6 Tipps, wie du Zeit vorm Computer reduzieren kannst

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
29. Januar 2015

Im letzten Artikel  habe ich euch ja bereits mein Leid über das „vorm Computer hocken“ geklagt. Ich ärmste! ;D

Hier aber noch ein paar konkrete Tipps, die mir geholfen haben, um wieder mehr „analog“ zu leben.

#1 Mit der Hand schreiben

Wie bereits in Teil 1 geschildert: Wo es geht, schreibe ich wieder viel lieber mit der Hand. Egal ob Adressen für meine Hoop-Pakete, eine Einkaufsliste (hatte ich sonst oft am Handy, weil es ja so praktisch ist, weil man den Zettel nicht verlieren kann…) oder eine händisch ausgefüllte Bestellliste von einem Katalog (Hey! Nein! Doch nicht vom Modekatalog.. tz tz… Ich glaube, das Einzige wo ich sowas mach, ist beim Dreschflegel Samenkatalog. Der ist von sich aus schon so schön altmodisch, dass man richtig Lust drauf bekommt ;))

handwriting Foto

#2 Bullet Journal

Ja ich weiß, klingt sehr ausgefallen und modern. Dabei ist es einfach eine übersichtliche, analoge Methode, ein Notizbuch zu führen. Wofür man bitte sowas braucht? Naja, ich bin halt eine Chaotin und kann das eben nicht von Natur aus ;) Aber dank der lieben Verena habe ich diese Methode kennengelernt. Und wir könnten echt noch gute Freunde werden, das Bullet Journal und ich!

#3 Facebookkommentare & Likes meiden

In meinem Fall habe ich das irgendwann angefangen, weil mich die roten Nummern bei den Freundschaftsanfragen, Nachrichten und Aktivitäten gestresst haben. Denn jedes Kommentar und jedes „Gefällt mir“ erzeugt wiederum rote Zahlen bei den Aktivitäten. Ich könnte sie zwar auch einfach ignorieren, aber wenn sie erst gar nicht aufscheinen, geht es mir besser :) Ich bin dazu übergegangen, wenn ich etwas wirklich, wirklich toll finde, dann schreibe ich der Person persönlich. Und wenn ich den Impuls habe etwas zu kommentieren, überlege ich mir wirklich, was ich schreibe bzw. ob es wichtig genug ist…

#4 Anrufen oder Postkarte statt Email

Beruflich bevorzuge ich Anrufe statt Emails, weil die Dinge oft viel schneller geklärt werden können (und das obwohl ich Telefonieren auch nicht so gern mag). Privat ebenso, oder wenn ich nur kurz fragen mag, wie es einem geht, dann auch gerne mal eine Postkarte. Kostet mehr, dauert lange aber das Gefühl ist, zumindest für mich, ein ganz anderes :)

#5 Offline recherchieren

Ist zwar verhältnismäßig ein viel größerer Aufwand, aber wenn es drum geht, für mich persönlich, genussvoll Informationen aufzusaugen, gibt es doch nichts Schöneres, als Zeit in der Bibliothek zu verbringen. Mit Zettel und Stift :) Das mache ich auch oft, wenn ich im Internet recherchiere: Ich schreibe mir dann alles Mögliche in ein Notitzbuch, weil ich es dann besser behalte. Wenn ich online was lese und danach das Fenster schließe (sogar, wenn ich ein Lesezeichen gesetzt habe) dann ist es meist für immer verloren. Zumindest bei mir ist das so.

#6 Clippings & Quicktext

Noch ein Tipp, der so gar nicht in das Muster der anderen passt. Aber wenn du, so wie ich, immer wieder Emails und Nachrichten mit den selben Inhalten verschicken musst, sind die beiden genannten Tools echt hilfreich! Clippings ist ein Firefox Add-On mit denen du Textbausteine anlegen kannst, oder „Vorlagen“. Quicktext ist das Gleiche in grün für das Emailprogramm „Thunderbird“ (was Ähnliches gibt es sicher auch für Outlook etc…)

Ich hoffe, das ist was für dich :) Hast du noch Tipps? Wie fühlt es sich für dich an, mehr zu ent-digitalisieren? Oder hast du vielleicht nie angefangen, das Digitale so sehr in dein Leben zu integrieren? Lebst du auch irgendwie davon, vorm PC zu sitzen?

