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Eine Reaktion auf Bedenken und Kommentare rund um Amazon und diesen Blog

Michael Hartl
Von Michael Hartl
3. August 2013

Seit einiger Zeit haben wir auf der Website hier die ersten Anzeigen in Banner-Form und nun auch bei den Buchvorstellungen Links auf Amazon. Das hat auf Facebook und in unserem E-Mail-Postfach für deutlich mehr Wirbel gesorgt, als angenommen. Schön – schreiben wir über etwas, dass mal so gar nichts mit Selbstversorgung zu tun hat: Die vermeintlich kostenlose Internet-Welt und die daraus resultierende Gratis-Mentalität.

Viele Menschen lesen diesen Blog. Rund 45.000 unterschiedliche Besucher*innen pro Monat. Für all diese Leser*innen ist die Verwendung dieser Website kostenlos. Keine Verpflichtungen, keine kostenpflichtigen Logins zum Lesen der vollständigen Artikel, kein Zwang Banner oder Links anzuklicken. Wie bei so vielen Seiten, die die Mehrzahl der Menschen nutzt: News-Seiten, Facebook, Suchmaschinen, etc.

Die andere Seite der Medaille

Aber bei einer Website gibt es eben nicht nur die Seite der Leser*innen, sondern auch die der Schreibenden, Verwaltenden, Entwickelnden. Das sind Lisa und ich. Zwei Menschen, die sich eigentlich am Liebsten voll auf die naturnahe Selbstversorgung und den Aufbau einer regionalen Nahversorgung und kleinbäuerlicher Netzwerke konzentrieren würden. Aber es macht auch Sinn, andere beobachten und mitbekommen zu lassen, was wir tun – finden wir. Und darum machen wir dieses Blog-Projekt.

Das Blog-Projekt, bei dem wir im Lauf der Zeit Inhalte geschrieben haben, die locker für zwei Bücher gereicht hätten. Bei dem wir bis zu 10 neue Kommentare pro Tag – und etliche Emails – und zig Facebook-Nachrichten und -Kommentare bekommen. So hatten wir über die letzten 12 Monate rund 1.500 Kommentare auf dem Blog, etwa 1.000 E-Mails, die wir über die Website bekommen haben und rund 4.500 Facebook-Kommentare und -Nachrichten. All das kostet uns sehr viel Zeit, so dass dieses Internetprojekt mittlerweile 2 bis 3 Stunden Arbeit pro Tag sind.

Die Kosten hinter einer Website

Ganz abgesehen davon, ob Menschen für diese Arbeit rund um die Website bezahlt bekommen sollten und welche Bezahlung für so viele Stunden Arbeit gerecht wäre, fallen noch weitere Kosten an:

  • Server kosten Geld.
  • Eine Domain zu haben kostet Geld.
  • Der Computer vor mir, auf dem ich gerade schreibe, kostet Geld und wird mittlerweile überwiegend für dieses Projekt verwendet.
  • Strom für den Computer kostet Geld.
  • Und so weiter.

An dieser Stelle kommt in Diskussionen von Gratis-Verfechter*innen: „Aber ich mache auch total viel ehrenamtlich und gratis!“ Das ist auch super – wir sind selbst ehrenamtlich in vielen Bereichen aktiv. Beim Punkt „gratis“ ist halt noch der Unterschied, ob Menschen etwas einfach nur ohne Bezahlung machen – oder wie in unserem Falle Kosten durch dieses Web-Projekt haben.

Von der Schwierigkeit, Dinge voneinander zu trennen

Und um genau diese Kosten geht es. Lisa und ich möchten gerne das Blog-Projekt weiterführen, wenn daran Interesse besteht. Und zumindest die Zugriffszahlen auf die Website, die Anzahl der Kommentare, die Interaktionen auf Facebook und vieles mehr lassen diesen Schluss zu. Aber wir können auf Dauer nicht die Kosten für die Seite tragen und auch nicht auf Dauer so viel Zeit in das Projekt stecken, solange in dieser Realität Geld nötig ist, um versichert zu sein. Also gibt es nur zwei sinnvoll mögliche Wege:

  1. Die Seite finanziert sich selbst – oder –
  2. Wir reduzieren unsere Aktivität – interagieren / antworten deutlich weniger, etc. (Was auch zum Ende der Seite führen würde… was aber ein anderes Thema ist)

