Die Bibel für den Gemüseanbau
Einen ganzen Stapel Bücher habe ich mir gemeinsam mit der wundervollen Lisa auf der Suche nach einer Art Bibel für den ökologischen Gemüseanbau angesehen. Die aller wenigsten haben wir durchgelesen und nur eine Hand voll haben es in unser Bücherregal geschafft.
Wir wollten ein Buch, in dem die wichtigsten Gemüsepflanzen detailliert, fachlich einwandfrei und übersichtlich für den kleinstrukturierten, ökologischen Anbau beschrieben werden. Gefunden haben wir eine Art Bibel, die weit mehr als unsere Ansprüche erfüllt.
Handbuch Bio-Gemüse
Mit dem 632 Seiten starken Buch Handbuch Bio-Gemüse – Sortenvielfalt für den eigenen Garten ist Andrea Heistinger im Auftrag der Seed-Saving-Organisation Arche Noah der ganz große Wurf gelungen. Dieses Buch wurde in kürzester Zeit zu unserem meist genutzten Nachschlagewerk.
Über 100 Kulturarten werden nach Familien geordnet beschrieben. Zu jedem Gemüse gibt es Informationen zu folgenden Bereichen:
- Anbau
- Temperaturansprüche
- Düngung
- Wasserbedarf
- Pflege
- Fruchtfolge
- Mischkultur
- Pflanzengesundheit
- Ernte und Lagerung
- Sortenbeschreibungen
- Sortenfotos
Wo nötig, wird auch die Jungplanzenanzucht, das Auspflanzen und das Überwintern beschreiben. Abgerundet wird jedes dieser umfassenden Portraits durch schöne Fotos, interessante Hintergründe, weitere Verwendungsmöglichkeiten, dem ein oder anderen Rezept und weiterführender Literatur und Web-Links.
Erfrischend anders
Für mich hebt sich dieses Buch in positiver Weise deutlich von anderen Gartenbücher ab. Ganz besonders, weil hier nicht wie so häufig üblich eine Person als Expert*in für alle Pflanzen und Themen auftritt. Andrea Heistinger hat natürlich ihre eigenen Erfahrungen und ihr Wissen einfließen lassen, gleichzeitig wurde sie aber auch von weiteren Expert*innen unterstützt. Und zahlreiche Arche Noah Sortenerhalter*innen und Bäuer*innen kommen ebenso zu Wort.
So wird das Buch zum höchst fundierten Schmelztiegel althergebrachten Wissens, modernster Erkenntnisse und der umfassenden Erfahrung professioneller Bio-Gärtner*innen.
Fazit
Das wichtigste Nachschlagewerk für den biologischen Gemüseanbau. Auch für erfahrene Gärtner*innen.
Dank der Einleitung, in dem die Grundlagen des ökologischen gärtnerns, wie Boden, Samen, Fruchtfolge oder Nährstoffe sehr gut und einfach erklärt werden, ist das Buch auch absoluten Anfänger*innen ans Herz zu legen. Ich denke, auf Grund der Art, wie ich über das Handbuch Bio-Gemüse geschrieben habe, wird schon klar, dass ich es uneingeschränkt empfehle.
Update 21. Oktober 2011: Einziger Wermutstropfen ist die an mehreren Stellen empfohlene Düngung mit Mist oder anderen tierischen Stoffen. Dies ist leider das blinde Auge vieler Menschen im Bio-Bereich. Auch in dem vorliegenden Buch wird hier wieder eine alte Leier unhinterfragt wiederholt. Dabei zitiert eine der Kommentierenden (Danke, pro-edaphon!) zu diesem Artikel dankenswerterweise direkt aus einem der Bücher, das im Handbuch Bio-Gemüse als Literaturtipp aufgeführt wird:
“Auch die Behauptung, dass Viehzucht des Mistes wegen die Voraussetzung für die Pflanzenproduktion darstellt, hält nicht stand. Diese Kopplung dient lediglich der Verwertung des Abfalls aus der Fleischproduktion, stellt aber durchaus nicht die optimalen Möglichkeiten einer Pflanzenernährung dar.”
aus dem Buch “Humussphäre – ein Stoff oder ein Systemß” von Herwig Pommeresche, Seite 130f
ISBN: 978-3-7066-2459-6
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Hallo Lisa und Michael,
hmh – vielen Dank für die Empfehlung. Nachdem das Handbuch des Speziellen Gemüsebaus von G. Vogel (Ulmer Verlag 1996, ISBN 3800152851) vergriffen, und das Bioland-Gemüsebau-Buch von 2009 leider nicht so der Bringer ist, kommt mit der Arche Noah-Publikation eine Alternative auf den Markt. Schon das Handbuch vom Samenbau hat mich von der Qualität der Arbeit der Arche Noah überzeugt. Falls Ihr noch ein paar Buchempfehlungen benötigt, ich würde Euch raten die "Encyclopedia Of Country Living" zu erstehen. Da steht ne Menge drin, was man wissen muss und das Internet als Quelle versagt (z.B. weil der Strom alle ist).