EDIT: Der Artikelentwurf stammt von Anfang Dezember und mittlerweile kann ich mich mit dem Kasten wieder ganz gut arrangieren. Das Bullet Journal kann ich mir gar nicht mehr weg denken! Und ich bin froh wählen zu können zwischen digital und analog :)

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16 Gedanken über “6 Tipps, wie du Zeit vorm Computer reduzieren kannst

  1. Marie

    Toller Artikel! Teilweise verwende ich auch lieber Ausdrucke als alles online zu lesen. Ich achte aber immer darauf, möglichst wenig und falls wirklich notwendig doppelseitig und auf Recycle Papier zu drucken. Beim Online recherchieren passiert es mir auch oft von einem Thema ins 1000ste zu kommen. Da stell ich mir oft einen Timer – dadurch, dass ich dann weiß, dass ich nur 10min Zeit hab bleibe ich fokusierter und schweife nicht so schnell ab.

  2. Katharina

    Liebe Lisa,

    vielen Dank für die tollen Tipps! Das mit dem Bullet Journal klingt sehr interessant, das ist in jedem Fall einen Versuch wert! :-)

    Seit etwa eineinhalb Jahren schreiben eine liebe Freundin und ich uns alle paar Wochen/Monate handgeschriebene Briefe und ich muss sagen, dass sich auf diese Weise ein viel achtsamerer Umgang mit den eigenen Gedanken ergeben hat – ich überlege viel bewusster, wie ich etwas formulieren möchte, da ich bei einem handgeschriebenen Brief keine „Delete“-Taste habe, auf die ich wie wild hämmern kann, um Sätze wieder und wieder neu zu schreiben. :-) Auch Kalender, Tagebuch und Notizhefte zu allem möglichen schreibe ich seit Jahren per Hand.
    Allerdings arbeite ich gerade an einigen Buchprojekten und schreibe hier dann doch die meiste Zeit am Computer – meine Hochachtung gilt Buch-Autoren aus Zeiten, wo es nur Feder, Tinte und Papier gab! Was für ein unglaublicher Aufwand das gewesen sein muss…
    Wenn ich aber nun diese beiden Qualitäten des Schreibens – also einen schönen Holzstift über Papier führend oder auf klackernde Plastik-Tasten tippend – miteinander vergleiche, so gebe ich eindeutig der Handschrift den Vorzug. Es ist einfach, wie schon erwähnt, ein deutlich sinnlicheres und achtsameres Schreiben. :-)

    Seit über einem Jahr habe ich mein Smartphone gegen ein „Nur-Telefonie“-Handy ohne Internetzugang eingetauscht und seit letztem Herbst bin ich nicht mehr bei Facebook und Co. Ich hätte NIE gedacht, wie sehr dies meine Zeit vor dem Bildschirm reduzieren würde! Teilweise kommt es jetzt sogar vor, dass mein Laptop den ganzen Tag unbeachtet im Regal liegt und ich mir abends denke: „Hey, ich sollte vl mal meine Mails checken.“ Zu Facebook-Zeiten verbrachte ich nicht selten mehrere Stunden pro Tag vorm Internet, klickte mich von einem verlinkten Artikel oder Video zum nächsten und kam (wie Maria es schon geschrieben hat) vom 100ste ins 1000ste. :-) Es fühlt sich sehr befreiend für mich an, keinen Facebook-Account mehr zu haben! :-)

    So, zurück in die Offline-Welt, ich such mir mal ein schönes Notizheft und experimentiere ein bisschen mit dem „Bullet Journal“. :-)

    Danke für Deinen hilfreichen Artikel,
    Alles Liebe, Katharina!

  3. Pingback: Wochenglück mit 300 Schafen (und bemerkenswerte Links)

  4. Manuela

    Würde genau wie Re Ni gern wissen ob es die Erklärung für Bullet Jornal auch in deutsch gibt. Jeder sollte ansonsten alles so handhaben, wie es zu einem passt. Wenn Maike die Bücher schon mal hat und gern drinn stöbert ist das doch o.k. Ich persönlich drucke mir besonders tolle Rezepte aus und habe auf diese Art und Weise ein eigens viel genutztes Werk. Auserdem besitze ich ein Kochbuch von 1960, schon mächtig abgegriffen, in dem alle deutschen Grundrezepte drinn sind.
    Dieses Buch, wie auch viele andere Bücher sind aus meiner Sicht keine „Umweltschweinerei“. Ich nehme gern abends ein Buch zur Hand, besser als TV!
    Für mich sind die riesigen Mengen Werbung jede Woche ein Problem. Am Wichtigsten finde ich aber wieder zu lernen wie man über solche Themen diskutiert ohne zu streiten und ohne zu beleidigen. Den momentan streitet jeder mit jedem, aber wir brauchen bald ein geschlossenes Handeln, damit auf dieser Erde wieder Vernunft einzieht. LG Manuela