Und das ist scheinbar für manche Menschen schwer zu trennen – da gibt es uns, als Menschen, die sich selbst versorgen wollen und als Selbständige ihr Geld verdienen, sich selbst durchfinanzieren und weder Spenden möchten noch an den Anzeigen auf dieser Seite groß Geld verdienen wollen (was eh nicht geht, wer sich ein wenig auskennt in der IT-Branche). Und auf der anderen Seite gibt es dieses Webprojekt, das uns von unserem Weg zu einem lustvoll genügsamen Leben mit möglichst wenig Geld ein wenig abhält, wenn wir es finanzieren und dafür mit anderer Arbeit Geld verdienen müssen.

Nochmal in kurz: Diese Seite kostet Geld – und wenn wir das zahlen müssen, müssen wir dieses Geld wo anders verdienen. Und das heißt, unserem Traum nicht so nah zu kommen, wie wir es gerne würden. Und das würde auf Dauer heißen, dieses Web-Projekt einzustellen, um noch einen Schritt tiefer in unser Traumleben zu machen. Die Alternative: Die Seite finanziert sich selbst, ohne Euch Leser*innen zu belasten. Mit Links auf Amazon, die ja eh nur die nutzen werden, die sowieso bei Amazon bestellen, und mit Bannern, die Angebote bereit halten, die wir für durchaus interessant für einen Teil unserer Leser*innen halten.

Geld und Kapitalismuskritik

Abschließend noch kurz ein paar Anmerkungen, denn schon kurz nachdem wir einen Amazon-Store eingerichtet hatten und bei den Buchvorstellungen Links zu Amazon eingeführt haben, kamen „kritische“ Kommentare.

Geld an sich ist ein Tauschmittel und ermöglichte erst unser heutiges Leben in dieser modernen Gesellschaft, die ihr vor unserem Blog oder Facebook sitzend mehr als genießt. Falls nicht – weg vom Rechner und etwas zugewandt, was Dir Freude bringt! Geld ist also an sich nicht schlecht, auch wenn natürlich nicht alles gut ist, was mit Geld gemacht wird. Aber nur weil mit einem Messer auch getötet werden kann (täglich zig-millionenfach in den Schlachthöfen dieser Welt), werde ich nicht darüber nachdenken, beim Essen zubereiten kein Messer mehr zu verwenden.

Scrrenshot von unserem Amazon-Store

Der Stein des Anstoßes… ein Amazon-Store und „Werbelinks“ auf Amazon.

Und speziell zu Amazon, weil das manche offensichtlich besonders verstört: Ja, Amazon hat immer wieder mal einen Fehltritt und wird dafür kritisiert. Weil hingesehen wird, von zahlreichen Gewerkschaften, Organisationen und Journalist*innen weltweit. Dann muss sich Amazon ändern, obwohl sie natürlich lieber drauf scheißen und sich rein dem Profit nach orientieren würden. Wie alle Konzerne und Marktteilnehmer*innen im Kapitalismus eben.

Dies zu kritisieren ist wichtig und gut – und echte, für alle Teilnehmenden funktionierende Alternativen dazu zu suchen und gemeinsam beginnen diese Ideen mit Leben zu füllen ist weltklasse und mehr als entscheidend. Als Reaktion auf die Realität des Kapitalismus aber blind auf alles was groß ist schimpfen, die Imbissbude dem McD und den Buchladen in Familienbesitz Amazon vorzuziehen, ist sicher kein Weg, der uns weiter bringt – denn das ist wieder ein unkritischer Zugang.

Der Kleinstbetrieb hat keinen Betriebsrat, keinen Druck durch Gewerkschaften, ihm wird weder von NGOs noch von Journalist*innen auf die Finger geschaut und niemand recherchiert nach, woher die Zutaten kommen, wie die Mitarbeiter*innen behandelt werden und was sie bezahlt bekommen. Einfach mal einen Tag in einem patriarchalisch geführten Wirtshaus oder Kleinunternehmen verbringen. Dort können Sexismus, Alltags-Rassismus und Ausbeutung in wahnsinnig hohem Ausmaß passieren, ohne das es wer sieht. Bei den Großen ist das deutlich schwerer. Aber gut sind die Großen dadurch auch noch lange nicht.

