Bärlauch, Maiglöckchen oder Herbstzeitlose?

einige wichtige Unterscheidungsmerkmale...

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
24. April 2012

Unsicher beim Bärlauchpflücken? Ehrlich gesagt, ich war mir bisher immer sicher das richtige erwischt zu haben – ich und meine bessere Hälfte leben schließlich noch :) Allerdings ist mir nochmal ein großer Brocken vom unsicheren Herzen gefallen, als ich die Blätter endlich mal live vergleichen konnte, denn Bärlauch verwechseln – das will niemand! :)

Giftige „Doppelgänger“ des Bärlauchs

Alle drei hatte ich schon in den Händen. Und dachte mir immer so.. najaaa kann man eigentlich nicht sooo schnell verwechseln. Als ich die drei allerdings endlich mal nebeneinander sehen konnte, verschwand der letzte Rest meiner latenten Unsicherheit.

Bei uns in Wald und Wiese wächst nämlich alles andere, nur kein Bärlauch :) Nämlich Maiglöckchen (Wald) und Herbstzeitlose (Wiese)! Ich nahm das ganze zum Anlass für alle die sich auch noch unsicher fühlen einen Vergleich anzustellen und sie zu fotografieren. Here we go:

Welches ist Bärlauch, welches Maiglöckchen?

Maiglöckchen mit Bärlauch verwechseln? Von der Blattoberseite her nicht so unwahrscheinlich....

Ansicht Oberseite

Links: Bärlauch, rechts: Maiglöckchen.

Von oben ist es erstmal nicht sooo auf den ersten Blick zu sehen. Wichtig ist die Blattunterseite:

Die Unterseite von Bärlauch und Maiglöckchen ermöglicht die Unterscheidung

Ansicht Unterseite

Wichtiges Merkmal: Der Bärlauch (links) hat eine matte Unterseite und das Maiglöckchen (rechts) eine glänzende. Maiglöckchenblätter haben auch viel festere Blätter im Vergleich zu den weichen Bärlauchblättern (zumindest in diesem Stadium – bei ganz jungen erst austreibenden Blättern ist generell Vorsicht geboten)

Zudem wachsen Bärlauchblätter immer in einzelnen Stängeln aus dem Boden und das Maiglöckchen hat immer zwei Blätter an einem Stängel. Ich persönlich pflücke die Blätter daher erst, wenn die Stängel schon über dem Boden sind und man es eindeutig erkennt.

Hier sieht man wie die Maiglöckchen im Wald wachsen:

Viel junger Bärlauch sprießt aus dem Boden

Maiglöckchen im Wald

Die Maiglöckchen werden zwar auch noch dichter wachsen, die Blätter stehen tendenziell aber eher nach oben, während die Bärlauchblätter eher nach unten hängen:

Foto eines ganzen Teppichs aus Bärlauch im Wald

Bärlauch im Wald (Foto: © tantegert, Flickr)

Hier sieht man schön die zwei Blätter, die aus einem Stängel kommen:

Das Maiglöckchen sieht dem Bärlauch sehr ähnlich

Maiglöckchen – als ganze Pflanze

Aber auch ein einzelnes gepflücktes Blatt verrät sich durch den Ansatz eines zweiten Blattes am Stiel:

Der zweite Blattansatz verrät das Maiglöckchen, so dass wir es nicht mit Bärlauch verwechseln

Ansatz des zweiten Blattes beim Maiglöckchen

Somit kann man auch bereits gepflückte Blätter noch bewerten – zumal sie nach nichts riechen sollten – außer natürlich es hat sich auch Bärlauch beim Sammeln durch eine unkundige Person druntergemischt ;)

Das mit dem „Riech Tipp“ ist halt immer so eine Sache, weil entweder die Finger dann nach Bärlauch riechen oder die Nase einfach schon „übersättigt“ ist.

