Ein Gastartikel auf Lisa und Michaels Blog:

10 Tipps für ein einfaches Leben

Ein Gastartikel von Tanja Heller

Tanja Heller
Von Tanja Heller
11. September 2014

Grenzenloses Internet und Globalisierung machen uns zu wahren Konsumjunkies: Alles-Immer-Mehr-Sofort! Aber: Macht uns Konsum glücklich? Nein – wie paradox.

Doch: Wie kommen wir raus aus dem Konsumpf? Was ist das richtige Maß? Und wie können wir den Alltag vereinfachen?

10 Tipps für mehr Zeit statt Zeug:

1. Lebe werbefrei

Klebe den Aufkleber „Bitte keine Werbung und kostenlose Zeitschriften“ an deinen Briefkasten. Sende ungebetene Werbung portofrei zurück, mit dem Vermerk „Annahme verweigert“.

2. So verlieren Marken ihr Gesicht

Entferne die Etiketten von den Produkten in deiner Wohnung. So lebt es sich viel entspannter. Laufe keine Werbung für Marken: Trage keine sichtbaren Aufdrucke und Labels.

3. Esse ursprünglich

Verzehre viel rohes Obst und Gemüse. Zerkleinere es selbst mit den Zähnen. Das ist wichtig für die Vitamine und Enzyme und spart die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt.

4. DIY

Stelle Lebensmittel selbst her. Das macht Spaß und ist gesünder als Industriefutter. Meistens sagt es schon das Wort: Zwiebel + Kuchen = Zwiebelkuchen. Knoblauch + Brot = Knoblauchbrot. Vanille + Zucker = Vanillezucker. Das Beste: Dein Geschmackserlebnis wird mit der Zeit immer intensiver.

5. Lebe unter deinen Verhältnissen

Kaufe nur, was du wirklich brauchst. Sei unverführbar: Ignoriere Angebote. Denn: Es sind nur Lockmittel, damit du mehr kaufst. Führe kauffreie Tage ein und lebe von deinen Vorräten.

6. 30-Tage-Liste

Schleiche vor kleinen Anschaffungen 3 Tage um die Sache rum und frage dich, ob du schon etwas Ähnliches besitzt und stattdessen verwenden oder aufbrauchen könntest. Setze größere Wünsche auf eine 30-Tage-Liste. Vieles erledigt sich von selbst. Mir hat das schon eine Menge Geld gespart.

7. Jetzt oder nie

Tu-Du-Listen sind Friedhöfe. Sie erzeugen nur ein schlechtes Gewissen. Frage dich lieber, „Was sind die 3 wichtigsten Dinge heute?“ Erledige deine Post gleich, wenn du sie liest. Repariere Kaputtes innerhalb einer Woche. Mache keine Ordnung, sondern halte sie. Stelle Gegenstände nach Benutzung an ihren Platz zurück. So entstehen keine Berge von Unerledigtem.

8. Infobox Zero

So hältst du dein E-Mail-Fach leer: Beantworte geschäftliche Mails sofort in 3 kurzen Sätzen. Beschränke dich aufs Wesentliche. Dann lösche die Mails. Wichtiges archiviere. Bestelle Newsletter ab, die du nicht liest.

9. Kosmetik zum Vernaschen

Foto von Haarseife und einer DIY Seifendose

Verwende zertifizierte Naturkosmetik wie vegane Bioöle und Haarseife. Ohne Schlachtabfälle und Erdöl. Naturkosmetik muss nicht teuer sein. Kokosöl kostet im Bioladen unter 3 Euro und hält im Kühlschrank 2 Jahre.

10. Plastikfrei(er) leben

Kaufe so verpackungsarm wie möglich und nimm im Laden keine Plastiktüten an. Verwende Produktverpackungen und -schachteln statt Mülltüten. Nutze Weckgläser zur Vorratshaltung und zum Einfrieren. So verringert sich in kurzer Zeit auch dein Plastikgehalt im Blut.

Weitere Informationen zum plastikfreien Leben findet ihr auf dem Blog von Maria: Widerstand ist zweckmäßig!