Groß oder klein ist alleine halt kein Maßstab – auch wenn das natürlich schön einfach wäre.

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Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

26 Gedanken über “Anzeigen auf diesem Blog

  1. Tim

    Hi Michael,

    meine Meinung: ihr macht hier einen verdammt guten Job. Ihr inspiriert und treibt an und erschafft, und keiner der Leser muss dafür etwas bezahlen.

    Davon abgesehen, dass es schon wichtig ist, sich der Dinge und Unternehmen bewusst zu sein, die man bewirbt:

    Wem nicht passt, dass ihr eure ganze Arbeit auch irgendwie finanzieren müsst oder wie ihr das tut (scheiße, ihr verkauft ja keine Organe von kleinen Kindern oder Babyrobbenaugen-Salat, ihr schaltet halt Amazon-Werbung), kann doch verlustfrei gehen.

    Und wer meint, "schaltet doch einfach Werbung für total faire Unternehmen, ey", der hat weiß nicht, dass es alles andere als einfach ist:

    1. gute Werbedeals an Land zu ziehen (zumal die Nachhaltigkeits-/Selbstversorgungsbranche nicht gerade zahlungskräftig und -willig ist), oder
    2. mit Affiliate-Bannern von Anbietern, die nicht jeder kennt und nutzt, Geld zu verdienen.

    Danke fürs Zuhören :)

    LG und von mir aus: macht, was nötig ist, um die Sache hier weiter auszubauen!

    Danke für eure Arbeit.

    Tim

  2. lisa

    es tut mir sehr leid, dass ihr so viel ärger mit dieser ganzen geschichte habt.
    verständlich ist auf jeden fall, dass ihr für eure arbeit als blogger und die dabei anfallenden kosten auch geld bekommen solltet.
    ich persönlich fände es am besten, wenn ihr werbung an der seite schalten würdet,
    von waren oder unternehmen, die zum thema selbstversorgung passen und die ihr selber gut findet.
    zb. einen anbieter für gutes gartenwerkzeug, für handbetriebene geräte, einmachzubehör, bücher, saatgut etc.
    liebe grüße
    lisa

  3. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

    Wir haben nun versucht, möglichst viele der Ideen und Wünsche von denen von Euch einzubauen, die sich konstruktiv in die Diskussionen der letzten 1,5 Wochen eingebracht haben. Daraus ist eine Kooperation mit einem sozialen Buchversand entstanden und eine neue Unterstützungsseite. Bitte gebt uns Feedback zu dieser! Gefällt sie Euch? Was müsste vielleicht anders sein?

    https://experimentselbstversorgung.net/unterstuetz

  4. Garten-Frau

    Ich habe jetzt nicht alle vorangegangenen Kommentare gelesen – sorry daher für evtl. Wiederholungen. Muss aber trotzdem zu dem "Aufreger-Thema" was loswerden: Es birgt schon einen Haufen Ironie, das "neumodische" Medium Internet zu benutzen, Facebook inklusive, und sich dann über Amazon-Links aufzuregen. Ich kann nicht – wie ein gutes, altes Sprichwort besagt – "pusten und das Mehl im Mund" behalten wollen. Wer sich kostenfrei "amüsieren" und informieren möchte (und ich muss sagen, ich genieße Eure Berichte, sowohl als schöne Beschäftigung als auch als Informationsquelle für unseren eigenen Garten), der muss dem Anbieter auch überlassen, wie er den kostenfreien Dienst zur Verfügung stellt. Ist der Weg nicht in meinem Sinne, muss ich entweder etwas zur Finanzierung beitragen (Spenden) oder mir einen Dienst/eine Informationsplattform suchen, die sich durch die Beiträge seiner Mitglieder finanziert. Oder eben auf das Medium Internet mit allen seinen Facetten, auch den ausbeuterischen, ganz verzichten – das wäre der konsequenteste Weg und der einzig politisch korrekte.

