Das „Experiment Selbstversorgung“ stellt sich vor

Was wir "über uns" zu sagen haben...

Was 2009 als privater Blog von Lisa und Michael für Freund*innen und Verwandte angefangen hatte, entwickelte sich zu einem „etwas größeren“ Blogprojekt, bei dem wir es scheinbar geschafft haben, viele Menschen durch unsere Erfahrungen und Gedanken zu inspirieren. Mittlerweile ist diese Seite zu einem Anlaufpunkt für viele geworden, die sich für Themen wie Selbstversorgung, einfaches Leben und Do It Yourself interessieren. Die sich fragen, wie wir als Gesellschaft anders miteinander umgehen können und wie wir als Einzelne mit ersten Schritten anfangen können. Es bildet sich immer stärker eine Community heraus, die in den Kommentaren einen teils regen Meinungs- und Erfahrungsaustausch betreibt. Das „Experiment Selbstversorgung“ ist also von einem privaten Blog zu einer Themen- und Austauschplattform geworden.

Foto von Lisa und Michael, wie sie gerade in die Luft springen

„Lisa und Michael haben dieses Blogprojekt gestartet, als sie 2009 gemeinsam auf einen Hof gezogen sind. Mittlerweile leben sie an unterschiedlichen Orten und betreiben diese Website als sehr gute Freund*innen gemeinsam weiter.“

Die rund 75.000 Menschen, die sich auf Facebook mit uns vernetzt haben, die monatlichen Aufrufe der Website im sechsstelligen Bereich und das zahlreiche positive Feedback haben uns immer bestärkt, weiterhin unsere Erfahrungen und Überlegungen zu teilen. Und das wollen wir auch zukünftig tun.

Wir stellen uns mit eigenen Worten vor

In diesem Abschnitt stellen sich die beiden Gründer*innen dieses Blog-Projektes vor. Die beiden haben bisher gemeinsam über 300 Artikel auf dieser Website geschrieben.

Lisa Pfleger

Foto von Lisa Pfleger vom Experiment Selbstversorgung

Umweltpädagogin, Autorin, Hoopdancerin

Orte: Südburgenland und unterwegs


Mein persönliches „Experiment Selbstversorgung“ hat mich vieles gelehrt. Mittlerweile ist es viel umfassender: Michael und ich müssen oft lachen, weil wir es eigentlich schon lieber Experiment „Freiheit“ oder „Zufriedenheit“ nennen würden. Denn das sind mir zwei sehr wichtige Schlagworte geworden: Freiheit und Zufriedenheit. Wie kann ich sie erreichen? Nun, das ist die große Frage und der Weg ist das Ziel…

Durch alles, was ich die letzten Jahre gelernt habe, fühle ich mich so viel flexibler, unabhängiger, ja freier eben und somit zufrieden.

Frei… ja das mag ich immer mehr sein. Von äußeren sowie von inneren Zwängen, von Materiellem, von hinderlichen Denkmustern…

Momentan nenne ich eine Haus WG in Niederösterreich meine Homebase und bin auch viel unterwegs. Mein Fokus liegt derzeit auf dem Ausbau eines Bauwagens, meiner Wildnisausbildung, weiteren Buchprojekten, der Reorganisation meines Daseins und meiner Weiterentwicklung. Für die (etwas runter gefahrene) Selbstversorgung bediene ich mir derzeit an dem was da ist (Obstbäume, (Wild)kräuter, 3 kleine Hochbeete,..) und beteilige mich zeitweise an verstreuten (Gemeinschafts)gärten.

Was auch immer für mich zum extrem dehnbaren Begriff „Selbstversorgung“ passt… Dazu werde ich hier weiterhin meinen Senf abgeben und hoffentlich in Zukunft auch ganz viele andere Menschen :) Ich freue mich auf gegenseitige Inspirationen.“

Mehr über Lisa erfahren und ihre neuesten Artikel auf diesem Blog sehen…

Michael Hartl

Foto von Michael Hartl vom Experiment Selbstversorgung

idealistisch – anpackend – umsetzend

Ort: Südburgenland (Österreich)


Manche nenne mich aufgrund dieses Projektes einen Selbstversorger. Oder projizieren viele Dinge auf mich und nennen mich dann „Aussteiger“. Und diese Schubladen können viel und nichts bedeuten.

In erster Linie bin ich einfach ein Mensch, der nachdenkt, kritisch hinterfragt und daher ein paar Dinge anders macht. Um glücklich zu sein. Um mir jeden Tag in die Augen sehen zu können und zu wissen, dass ich geradestehen kann für die Folgen meiner Handlungen. Und ich lasse den wilden Teil meines Wesens sehr viel mitreden. Und der verlangt nach Natur, nach Bewegung, nach freudvollen Erlebnissen.

All das bringt mich zu der Idee, dass ein genügsames Leben, in dem ich sowohl geistige als auch körperliche Arbeit verrichte, meiner Person entspricht. Ein Leben, in dem ich sehr viel draußen bin und meinen Körper wieder verwende und in dem ich meinen Ideen und Sehnsüchten folge, ohne anderen empfindsamen Wesen mehr als nötig zu schaden. Ob ich dabei nun irgendwann 100 Prozent Selbstversorgung erreiche ist mir weniger wichtig als die Frage, ob ich immer wieder neue Menschen mit den Ideen erreiche und mit ihnen meine Fertigkeiten teilen darf.

Ich bin also genügsam, denkend und wild. Spreche und schreibe über meine Ideen und lebe sie vor, in der Hoffnung, andere zu inspirieren. Bin zufrieden und gesund, und genieße das. Ich bin mit einem Bein in der Natur und im Gartenbau zu Hause, mit dem anderen in der digitalen Welt der Blogs und der Sozialen Medien.

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Weitere fixe Autor*innen auf dem Experiment Selbstversorgung

Da mittlerweile weitere Autor*innen auf der Website mitwirken, stellen wir hier alle weiteren Autor*innen vor, die regelmäßig für diesen Blog schreiben.


Pia Damm

Foto der Utopistin Pia Damm

Projekt: living utopia

Wie könnte eine solidarische Gesellschaft von Morgen aussehen? Wie sieht ein selbstbestimmtes, glückliches Leben aus und wie können wir unser eigenes Handeln möglichst diskriminierungsfrei und zukunftsfähig gestalten? Durch meinen Aktivismus bei living utopia organisiere ich Projekte und Aktionen, die versuchen einen möglichst ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Durch meine geldfreie Lebensgestaltung bin ich sowie unsere Projekte unabhängig von Geldgeber*innen oder Lohnarbeit, was eine unglaubliche Motivation und Energie freisetzt.

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Tobi Rosswog

Foto unserers Autors Tobi Rosswog

Projekt: living utopia

Wie können und möchten wir jetzt und in Zukunft miteinander leben? Wie setzen wir diesen Tranformationsprozess um? Diesen Fragen gehe ich vor allem durch mein Wirken beim Projekt- und Aktionsnetzwerk living utopia nach, indem ich Mitmachräume gestalte und zum Perspektivwechsel einlade.

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Unser Dank geht auch an alle Gastautor*innen, die von Zeit zu Zeit einen Artikel beisteuern!

Gemeinsam mit weiteren Menschen, die eingeladen sind, zum Thema passend über alles mögliche und vermeintlich unmögliche auf diesem Blog zu schreiben. Das heißt, dass auch du dich in unserer „Blog Redaktion“ mit deinen Texten bewerben kannst! Lies bitte hierzu unseren Leitfaden für Gastartikel auf diesem Blog. :)

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Mittlerweile mehr als ein Blog

Das „Experiment Selbstversorgung“ war anfangs ein Blog über unsere Erlebnisse an den jeweiligen Plätzen, an denen wir gelebt haben. Und das wird es auch immer ein Stück weit bleiben: Eine Möglichkeit, an unserem Weg teilzuhaben und ihn ein Stück weit mitzugehen.