Weitere Gedanken von der Autorin Tanja Heller findest du in ihrem Artikel Weniger ist mehr.
Und welche Tipps und Ideen hast du, um mit einem genügsameren Leben zu beginnen? Ab in die Kommentare damit!
Bitte teile diesen Artikel, wenn er Dir gefallen hat!
Dieser Artikel ist ein Gastartikel. Vielen Dank an die Gastautorin bzw. den Gastautor. Dieser Blog "Experiment Selbstversorgung" wird von Lisa Pfleger und Michael Hartl betrieben. Solltest Du auch eine Idee für einen Gastartikel haben, lies Dir gerne unsere Informationen dazu durch!
Dieser Artikel ist mehr als ein Jahr alt. Es muss daher nicht sein, dass wir jedes einzelne Wort immer noch so schreiben würden wie damals. Wenn Fragen sind, kommentiere einfach zum Artikel, dann antworten wir Dir gerne.

59 Gedanken über “10 Tipps für ein einfaches Leben

  1. Tom

    Ich fande das Experiment richtig interessant, aber warum sollte man eigentlich sowas nicht machen, viele menschen hassen experimente, aber nur mit diesen kann man sehr viel neue und sinnvolle erkenntnisse erreichen bzw. gewinnen. weiter so, ich mag es unheimlich gerne solche Artikel zu lesen

  2. Daniela Urlaub

    Ich finde Punkt 5. und 6. besonders schön. Auch wenn ich immer noch sehr ein Teil der Konsumgesellschaft bin, wurde mir doch in den letzten Jahren immer mehr bewusst, dass wir zu viele Dinge besitzen und kaufen, die wir nicht brauchen. Das alles ist Ballast, den wir in unser Leben lassen. Es sind Dinge, die wir von einer Ecke in die andere verstauen und die alle eine klitzekleine Ecke in unserem Kopf vereinnahmen: „Ach, ja, damit wollte ich ja mal etwas tolles machen. Das brauche ich wohl doch nicht, aber zum wegwerfen ist es zu schade… wem könnte ich es wohl schenken, aber es war ja so teuer…. oder brauche ich es doch noch? Nur wohin räume ich es am besten?“ Den Aufruf: „Lebe unter deinen Verhältnissen“ finde ich deshalb richtig klasse. Es befreit so sehr, sich manchmal nicht nur gegen Luxus und Überfluss zu entscheiden, sondern immer öfter ganz bewusst noch ein paar Gänge zurück zu schalten. Ein weiser Mensch sagte einmal: „Alles was du besitzt, besitzt auch dich.“

  3. Pingback: Gesundheit | Pearltrees

  4. Dirk

    Ahoi!

    3-6 geht ganz gut. Unverlangte Infopost (trotz Keine-Werbung-Aufkleber) hab ich bisher noch nicht zurückgesandt. Das fänd ich mal spannend. Werde es ausprobieren.

    Richtige Marken kaufe ich nur, wenn sie selige Erinnerungen an die eigene Kindheit auslösen, oder auslösen sollen. Manchmal tut sowas ja auch gut.

    Sonderangebote kaufe ich gerne. Allerdings nur, wenn es sich um bald ablaufende oder auslaufende Produkte handelt. Außerdem wenn es saisonale und möglichst regionale Produkte sind. Das hilft mir meine mangelnde Kreativität in meinem Nahrungsplan auszugleichen.

    Jetzt überlege ich gerade, ob ich den Newsletter aboniere.. Hm. Newsletter in MEINEM Postfach???? ;)

  5. Bambina

    Den Minimalismus leben – das ist Tag für Tag gang und gäbe wenn Du aus gesundheitlichen Gründen auf H IV angewiesen bist. Da brauchst Du nicht groß zu überlegen ob Du diese oder lieber jene Marke kaufst, ob Du Dir den Luxus von Fleisch etc. pp leisten kannst – Du kannst es nicht. Du benutzt Teebeutel 2x, Du ißt Dich krank, weil Du Dir das DiY-Methödchen nicht leisten kannst, weil Du Dir eben nur das krankmachende Zeugs leisten kannst um überhaupt irgendwie satt zu werden und über die vielbesagten Runden zu kommen – und am Ende ist der Strick,ob nun selbstgemacht oder irgendwo gekauft, noch zu teuer.

    das ist die andere Seite der Minimalist-as-minimalist-can-Medaille. Nur wird darüber eben nicht soo gerne gesprochen.