Viele Grüße,
Daniel
Danke für den Tipp, Daniel! Freuen uns generell über gute Tipps von allen.
Hallo ihr zwei kann euch auch der Bio Garten entfelen;) wie auch Biologisches Saatgut aus dem eigenen Garten was ich zur Zeit am lesen bin;) ich selbst bekomme nie genug von Büchern dar ich ein Bücherwurm bin.Ein Bericht über euren Dach Ausbau wäre mal schön:) MfG Daniel
Hallo Daniel, meinst Du "Der Bio-Garten" von Marie-Luise Kreuter? Scheint vom Inhaltsverzeichnis her wirklich interessant. Bezüglich Gewinnung eigenen Saatgutes kann ich das Handbuch Samengärtnerei – ebenfalls von Arche Noah – empfehlen. :)
Hallo Michael!
Bin über einen Freund auf eure Seite gekommen und kann deine Meinung zu dem Buch nur voll bestätigen – allerdings hab ich schon ein paar mal Keinigkeiten gefunden, wo ich nicht soo klar kam (jetzt fallen sie mir natürlich nicht ein-:) ). Da hat mir dann das Handbuch Samengärtnerei geholfen. Ich persönlich hatte das Pech, mir letzteres zuerst zu kaufen und war als interessierter Laie damit total überfordert. Nach einem Winter mit dem Handbuch Biogemüse und etlichen Versuchen in der Praxis "verstehe" ich es jetzt. Also :Die zwei Bücher sind mittlerweile die einzigen geworden, die regelmäßig in Verwendung sind!
Bin sehr angetan, von dem, was ihr da so treibt – Hut ab vor euch! Wo in NÖ seid ihr da aktiv – sehr sandiger Boden??? lg Helmut aus Perchtoldsdorf
Hallo Helmut,
wir leben und werken im Norden Tschechiens – südlich des Böhmischen Mittelgebirges. Wir haben hier sehr, sehr lehmigen Boden. Ist hier eine ehemalige Lehmgrube und Ziegelei.
Das Handbuch Samengärtnerei wird mit Sicherheit auch eines der nächsten Bücher sein, die wir hier vorstellen – allerdings ist das, wie Du auch schon schreibst, keine Einstiegs-Literatur. Ist aber bei uns eines der weiteren Haupt-Nachschlagewerke, die ich unbedingt empfehle.
Hallo Michael genau das meine ich es ist besonders Interesant dar es ein Pflanzenschutz-Kompass enthält. Und ihr Biologisches Pflanzenschutzbuch ist auch zu empfälen;)
Ich danke euch für den Tipp. Als Neu-Kleingärtner möchte ich mir über den Winter auch zwei, drei gute Gartenbücher zulegen. Neben "Der Biogarten" von Marie-Luise Kreuter steht dieses Buch nun ganz oben auf der Liste.
Daneben werde ich mir wohl noch "Obstbaumschnitt in Bildern" von Hans Walter Riess und "Selbstversorgung aus dem Garten" von John Seymour. Das sollte für den Anfang an Lektüre ausreichen.
P.S.: Euer Experiment finde ich sehr interessant! Ich wünsche euch viel Erfolg damit.
Hallo ihr, auch von mir noch ein paar Buchempfehlungen und mein erster Eindruck von dem Buch:
Ich habe das Buch heute bekommen und nach erstem Stöbern enttäuscht zur Seite gelegt. Ich möchte mir von Gärtner_innen nicht mehr suggerieren lassen müssen, dass es der Rinderkacke bedarf, damit unser Sandboden gemüseanbautauglich wird. (S.60f.) Ebenso wie bei Frau Kreuter (Der Biogarten) werden hier Mistpackungen und Schlachtabfälle wie Hornspäne als ernsthafte Optionen genannt. Und Seymor bringt uns – soweit ich mich erinnere – gleich noch bei, wie wir den Tieren das Fell über die Ohren ziehen. Nee Danke.