Herbstzeitlose, nie wieder mit Bärlauch verwechseln

Nach der Fotodokumentation – als der Bärlauch schon aufgemampft war ;) – hab ich dann noch realisiert, dass wir auch Herbstzeitlose in der Wiese haben! Deswegen leider nicht alle drei Blätter nebeneinander, aber es ist eh recht eindeutig:

Foto einer Herbstzeitlose im Frühjahr

Herbstzeitlose im Frühjahr

Es kommen auf jeden Fall immer mehrere Blätter aus dem Boden (aus einem „Stiel“), sie riecht nach nichts, steht eher aufrecht, hat nicht so weiche Blätter und schon sehr bald bildet sich eine Knospe im Inneren:

Herbstzeitlosen haben eine Knospe in der Mitte - so lässt sie sich sicher vom Bärlauch unterscheiden

Herbstzeitlose mit Knospe

Die geschlossenen Knospen beim Maiglöckchen sehen übrigens so aus:

Maiglöckchenknospen

Maiglöckchenknospen

Also nochmal zusammen gefasst:

  • Bärlauch: weiche Blätter, Blattunterseite matt, eher nach unten hängend, starker Knoblauchduft, wächst typischerweise im Wald wo es schön feucht ist (etwa in der Nähe eines Baches)
  • Maiglöckchen: steifere Blätter, Blattunterseite glänzend, immer zwei Blätter aus einem Stiel, eher aufrecht stehend, geruchlos; auf den Standort gehe ich ungern ein, da es niemals ausgeschlossen ist, dass es sich auch mal in ein für Bärlauch typisches Umfeld verirren kann :)
  • Herbstzeitlose: Blätter steifer als Bärlauch, eher glänzend, mehrere Blätter aus einem „Stiel“, auch eher nach oben stehend, kein Duft, meist früh schon eine Knospe in der Mitte, Standort normalerweise in der Wiese, allerdings schließe ich „Standortverirrungen“ wie beim Maiglöckchen nicht aus ;)

Auf Nummer sicher

Wer dennoch Bedenken hat sich zu irren – mit kundigen Leuten, denen ihr vertraut mitgehen! Ich glaube zwar, wenn man sich damit beschäftigt kann nicht viel schief gehen, aber man weiß nie… Als Tipp noch: Zusätzlich zu den Bildern die ich in diesem Artikel veröffentlicht habe kann man noch nach mehreren Bildern in der Suchmaschine schauen um die Gestalt der Blätter eingehen zu studieren ;)

Bärlauch Rezepte

Pesto gab es bei mir mangels richtigem Werkzeug und ausreichend Öl leider heuer nicht. Dafür haben wir viel frisch gegessen oder gekocht.

Einfach fein geschnitten mit Salz und einer „Unterlage Deiner Wahl“ und dem Genuss steht nichts mehr im Wege :) Ansonsten haben wir den Bärlauch in Suppen gegeben oder als Nudel“soße“ (auch einfach fein geschnitten mit Öl und Salz unter die Nudeln gemengt).

Leckere Suppe mit Bärlauch!

Suppe bzw. Eintopf mit Bärlauch als Schmankerl

Bärlauch als Heilpflanze

Ja, Bärlauch ist auch eine Heilpflanze! Ein Rezept für Bärlauchessig habe ich auch ausprobiert: Eine Handvoll klein geschnittener Blätter in 1 Liter Bioapfelessig geben und 3 Wochen ziehen lassen und abseihen (Blätter können danach auch drin bleiben, sollten aber nicht aus dem Essig herausragen!)
Den Essig kann als Blutreinigungskur (6 Wochen lang 1 Esslöffel Bärlauchessig mit 1/2 Tasse warmen Wasser morgens auf nüchternen Magen trinken) oder als Umschlag bei juckenden und nässenden Hauterkrankungen anwenden (1 EL auf 250ml Wasser).

Ich persönlich glaub, es schmeckt einfach auch gut ;D

Trockengewürz

Einen Teil der Blätter habe ich auch getrocknet. Auch eine gute Möglichkeit wie ich finde. Ich habe noch getrocknete Blätter von vor über 2 Jahren und sie sind noch immer sehr intensiv aromatisch! Entweder zum würzen oder einfach eine grooooße Handvoll in die Suppe als lecker lecker Grünzeug!

Bärlauch und Bärlauchnudeln trocknen

Bärlauchnudeln und Bärlauch zum Trocknen

Bärlauchnudeln

Jajaaa, auch um Bärlauchnudeln bin ich nicht rumgekommen :) Dazu Bärlauch mit etwas Wasser pürieren oder gaaaanz fein schneiden und in den Teig unterkneten (geht sicher auch grob geschnitten, aber ist so im Teig sicher etwas schwieriger zu bearbeiten).
Grundrezept für Nudeln siehe in einem unserer ersten Artikel.