    1. Samsara

      Hallo Bambina,

      ich glaube es ist eben eine Sache der Einstellung, ob man sich das freiwillig antut und es deswegen mag, oder ob es einem aufgezwungen wird und es sich dann nach Verzicht anfühlt und traurig oder wütend macht. So wie Du schreibst, klingt bei Dir der Verzicht raus.

      Leider ist diese Einstellung dann auch eine, die einem das Leben schwer macht. Ich weiß man kann oft nicht über seinen Schatten springen, erst recht nicht, wenn z.b. die Waschmaschine kaputt geht und man keine Reserven hat um diese zu ersetzen. Nur dieser Blick verschließt einem oft den Blick auf Lösungen.

      Eine wäre z.B. dieser Link: http://www.arm-aber-bio.de

    2. Hannes

      Hallo Ihr Lieben,

      minimalistisch zu Leben hat gravierende Auswirkungen für die Zukunft. Wenn man nun zusätzlich darauf achtet was man wo kauft, können damit die meisten anstehenden, grundlegenden Probleme gelöst werden.
      NUR der Verbraucher hat die Macht – jeder Einzelne. Die Zerstörung, die Anti-Lebensmittel und Werbung der Konzerne wird erst durch den falschen Konsum möglich. Wenn ich vor Ort kritisch kaufe oder selbst anbaue wird es keine Konzerne und Ketten geben. So einfach ist es.
      * Mutig Verantwortung übernehmen *

      Bambina
      hat ein Thema angesprochen, das ich sehr wichtig finde.
      Die Schere geht aufgrund der Lebensweise immer weiter auseinander und führt zu grosser Armut – das ist erst der Anfang. Die meisten Menschen hier sind in Ihrem Ego-Hamsterrad gefangen und dabei ihr eigenes Grab (und das für ihre Kinder und Enkel…) zu schaufeln. Sie arbeiten und bezahlen dafür weiter gedemütigt und ruiniert zu werden :-)
      Der Vorteil ist, dass du dich im Gegensatz zur dekadenten Gesellschaft schon jetzt darauf einstellen kannst und in gewisser Weise vorbereitet bist, auf das was noch kommt. Der Schock wird bei Weitem nicht so gross sein und du kannst dir besser helfen. Vor Allem hast du Zeit und hast somit die Möglichkeit dich damit zu beschäftigen.
      Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen zynisch, ist aber wirklich positiv und lieb gemeint.
      Es kommt der Tag, an dem du das postitiv siehst und rückblickend dankbar bist.

      Gesundheit
      ist das aller Wichtigste. An Lebensmitteln sollte man nicht sparen, wobei gesunde Ernährung auf keinen Fall teurer ist. Es ist durchaus möglich sich im Umfeld bei den Bauern… günstige und gute Lebensmittel zu besorgen. Evtl. kannst du dort auch mithelfen. Wenn du zu Haues keine Möglichkeit hast was für dich anzubauen, frage bei Nachbarn oder Bauern – es ist sicher ein Fleckchen für dich zu finden. Dann hast du alles – gesunde Ernährung, Bewegung, Erfüllung und sehr viel Spass. Denn diese Tätigkeit macht Sinn!
      Nebenbei leistest du einen riesen Beitrag für die Menschheit und für zukünftige Generationen.
      Wenn es hier nicht klappt, suche dir einen anderen Platz (hör auf dein Baumgefühl) – es gibt auch dein Paradies auf dieser wunderbaren Erde.

      1. Eosina

        Mein Kommentar kommt zwar spät. Aber…man kann viele Dinge, mit wenig Geld, selbst herstellen.

        Ich habe das Glück einen Beruf zu haben, den ich liebe, der mir allerdings auch nur das Geld zum Leben ermöglicht. Eine Wohnung auf dem freien Mietmarkt? Ein Wunschtraum…

        Davon abgesehen, sitze ich natürlich auf meinem verdienten Geld, wie ein Huhn auf den Eiern. Und aus diesem Grund versuche ich schon nachhaltig und eben auch kostengünstig zu leben, aber OHNE mich krank zu essen oder ähnliches.

