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21. September 2011

Gurken einlegen

Weil es die Jahreszeit nun mal so an sich hat, schreib ich auch heute wieder über das Konservieren. Und weil unsere Leserin Michaela in einem Kommentar auf unser Zucchini-Rezept um eines für Gurken gefragt hat, nehmen wir uns dieser an. Und verraten Euch zwei Rezepte. Ein recht gängiges – und ein rohes.

Gurken einmachen wie Oma

Damit die Gurken auch schmecken werden wie von Oma höchstpersönlich eingemacht, hier unser Rezept, dass ein sehr leckeres Ergebnis hat.

Zutaten für den Sud:

  • So viele Gurken, wie ihr eben zum einmachen habt (hab unsere Menge nicht gewogen, sorry – war aber sehr viel)
  • 3,8 Liter Wasser
  • 1,2 Liter Essig
  • 300 Gramm Zucker
  • 160 Gramm Salz
  • 14 Neugewürzkörner
  • 20 Körner Pfeffer
  • 3 Lorbeerblätter
  • nach belieben: Senfsamen und in Scheiben geschnittenen Kren (Meerrettich)

Weitere Zutaten pro Glas:

  • Dill
  • ein paar Zwiebel-Stücke oder -Ringe
  • ein paar Scheiben Karotte

Zutaten im Glas Gurken einlegen

Zubereitung

Das Wasser mit den restlichen Zutaten (außer Essig) für den Sud aufkochen – und erst ganz am Ende den Essig zugeben. Dieser soll nicht mitkochen.

Während der Sud auf dem Herd steht könnt ihr Euch das Warten aufs Kochen überbrücken, indem ihr in jedes einzelne Glas ein wenig Dill, ein paar Zwiebel-Stücke oder -Ringe und ein paar Scheiben Karotte legt. Das Glas dann mit Gurken auffüllen.

Sobald der Sud gekocht hat, wie oben beschrieben, den Essig zugeben und den Sud über die Gurken gießen, bis die Gläser gut mit Sud gefüllt sind.

Deckel drauf und bei 80 Grad für 15 Minuten sterilisieren (auch wenn ich gelernt habe, dass es eigentlich kein sterilisieren ist…).

Gurken im Glas Gurken einlegen

Gurken roh einlegen

Für alle, die an einem viel ausgefalleneren Rezept fürs Gurken einmachen interessiert sind, hier nun etwas ungewöhnlicheres: roh eingemachte Gurken. Als wir das neulich gemacht haben, hat niemand ans Fotografieren gedacht. Daher dieses Rezept ohne Fotos. Und auch hier hab ich wieder keine Gewichtsangabe für die Gurken selbst, dazu haben wir zu viele – wir kochen einfach die verschiedenen Suds (oder Sude?) und machen dann ein. Mehr nach Gefühl als nach Rezept. Aber damit habt ihr mal nen Anhalt.

Zutaten:

  • Gurken
  • 5 Liter Wasser
  • 5 Teelöffel Salz
  • einige Wein-Blätter
  • einige Eichen-Blätter
  • ein paar Scheiben Kren
  • etwas Dill

Zubereitung:

Für dieses Rezept braucht ihr mindestens sehr große Gläser – im Idealfall einen Sauerkrauttopf. Hier kommen die Zutaten in Schichten hinein. Recht simpel. Es geht los mit einer ersten, dünnen Schicht aus Wein- und Eichen-Blättern. Dann kommt eine dicke Schicht Gurken. Nun eine dünne Schicht aus Wein- und Eichen-Blättern, ein paar Scheiben Kren und etwas Dill. Wieder eine dicke Schicht Gurken und dann wieder eine dünne Schicht mit den Blättern, Kren und Dill. Das wiederholt ihr, bis der Sauerkrauttopf voll ist. Den Abschluss bildet eine dünne Blätter-Schicht.

Das Wasser mit dem Salz wird aufgekocht und soll danach wieder komplett abkühlen. Diese so hergestellte Salzlake wird dann in den fertig gefüllten Sauerkrauttopf gegossen. Oben nun ein Gewicht drauf – zum Beispiel ein sauberes Schneidebrett oder einen größeren, abgekochten Stein – mit einem Tuch abdecken und rund 10 Tage fermentieren lassen. Das macht die Natur mit allen ihren Mikroorganismen ganz alleine. Wenn es fertig ist, befindet sich ein weißer Belag auf den Gurken und Blättern. So lagern wir sie bis zu einem halben Jahr.

Zum Essen werden die Gurken abgewaschen und dann einfach nur genossen.

Varianten

Die rohen Gurken können auch mit weiteren Zutaten gemacht werden, ganz nach Lust und Laune hinzugeben oder wegnehmen. Zum Beispiel:

  • Blätter der Roten Johannisbeere
  • Sauerkirschen-Blätter
  • Chillis
  • Pfeffer
  • Zwiebel
  • Neugewürzkörner
  • Karotte
  • Knoblauch
  • Lorbeerblätter

Guten Appetit – und verratet uns gerne Eure Rezeptideen als Kommentar. Danke!

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5 Kommentare zu “Gurken einlegen

  1. Lorbeer lässt sich durch heimische Weichselblätter ersetzen, das ist ein altes traditionelles Familiengeheimnis von meiner Familie. Wir haben rohe Gurken immer mit Weichselblättern, Apfelessig, Dill und Salz für den Verzehr im Sommer eingelegt.

  2. Pingback: Natürliche Konservierungsmethoden

    • Hallo Ines, Kren steht für Meerrettich, im fränkischen und bayrischen Sprachraum. Beim ersten Sudrezept steht es auch in Klammern dabei: “nach belieben: Senfsamen und in Scheiben geschnittenen Kren (Meerrettich)”

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