Aber wir hatten bald den Wunsch – und die Nachfragen – das wir mehr ermöglichen, als „nur“ online ein wenig Einblick zu bekommen. Und so gibt es mittlerweile Bücher von uns und wir versuchen mehr und mehr, regelmäßig Veranstaltungen zu organisieren.

 

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107 Gedanken über “Das „Experiment Selbstversorgung“ stellt sich vor

  1. Nicole

    Liebe Lisa,
    was ist denn eine Wildnisausbildung?
    Ich finde im Netz nur etwas zu Wildnispädagogin, aber ich denke das ist es wohl nicht, oder? Eher Feuer machen, Naturbauten bilden usw. Oder liege ich damit auch wieder falsch? Das klingt sehr interessant.
    LG Nicole

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger

      Hallo Nicole!

      Ich weiß leider auch nicht genau, wo der Unterschied ist, aber wir machen auf jeden Fall hauptsächlich praktisches :) Eigentlich heißt es genauer gesagt „Fortbildung zum Natur- und Wildnistrainer“ – ist aber nichts irgendwie offiziell anerkanntes (wobei ich auch nicht weiß, ob das bei der Wildnispädagogik der Fall ist). Bei mir hat es jedenfalls unerwarteterweise gefruchtet :) in meinem ganz individuellen Mix, siehe hier —> http://experimentselbstversorgung.net/veranstaltung/dein-wildes-selbstversorger-abenteuer/

      Alles Liebe!
      Lisa

  2. Justastudent

    Hey, ihr habt neue Bekanntheit erlangt: Ein Artikel über das Projekt wurde dieses Jahr von Bifie bei der Deutschmatura verwendet… Da die anderen Themenpakete die nicht wirklich beliebten Textsorten ‚Textanalyse‘ und ‚Textinterpretation‘ beinhaltet haben, gehe ich einmal davon aus, dass der Großteil der Schüler über euch geschrieben hat. Just saying ;)

    Klasse Projekt übrigens :D

  3. SSabine

    Ich habe heute meine Deutsch-Matura über einen Zeitungsartikel über das Experiment Selbstversorgung geschrieben und wollte nur sagen, dass ich euer Projekt super finde und ich hoffe sehr, dass ihr auch in Zukunft so viel Erfolg habt!!!

  4. Schorsch

    Hallo zusammen,

    also ich finde eure Idee bzw. euren Ansatz super. Es gibt viele Bereiche in unserer globalen Welt die mit Sicherheit eine Menge Spielraum für Verbesserungen zulassen. Und genau hier ist für mich eben Selbstversorgung ein sehr sinnvolles Konzept. Was ja nicht bedeuten muss, dass man sich allem Neuen verschließen muss. Aber wenn man zb. sicher sein möchte, dass die konsumierten Lebensmittel aus einer „guten“ Quelle kommen, bleibt einem eben oft nichts anderes übrig. Und das dies mehr und mehr notwendig wird, sehen wir im Bereich Ernährung mehr und mehr. Nicht grundlos gewinnen Ernährungsformen wie die Paleo-Ernährung immer mehr Anhänger.
    Von daher sind wir natürlich ziemlich begeistert von eurem Projekt. Falls wir auch mal auf Selbstversorger umsteigen, melden wir uns wieder ;)
    Beste Grüße
    Schorsch

  5. Basti

    In den heutigen Zeiten der gentrifizierten Lebensmittel, Massentierhaltung und Umweltverschmutzung ist diese Kunst des natürlichen Lebens ein unglaublich spannendes und aktuelles Thema , finde ich. ich werde in Zukunft mal öfter vorbeischauen….. liebe Grüße

  6. Tomek

    Hallo,

    wir haben uns auch zu Hause mit dem Thema bescheftigt und einen kleinen Vorrat an Einmachgläsern im Keller aufgebaut. Natürlich auch die Üblichen Sachen wie Batterien, Wasserfilter, Hygieneartikel. Ja ich weiß es hört sich nach einer Kriesenvorsorge an aber auch die Richtung der Selbstversorgung.
    Als medizinische Variante haben wir uns aufnatürliche Antibiotika eingelassen. Kaum einem ist bewusst das viele Kräuter auch als Medizin was taugen.

    LG Tomek

  7. Friedhelm

    Hallo Lisa, Hallo Michael,
    ich finde eure Ideen absolut Klasse und man möchte am liebsten direkt mitmachen oder auch alles selbst durchführen.
    Aber das funktioniert so nicht bei mir/uns. Und das nur aus einem Grund, uns fehlt der Platz. Von daher fehlen mir etwas solche Ratschläge, was kann ich auch veranstalten, wenn man zwar eine große Wohnung hat, aber keine Fensterbänke, keinen Garten und nur einen kleinen Balkon.
    Wenn da jemand Ratschläge hätte wie man zumindest etwas im kleinen Stil machen könnte, so wäre ich sehr dankbar.
    Jetzt bin ich mir wohl nicht so ganz sicher ober dieser Kommentar hier unter diesem Thema richtig aufgehoben ist.
    Falls nicht, so löscht ihn einfach.
    Bitte macht weiter so, es macht Spaß sich hier durch die Themen durchzukämpfen.
    Bin NEU hier seit ein paar Tagen.
    Liebe Grüße vom Niederrhein

    1. Schnattalin

      Hallo, auch auf kleinem Raum geht einiges -> Stichwort „vertikales gärtnern“, also viel mit Rankenpflanzen…oder Regalbeeten – dazu gibt es einiges im Netz.
      Viel Erfolg und Spaß dabei :)

  8. Sonja Bugnics

    Hallo!

    Ich folge eurem Blog nun auch schon ein Jahr und hab mir schon viele Sachen, die auch zu mir passen, rausgepickt und und umgesetzt. Ihr habt teilweise wirklich super Ideen.

    Interessieren würde mich, wo im Südburgenland ihr euren Hof habt ? (vor allem weil wir selbst einen Hof im Südburgenland haben).

    Das einzige was mich etwas stört, ist die totale Verweigerung von Tierzucht. Ich war selbst 18 Jahre lang Vegetarierin und bin strikte Gegnerin der Tierindustrie, aber als wir endlich den Hof bekamen, wollte ich unbedingt meine eigenen Eier und meine eigene Milch – von glücklichen und artgerecht gehaltenen Tieren.

    Doch dann kommen die männlichen Ziegen und die vielen Hähne auf die Welt und man erkennt, dass man nicht alle behalten kann und nach 18 Jahren esse ich jetzt wieder Fleisch – zum grössten Teil die Tiere, die wir selber gezogen haben (oder aber aus anderer ähnlich guter Haltung).

    Ich liebe meine Tiere, ich hege und pflege sie 365 Tage im Jahr mit vielen Überstunden und Nachtschichten. Ich möchte, dass es ihnen gut geht, solange sie leben. Und nebenbei glaub ich auch, dass ich der Natur damit was gutes tue, weil meine Tiere viele Flächen beweiden, die so ein wertvollerer Lebensraum werden (zb. da ich nicht alle Wiesen auf einmal mähe, sondern die Fläche nacheinander abweide, gibts immer Blumen = gut für die Bienen). Wie beweiden hauptsächlich Flächen, die für die neumodischen grossen Geräte nicht mehr passen (zu viele Bäume drauf, zu uneben, zu steil).

    Wir versuchen auch im Kreislauf zu denken (Hütehund lebt grossteils von der Milch und den Schlacht“abfällen“, die Hühner bekommen unsere übrig gebliebenen Lebensmittel, die Schweine bekommen die Molke, die bei der Käseproduktion abfällt, etc).

    lg
    Sonja

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger

      Danke für deinen Beitrag Sonja!

      Allerdings musst du dich nicht daran stören, dass wir uns entschieden haben vegan zu leben und Tiernutzung hinterfragen. Ist ja völlig in Ordnung, dass du machst, wovon du denkst, dass es gut ist.