Und Deine Rezepte?

Tja, was zu sagen bleibt: Ich liebe Bärlauch! Aber wer nicht ;)

Wer noch interessante Rezepte hat – vor allem zum Konservieren – ich denke, nicht nur ich wäre interessiert ;)

Weitere Artikel von uns zu Bärlauch

Nachdem wir alle nun nie wieder Bärlauch verwechseln, hier ein paar weitere Varianten, was ihr mit Eurer Beute aus dem Wald anstellen könnt:

Banner mit Hinweis auf Lisas neues Kochbuch
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Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

56 Gedanken über “Bärlauch, Maiglöckchen oder Herbstzeitlose?

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

      Bei dir, ja. Wie oft erwähnt, kann das an anderen Orten auch ganz anders aussehen. Es gibt definitiv Orte, wo sie gleichzeitig vorkommen. Bitte bitte nicht verharmlosen (denk dran, dass das auch unerfahrenere Kräuterinteressierte lesen könnten) Liebe Grüße und genüssliches Pflücken!

  1. Martin

    Danke für den tollen Beitrag!
    Sammle sehr gerne Wildkräuter in Wald & Wiese, aber über den Bärlauch hab ich mich ob der Verwechslungsgefahr nie wirklich ‚drübergetraut‘.
    Jetzt bin ich motiviert und zuversichtlich, die nächste Suppe aus selbst gesammeltem Bärlauch auch zu überleben xD
    Liebe Grüße aus dem Mühlviertel!

  2. Monique Maru

    Möchte euch auch gerne mein Bärlauch-Pesto vorstellen:
    Bärlauchpesto

    300 g Bärlauch
    200 g Cashewkerne
    ½ Tl Meersalz
    240 ml Olivenöl
    6 TL Melasse Hefeflocken

    Cashewkerne über Nacht in
    Wassser einweichen.
    Alle Zutaten im Standmixer
    zu einem cremigen Pesto
    pürieren. In Gläser füllen
    fest verschließen hält ein
    ganzes Jahr, wenn nicht vorher
    gegessen.

    Herzliche Grüße von Monique

  3. Pingback: Bärlauch: Rezeptideen zum heimischen Star der Wälder

  4. Luise Stephan

    Hallo Lisa, hier ist ein kleines, handliches Wildkräuter-Bestimmungsbuch mit Fotos der ganzen Pflanze und mit Nahaufnahmen, im Anhang werden mit Fotos auch die Giftpflanzen beschrieben. Sehr gute Beschreibung!
    2012, 2. Aufl., 323 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Maße: 9,5 x 14,9 cm, Kartoniert (TB), Deutsch ( emu-Verlag )
    Dazu ein hervorragendes Buch: „Wilde Köstlichkeiten“ mit wunderschönen Fotos! ( emu-Verlag)

  5. Pingback: Frühling im Garten - Bärlauch, Löwenzahn und Feldsalat - Niemblog

  6. Sara

    Auch mit dem giftigen Aronstab kann der Bärlauch im Jungzustand vor der Blüte leicht verwechselt werden. Nicht jeder Aronstab weist gefleckte Blätter auf!
    Ich finde die Geruchsprobe auch schwierig, wenn man sich in einem Meer von Bärlauch befindet und schon an etlichen Blättchen gerieben hat. ;-)

    Liebe Grüße
    Sara

  7. hans gutmann

    Geehrte, Prima Beschreibung, aber leider nix darüber, falls man mal Maiglöckchen im Salat hat. Weiß jemand was? ( mir ist es wohl passiert
    mit üblem Bauchweh) Danke H Gutmann
    Antwort bitte als email

  8. Pingback: VeganCoat » Blog Archive » Bärlauchpasta mit Philosophentofu

  9. Bernhard

    Ein geniales Rezept für die Konservierung – kann man auch eine geniale Salatsoße daraus machen, wenn man einen Teelöffel davon mit Ahornsirup, Balsamico und Olivenöl im Verhaltnis 1:1:2 mischt und mit Salz und Pfeffer abschmeckt.