    Mir gefiel Euer Beispiel mit dem Messer ganz gut, es trifft den Kern punktgenau :)

    Ansonsten weiter so. Mir gefällt Eure Seite, und auch Euer Weg hin zur Selbstversorgung ist wirklich bewundernswert! Mit unserem ca. 200qm Garten sind wir davon natürlich weit entfernt, und haben zugegebenermaßen doch einige Konsumwünsche, die wir uns gerne weiterhin erfüllen möchten. Allerdings verschafft es uns schon etwas Befriedigung, den ganzen Sommer/Herbst bis in den Nov. hinein kein Obst oder Gemüse im Supermarkt kaufen zu müssen :-)))

  5. Die Kärntnerin

    Ach, ich könnt mich jetzt wieder aufregen, über so Kommentare, Kritiker, die nicht weit genug denken, einem gleich alles mögliche vorwerfen und doch offensichtlich keine Ahnung haben.. usw.

    Tu ich aber nicht. Ich freu mich über den Artikel und dass ihr selbstbewusst genug seid, um über solchen Sachen zu stehen und anscheinend beide genug im Köpfchen habt um kompetent und gut erklärt solche Argumente zu entkräften und eure Sichtweise darzustellen, ohne klein beizugeben oder irgendwelche Ausreden zu finden. SUPER!

  6. Nadine

    Hallo ihr zwei!

    Leider wird oft unterschätzt, welchen Druck diese Geldsache nun doch auf einen ausübt, wenn man so stark dafür verantwortlich ist, dass immer genug davon da ist… als Selbständiger / Selbstversorger eben.

    Man muss sich eben doch einfach mehr Gedanken machen, als wenn jeden Monat die selbe Summe auf dem Konto eintrudelt, egal was man die Zeit über tatsächlich geleistet hat…

    Eine schöne Möglichkeit, Blogs zu unterstützen ist eigentlich Flattr, nur nutzt das kaum jemand. Ihr gehört offenbar zu den wenigen, aber zumindest bei diesem Artikel hier wurde das mal (offensichtlich) noch nicht genutzt. ;-)

    Ich bin auch immer wieder hin und her gerissen wenn's um das Thema Werbung und AdBlocker geht. Ich würde mir eigentlich eine Welt mit weniger / anderer / keiner Werbung wünschen. Bin natürlich aber auch froh über viele Online-Angebote, die sich (leider) über Werbung finanzieren (müssen).

    Als einziger wirklich gescheiter Ansatz für diese Problematik kommt mir bislang nur das (bedingungslose) Grundeinkommen in den Sinn. Dann könnte solche (kostenlose / freiwillige) Arbeit ohne Probleme gemacht werden – mit wesentlich weniger Zeit- und Aufmerksamkeitsaufwand drumherum bezüglich Finanzierungsfragen.

    Viele Grüße,

    Nadine

  7. Kathrin

    Ich bin nicht einverstanden, was die Aussage über kleine Unternehmen angeht. In der Schweiz sind es in der Regel die kleinen Unternehmen, die behinderte Mitarbeiter einstellen oder weiterbeschäftigen, die soziales Gewissen zeigen, die für Kleinstädte und Dörfer wertvoll sind (Infrastruktur, Arbeit in abgelegenen Gebieten). Es sind Klein- und Mittelunternehmen, die das Rückgrat der Wirtschaft bilden. Die grossen hätten Potential, das stimmt – es geht ihnen aber nur um den kurzfristigen Gewinn, die Politik nimmt sie nicht in die Pflicht. Und die schwarzen Schafe unter den kleinen Unternehmen profitieren halt auch von den Unzulänglichlichkeiten der Gesetze.

    Ich kaufe nicht bei Amazon – andererseits hat der Vertrieb von Büchern übers Internet dazu geführt, dass sich jedermann Gedrucktes leisten kann. Und zudem, ist es enorm schwierig, ein Projekt wie das Eure aufrecht zu erhalten – ich finde es daher legitim, dass Ihr euch nun halt der Vorteile von Amazon bedient, bis sich das Geldproblem anderweitig löst. Der Vorwurf, Ihr wäret inkonsequent ist nun wirklich an den Haaren herbeigezogen.