      Ich (!) persönlich möchte eben keine Tiere nutzen und auch nicht töten. Und wenn ich Hühner halten möchte (auch wenn ich sagen würde, ich find sie halt so süß und mag ihnen einen Lebensraum geben), dann nehme ich halt trotzdem in Kauf, dass die Hähne entweder von jemand anders für mich getötet werden, oder ich muss es eben selbst tun (und dann kann ich sie auch essen, klingt sinnvoll, ja ;)) Oder: Möglichkeit Nr. 3: Ich lasse es die Hähne selbst in Hahnenkämpfen entscheiden, wer sterben muss. Das wäre die Natur, und ja, die ist nicht nur „schön“.

      Aber ganz abgesehen von dem moralischen Gut und Böse, Töten oder Leben lassen usw. habe ich eben diese Grenze für mich gezogen, keine Tiere zu essen. Und selbst so muss ich noch den Tod vieler Tiere (Lebewesen sowieso = Pflanzen) in Kauf nehmen, weil alles was ich so esse, selbst sehr zerstörerisch sein kann. Denke nur an die Traktoren die unzähliges Bodenleben töten (darunter sicher auch mal eine Wühlmaus, einen Maulwurf, oder sogar ein Rehkitz, wenn die Wiese gemäht wird) oder ganz banal, wenn ich im Garten den Spaten in den Boden steche und Würmer und Käfer zerteile. Ist alles eine Frage der Grenze – es gibt ja auch so Mönche, die soweit gehen erst den Erdboden zu sieben um alle Regenwürmer zu retten ;)

      Aber das alles ist eben meine persönliche Einstellung, die dich, wie gesagt, nicht stören muss (weil du meintest, es stört dich – warum eigentlich?)

      Alles Liebe und Danke, dass du mit deinem Hof altes Wissen verinnerlichst und praktisch lebst. Wegen der Lage melde ich mich privat bei dir, bin schon gespannt, wo du wohnst ;)

      Lisa

    1. Lisa PflegerLisa Pfleger

      Hallo Stephan! Das kann man natürlich trotz Sport, gesunder Ernährung und frischer Luft nie wissen, aber wenn es so kommen sollte, werden wir entweder (das wäre das schönste) von einer liebevollen Gemeinschaft umsorgt, oder: Wir stützen uns wie alle anderen auf unser Sozialsystem, mit den Beiträgen, die wir einzahlen.

  9. Richard

    Hallo ihr zwei,

    ich habe in den letzten Tagen viel auf eurer Seite gelesen und kann eure Entscheidung gut nachvollziehen. Ich habe lange über diesen „Ausstieg“ bzw. „Einstieg“ in ein anders Leben nachgedacht, mich aber dagegen entschieden. Warum? Weil ich im Bereich Tierrrechte/Tierschutz tätig bin und regelmäßig Geld brauche, z.B. um (kranke) Tiere zu versorgen. Ich brauche alleine für Futter, Tierarztkosten usw. mehrere hundert Euro im Monat. Das dürfte mit eurer Lebensweise nicht möglich sein, oder?

    Noch eine andere Frage. Wie sieht es mit dem Thema Altervorsorge aus? Macht ihr euch darüber Gedanken bzw. wie sorgt ihr vor? Bezahlt ihr etwas in die Rentenkasse?

    Falls noch nicht bekannt, kann ich euch die Bücher von Helen und Scott Nearing empfehlen, die schon in den 50igern ähnlich vegan lebten.

    Grüße

    1. Lisa PflegerLisa

      Hallo Richard!

      Nein, das wäre nicht so gut möglich, da wir ja mit möglichst wenig Geld auskommen wollen um weniger fremdbestimmt arbeiten zu müssen.

      Arbeiten tun wir aber dennoch und sind demnach auch im gesetzlichen Rahmen versichert.

  10. Denise

    Hallo ihr beiden!
    Das, was ihr da auf die Beine gestellt habt, ist für mich als ‚Dorfkind‘ hier in der Großstadt ein ganz großer Trost. Es geht eben doch noch anders! Dass ihr selbst noch so jung seid, macht mir Mut, auch nicht mehr allzu lang warten zu müssen bis ich mir diesen Traum der veganen Selbstversorgung erfüllen kann.
    Danke dafür!
    Liebste Grüße aus dem Norden Deutschlands

    P.S.: Ich habe mir vor Kurzem Lisas Kochbuch zugelegt und bin hellauf begeistert!

  11. Jimmy

    Ich finde es auch gut Internet und PC zu teilen, die Frage ist halt nur, ob es immer machbar ist, wenn ich den PC als Arbeitsinstrument nutzen will um bsw. Ernährungsberatung zu geben und Artikel schreiben wills als freier Journalist, dann nützt es mir wenig wenn ichs nur in der Bibliothek oder Internetcafe nutzen kann. Und auch diese Computer müssen gewartet werden und Bauteile altern, müssen ausgetauscht oder repariert werden. Das geht auch schneller wenn viele unterschiedliche Leute den ganzen Tag den PC benutzen und es müssen mehr Geräte angeschafft werden.

  12. Evelyn

    Hallo, ich finde euer Projekt grossartig! Es ist auch mein groesster Traum, einmal unabhaengig von fremdproduzierten Produkten und v.a. ausserhalb dieses Konsumwahns, in Einklang mit der Natur, zu leben. Eure Website, zufaellig ueber facebook entdeckt, hat mir gezeigt, dass dies doch noch moeglich ist. Vielen Dank, dass ihr eure Erfahrungen so grosszuegig teilt. Lebt euren Traum! (ich hoffe, dass auch ich dies eines Tages tun kann)

    1. Michael HartlMichael Beitrags Autor

      Danke sehr Evelyn! Nur eine kurze Anmerkung: wir möchten nicht unabhängig von fremdproduzierten Produkten leben. Wir möchten nur idealerweise die Menschen kennen, die es produzieren und im Austausch mit Menschen aus der Region stehen. Gibt nichts schöneres als regionale Arbeitsteilung. :)

  13. Thomas Fankhänel

    Hallo ihr beiden…
    ich habe durch Zufall eure Seite entdeckt und finde euer Projekt sehr interessant. Mir stellen sich allerdings ein paar Fragen zu eurer Lebensweise.
    Als Selbstversorgung verstehe ich, dass ihr ja alles komplett selbst anbaut und nicht dazu kauft, ist das so? Wenn ja, wie ernährt ihr euch im Winter, wenn ihr nichts anbauen könnt?
    Wie finanziert ihr euch? Geht ihr beide arbeiten, oder wie finanziert ihr euer Leben mit dem Haus und dem rießigen Grundstück?

    Wäre für Leute die das vielleicht auch irgendwann vorhaben, bestimmt sehr interessant zu wissen…

    Vielen Dank
    Gruß Thomas

  14. Pingback: Experiment Selbstversorgung | Bloggen als Praxis

  15. Rosa Ycoves

    Hallo,
    Ich finde ganz toll eure Projeckt und dass ihr anderes Leben fuhren wollt. Wie ihr sagt wir arbeiten um mehr zu Konsumieren. Das stimmt am meisten.
    Aber wenn ihr das Projeckt selbst Versorgung macht, warum sollen die anderen arbeiten und euch euer Projeckt zu finanzieren? Das heisst andere Menschen arbeiten und euch Geld zu Spenden. Das ist nicht selbst versorgung…

  16. Apu/Thorsten

    hallo ihr beiden,

    ich bin sehr angetan von eurem inspirierenden projekt und drücke euch die daumen für die umsetzung eurer ideen. nach fast 10 jahren in berlin (mittlerweile wieder auf dem platten land bei hamburg) ist für mich klar, dass meine zukunft nur auf dem lande liegen kann. hoffe, dass ich in den nächsten jahren vermehrt die chance habe, auch selbstversorgerisch zu leben.

    liebe grüße in den süden ;-)

    Thorsten a.k.a. Apu

    PS.
    falls ihr noch keinen Taschenkalender für 2014 habt, schaut mal hier bei THEO (DIY-kunst-kollektiv von meiner schwester und mir) vorbei: http://theobeam.wordpress.com/2013/10/12/theo-agenda-zwei-null-eins-vier-work-in-progress/

    ich sag nur: DIY & copyleft & aus spass an der freude ;-)