        Gerade im Bereich Brot/Brötchen kann man wirklich kostengünstig selbst wirken. Sauersteig…der ist schnell angesetzt und dauert nur einige Tage um zu „reifen“, das Brot danach benötigt zwar seine Zeit, aber innerhalb von drei Stunden habe ich auch meistens zwei Laibe fertig (die mir meine Kollegen aber dann wegfuttern). Alles in Allem kostet mich ein Laib (ca. 1kg) mit Roggenmehl ca. 4 Euro, mit Weizenmehl eben noch günstiger. Und das Brot ist lange haltbar.

        Auch sonst gibt es günstige Alternativen. Kartoffeln…wir werden sie wieder zu schätzen lernen. Die lassen sich bequem auf dem Balkon ziehen, ein großer Sack Erde reicht für gewöhnlich.
        Genauso andere Gemüse- und Kräutersorten. Tomaten, Bohnen, Kapuzinerkresse…alles gar kein Problem. Und Kapuzinerkresse blüht auch noch sehr schön (die Blüten schmecken auch lecker).

        Es gibt soviele Möglichkeiten auch mit kleinem Geld ein gesundes, nachhaltiges Leben zu führen.

        Natürlich macht es einen kleinen Unterschied, ob man es freiwillig tut, so wie ich, oder man eben dazu gezwungen ist. Aber auch mit wirklich wenig Geld, geht das.
        Wenn ich allein sehe, was die beste Freundin meiner Oma zaubert, und die hat noch weniger Geld als Hartz IV zur Verfügung.

        Die Gedanken sind im Laufe der Wirtschaftswunder-Jahre leider alle verloren gegangen oder sind verdrängt worden. Es wird Zeit, dieses Wissen wieder auszugraben…denn wir werden es über kurz oder lang wieder ganz dringend brauchen.

  6. Damara

    Hallo ihr lieben alle… erts mal danke für den artikel…find ich toll wenn mehr und mehr Erdenbürger bewusster werden und wir uns gegenseitig tips geben… was der eine oder der andere annehmen kann, umsetzen mag und was zu einem passt muss wohl jeder für sich entscheiden…. ich finds schön das wir uns austauschen und uns über einander freuen… Rechtschreibung hin oder her….hauptsache wir verstehen uns vom herz zu herz… freiheit im innen und im aussen….
    p.s. ein apfel ist ein super zahnreiniger…

  7. Anett H.

    Meines Erachtens ist es wichtig, nicht unbedingt darauf zu achten, ob etwas nun von einer Marke oder nicht ist, sondern welche Güte ein begehrtes Objekt hat, ob es also nachhaltig produziert wurde und lange benutzbar ist. Bei Kleidung gibt es sogenannte ‚Klassiker‘ mit denen man nie etwas falsch macht. Wenn das die Basis eines Haushaltes ausmacht, so sind nur ein paar saisonale Ausnahmen nötig und man fühlt sich wohl. Und ja, Dinge, die man NIE benötigt, kann man wegtun. Muss man aber nicht. Es gibt die unnötigsten Dinge, die mit Erinnerungen verbunden sind oder die das Zuhause erst zu dem machen, was die persönliche Handschrift ausmacht. Meine Kinder waren froh, dass sie die Kinderbücher von mir damals lesen konnten und möchten auch, dass diese für ihre Kinder aufbewahrt werden, z.B.
    Das große Problem bei der ganzen Sache ist, dass diejenigen, die das hier lesen, diese Dinge eh schon in ihrem eigenen Haushalt zumindest zum Teil umsetzen und darüber nachdenken, wie man die Welt verändern kann. Der Großteil der Menschen denkt aber in keinster Weise darüber nach und inzwischen ist alles, selbst Gesundheit, zum Konsumgut verkommen. Das zu wissen ist gut und schön und wird den ein oder anderen davon abhalten, sich vorschnell ins Krankenhaus zu begeben. Wenn eine Operation aber zum Überleben notwendig ist, so macht das Wissen, dass Mediziner in jedem Patienten auch die ‚EinkommensQuelle‘ sehen, einfach nur Angst. Wir können als Staat nur überleben, wenn die Wirtschaft floriert, Städte, in denen die Hälfte der Geschäfte geschlossen ist, mutieren zu Geisterstädten, auch nicht schön. Und deshalb ist Konsum wichtig, nur können wir damit auch lenken, welche Waren wir uns wünschen, indem wir das unnötige im Regal stehen lassen. Die Waage zu halten ist die Aufgabe, die wir zukünftig und jetzt lösen müssen. Und dazu gehört auch für mich soziales und politisches Engagement. Jeder hat eine Stimme mit der etwas bewirkt werden kann, wenn es ganz viele Stimmen werden. Solange es immer noch Menschen gibt, die trotz Vollzeitjob zusätzlich Hilfe aus der Sozialkasse benötigen, solange werden wir nicht verhindern können dass der Preis den Konsum bestimmt.