    1. Sabrina

      Hey ihr, schaut mal unter folgendem Link: http://ordnungsrausch.com/bullet-journal-planung-fuer-minimalisten/

      @Juli: Deinen Kommentar fand ich auch etwas arg. Natürlich verbrauchen wir sehr viel Papier und vieles davon könnte und sollte gespart werden (allein schon die 33 kg Werbung/pro Kopf/Jahr). Aber auch zu elektronische Medien gibt es viele Kritikpunkte: der ständige Energieverbrauch, der Erdölverbrauch für die Kunststoffe, die Metalle für Chips, usw. Für Tantal werden Kriege geführt. Ist das besser als die sorgsame Verwendung von Papier?

  5. Neea

    Die Tipps sind Grundsätzlich gut aber ich muss zugeben mein Leben dreht sich sehr um den PC, trotzdem ziehe ich bei vielen Dingen analog dem Digitalen vor. Wenn es aber darum geht viel zu schreiben (z.B. Lernunterlagen zusammen stellen) muss ich auf den PC zurückgreifen aber unter viel schreiben verstehe ich alles über 3 DinA4 Seiten.

    Das Bullet Journal muss ich unbedingt ausprobieren zur Zeit Organisiere ich meinen Alltag mit der alt bekannten To-Do Liste auf Schmierpapier das dann an der Pinwand hängt so das ich es immer wieder sehe.

  6. Re Ni

    Mich interessiert das mit dem Bullet Journal sehr. Gibt es eine deutsche Seite, wo das erklärt wird oder könntest du es erklären? Leider reicht mein Englisch für das Video nicht und es wird auch einfach zu schnell erklärt. Danke Dir!❤️

  7. Sabrina

    Liebe Lisa,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Ich bin zwar auf der einen Seite ein PC-Junkie, bevorzuge aber oft auch die „schönen alten“ Kommunikationswege. Früher habe ich immer wieder Notizbücher benutzt, allerdings scheiterte es früher oder später an der Übersichtlichkeit. Bullet Journal löst das ja super (hätte ich auch mal selbst drauf kommen können… ;-) ) Ich glaube, ich werde doch nochmal auf Papier umsteigen. Bisher hat mich sowieso kein Handyorganizer zufrieden gestellt. Deshalb vielen Dank für den Tip mit Bullet Journal!

    Liebe Grüße,
    Sabrina

  8. Hexesofia

    Hi,
    das sind tolle Tipps, leider hänge ich schon sehr viel im Internet. Ein Tagebuch führe ich seit Jahren und schreibe noch viel mit der Hand. Es gefällt mir auch sehr.
    Was Facebook und Handy anbelangt, habe ich beide abgeschafft. Ich habe lange dafür gebraucht, aber irgendwann habe ich für mich bemerkt, dass Facebook eine Illusion ist. Ich kann es irgendwie nicht besser erklären.
    What’s App hatte ich noch nie und das Handy habe ich jetzt seit Oktober nicht mehr. Und ich muss wirklich sagen, dass es mir überhaupt nicht fehlt. Ich fühle mich in feinster Weise abgeschnitten von der Welt oder habe Freunde verloren. Also ist auch Handy irgendwie eine Illusion.
    Ich bin auch sehr altmodisch und ich denke mir: früher brauchten wir auch kein Handy. Und im Grunde genommen brauchen wir auch keins. Meiner Meinung nach ist es u.a. Geldmacherei.
    Toller Blog und ich mag es immer wieder, drin zu lesen :-)
    Hexesofia

  9. Rene

    Sehr schöner Artikel. Mit tollen Anregungen. Momentan sitze ich beruflich den ganzen Tag am Rechner. Für das Privatleben habe ich es mir angewöhnt, alles was ich im Netz erledigen will aufzuschreiben und dann nur einmal pro Wochen alles abzuarbeiten. So schalte ich ihn nicht jeden Tag „mal kurz“ an. Oft reicht es jetzt auch alle 14 Tage.
    So und jetzt wieder offline.
    Viele Grüße
    Rene