  17. Peter

    Darf ich fragen, warum man als Selbstversorger Spenden braucht? Zeigt das nicht, dass das ohne Hilfe von außen nicht funktioniert und damit keine Alternative ist?
    Nicht böse gemeint, ich verstehe das nur wirklich nicht…

    1. Tina

      ich glaube wer sich da Gedanken macht über Spenden …. hat dieses Wirtschaftssystem nicht verstanden. Dieses Projekt ist genial und man findet zur Natur zurück. Man lernt sie schätzen und weiß auch dass Äpfel Maden haben dürfen…. Aber auch Selbstversorger brauchen Strom, müssen Grundsteuern zahlen und auch Müllabfuhr bzw. Straßenreinigungsgebühren, auch werden ja nun für wirklich alle Rundfunkgebühren fällig … usw. deshalb kann ein solches Projekt ohne Spenden nicht funktionieren. Es gibt ein interessantes Buch von G. Pausewang „Rosikawiese“ heißt es. Darin ist dieses alternative Leben schon sehr treffend beschrieben worden. Ich bin ein „Teilselbstversorger“ und gehe noch 8h arbeiten. Da wird es dann schon so manches mal schwierig in seinem Obst und Gemüse Ordnung zu halten. Wenn dann aber der Vorratskeller voll ist für den Winter- oder aber im Juni die ersten Erdbeeren zu ernten sind- dann weiß ich immer wie sehr ich meinen Garten liebe.
      Ich wünsche euch ganz viel Optimismus und Tatkraft für euer Projekt.
      Ich werde meine vielen Bücher zukünftig über http://www.buch7.de bestellen – als Spendenbeitrag für euch!

      1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

        Liebe Tina, vielen Dank!

        Einen Punkt möchte ich dazu nur anmerken: Wir möchten keine Spenden, um unser Selbstversorgungsprojekt durchziehen zu können. Das ist unser Leben und soll aus sich heraus nachhaltig sein. Wir nehmen Spenden, um die Kosten und die Arbeitszeit, die in dieses Webprojekt fließt, auszugleichen. Denn das hat mit unserer Art zu Leben eigentlich nicht viel zu tun. Aber wir machen es gerne, wenn es Interesse gibt – nur draufzahlen können wir dabei halt nicht.

        :)

        Ich hoffe, das ist irgendwie nachvollziehbar. Voll lieb auf jeden Fall, dass Du uns unterstützen magst. Ein Kauf bei Buch7 unterstützt uns übrigens nur, wenn er über den speziellen Link zu Buch7 getätigt wird.

  18. Jutta karin moskopp

    Seid herzlichst gegrüßt und bedankt für Euer S e i n , so wie Ihr seid, denn das ist der Weg, wo es hingeht, in der kommenden Zeit. Es gab zwar schon eine gewisse Schar, die das lebten bzw. noch leben und sozusagen als die Pioniere gelten, doch konnten und wollten Sie sich sicher nicht offen- baren, da das "S y s t e m" es wohlweißlich, in irgeneiner Form unterbunden hätte. Doch die Zeit bzw.unsere Welt ändert sich nun in jeder Beziehung, außerordentlich. Vor allem für "die", die das Vertrauen, das Selbstvertrauen, die Achtsamkeit allen Lebens zeugen und an ihr voll selbstverant- wortliches Schöpfertum glauben und es leben, so wie Ihr beiden wundervollen Geschöpfe!

    Es geht wohl in erster Linie darum, in seinem I n n e r e n zu w i s s e n, daß, wenn ich meine Wah r h e i t l e b e , mir immer alles zur Verfügung steht, was ich brauche. Selbst eine "Arbeit", die ich mit Freuden verrichte (ich nenne es W i r k e n, statt Arbeit, denn Arbeit hat etwas "schwe res" an sich) um damit Geld (schließlich auch nur Energie) für die Dinge des Lebens, die es noch braucht, zu erhalten.

    Ich habe auch seit geraumer Zeit eine derartige Vision, doch in größerer Gemeinschaft. Hatte auch schon einige Gelegenheiten genutzt, was sich dann für mich, beim näheren Hinsehen, als das "Mini-System" , also mit "festgelegten Regeln und Vorschriften, zeigte. Doch bin ich guter Zuversicht, daß der "Zeitpunkt" nahe ist, daß sich, mit vielen Gleichgesinnten, mein Traum er- füllt, da ich immer öfter genau diesen Menschen begegne.

    Seid gesegnet in Eurer Großartigkeit, die Eure Kraft ist, um Euren Traum der Glückseleigkeit zu verwirklichen.

    In Liebe Jutta Karin

  19. Leibold, Stefan

    Bin durch Zufall auf eure Seite gestoßen und finde die Idee eigentlich ganz Super. Das thema Bio ist für mich jetzt nicht so Thema gewessen, zumindest bis jetzt kann sich ja noch ändern. Ich finde die Idee aus den finanziellen Aspekt ganz interessant, das man dadurch eventuell Geld spart, da ich selbst ne Menge für Lebensmittel ausgebe und das sind noch nicht mal Biolebensmittel, sondern die "normalen" Lebensmittel aus dem Supermarkt. Hab eure Seite grob überflogen, finde ich wirklich sehr gut, was ich mir echt wünschen würde und was vielleicht für euch eine Interessante idee wäre, ist ein Youtubechannel, ich glaube, damit würdet ihr viele Leute erreichen, man könnte dies interessant Präsentieren und joa, ist ja auch kein uninteressantes Thema.

    Ich wünsche euch alles gut

  20. Thomas

    Moins!

    Faszinierend, dass sich immer diejenigen für ihr Handeln rechtfertigen müssen, die für sich selbst einen gesunden Weg gefunden haben und diesen einfach nur anderen mitteilen wollen. Könnte es sein, dass so mancher an so einem Beispiel schmerzvoll erkennt, wie ungesund er selbst mit sich und seiner Umwelt umgeht und deshalb so angepisst ist?

    Wie dem auch sei, ich bewundere alle Menschen, die einen Weg raus aus dem Hamsterrad gefunden haben und diesen konsequent beschreiten. Ihr macht das schon!

  21. Jonas Gerber

    Ich versorge mich zwar nicht selbst, finde eure Seite aber trotzdem interessant. Es macht Spaß die Artikel zu lesen und herauszufinden, welche Alternativen es gibt. Ich muss zugeben, dass ich schon einige Rezepte von euch probiert habe und verblüfft war, wie gut das Essen schmeckt.

    Euch wünsche ich weiterhin alles Gute bei eurem Vorhaben. Ich bin mir sicher, ihr tut das Richtige. Das sieht man ja auch an eurem Enthusiasmus an der ganzen Sache.

    Schönen Gruß

    Jonas

  22. Kate

    Hallo ihr zwei,

    find eure idee klasse.

    Hab da ein interessantes Kochbuch gefunden aus der nachkriegszeitüber eicheln, vll interessiert es euch ja.

    Ich find es tol damit zu arbeiten und das brot ist super lecker.

    GlG Kate

  23. Ursula

    Liebe Lisa, lieber Michael

    Hut ab!

    Es ist ganz toll, wie Ihr beide es schafft, ein Leben in Liebe und Harmonie mit allen Lebewesen zu leben, die unsere Mitwelt mit uns teilen, und Eure Erfahrungen mit uns Leser/innen teilt.

    Ich bin vor einem Monat aufs Land gezogen und werde nun in meinem Garten Gemüse und Früchte für meinen täglichen Bedarf auch Schritt für Schritt selber anpflanzen.

    Weiter oben hat jemand Fleischkonsum gerechtfertigt, indem er/sie gesagt hat, dass wir auch Pflanzen umbringen und das Verzehren von anderen Lebewesen der Kreis der Natur sei. Das kann ich so nicht einfach stehen lassen.

