und ehrliche Kostenzusammenstellung machen und errechnen, wieviel denn ein Camp wirklich kosten würde. Danach würde ich schauen wieweit es möglich ist, zb. Kinder gratis ins Camp zu lassen oder bei wirklich finanziellen Problemen ein andere Lösung zu finden ist. (Doch was sind wirklich finanzielle Probleme?)

    Vergesst nicht….Mangel erzeugt Mangel und Fülle erzeugt Fülle……die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

    Herzlich

  26. Christina

    Wow, nein ich find die Idee super! Und wegen der Kritik à la "euer Leben von einem Verein finanzieren", da kennt euch wohl jemand nicht gut genug!! =)

    (selbst wenn es so wäre, würde ich mich eher sehr für euch freuen)

    Weiters habe ich höchste Achtung davor, dass ihr eure Lebenspläne, so offen darlegt!! Denn ganz ehrlich, ein MUSS dazu, euch mit der Welt zu beraten, gibt es überhaupt nicht! Aber ihr geht diesen Weg und das finde ich bewundernswert und schön.

    that's it.

  27. Aurelia

    ich finde die idee mit dem verein super – wenn ihr transparent die einnahmen/spenden und ausgaben auflistet, würden euch sicherlich viele unterstützen :) — ich wäre eine davon.

    auch wenn ich wohl an keinem sommercamp teilnehmen würde (vielleicht ändert sich das, ich wüsste nur nicht was ich beitragen könnte..). ich finde eure idee genial und bewundernswert. die idee der selbstversorgung, somit würde ich gerne einen teil dazu beitragen, dass ihr das weiterhin in die welt tragen könnt, veranstaltungen organisiert und menschen mit eurem wissen bereichert. ich finde euch top :) danke.

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