  8. Paula

    Hallo Tanja,
    ich gebe dir in vielen Punkten recht, hab aber eine kleine Kritik:
    Ich bin, wie in Punkt 9 auch ein Freund davon, chemische Kosmetik weg zu lassen… allerdings bin ich es leid, immer wieder überall zu lesen, dass Kokosöl die Alternative sein soll. Es ist weder regional noch nachhaltig, Rohstoffe zu verwenden, die nicht in unserer Gegend wachsen… und für deren Anbau gewzungener Maßen, immer andere Pflanzen weichen müssen und damit Lebensraum und Nahrung für Wildtiere. Denn auch die „Bio-Palme“ braucht Platz… da ist es dem Affen oder anderen Tieren aber herzlich egal, ob bio oder nicht…
    Meine Erfahrung ist, die Haut völlig zu entwöhnen… denn der Körper regelt so einiges selbst… ansonsten bin ich mitlerweile ein großer Freund von Kaisernatron zum Haare waschen und Apfelessigspülung… und für Problemhaut… Honig oder Jonniskrautöl auf Sonnenblumölbasis (wächst überall und kann man selber ansetzen) ! Äußerst regional und wohltuend :-)

    1. Brigitte

      Da stimme ich dir zu. Regional und nachhaltig sollte der TIPP an sich sein.
      Mich hat das nämlich auch gleich etwas stutzig gemacht.

      Vielleicht wäre es besser gewesen, erst mal einen Tipp für ein regionales Produkt in der „Hitliste“ aufzuzählen. Auf Ersatz bei Unverträglichkeiten kann man dann ja immer noch hinweisen.
      Es nutzt ja eh jeder nur das, was er in sein Leben integrieren kann und vor allem will.

  9. Sandra

    hallo,
    Werbefrei leben ist unmöglich…selbsttäuschung oder wie auch immer ihr es bezeichnen wollt….
    JEDER ist tagtäglich mit Werbung konfrontiert…schon allein ein Schritt auf die Straße reicht aus….Plakate, markenlabels auf den klamotten anderer Menschen, Automarken auf den vehikeln….schier endlos fortsetzbar und dabei hat man nochnnicht mal ein Radio oder tv eingeschalten….was ich ohnehin nicht mache, aber soll es geben…
    Das abmachen von labeln….was soll das bringen?? wenn ich mir etwas kaufe dann stehe ich dazu und versuche nicht es zu vertuschen….und schließlich kann man ja schwer nackt rumlaufen….und echt jedes Kleidungsstück wurde von irgendwem hergestellt….also da greif ich mir dann doch auf den Kopf
    mit internet und globalisierung hat ser Artikel leider nicht viel zu tun…da sind ganz große Ansatzmöglichkeiten um der Werbung aus dem Weg zu gehen….
    naja….trotzdem gutes Gelingen

    1. Ela

      Ich kenne es aus der Kindheit noch: kleine Eimer und Schüsseln, welche täglich zur Biotonne getragen werden. Bei uns werden auch heute keine Bioreste (Müll passt einfach nicht) zusätzlich verpackt. Schon gar nicht in bedrucktes Papier. Nur der Weg zur Biotonne ist heute weiter. Die wird nun durch eine Hühnerschar und den Komposthaufen ersetzt.

      LG

      1. Evelyn

        Die Idee ist nett, funktioniert aber nicht in einem großen Mehrfamilienhaus wo die großen Mülltonnen mitten im Hof stehen… wir hatten im Sommer sogar dann noch Maden-Plage, obwohl alles immer fein verpackt wird.
        Wenn man in einer Kleinstadt wohnt, wo es weder Komposthaufen noch eine Sammelstelle für Biomüll gibt, muss man mit dem Zeitungen leben… Besonders im biederen Schwabenland, wo Öko-Ideen wie Komposthaufen nicht gern gesehn werden… Man wird ja schon schief angeschaut wenn man mal barfuß durch den Hof geht!!
        Ich denke jedes Mal beim Runterbringen nach, wie man es anders machen könnte, aber es gibt keinesinnvolle Alternative :(
        Ich bring mal den Müll runter ;) Liebe Grüße!