    Erstens muss kein Mensch ein Tier ermorden (lassen), um seine Leiche zu verspeisen. Ein Tiger ist ein Raubtier und hat keine Wahl, der Mensch hingegen schon. Zweitens bringen wir keine Pflanzen um, wenn wir ihre Früchte essen, die sie uns zur Verfügung stellen. Wenn ich beispielsweise einen Apfel vom Baum oder eine Gurke oder Tomate vom Stengel pflücke, schade ich der Pflanze selber nicht.

    Für mich ist in meinem Leben die einzige Richtschnur, nach der ich mein Handeln ausrichte, die LIEBE. Bei allem, was ich tue, achte ich darauf, dass es in reiner Liebe geschieht. Nun kann sich jede/r selber Gedanken machen, ob das Töten von Tieren und Verspeisen ihrer Leichen ein Akt der Liebe ist …..

    Nehmt Euch alle ein Beispiel an Lisa und Michael. Das, was die beiden tun, ist wahre, gelebte Liebe!

    Herzliche Grüsse an Euch alle,

    Ursula

  24. Julia

    über deine Rückmeldung zu "der große Bio schmäh"

    fand ich zu eurer Internetpräsen.

    erster Eindruck: ich bin sehr angetan von euren

    Wichtigkeiten. vegan. regional. frei. selbst machen.

    ich schaue hin und wieder vorbei.

  25. Christian

    Wieso schreiben viele so unglaublich schwierige Ideen in Bezug auf die Nahrungsmittel? Ich selbst versorge mich auch selbst, doch muss ich dabei auf nichts verzichten. Ich züchte meine Tiere selbst, kann sie selbst schlachten und weiß, was sie gefressen haben, womit ich sie meste. Hierbei handelt es sich auch um nachhaltige Kost und man hat keinerlei Mangelerscheinungen. Darüber hinaus lassen sich viele Teile gut verkaufen oder auch für den Hofhund als Nahrungsmittel weiterverarbeiten.

    @Birgiene: Du darfst es gerne ablehnen, doch jeder darf so leben wie er möchte. Hunde würde ich einfach nicht essen, da sie für mich einen Nutzen haben und meine Schafe treiben… Es werden die Tiere gegessen, die schmecken und dafür gezüchtet werden können. Ganz einfach… Nur rege ich mich darüber auf, dass doch jeder seine Lebensweise für die Richtige hält.

    Jeder soll doch leben wie er mag. Ich gebe meinen Tieren auch Namen. Doch wieso sollte ich Sie nicht essen dürfen oder die Wolle verkaufen und die ungenießbaren Bestandteile für Hundebesitzer als gutes Futter verkaufen?

  26. Claudia Amae

    Hallo Ihr zwei,

    hab Euch schon ein paar mal was geschrieben – ob über FB od. hier.

    Ihr seid ja jetzt im Burgenland auf einem Bauernhof.

    Wie wäre es, wenn wir uns mal treffen. Mein Partner und ich arbeiten grad auch an unserer Vision des gemeinschaftlichen, natürlichen, einfachen Lebens auf einem Bauernhof.

    Mein Partner kommt aus Wels – und evtl. können wir einiges von Euch lernen – od. ihr von uns… *grins*

    so ihr zwei, fühlt Euch gedrückt und geherzelt

    Grüßchens

    Claudia Amae und Manfred

  27. Mariendistel

    Es ist nur so, dass Pflanzen nicht über ein zentrales Nervensystem verfügen. Die Vorstellung für 1 kg "Fleisch" 16 kg Getreide zu verfüttern, gefällt mir nicht. Vom Wasserverbrauch, den Qualen der Tiere, die in jedem Fall zu früh sterben und nicht tot gestreichelt werden, der Umweltbelastung durch Gase….ne, go vegan. Wir brauchen heute keine Tierausbeutung mehr.

  28. Mäggi Kokta

    Hallo Ihr 2!

    Habe von einer Freundin heute Eure Webseite geschickt bekommen und möchte Euch auch beglückwünschen für Euren zielstrebigen natürlichen Weg, grandios!

    Würde Euch gerne mal besuchen kommen, aber auch einladen zu uns, denn ab Freitag, den 21. 9. 2012 findet am Gieberling bei Stadtschlaining ein 9-tägiger Jurten-Bau-Workshop mit Dr. Claudius Kern statt. Meine Freundin Claudia baut sich da mit den Teilnehmern eine winterfeste Jurte in Low-Cost-Bauweise, ich darf die Teilnehmer alle Tage mit veganem, biologischem Essen verwöhnen. :-)

    Falls Euch das interessiert, könnt Ihr gerne vorbeikommen…lieben Gruß und viel Freude und Kraft und Liebe auf Eurem weiteren Weg, Mäggi

  29. Katharina

    Hallo Ihr Beiden,

    Wir überlegen jetzt auch schon ein bisschen wie wir das am besten unserem Traum verwirklichen aber bei uns kommt immer wieder die Geldfrage auf. Wir wohnen im Moment in Israel und möchten aber sehr gerne nächstes Jahr nach Deutschland ziehen und ein kleines Haus mit Grundstück kaufen (über Kredit…). Mich würde interessieren wie Ihr euer Haus finanziert habt und ob und als was Ihr nebenher arbeitet oder ob Ihr inzwischen da schon ganz von weg seid.

    Die erste Frage die ich immer bekommen wenn ich von unserem Vorhaben erzähle ist: und wo bekommt Ihr Geld her? ganz dicht gefolgt von: ja aber wollt ihr nicht etwas aus eurem Leben machen?? Ich denke mir dann immer: aber genau das machen wir! Wir machen was aus unserem Leben…

    Ich war sehr froh euren Blog gefunden zu haben (übrigens über diesen netten Herren http://neulichimgarten.de/blog/ da ich inzwischen angefangen hatte zu zweifeln ob es überhaupt möglich ist. Ich hoffe Ihr könnt uns vllt ein paar Tipps geben wie das ganze mit den Finanzen hinhaut…

    Auch: wie habt Ihr euer Haus gefunden?

    Finde ich super was Ihr macht!

    Weiter so!

  30. Pingback: Oh, ein Biolandwirt …. | An-, Ein- und Weitsichten …

  31. Susanne

    Hi, ihr beiden, freue mich auch sehr über euren Blog und gucke oft herein. Die Frage des Vorredners, wie finanziert ihr euch, hat mich auch schon mal beschäftigt. Die Arbeit, die Spaß macht z.b. in den Weinbergen reicht aus? Wie sieht es mit Krankenversicherung aus? Und das Haus und Grundstück? Ist es geerbt oder "Lottogewinn"? Das sind sicher sehr persönliche Fragen wenn es so um das Finanzielle geht und es liegt an euch ob und wie weit ihr antwortet. EUre Lebensweise gefällt mir gut…doch für mich würde ich nicht wissen wie finanzieren? Denn Haus und Garten müßen ja irgendwie gezahlt werden, wenn sie nicht grad Oma gehören:)(die bei mir nicht vorhanden ist…) herzliche Grüße, Susanne

  32. Birgiene

    Bitte eine Frage an Euch alle:

    Wie kommt man denn an so ein nettes Grundstück, auch ohne das nötige Kleingeld oder Erbe?

    Schaue seit geraumer Zeit umher nach einem Schrebergarten, der eine Lösung sein könnte. Doch alle wollen maximalen "Nutzen" daraus ziehen, wenn sie ihre Scholle abgeben.

    Zu Vegan/Vegetarisch oder nicht:

    Seit meiner Kindheit lehne ich Fleisch und Wurst ab, es stank mir einfach zu sehr. Obendrein bin ich Tierfreundin und beobachte sehr oft Tiere aller Art. Dabei ist mir kürzlich aufgefallen, wie Enten miteinander kommunizieren. Eine Ente kam aufgeregt schnatternd angeflogen, schnatterte weiter auf ein Pärchen ein, die entfernten sich von ihr und schnatterten etwas leiser zu ihr zurück. Die Ente flog wieder ab in eine andere Richtung. Daraufhin fingen alle Enten, Erpels an durcheinander zu schnattern. Das zeigte mir, dass Enten gar nicht so doof sind wie es uns erscheint. Sie kommunizieren fleißig miteinander, bestimmt haben sie auch Gefühle. Warum also schlachten wir Tiere???