    Bärlauch-Paste mit Sesamsaat

    Zutaten:
    150 Gramm Baerlauch
    50 Gramm Sesamsaat
    10 Gramm Salz
    150 ml kaltgepresstes Olivenoel

    Quelle: Kraut&Rueben 4/2002

    Zubereitung:
    (*) Zutaten fuer 3 kleine Glaeschen je 100 Milliliter

    Den Baerlauch jung sammeln und ohne Stiele schneiden, waschen und in
    einem Kuechentuch trockenschleudern.

    Sesamsaat ohne Fett in der Pfanne leicht anroesten und in grosser
    Schuessel mit Salz und Olivenoel verruehren. Das Salz loest sich auf,
    wenn der kleingehackte Baerlauch zugegeben wird. Baerlauchblaetter
    in kleinen Portionen aufeinanderlegen, erst in duenne Streifen
    schneiden, dann quer fein hacken.

    Maschinengespuelte oder ausgekochte Glaeschen mit gut schliessendem
    Twistoff-Deckel mit der Paste fuellen und Oberflaeche glattstreichen.
    Bei Glaesern, die nicht sofort verbraucht werden, die Innenraender
    mit Kuechenpapier saeubern und Inhalt mit einer duennen Oelschicht
    versiegeln.

    Die konzentrierte Wuerzpaste haelt kuehl und dunkel bis zu einem
    Jahr und wertet nicht nur Marinaden fuer Salate, Gemuesegerichte und
    Quark auf, sondern schmeckt auch als Brotaufstrich oder als Pesto zu
    Spaghetti.

  10. Bernhard

    Gerne wird Bärlauch auch mit dem Aronstab verwechselt. Das liegt wohl daran, dass auf bestimmten Böden in Feuchtgebieten keine Maiglöckchen und keine Herbstzeitlosen zu finden und zu erwarten sind. Die Blätter des Aronstabs sind zwar ganz anders, wenn man aufgrund der Erwartung einfach her geht und den Bärlauch büschelweise schneidet, erwischt man nur die Spitzen des Aronstabs. Daheim auf dem Küchentisch fällt der dann gar nicht mehr weiter auf.

  11. Babsi

    Hallo Lisa,
    hab Dir mal den jungen Bärlauch fotografiert.
    Du kannst ihn auch ganz einfach bei Euch ansiedeln – er ist sehr anspruchslos. Jetzt ist eine gute Zeit dazu. Grab einfach irgendwo ein paar Pflanzen aus. Suche bei Euch eine Stelle, die möglichst schattig und dunkel ist, muß nicht unbedingt richtiger Wald sein. Dort grab ihn ein. Die Vermehrung kannst du unterstützen, indem Du die Samen absammelst und großflächig verteilt eingräbst.
    Bei mir wächst er sogar in meinem „Nadelwald“ (also ein Teil meines Hofes hinterm Nebengebäude zwischen 2 Lärchen und 1 Fichte, wo nie Sonne hinkommt.
    Liebe Grüße
    Babsi
    P.S.: Kann hier nur 1 Bild einfügen. Wenn Du die anderen haben willst, schich mir Deine Mail-Adresse

  12. Helena

    Vergessen hatte ich, Bärlauchnudeln habe ich auch schon gemacht. Leider halten die auch im getrockneten Zustand nicht wirklich lange. Der Geruch und geschmack wird ziemlich fad, abgehangen und bäh. Ich hatte sie im Leinensack gelagert. Also lieber erst mal nicht fürs ganze Jahr produzieren. Ich musste mich damals ziemlich ärgern. War ja nicht wenig arbeit. Oder könnte es evtl. an den Eiern gelegen haben? Aber bei normalen Nudeln hatte ich da nie Probleme (müssen aber auch nicht so lange halten)

    LG, Helena

  13. Helena

    Schön erklärt :)!
    Wir sammeln auch schon seit Jahren Bärlauch und am liebsten mag ich einfach die schlichte Bärlauchbutter mit einem schönen, selbstgebackenem Bauernbrot. Hatten wir diese Woche auch schon und wird es in nächster Zeit wohl noch öfter geben. In der Bärlauchsaison ist unser Fettnäpfchen am Tisch immer voll damit.
    Auch nicht zu verachten und heiß begehrt, Bärlauchpesto. Das lieben meine Jungs.