Zukunftsweisende Gartenbücher und Gemüseanbauempfehlungen sollten ohne Ausscheidungen und Schlachtabfälle von Nutztieren auskommen.
Selbst der Buchautor Achim Schwarze, der offenbar ein Freund der bio-dynamischen Methode ist und diese ausführlich erläutert (inkl. der Aufbereitung von Mist …), ist der Ansicht, dass Tierhaltung für einen geschlossenen Kreislauf in Garten und Feld nicht notwendig ist. Er schreibt:
"Letztlich entsteht jeder organische Dünger aus Pflanzen, ob man nun den direkten Weg der Kompostierung des Pflanzenmaterials geht oder die Pflanzen erst von Tieren fressen läßt und dann den Mist kompostiert (Frischmist sollte nie verwendet werden). Die Nährstoffwerte eines Kompostes entsprechen denen von Frischmist, aber Kompost wirkt weder triebig (=Zwangsernährung, -osmose), noch ist er von der Auswaschung bedroht. Letztlich könnte man Komposterde als den Mist der Regenwürmer bezeichnen, der weit idealere Eigenschaften aufweist als der eines Rindes etwa." (in "Einfach anders Gärtnern – Biogemüse in Theorie und Praxis". S.100)
Was den Stickstoff anbelangt, kommt er zu dem Schluss, dass würde man die gleiche Menge Gras kompostieren, die ein Rind frißt, "käme für den Garten mehr Dünger heraus als über den Umweg des Rindes." (Ebd.)
Sicher werde ich das Buch nochmal zur Hand nehmen – und wegen der guten Sortenbeschreibungen wohl auch behalten, aber aufgrund eurer "uneingeschränkten Empfehlung" – wo ihr doch ohne Tiere lebt, und ich dachte auch ohne ihre "Produkte" gärtnert – bin ich erstmal enttäuscht.
Mein Lieblingsbuch bleibt daher "Gärtnern im Biotop mit Mensch" von den Klebers, bei denen Mist und Hornspäne oder dergl. gar nicht erwähnt werden(soweit ich mich erinnere). Zudem ist der Gemüseanbau eingebunden in ein komplexeres Gesamtkonzept permakultureller Gartengestaltung. Es ist nicht so schön bunt, enthält aber viel Wissen in komprimierter – leicht nachschlagbarer Form. (Dieses und die folgenden Bücher sind zu finden beim olv-verlag.de ).
Auch das Buch von Margarete Langerhorst: "Meine Mischkulturenpraxis" zeigt, dass und wie markttaugliches Gemüse auf rein pflanzlicher Basis angebaut werden kann.
Kurt Kretschmann (Mulch Total) tat dies sogar auf Sandboden.
Sehr interessant für Freund_innen des Bodenlebens ;-) ist auch das Buch "Humussphäre – ein Stoff oder ein Systemß" von Herwig Pommeresche.
Er ist übrigens der Ansicht: "Auch die Behauptung, dass Viehzucht des Mistes wegen die Voraussetzung für die Pflanzenproduktion darstellt, hält nicht stand. Diese Kopplung dient lediglich der Verwertung des Abfalls aus der Fleischproduktion, stellt aber durchaus nicht die optimalen Möglichkeiten einer Pflanzenernährung dar." (S. 130f.)
Liebe pro-edaphon, danke für Dein ehrliches Feedback – dieses teile ich. Wie Du richtig angenommen hast, gärtnern wir biovegan – also ohne die Verwendung tierischer Stoffe. Wobei das so einfach eben nicht zu sagen ist, wenn wir uns all die Bodenlebewesen ansehen, die sehr wohl mit uns gemeinsam hier leben und die Beete bewirtschaften. Die Regenwürmer, die für uns den Komposthaufen durchgraben und Grün- und Küchenabfälle in Humus verwandeln. Und so weiter.
Wenn wir es so eng sehen wollten, dürften wir so gut wie kein Buch empfehlen. Viele Biobücher empfehlen das massive Zuführen von Steinmehl, Algen-Präparaten oder gar Metall-Staub. Alles Dinge die erstmal hergestellt und zum Teil sehr weit transportiert werden. Viele Permakultur-Bücher führen aus, wie man mit Maschinen das Landumgestaltet und dabei ganz nebenbei Öl verbrennt und den Boden verdichtet.