    Genauso die Kühe und Schafe, beobachten wir sie mal eine Weile, dann erfahren wir mehr. Vielleicht sind wir selbst nur zu doof, um die Kommunikation der Tiere zu verstehen?

    Was ich auch nicht begreife: Katzen und Hunde werden kaum geschlachtet, nur bei den Chinesen und bei manchen Schweizern (?) Warum also maßen wir uns an, einfach mal so Hühner, Enten, Gänse, sogar die riesigen Kühe…zu schlachten? Oder gar die lieben süßen Karnickel? Manche geben ihren Tieren sogar Namen, aber zu Weihnachten sind sie dann doch dran…,.

  33. cadusculus

    Hallo

    Ich hab euren Blogg erst neulich entdeckt und noch nicht alle Einträge beziehungsweise Kommentare gelesen.

    Ich find eure Idee sehr gut, aber mal ne grundsätzliche Frage: Wie finanziert ihr euch? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ihr 100% ig ohne Geld auskommt. Durch den Garten könnt ihr euch sicher ernähren und ohne Strom kann man sicher auch sehr viel sparen, aber Saatgut, Werkzeuge, Material … muss man ja doch kaufen. Kleidung vielleicht auch. (Obwohl ich in den jetzten fünf Jahren glaub ich nur zwei Hosen und zwei Hemden gekauft habe.)

    Daneben fallen ja auch Grundsteuer, evt. Gebäudeversicherung (gegen Feuer/Sturm), … an. Ich weiß nicht wie es in Österreich ist, aber in Deutschland kommen meißt noch Müllgebühr, Abwassergebühr (auch wenn man kein Abwasser in den Schmutzwasserkanal einleitet muss man einen Pauschalbetrag abführen – bei uns zu mindestens) … hinzu.

    Wenn du willst kann ich das noch weiter ausführen, hab für mich mal ne Aufstellung gemacht.

    Tut mir leid wenn ich meine Frage nicht so romantisch verpackt habe.

    cadusculus

    (Ich bin kein Kapitalist)

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Hallo cadusculus,

      kurz und knapp: natürlich leben wir nicht ohne Geld – aber wir versuchen den Bedarf daran zu minimieren. Die Menge an Geld, die wir brauchen, versuchen wir mit Arbeit zu verdienen, die uns Freude bereitet, zum Beispiel durch Arbeiten in Weingärten in der Gegend hier.

  34. Stefanie

    Eine Versorgung ohne andere Lebewesen wäre dann wohl die Lichtnahrung. ;)

    Pflanzen sind auch Lebewesen, die geachtet werden wollen und Gefühle haben. Nur können sie sie nicht so zeigen, wie schreiende Tiere…

    Solange wir Dank dem zeigen, was wir essen und es wertschätzen ist es OK. Gehen wir aber davon aus, dass es völlig normal ist, dann werden wir uns selbst schaden, egal was wir essen.

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Hallo Stefanie,

      also wenn man davon ausgeht, dass Pflanzen auch Gefühle haben und nicht sterben wollen, dann sollte man ja erst Recht keine Tiere essen, denn über diesen Umweg tötet man ja viel mehr Pflanzen (und eben zusätzlich die Tiere), als wenn man die Pflanzen direkt essen würde.

      1. Stefanie

        Tiere, die Pflanzen essen, töten sie ja eigentlich nicht ;) Sie fressen sie lediglich ab und das ist oftmals auch wichtig, damit andere kleinere Pflanzen sich entwickeln können.

        So wurde zum Beispiel schon festgestellt, dass wenn Wiesen kommplett brach liegen und nicht gemäht werden die kleinen und "besonderen" Pflanzen wir Orchideen (Knabenkraut) nicht mehr wachsen können.

        Alles hat seinen Sinn in der Natur. Würden Raubtiere die Population der Grasfressenden Tiere nicht hin und wieder reduzieren, so würden alle Grasfresser sterben, da sehr Bald keine Nahrung mehr da wäre.

        Ich meine nicht, dass ich Massentierhaltung unterstützen möchte oder dass ich es gut finde, wie zum Großen Teil geschlachtet wird. Ich selbst esse nur wenig Fleisch, habe aber Hunde, die ohne nicht sehr lange gesund sein würden.

        Bei dem Fleisch was ich esse, denn hin und wieder ist es eben so, da kasteie ich mich nicht (das mach ich schon mit Milchprodukten, die ich nicht mehr esse), achte ich auf artgerechte Haltung, Bio und soweit es geht eine gute Schlachtung. Einige Betriebe haben sich schon mit der Weidetötung durchsetzen können und natürlicher geht es ja nicht.

        Mein Anliegen war einfach nur zu sagen: Hey, Pflanzen sind auch Lebewesen. Wenn wir etwas essen wollen, dann ernähren wir uns von anderen Lebewesen. Aber das ist halt der Kreis der Natur und wenn wir diesen zu Schätzen wissen, dann haben wir doch etwas großartiges erreicht. Wir müssen uns nicht dafür schämen, dass wir andere Lebewesen essen "müssen" um zu überleben sondern wir sollten diejenigen wertschätzen, die ihr Leben für unseres geben. Und wenn wir da angekommen sind ist es wirklich egal was oder wen wir essen, denn die Moral ist die Gleiche. Wer denkt, dass man Tiere nicht essen darf, weil sie ein Gesicht haben, Pflanzen aber schon, denn die sagen ja nichts, gibt den Lebewesen einen Rang, ein Schubfach, und entfernt sich von der Ganzheit.

        Was ich um Himmelwillen nicht sagen möchte ist: Esst Fleisch ist eh egal, was ihr esst, alles lebt.

        Ich finde es ja gut, wenn Menschen die Tiere achten, mach ich ja auch. Aber die Pflanzen sollten eben genau so geachtet werden ;)

  35. Sylvia

    Hallo Leute!

    Ich wohne in der Großstadt, Graz. Bei so Ansätzen wie Ihr auf Eurem Hof sehe ich das Problem, da man und frau zuerst einmal investieren muss – irgendwie muss frau und man ja in den Besitz des Hofes kommen. Trotzdem finde ich Eure Arbeit super. Auf Eure Homepage kam ich übrigens über Facebook, eine Frau schickte mir die Anregung mit den Kastanien als Reinigungsmittel. Muss ich auch ausprobieren. Als Großstädterin stehe ich vor der Herausforderung, wie kann ich der Nahrungsmittelindustrie und sonstigen Konzeren so gut wie möglich ausweichen? Mein Balkon und Kräuter vertragen sich bislang nicht so gut, aber ich will es wieder einmal probieren. Aufgrund einer Ernährungsumstellung (ich verzichte auf Milch, Käse und Butter) brauche recht bald (die Reste will ich noch verbrauchen) keinen Kühlschrank mehr. Ich kann ihn abschalten. Des weiteren möchte ich mich einem Gemeinschaftsgartenprojekt anschließen.