    Liebe Grüße, Helena

  14. Mirjam Miedl

    Letztes Jahr habe ich Bärlauchsalz gemacht. Und zwar hab ich den frischen Bärlauch mit dem Fleischwolf zerkleinert, mit Salz vermengt und diese tiefgrüne Masse eine Woche im Kalten aufbewahrt. Danach aufs Backblech gestrichen und getrocknet. Das riecht zwar total intensiv – die ganze Wohnung ist voller Bärlauchgeruch und alle Schleimhäute sind hoch aktiv am besten draussen trocknen oder das Haus für zwei Tage verlassen.
    Dieses Wunderbare Salz ist jetzt, nach einem Jahr immer noch wunderbar schmackhaft und hat eine geniale Farbe (ich gebs schichtenweise mit anderem Salz ins Glas – ein tolles Geschenk).
    Mirjam

  15. Pingback: Bärlauchpesto veganesto! | Experiment Selbstversorgung

  16. Jule

    Ich habe vor ein paar Jahren beim Bärlauchsammeln herausgerissene Pflanzen meiner "Vorsammler" gefunden und mit nach Hause genommen, wollte einfach mal testen ob sie auch im Garten heimisch werden…
    Ja, sie werden! Ich hab sie am Nordhang unter einem Apfelbaum eingepflanzt; im ersten Jahr waren es nur wenige Pflänzchen, inzwischen haben sie sich so gut vermehrt dass wir auch den Nachbarn etwas abgeben können.
    Aber: vereinzelte Pflänzchen finden sich noch in einem Umkreis von zwei Metern, Bärlauch "wandert", das sollte man bedenken.

  17. Pingback: Draußen vor der Tür: Wald und Berge – ryuus Hort

  18. Pingback: Frühling ist Bärlauch-Zeit « FreeCooks

    1. Jens

      Ist schön einfach und funktioniert für einige Blätter, doch lässt so manch einen die Nase bald im Stich. Ich hab bei meiner diesjährigen Sammelaktion wieder einmal darauf geachtet und vermehrt geschnuppert. Nach etwa 20 Blätter ist meine Nase so an den Duft gewöhnt, dass ich kaum mehr etwas warhnehme. Ausserdem riechen meine Hände so stark nach Bärlauch, dass selst Gras etwas nach Bärlauch riecht.

      Was noch klappt ist das Blatt zu zerreissen und dann daran zu schnuppern. Das hat aber doch ein paar Nachteile und man stumpft wohl auch beim intensiveren Duft mit der Zeit ab.

  19. Anne

    Danke für all die tollen Tips!

    Ich mache meine Portionen in der Mikrowelle haltbar.

    Natürlich saubere Gläser und Deckel und dann stelle

    ich diese gefüllt mit Bärlauch und Öl nach dem Grund-rezept in die Mikrowelle. Bei 600 Watt ohne Deckel.

    Wenn es anfängt zu sprudeln rausnehmen, Deckel drauf und auf den Kopf stellen ca.1/2 Std. dann umdrehen und abkühlen lassen. So mache ich es mit vielen Kräutern und Gemüsesorten. Ideal auch für kleine

    Portionen.

    bis das es

  20. Stephan

    Hallo Lisa,

    vielen Dank für diesen exzellenten Artikel.

    Deinen Abgleich Bärlauch – Maiglöckchen kann ich zu 100% bestätigen. Der Herbstzeitlosen bin ich persönlich noch nicht begegnet.

    Meiner Meinung nach entstehen Fehler beim Sammeln nur dann, wenn man sehr unachtsam und respektlos mit den Pflanzen umgeht ("mit der Sense ernten"). Ich persönlich hinterfrage jedes einzelne Blatt.

    Bärlauch wird von mir überwiegend zu Pesto verarbeitet. Mit dem Trocknen habe ich keine Erfahrung gesammelt – man munkelt, dass sich dadurch die heilsamen Wirkstoffe verflüchtigen.

