…wenn Du morgen sterben würdest
Immer wieder wird die Frage gestellt: Was würdest Du tun, wenn Du wüsstest, dass Du morgen sterben würdest. Und meist kommen die immer gleichen Antworten, die wie die Frage meist viel zu kurz greifen. Meist gefolgt von: Warum lebst Du dann nicht jeden Tag, wie wenn es Dein letzter wäre?
Es geht einfach nicht darum, jeden Tag zu leben, als wäre es der letzte – auch wenn unsere Gesellschaft als Ganzes so lebt, als gäbe es kein morgen. Wir sollten jeden Tag so verantwortlich leben, als würden wir noch ewig leben. Oder so, als würden uns die nächsten Generationen tatsächlich interessieren.
Wenn man die Eingangsfrage ein wenig anders stellt, wird es aber interessanter, finde ich. Wenn Du wüsstest, dass Du jetzt stirbst, und Du blickst auf die letzten 10 Jahre Deines Lebens zurück – hast Du so gelebt, dass Du jetzt zufrieden und ohne schlechtes Gewissen gehen kannst? Hat Deine Haupttätigkeit im Leben, also meist Deine Arbeit, wirklich Sinn gemacht? Würdest Du rückblickend manche Dinge anders machen? Gibt es Prioritäten, die Du anders setzen würdest? Genug Erfüllung im Leben gehabt? Genug Zeit für wichtige Menschen? Hast Du oft genug in und mit der Natur gelebt? Hast Du Dich ausreichend selbst verwirklicht?
Wenn Du Dir solche Fragen ehrlich beantwortest solltest Du ziemlich genau wissen, was Du die nächsten 10 Jahre anders leben und gestalten könntest, als die letzten zehn. Denn das Leben mag endlich sein, aber die meisten von uns verbringen eine Zeit hier, die lang genug ist, gut gestaltet zu werden.
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"Denn das Leben mag endlich sein, aber die meisten von uns verbringen eine Zeit hier, die lang genug ist, gut gestaltet zu werden."
Und auch jede noch so kurze Zeit kann "gut" gestaltet werden und mehr Sinn in sich tragen als viele Jahre … 39 Tage können viel verändern. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen, in allen Bereichen des Lebens.
Das stimmt natürlich! :)
Tja, wenn ich morgen streben würde, würde ich wahrscheinlich trotzdem in meine Gärtnerei fahren und nach dem Rechten sehen. Da die Tätigkeit des Geldverdienens doch einen erheblichen Anteil des Tages in Anspruch nimmt, ist es am Idealsten, wenn man diese Tätigkeit gerne tut. Also sieht das Ideale Leben selbstbestimmt aus, da es erheblich das Wohlbefinden steigert. Der Weg dahin kann lang sein, aber wenn man am Ende seines Lebens ein Gefühl hat, es erreicht zu haben, dann ist man sicherlich zufrieden.
Absolut! :)
Schöne Gedanken! Manch einer macht sich Gedanken darüber, was wohl NACH dem Tod ist. Und du hast recht, dabei sollte man an die nachfolgenden Generationen denken!!! Es freut mich, dass du dir aber vor allem Gedanken darüber machst, was du VOR dem Tod machst. Denn darauf haben wir selbst Einfluss und können unsere Schöpferkraft darür einsetzen :-)