3 Schritte für weniger Konsum & weniger Fluchtgründe

Eine Ermutigung

Lisa Pfleger
Von Lisa Pfleger
19. Oktober 2015

Was hat Einkaufen mit den Flüchtlingen zu tun?

Auch zu diesem Thema – Konsum – hat Michael bereits ein paar Worte verloren. Jetzt hätten wir das mit der Ernährung geklärt, aber wofür geben wir noch so unser Geld aus?

Kleidung? Elektronik? Einen Dekokram hier und „was Nettes“ da…?

Die viel gravierendere Frage lautet: Was richten wir damit an? Pestizidverseuchte Landstriche für die Baumwolle unserer Kleidung, Metalle für unsere Elektrogeräte aus Krisengebieten, Umweltzerstörung für den Abbau etlicher Ressourcen…

Ich mag auch hier gar nicht zu lange ausschweifen. Es gibt eigentlich nur eine große Frage, die ganz viele andere erübrigen kann:

„Was brauche ich wirklich?“

So wirklich wirklich. Geh ganz tief in dich hinein. Und denke immer wieder drüber nach. Es ist ein Prozess.

Wie oft hast du schon Sprüche wie „The best things in life are free“ gehört. Gute Freunde, einen Sonnenuntergang, eine Katze streicheln… Wozu also sich mit dem nächsten unnötigen „Ding“ belohnen?

Foto von einer Nelke

Für die Dinge die wir doch noch brauchen…

Ein Teller geht zu Bruch, eine Hose reißt zum elften Mal an derselben Stelle ein… irgendwann muss halt mal was Neues her. Aber muss es wirklich nagelneu sein?

Natürlich nicht… Ich mache das dann immer so:

1. Anlaufstelle: Familie- und Freundeskreis fragen. Fast immer hat jemand genau das, was ich brauche, ungenutzt zu Hause liegen.

Foto von 4 Paar Schuhen aufgereiht

Nummer 2: Second Hand Laden oder Flohmarkt. Gerade ersterer ist sehr komfortabel.

Schritt 3, für Dinge, die man nicht so schnell in einem Second Hand Laden oder am Flohmarkt findet: Internet! Auf Ebay oder in Österreich sehr beliebt willhaben.at finden sich Unmengen an Dingen, die etwas mehr Wert sind als ein T-shirt und für die sich Menschen Zeit nehmen um sie zu verkaufen: Von dort habe ich in der Vergangenheit gebrauchte Laptops, Kameras, Möbel, Werkzeug, Baumaterial oder Musikinstrumente bekommen. Easy! Es muss bloß zur Gewohnheit werden ;)

Und du?

Welche Dinge kannst du bereits lachend entbehren oder wären heute sogar eine Belastung für dich? Worüber denkst du noch nach?

PS: Verena hat mich ein bisschen mit den schwarz-weiß Fotos angefixt :D

Hier ein paar Links zu älteren Blogeinträgen, die zum Thema passen:

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3 Gedanken über “3 Schritte für weniger Konsum & weniger Fluchtgründe

  1. Astrid

    Wie wahr wie wahr.
    Klamotten kauf ich schon lange im Second Hand Shop, da krieg ich sogar gute Qualität zum tollen Preis! Handy gebraucht vom Fachhändler aus dem Internet. Zum Super-Preis nebenbei. Da sparen, dort Fair-Trade kaufen, obwohl: so wenig wie möglich importierte Lebensmittel! Zu 75% kann ich mich eh durch den Garten selber versorgen, brauche aber noch mehr Alternativen zum Gefrierschrang :)
    Bücher… Booklooker.de ist echt eine gute Adresse, oder eben Willhaben…
    Ja, und sonst hab ich so ziemlich alles, was ich brauche. Ein gutes Gefühl! Richtig befreiend, so viel Zeug, das man dauernd angeboten bekommt, NICHT zu brauchen!
    Es ist tatsächlich ein Weg, draufzukommen, was man wirklich braucht, eine Gratwanderung zwischen WOLLEN und BRAUCHEN. Hab schon so viel Zeug im Second Hand Shop gelassen und hab immer noch das Gefühl, mich umgeben zu viele Dinge, die mich mehr belasten als mir dienen.
    Jedem, der den Weg der Reduktion gewählt hat, wünsche ich dabei alles Gute und viel Erfolg!

  2. Irina

    Es ist erschreckend was Konsum alles anrichtet, fast so sehr, dass man da gar nicht näher drüber nachdenken möchte, aber es gibt so viele einfache Möglichkeiten, seine Gewohnheiten zu verändern. Wie wenig man zum Leben eigentlich wirklich braucht merke ich gerade hier in Argentinien, wo ich ein Jahr leben werde: In einem Minimalismushaushalt mit nicht mehr Kleidungsstücken als in den Koffer gepasst haben, einer Basis-Küchenausstattung und ohne Badewanne, Fernseher oder elektrischer Zahnbürste. Und ich komme super damit zurecht!
    Viele Grüße,
    Irina

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