    Liebe Grüße,

    Stephan

  21. Hilke

    Danke für den Vergleich der verschiedenen Arten! Ich habe heute hier – in Bremen – tatsächlich Bärlauch gefunden und dank eurer Beschreibung konnte ich ihn dann auch richtig einordnen. Allerdings sind die Blätter noch etwas zu klein. Ich werde also noch ein wenig warten. Trotzdem freu ich mich, dass ich gerade hier im Norden eine Stelle fand. Viel werde ich daher nicht pflücken, aber für ein Gericht für mich wird es gewiss reichen. :)

  22. Kerstin

    Hi Lisa,

    beim Bärlauch sammeln kam dieses Jahr die Frage nach dem Aronstab. Die zusammengerollten Blätter sind wohl verwechselbar.( Keine Ahnung, welchem Held das passiert ist.) Danach sehen di Blätter ohnehin völlig anderst aus.

    Liebe Grüsse Kerstin

  23. Pingback: So schmeckt der Frühling: Wissenswertes über Bärlauch | Landfreude.net

  24. petra

    Herzlichen Dank für die tollen Infos.

    Bärláuch ist auch eine wunderbare Mahlzeit für Schildkröten.

    Es hilft wunderbar gegen Würmer und meine Tiere fressen es in jedem Frühjahr mit Begeisterung.

    Auf meiner Homepage sind auch dazu Infos für Schildkrötenfreunde zu finden.

    Allen Schildkröten in Kürze wieder … guten Hunger!!

  25. Christl

    Den Bärlauch kannst du ganz leicht konservieren, indem du immer eine Handvoll blanchierst – also in wenig kochendem Wasser kurz kochst – dann draußen auf einem Tablett oder so ausbreitest und später dann in geeignete Plastikbehälter hineinquetschst (zB Margarinebecher) und dann einfrierst, hält auf jeden Fall ein paar Jahre. Viel Platz im Gefrierschrank ist halt nötig ;-)

  26. Petra Klein

    Hallo Lisa,

    deine Beschreibungen sind wirklich toll!

    Leider ist unser Bärlauch wieder unter einer Schneedecke verschwunden :( Zum Glück habe ich schon, vor der Rückkehr der weißen Pracht,Bärlauch geerntet.

    Bei der Herbstzeitlose muss man echt aufpassen. Ich dachte auch immer sie wächst nur in der Wiese, hab´ aber letztes Jahr die Entdeckung gemacht, dass sie bei uns (fast gleichzeitig- kommt wahrscheinlich auch auf die Wetterbedingungen an)im lichten Buchenwald gleich neben dem Bärlauch gewachsen ist.

    Die Drei haben auch verschiedene Stängel:

    Der Bärlauch hat einen "kantigen" Stängel.

    Das Maiglöckchen einen "fleischig- gefüllten" Stängel (tulpenähnlich).

    Und die Herbstzeitlose kommt "gerollten" ohne Stängel aus dem Boden.

    Ein paar Rezepte zum Bärlauch findest du auch auf meinem Blog:

    kleinkram-petraklein.blogspot.com

    Bärlauchstarke Grüße, Petra :)

  27. Karl Löffler

    Hallo ihr beiden, habe Bärlauch selbst im Garten, was dann ca. für ein Jahr reicht, aber jetzt liegt bei uns noch Schnee und wir haben immer noch Minusgrade. Mit dem trocknen, das ist mir neu, froste sie immer ein. Werde das mal probieren, verbraucht weniger Energie.

    Danke Euch

  28. Lisa PflegerLisa Pfleger Beitrags Autor

    Danke für eure tollen Rezepte! Da kann es ja nicht fad werden ;) Vor allem die Bärlauchlasagne.. lechz… :)

    @ Doris: Für ein Glas Bärlauchpesto stehen unsere Türen immer offen. Gaaanz weit ;D

    Zum Trocknen: Ja, einfach getrocknet. Lichtgeschützt (überm Ofen aufgehängt)… Sie werden zwar nicht ganz bröselig, aber ich habe sie voriges Jahr auf in einem Trockenzustand aufbewahrt, wo ich erstmal nicht erwartet hätte dass sie halten. Aber sie werden wohl nicht so staubtrocken..?

    @Elke: Könntest Du recht haben, laut Wikipedia eine "Kapselfrucht": http://de.wikipedia.org/wiki/Herbst-Zeitlose

    @Bala: Wirklich? Könntest Du das mal fotografieren? Würd mich sehr verwundern. Hast du am Stängel ein bisschen nach unten gebuddelt? Könnte sein, dass sie eventuell ein bisschen unter der Laubschicht vergraben waren und es nur so ausgesehen hat?