        1. Ela

          Sorry, aber das verstehe ich jetzt nicht.
          Es gibt doch heutzutage überall Bio-Tonnen. Egal ob Großstadt, Kleinstadt oder Dorf. Und was soll einen daran hindern, in einem kleinen Eimer die Bio-Reste runter zu tragen???
          Und, liebe Evelyn, sein wann lassen wir geistig regen Mitdenker uns denn von schrägen Blicken, von wem auch immer, von etwas abhalten, was wir uns in den Kopf gesetzt haben??? ;-)

          Herzliche Grüße!

        2. Rina

          .. mal davon abgesehen, dass in meiner Ecke des schönen Schwabenlandes Komposthaufen noch gang und gäbe sind ;) Eine Biotonne haben wir trotzdem noch… für Dinge, die wir nicht unbedingt auf dem Kompost haben möchten, z.B. Efeu oder Äste und Blätter einer erkrankten Pflanze

  10. Marion Bold

    Werbung ist schon länger auf meiner Egal-Liste, Marken interessieren mich nit, das einzige was mich stört ist die Verpackung bei der Bio-Ware, Plastik-Tüten und Plastikflaschen sind schon länger verbannt…. Küchengeräte sind zum Großteil durch manuelle Küchengeräte (ohne Strom) ausgetauscht, an den Plastikbehältern sind wir gerade dran die mit Holz und Keramik zu tauschen…

  11. Tanja Heller

    Hallo Ramona,

    ich habe 1 Jahr lang rigoros ausgemistet. 1 Sache am Tag. Verkauft, verschenkt oder absichtlich verloren. Jetzt habe ich nur noch Dinge, die ich liebe oder brauche. Fang einfach bei kleinen Dingen an, wo es leicht ist. Dann hast du schnelle Erfolgserlebnisse.

    Liebe Grüße
    Tanja

  12. Pingback: Minimalismus | Pearltrees

  13. Ramona

    Hi,
    Punkt 7 ist gerade meine große Baustelle. Ich bin vor 3 Monaten umgezogen, in meine erste eigene Wohnung ( Studenten WG zählt für mich nicht dazu). Und ich hatte vorher nicht ausgemistet. Jetzt Versuch ich für alles ne Ordnung zu finden bzw. auszusortieren. Aber dass ist so ein langwieriger Prozess, dass ich immer noch Sachen im Umzugskarton hab. Deswegen meine Frage an euch: Wie habt ihr zu eurer Ordnung gefunden? Habt ihr mir Tips dazu?

    Es hatt sich bei mir einiges angesammelt, hatte ja bis vor kurzem noch nix von Minimalismus gehört. Will aber jetzt anders „leben“, denn manchmal fühle ich mich richtig eingeengt von dem ganzen Krempel.

    Gruß Ramona

    1. Kim

      Hallo Ramona,
      wir sind auch gerade umgezogen. Und obwohl wir schon viel ausgemistet hatten (wir wurden schon gefragt, ob wir auswandern wollen), ist der Dachboden nun voll, obwohl in der Whg nichts fehlt.

      Unser Plan ist nun (zeitbedingt erst teilweise umgesetzt), die Dinge, für die wir nicht sofort einen Platz in der Whg haben bzw aus wichtigem Grund im Dach sind (WInterkleidung für den Großen bspw), werden ordentlich in eine KIste verstaut. Die Kiste wird mit Einlagerdatum beschriftet und wenn in einem Jahr die Kiste noch da steht, kommen die Sachen UNGESEHEN zum Gebrauchtladen. Ungesehen deshalb, weil man ja doch wieder schnell in Versuchung kommt, es behalten zu wollen.

      Viele Grüße, Kim

    2. Pia

      hallo ramona,
      feng shui gegen das gerümpel des alltags von karen kingston – für mich das ultimative ausmist-buch mit garantierten und sichtbaren erfolgen.
      lebe seit einem jahrzehnt danach und bin – fast :) – „gerümpel“-frei …. und zwar in ALLEN bereichen meines daseins!
      viel spaß beim ausmisten und genieße deine neugewonnene freiheit und energie. zudem bekommst du ordnung und klarheit geschenkt, im außen und im innen.
      alles liebe, pia

  14. Sara

    Hallo :)!