  8. jannick

    lieber michael, liebe lisa,

    ich finde euer projekt bemerkenswert, und habe viel freude daran es auf eurem blog zu verfolgen.

    das argument der ehrenamtlichkeit ist schön und gut, aber wenn man ehrenamtlich arbeitet hat man nur kein einkommen, und nicht auch noch ausgaben wie ihr,

    die ihr seit jahren selbst tragt. ich finde es vollkommen ok wenn ihr amazon links auf der seite habt. mal ehrlich entweder jemand kauft bei amazon, und dann

    würde er/sie das so oder so machen, oder er/sie tut es nicht und dann tut er das auch nicht trotz amazon werbung.

    ich finde es total toll, dass ihr immer auf solche kommentare und emails antwortet, und eure meinung erklärt.

    ihr habt sicher nicht alle lösungen wie man in dieser welt komplett richtig leben kann, aber ihr versucht es, und habt meine rmeinung nach viele rfolg dabei.

    ich finde euch klasse, und hoffe, dass ihr bald mal ein spendenkonto einrichtet ( oder ihr habt es schon und ich habe es nicht mitbekommen?)

    gerne würde ich diesen tollen kostenlosen blog und seiner schöpfer unterstützen.

  9. Robert

    Die Argumente von Michael sind alle richtig und ich finde es im Grunde auch ok, als Kompromiss Anzeigen zu schalten.

    Nur fürchte ich, das bringt Euch praktisch nichts. Trotz Euer hohen Besucherzahlen werden die mickrigen Erträge vermutlich nicht mal Euren Zeitaufwand für die laufende Pflege der Affiliate-Links und die Abrechnung rechtfertigen. Amazon dagegen profitiert ganz ordentlich: nicht nur von den Klicks, sondern vor allem weil deren Logo bei Euch erscheint und so Eure absolute Vetrauenswürdigkeit auf sie abfärbt.

    Eure Gedanken zur Finanzierung verfolge ich interessiert und ich drücke Euch stets die Daumen; viele Eurer Ideen sind sehr reizvoll und es wäre wirklich schön wenn die klappen würden.

    Soweit ich es überblicke gibt es aber nur eine sinnvolle Lösung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit funktioniert: 1-3 Monate pro Jahr, möglichst im Winter, opfern und in der Stadt arbeiten. Gerade MIchaels Technologiekenntnisse dürften mit relativ geringem Aufwand gute Einnahmen ermöglichen, pro Stunde gerechnet sehr viel mehr als all die anderen Ansätze die ihr bisher geschildert habt. Und den Rest des Jahres braucht Ihr Euch dann nicht mit Geldfragen zu belasten.

  10. Thomas Merz

    „Einen neuen Weg“ wollen derzeit viele Menschen beschreiten. Einige von Ihnen sind systemisch enttäuscht, andere sind teils hochmotiviert oder hoffnungsfroh. Eines haben aber alle gemeinsam, Sie sind auf der Suche nach dem richtigen Weg. Eine der häufigsten Fragen ist dabei die Frage nach dem Geld. Was kostet ein autonomes Leben?

    ….Michael jetzt mal die Hand aufs Herz. Die über Amazon generierten Umsätze sind doch ohnehin nicht nennenswert

    Wieso also schreibt Ihr nicht zusätzlich ein Buch in ganz klassischer Papierform. (Stichwort Book on Demand – https://www.bod.de/buch-veroeffentlichen.html). Tragt Rezepte, Visionen und Erkenntnisse zusammen. Eure Fangemeinde wird´s euch danken.

    Macht mehr Schulungen

    Bietet weitere Kurse an und erklärt den Menschen den Unterschied zwischen Fahrrad und Schaufel

    Integriert weitere eigene Produkte in euren Shop

    Macht euch zum Selbstversorger Produkt

    Oder du mit deinen Programmierkentnissen sorgst für eine Kräuter App die wie eine Gesichtserkennung eben Kräuter erkennt.

    Bringst Menschen das Sensen bei.

    Teilst also in der Summe echte Metainformstionen

  11. Petra

    Ich finde Euer Blog gerade deswegen so toll, weil Ihr nicht so engstirnig seid, wie viele Leute aus dem Bereich 'Öko/Veganer/Alternatives Leben'. Viele sind da wie religiöse Fanatiker. Ihr aber denkt über mögliche Alternativen nach und trefft dann für euch (aber nicht für die gesamte Menschheit) eine Entscheidung. Das fällt mir sehr angenehm auf. Was Banner/Amazon angeht: Habe ich überhaupt kein Problem mit – wer Amazon (aus gutem Grund) boykottiert, kann ja woanders kaufen. Ach ja, ich habe auch mal in so einer kleinen Firma gearbeitet, wo der Chef alle terrorisiert hat – guter Einwand.

