Apfelmusmania!

Vom Baum in den Brei

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
22. Oktober 2015

Kaum zu glauben! Zum ersten Mal darf ich erleben, wie unsere Apfelbäume im Südburgenland tatsächlich Äpfel tragen!

Das Verjüngen, Stutzen und zurecht Schneiden hat sich gelohnt! Vor allem, als Michael vor etwa 3 Jahren mal ordentlich ranklotzte und die Bäume um 2/3 von oben herab eingekürzt hat. Sie waren nämlich total ausgewachsen…

Rotbackige Gesichter

…hängen nun auf einem der Bäume. Kronprinz Rudolf sagte mir jemand, heißt die Sorte. Die andere weiß ich gar nicht. Jedenfalls muss es eine Art Sommerapfel gewesen sein, denn da hängt schon nix mehr drauf ;)

Heuer war es ja ein arges Obstjahr! Ich habe so viele Apfelbäume mit heruntergekrachten Ästen gesehen. Zum Teil ganze umgefallene Bäume. Ob es bei letzterem wirklich an den vollbehangenen Ästen lag, weiß ich nicht. Die Vorstellung finde ich jedenfalls „lustig“ :D

Apfelgatsch hoch zehn!

Naja, was tun mit all den Äpfeln? Ich liebe Apfelmus :) Es ist einfach perfekt zum Süßen für Müslis, Brei, Porridge…. Passt zu Kaiser- oder Grießschmarren und zu allem möglichen einfach! Direkt aus dem Glas gelöffelt oder zu Joghurt. Mjam!

Bild von einem Löffel mit Apfelmus

Blubb!

Also hab ich angefangen Apfelmus zu kochen… gaaanz viel! Samt der Schale, also keine Scheu! Je roter die Äpfel (die ich heuer noch nicht hatte), desto hübscher wird das Apfelmus finde ich :)

Du magst auch?

Na bitte, es gibt nichts einfacheres als Apfelmus. Du brauchst nicht mal viel mehr als Äpfel dazu!

Zutaten:

  • Äpfel, so viele du verarbeiten magst
  • etwas Zucker
  • wer mag: Zimt, Vanille oder Nelkenpulver, oder alles zusammen :)

Zubereitung:

Die entkernten Äpfel in einen Topf geben und eine halbe oder eine ganze Tasse Wasser dazu geben. Alles schön erhitzen und leise köcheln lassen, bis die Äpfel weich werden. Gib dabei Acht, dass das Wasser nicht verkocht. Ansonsten sollte nichts anbrennen. Ist sehr safe, das mit dem Apfelmus kochen ;)

Jetzt musst du mit dem Pürierstab ran. Schööön glatt pürieren. Wenn es dir zu mürbe oder trocken vorkommt, gib einfach noch etwas Wasser dazu. Anschließend das Mus mit etwas Zucker und den anderen Gewürzen abschmecken.

(Aja! Wenn die Äpfel mal püriert sind, schalte den Herd etwas zurück. Du musst dann kräftig rühren. Also das Mus sollte ständig in Bewegung bleiben, weil es sonst mit einem lauten, langsamen blubb heiß und hoch spritzen kann – deswegen die Überschrift weiter oben, hihi)

Wenn der Apfel sehr süß ist, brauchst du eventuell gar keinen Zucker! Generell braucht es nur seeehr wenig! Nur so zum Abrunden.

Wenn du fertig bist, füll das Mus noch ganz heiß in sterilisierte Schraubgläser ab. Lieber in kleinere. Da es doch relativ wenig Zucker ist, hält das Mus (in Vergleich zu Marmelade) nicht unbedingt ewig, wenn es mal offen ist.

Leeeeecker! Einen Teil am besten noch warm genießen!

Einen Tick süßer…

…ist Apfelmarmelade! Ich finde sie genial, weil man Äpfel fast immer und jedes Jahr zu Hauf und sehr günstig (wenn nicht geschenkt) bekommt, selbst wenn man keinen eigenen Garten hat. Und man kann sich dann Uuunmengen sehr günstig, superleckere Marmelade machen! Und es ist auch mal was anderes ;)

Etikettenkleber selbst gemacht?

Auf einem der Fotos siehst du einen selbst gemachten Leim. Das Rezept findest du hier! :)

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Deine Rezepte für Apfelmus?