    1. Marion

      Hallo E.T.

      ich kann ein bisserl was dazu sagen. Ich habe mich 6 Monate von veganer Rohkost ernährt. Viel Obst wie Bananen, Mango, Orangen, Avocado, Kiwi usw. An Gemüse waren es viel Tomaten und allerlei Salate. Dazu noch Nüsse, die sättigen sehr schön. Getrocknete Feigen machen auch unheimlich satt, denn bei Rohkost ist ja das sattwerden etwas problematisch, zumindest war das bei mir so. Ich habe auch Mungbohnen und anderes gekeimt, wobei die Kräuter frisch aus dem Garten viel effektiver und wertvoller waren. Ich habe Löwenzahn, Vogelmiere, Gänseblümchen usw. in den Salat getan oder auch mit Bananen und Avocado zusammen einen Smoothie hergestellt, schmeckt fantastisch und man entschlackt sehr. Getrunken habe ich nur Wasser aus unserem Brunnen. Ich habe festgestellt, dass ich nie mehr müde war, ich hatte Kraft wie eine Bärin :-) und meine Haut war traumhaft schön und frei von Unreinheiten. Da ich das Ganze dummerweise ohne Salz gemacht habe, hab ich Zahnhalskaries an 4 Zähnen bekommen, da bin ich aber erst später draufgekommen. Ich würde nicht empfehlen Rohkost zu essen ohne ordentliches Salz. Ich meine nicht das NaCL aus dem Supermarkt, das ist kein Salz. Ich meine richtiges Kristallsalz. Ich fange gerade wieder an Rohkost zu essen, diesmal mit Himalayasalz :-) Ansonsten kann ich diese Ernährungsweise nur empfehlen, man wird plötzlich gesund, alle Zipperleins wie Fußpilz oder Pickel usw. verschwinden einfach. Helmut Wandmaker hatte schon recht, Kochkost ist im Grunde Totkost. Hinzu kommt noch, dass man sich verjüngt, die Hautfarbe wird rosiger, die Augen leuchtender ….

      Gruss Marion

  36. Heidi

    Hallo Lisa und Michael,

    tja man sollte es wie ihr – einfach mal anpacken!!!

    Ihr zieht das volle Programm durch und das finde ich echt bewundernswert! Aber evtl. ist es sogar einfacher zu 100% diese Richtung einzuschlagen als nur zu 50%. Ich starte nun den 50% Versuch. Die Möglichkeiten habe ich, also warum nicht einfach anpacken – darüber nachdenken tu ich schon so lange und ich denke es ist nun wirlich an der Zeit dafür ;-)

    Danke für eure Seite, die ich weiter verfolgen werde, weil sie echte Motivation für mich ist :-)

    Viele liebe Grüße aus dem bayerischen Wald

    Heidi

  37. alexander f. nabben

    hallo, ihr – würde euer tolles projekt als lebendiges und praktisches beispiel gern als link auf die neue vereinsseite vom allgäuer vegier projekt setzen, erbitte einverständnis. kann auch mal für ein kochkurs-intensiv-wocheende vorbeikommen und zeigen, wie ihr auch zum verkauf sojamilch,tofu,seitan, käsekuchen, aufstriche udw. usw. machen könnt, oder von euch organisierte gäste, damit (leider) das noch nicht abgeschafte geld für fahrtkosten u.a. übrig bleibt, will mich bare nicht aufdrängen, bestimmt wißt ihr sowieso schon alles, oder ? ich mach jedenfall tofu usw. seit 1978, hab diverse bücher dazu geschrieben, mache vorträge, demnächst der 1. you-tube-film im netz…gibt es irgendwo bilder und berichte direkt von eurem landbau ? in kürze hab ich im neuen vereinszentrum einen vortag über tierslosen landbau, wo die bilder ein beitrag sein könnten…- erst mal lieben gruß von alexander aus isny im all.

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Hallo Alexander,

      natürlich kannst Du uns verlinken, wenn Du magst. Dazu muss uns niemand fragen! :)

      Die Idee mit dem Intensiv-Koch-Wochenende kann man sich auf jeden Fall überlegen – denke eh immer wieder drüber nach, eine Workshop-Woche zu organisieren, wo alle Teilnehmenden statt einer Bezahlung eigenes Wissen einbringen. Alle Teilnehmenden gestalten also auch selbst Workshops. Aber das ist erst eine Idee….

  38. rasos

    Hallo Lisa und Michael,

    verfolge schon länger Euer Projekt über Twitter, hatte auch länger an der tschechischen Grenze gelebt und bin jetzt in Vorarlberg. Hätte gerne ein Portrait von Euch auf Ethify Yourself, sowohl in der Galerie http://ethify.org/content/ethify-gallery als auch eventuell im Kapitel "Ethify Your Life". Wir arbeiten gerade an der 2.0 Version, die wird dann auch gedruckt.

    Eine schöne Winterzeit noch – die Tage werden schon wieder länger!

    Roland

  39. Marion

    Ja, das kenne ich auch schon, momentan lebe ich inmitten einer Agrarwüste in Sachsen-Anhalt. Die Energien sind nicht besonders, es wird viel gespritzt. Als im September diesen Jahres ein Sturm einiges an Ackererde in unseren Garten gespült wurde, da kam auch das ganze Gift in unseren Garten. Ergebnis war, dass unser gesamter Garten innerhalb weniger Tage abstarb. Löwenzahnblätter wurden hellgelb bis fast weiss, Blumen gingen ein. Ich hoffe mal, dass es bei euch nicht so schlimm ist und ihr euch etablieren könnt :-)

    Liebe Grüsse Marion

  40. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

    Liebe Marion – vielen Dank für Deine netten Worte.

    Wir sind hier mit unserem "grünen Fleck" inmitten einer Agrarwüste. Das ist ein bisschen wie gelebter Widerstand. Eine Keimzelle des Lebens.

    Ich wünsche Dir alles Gute und das Du Dein Fleckchen Erde findest!

  41. Marion

    Hallo liebe Lisa, lieber Michael,

    ich bin restlos begeistert. Genau diese Gedanken gehen mir schon seit ein paar Jahren durch den Kopf. Ein schönes Fleckchen wo man autark leben kann und sich selbst versorgt, natürlich vegan, gar keine Frage. Ich finde auch die Haltung von Tieren nicht schön, deshalb ohne Tiere. Es sei denn ein Tier kommt und bleibt freiwillig, wie eine Katze oder so …. Ich suche momentan etwas in Alleinlage mit mindestens 5000qm Land in schöner Natur ohne Agrarwüste drumrum. Eine Idee ist auch, ein Strohballenhaus zu bauen, nicht groß. Nur so ca. 60qm und auch nur ein Raum. Ganz einfach alles. Kompliziert ist diese Welt schon genug. Ach ja, schön dass es Euch gibt. Das sind so meine Gedanken. Ich habe Euch beide gleich auf meine Website gestellt, weil mir das hier alles sooo gut gefällt :-) Liebe Grüsse von Herzen Marion

  42. Venusfliegenfalle

    Zitat von Sonnentau: Die Herausforderung liegt darin, sich ohne die Ausbeutung von Tieren selbst zu versorgen – eben SELBST, und nicht durch andere Lebewesen.

    Ich weiß nicht, wie ich das sonst verstehen hätte sollen, bin aber froh, wenn es nicht so gemeint war!

  43. sonnentau

    Liebe_r Venusfliegenfalle:

    interessant, was du da so raus liest.

    niemand sagt dass ich nicht auch pflanzen respekt erweise.

    ich bin für alles was mir mutter natur ermöglicht jeden tag dankbar. ich bedanke mich bei meinen bäumen, dass ich ihre äpfel ernten darf, lasse platz in meinem garten für andere lebewesen, baue möglichkeiten, wo sie überwintern können, und für alles, was ich nehme, versuche ich, zurück zu geben und in dankbarkeit zu nehmen, mit tiefem respekt.

    ich empfinde, dass du eine festgefahrene meinung über mich hast, die nichts anderes zulässt, obwohl du gerade nur mal ein paar zeilen über mich gelesen hast, mich geschweige denn kennst, lebensumstände weißt oder ähnliches.

    das ist deine entscheidung, beeinflusst mich in dem sinne nicht.

    bei allem respekt vor mutter natur, den pflanzen und den tieren sollten wir den respekt vor anderen menschen nicht vergessen.

    alles gute für dein leben.

  44. Venusfliegenfalle

    @sonnentau

    Zu sagen, dass man sich SELBST versorgt, und nicht durch andere Lebewesen, wenn man Pflanzen isst – das finde ich tieftraurig.

    Pflanzen, die sterben, um uns unser tägliches Überleben zu gewährleisten, haben dasselbe Recht auf Respekt, wie Tiere das hätten. Jedesmal, wenn wir eine Karotte ernten, töten wir ein Lebewesen. Dessen sollten wir uns wenigstens bewusst sein.