    1. Isabel

      Hallo,
      Ich habe gerade Bälruachspätzle mit im Bioladen gekauftem Bärlauch gemacht, und auch dort des Öfteren zwei Blätter aus einem Stiel. Matte Blattunterseite, Form und Geruch etc. stimmt. Ich gehe ja mal davon aus, dass die bei Bioland richtigen Bärlauch anpflanzen, zumal dieser nicht aus Wildsammlung stammt. Mein todesmutiger Mann hat ein paar Blätter probiert und meinte es wäre eindeutig Bärlauch. Wie giftig sind Maiglöckchen/Herbstzeitlose eigentlich, sollte sich ein solches Blatt mal ,,verirren“?

  29. Bala

    >>Zudem wachsen Bärlauchblätter immer

    >> in einzelnen Stängeln

    Das kann ich nicht unterstreichen – war gestern im Bärlauchwald, und habe dort auch Bärlauch mit zwei Blättern aus einem Stiel gefunden (ganz sicher Bärlauch, roch danach, sonstige Merkmale auch vorhanden).

  30. Doris Presch

    Liebe Lisa,

    bei uns wächst er wirklich massenhaft und so habe ich inzwischen einige Rezepte in meinen Blogs veröffentlicht. Über diesen Link wird gleich der ganze Bärlauchordner, mit 10 Posts zum Thema, zum Teil nur Anregungen, zum Teil genaue Rezepte, geöffnet:

    http://doris-fastentagebuch.blogspot.com/search/l

    Hier hab ich meine Erfahrungen mit Bärlauchpesto neulich aktualisiert:

    http://www.aurora-fee.blogspot.com/2012/04/best-b

    Bei uns ist gehts mit den Blättern jetzt so ziemlich dem Ende zu, wir habens ja genügend ausgekostet – und dann gibts jetzt noch die Bärlauchkapern aus den noch geschlossenen Blütenknospen – kann ich nur sehr empfehlen! Blüten haben immer irgendwie auch so eine eigenen Energie finde ich ;-) sie schmecken aber auch einfach sehr gut, und sind mit der richtigen Technik relativ leicht zu sammeln – die müssen hoch genug gewachsen sein, dann kann man sie mit dem Fingernagel schön abzwicken. Im oberen von den zwei Links findet ihr ein Grundrezept, ich werd heuer wohl noch leicht verfeinerte Varianten ausprobieren und posten.

    Vielleicht ergibt es sich heuer noch, dass ich/wir mal zu euch kommen, es wäre nicht so weit – ein Tages- oder Wochenendausflug wären evtl möglich. Dann nehm ich euch ein Glas vom Pesto mit :-)

    Alles Liebe,

    Doris

  31. Gabi

    Hallo!

    Habe dieses Jahr auch schon Bärlauchpesto gemacht. Ist aber leider schon aufgegessen. Werde morgen noch mal los gehen und Bärlauch holen. Bei uns im Wald ist so viel, dass man ihn mit der Sense abmähen könnte ( sollte man natürlich nicht). Werde auch noch andere Rezepte machen ( in Öl bzw. Essig einlegen und Bärlauchbutter ). Die Nudeln sehen auch super lecker aus. Bisher dachte ich immer getrocknetes Bärlauch hätte kein Aroma mehr, aber ich werde auch das ausprobieren.

    Liebe Grüße

    Gabi

  32. BioBella Stranzl

    hallo lisa :)

    danke für diese genaue beschreibung mit den tollen fotos! ich war heuer auch schon bärlauch sammeln und NOCH lebe ich ;)

    zum altbewährten bärlauch-pesto habe ich nach alternativen gesucht und finde diese drei toll, weil nicht so 08/15:

    http://www.chefkoch.de/rezepte/1869891303817475/Bhttp://www.chefkoch.de/rezepte/484691142524284/Bahttp://www.chefkoch.de/rezepte/454561138134763/Ba

    und alle drei eignen sich dafür den bärlauch übers jahr genießen zu können, weil es sich gut auf vorrat aufbewahren lässt.

    alles liebe und weiterhin viel freude in eurem neue heim,

    biobella

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