Hast du noch Apfelmusvariationen? Ich habe mal welches mit Vanille gemacht statt Zimt. Eigentlich schmeckt es mit so wie es ist ja auch am besten. Aber wer weiß, vielleicht kann hier jemand mit dem uuuultimativen Apfelmusrezept alá Großmutter (oder ganz modern!) aufwarten :)

Noch meeehr Selbermach Rezepte…

…findest du in unserer Rubrik „Küchenzauber“ oder auch in einem meiner Kochbücher :) „Vegan Homemade“ dreht sich sogar komplett ums Selbermachen!

ein paar Daten zum Rezept
recipe image
Rezept
Apfelmus
Datum
Zeit für die Vorbereitungen
Kochzeit
Zeitaufwand
Eure Bewertung
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14 Gedanken über “Apfelmusmania!

  1. Charlotte

    Hallo Lisa,

    wie immer ein schöner Artikel. Ich habe eine Frage, die nicht ganz zum Apfelmuss gehört, dafür aber zu den Schildern auf den Gläsern. Ich beschrifte meine Gläser in der Regel nicht, da ich keine Etiktten mit Klebstoff kaufen möchte. Aber dann weiß ich nicht mehr aus welchem Jahr sie sind. Auf einem der Bilder sieht es aus aus als hättest du dafür eine Lösung gefunden.

    Also hier meine Frage: Womit beklebst du die Gläser? Kannst du vielleicht dazu mal einen Artikel schreiben?

    Liebe Grüße
    Charlotte

  2. sylvi

    Nun habe ich alle Äpfel geerntet und weiß bald nicht mehr was ich damit machen soll, so viele Äpfel hatte ich wirklich noch nie. Apfelmus bis zum abwinken, Apfelstücke genug eingekocht, Apfelgelee, Apfelkuchen auch, die guten gelagert, ich glaube ich werde den Rest einfach entsaften und ihn entweder gleich trinken oder etwas erhitzen und gleich in Flaschen füllen. Mehr Ideen habe ich nicht um ihn zu verwerten damit er nicht schlecht wird. Der Winter ist noch lang, aber solch ein Apfelsaft ist ja unvergleichlich. Getrockneten Apfel brauche ich nicht machen, das will niemand mehr.
    liebe Grüße

  3. Esti

    oh lecker….ich liebe Apfelmus….letztes Jahr habe ich dem Apfelmus etwas Curry zugefügt, das gab dann eine wunderschöne gelbe Farbe (super fürs Auge und Gemüt an einem Neblig, grauen Wintertag) und auch den leichten currygeschmack im Mus fand ich lecker. Werde nächste Woche auch Apfelmus machen, freu. Dazu hat doch unser Sohn (11) gemeint, ich soll doch bitte wieder mit Curry machen.
    Liebe Grüsse, Esti

  4. sylvi

    Oh ja, ich habe dieses Jahr auch unendlich viele Äpfel und habe auch ganz viiiiiel Apfelmus gemacht. Ich habe in einigen Gläsern noch zusätzlich Rosinen und Walnüsse reingetan. Ich liebe Rosinen und mir schmeckt das sehr gut. Ich esse auch gern Äpfel als Gemüse dazu. Dazu koche ich sie vorher ein, danach nur noch heiß machen und natürlich wieder Rosinen rein, etwas Zimt und Nelken. Da Äpfel trotz der Süße auch immer eine Menge an Säure haben ist das etwas frisches als Gemüse dazu. Müßt ihr auch mal probieren, heiße Äpfel als Gemüse, seeehr lecker.
    lg
    sylvi

  5. Sabine

    Hallo Ihr Lieben,
    seit Jahren erleben wir solche Apfelschwemme, denn wir haben vor fast 30 Jahren ein altes Haus mit altem Garten mit alten Apfelbäumen übernommen. Jahrelang haben wir z.B. bei mobilen Mostereien Apfelsaft machen lassen, um all die süßen Früchte nicht verkommen zu lassen. Das funktioniert recht gut, der Saft wird nur ganz kurz erhitzt, dann abgefüllt (leider in eine Art Plastiktüte mit Vakuumverschluß) und sogar nach dem Öffnen halten sich die 5 oder 10 Liter-Pakete noch 6 -8 Wochen.
    Da ich seit 2 Jahren aber sehr auf rohe Lebensmittel achte, ist das nur noch die zweit- oder drittbeste Lösung für diejenigen, die noch solchen Saft trinken mögen (er ist immerhin sehr bio und besser als anderweitig gekaufte Säfte).
    Aber zurück zum rohen Essen: seither werden die Äpfel zunächst gewaschen und grob aufgeschnitten (falls sich ungebetene Gäste hineingefunden haben oder Aufprallstellen schon braun werden) und dann 1. entsaftet und der Saft sofort getrunken, er hält sich in der kühlen Jahreszeit auch 2,3 Tage, ist aber frisch ganz wunderbar; 2. im Mixer oder Mixstab mit oder ohne Kerngehäuse zu einem Apfelmus püriert, das geschmacklich jedes gekochte Mus in den Schatten stellt und 3. schneide ich mit einem Apfelspiralschäler die Apfel so, dass sie nachher sehr leckere Apfelringe ergeben. Diese wiederum werden im Dörrautomaten oder Backofen getrocknet und sind dann seeeehr lange haltbar und richtig verpackt (ich nehme meist so kleine Frühstücksbeutel aus Papier) habe ich noch nie erlebt, dass etwas geschimmelt hat oder anderweitig verdorben war.
    Besonders die Musbereitung ist unschlagbar einfach, wenn direkt etwas gegessen werden soll. Auch mein 10 Monate altes Enkelkind wird derzeit maßgeblich von diesem Brei ernährt.
    Liebe Grüße Sabine