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann soll dieser Artikel auch
    aufmerksam darauf machen, dass Werbung zum Konsum verleitet und dass man selbst kein „wandelndes Werbeplakat“ sein soll.
    Ich interessiere mich sehr für diese Website und auch für die Personen,
    die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen wie ich – bin daher auf Tanjas Website gegangen und dort bin ich darauf gekommen, dass unter
    anderem „Naming – Entwicklung einzigartiger Marken und Slogans“ zu ihrem Beruf gehört. Wie passt das zusammen mit dem oben geschriebenen? Ich will nicht kritisieren oder jemanden angreifen – auf keinen Fall!! Ich verstehe das nur gerade überhaupt nicht.

  15. Mah

    Für mich hört sich markenfrei leben nach Beschränkung an. Ich kenne die verhassten Gedanken über firmen marken Arbeitswelt von mir sehr gut.
    Ich kann markenfrei leben und versuchen firmen und marken aus dem weg zu gehen. Das ist ja auch verständlich nach all dem was ich über firmen und ihre absichten höre und was sie alles von mir wollen.
    Wenn ich genauer überlege fällt mir auf. Tue ich mir damit was gutes? verdecke ich damit etwas?
    Ich denke wenn ich wirklich angenehm und langfristig in „liebe“ leben will, sollte ich mich damit, wenn ich bereit bin, auseinandersetzen und mich fragen woher das kommt.

    1. Elisabeth Zacharia

      Ich kaufe prinzipiell keine Markenprodukte, doch den Firmen, die Markenprodukte herstellen, kann ich damit – zumindest im Lebensmittelbereich – nicht aus dem Weg gehen, da ein Großteil der No-Name-Produkte aus dem selben Werk wie die Markenprodukte kommen. „Lebe unter deinen Verhältnissen ist ein guter Tipp“, in vielen Fällen könnte aber schon der Rat „Lebe nicht über deine Verhältnisse“ zu einem einfachen Leben führen

  16. Joshua

    Tu dir die Arbeit mit dem Werbung-Zurücksenden nicht an, wenn bei Rücksendung an das Postfach 5555 steht (in Österreich). Das bedeutet nämlich für das Postamt wo du es aufgibst nur, dass sie es gleich entsorgen, weil der Absender/die Absenderin nicht für die Rücksendung bezahlt hat.
    LG
    :-)

    1. Andrea S.

      zu 1. Ich habe auch mal gedacht, wenn ich Werbebriefe mit ‚Annahme verweigert‘ in den Briefkasten werfe, bekommt sie der Absender zugestellt.
      Wie mir ein Postmitarbeiter erklärte, werden die aber schon bei der Post entsorgt.

      1. Lisa PflegerLisa

        Hallo Kathrin!

        Auch wenn für mich nicht wirklich was Neues dabei war, ist es doch eine gute Wiederholung. Vom Wissen zum Verstehen, vom Verstehen zum Handeln braucht es ja bekanntlich mehr, als etwas einmal gehört zu haben.

        Und vielleicht ist es für andere neu?

        1. Mia

          Ich muss Kathrin aber leider zustimmen, zudem paart sich das Ganze mit Behauptungen:
          – DIY spart erstmal keine Zeit, sondern bedeutet Zeitaufwand, so vernünftig und gut der auch eben sein mag – z.B. einen wirklich leckeren Zwiebelkuchen zu backen dauert eine Weile!
          – essen von Obst spart noch nicht die Zahnreinigung (Quelle bitte)
          – „So verringert sich in kurzer Zeit auch dein Plastikgehalt im Blut.“ – wirklich – das hätte ich nun aber wirklich gerne belegt – nur weil ich Sachen zuhause in Weckgläser packe, waren sie leider trotzdem vorher in Plastik (im schlechtesten Fall) …

            1. Christa

              Zur „Zahnpflege“: hier werden also eigene Erfahrungen als allgemein gültige Wahrheiten weitergegeben…..!? Sehr mutig!
              Abgesehen von den Ernährungs- und Körperpflegetipps:
              Markenlabels zu entfernen halte ich persönlich für eine Form von Selbstbetrug. So unter dem Motto, ich schaff mir mit Gewalt (…Schere ;)) meine kleine heile Welt. Das macht das Leben ja nicht einfacher, im Gegenteil!
              Wenn ich gegen Marken bin, dann kauf ich erst gar keine. Punkt. Aber: wo beginnt ein Produkt denn überhaupt als „Marke“ zu gelten?
              „Einfaches Leben“ und „Selbstversorgung“, das passt nicht wirklich zusammen!
              Das Leben ist sehr viel einfacher, wenn man sich fremdversorgen lassen kann.
              Leider!!!