  10. Maike

    Hallo Lisa,
    mir bekommt es auch sehr gut, wenn ich nicht so viel vor dem Computer herumhänge. Oft ist es nicht vermeidbar, aber manchmal eben schon. Zum Beispiel auch auf der Suche nach Rezepten. Da geht es mir ähnlich wie Maria. Wenn ich einmal angefangen habe, im Internet nach Rezepten zu suchen, kann ich kaum aufhören. Was wahrscheinlich vor allem an der riesigen Auswahl liegt. Nein, wenn ich nicht weiß, was ich kochen soll und ich nicht durch Zufall ein tolles Rezept im Internet gesehen habe, durchstöbere ich lieber meine Kochbücher. Das geht schneller und macht auch viel mehr Spaß und ist nebenbei auch noch umweltfreundlicher ;-)

    Viele Grüße
    Maike

    1. Juli

      Also man kann sich ja viel einreden, aber dass ein gedrucktes Kochbuch umweltfreundlicher sein soll als ein im Internet gefundenes Rezept war ja wohl eher als Witz gemeint?
      So schön ein Kochbuch auch sein kann und soviel es auch Spass machen kann und es sei auch jedem überlassen, aber:
      JEDES DRUCKERZEUGNIS IST EINE UMWELTSCHWEINEREI
      angefangen von der Papierherstellung über die Drucktechniken und die Chemikalien die dazu benötigt werden etc etc etc. – und gerade die üblichen Kochbücher mit ihrer Platzverschwenderei, den bunten Bildchen und den gestrichenen Spezialpapieren liegen da auch noch ganz vorne .(im Gegensatz zu einem normalen Taschenbuch z.B.)
      Darüber muss man sich bei aller Liebe zum Analogen einfach klar sein.

      1. Juli

        Zu meiner Behauptung (auch wenn es jetzt arg vom Thema abweicht – sorry) füge ich noch ein paar Zahlen und Links bei, die meisten gelten allerdings in den absoluten Zahlen für Deutschland, aber die Problematik ist die gleiche.

        1974 wurden weltweit 8,7 Mio. Tonnen Papier verbraucht, heute sind es über 20 Mio Tonnen alleine in Deutschland, In 2006 lag der weltweite Papierverbrauch bei 381 Millionen Tonnen, für 2015 wird er auf 440 Millionen Tonnen prognostiziert.

        Papierverbrauch in Deutschland pro Kopf pro Jahr imVergleich
        1950 – ca 32 kg
        2014 – ca.263 kg

        Hier zwei ältere Artikel die dennoch die Problematik verdeutlichen

        http://wald.org/papier/hinter01.php

        Einige Daten des WWF zum Thema Papier
        http://www.wwf.de/themen-projekte/waelder/papierverbrauch/zahlen-und-fakten/

        Technische Fakten zur Papierherstellung (Jupp Trauth beschäftigt sich seit Anfang der 80er intensiv mit dem Thema Papier bzw. Recyclingpapier und ist aktuell im FÖP (Forum für Ökologie und Papier) einem Zusammenschluss von PapierexpertInnen tätig.
        Der Papierkompass (pdf Dokument) https://swwsw.files.wordpress.com/2011/07/fc3b6p_pako11.pdf
        ———–
        Und dann haben wir noch garnicht vom bedrucken gesprochen oder davon wieviel Papier u.U. illegalerweise sogar aus Holz vom Abbau der Tropenwälder stammt usw. usw.

        Die Formel Papier = gut weil umweltfreundlich, die uns so erfolgreich durch die Werbung suggeriert wird, geht schlicht nicht auf :-)

      2. Maike

        Hallo Juli,
        so meinte ich es gar nicht. Ich meinte nur, wenn die Bücher eh schon zu Hause liegen, muss ich ja nicht erst den Computer anschmeißen, denn das ist ja eigentlich unnötig. Natürlich werden für die Herstellung des Buches allerlei Ressourcen benötigt, die nicht außer Acht gelassen werden sollten. Entschuldige das Missverständnis! :-)

  11. Maria

    Ich habe auch ein Notizbuch, aber ich schreibe einfach in chronologischer Reihenfolge mit Datum und Überschrift. Das reicht mir. Alles andere wäre mir zu kompliziert muss ich ehrlich sagen.

    Bis jetzt bin ich damit echt gut zurecht gekommen!

    Online recherchieren ist mein tödlichster Killer – ich komme immer vom 100sten ins 1000ste und werde nie fertig, da kann ich viele Stunden verlieren!

    lg
    Maria

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