Wenn ich mit einem Buch zu 95 % übereinstimmen kann, empfehle ich es auch. Einige der Bücher, die Du aufgelistet hast, werden übrigens noch als Empfehlung kommen, hier auf dem Blog. Auch wenn ich auch dort sicher nicht mit allem übereinstimmen werde.
Lieber Michael,
biovegan heißt für mich nicht "ohne tierische Stoffe", sondern ohne nutztierliche Stoffe. Ich finde die Grenzziehung hierbei nicht so schwierig, wenn ich frage: Ziehen die Tiere von selbst ein (Vögel die aufs Beet kacken, Kompostwürmer, Igelkacke …) und können abhauen wenn sie lustig sind oder werden sie ökonomisiert und gezielt eingesetzt, bzw. ihre Produkte (Kompostwürmer aus Zuchtfarmen, Mist, gemahlene Hufe/Hörner=Hornmehl und andere Schlachtabfälle …).
Klar, im Boden findet ein einziges Fressen und Gefressen werden statt und manche bezeichnen provokant gar die Pflanzen als Fleischfresser, da sie nicht nur Salzionen, sondern auch größere Moleküle aufnähmen (Pommeresche s.o.). Das spricht für mich nicht gegen bio-veganen Anbau.
Wenn ich mit einem Buch zu 95% übereinstimme, kann ich es auch empfehlen, aber eben nicht "uneingeschränkt" wie ihr oben. Und ich bin fast sicher, dass das Buch von diesem blinden fleck abgesehen sehr gut ist (obwohl ichs erst überflogen habe).
Die Arbeit von Arche Noah und Dreschflegel schätze ich doch auf der anderen Seite sehr, kaufe schon seit vielen Jahren Dreschflegel-Saatgut und liebe die pomologischen Datenblätter von Arche Noah. Die blinden Flecken machen eine_n doch um so trauriger, je mehr die andere Seite geschätzt wird, ist es nicht so?
Ein Hauptziel der am Buch beteiligten Initiativen ist doch die Abschaffung von GVO-Saatgut und was damit zusammenhängt (Pestizide, Saatgut-Monopolisierung…). Wenn dann aber Stallmist als "bester Dünger für den Garten", sofern gut verrottet (S.60) empfohlen wird, kommen sicher nicht wenige auf die Idee vom Bauern nebenan, der möglicherweise GVO-Soja … verfüttert zu holen – passt doch nicht, oder?
Zudem widersprechen sie sich doch irgendwo selbst, wenn auf Seite 56 wiederum steht: "Vor allem Hausgärten, die seit Jahren und Jahrzehnten mit Stallmist gedüngt werden, sind häufig überdüngt. Dann wird Gemüse anfällig für Krankheiten und Schädlinge und Wurzelgemüse gedeiht überhaupt nicht, weil die hohe Salzkonzentration im Boden das Wurzelwachstum ständig schädigt." (S.56)
Mist ist eben doch Mist (Pommeresche)
Ich denke, der Mist bzw. die tierischen Bestandteile, den die freilebenden Tiere, insb. die kleinsten (das Edaphon) einbringen reicht aus, bzw. sollte deren Überleben nicht durch leicht lösliche Düngemittel gefährdet werden.
Ich stimme 100 % mit Dir überein, liebe pro-edaphon. Und Du hast Recht, es ist sehr schade, dass hier sehr viele im Biobereich auf einem Auge blind sind. (Siehe mein Update im Artikel oben)
Es ist echt erstaunlich was die Leute für Unterschiede machen. Also kann ich nach eurer Meinung nicht von mir behaupten Biogemüse anzubauen! Dar ich im Garten Pferdemist,Hünermist und Kaninchenmist mit den Kompost zu Verbesserung des Bodens ausbringe oder mal Hornspäne( Mehl) streue was ja ein Naturprodukt ist;)!Dieses ist doch wohl immer noch besser als den Boden mit Chemie zu belasten! Es ist doch echt komisch das Mann Tolerant gegenüber Veganern und Co ist aber diese immer wieder was finden wo Sie was dran auszusetzen haben. Selbst an natürlichen Kreislauf der Natur!
Hallo Daniel,
Toleranz tut doch hier wenig zur Sache. Vielmehr geht es um das Problem, dass auch in neueren Gartenbüchern (wenngleich nicht in allen s.o.) immer noch das alte Paradigma weiterverbreitet wird, dass Tiere den besten Dünger lieferten. Dass dieser hingegen sogar als problematisch angesehen werden kann, wird er in zu hohen Dosen oder unzureichend kompostiert (im Falle von Mist) ausgebracht, wurde dargelegt.