  6. Andrea

    Liebe Lisa,

    danke für Deine tolle Inspiration zu Mus und Marmelade!! Die Variante mit Vanille stelle ich mir sehr lecker vor.
    Was auch sehr köstlich ist, ist ein selbstgemachtes feuriges Chutney! Also ein süß-sauer-scharfes Mus mit Ingwer, Chili, Zwiebeln, Essig, Zucker und Zimt. Wir machen es aus Quitten (haben einen Quittenbaum im Garten und dieses Jahr die ultimative Quittenschwemme), aber mit Äpfeln funktioniert das Ganze auch und ist unheimlich lecker. Ich habe dieses Jahr schon sehr viele Gläschen Quittenchutney an alle möglichen Leute verschenkt und bis jetzt kamen durchweg positive Reaktionen darauf.
    Außerdem habe ich sündhaft leckeres „Quittenbrot“ (= süße Pralinen nur aus Quitten und Zucker) hergestellt und frage mich gerade, ob man das wohl auch aus Äpfeln machen kann … von der Konsistenz her sind gekochte Äpfel und Quitten sich ja sehr ähnlich. Daher denke ich, dass das eigentlich auch mit Äpfeln gelingen müsste. Vielleicht mal ein Expermient wert? =)

    Viele herbstliche Grüße aus Dortmund!

    Andrea

  7. Sigrid Peitz

    Ich mach das auch schon seit Jahren, mit dem Apfelmus. Dabei schneide ich nur unten und oben Bluete und Stiel raus, dann vierteln, Kerngehaeuse kann drin bleiben… weil: ich mache das Apfelmus, nach dem Kochen wie von dir beschrieben, mit der „flotten Lotte“ (aus Edelstahl, unverwuestlich!) – kennt ihr so was? Braucht, im Gegensatz zum Puerierstab, keinen Strom, funktioniert mit Kurbel, ist also oeko. Und, je nach dem, wie lange ich die Fruchtstuecke durchdrehe, bleiben Kerngehaeuse und grobe Schalenstuecke zurueck, die ich dann wegtue.

  8. Jana

    Mein Freund und ich haben dieses Jahr auch erstem Mal fleissig Äpfel gesammelt, da viele Apfelbäume hier im Ort leider gar nicht beerntet werden und dadurch auch schon einige schöne Bäume in mehrere Teile gebrochen sind. :-/ Sehr schade! Bei nur 3x sammeln und einem Beutelchen hatten wir schon 15 Kilo zusammen! Daraus haben wir erstmal fleissig Apfelmarmelade gekocht… bzw. wollten wir, sie wird leider nicht fest, schade! :-/ Aber dafür haben wir ganz viel leckeren (etwas flüssigen) Mus. Jamjam!

    1. Ivonne

      Wenn Apfelmarmelade nicht dick wird Ascorbinsäure (also Zitronensaft) zusetzen. Beim Gelierzucker 2:1 die Marmelade mit 800 ml Most oder 900 g gemusten Äpfeln bereiten. Im sinne der Selbstversorgung sind diese Maßnahmen leider nicht, hoffe trotzdem geholfen zu haben ;-)

  9. Heidi

    Ich habe einen Apfelbaum gekauft und zwar einen Roten Herbstkalvill. Die Äpfel davon schmecken wohl als Marmelade dann gut.. die Sort ist auch bekannt als „Himbeerapfel“.

    Draufgekommen bin ich weil ich Apfelallergie habe und bekannt wurde, dass ich nur die alten Apfelsorten vertrage.
    Auch Äpfel vom Baum direkt vertrage ich.. nur nicht die rumliegenden und schon gar nicht „Pink Lady“ vom Aldi (was soll das überhaupt sein?)…

    Das muss ich jetzt alles nacholen ;-)

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