        2. Sonja

          Liebe Tanja

          Vielen Dank für die Anregungen. Jeden Tag etwas loszuwerden, werde ich gerne ausprobieren. Ich für mich habe jedoch auch entdeckt, dass ich Sachen bewahren möchte. Zum Beispiel spielen meine Kinder jetzt mit Spielsachen mit denen schon mein Vater gespielt hat. Hätte ich sie damals nach einem Jahr, weil ich sie ja jahrelang nicht brauchte, weggegeben, wäre dies sehr schade gewesen. Auch habe ich z.B. altes Geschirr von meiner Grossmutter. Als meine Kinder klein waren brauchte ich diese lange nicht mehr. Jetzt essen wir bei Festanlässen gerne aus diesem Geschirr. Auch mit Ordnung halten, habe ich so ein Mittelmass für mich gefunden. Ich mache gerne Ordnung, wenn ich den Impuls dafür spüre und dann geht es auch ganz schnell. Aber ich kann auch Dinge einfach liegenlassen. Gerade wenn z.B. meine Kinder am Nachmittag im Kindergarten und in der Schule sind, nehme ich mir Zeit für mich und lasse alles einmal liegen. Mit Kindern ist das Thema auch etwas anders, finde ich. Mütter wissen, dass man die Post nicht fertig durchsehen kann, wenn das Baby schreit und Hunger hat. So war es oft so, dass ich Dinge auch unerledigt liess. Ich jedenfalls unterbrach meine Tätigkeit jeweils, um meine Kinder zu stillen.

          Liebe Grüsse
          Sonja

          1. Brigitte

            Bewahren ist auch oft die beste Form der Müllvermeidung.
            Wir haben uns dazu entschieden bei unserem Einzug ins Eigenheim alles alte aus der Wohnung erst mal mitzunehmen, weil es ja noch funktioniert.
            Gerade Geschirr, Handtücher, Gläser usw. werden ja nicht schlecht ;-) Auch wenn es bei uns dann nicht so wie im blaugelben Möbelkatalog aussieht.
            Unsere Möbel haben uns in der Wohnung gereicht; wir haben also nur dazu gekauft, was wir nicht mehr hatten: Küche, Bad.
            Wenn wir Möbel austauschen, dann fragen wir z. B. erstmal beim Sozialkaufhaus o. ä. ob die die Möbel noch brauchen können. Alternativ ginge ja auch eine Kleinanzeige/Flohmarkt.
            Das hat uns ganz nebenbei bei der Finanzierung auch einen erheblichen Anteil zinslastigen Kredit gespart. Alles was ersetzt wird, muss aus den laufenden Einnahmen bezahlt werden.

            Ja, zugegeben: ich sitze immer noch sehr im Konsum, arbeite aber jeden Tag an mir.
            Schön an dieser Seite ist, dass man Tipps bekommt, ohne gleichzeitig den erhobenen Zeigefinger vorgehalten zu bekommen. Jeder nimmt sich aus der Fülle der Informationen, was er will und braucht.

    1. Christina Otto

      Hallo Christina,
      warum Deko abschaffen??ich zum Beispiel liebe es zu Dekorieren, in unserem Haus.Ich gehe in die Natur und sammele schöne Dinge..je nach Saison!
      Vasen, Töpfe,Windlichter usw.kaufe ich auf Flohmärkten!!So spare ich und gleichzeitig nutze ich Sachen die andere nicht mehr brauchen!!
      L.g Christina

Schreib uns Deine Meinung!

Wir freuen uns darüber, dass du zum Thema beitragen willst.

Mit dem Absenden dieses Kommentars akzeptierst du die Kommentar-Richtlinien.