  12. Interessierter Leser

    Hallo Leute!

    erst mal Respekt für Eure Arbeit!

    super!

    99% der Leute die sich hier "künstlich" aufregen haben ja nicht den blassesten Schimmer wie viel Arbeit, Zeit, und natürlich auch Geld der Betrieb und Unterhalt so einer Seite kostet.

    Und nur vom Draufzahlen kann auch keiner leben – auf Dauer nicht einmal der Staat.

    Also laßt Euch von den "Besserwissern" und Obergescheiten nicht ans Bein pissen, und macht Euer Ding weiter so wie Ihr es tut.

    Wer bessere und effektivere Ideen hat, kann diese ja gerne Kund tun.

    euer Leser

  13. Kersten

    Ich verwende auch Affiliate-Links zu Amazon. Das man seine Website kostendeckend betreiben möchte ist legitim.

    Geld ist neutral, es ist eine Frage was man in es hineininterpretiert. Wenn ich Geld im Überfluss habe, kann ich damit Gutes tun. Hat man eine negative Einstellung zum Geld, wie Geld macht nicht glücklich etc. so sind das Glaubenssätze aus dem Elternhaus, dem Umfeld etc. Und Glaubenssätze kann man ändern, ist ganz einfach :-).

    Macht weiter so, ich finde euren Blog und euer Selbstversorungsexperiment großartig. Die Meinung anderer ist egal. Eure Taten müssen alleine für euch stimmig sein.

    Herzlichen Gruß, Kersten

  14. Lutz

    Danke,

    offenbar usstet Ihr das mal sagen. Insbesondere auch der Hinweis auf die naive Schönfärberei von Verhältnissen bei / in Kleinbetrieben … Ich in sehr dankbar, dass Ihr das Internetprojekt SO betriebt und hoffe noch auf viele weitere Artikel in der bekannten Qualität. Danke. Gerne weiter so.

  15. Barbara

    Sorry, ich bin da trotzdem nicht eurer Meinung. Egal wie man es sich schönredet – es ist nicht konsequent. Amazon beutet seine Mitarbeiter aus. Wo ich das weiß, unterstütze ich das nicht, ob bei Aldi, bei Amazon oder sonstwo. Dort wo ich es nicht weiß, kann ich nichts machen, aber das heißt nicht, dass deshalb Amazon o.k. ist

    Es gibt andere Möglichkeiten einen Blog zu finanzieren. Für mich macht es euch unglaubwürdig.

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Hallo Barbara, bitte nenn mir doch mal Möglichkeiten, von denen Du glaubst, dass sie das Online-Projekt finanzieren können.

      So gut wie alle Unternehmen beuten ihre Mitarbeiter*innen aus. Welcher Buchversand denkst Du macht das nicht? Welches Unternehmen betreibt nicht laufend "Outsourcing", um den Gewinn zu steigern?

  16. amberlight

    Auch bei mir gibt es Amazonlinks und der Freundeskreis meinte recht schnell, dass ich damit die Konzernwelten unterstütze und die kleinen Buchläden um die Ecke ruiniere … eine Kritik, die durchaus berechtigt ist. Mein Kompromiss sieht so aus, dass ich bei Buchkäufen von den Blogeinnahmen diese bewusst im Buchladen um die Ecke kaufe. Außerdem werden die Einnahmen monatlich transparent veröffentlicht: http://amberlight-label.blogspot.de/p/blogeinnahm… und ein Teil davon gespendet … für mich ist das momentan ein guter Weg.

  17. sibylle schamanca

    Ich kann Eure Meinung sehr gut verstehen und dem beipflichten. Zahlen wollen die meisten nicht für so ein Angebot, aber bestimmen wie es aussehen darf gerne. Amazon ist wie Aldi in Büchern und mittlerweile noch viel mehr. Je mehr wir denen auf die Finger schauen und auch mal klopfen, werden Menschen die dort arbeiten davon profotieren. Wenn es negiert und ausgegrenzt wird, bewegt sich gar nichts mehr.

    Ich wünsche Euch, dass ihr alles unter einen Hut bekommt.

    viele Grüße

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