    Zugegeben, das ist wenig romantisch, aber so ist es.

    1. Ava Odoemena

      Wenn Pflanzen sterben, ist das egal. denn Pflanzen haben keine ethischen Rechte, da sie keine Fähigkeiten, Eigenschaften oder Merkmale haben, für die ethische Rechte in Betracht kämen.

      Pflanzen haben keine Nerven, Gehirne, Organe, keine Strukturen um etwas zu empfinden, ergo auch kein Leid. Hier scheitert dann die Logik der Irrationalen, da sie aufgrund ihrer Beschränkung keine Unterschiede erkennen können.

      Da ist „Leben“ dann halt synonym für Menschenrechte, Fakten werden irrelevant und alles wird zu einem einzigen, grauen Brei verrührt. Ich halte das im besten Fall für eine naive, im schlimmsten für eine gefährliche Denkschwäche.

      Jemand der eine Kartoffel anguckt und da dann in einer magischen Schicht Nerven oder Persönlichkeit hineinfantasiert, wenn wer Rechte so wenig begriffen hat, dass er sie wahllos auf alles beliebige anwendet, der kann natürlich dann auch nicht reagieren, wenn mal echte Rechte eingeschränkt werden. Schweinskopf ab ist halt das gleiche dann wie Salatkopf ab.

      Ich frage mich ernsthaft wie man eine Schule abgeschlossen haben kann, um dann bei so einem Thema argumentativ bei „Salat hat Rechte, denn er hat einen Kopf“ zu landen. Das Mittelalter weilt echt noch unter uns.

    2. renate

      Betreff: Pflanzen sind keine Lebewesen/Pflanzen sollen nicht durch unseren Verzehr sterben
      Pflanzen sind genauso beseelt wie Menschen, Tiere, Steine, Naturwesen. Sie haben ein Bewusstsein! Jeder Mensch der sich mit Pflanzen intensiv beschäftigt wird das auch feststellen können. Der Unterschied ist betreffend Verzehr – sie sind für uns hier !! Mutter Erde tägt und nährt uns – vor allem mit den Pflanzen nährt sie uns. Sie sind hier und stellen sich für unsere Nahrung zur Verfügung – das ist ihre Bestimmung. Wir haben einfach verlernt, was die Natur für uns Menschen bedeutet.
      Herzlichst
      Renate

    3. pedro

      Das sehe ich auch so. Veggies leben in einer Traumwelt. Insbesondere für Veggies müssen eine Unmenge an Vorratsschädlingen umgebracht werden, für den Anbau von Pflanzen kommen nicht nur hochgiftige Herbizide, Funghizide und vor allem Pestizide zum Einsatz, sondern auch tierische Frassfeinde der Pflanzen müssen immer und immer wieder grausam getötet werden. Wenn man dagegen ein einziges Rind tötet, müssen keine Kollateralschäden (Tiere) mitgetötet werden, und von einem Rind können viele Menschen satt werden.

      1. Lisa PflegerLisa Pfleger

        Tja, leider geht deine Rechnung nicht auf: Was denkst du, passiert mit dem Kraftfutter, dass dieses Rind zuvor frisst? Soja, Getreide und co aus regionalem Bio Anbau? Wohl kaum. Und das ist einfach der absolute Bärenanteil, des am Markt verfügbaren Fleisches…

        Da hast du genau das gleiche an Leid wie bei pflanzlichen Produkte, PLUS ein zusätzliches getötetes Säugetier mit Schmerzempfinden, das zuvor beschissen gehalten und beim Transport gequält wurde UND Unmengen an klimaschädlichen Methangasen ausgerülpst hat.

  45. Thomas Ra

    Hallo Michael!

    Danke für die schnelle Rückmeldung! Finde eure Einstellung und die Antwort toll! Fände es super, mehr Leute so eine Einstellung hätten. Leider sehe ich gerade auch bei mir selbst, dass das gar nicht so einfach ist ;). Wünsche euch noch viel Erfolg bei eurem vorhaben!

    lg Thomas

  46. sonnentau

    @venusfliegenfalle:

    sonnentau – früh morgens, wenn es taut, wenn die sonne beginnt zu scheinen … bilden sich herrliche tröpfchen auf – wie vieles ist auch dies vielseitig interpretierbar, hat mehrere bedeutungen als auch sichtweisen – und man muss nicht jedes wort auf die waagschale legen ;)

    @generell:

    ich (emp)finde, dass es schöner ist, zu bekräftigen, was michael und lisa schaffen, was sie vom alten alltag abgelegt haben und "vereinfacht schaffen" –

    was auch meinerseits meinen respekt ihnen gegenüber ausdrückt für das was sie tun – da ich selbst wohl nicht die hälfte schaffe oder mich dazu in der lage sehen würde.

    ich bin froh, dass sie uns all dies wissen lassen – so finde ich für mich ständig anreize, inspirationen.

  47. Venusfliegenfalle

    @sonnentau wieder stellt sich mir die Frage, warum Pflanzen keine Lebewesen sind.

    Warum seid Ihr dieser Meinung? Ich denke, das sind mehrere, weil Du viel Zustimmung bekommen hast.

    Finde es auch spannend, dass Du Dich "Sonnentau" nennst – eine "Tiere-ausnützende" Pflanzenart. Oder sind Insekten auch keine Lebewesen ;)

  48. Diana

    Thomas Ra, ich bin froh, dass die beiden die Mitwelt an ihrem Projekt teilhaben lassen und sehe Computer nicht als Minuspunkt. Es gibt andere Utensilien wie Töpfe und Schuhe und viele andere Dinge des täglichen Gebrauchs, die man schließlich auch nicht selber gebastelt hat. Man muss es sich doch nicht unnötig schwer machen und auf sämtliche Technologie und mechanischen Hilfsmittel verzichten. Wenn man in einer Lehmhütte ohne Strom lebt, dann kann das sicher auch schön sein, aber keiner würde was davon mitkriegen, es sei denn, das Fernsehen geht hin. P(e)ace.

    1. Michael HartlMichael Hartl Beitrags Autor

      Hallo Thomas, ja, wir nutzen das Internet als Kommunikationsplattform. Wir gehen dafür jedes Mal in die öffentliche Bibliothek. Aber das wäre eh ne Idee, wenn alle Menschen das so machen würden. Computer und Internetanschlüsse teilen ist wie Carsharing – alle würden es weniger nutzen, wer es aber braucht, hat es zur Verfügung. Günstiger, ressourcenschonender und sozialer. :)

      Selbstversorgung als individuelles Lebenskonzept hat Grenzen – gerade wenn man wie wir entschieden hat, andere Menschen miterleben zu lassen, welche Schritte wir gehen. Vielleicht wird einer der Schritte auch mal weg von "Strom / Computer / Internet in öffentlichen Einrichtungen nutzen" sein. Bisher eben nicht, da wir andere Prioritäten für unsere persönliche Entwicklung und die Entwicklung unseres Lebensprojekts gesetzt haben.

  49. Diana

    Vielen, vielen, herzlichen Dank dafür, dass Ihr keine Tiere ausbeutet.

    Falls Ihr mal Hunger auf Tofu oder Seitan oder so Zivilisationskram habt, oder was schief läuft, schicke ich Euch gerne ein Care-Paket.

    Bitte bleibt so, wie Ihr seid !!!

    Wunderbar, dass Ihr das macht. Ihr macht, wovon viele träumen (ich zum Beispiel).

    Nicht vergessen !

    Ihr könnt auf jedem Schritt Eures Weges stolz auf Euch sein ! Ich bin stolz auf Euch !

    Liebe Grüße.

    D

  50. Sonnentau

    Die Herausforderung liegt darin, sich ohne die Ausbeutung von Tieren selbst zu versorgen – eben SELBST, und nicht durch andere Lebewesen.

    Ich find super, was Ihr macht, meinen vollsten Respekt aus tiefstem Herzen,

    Licht und Liebe für Euch

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