Hornspäne(-mehl) die du im Handel erhältst sind in der Regel aus Massentierhaltung, die mit dem "natürlichen Kreislauf der Natur" von dem du schreibst meiner Ansicht nicht viel gemein hat. Auch NPK-Tütendünger wie der von Oscorna (Animalin) enthält – einer Produktanfrage bei der Firma zufolge – Fleischknochenmehl und gemahlene Hörner von Tieren aus Massentierhaltung. Die große Nachfrage nach diesen Produkten sei mit Tieren aus Biohaltung überhaupt nicht zu decken, hieß es. Das wird beim reinen Hornmehl nicht anders sein.
Ob der Mist von den Hühnern, Kaninchen oder Pferden, den du verwendest den Kriterien eines Bio-Anbaues genügen würde kann ich nicht beurteilen, zumal es große Unterschiede zwischen Eu-Bio und den verschiedenen Bio-Anbau-Verbänden gibt. Du schreibst weiter, deine Methode sei "wohl immer noch besser als den Boden mit Chemie zu belasten!
".
Bio-veganer Anbau ist ebenfalls Bioanbau (Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Dünger), verzichtet aber darüber hinaus auf Einträge (nutz)tierlicher Herkunft, wie oben beschrieben.
Bio ist vielleicht besser als konventionell, aber bio-vegan ist halt noch besser :-) und wenn es für erfolgreiche Ernten weder der Chemie noch der Tierausnutzung bedarf, dann ist das doch super – und sollte in fortschrittlichen Gartenbüchern auch so empfohlen werden – oder nicht? Zumal wenn die vielfältigen ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Probleme von Tierzucht, -haltung und -konsum bedacht werden.
Kann pro-edaphon nur vollumfänglich zustimmen. Es geht nicht um Toleranz. Natürlich machst Du, Daniel, Bioanbau, wenn Du so vorgehst, wie Du beschreibst. Aber halt keinen bio-veganen Anbau. Und wenn Du ansiehst, was moderne Landwirtschaftsverfahren – auch moderne Bio-Landwirtschaft – aus unseren Ackerflächen gemacht haben, dann dürftest Du offen sein, für funktionierende, lebensfördernde Varianten. Wie eben zum Beispiel bio-vegane Landwirtschaft.
Hallo Michael es geht mir in erster Linie darum meine Familie gesund zu Versorgen ohne Chemie wir werdenden das was bei uns aus unserer Nutztier Haltung und dem Garten anfällt zum Düngen um den Boden das wieder zu geben was er uns gegeben hat! Unsere Tiere werden Artgerecht gehalten und es wird alles verwendet wenn wir Schlachten! Zur Lebensvördernen Variante wie ihr meint kann ich nur sagen das es in unsern Boden vor Leben nur so wimmelt. Was ich mit Toleranz meine ist das wir nicht Schlechter sind als Ihr weil wir Tiere halten und ihnen ein gutes Leben geben.Mann kann doch nicht alle Menschen die Fleisch Essen und Tiere halten als Ausbeuter und Monster sehen! Sicher werdet ihr verstehen und akzeptieren können das es unterschiedliche Lebensweisen gibt!
Hallo Daniel. Interessant wie Du selbst fleischessende und tierhaltende Menschen als Ausbeuter und Monster titulierst. Niemand hier hat je so etwas geschrieben. Wir akzeptieren die gesamte Welt, wie sie ist. Wir spielen nur nicht bei allen Dingen mit, wenn wir sie für uns und unsere Vorstellungen nicht gut finden. Und treten natürlich für bioveganen Landbau als Landwirtschaftsweise ein, weil es aus unserer Sicht mehr als klar und bewiesen ist, dass dies das beste für Boden, Ernährungsgerechtigkeit und langfristige Lebenserhaltung auf diesem Planeten ist.
Hallo nochmal,
stolperte gerade über einen alten Eintrag, wo wir das Buch "Gärtnern im Biotop mit Mensch" auch schonmal kurz vorgestellt bzw. kommentiert haben: http://www.utopia.de/gruppen/permakultur-145/disk…
Da fiel mir ein, dass ihr das ja auch vorstellen wollt – nur so als kleine Anregung.
Grüßle wiedermal (ungewohnt hier, das neue Design …)
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